Indiana Tribüne, Volume 19, Number 121, Indianapolis, Marion County, 19 January 1896 — Page 9

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Jnomna Tribüne.

ellans. Sein Bild. Won C. Wellner. Nora ton Axthausm saß e!neZ Wends spat, m tiefes Nachdenken wt sunken, vor ,ihrni Torlettentisch. Sie war ine gefeierte Schönheit. Dunkelgraue, träumerische Augensterne strahlten aus dem edlen, feingeschnittev.tn Antlitz, welches von welligem brauxicm Haar umrahmt wurde. So machte sie einen sanften Eindruck, aber die Haupteigenschaft ihres Charakters war doch eine in ihren Kreisen fast sprichwörtlich gewordene Selbstbeherrschung. Freunde und Verwandte schalten sie oft kalt, theilnahmslos, bar eineZ jeden tieferen Gefühls. Aber eben diese Freunde bewunderten und beneideten sie auch im Stillen gerade ob ihres Wesens. Sie sagten: Nora wird bei einem Erdbeben, einer FeuerSörunst oder eier Überschwemmung ebenso ruhig und entschieden bandeln, wie sie es im mer thut! Mit einem Wort: nichts vermag dieses muthlge Maochen aus seiner Fassung zu bringen. Zu dieser späten Stunde schlief be reits Alles im Hause. Nur Nora war noch auf. Sinnend betrachtete sie ein kostbares, herrliches D:amantenyalsoand, dessen Steine vom reinsten Wasser waren und beim Licht -der rosa verhüllten Lampe in tausend und abertausend Farben erstrahlten. Sie sind selten schön," sagte sie halblaut, während sie das Etui schloß. Dann wandte sie sich nach rechts zu dem in Lebensgröße gemalten. Portrait eines zunqen imonen Qmcters. Jawohl, Herbert, sie sind schön! Aber dennoch weißt Du, daß nichts auf der ganzen Welt im Stande ist, mich von Dir abzuwenden! Nlrcht wahr. Geliebter?" DaS Gesicht de5 schönen, Jünglings schien auf sie herniederzulächeln, als sei d:es gleichsam die Antwort aus ihre Frage. Noras Züge kündeten die zärtlichste Liebe und das tiefste Vertrauen, als sie die Augen auf dem Bilde ruhen ließ. Herbert von Wimpffen war Marine Officier. So kam eS, daß er oft und lange Zeit von Nora getrennt sein mußte. Aber sie hatte wenigstens das Bild als Ersatz. Stunden hindurch konnte sie es betrachten. Sie sprach mrt ihm im Flüsterton, als sei er selber bei ihr im Zimmer; sie verweilte vol chm in stiller Traumerei, den Augen blick herbeisehnend, wo er zurückkehren wurde. Heute Abend nun hatte sie ihr Mädchen früher als sonst zu Bett geschickt Sie' wollte mit Herbert allein sein ein ungestörtes Plauderstündchen mit ihm verbringen. Danach empfand sie em Verlangen, das sich mcht unter drücken ließ. Sie mußte dem Gelieb ten noch erzählen, daß Graf Hohenfels skr seine Hand angeboten. Von ihn, kamen ja auch die Diamanten, welche sich letzt, in ihren Händen befanden die glitzernden Steine, welche schiminerten und leuchteten, als wollten sie von dem Glück rzahlen, welches ihr die Zukunft 'darbot, wenn, sie dem Antrag des Grafen Gehör schenkte. Hastig schob Nora die Diamanter bei Seite. Morgen erhält sie der Graf zurück!" sagte sie mit fester Stimme. Ein Geräusch, welches in !esen Moment an ihr Ohr schlug, ließ si. aufhorchen. Wieder erhob, sie den Blick zu den. Bild des werthen Mannes . . . Es war ein Meisterwerk jene: Kunst, welche den Menschen, das Eben bild Gottes, auf der Leinwand wieder zugeben trachtet. Da5?', don einem Umfange, wie eS -durch die Lebengröße der gemalten Person beding! war. AIS ,v2S Porlratt in das Hau! gesandt wurde,' erwies es sich als zi groß für den ihm bestimmten Platz n dem mit gediegenen Möbeln des edelsten Geschmacks erfüllten Raum war ohnehin nicht, leicht eine Stelle zu fmden, wo em neuis Stuck untergebracht werden könne, ohne die vorhandene Symmetrie zu stören. Schließe lich entschied sich Nora dafür, eint Thür, die selten benutzt wurde, mii bern Portrait zu verstellen. Dadurö kam dasselbe an einen Platz, welche: sein künstlerischer Werth, verdiente ganz abgesehen davon, daß Nora damit auch 'der Mühe überhoben wurde, eine vollständige Umgestaltung dieses ihres Lieblingszimmers vornehmen y: müssen. Das Bild bedeckte die Thür volllom. men und . sehr geschickt. RingZun wurde eine wunderschöne- Dekoratioi, von kostbaren .Gobelins angebracht Unten war der überflüssige Raum bU zum Fußboden durch einen schön ge. schnitzten Untersatz bedeckt, welcher nack Stil und Material zu den Möbeln dri Zimmers vollkommen paßte. " Nora setzte. ihr Geplauder mit dem Geliebten fort. We? weiß, Herbert hätte ich Dich nicht in mein Herz, geschlossen, oder Dich vielleicht gar nicht kennen gelernt wer weiß, ob ich nicht dennoch vom Glanz der Diamanten und der Grafenkrone verblendet 'worden wäre! Denn, mein Schatz, der Graf ist durchaus kein übler Mann, und was die Diamanten hier betrifft, so braucht man nur inen Blick auf sie zu werfen, arm die Gewißheit zu erlangen, daß sie ewvi geradezu unermeßlianWutb

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?co?a ftlelt plötzlich tnne . . . Ihr Blick, welcher' während dieses ganzen Gesprächs in Ruhe und Hingebung auf das Bild geheftet war. nahm einen anderen Ausdruck an. Aber sie beherrschte sich bei der Gewalt, welche sie stets über sich hatte, und beendete nicht allein den sngefan genen Satz, fondern zwang auch den Antlitz wieder das frühere Gepräge auf. Zugleich murmelten Noras Lippen: Sie sagen immer, ich verstände es so gut, mich zu beherrschen. Jetz! brauche ich diese Eigenschaft!" Sie fetzte sich einen Augenblick an den Tisch, sie fühlte, daß sie durch der, entsetzlichen Schrecken, den sie eben habt, doch zittere. Dann flüsterte sie: Mein Gott. wa$ ist das? Ich sak doch deutlich, daß die Augen auf dem Bilde sich bewegten!" All ihren Muth zusammennehmend, stand Nora jetzt auf und stellte sich wie. der vor das Portrait, fest und ruhz auf die Züge desselben blickend. Sie hatte sich nicht getäuscht . . . di Augen bewegten sich in der That . . . Nora setzte sich wieder. Sie hattt Mühe, ihre Bestürzung zu verberge? und fühlte, wie sie zitterte. Anscheinend beschäftigte sie sich mit den Diamanten, dem Geschenk t Grafen. Aber ihre Gedanken weilten bei der schrecklicken Entdeckung, welche sie gemacht. Es war kein Zweifel; hinter dem Bilde, stand Jemand verborgen. S3ie seicht hatte er ton den Diamanten gehört und wollte diese nun, rauben. Was beginnen? Auf die Glocke durfte sie nicht brii cken und so Jemand herbeirufen. Das konnte leicht für sie gefährlich w:rden bei der Lage, in welcher sie sich befand. Sie saß also eine Weile ganz still, bis sie die volle Selbstbeherrschung wiedergefunden hatte. Nun stand sie auf. näherte sich langsam der Thür des Schlafzimmers und blickte nochmals auf da Bild, im Fort gehen den geliebten Zügen eine KußHand zuwerfend, indem sie sagte: 3ute Nacht. Herbert!" Dann öffnete sie die Thür. Eine Dogge, klug, treu, schön ein mächtiges Thier, sprang sofort in's Zimmer winselnd, sich hochausrichtend vor Freude, überschüttete es seine Herrin mit den Beweisen seiner Liebe und Anhänglichkeit. Aber gleich darauf wandte sich seine Aufmerksamkeit von ihr ab, indem es schnüffelnd, suchend im Zimmer herumlief. Was ist Dir. Sahib?" fragteNora, seinen Kopf zwischen ihre Hände mfy inend und ihm in die klugen, fast menschlichen Augen blickend. Dann fuhr sie, ihn streichelnd, fort: Ich wünsche, daß Du Deinen Herrn wieder bewachst! Sahib! Du liebst ihn ja fast ebensosehr wie ich selbei!" Sahib wußte sofort, was seine Hr rin von ihm verlangte. Er folgte dem Wink, welchen ihm Nora mit der kleinen emporgehaltenen Rechten gab. und legte sich still nieder dicht vor das Portrait. Sie mit klugem Auge anblickend, schien er zu sagen: .Ich folge Dir. weil Du es willst! Aber gern geschieht es nicht! Ich selber würde ganz etwas Anderes thun, als hier still liegen " Aber die Unruhe kehrte schnell zurück. Zwischen den Lippen schimmerten von Zeit zu Zeit zornig die weißen Zähne hervor die Augen funkelten. Und der Gesichtsausdruck schien jetzt zu sagen: Gehorsam schulde ich Dir unter allen Umständen. 4 Aber nöthigenfall weiß ich doch, waS ich zu thun, habe!" Nora verlor nun keine Sekunde Zeit mehr. Anscheinend ruhig, verließ sie doch ungesäumt das Zimmer, welches ein solches Räthsel 'barg. In weniger als fünf Minuten hatte sie ihren Bruder und zwei der Diener herbeigeholt. Geräuschlos kamen dieselben näher. Sie konnten sich Noras Erzählung nicht deuten. Als - sie jedoch kaum vorder Thür angelangt wa ren, vernahmen sie plötzlich einen lauten Krach, einen fürchterlichen Schrei und ein wüthendes dumpfes Knurren. Im Zimmer selbst bot sich ihnen ein seltsamer Anblick. Das Gemälde lag rn Trümmern 'auf dem Teppich."' An der Stelle, wo sich sonst die Augen des Officiers befanden, zeigten sich 'zwei große Löcher i . . Und auf dem Fußboden zusammengekauert hockte - ein wild aussehender Mensch, hünenhaft kräftig, mit breiten Schultern und sehnigen Armen. Mit den eintretenden Männern wäre dieser Riese schon fertig gewordn, an dem Hund aber hatte er seinen G$ ner gefunden. Sahib hielt 'das linke Bein des Ein. brecrrs mit den Zähnen . fest. , Diese waren tief in das Fleisch eingedrungen, das Blut, strömte hervor, die Fetzen der Beinkleider hingen herunter Der Hund bringt mich um stöhnte der Mann. Noras Bruder hatte Mühe, Sahib zu bewegen, daß er seine Beute fahren ließ.-. Aber selbst von dem Hunde befreit, war. i er Dieb noch durch die bloße, Anwesenheit desselben im Zim mer fo entsetzt, daß man ihn ohne viele Mühe. fesseln konnte. . Inzwischen war das ganze'Haus.zu sammengelaufen. Da ein Jeder 'eine Menge Fragen zu stellen . hatte, so mußte Nora immer wieder von Neuem zu erzählen anfangen. Alle wurden nicht müde, Noras Ruhe und' Selbstbeherrschung zu ruhmen, durch welche' es allein gelungen war, einen wahrscheinlich sehr gefährlichen Anschlag zu vereiteln. Als der Fall vor Gericht kam. gestand der Verbrecher ein, er habe es auf die Diamanten aeaesebey. von denen er

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geHort, daß sie sich in den Hangen te5 schönen Mädchens befänden. Er hatte sich in ws Haus zu schleichen gewußt" und dann den Platz eingenommen von welchem, ihn Sah'ch so energisch vrr. trieben. Das mißglückte Abenteuer brachte den schlauen'Berbrccher, wie vorauszu. sehen war. auf längere Zeit an einen Ort. wo er solche Pläne nicht mehr ausführen konnte. Nora hatte es übrigens nicht nöthig, mit dem Portrait des Geliebicn wieder die traulichen Zwiegespräche zu halten. Bald darauf kehrte der junge Officier heim, um für imm?r bei dem schönen Mädchen zu bleiben. Man feierte bald die Hochzeit und das junge - Paar brauchte sich nun nie mehr zu trennen. Chinesische Mahlzelten. Man braucht gerade nicht den Aus spruch eines neuen Philosophen: Der Mensch ist, was er ißt" zu unterschreiben, um doch die Verschiedenartigkeit der Mahlzeiten und besonders .der Lieblingsgerichte der einzelnen Völker zu beachten, da auch hierin ihre Eigenart sich abspiegelt. Das rührige, wie ein Ameisenhaufen durchnnanderwimmelnde Volk des Reichs der Mitte hat in Bezug auf die Mahlzeiten, die es bevorzugt, einen - von dem unserigen gänzlich abweichenden Geschmack.. Wir zucken über denselben die Achseln; aber die Chinesen hegen einen nicht geringe ren Abscheu vsr Nahrungsmitteln, die bei uns geschätzt - werden, - wie z. B. Milch. Butter und Käse. Kein bezopfter . Bewohner, des ostasiatischen Kaiserreichs würde dergleichen über ferne Lippen bringen. Auf dem Spe: sezettel eines chinesischen Wirthshauses finden sich manche Gerichte, die auch bei uns genossen werden, tote: gekochter Reis, grüne Gemüse, Schweinefleisch, Fische, daneben aber für die Feinschmeckek die merkwürdigsten Dinge :Schlan gen, Käfer, Würmer, Schmetterlings puvpen, hundert verschiedene Vogeleier uno noch mehr-Jnsektn, Fischflossen, Vogelkrallen. Die Schlangen, von denen eine große Anzahl m den chme fischen Bratpfannen zu Hause ist. ähneln im Aussehen und auch im Geschmack den Aalen. Die Puppen der Seidenraupe werden, wie eine Anzahl ähnlicher unfertiger Insekten, gekocht mit einer süßen Brühe gegessen und gelten für eines der schmackhaftesten Gerichte. Andere Raupen, solche, die sich im Bambus- oder im Zuckerrohr finden, werden in allen möglichen For men genossen. Einer der für uns widerwärtigsten Leckerbissen sind Enten eier, die man in feuchten Lehm legt, um die roh zu verspeisen, nachdem sie gänzlich in Verwesung übergegangen sind. "Hunde und Katzen- werden im Blnnenlanld von der ärmeren Bevolke rang genossen, weniger in den Seestadten.' Die Pwten des Hundes atl ten für einen besonderen Leckerbissen, von den Katzen werden nur die schwar zeil geschlachtet; alle übrigen stehen sehr niedrig in der Schätzung. Bei den Halkas, einem halbwilden GedlrgZvolk auf den Höhenzügen im Westen von AMoy. erfreuen sich auch die Ratten. Haus-, Feld- mrd Wasserratten, als Nahrungsmittel gleicher Achtung. Das Evste, waS der Reisende dort in einer kleinen Stadt oder einem Dorfe er blickt, sind Hunderte geschlachteter Rat ten, die an langen Schnüren außerhalb, der Häuser oder quer über die Siraße zum Trocknen aufgehängt sind, die Schwänze nach oben, ähnlich wie die' Zwiebeln im nördlichen Europa oder der Mais in Amerika Zu den auch in anderen Ländern geschätzten Kostbarkeiten der Kochkunst gehört eine Vögelnestsuppe, die aber in China mit besonderer Meisterschaft . zubereitet wird und die bei größeren Festeren den ersten Gang bildet. Das Mate rial zu dieser Suppe liefert eine Seeschwalbe, die ihr Nest an die Felsen klebt und eS mit einer Matene ausfüttert, die sich aus dem Schnabel des Vogels absondert. Nirgends werden so viele Süßigkeiten gegessen wie in China: gelbe Kuchen von gemahlenem Reis, Bonbons von Bohnenmehl, ver-.-'ckerter Reis, Melonenschalen, Oranschalen in Zuckermehl. Ein großer -&er Kuchen von Buchweizenmehl gehört zum Besitz jeder Familie und wird angeschnitten, wenn Gäste kommen; er ist im höchsten Grade unserbaulich. Wie die Gerichte sind auch die Gebräuche der Chinesen bei den Mahlzeiten ganzlich don den unserigen abweichende So gehört es dort zum guten Tone, die Arbeit des Kauens, Verschluckens und VerdauenS der Speise mit möglichstem Geräusch auszuführen. Das Schmatzen der Lippen. das Zähneknirschen. Zangenschnalzen, lautes gedehntes Ausstoßen beim Essen das sind Höflichkeitsbeweise der Gäste, und der Wirth verneigt sich' lächelnd und erfreut, wenn ein besonders lautes Aufstoßen seinen Dank herausfordert. Utr Zarmcr von Santa üosa. Erzählung von Harry Ehest. Es war eine scbwere 3rit.. die ick in den ersten zwei wahren meines AufenthaltS m Amerika durchmachen mußte,, und selten wohl ist einer so aründlick wie ick durck die Müblc oeaanaen-. wie man hier im Lande zu sagen pflegt.Oft grnug bereute ich, die deutsche Hei math verlassen zu haben, um in Amerika schnell'reich, zu werden". Ich fürchte,' cs gibt immer noch eine große Anzahl tbörickter Menicken. welcbe sieb dasselbe einbilden und sich bezüglich der Car'. rlere da drüben Vermuthungen und öoffnunaenbinaeben. welche sebr schnell verschwinden, wenn man erst das Döl larland betreten hat. Ja, wenn man noch ein ordentliches Handwerk erlernt tat oder weniastens im Besitz arbeits-

gestählter Muskeln ist, dann soll es noch angehen, denn praktisch geschulte Menschen werden hier immer gebraucht nnd verhältnismäßig gut bezahlt, aber ich war nichts gewesen als könialich preußischer Referenda? und das ist im Lande der Maschinen gewaltig wenig. Ter Tod meines Vaters, welcher keinerlei Vermögen hinterließ, hatte mir eS unmöglich gemacht, dem Staate noch drei Jahre unentgeltlich zu dienen, und so hatte ich denn die Reise nach der neuen Welt angetreten. Ich will '3 kurz machen. Kellner, Stiefelputzer, Leiter' und Bediene? eines Eis und Kohlenwagens, Agent für eine deutsche Buchhandlung. ' die mit Schauerroma neu slotte Geschäfte machte, Geschirr Wäscher in einem Hotel und endlich Zeitungsjunge" das war ich alles schon mit mehr oder weniger Glück ge wesen, nachdem die geringen mitge brachten Baarmittel zu Ende gegangen waren. Und jetzt war ich im heißen Sommer wieder einmal ohne Arbeit und Verdienst und hatte die Wahl, -mir freie. Reise nach Europa auf einem Tampfer zu erwirken, . indem ich das Füttern von Ochsen während der Fahrt übernahm oder auf dem Pflaster New

Vorks zu verhungern. Ueber diese unerquickliche und nach keiner Seite hm verlockende. Alternative nachdenkend, setzte ich eines meiner , letz ten Fünfcentstücke in einem Restaurant in kalte Flüssigkeit um und studirte dabei die Stellenangebote in der . New Aorker Staatszeitung. . Ta fiel mir ein Inserat in die Au gen, welches mich mit einiger Hoffnung belebte. Für eine Farm in der Nähe von Santa Rosa wurden zwei Männer verlangt, die sich vor keiner Arbeit scheuten. Guter Lohn und freie Reise zugesichert. Näheres bei Mr. Pater sott. Trinity Avenue 103. Wie, wenn es mir gelang, von diesen beiden Männern der eine zu sein? Eine Stunde später trat ich bei Mr. Paterson, einem Agenten, welcher mit allerlei Menschenwaare handelte, ein, und ich hatte das Glück, ihm zu gcfal len. Es wurde mir freie Beköstigung und zehn Dollars Lohn auf die Woche zugesichert und Mr. Paterson händigte mir ein Billet bis San Franzisio ein. j.Sie fahren, bis San Francisco, fegte er, fünf Tage und neun Stun den und werden auf dem Bahnzuge gut verpflegt werden. Nach Santa Rosa gehen, Sie etwa drei Stunden durch einen prächtigen Wald, und dort, in Santa Rosa nämlich, wird Sie, Ihr neuer Herr, Mr. HalveS, mit dem Fuhrwerk erwarten." Umfangreiche Reisevorbereitungen brauchte ich nicht zu treffen, mein arm seliges Bündel war .bald geschnürt, und am nächsten Morgen rollte ich bereits mit der übergroßen Schnelligkeit eines amerikanischen Zuges dahin, der zur feslgesehten Zeit in San Francisco eintraf. ' Gern hätte ich mir diese interessante Stadt, angesehen, aber ich mußte mich sofort auf den Weg begeben, unj'Mr. HalveS. der mich ja in Santa Rosa, mit dem Wagen erwartete, nicht zu verpassen. Auch hätte mir der Zustand meiner Kaste ein längeres Verweilen in San Francisco nicht gestattet. Ich machte mich . also auf den Weg und erreichte am Abend,, nachdem ich nicht drei Stunden, " sondern deren sechs marschirt war, Santa Rosa. Mr. Paterson hatte mir zugleich mit dem Villct einen' Zettel eingehändigt, aus welchem der Name eines Gasthof. besierS in Santa Rosa stand. Tort sollte ich mir nur melden, um von dem Farmer in Empfang genommen zu werden. Ich durchschritt das Torf, welches meist von Schweizern und Jta licnern bewohnt wird, und fand ganz am Ende desselben den bezeichneten Gasthof. Müde und hungrig trat ich m die Bar. Hinter diesem hantirte ein kleiner, dicker Wirth und spülte mit wahrer Wuth Gläser, obwohl außer mir sich nur noch ein einziger (Last in dem düsteren Zimmer befand. Dieser saß abseits an einem runden Tisch und starrte gedankenvoll in ' das Brandy. glaS, welches vor ihm stand." Ich lauste mir ein Glas Bier und fragte dann mit lauter Stimme: 'Mr. Halves schon cinvcssirt?" Kenne jede' Farm vierzig Meilen um Santa Rcsa, aber keine, die einem Manne Halves gehörte. Aber Sie fragen nicht allein nach ihm. Fremder dort der Gentleman hat sich soeben auch nach dem Manne HalveS erkund digt. Ich wandte, mich um und sah, daß der Fremde sich ebenfalls erhoben hatte. 'Ich höre." redete ich ihn nach kurzer Begrüßung an, daß Sie ebenfalls nach dem Farmer Halves geforscht haben, vermuthlich geht eS Ihnen so wie mir. . Ich bin für die Farm des Mr. HalvcS engagirt und sollte ihn bier mit Pferd und Wagen treffen." Well, so geht e5 mir auch," sagte der Fremde, man scheint uns adr ganz vcrgesse.i zu'haden. Ich denke, nur ein Irrthum. WaS trinken Sie mit mir, Fremie.?" Ich hatte lange genug in Amerika, gelebt, um zu wiffen, daJ die Einlaß dung zum Tr.nen ausschlagen eine grobe Beleidigung gewes.il wäre; ich nahm daher den Milchpunsch, den mh LcidenSgenosie bestellte, dankend an. Kommt cS Ihnen nicht vcrdächtia vor. Herr.- sagte ich, nachdem wir einen guten Schluck des kühlenden Getränkes gethan, daß unser Ehcf hier gänzlich unbekannt ist?" Mein Kollege zuckte die Achseln. Tas ist nicht so schlimm,- 'erwiderte er,' kalkulire- da' Mr." Halves die Farm erst. kürzlich erworben, hat, viel leicht ist er selbst erst vor' kurzem in's Land gekommen " Holla,- rief der Wirth dazwischen, Fremder. Sie sind ein kapitaler KovrV und ich, John Hopkins. bin von der Hihe, scheint'S, ganz dumm geworden. Mr. Halves ja, ich denke, das wird so seine Richtigkeit haben daS ist,hol mich der . Teufel, kein anderer als (gortsehung aus der Rückseite.) '

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