Indiana Tribüne, Volume 19, Number 120, Indianapolis, Marion County, 18 January 1896 — Page 1
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Editorielles.
Als kürzlichkin New Jork zwei Polizisten einen Jungen in Ctne j Wirthschaft schickten um Wtt zu holen' klagten, sprach ihn der Richter frei und ertheilte den Spitzeln einen Nüssel. Dat brachte den Polizeipascha Roosevtkt uu uiiv nie yiujuvuiutiuv iktheilte er den Polizisten ein Lzb wegen ihre? Spioniren, den Nichter deSavouirend und daö Spiheltbum begünstigend Noosevelt, der sich in der Civil dienst-Bewegung einen Flamen gemacht hat, entwickelt sich zu einem erstaunlich kleinen Menschen. Aber der Jingo Patriotismus und der Temperenzfanatiömuö können den größten Mann klein machen. ,, WaS deutsche Staatsanwälte in der heutigen Aera der Reaktion und deö Denunziantenthumö zu l ist der mögen, dak zeig folgender Fzll : Wegen Goticslästerung war jüngst in Plauen, Sachsen, der Mandolinen m1 l .äs K aII Vli J1 1 t al . A . ff . I macher Paul i?ml Martin angeklagt 7 . . . . . ö. . , Sr hatte eine Tage? daö Abenl'm hl genommen, aber etc oiue, ra ne am Gaumen kleben geblieben war, herauö genommen und in die Tasche gesteckt Nach Beendigung dlö Votteö ienstiö hatte er sich in eine Restaur-tion be. geben und dort die Hcstie in die Hand genommen. AIS er im Begriffe war, sie in Papier einzuwickeln, rieth ihm kin Anwesender, dies nicht zu thun, da Druckerschwärze de Zeitungöpa. die Druckerschwärze de Zeitungöp Piers giftig sei. Martin Hielt dann um unv vu taun riuc luiyiiiiuc M,ene" gemacht haben. Die Anklage erblickt darin eine Beschimpfung der ÖO'llC UNO 0(1 Ab.Ndmablk? selbit. a so einer Tinrichtung der chr stlichen Kirche. Der Richter war vernünftig genvg. den Angeklagten freizusprechen, aber wie ernst man eine solche Sache nimmt. zeigt die Begründung deö Urtheils : Da heißt eö : daß sich nichts weiter feststellen lasse, als daß der Angeklagte schwach gelächelt und dann die Oblate wieder eingesteckt habe, daß wenn auch oie Hano lung sich gegen eine Einrich ng der Kirche gerichtet habe, doch daS Thatbestandsmerkmal der Rohheit und Veracktuna feble. Die Annabme. dak fl,, r,; Q-in ht VbV wiiyitiuyik vuiu) vut 4uu(kiti vuv Abendmahl herabwürdigen wollte, sei u'ch bie begleitenden Umstände nicht fif trtf yit.iuyi(Vi -..' Ausland. Das Jubelfest, Berlin und München, die Sozialdemokraten. Berlin, 17. Jan. Nachdem die W Töne der deutsch - englischen Kriegsposaune verklungen und da, mphrmnAßr tli A 5WitiST htr (?rinAj v v vmv . , . ? n. .... . ... 5 trommeln verhallt, hat die deutsche Regierung iyre ganze rasl oaraus ron- . r. r . zentrirt. daS morgln, den 18. Januar, statlsindende 25jährige JubiläumSfest zum Andenken an die deutsche KaiserKrönung im Schlüsse Ludwig deö Sechzehnten zu Versailles in glanzvoller Weise zu feiern. Wie daS SedanSfest. so trägt auch diese Feier einen auSgesprochenen chauvinistischen Charakter. Kaiser Wilhelm hat sich große Mühe gegeben, den Prinzregenten Luitpold von Baiern am 18. Januar nach Ber. ... ... . it. v. r.it zin zu oelvmmen, oamtt ver eioe un v K.m i. Cr-;s.-sf -ff. 4fc.;f ,m "w I, m . . - . r r p neyme. lun i,l es yal,acye. oap zwischen den Hohenzollern in Berlin und den Wittelöbacbern in München me eine sehr große Liebe herrschte, toa lchon während der Regierung deS I"Jlf;X...- 4i i o . . Tt ungiuliiiqen onigs uowig u. oe wiesen wurde. Prinzregent Luitpold hat biS jetzt nicht eingewilligt, morgen inBerlin zu erscheinen, und eS ist anzu nehmen, daß er an dem Jubelfesttag die bairische Residenzstadt nicht ver lassen wird. Wenn Kaiser Wilhelm EtwaS will, dann muß er eS auch bekommen, wi drigenfalls er ärgerlich und böse wird. Als er gestern Morgen noch keine ge wissen Nachrichten aus München hatte, sandte er seinen vertraulichsten Hofbe amten, den Fürsten Kraft v. Hohenlohe Oetringen, per Eilzug nach München ab mit dem Auftrage, den bairischen Prinzregenten umzustimmen und mi nach Berlin zurückzubringen. Daß die Sozialdemokratie ihre Ver-
trauenöleute in den höchsten Aemtern, in der allernächsten Umgebung deS Kui. serS hat, zeigt sich heute wieder. Kaiser Wilhelm beabsichtigt morgen, am gro-
sjen Jubeltage, ein Dekret zu verössentlichen, welch es benimmt, da& alle Mimärpersonen. die sich Vergehen baden '.u Schulden kommen lassen, wofü, n(n nickt mehr als 1S0 Mark GeldfjCaf oder 6 Wochen Gesängnißstra'e zudiklirt worden, begnadigt werden sollten. Keine Zeitung hatte bisher eine Ahnung von dem Dokument oder dessen Inhalt. Heute Morgen erschien daS Centra organ der Sozialist. n ur.d veröffentlichte deS KaiseiS BegnadigungSdekeet, im Wortlaut zur großen Ueberraschu-g der Herren vom Hofe. O'siziere, welche wegen Mißhandlung vor Soldaten verurtheilt worden, sind nicht in den Bereich der kaiserlichen 'Enaden'Botschaft eingeschlossen. Der deutsche Reichstag. Berlin, 17 3 m 3n der heutigen Sitzung dtS ReichS:aS wurde d:e Berat ung dtS 'Antrages Kanil)auf ctinfütjrnng keö G.treide' Monopol? fortg, setzt D:e Zdörer Tribü-en waren überfüllt, als Präsident Bon Burl Berenberg Nachmittags 2 Uhr3i' M n ankündigte, daß Reichskanzler von Hohenlohe sprechen werde und um die volle Aufmerksamkeit M HuseS bat. Die Abgeordneten drängten nach den RegierungSbänken vor. Als wieder Rahe eingetreten, hub Reichskanzler Hohenlobe an: Im Auftrage seiner Äe. Maj.stä de Kaiser Wilhelm hae ich die tfhre, dem hohen Haufe daS Resultat der Arbeiten eineS BiereljahrhundertS über ein Clvil-Gesetz deS ReicheS vorzulegen. Die. Arbeiten daran begannen in einer Periode des nationalen auneis iuö man erwartet, daß sie in den Tagen der'Erinr.erung an die nationalen Großthaten beendigt werden." , Die Rede te Kanzlers wurde mit H ichs aufgenommen. Der Präsident dankte dem Hause für seine Aufmerk amkeit und sprach .den Wunsch auS. daß die Beratduogen deS Ges,tz?S soart in Angriff genommen und ehesten? zu Ende geführt werden. CampoS ab. Madrid. 17. Jan. DaS Kabinet hat einstimmig beschlossen, Genera! CampoS und seinen Stellvertreter (öeneral ArderiuS wegen Differenzen zwischen ihnen und den politischen Parteien in Cuba ihre? AmteS zu entheben. General Mariin und General Vando, welche daS Kommando über die spanischen Truppen in der Provinz Santiago de Cuba führen, werden die Cn'lassenen temporär ersetzen. General Polavieja und General Wevler werden als Amtsnachfolger deS Generals CampoS genannt. H a v a n a, 1'. Jan. General CampoS äußerte sich gegen einen Freund bezüglich der Situation : Ich habe gethan, waS ich unter den Umständen konnte, und niemand kennt die Schmierigkeiten, mit denen ich zu kämpfen hatte, so vollständig wie ich Hätte ich Erfolg gehabt, so würde deS Lobes kein Ende sein, da daS nicht der Fall ist, so höre ich nichts als Vorwürfe. DaS ist der Weg der Welt und ich klage nicht." Die Situation erregt allgemeine Besorgniß, alle Geschäfte stchen still und viele Geschäfköhäuser schlössen vor der üblichen Stunde. Alles wird ge tban, um die Ruhe in der Stadt auf recht zu erhalten. Im Laufe deS Nachmittags traf Gereral Martin, den man für einen der tüchtigsten Ofsiziere hält, hier ein und hatte mit CampoS eine lange Conferenz, woraus daS Ge rächt entstand, er sei zum Nachfolger desselben auSersehen. "IM OchiffS'Nachrichte. Angekornnten in : QueenStown: Ctruria" vcn New Jcrk nach Liverpool. Bremen: CmS" und H. H. Meier" von New Sork. ' Gibraltar: Normani.ia" von New gork. Liverpool: Britannic" von New Sork. . Rotterdam: Obdam" von New Sork. Hamburg: Prusfia" von New Sork.
WetterauSsichten.
TrübeS Wetter, zeitweilig Regen! oder Schnee; kälter heute Nacht Mo?gen trübes Wetter. Gestrige Temperitu? : Mofimum 44 Grad, Minimum 36 Grad. ' Hlll Winter Excurstonen räch Gibraltar, der Nivura, Italien, Egizpten. Griechenland, etc. Preise mäßsg, belegt j tzt. A. Metzger Agentur. 2ter Stock. Ecke Washington und Pennsylvania Str. Katalog frei, ", (Allerlei. D Z e Sä g e m u h l e n. vo n Ta coax-i h?b?n im verflossenen Jahr: un ctfu: 115,000,000 Fuß Holz gMe 'ert. D'es?s Qikai'.tm übertrifft" daZ ZZro u i i:g:r.i einer Stadt an Ux t'-ifkllif. I n manchen CountieS veK Mckerstaates Wlmt 5't feie officielle Prohibition für die Vehörden"dle beste Lmnahinequelle. So sind dieser Tage lm Counity Sagadahoc nicht weniger rls 48 Anklagen wezen Ueberttewnz tes Proh'.b;tio7.sgesetzes erhoben worden utö an der Verurbh:Uun,z der An--geklagten kann nicht gezweifelt werden. 2)iese 43 Falle werden Der CountykasZe cn 85000 einbringen. S n neuer Famillenfkan-i-al des Hauses Va,7.':nbllt kam dieser Tage der Supreme Court von Ärookly, N. )., an's Tageslicht, doch waren es keine Sntenbllder aus drm Seine-V.'.b:l utö überhaupt kewe oxr kafcn Ab.':7.t:uer. die da entrollt wur. den. Es war mcht fois EwigMerb-lich:-. rotlM William W. Kissam. :n Neffen d:5 verstorbenen William H. Vanderbilt. hmanzog, soi?d:rn 'der xsprri!'-, U7.ö ZZ):eIey's Goldlur uros das Saufer-A'.yl in Fort HaMl'lon b.''d:t:n Sta7n auf kti bew??!on Laufbahn des Neffen der Vanderbilt's, w:n!:ns bchzupkt dies seM Gat tin Elizabeth H. Kissam in 'der Ant wzrt auf seine behufs ScheÜdu von : Tisch und Veit angestrengte Klage. Nach fc Anzaben ber Klägerin, heik. .rr . ä. raeie ne itijjain vor orel aqren uno schon nach wenden Monaten entdeckte sie, dah ihr Gatte 'dem Trunk erg:bm sei., Ei.es Taaes deufchwand er aus dem Ehkran? 'Tquare Hotsl m Nsw Fort, wo das xunge Paar wohnte, und tauchte sn2 wssder im Keeky-Jn-stitut in White Plains auf. Nach ei rrig:-n Wochen kehrle er scheinbar runrk nach ew yjorl zurück, doch schon nach Kurzem verfiel er anz:bl'ch in das alte Laster, und sie kerlieg thu dann und lehrte m's Vaterhaus zurück. Später wurd: ihm, die Aufnahme in das Instltut in White Plams verwebgm, und er nahm dann, aber' immer nur für ei.niize Wochen, Aufenthalt im Chrislli. chen Institut an d!.:r!er Ave., New Fork, im Sauser-Asyl in Fort Hamilton und rm Keeley-J'nstitut . in King ston am Hudion, doch trat keine Besserung ein. Im septtmoer iS9d versöhnten sich die Gatten, ind?m er gelobte, fünf Monate lang keinen Tro pfen gebrannten WasserZ" $u gen: nen. doch er vergab angeblich sehr bald se'men Schwur, und sie. kehrte dann w'eder in's Elternhaus zurück, zumal er sie roh und brutal behandelte. I ii dem vo n der Königin Wittwe Donna Maria Pia in Lissabon bewohnten Palaste Amda ist cm großer Diebstahl von Kunstwerken ausgeführt werden. Wie es schemt. nahm ein Angestellter des Palastes das Verschwind:n einiger Kunstgegenstände wahr, erstattete aber nicht Anzeige darüber, m dem Glauben, daß diese, nach dem Pal'ste yi Cintru v?rlezt worden waren. T):r Dieb hztte die wertvollsten l.stw??, nenn an der Zahl, aus dem so 5..'?. Älaucn Saal entwendet. Die .'geastände find zwei prachtvzlle V.ij.'par.ische Schüsseln, zwei Schüsseln as :!r'.eöen:m Silber, deren DurchMi:t einen Fuß beträgt, ein 6 Pfund schwerer sib.'rner Präsk7.tlr!eller, ein si.'?erner Henleltrg feinster Arbeit u. f. w. Ein Pförtner Namens Stephan Alnl.:ida. von dem ein Taschenmesser auf dem Boden des Blauen Saales gekünden wurde, ist verhaftet worden. Zlls der Tag der legten Volk.-zähll'ng in Deutschland anbrach. machte stch ein altes Mütterchen aus einem Dorse ö:i Stadr auf. um nach dem Orte zu ziehen, wo ihre Wiege stand, auf daß sie sich zählen ließe, wie sie in der Bibel gelesen hatt: von der Zeit, da Herodes Landpfleger war. Unterwegs begegnete ihr ein Postbote und fragte: Moder, wshen wöt Se denn? Gt'is hüt doch Zählung. da möt Se doch to Hus bliewen." Mütterchen: .Na. ru. dat geit nich. in de Bibel steit doch: Ein Jeder soll an seinem Orte gesätzet werdm. Un mit den Ort ls doch de Geburtsort meent, uns olle Scholmester hat uns dat so liehrt." Sprach's und' ging weiter. Nach einigen Stunden erreichte die Alte glücklich das liebe Vaterhaus und wartete nun der Dine, die kommen sollten. Aber wer nicht kam. daS war der Zähler, er halte lein Geschäft schon am Morgen abgemacht. Die Alte vernahm dies thränenden Au?es und meinte: Wat soll ick armes Minsch nu anfangen, wat ward de. Kaiser denken, wenn her von mi hört!
In einem Äyurtnger Waldldörfchsn .hatte m Zähler bei der jüngsten, Volks zäMng von einer Fa Mlie die Zählkarten abgeholt imd war gerade im Begriff, sich aus der Nähe des Hses zu entfernen, als ihm der J'MA: des Besitzers, achgeeilt kam und sagte: Kommen B'x nur roch cmal wieder, wir haben eben, noch klec.neS Mädche-n. gekriegt." Das Land Europas, welches in der Zahl seiner Druckschriften an der Spitze steht, ist Deutschland. Deutschland besitzt 6000 Zeitungen, von denen ca. 1000 täglich erscheinen. Dann kommen: England (3200, datunter 900 täglich). Frankreich (3000, 'darunter 800 täglich). Italien (1400, darunter 200 täglich), Oesterreich-Un-flarn - (1300. darunter 200 täglich). Die Zahl der in Europa erscheinenden Zeitschriften erreicht fast die Höhe von 25,000. Die Inhaberin eines Hot-.ls in Traröach a. d. M.. wurde seit längerer Zeit von ihrem Zimmer. mÄchen destohlen. Sie zeichnete einige Geldstücke, die sich bei einer durch die Polizei vorgenommenen Untersuchunz auch vorfanden. Das Zimmerenädchen hat nach und nach 11.980 Mark zusa!m.men gestohlen. Das Geld fanid sich in Kistchen. Portemonnaies und Säckchen in Gold und Silber vor: Papiergeld hatte die Diebin verschmäht. Der Berliner StaÄtverorÄnktenderfammlunz hat foe Millio. Nönstiftunz, die der Bankier Ble'chröder behufs Errichtung eines Qu.NZ.enkranken'hos'prtalS hiniterließ, nstim-
,.mz abzelchnt. Die Tostamen.ttvoll- . strecke? beanspruchten, daß duses. Hospital an ein 'bereits.' bestehendes Kran -kenihaus angegliedert werde. Da der Magistrat .unö Professor Virchow sich !jecjra diese Anlage uuöspraichen so ?urde die Uebernahme der hinterlasse 'uen Million abgelehnt. Die Testa ' I Tl . c n nrenisollilreaer 'oursren nunmrnr Lilbstständia voraeben. l ÄetBerausgabung einer gefälschten Achnguldennote wurden in Wien eine alte Iran und ein Mann an gehalten. Die Frau nahm unbemerkt Cycmkalr nd stürzte sofort wdt zusammen; der Mann nahm ebenfalls Mt. doch eine-aevlngere Dosis: er -wurde, in das Jnquisitenspital gebracht und gerettet.. Es wurde festgestellt, vag !die .Beiden- Mutter und Sohn waren, Krauthauf heißen und seit fast 20 Iah. ren schwungvoll daS Fälscherhandwerk betrieben, von dessen Erträgen sie glän zend lebten. Die seit 1834 circulirenden Zesälschten bayerischen, Österreich':schen und ungarischen Coupons rühren unter anderen Falsificaten von ihnen her. Trotzdem hohe Summen auf die Entdeckung der Fälscher mehrfach aus gesetzt waren, blieben, alle Nachfor schungen biöher vergeblich DaS Paar wohnte in der westlichen, Vorstadt Ru dolfshum. Die ZZälschungen umfaßten Banklwten, Loose, Coupons. Die Arbeiten "waren vorzüglich gelungm und sehr schwer als Fälschungen erkennbar. Die gerichtlich untersuchte Wohnung zeigte, eine complet eingerichtete Fäl scherwerkstätte. Zahlreiche' gefälschte Banknoten, halbfertige gefälschte Coupons, massenhafte Fälscherutensilien. viel Silbergeld und Vormerkbücher mit wichtigen Daten wurden vorgefunden. Victor Krauthauf ist 39. seine Mutter Josepha 64 Jahre alt; sie stammen aus LinzMenschenfresser verschiedener Specialität gibt es in dem deutschen Hinterlande von Kamerun. Daö Colonialbl." berichtet hierüber auS dem Gebiete zwischen Mundame unö Bal'vurg. Anthropophagen sind hiei die Bakundu- und Mabumleute, ferner einige Stämme nördlich von, Ball,' so die Bamita u. s. w. Die Bakundus. wahrscheinlich auch die Mabum, genießen Menschenfleisch, nicht weil sie eS besonders schmackhaft finden, sondern aus religiösen Rücksichten. Bei ihnen, wie überhaupt bei allen umwohnenden Negerstämmen befinden sich geheime Fe tifchverbindungen, welche einen ziemlichen Druck auf das gewöhnliche Vol! ausüben, Sie gestatten z. 23. nur Leu ten, welche den Verbindungen angehören, Hemden, Hüte, Röcke, Schirme etc. zu tragen, suchen jungen Leuten, welche sich durch Arbeit etwas erübrigt haben, aber der Verbindung Nicht angehören. durch allerlei Hokuspokus ihre Schake abzutreiben u. s. w. Stirbt ein Mann der Verbindung, so nimmt man dessen Sohn an seiner Stelle auf. Stirbt bei den Bakundas einMann der Fetischver blndung, der zum dyudyu gehört, wlt die Neqer sazen (dyudyu ist Zauber. Medizin), so wird er nicht beerdigt, sondern verfpeczt. , Man todtet ihn rn der Regel, wenn er schwer krank ist und an seinem Aufkommen gezweifelt wird. damit sein Fleisch nicht ungenießbar Wird, Wahrscheinlich glauben dik Leute, daß die Kraft des Todten u die Lebenden übergeht, indem sie ihn verzehren. Anders ist die Anthropo phagie der Bamita beschaffen, wenn die Balis richtigl unierrichted 'sind. Diesk scheinen Menschenflelsch aus Liebhabe rci zu genießen. Man erzahlt vov ihnen unter Anderem, daß sie sich als Le'chenhyänen auf dem Schlachtfeldt einstellen, wo ihre Nachbarn ein Schar mützel ausgefochten haben, um die Lei chen der Gefallenen wegzuschleppen und yi verzehren. .
Hiesiges.
SchulratbSsitzung. DaS Finanzcomite berichtete gestern Abend, daß nur eine Offerte für eine temporäre Anleihe von $100,000 eingegangen sei und zwar von der Merchantö National Bank zu 8$ Interessen und empfahl die Annahme deS Angebots. Schulrath Blackledge op. ponirte. Er war der Ansicht, daß man eö billiger bekommen könne. DaS Comite erklärte, daß eö eine Anzeige in hervorragenden Zeitungen von New Sork, Chicago und Indianapolis erlassen habe, aber kein einziges Angebot eingegangen sei und nur durch persönliche 9lücksprache sei eS gelungen die Merchavtö Nat. Bank zur Anleihe zu bewegen. Das Comite erklärte, nicht allein m t dieser Bank, sondern auch mit anderen Rücksprache genommen zu haben, aber nur von der MerchantS Bank eine Angebot erhalten zu haben. D. 5 Offert wurde nach längerer Debatte accept it. DaS Comite für Anstellung von Lehrern empfahl die Anstellung von Levonia Hamlin Payne von Franklin. als Lehrerin deS Latein, mit einem Gehalt von $800 per Jahr und von Harry Cox für daö Eisen und Holzarbeit Departement in der Industrieschule mit einem Gehalt von $1.000 gerner wurden angestellt Myrtle L. Smyzer, Emma F. Baber und Ada Salgrove. Auf Empfehlung deö Schulsuverintendenten Goß wurden den nachfolgenden Abiturienten der ormalschule Diplome ausgestellt: Nina Cash. Bessie Taylor. Bessie !homaS, Blanch May. Elenor Jhohn, Llura Lei. Ella M. Thieke und Ada Noschel. . . Sozialistische Sektion. Sonntaq, den 19. Januar, Abends 8 Uhr, in der Columbia Galle, EckeDelaware und McCarkh Str , AgitativnSversammlung. Eintritt srek. Jedermann eingeladen - E. E. Reese, deutscher Zahnarzt. 24z Ost Obio Str. GO Wm. Prosser, jr , wurde aeftern Nachmittag für irrsinnig erklärt. Herr Prosser ist 20 Jahre alt, Architekt, verheirathet und hat ein Kind. Er zeigte seit etwa zwei 3ahren gewisse Eigenthümlichkeiten. Letzten August siel er auS einem Fenster etwa 14 Fuß tief hinab auf seinen Kopf und war 10 Tage bewußtlos. Er verlor seither sein Gedächtniß vollkommen und ist wie ein Kind. Man muß ihn süttern und auS- und anziehen. Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut ansangen. Hood'S Sarsaparilla beseitigt die Ur,acht dieses Uebels und heilt Katarrh dadurch, daß sie daö Blut reinigt. yood'S Pillen wirken milde aber rasch und ficker aus die Leber und den Magen. 26. Der SicherheitSrath hielt gestern Abend eine Sitzung ab, bei welcher auch Mayor Taggart anwesend war, um die Lokation von SpritzenHäusern zu bespreien. Der SicherheitSrath hat dieseö Jahr $10.000 für den Bau von Spritzenhäusern zur Verfügung. Die Ansprüche von Nord Jndiavapoliö, Sndianola, Woodside, S. West Str. und deö nördlichen Stadttheilö, östlich von College Avenue, wurden be sprachen, aber man kam noch zu keinem fest' Entschluß. In Betreff der Anschaffung eines WasserthurmeS sind die Mitglieder nicht einig. Sie beschlossen, nächste Woche nach Chicago zu gehen, um einen Wasserthurm in Thätigkeit zu sehen. M. Gierke, Deutscher Buchbinder. 408 Süd East.Me Mc?arty Str. Up Stairs. $3000; tnek ny Uirly inlel'.iMni prnon es ithMet, boran nad nl wr)M,aiid be, ftftcr lu.lruction, wii! work Indattrioaaly. bat. to r.ra Ikrea Tb. 4 Svllara r A TGAKt I mleTt.k. to ttrMi Trwla (bvtrowa kx. liii., U'.-rrrr th.T lln. will alaoftiraM b. sitaatioa rcaljraaeot. hub yuacaa rarn tkat novat. Wo bmmwt tur Munlrii aainaiful .aboy. Eaalljraad quiek IT oanied. I doMta but ona arorkar frorn acb diatrict orroasty. i b... alfaady taofbt and pronded witat mploj-anra larre annber, who ara makloa; tnr 00 yr.roacb. ItiNCW
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