Indiana Tribüne, Volume 19, Number 117, Indianapolis, Marion County, 15 January 1896 — Page 1
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Y r f o n ft -fVfr LA iA 1. W 4 W W k V v Ofsiee : No. 18 Süd Alabama Straße. Jahrgang 19. Indianapolis, Zndiana Mittwoch, öen . J5. Januar 1896 No. 117
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Die KriegSwolke ist vorübergezogen, und aus den Zeitungsberichten tönen j'tzt bloß FnedenSschalmeien Wir hadenS ja vorausgesagt, dah daS ganze Kriegsgeschrei Schwindel war. s Elualtcherwelse hat die allsetttge Aus-! regung keines Menschen Gesundheit rulnirt. What next ? Denn die Sache fängt an langweilig zu werden. Daö Kabel übermittelt keine Thatsachen mehr darüber, bloß noch waö Dieser und Jener sagt, waS diese und jeneZeitung schreibt, und daS ist wie jeht die Sache steht, den meistm Menschen ziemlich gleichgiltig und sehr uninteressant. t Eine New Jorker Zeitung schreibt: Wir haben Gesellschaften zur Verhütung von Grausamkeiten gegen KinUz und gegen Thiere, aber die huma nitäre Forderung deS Tages ist : eine Gesellschaft zur Verdütung von Grausamkeiten gegen hilflose Gefangene, Patienten und Irrsinnige." Dazu bemerkt die N. S Volkszettung: Mit Verlaub, die Liste t langst nicht erscköpft. Wie wäre eö mit ei ner Gesellschajt zur Verhütung von Grausamkeit gegen Menschen überHaupt, mit einer Schutzzesellschaft ge gen die furchtbaren fokalen Grausamkeilen unseres Alltagsleben?, vor de den der einzelne ökonomisch schwache Mensch sich zu schuhen so wenig lm Stande ist. wie daS Tbier, daS Kind oder sonst eine der Kategorien, fü' welche oben Schutz verlangt wird ? Von Washington wird gemeldet, daß man dort in RegierungSkretsen oeehalb von Anerkennung der Kubaner als kriegführende Macht nichtS wissen wolle, weil mehrere amerikanische Großkapitalisten bedeutende Kapitalien auf Kuba angelegt haben. Die betrefenden Anlag, n wurden von den 3nurgenten zerstört, und die spanisch? Regierung soll für den Schaden ver antwortlich gehalten werden. Ein sol cher Anspruch aber siele m Boden durch die Anerkennung eineS Krtegzustanbe. Wir, sind doch ausgezeichnete Handelkleute, und w ssen unsere Großkapi' allsten in Lenezuela, ln Cuba und onstwo zu schützen. Auf der einen Seite blasen wir in dieKriegStrompeteund proklamiren die Monroe-Doktrin zur Aufrechterhalung deS republikanischen PrtnzipS. auf der anderen Seite rühren wir nicht einen Finger für die um ihre Unabhangigkeit kampsenden Kubaner. Warum ? Weil eö die Interessen deö KapitalS so verlangen. Wer regiert uner Land ? Irchlllllchichlen. Inland. WetterauSsichten EtwaS wärmeres, wolkiaeö Wetter mit Regen oder leichtem Schneegestöder heute und Donne,stag. Gestrige Temperatur : Moximum 23 Grad, Miimum 16 Grad. Die Goldreserve. Washington, 14. Jan. Die Goldreserve ist aus $54,312,271 gesunken. Der (Kongreß. Haus. Washington, 14. Januar. Das HauS brachte heute den ganzen Tag mit Besprechung der Pensionöbewilllgungen zu. Die meisten Redner waren Republikaner und sie befürworteten sämmtlich eine liberale PensionPolitik. Senat. Washington, 14. Jan. Eine Bill, welche der Wittwe deS versterbeneu Brigade-GeneralS Cogöwell, Vertreter von Massachusetts im Congreß. eine monatliche Pension von $75 aus setzt, erregte heute im Senat eine lange Debatte, indem Herr Hm und Herr Mills daS zu Grunde liegende Prinzip zu hören verlangten, und Herr Allen gegen alle Unterscheidungen der Witt wen von Ofsizieren und voi gewöhnllchen Soldaten sprach. Für die entgegengesetzte Auffassung traten die Herren Hawley und Hoar ein, von denen Letzterer fragte, ob man etwa daS Gehalt deS Generals MileS af $12 monatlich setzen solle, und darauf von Herrn Allen die Antwort erdielt, daS würde in vielen Fällen dem Werthe seiner Dienste entsprechen. Nach einigen wetteren personlichen Bemerkungen wurde ein Antrag deS Herrn Allen, die monatliche Pension der Frsu Sogkwell auf $50 festzusetzen, mit 36 gegen 23 Stimmen abgelehnt, und die Bill selbst dann einstimmig passirt. Furchtbare Tragödie. St. Joseph, Mo., 14. Januar Aus einer Farm sechs Meilen von Maryöville, Kan., wohnt Joseph Hll
debrant mit seiner Frau und acht Kin dern. ildebrant bkNndet kick xur Rtit
in Kansaö City in einem Hospital.! Seine Frau vergiftete heute die acht Kinder und erhängte sich dann. Armuth war die Ursache ihrer Verzweiflung. Eine Depesche von Kansaö City melket, daß Hildebrant auö dem HoSpital plötzlich verschwunden sei und man seinen Ausenthalt nicht kenne. Foraker gewählt. C o l u m b u S, O., 14. Jan. Die LegiSlator wählte heute ErGouverneur Foraker als Bundessenator. V on Cu ba. Havana, 14. 3an. Kanonenfcuer wurde heute in südlicher Richung gehört. Okfiziell wurde berichtet, daß die Insurgenten oen Ort Brjucal angegriffen halten, aber zurückgeschlagen worden waren. Es wird jedoch zu egeben. daß oie Insurgenten mehrere Läden plünderten und mehrere Häuser niederbrannten. Die Stadt Salud wurde ebenfalls niedergebrannt. Man glaubt, daß man es mit den Schaaren Gomez' zu thun hat. ES bestätigt sich ferner, daß auö Puerto Principe große Schaaren sehr gut bewaffneter Insurgenten heranz'ehn Dadurch werden die Spanier gehindert, alle ihre Truppen bei Havana zu konzentriren. Campoö sah sich im Gegentheil genöthigt, eine bedeutende Truppenschaar von Harana aus in die Provinz Santa Clara zu schicken. Eö wird allgemein angenommen. daß Gomez binnen Kurzem 25.000 Mann zur Verfügung stehen werden und daß er dann im Stande sein wird die Offensive zu ergreisen Sicher ist. daß die Insurrektion von Tag zu Tag zunimmt. Daö Innere der ganz' J?,sel befindet sich im Besitze der Cubaner. welche von dn Spaniern fast unter den Augen der spanischen Befehlöhaber auf allen Seiten Tribut erheben, und wo er verweigert wird, die Brandfackel anwenden. Sie find tressich organifirt. Sie haben ihren Regierungöfitz in Hermosa in der Provinz Puerto Principe, sie baben ihre Feldhispitäler und Hosvitäler in den Städen, fie hab'n Waffen und Munition, bre Cavallerie ist besser alö die der Spanier, bloß an Kanonen haben sie Mangel Heute Nachmittag wurde berichtet, dak General Maceo die wichtige Stadt San Diego de Nunez geplündert habe Ausland. Werden nicht dabei sein. Berlin. 14. Jan. Wahrscheinwird wedr Fürst Btömarck nach Feld marschall von Blumenthal an der Feier der Errichtung deö deut'chen Reiches am 18. Januar theilnehmen. Hohes Alter und schwache Gesundheit find die Ursachen. Die Transvaal - Affaire und die Sozialisten. Berlin, 14. Jan. Die TranSvaal Affaire ist noch nicht abgeschlossen, wenn auch die englische und deutsche Presse die Friebensschalmei zu spielen begonnen. 3n den nächsten Tagen wiro eö im Reichstag nochmals Transvaal" geben. Die Sache wird diesmal nicht von der Regierung angeregt werden, sondern von den Sozialisten Die Letzteren erklaren, daß es bei dieser Gelegenheit im Reichstag zu lebhaften Szenen kommen werde, weigern sich aber entschieden, im Voraus anzugeben, waS sie mit Bezug auf diese 'Angelegenheit vorbnnaen werden. Daß mit der Tranövaal-Affaire nicht alles im Reinen ist und daß eö M't der Blitzdepesche" deS Kaisers an den Boeren-Präfidenten Krüger noch ein unaufgeklärtes ernstes Bewandniß hat. kaö ist zu erkennen auS dem Umstand, daß die Regierung von dem Gedanken abgekommen ist. die Sache dem Reichstag zu unterbreiten. Die Regierungsorgane versuchen die Sache so darzustellen, alö ob die Berliner Regierung nur deshalb Alles auf sich beruhen lasse, weil England zum Rückzug geblasen und die TransvaalBoeren ihr Pulver trocken gehalten, somit keimrlei G fahr mehr vorbanden sei. Indessen bleibt die Thatsache bestehen, daß-die Tranövaal-Si-tuation erst durch die Kaiser WilhelmDepesche zur kritischen internationalen Frage gemacht wurde. August Bebel sprach sich gestern über die Transvaal - Frage folgendermaßen aus : Sicher werden die Sozialisten Aufklarung verlangen von der Regierung über deren Haltung den südafrikanischen Wirren gegenüber. DaS Volk will wissen, waö die Herren am grünen T'sch eigentlich treiben." Verurtheilt. Berlin, 14. J.n. R. F Kneebö, der amerikanische Sportsmann, der bei Wettrennen Pferde unter falschen Na men hat eintragen lassen, wurde schul big gefunden und zu neun Monaten Gefängniß. 1000 Mark Geldstrafe und 2 Jahren Ehrenverlust verurtheilt.
Theure Patente. Es lohnt sich, auch tirsnal cuf die :schäf!liche Seite unseres BundesPatentamtes, welches groartrzste Institut seiner Gattung ist, einige Blicke zu werfen. Viele wissen nicht, wie einträglich dieser Zweig der Vundesderwaltung
ist. Das Patentamt verdient zedeS ayr 5200.000 über seine gesaminten Kosten hinaus (natü-rlich das Amt als Ganzes, was dieser oder jener Bearnte außerdem gelegentlich gemacht woen mag, vas moaen die Gotter und zum Theil vielleicht auch Hr. Bell und einiize anderen Leute wissen) und konnte vo? Kurzem ernen Netto-Ueberschutz von etw-zs über $4,000,000 nach d:m Gdjafeanit abfühnn,wchem' allerdings ptzz Brocken noch lange nicht aus sei nwi S,!zmassu h-:lsM kann. Diese Einträzlichkelt ist Hauptfach. lich die Folz.e der enormen Masse von Geschäften, keinesfalls einzelner Pa t?nAn,er!l7g'.n; denn obwohl letzt tere, auch abgesehen von allen etwaiasn Nebenlosten", oft viel höher konunen, als ein g?Jß:r Theil des Publikums sich vorstellt, br.ngen gerade solche theule Patente h'äufiz dem Amt sehr wenig im Bechältniß zu .dem enormen Auswan!) an Zet u. s. w. für die um fassend: n Untersuchungen ein, ja sie verursachen dielmehr Verluste von beu'!en'der Höhe und sind insoweit nur für 'das Patentamt theuer". Kurzlch wurden von der Neaterunz Zwei Patent: ausgestellt, die eine lehrreiche Veranschaullchung des eben Gesagten bilden. Es handelt sich dabei wahrscheinlich um die verwickeltste Maschln?. welche jemals n unserem Lande contrairt worden ist. Beide Patente umfassen eine neue Typen-Setzmaschl-ne, welche naturlich alles Andere, was in den 'letzten Jahren in dieser Art geleistet worden ist, in den Schatten stellen soll, wle jede neue Erfimdung.Folgernde Einze?Zel!n über die Veziehungen der betreffenden Unternehmer zum Patentamt -dürften allgemein to tevessiren: Schon ehe die erste Maschine dieser Art fertiggestellt war, soll die Gesellschift, welche sie bauen 'läßt. $1,300,000 verausgabt haben. Doch das 'mir nedenber. Das erste Gesuch nun um die AuDellun eines Patentes enthielt allein 204 Bogen Zeichnungen mit ude? 1000 verschonen Ansichten! Allerdings ist während der acht Jahre. ln welchen diese Angelegenhelt im Patentamt schwebte ehe die erste Ge Währung erfolgte die Zahl dieser Zeichenbogen auf 163 ermäßigt wor cefl. Ader das ist immer noch entsetzt l'.ch viel, besonders wenn man bedenkt, daß den meisten Patentgesuchen nur ein Bogen mit Zeichnungen beigegebtn ist, und es bisher schon als eine selten Ausnahme betrachtet wurde, w:nn die Zahl bis auf 10 stieg! Darnach mög: man sich einen Begriff von der Größe oder doch We?tschichtigkeit dieser Erf'durrg machen, welche nicht weniger, als 18,000 verschiedene Theile umfaßt. Es wird nun angenommen, daß alle diese Zeichnunrgen wirklich .sachgemäß geprüft werden' Umstände sind aber oft genug 'derart, daß die Prüfung nothwondigerweise zur Posse wird, trotzdem das Departement übergenug Zeit daran verliert. Die vom Patentamt verlangtenGebühren sind, dem Gesetz entsprechend einheitliche, gleichviel wie verwickelt oder wie einfach die Ersindung sein mag; $13 kostet das Eintragen, und $20 werden für die Ausstellirng des eigentlichen Patentes verlangt. (Zu unterscheiden vom bloßen cavoat", welches dem Bewerber, blos die zeitweilige erste Anwartschaft verleiht.) Als daS obenerwähnte Doppelgesuch eingereicht wurde, übergab man. das selbe einem Examinator, welch- ein Gehalt von $1800 erhielt, zur Prüfung, und. dieser wendete volle sechs Monade an das Studium der Angelegeiheit, ehe er den ersten weiteren Schritt thun konnte. Die ganze Svecification der Plane wurde zweimal umgeschrieben, jedesmal von einem anderen Anwalt. Wierviel dies dem Erfinder oder Bewerber kostete, ist nicht bekannt geworden; der Anwalt aber, welcker zuerst das Gesuch ausarbeitete, soll $10.000 Gebühr und noch $2000 extra für die Zeichnungen erhalten ha ben. ! Während die Sache .noch schwebte, legte der erste Examinator, welcher sie in Händen gehabt hatte, sein Amt nieder. Die Angelegenheit wurde alsdann einem anderen Assistenten desselben Ranges übergeben. Dieser untersuchte das ganze zugehörige Gebiet nicht weniger als drei Mal auf's Neue und ließ sia schließlich auch ermächtigen, eine Rerse nach Chicago zu machen und längere Zeit die Maschine unmittelbar zu prüfen. Anfangs wurde diese Ermächt'.gungz verweigert; während der Verhandlung dieser Fraae ließ der Abtheilungschef alle betreffenden Papiere nebst den Zeichnungen herbeitragen welche einoni Stoß van mehr als zwei Fuß Dicke ausmachten, als der Commiss'är diese Actenmasse ansichtig wurde, rief er. fast bleichend: Ich 'Will 'das Zeug nicht sehen, der Mann soll die Reise machen.Der blöke Zeitverlust allem für dit I vericyievenen 'zaienioea-mren m loieiem . . r f l ,, ,T
)a.! Ml) auf mehr als $1000 geschäht. Sämmtliche Zeichnungen mußphotslithographirt. und dann die ganz: Specisication u. s. w. gedruckt v:r:en. Jedes Eiemplar des Ganzen :zT,ktt bei der dritten Ausgabe üb ?3. Es gibt ziemlich, viele Leute, welche solche, nach 'der Gewährung des Palentes käufliche Exemplare sich der Tur'.'ät halber zulegen, und sowie ?:r;e Auflage erschöpft ist, pflegt eine andere veranstaltet zu werden. Aber das Publikum zahlt für jedes Exempfor, ob groß oder ganz klein, 10 Cents, oder für zwei Patentschriften 20 Cents. Herzlich schlech?:s Geschäft, die Auslage müßte 'denn eine riesige sein! (Allerlei. 5in gewisser Leo de Roy
aus Brüssel, Belgien, hat auf seiner Herreise von Antwerpen mit demDampfer Jrles!an.d" recht trübe Erfahrun gen gemacht. Auf 'dem Schiffe machte er die Bekanntschaft mit dem angeblichen Grafen Arn.au de Reviere von Paris. Beide hatten eine Kajüte inne. Dort öffnete der Graf einen Handkoffer, aus welchem er eine Menge anscheinend werthvoller Juwelen mit dem Bemerken hervorhvUc, daß er diesen Koffer m't einem anderen, in welchem sich seine Baarschaft befand, verwechselt habe und daß letzterer sich, im unteren Schiffs ra.Mi befände. De? Graf verlangte hierauf ein Darlehen von $10 von De Roy, welches aber sofort in Champagner verpulvert wurde. Letzterer ließ sich bethören und pumpte dem Herrn Grasen ruhig weiter. Derselbe machte ihm hierauf ein Geschenk mit einer prachtvollen goldenen Uhr. Als das Schiff im Hafen von New Fork anlangte, erklärte der Graf, daß er mit dem Schiffsbarbier ein Uebereinkomnien getroffen ha?be. seine werthvolle Bagaaze unter der Hand an's Land zu schaffen, um so der Controlle der Zollbeamten zu entgehen. Beide langten sodann im Hslel an, woselbst der Graf seinen neuen -Freund um den letzten Rest seiner Baarsaft unter dem Vorgeben anpumpte, ihm sein Guthaben des Abends bei einem Dinner, wozu er mehrere Freunde, die er. auf dem Sck'iiffe kennen gelernt, eingeladen, zurückerstatten. Gäste und auch das Dinner warteten, jedoch vergeblich auf den Herrn Grafem Schließlich machte De Roy noch die unangenehme Entdeckung, daß sein edler Freund nicht allein - die aoldene Uhr, welibe er ihm geschenkt, sondern auch seine eigene m't aus den Weg ae nominell habe. Der Herr Graf hat ungefähr 6 Mitreisende um bedeutende Summen, darunter auch eine Gräfin Ogier d'Jory um $1000 angepumpt. Der belgische Consul ist ersuch! wor den, die ganze Affaire zu untersuchen. Der Richter Morton vom Bundesdistriktsgerichte in San Iran-
cisco hat in emem Habeas CorpusVerfahren, welches im Interesse eines Chinesen Namens Gi Hop anhängig gemacht worden war, eine wichtige Entscheidung abgegeben. Der Chinese war vor drei Monaten aus Pekin angekommen und verhindert worden, an's Land zu gehen, obgleich er einen Bürgerschein vorzeigte, der ihm durch ein Common PleasGericht in New Jersey bewilligt worden war. Der Bundescommissär Peacock. der den Fall untersuchte. war dafür, den Chinesen nicht landen zu lassen, weil in den Ver. Staaten kein Gesetz bestehe, unter welchem die Einbürgerung von Chinesen gestattet sei. und weil die Naturalisation des Letzteren durch das Gericht in New Jersey absolut ungültig sei. Gi Hop sei mithin kein Bürger der Ver. Staaten und dürfe nicht an's Land gehen. Richter Morton erklärte ausdrücklich, er sei vollkommen der Ansicht, daß die Naturalisation von Ausländern rni schließlich Sache der Bundesregierung, nicht die der einzelnen Staaten sei. t r Groß herzog von Hessen hat den aus Wetzlar gebürtigen Stude.nten Seibert, der im Dezember 1894 zu 2 Jahren Zuchthaus .verurtheilt wurde, weil er einen Commilitonen Namens Keller aus Wetzlar im Zweikampf getödtet hat, begnadigt. Seibert 'hatte bisher ein Jahr der Strafe verbükt. E i n e d e r r s h e st : n A ? ! In nervenkitzelnder Weise die Zeit zu verbringen, besteht in dem Taubenschießen, das wie alle Jahre im Winter auch jetzt wieder in Monte Carlo ausgeübt wird. Eine anze Menge Grasen, Barone, Prinzen und sonstige CavaHue verzeichnen die Starterlisten, In welche? Weise die Tauben, denen, damit sie nicht zu schnell fliegen, sondern nur steigen", die Schwanzfedern zum größten Theile ausgerupft werden, bevor man sie aufläßt", heruntergeknallt werden, ist schon mehrfach beschrieben worden; unbegreiflich aber bleibt eö nach wie vor. worin, abgesehen von der Grausamkeit, der Reiz dieses Sports" besteht. Die Preise, welche in Monaco zur Vertheilung gelangen, tragen in bezeichnender Art folgende Namen: Prix.de Pensees, LilaZ, CameliaS, Jasmins, Iris. TulipeS, AnemoneZ, Amaryllis, Narcisses, Tu bereuses. Nur der Lorbeer fehlt sonderbarerweise. Eine eigenartige Verhandlunz spielte sich kürzlich vor dem sftMcht. in WrlohnAh. Dytt
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durch Dr. 2Mlc& fteavt Cure. Ohnmacht?. Anfälle von Schwäche oder Hunger, unregelmäßiger oder iviermittirender PulS. Her,, klopfen. ErstickungSaMlle. Kurzathmigknt. geschwol lene Füße und Knöchel, sind Symptome nnes er krnktkn oder schwachen Herzens. Frau St. 5. Miller vo Fort Wayne. Ind.. schrnbt unterm 29. Nov. 1894: Ich war vierzig Jad?e lang mit einem Herzleiden vevasttt und iut unaussvrechlich. Ich hatte Anfälle von Schwache und Hunger und mein Herz fchlug io stark, der Schmer, war so siechend und malend, datz ich vor Schwäche und Nervoiikäl nickt fchlaten konnie. Ich wuroe von mehreren kerzken bedanvelt odne irgendwelche Vefieruna. wadrzunevmen und datte alle oflnung aus Seneiung auiqeaeven. Do? vgefadr zwei Jahren veaana ich Tr. Miles' Hea mmel zu neomen. Sine Flaiae btaxx Sure veikiNgle alle Herzdeiawerden und das Reiioranve Nervin tdat daS Uedriae u meiner Verstellung. Ich erireue Mich ikyk eines guren EchlaieS und komme allen meinen dauslichen und gejelljchaftlichen Pfllchlen ohne Dtjchwerden ach. Zu bade bn Apothekern. Vucy frei. Man adreinre: Dr. Stiles Mcdical Co., Elkhart, Ind. Dr. Miles' Heilmittel machen gesund. kam nämlich der seltene Fall vor, daß Angeklagter und sämmtliche Zeugen, sieben an der Zahl, taubstumm waren. Als Dolmetscher fungirte der Direkter der Taubstummenanstalt in Soest, de: auf Beschluß des Gerichtshofes den Zeugen guch den Eid in der Zeichenspräche abnehmen mußte. Unter den Zeugen befand sich ein 40jähriges Ehepaar, dessen sämmtliche Nachkommen im zarten Kindesalter gestorben sind. Nach Aussage des Anstaltsdirektors soll es die Regel sein, daß Kinder von taubstummen Eltern bald nach der Geburt sterben. Anlaß zu der VerHandhing gab ein Streit bei einem Geburtstagsschmaus, an dem sämmtliche taubstummen Personen teilgenommen Hatten. Der Angeklagte kam mit 3 Mark Geldstrafe davon; er Hatte einem von seinen unglücklichen Kameraden mit einer Bierslasche üb!r den Arm geHauen. Hiesiges. 3m Polizeigericht kam heute nicht viel von Bedeutung vor. Chaö. Kinney, der kürzlich imCountyzefängniß vorsprach, um den Diamantenräuber Harding zu besuchen und verhaftet worden war, da die Polizri glaubte, etwas Näherei über Harding durch ihn erfahren zu können, wurde heute vernommen. Man fand in dessen Zimmer eine Flasche Chloroform und eine gestrickte Kappe, in welche zwei Gucklöcher gerissen waren, so daß man dieselbe alö Gesichtsmaske ge brauchen konnte und daraufhin wurde er unter der Anklage, Einbrechergerathe in seinem Besitz gehabt zu haben, angekreidet. Er hatte sich Orton alö Anwalt verschafft, aber eö half ihm nichtö, er wurde doch zu 550 und 30 Tagen ArbeitKhauS verurtdeilt. Er halte $10 und einiges Kleingeld in seiner Tasche. Die $10 beschlagnahmte Capt. Splaan und daö Kleingeld ließ man ihm. Man bedeute ihn, daß er dieselben holen könne, wenn er nach 90 Tagen auö dem Arbeitshaus entlassen werde. Die Polizei kann nickt viel über Harding in Erfahrung bringen, hat aber von allen Seiten Mittheilungen über seine ffrau oder Zuhälterin erhalten, in welchen dieselbe alö eine erwiesene Hochstablerin geschildert wird. Salzfluß tritt oft auch bei kaltem Wetter, die innere Hand ergreifend und andere Körvertheile Hood'S Sarfaparilla, der große Blutreiniger heilt Salzfluß. Ho od'ö Pillen wirken vorzüglich nach der Mahlzeit und kuriren Kopfweh. 25. Der 4- 4Cigarrenwden 07 Ctt Washington Ctt. empfiehlt sich dem Publikum durch seine vorzüglichen Waaren Alle Sorten einheimischer und importirten Cigarren und eine große Auswahl von RaucherArtikeln. Um geneigten Zuspruch bittet SchiUer Römlor.
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