Indiana Tribüne, Volume 19, Number 119, Indianapolis, Marion County, 17 January 1896 — Page 4
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mtI; SeiHenbeftatter,
Die deutsche Gegenseitige
Im Telegraph" von gestern lasen wir folgende Notiz : Die Deutsche Gegenseitige Wern.f .iif .ti f ff i.f. sicherungö-Eesellschaft beschloß, in ei ner gestern stattgehabten Sitzung, sich als Slock-Company" zu reorganisiren. Die Kürze, in welcher hier eine wichtige und für das Deutschthum höchst interessante Thatsache mitgetheilt wird, deutet auf Absicht. Auf die Absicht offenbar, möglichst Stillschweigen zu beobachten, und nicht mehr Lärm zu schlagen, alö nothwendig ist. Die Ursache dieser Absicht werden wir bald begreifen. Die Deutsche Gegenseitige Versicherungögesellschast von Jndiana" war Jahrzehnte hindurch ein blühendes wohlthätiges Institut, bis schließlich die einseitige Verwaltung derselben große Unzufriedenheit hervorrief und zur Gründung der Indianapolis gegenfettigen Feuerversicherungögesellschaft führte. Von da an nahm die Mitgliederzahl der alten Gesellschaft stetig ab, bis der EegenseitigkeitSplan sich nicht mehr alö vortheilhaft für die Gesellschaft erwieö. Schon seit längerer Zeit war eS geplant, daS Eegenseitigkeitöprinzip aufzugeben, und auS der Gesellschaft eine Aktiengesell. schast zu machen. Da aber kein Gesetz für eine solche Umwandlung vorhanden war, so mußte für ein solches gesorgt werden, und so wurde denn in aller Stille die letzte Legislatur deranlaßt, ein Gesetz für diesen Zweck zu passiren. Von der Existenz eine? solchen Gesetze? und von dem Inhalt deSselben hatte wohl bis heute außer den Eingeweihten kein Mensch eioe Ahnung. Der Inhalt deS Gesetzes ist in Kurzem folgender : Eine gegenseitige Gesellschaft mit mehr als 1000 Mttgliedern und einem Neservefond von nicht unter $100,000 kann sich in eine Aktiengesellschaft umwandeln, und Aktien von je $50 bis zum Betrage von $100,000 ausgeben. Die Mitglieder müssen per Postkarte und Zeitungsanzeigen von der Versammlung, in der die Umwandlung beschlössen werden soll mit Angabe deS Zweckes unterrichtet werden. JedeS Mitglied soll zunächst im Ver hlltniß zum Betrag seiner PrämiumNote zur Aktienzeichnung berechtigt sein. Nach dreißi; Tagen soll die Aktienzeichnung für Jedermann offen sein. Die Aktien müssen nach Be stimmung der Direktoren innerhalb 18 Monate bezahlt werden. Der schönste Punkt deS Gesetzes ist folgender: DaS Vermögen, daS die Gesellschaft zur Zeit der Umwandlung besitzt, darf nicht unter die Mitglieder vertheilt, noch für andere Zwecke ver wendet werden, alS zur Bezahlung lau fender Ausgaben und Versicherungen, sondern bleibt in Händen der Gesell schast. WaS mit den in Kraft befindlichen, unter dem Gegenseitigkeitsplan auSge stellten Policen zu geschehen hat, dar über schweigt daö Gesetz; eS bestimmt bloß, daß nach der Umwandlung keine Applikationen für solche Policen mehr berücksichtigt zu werden brauchen, und eS bestimmt serner, daß wenn ein Policeninhaber Aktien zeichnet und die selben bezahlt hat, seine Note annullir werden soll. Indeß, daS ist nebensächlich, die Ec sellschaft wird die unter dem GegenseitigkeitSplan ausgestellten Policen in Kraft lassen, bis sie auskaufen. Die Gesellschaft hat noch ungefähr 1700 Mitglieder und ein Vermögen von ungefähr Z100.000. Bei der Ver sammlung vorgestern Abend waren wie gewöhnlich nur wenige derselben anwesend, aber eS wurden doch über 1300 Stimmen abgegeben, per Prozie natür lich. WaS geht nun auS all diesem hervor? Zunächst daS große Unrecht wenn eine gegenseitige FeuerverficherilngSgesellschast ein grcßeS Vermögen ansammelt und Auflagen erhebt, welche weit über die Nothwendigkeit hinausgehen. Gewöhnlich sangen Aktiengesellschaften ohne irgend ein Vermögen bloß mit dem Gelde an, daS die Aktienzeichner einzahlen. Hier aber sängt die Gesellschaft außerdem mit einem bereits vorhandenen Vermögen von 5100,000 an. Somit repräsentirt jede Aktie von $50 sofort einen Werth von beinahe $100. DaS Vermögen ist zusammengetragen worden auS den ohne Noth erhobenen, gänzlich überflüssigen Auslagen, welche seit vielen Jahren von den Versicherern bezahlt werden mußten und fällt nun müheloS Denjenigen in den Schooß, welche in der glücklichen Lage sind Aktien zeichnen und einzahlen zu können. Und falls ein glücklich fituirter Mann im Stande ist, sagen wir $10,000, zu zeichnen, so gewinnt er mit einem Schlage $10,000, denn seine Aktien werden daS Doppelte werth, weil ein gleicher Betrag auS dem angesammelten Vermögen dazu kommt. SS begreift sich nun, warum der
Telegraph" die Sache mit drei Zeilen abmacht. Sie soll nicht an die große Glocke gehängt werden. Man will nicht zu viele Aktienzeichner. Die $100,000, die da sind, sollen nicht allzusehr zersplittert werden. ES wird
nicht gewünscht, daß sich allzu Viele an X. aiiim tfts& (i.tfi.tTiA.M CTt dem guten Geschäft betheilizen. Die 1700 Mitglieder haben zwar sämmtich daS Recht Aktien zu zeichnen, aber Viele davon werden daS Geld nicht dazu haben, und öiele werden wohl nicht ehr genau unterrichtet sein. Von den 1300 Stimmen werden wohl die meisten durch auswärtige Agenten eingechickt worden sein, man weiß ja, wie daö ging und geht. Und die Agenten werden eö wohl schwerlich mit der Erklärung sehr genau genommen haben. Und dann ist ja auch nicht zu erwarten, daß auswärtige Versicherer sich'sehr zahlreich an der Aktienzeichnung beheiligen werden. Also je stiller man die Sache hielt, desto besser sür die Verständigen. Wir wiederholen deshalb: Mitglieder haben das erste Recht innerhalb dreißig Tage im VerVerhältniß zum Betrag ihrer Prämiumnoten Aktien zu zeichnen, daS mag in vielen Fällen nicht diel sein, aber eS ist doch etwas, und wer einen Brocken von dem Vermögen ab haben will, der beeile seinen Entschluß Nachher steht die Aktienzeichnung, falls noch Aktien übrig sind. Jedermann zu, ob Mitglied oder nicht. Wir aeben gerne u. daß wie die Verhältnisse liegen, es unmöglich wäre, daö angesammelte Vermögen unter a l l e D i e zu vertheilen, die dazu bei getragen haben und eS nach Maßgabe deS Beitrages au vertheilen. Aber eS dünkt uns, daß daS angesammelte Ver mögen denMitgliedern u. nicht den künf tigen Aktienzeichnern gehörte und daß ein e h r l i ch e S Verfahren darin bestanden hätte, einen Aktienbetrag, cnt sprechend dem Vermögen der Gesell schast, mindestens an die g e g e n w ä r tig en Mitglieder im Verhältniß zu ihrer Versicherung ohne Anzahlung abzugeben. Weiter auözuge bend'e Aktien hätten dann keinen Werthzu'chuß auS dem von Anderen angesammelten Vermögen erhalten. DaS Gesetz ist aber sehr schlau sür den vorliegenden Fall entworfen und jedenfalls ahnungslos von der LegiS latur passirt worden. Wie eS aber nun ist, so ist eS wenig stenS billig, daß man durch weitgehendste Publizität die Mitglieder aus ihre Neckte aufmerksam macht uno eine zahlreiche Betheiligung derselben an der Aktienzeichnung erwirkt, und nicht wie der Telegraph", wahrscheinlich laut Instruktion, die Sache in ein paar Zeilen versteckt. Und dann wünschen wir darauf aus merksam zu machen, wie weise und richtig die Indianapolis gegenseitige deutsche Feuer-VersicherungS-Gesell schast darin handelt, daß sie keine unnöthigen Auflagen erhebt und kein großes Vermögen ansammelt, dami eS später einigen Aktionären in die Tasche falle. m ,, 11. Um zu erreichen schnell deS GlückeS Hafen, Befolget fleißig stets den elften Para graphen So stillt 3kr alleS Sehnen, alles ' Soffen, ES wird halt ruhig immer fortge trunken. Vergeßt aber nicht, daß ein wirklich guteS Bier am schnellsten zum Zul führt; wählet daS Beste : daS Eolumbia Bier der Home Brew. Eo oder in Flaschen daS vorzügliche Malz-Ex-trakt." Tel. 1050. Aerzte besprechen daS Nadfabren. In der Versammlung der Ameri can Association os PhysicianS & Sur geonb", die gegenwärtig im StaatshauS Sitzungen abhält, wurde auch das Radfahren besprochen ES wurde allgemein zugegeben, daß daS Radfahren, in richtigem Maaß gehalten, nicht gesundheitSschädlich sei. Eine ausrechte Haltung sei nothwendig. Distanzfahren sei dem Nervensystem schädlich, wie alleS Zuviel. Dr. MeddSler hielt die Form deS SitzeS für schlecht. Der Sitz sollte seiner Ansicht nach dem Sitz auf Farmmaschinen ähnlich sein. Lkederkranz. Sonntag, den 19. Januar, Konzert und Ball in der Mozart Halle. Nur Mitglieder und speziell eingeladene Freunde baden Zutritt. DaS stadträthliche Finanzcomite sprach sich gestern gegen die Besteuerung der GaSröhren auö. Lj Die National Association os Manufacturers of America hält ihre Jahresversammlung in Chicago. Dieselbe beginnt Dienstag, den 21 Januar, Vormittags 11 Uhr. Zndiana Fabrikanten, welche die Convention als Delegaten besuchen vollen, find ersucht, den Sekretär deS Commercial-ClubS zu benachrichtigen. I 1 1
Der Grund wärmn ! Der Grund dafür, daß J3?J2?l?c&1SXX ö TütCislccxEf-Ct in 1895 mehr Brot verkauften wie irgend ein anderer Bäcker in
j Indianapolis ist der, daß 2 8
Den größten Laib 35 2 s a verkauften und eS noch thun, Ihr Rath ist jetzt noch
Nebmt keinen Wecken für einen Laib
Versuchen Sie unser "Oomestic" Tannbäuser. Zum erstenmale seit langen Jahren etwaS wirklich künstlerisch VollkommeneS Zum ersten Male Wagner gewältig, machtvoll, unser großer deutcher Meister. Der Tag verdient einen Ehrenplatz in der Stadtchronik und dem Manne der Damrosch hergebracht hat, gebührt ein Verdienstorden. Wir haben mit Emma Juch'S und der Tavary Gesellschaft so niederschmetternde Erfahrungen gemacht, daß selbst der Name Damrosch nicht gänzlich Zweifel bannen konnte. Darum aber war der Genuß an der gestrigen Aufführung, die vortrefflich genannt zu werden verdient, um so größer. Die Ouvertüre war wundervoll. Allein die Art und Weise wie Damrosch daS einleitende Thema (Pilgerchor) behandelte, zeigte den großen Künstler, der WagnerS Absichten erfaßt hat. Die Wirkung der Nachahmung eines auf Worten gesungenen ChorvortrageS wurde dadurch wirksam erzielt. AlS die machtvollen Töne der Ouverture verklungen waren, erhob sich ein rauschender Beifallssturm und der Hörer blieb so sehr unter dem Eindruck gebannt, daß er willig die ja stets verunglückende erste Szene übersah. Wir wollen bemerken, daß diese erste nervenquitschende VenuSbergszene", deren Darstellung allein fast $ Stunden in Anspruch nimmt, augenblicklich, Hauptsächlich der Kosten wegen nur in Baireuth und München aufgeführt werden kann. Gleich in der ersten Szene zwischen VenuS und Tannhäuser zeigte sich Herr Grünning als Meister der Rolle. Wie großartig schön war sein Preislied zu Ehren der LiebeSgöttin. Zu bedauern ist nur, daß der zweite VerS und die vorangehende Zwischenrede der VenuS gestrichen werden mußten. Wagner selbst hatte sich bei der ersten DreSdener Aufführung dazu verstehen müssen, damals weil die VenuS die Anforderungen der ungemein schwierigen Steigerungen unerfüllt ließ. Sollte derselbe Grund sür Herrn Damrosch maßgebend gewesen sein? Hiesige Kritiker klagen über den Mangel an weicher Modulation deS TenorS; Wagner selbst sagte wörtlich : Nur muß ich vom Sänger deS Tannhäuser ein ganzlicheS Aufgeben und Vergessen seiner bisherigen Stellung als Opernsang er verlangen. Auf unsern Tenorsänger hastet, vom Vortrage der gewöhnlichen Terorpartieen her (italienische Oper) ein völliger Fluch, der sie UNS gemeinhin nicht anders als unmännlich, weichlich und völlig ener gieloS erscheinen läßt. Wer hat nun Recht ? Die nächst schwierigste Rollenn sind die der VenuS und Elisabeth. Hatte neben gutem Spiel Frl. Eibenschütz eine glückliche äußere Disposition zu ihre Rolle, so ersetzte Frau Klaföky durch Spiel und Stimme fast völlig den großen Mangel der Erscheinung Eine Elisabeth muß auf den Hörer zu nächst den Eindruckjugendlichster, jung. fraulicher Unbefangenheit machen. Frau KlafbkyS Auftreten in der Halle war ein wenig zu stürmisch, ihr Spiel dagegen in den folgenden Szenen vollendet. Herrlich war ihr Gebet, ein überaus schwieriger Theil und die vorhergehende Szene, wie sie sor schend fragenden AugeS die Reihen der auS Rom zurückkehrenden Pilger über blickt und mit schmerzlicher Gebärde hoffnungslos niedersinkt, als sie den Geliebten nicht findet. Großartig ist auch daS folgende feierliche Gebärden spiel, alS sie sich schwankenden Ganges dem Wartburgweg zuwandte. Die Schatten der Nacht verbreiten sich über das Thal, Wolfram ergreift seine Harfe und beginnt sein Lied an den Abendiiern. Erst dumpf und traurig, wie Todesahnung", dann sich hinanschwingend zu trostreichen, lichtvollen Höhen, zu dem lieblichsten der Sterne. O du mein holder Abendstern, wohl grüß ich immer dich so gern". Giebt eS etwaS Ergreifenderes als diesen Sang ? In diesem Liede liegt die Versöhnung mit dem Charakter deS braven Durchschnittsmenschen Wolfram, der übrigens, wie Wagner eö beabsichtigte, als sinnender Dichter und Künliler, im Segensatz zu TannhSuser, der vor Allem Mensch ist, treten soll. Herr MertenS verfügt über Herrliche stimmliche Mittel und ausreichendeS schauspielerisches Können. Gute Leistungen boten auch die übrigen Darsteller. Ein derartiges ausgeglichenes Zusammenspiel ist eine Erlösung den Darbietungen der englischen Bühne gegenüber mit ihrem Ltar". Unwesen.
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Brot. Kurz sei eS noch gestattet auf die Dekorationen und die Regie einzugehen. Die ersten waren mittelmäßig gut; gut genug wenigstens um nicht zu stören. Wirklich vollkommende Dekora tionen im Lande herumzuschleppen ist ein Ding der Unmöglichkeit. So kam unS die von Elisabeth angesungene theure Halle" gar nicht so theuer vor, und im dritten Akte fehlte gänzlich jene unbestimmte herbstliche Stimmung, die so nothwendig ist. Wer wollte daS überaus einer fremden Bühne verlangen und wer würde sich nicht gerne unter Berücksichtigung der Umstände über diese Mängel hinweg setzen? Der Eirzug der Gäste ist ein Prüf stein für den gewandten Regisseur. Störend war dabei der Umstand, daß der Landgras und Elisabeth dem Pu blikum andauernd den Rücken drehten. Wie mangelhast daS Theater ist, zeigte die Placirung deS Orchesters, von dem Wagner wollte, daß eS verdeckt sein sollte. Die Chöre sind durchweg unzuläng lich, da nummerisch zu schwach. Alle diese Mängel mußten aber dem herrlichen Gesammteindruck weichen und jeder, der nicht mit erhobenen Empfindung, daS HauS verließ, ist für die Kunst verloren. Von unseren Deutschen, die sich in großer Zahl ein fanden, gewiß Niemand. Dankeövotum. Herzlichen Dank dem. Milwaukee Herold" sür seine Kritik der dortigen Tannhäuser - Aufführung, welche dc hiesige Telegraph" heute wörtlich ab, druckte. Heiteres und Weiteres. Beoauert haben wir den schreckhaften kleinen Herrn, welchem das Schicksal und der Borverkauf seinen Platz hinter dem ersten Posaunisten angewiesen hatte. Zu einem rechten Genuß konnte er sich nicht aufschwingen, denn jedesmal, wenn der Bläser den Zug seines klangreichen Instrumentes einzog, dabei mit dem Ellenbogen nach rückwärts fahrend, fuhr der nervöse Kunstfreund zusammen, um mit einer parirenden Handbewegung die Attaque auf seine Magengegend abzuweisen. Kesselpauken, Posaunen und die allmächtige Tuba hatten auf der äußersten Rechten Platz , gesunden und im Bewußtsein der Dinge, ' die da kommen sollten, bedauerten wir schon im Voraus alle die auf 20 Fuß Nähe saßen. Ti -C. m . i. incc& evauern war aver xn einem Falle wenigstens überflüssig, denn als zum Schluß der Ouvertüre der Pilger gesang sich vom 5orte kortissimo zu dem bekannten noch stärker" erhebt, da lehnte sich eine ältere Dame über die Ballustrade und in den gähnenden Tchlund der Tuba blickend, lauschte sie, die Hand am Ohr, sinnig verklärt den daraus hervorquellenden Tönen. Ob die Dame schwerhörig war. s 1 Wer würde eö nun nicht doppelt be dauein, ffrau KlafSkv nicht in der Walküre" gehört zu haben. Lohengrin. Heute Nachmittag um 2 Uhr fand im Propyläum durch Herrn Damrosch der gestern ausgefallene Vortrag über Lohengrin" statt. Heute Abend kommt Lohengrin" mit der folgenden ausgezeichneten Be setzung zur Aufführung: Lohengrin Herr Max. Alvarn Elsa Frl. Johanna GadSki Konig Heinrich Herr Conrad BehrenS. Telramund Herr Xemtttv Popovici Ortrud Frl. Riza Eibenschütz Herold Herr Wilhelm Mertens. Nach der Aufführung wird Herr Damrosch und ein Theil seiner Künft ler die Einladung der Verwaltung Folge leistend, sich zu einer zwanglosen Vereinigung im Deutschen Hause mit den Mitgliedern desselben zusammen finden. Jedenfalls wird sich ein gro ßer Theil der Mitglieder einfinden, um Herrn Damrosch und seine Getreuen zu begrüßen. Samstag, den 18. Januar, Die Meistersinger". HanS Sachs, Herr Emil Fischer; Veit Pogner, Herr Tonrad BehrenS; SiztuS Beckmesser, Herr Gerhard Stehmann; Fritz Kothner, Herr Wilhelm MertenS; Kunz Vogelsang, Herr A. Lellmann; Augustin Moser, Herr A. BartelS; Konrad Nachtigal, Herr Julius von Pulitz; Balthasar Zorn, Herr Albert Geleng; Uhlrich Eißlinger, Herr Oökar Tanne; Herman Ortel, Herr Edward Bromberg; HanS Schwarz. Herr A. Heim: HanS Foltz, Herr H. Neumann; David, Hr Paul Lange; Walter von Stolnng, Herr Barron Berthald; Eva, Frl. Louise Mulder; Magdalene, Frl. Marie Maurer; Lehrbub, Frl. Marie Mattseld; Nachtwächter, Herr Otto Raberg. . I
Jährttcher
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