Indiana Tribüne, Volume 19, Number 117, Indianapolis, Marion County, 15 January 1896 — Page 2

Indiana Tribüne.

Office : 8 Süd Alabama Str.

Indianapolis, 15. Januar 1836.

Noch drei

ags

und der

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Iahues-Versammlung

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Sozialer Turnverein Stoö-Affociation

im

Dentschen Dans

Plane zur Fertigstellung des Hauses vorgelegt. Beschreibung derselben

Berichte und Namensliftc.

Gestern Abend fand im Versamm-

lungszimmer deS Sozialen Tuender-

eins im Deutschen HauS die 6. jähr-

liche Versammlung der Soz. Turnverein Stock Association statt.

Der Vorsihende, Herr Herrn. Lieber,

sen., eröffnete die Versammlung, wo-

rauf durch den Sekretär, Herrn Albrecht

Kipp, daö Protokoll der letztjährigen Versammlung verlesen wurde. DaS Revision? - Comite, bestehend aus den Herren George Kothe, Chr. Weiß und Theo. Stempfel, berichtete,

daß eö die Bücher korrekt befunden

habe, worauf der Finanz - Sekretär, Herr Cl. Vonnegut,jr., folgenden Bericht vorlegte :

Sericht des Sekretärs.

13.50

In Kasse laut Bericht am 1. Januar 1895 $1,507.23

Einnabmen wäbrend des JabreS 1893.

An Subscriptions-Geld 12,098.61

Vom Verwaltungsrath (zurückerstattet) 1,500.00 Miethe, D. E. Schulgebäude 1,166.41 Bills Rec'ble. Eingezogen 5,000.00

Zinsen 155.00

BillZ Pay'ble, Temporary Loan für Umbau des D. E. S. Gebäudei 3,000.00

Verkauf von alten Backsteinen

Ausgaben.

S. A. Fletcher & Co., Einlösung von Bonds S. A. Fletcher & Co., Zinsen an Bonds Turner Bau & S. Verein, Noten Turner Bau & S. Verein, Zinsen BauFond, Deutsches Haus

Bau-Fond, D. E. Schule "

Vills Pay'ble, Zahlungen an temp. Loan Versteuerung

Steuern, zweite Hälfte, D. E. Schule

Porto, Bücher, Drucksachen etc

Straßenverbesserung, Semers etc .

$8,000.00 1,800.00 5,010.00 215.25 953.30 5,258.00 724.89 257.50 83.83 116.35 353.43

$24,440.75 $22,773.51

In Kasse am 31. Dezember 1895 $1,667.24

Schulden. Ausstehende Bonds $32,000.00

N. I. Str. Jmprovement (Barrett Law) 900.00 $32,900.00

Davon werden am 2. Februar 1896 fällig $8100 Fällige Zinsen 800

Zahl der gezeichneten Aktien 949. Eingezahlt

$8900 Summe : $94,900.00 ; 41,916.00

Ausstand $52,984.00

Voraussichtliche Einnahmen wahrend deS JahreS. An Subscriptions-Zahlunzen. $12,000.00 Miethe, D. E. Schulgebaude 1,200.00 Vom Verwaltunasrath, einschließlich der Miethe vom Deutschen

Klub 2,000.00 $15,200.00

Resume der vom Anfang an ausgegebenen Summen Für Gruadeigenthum. $20,000 00 Für Gebäude, Das Deutsche Haus". 45,503.51 Für Einrichtungen, Straßen und Semers, Drucksachen, Zinsen, Umbau deS Schulgebäudes etc., etc. Abzüglich aller Ein, nahmen wie Miethen, Zinsen, Schenkungen etc Net. 10,371.42 Total.Anlage Net. $75,874.93

Der Bericht wurde entgegengenom men. Herr Otto Lieber legte den Bericht deS VerwaltungSrathet ab. Der Berichterstatter wies auf die umfang, reiche Arbeit deS VerwaltungSratheö hin und ersuchte allenfalls entstehende Beschwerden direkt an ihn zu richtend

Der Bericht zeigt einen trefflichen

Stand der Verwaltung und wurde an genommen.

Darauf berlaS der Vorsihende Herr

Herm. Lieber sen. den Bericht deS

Direktoriums :

Bericht des Direktoriums. Indem mir auf die Berichte unseres Finanzsekretars und den der Verwattung hin weisen, zeigen zu unserer Befriedigung die Zahlen auch für dieses Jahr, daß unser Unter

nehmen auf gesunder Basis ruht. Können mir auf die Erfahrung der letzten zwei Jahre

gestützt, ein ebenso günstiges Resultat für die Zukunft voraussetzen, dann ist eine prompte Einhaltung aller unserer Verpflichtungen gesichert. Seit letztem Berichte sind gerade ein Hundert neue Aktieninhaber zugetreten. Unsere Gesellschaft zählt jetzt 409 Mitglieder und der Zuwachs ist fast ohne Agitation erfolgt. In dieser Beziehung ist das Resultat ein höchst befriedigendes. Wir sind dafür, daß die liberalen Bedingungen, unter denen man sich einem so wohl, löblichen Unternehmen anschließen kann, auch fernerhin beibehalten bleiben. Wenn Stimmen laut werden die an diesem oder jenem Artikel unserer Statuten Aus setzungen machen, dann müssen wir bedenken, daß wir kein System hatten ersinden können, für daS sich nicht ein Kritiker gefunden hatte. Wir konnten es nicht allen Leuten recht machen und haben eine Unterstützung für unser Unternehmen auch nur von Solchen erwar tet, denen wir sympathisch sind. Ferner wollen wir bemerken, daß beim Beginn unseres Unternehmens Niemand die Große desselben voraussah. Erst nachdem der Soziale Turnverein, dessen Mitglieder und

Freunde, die Idee so lebhaft unterstützten, ahnten wir, daß für Jndianap?lis ein Deutsches Haus in Aussicht stand. Wir wollen auch f?rner gestehen, daß die Idee des Deutschen HauseS so nach und nach unter unseren Händen gewachsen ist.

Je mehr von Denen zu unS kamen, die beim Begmn ungläubig kopfschüttelnd bei Seite standen, in dem Verhältniß wuchsen unsere Pläne. So hat denn ein Entwurf den

anderen überholt, bis wir an dem vorliegenden anlangten, der an Größe, an zweckmäßiger innerer Einrichtung, sowie an imposantem Aeußeren für unsere Verhältnisse, so ziemlich an das Vollkommene grenzt.

Unser jetziger Plan bedingt die Erhöhung des Aktienkapitals auf 5150,000 und den

Ankauf von 65 Fuß ander Südseite unseres Eigenthums, damit nach dem Bau ein ge nügend luftfreier Raum für Gartenanlage übrig bleibt.

Wir haben von allem Mittelmäßigem Abstand genommen, roeil wir glauben, daß nur daS Gute Aussicht auf Erfolg verspricht. Jung und Alt verlangt nach einer Stätte, die dem heiteren Lebensgenuß gewidmet ist. Aber wie im fertigen, so ist auch im neuen Bau, neben dem geselligen, dem ernsten Streben Rechnung getragen. Im ersten Stock treten wir aus einer Vorhalle in ein geräumiges Foyer, das sich mit den breiten Korridors verbindet, wovon der eine nach Osten zur Turnhalle, der andere südlich zum Auditorium führt, an welches sich wieder Versammlungsräume anschließen. DaS Ganze bietet prächtige Gelegenheit für Promenaden und gesellige Zusammenkünfte Der große Saal ist ein Mittelding zwischen der Tomlinson und der Männerchorhalle, hat ebenfalls ein geräumiges Foyer und hübsche Nebenzimmer, im Anschluß an den Speise saal alleö Vorzüge, die alle anderen Hallen in hiesiger Stadt entbehren. Wenn die Aktionäre pünktlich in i',ren Zahlungen sind, so wird die Schuld am I.Febr. auf 524,000 reduzirt, und kann mit den unS zukommenden Einnahmen in zwei Jahren voll' ständig getilgt fein. ES ist jedoch nicht nöthig, den Bau bis dahin zu verschieben. - Sollten sich die Ge schäftsverhaltnisse in nächster Zeit so heben, daß der fehlende Betrag während dieses Jahres

von verantwortlichen Personen gezeichnet würde, dann könnten Mittel und Wege gefunden erden, die noch stehende Schuld zu tilgen und eine Auleihe für den Neubau könnte dann

unter günstigen Bedingungen gemacht werden. An dem bisherigen Erfolg, den wir soweit zü verzeichnen haben, haben be Finanz, sekretär und der Verwaltungsrath keinen geringen Antheil. Zwei Jahre lang haben sich

die Herren einer großen und mühevollen Arbeit unterzogen, wofür wir nicht genug Worte

der Anerkennung finden können. , Das Direktori'u'm: ' ' Hermann Lieber, Wilhelm Haueisen, Albrecht Kipp, Henry Schnull, Cl. Vonnegut, jr.

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Situatkonsplan

Allgemeiner Beifall folgt den Wor-

ten.

In der nun folgen Beamtenwahl

wurden die alten Beamten wieder er-

wählt.

Der Vorsiher machte darauf auf-

merksam, daß für die älteren Mitglie-

der nicht so sehr, als für die jüngeren

daö HauS in Zukunft gehöre und, daß

diese Jüngeren daö große Werk fortsehen müssen, wenn eS blühen und gedeihen soll. Es wurde bemerkt, daß wenn eine größere Anzahl der Mitglieder ihre Aktien statt ratenweise aus einmal zahlen würde, der baldige Beginn deS Neubaues außer Frage gestellt wäre. Hr. L. S. Werner stellte deshalb den Antrag, durch ein Cirkular die Mitglieder zur Aufbezahlung ihrer Antheile zu ersuchen. Angenommen mit dem Zusatz, daß auch daö Direktorium in anderer Weise agitatorisch vorgehen solle. Auf die Herren vom Direkterium wurde ein donnerndes Hoch auögebracht. DaS Bücher - NevisionSkomite bleibt das gleiche. Für daS Jahresfest am 22. Februar

wurde folgendes Comite ernannt : Die

Herren Wm. Martin, Arm. Bohn,

Robt. Keller, Ben. D. Wolcott und

Geo. Vonnegut. Den Rest der Zeit nahm die Besich

tigung der Pläne ein. Darnach dertagte sich die Versammlung und die Herren vereinigten sich, eine Einladung

des Direktorium? annehmend, in der

Kneipe.

Die Geschichte des Baues und Beschreibung der neuen Pläne.

When wo mean to build, We firat Burrey the plot, thcn draw the model, And, when we see the flgure of the house, Then must we rate the cost of the erection, Which ik we Und outweighs abllity, What do we then, but draw anew the model In fewer ofsloea ; or, at leaet, desist To build at all. Henry IV. II.. I. Act III. Sc. Wenn wir bauen wollen. Beschauen wir erst den Platz, ziehn dann den Riß: Und sehn wir die Gestalt des Hauses nun. Erwägen wir deS Baues Kosten. Falls Er uns're Kräfte übersteigt, was thun wir? Nicht wahr ? Wir ziehen einen neuen Riß, Mit weniger Gemächern, oder geben auf Den ganzen Bau. Jetzt, da sich daö Deutschthum von Indianapolis deS prächtigen Deutschen HauseS erfreut, seit die langjährigen Wunsche Einzelner sich durch sie zum Nutzen der Allgemeinheit verwirklicht haben, jetzt zeigt eö sich erst, wie sehr wir eineS solchen HauseS bedurften, und sicher wird" sich mit den Jahren dieses Bedürfen immer mehr festigen. UnS Deutschen ist eS unser HauS; dem freien Gedanken und dem deutschen Liede eine Heimath ; dem gleichgesinnten Anglo-Amerikaner ein gastliches Heim und dem Mucker und Leisetretern eine Zwingburg. Aber erst ein Theil deS geplanten Ganzen steht, und dieselben Männer, denen die Förderung deS ganzen WerkeS zu verdanken ist, arbeiten an der Fertigstellung deS Deutschen HauseS", dann eineS der mächtigsten VereinsHäuser im Lande. Wir wollen noch einmal auf die Geschichte deS Deutschen HauseS" eingehen. 2m engern Kreise war die Frage: Bau oder kein Bau" lang und reiflich erwogen worden. Manches sonntägliche Mittagessen, der Stolz der HauSfrau, war halbkalt geworden, da. der Herr und Gebieter in der Comitesitzung verweilte und manche Flasche guten Rheinwein? war dabei den Weg alles WeineS gegangen, aber er war gut angewandt : Der Geist deS rheinischen Rebensaftes erleuchtete sie und der Befchluß war: ES wird gebaut Die erste öffentliche Mittheilung, mit welcher sich die sozialer Turn-

verein Aktien Gesellschaft" an weitere Kreise der freifinnigen DeutschthurrS wandte, war in Form eineS Prospekte?,

welcher im Zanun 1892 zur Versen. dung kam.

Er lautete wörtlich : An unsere Freunde und Mitbürger. Die Bestimmungen, unter denen sich die Sozialer Turnverein Stock Association" am 12. Januar dieses Jahres organisirte, waren

das Ergebniß langer und gründlicher Eror

terungen. Man war sich darüber klar ge-

morden, daß ein Unternehmen von der Größe, wie eS von unserer Vaugesellschaft in Aus

sicht genommen wurde, erst dann auf Erfolg rechnen könne, wenn das Ganze auf einer ge funden finanziellen Basis ruhe. Durch die Uebereinkunft, die der Soziale Turnverein mit dem deutsch -englischen Schul-

verein getroffen hat, ist nun der projektirte

Hallenbau mit einem Grundkapital von 40

bis 50,000 Dollars gedeckt. Eine Summe

groß genug, die nicht nur die Zinsbarkeit der Aktien nach der angegebenen Zeit außer

Zweifel stellt, sondern auch den Turnverein

in den Stand setzt, die Aktien einzulösen.

Soweit sind die Mitglieder des Sozialen Turnvereins unseren Erwartungen gerecht

geworden. ES wurden von denselben, ein schließlich der 10,000 Dollars, die der Turn

verein übernahm, Aktien im Betrage von

45,000 Dollars gezeichnet. Diese ebenso er

freuliche wie ermuthigende Betheiligung läßt

uns hoffen, ein Gebäude zu errichten, daS

eine Zierde der Stadt und in seinem äußeren

Ansehen und der inneren Einrichtung so ge

staltet werden soll, daß es zum würdigen

Sammelplatz des freisinnigen DeutschthumS

werde. Nach reiflicher Ueberlegung und nach Be sichtigung einer großen Anzahl von Bau Plätzen hat der Aktien-Verein einstimmig be

schloffen, daS Grundstück an der südöstlichen Ecke der New Jersey- und Michigan Straße,

135 Fuß breit und 202 Fuß tief für S20,000

anzukaufen.

Ein Blick auf die Karte genügt, um die

centrale Lage im dichtbevölkertsten Theil der Stadt festzustellen. Die Hauvtoerkehrs'Linie führt an dem Platze vorbei und so läßt auch die schnelle Erreichung desselben nichts zu wünschen übrig. Schon durch die Größe deS Bauplatzes, den mir nunmehr angekauft haben, hat der Aktien-Verein die Absicht kundgegeben, einen Bau zu errichten, der nicht nur den speziellen Interessen des Turn Vereins Rechnung tragen soll. Wir wünschen den Bau so auszudehnen, damit auch eine Organisation, die sich der Pflege der Musik und des Gesangs unterzieht, sich in demselben häuslich einrichten kann. Ferner sollen im Gebäude .Räume für die freisinnige Sonn tagsschule, den Gewerbeschul'Verein und den Frauen-Hilfs'Verein geschaffen werden. Wir unterschätzen nicht die Aufgabe, die mir uns gestellt haben und missen, daß wir auf die Betheiligung aller Derjenigen zu rech nen haben, denen in dem materiellen Treiben unserer Zeit der Sinn für deutsche Bestre bungen nicht abhanden gekommen ist. Allerdings erfordert unser Unternehmen

einige Opfer. Aber solche müssen gebrach

werden, wenn mir der deutschen Zersplitte

rungösucht ein Ziel setzen wollen. In schönen

und passenden Räumen können sich unsere

bestehenden Vereine kräftig entwickeln. Auch ist kein Grund vorhanden, warum die Ver

eine, für die der Bau in Aussicht genommen ist, nicht in harmonischer Eintracht neben ein-

ander wohnen können, liegt eö ja in der Na tur ihres Wirkens, sich gegenseitig zu ergan zen und mir dürfen deshalb für deutsche Bestrebungen Besseres und Erprießlicheres er warten. UebrigenS können sich unsere Freunde durch die Jnkorporations'Akten davon überzeugen, daß daS Opfer nur in einem zinsfreien Dar lehen für eine Reihe von Jahren besteht. Mit unserem Appell folgt ein Prospekt des vrojektirten Baues, wie er von den Direktoren ausgedacht und von den Architekten als Vor arbeit geliefert wurde. Ob unser Wunsch, der so oft in und außer

halb der lebensfähigen Vereine ausgedrückt

wurde, sofort und in seiner ganzen Größe

ausgeführt werden kann, hängt davon ab, ob mir die nöthige Unterstützung finden.

Die Sozialer Turnverein Stock-Association :

Herman Lieber, Präsident. Wilhelm Haueisen, 2. Präsident. Albrecht Kipp, prot. Sekretär. Clemens Vonnegvt, jr., Fin. Sekretär. Henry Schnull, Schatzmeister. Wieder im Januar deS folgenden JahrcS

(1893) wurde die Jahresversammlung abge

halten und den Mitgliedern der Stand deS

Unternehmens vorgelegt.

Der Vorsitzende, Herr Hermann Lieber, er-

öffnete die Versammlung und verlaS seinen

Bericht. In demselben machte er auf die er freuliche Thatsache aufmerksam, daß seit dem

Bestehen der Aktiengesellschaft die Summe

von 79,300 Dollars gezeichnet wurde. Der

Betrag ist groß genug, um in diesem Jahre den turnerischen Theil nebst Mittelbau zu errichten. Es sei jedoch der Wunsch der Di

rektoren, den ganzen Bau zu bewerkstelligen und dazu sei die ganze volle Mitwirkung aller

Mitglieder von Nöthen.

Der Finanzbericht des Sekretärs, Herrn Clemens Vonnegut, jr., lautete wie folgt : Einnahmen: Beiträge $10,429.75 Strafen 65 Miethe 667.06.., - . . 510.997.46 Ausgaben: Zahlung am Grund stück $10,000,00 Interessen an fünf ein gelösten Noten 473.04 Für Jncorporation 102.00 Siegel 1.50 Bücher und Drucksachen 104.75 Advokat 63.75

-$10,745.04

An Hand $252.42 Der Bericht des Herrn Sekretärs für das folgende Jahr 1694 lautete inKürze wie folgt : Einnahmen: Beiträge $22,700,72 Weitere Einnahmen 933.11 Anleihen . 35,510.00

$59,143.83 AuSg ab en : Grundstück $20,000.00 Gebäude und Ausrüstung 37,608.69 Verschiedenes 802.15 An Hand 737.99

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Die von 248 Aktionären gestellte Sunnne. beträgt 532,500.00. Der gleiche Ausweis für 189Z zeigt da Verhältniß wie folgt : Einnahmen 573.529.12, an Ausgaben $77,. 021.89, Bestand von $1,507.23. Der Be

richt geht vom 6. Februar 1892 bis zum 31. Dezember 1894. Der Vermaltungörath berichtete, daß' vom 22. Februar 1694 bis zum 1, Januar 1895 die Einnahmen sich auf 357243, die AuS gaben (Vorschuß vom Direktorium 51500 und Schulden 5363 94) sich auf 51863.94 beriefen, somit ein Ueberschuß von 51,703.94 vorge tragen werden kann. Die großartige EinveihungSfeker deS Hauses am 22. Februar 1894 wird wohl noch im Gedächtniß jedes Theil, nehmers sein. Etvaö bescheidener war die Jahresfeier am gleichen Tage des folgenden Jahres und wenn man bedenkt, waS in der kurzen Periode von zwei Jahren geleistet wurde, dann wird bei der Feier am nächsten 22. Februar ein freudiges Gefühl alle Theilnehmer durchdringen, wobei man noch von der Hoffnung getragen seinwird, daß in nicht sehr ferner Zeit der ganze Bau, wie geplant, vollendet dastehen wird. 3n diesen zwei Jahren ist so manches hübsche Fest in den staatlichen, aber gemüthlichen Räumen des Deutschen Hauses gefeiert worden,.-und jedes einzelne war ein Erfolg. Und nicht

nur fröhliche Feste wurden gefeiert,

auch manches ernste, belehrende Gert

wurde in den Räumen gesprochen, und sie bildeten auch eine Stätte freier Ct ziehung unserer Nachkommenschaft. Möge es immer so sein !

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