Indiana Tribüne, Volume 19, Number 114, Indianapolis, Marion County, 12 January 1896 — Page 7

DaS Gastspiel. An Zukunftsbild von Gustav Schvarzkopf. Nur eine aus drei Würdenträgern Bestehende Deputation war zur Begrüßung erschienen auf dem Schisse, das die für die Stelle des Königs in Aussicht genommene, aus Europa verschriebene Persönlichkeit in die neue Heimath ge führt hatte. Auch der feierliche Augen blick, in dem der zukünftige Herrscher zum erstenmal den Boden seines Lan des betrat, ging unbeachtet vorüber, er hatte nur die übliche Menge zu Zeugen, die sich um ihre eigenen Angelegenheiten bekümmerte. Unbehelligt von der oft aufdringlichen Liebe eines guten und treuen Volkes konnte Erwin Hierony. mus in seine Hauptstadt fahren und sein Absteigequartier, das PalaiS des ersten Ministers, erreichen. , Man hatte alle Maßregeln getroffen, um Aufsehen zu vermeiden. Der Tag der Ankunft war sorgfältig geheim ge halten worden, alle Kabeldepeschen, welche die Abreise des Erwarteten mel deten, hatte man unterdrückt. Erst mußten die maßgebenden Personen sehen, prüfen und entscheiden können, ehe man dem Volk den neuen König, wenn auch nur probeweise, vorführen durfte. Die Boreiliakeit in früberen

Fällen hatte sich bitter gerächt. Seit j fünf ?labren seit dem vorläufig de. iinitiven Verschwinden der republitanichen Staatssorm hatte man nicht weniger als vier Könige verbraucht. 'Zur Monarchie hatte man sich nur entschlossen, weil es mit der Republik absolut nicht mehr gehen wollte. Jeder Einzelne wollte Präsident werden, kein, Präsidentschaft dauerte länger als drei Monate. Die Intriguen und Kämpfe, das ewige Kommen und Gehen er schöpfte alle Kräfte, alle Begeisterungs fähigkeit und die Finanzen, und als sich nun gar auch noch das Volk einfallen ließ, mitzusprechen und selbstständig einen Kandidaten aufzustellen, sah man ein, daß hier nur ein gründliches, energisches Eingreifen Hilfe bringen konnte. Der Eifersucht untereinander konnte nur dadurch ein Ende gemacht werden, daß es keinem Einheimischen mehr mög lich sein sollte, die höchste Würde zu er. langen; das beste Mittel, alle zufrieden zustellen, ist Keinem etwas zu geben. ES galt auch auf die Stimmung des Volkes Rücksicht zu nehmen. Dieses hatte, durch Nachrichten aus Furova beeinflußt, die langweilige Gleichheit? fpielerei gründlich satt bekommen, die aufrechte Haltung, zu der man es vek dämmte, war ihm schon lange unbe quem, es erstrebte die Möglichkeit, sich wieder nach Herzenslust bücken zu kön nen, es sehnte sich nach den allein selig machenden Standesunterschieden, nach den Segnungen des Adels. Ein SenatSdeschluß trug der allge meinen Stimmung Rechnung und machte aus der Republik ein König, reich, das nur von einem ausländischen Fürsten regiert werden sollte. Man mußte sich einen Herrn geben, um end lich wieder frei zu werden. Aber dem neuen Königreich leuchtete kein glückli cher Stern. Prinz Cyprian von Ee rolstein, der Erste, der sich bereit sinden ließ, die nach den besten Mustern ange fertigte, ganz neue Krone von Jpecacuanha zu tragen, konnte die schwierige Landessprache ein Gemisch von Vo lapük und einigen JndianerMundarten nicht erlernen, und als man ibm mit unsäglicher Mühe die für den fürstlichen Haushalt unumgänglich nothwendig sten Sätze beigebracht hatte, mußte er abdanken, weil er sich an das Klima nicht zu gewöhnen vermochte. Prinz Balduin von Eichenhorst, der zweite Fürst von Gottes Gnaden, war auö unerklärlichen, geheimnißvollen Gründen nicht zu bestimmen, eine Dynastie zu gründen ; die StaatSraison zwang also dazu, ihn abzudanken. Der dritte Erwählte des Volkes, Fürst Casimir von Hohenplotz, hatte den unglücklichen Einfall, die Sache ernst zu nehmen, er wollte selbst regieren, ein Versuch, der ihn in kürzester Frist um den Thron seiner Väter nein, das paßt hier nicht also nur kurzweg um den Thron brachte. Mit dem vierten Landesvater hatte man zum Glück keine bindende Vereinbarung getroffen. Er sollte sich die Geschichte einmal ansehen und rnenn es ihm gefallen und er den Leuten ge fallen würde, könnte die Sache ja per seit werden. Aber er hatte Fiasko ge macht. Seine Erscheinung klein. dick, häßlich, Bauck und Glatze hatte den Frauen gründlich mißfallen. Man hätte nicht daran denken können, ihn salben zu lassen. Die v.er mißglückten Versuche zroan gen nun zu äußerster Behutsamkeit. Das .Volk war bereits nervös irritirt. Kein Wunder! ES ist wahrlich keine Kleinigkeit, Liebe und Anhänglichkeit so rasch von emer Person auf dle an dere übertragen zu müssen. Wenn sich die Herzen der Unterthanen eben erst gewohnt hatten, für Eypnan und seme gesammten m Europa wettenden Faml 1:enmitglieder zu schlagen, mnßten sie rlotzlich till oalten und sich darauf st.mmen, für, Balduin sammt Familie freudig ode? schmerzlich zu'erbeben, und so fort. Nein, diesen ermüdeten Herzen konnte man nicht mehr vlel zumuthen. Man mußte setzt so lange Probiren, bis man etwas Passendes fand, ohne aber dabei jedesmal an die Gefühle deS Aol kes zu appelliren. Es wurde also be schlössen, Könige von nun ab nur mehr auf Engagement gastiren zu lassen. Der Senat überwand seme kmdlsche Scheu, seme einem falschen Zartgefühl ent springenden Bedenken und that endlich den einzigen, richtigen Schritt, der aller dings von vornherein geboten gewesen wäre: Er gab dem Ersten privileair ten Fürsten Erziehungsinstitut" seine Aaren gemessenen Aufträge. Die segensreiche Thätigkeit dieses Instituts, dessen Gründung wirklich rmem tlesgesühlten Bedürfnisse abae holfen hat, ist genügend bekannt. Es hat sich die Aufgabe gestellt, junaee.ute

aus adeligen HÄusern fürten Deruf zu erziehen: irgend ein Volk zu regieren und zu beglücken, und man weiß, wie es diese Aufgabe erfüllt. Die Thron candidaten werden dem Institut schon im zarten Alter übergeben. DaS Erste, was ihnen eingeprägt wird, ist Vaterlandsliebe". daS heißt, die Fähigkeit, irgend ein Vaterland mit zauberhafter Schnelligkeit zu lieben. Im Unterricht wird das Hauptgewicht aus die Erler nung exotischer Sprachen gelegt ; jeder Schüler soll womöglich alle erlernen, er kann ja nicht wissen, welches Volk seiner Vaterliebe anvertraut wird y ebenso streng wird darauf gesehen, daß' er sämmtliche Nationalgesänge und Speisen und alle Sitten und Gebräuche der interessanten Völkerschaften sich zu eigen macht und Keiner erhält daS Reifezeugniß. Keiner wird von dem In stitut empfohlen, der in den Spezial. Fächern : Heldenmuth, fürstliche Besinnung. Leutseligkeit und Popularitäts. kundc nicht genügende Proben seiner Begabung abgelegt hat. Graf Erwin Hieronymus von Hidi Aeigci hatte zu den besten, hoffnunosvollsten Schülern des Instituts grzNlt man konnte wirklich nicht von Protet tion sprechen, wenn gerade er der Re gierung von Ipecacuanha so warm em pfohlen worden war, ja das Institut hätte füglich erwarten können, daß man gerade bei diesem Eandidaten von einer Probezeit ganz absehen würde. Aber der Senat, durch die gemachten Ersah, rungen mißtrauisch geworden, bestand darauf. Erwin HieronymuS sollte vierzehn Tage in allen Aufgaben und

Pflichten eineS Herrschers gastiren, sollte sich m all den Situationen, m die ein Monarch gerathen könne, erproben. Gcsiel er, so trat der unterlegte Eon trakt. der aus sechs Jahre lautete, aber vcr Ablauf des letzten Jahres auf Le benszeit verlängert werden konnte und der denn auch den Kindern Erwin's den Thron sicherte, in Kraft. Und der Eontrakt war gut. Er garannrte dem Herrscher ein Jahreseinkommen von vier Millionen Pllpli's das ist un gefähr zwei Millionen Mark als Benefiz alljährlich die gesammte Ein nähme eines im ganzen Lande an des Monarchen Geburtstag zu veranstalten den Volksfestes und einen sechswöchigen Urlaub, den er nach Belleben m Europa zubringen, aber nicht zu Gastspielen verwenden durste. Die Provision an daS Institut hatte die Regierung zu be zahlen. Der Tag nach der Ankunft aalt noch nicht der Öffentlichkeit, er war für die vorbereitenden Geschäfte bestimmt. Er win benützte ihn, um bei den Journa. len aller Parteirichtungen seine An. trittsbesuche zu machen und um die zahlreichen Uniformen zu Probiren, die nach dem Maß, das er eingeschickt hatte, für ihn angefertigt worden waren. Die Kleiderproben fanden in Anwesen heit von drei Photographen statt, die von jeder einzelnen Uniform verschie dene Aufnahmen machten. Der küns tige Herrscher hatte auch eine Anzahl von Bildern mitgebracht, die all sogleich an die Kunsthandlungen verschickt wurden. EineS. das ihn im ArbeitSzim m, mit sorgendurchfurchter Stirne am Schreibtisch regierend" zeigte. machte einen ungemein günstigen Ein druck. (Im Institut wurde für jeden Schuler eme derartige Photographie hergestellt.) In den Abendstunden hatte Erwin auch eine sehr lange dauernde Konfe renz mit dem Chef der Claque, d. h. mit dem Letter des Begeisterungs und PopulantatSwesenö in Ipecacuanha. Er verbat sich ganz entschieden einen ae rüuschvollen Empfang, stürmische HocdS und dergleichen. DaS muß man sich erst verdienen," sagte er in schöner Be ; scheidenheit. Unverdient macht eS nur böse Stimmung. Er bestellte nur eherbietigeS Flüstern und Tuscheln. Ausrufe deS Erstaunens und der Bewunderung und Zeichen der plötzlich keimenden Sympathie. Auch das war unnöthig. Als er sich am nächsten Morgen bei der großen Truppenrevue zum erstenmale dem Volk zeigte, war sein Erfola ein echter und vollkommener. Er erschien in der Generalsuniform seines Fitzliputzli. Regimentes, hoch zu Roß. Die Sicher heit, mit der er das feurige Pferd mei sterte, seine Sachkenntniß in den vater ländischen UniformirungSvorschristen, seine Rede an die Truppen, welche eigenartige Auffassung und vorzügliche Steigerung zeigte, erweckten allgemei nen Beifall. Mittags erschien er in Admiralsuniform, um die Tause deS neuen Kriegsschiffes loi.koi" vorzu nehmen. Auch bei dieser Gelegenheit entzückte er durch die unermüdliche Liebenswürdigkeit. die ihn beim Cercle für jeden der hund:rt Vorgestellten ein freund, liches, huldvolles Wort finden ließ. Für den Nachmittag war die Schluß steinlegunz in der neuen Schneideraka. demie angesetzt. Auch hier fand sich Erwin nach der Vorschrift des In stituts diesmal in Eiviltleidung pünktlich ein und sagte den Schneidern einige seh? angenehme Dinge, während er mit der Kelle dreimal aus den Stein klopfte. Der näch'te Tag war dem Besuch der Institute Uid öffentlichen Anstalten ge. ividmet. In den ersten Morgenstun den erschien der gastirende Monarch plötzlich ganz unerwartet in der vor nehmsten Schule der Hauptstadt. Er trug diesmal die Generalsuniform sei n:S ZuavenregimcnlkS und zeigte sich bei den Prüfungen, die er vornahm, sehr befriedigt von der Lehrmethode 'knd den guten Fortschritten der Schü ler. Einem hüdscZ'n Blondkopf tät schelte er freundlich die Wangen und trug ihm auf, Papa und Mama zu grüßen. Von da ging es in die Volks küche, wo er alle Ehrendamen zu ihrer menschenfreundlichen Thätigkeit beglückwünschte und ein Stück Fleisch und einen Lösfel Gemüse zu verzehren ge ruhte. Aber das ist ja ausgezeichnet! Ich habe schon lange nicht, so gut ge

stttstl" ' Diese huldvollen Worte lieft. ten die Volksküche für acht Tage in Mode; es galt allgemein als .cbic"' in diesen Räumen zu diniren. Nachmittags war Erwin Hierony mus in der schlichten HauptmannSuni form seines SanitätSregimentS im Spital zu erblicken. Freundlich trö stend und ermuthigend ging er von Bett zu Bett. Ohne eine Miene zu ver ziehen, trank er einen Schluck eines bit teren Tranks, nur um einen Knaben, der sich dagegen sträubte, zur Nachah mung anzueifem, und einem in Rekon valescenz befindlichen Alten, der gerade sein Pfeifchen rauchte und eS beim An blick des Herrschers bestürzt verbergen wollte, steckte Höchstderselbe die Pfeife fast mit Gewalt in den Mund und gab ihm eigenhändig Feuer. Und bereits zwei Stunden später drang die Sonne der fürstlichen Gnade Erwin's in die Räume des Gefange nenhaufeS. Der auf'S Tiefste ergriffene hohe Herr, der feine väterliche Sorg fält auch seinen verirrten unglücklichen Kindern zu Theil werden ließ, kostete die Speisen, ließ sich über die Auffüh rung der Gefangenen genauen Bericht erstatten und überzeugte sich endlich in höchst eigener Person, wie eS sich auf einer harten Pritsche schlafen lasse. (3m Institut hatte man ihm gesagt, daß ein Monarch AlleS gut sinden müsse, und so beging Erwin hier leide? den faux paa auch dieses Lager für ganz angenehm" zu erklären.) .Der folgende Tag war der BeMtlgiu?z des Interesses für Kunst und Wissenschaft gewidmet. In ,d Uniform seine Kosakemcgiments erschien ider Gast in der pcumxwtitn Ausstellung, besichtigte emgehend imd mtt feinstem Kuitverstä'ttdmb alle Gemäkde imd Statium und erklärte, daß er für die neue junge Kurvst begeistert sei und ihre Siege immer m?t regster WnÜheilnn'hme degreijrö habe. Dann gmz er in das gegmübaliegmde Gebäude der Secessionistm, besichtigte ch

geyonD m mit fernstem Kunstverständniß alle Gemälde irnd Statuen und bemerkte zu dr alten Herren die ihn führten wie sehr eö ihn freue, die hersftchMt alten, Traditionen echalten .und fortgesetzt zu fchen. Der AbenÄ acüorte dn Oder. DaS Schaufpie! ist ira Jpevaeuanha ntcht beliebt. Die Leute sagen, daß schlecht gespielt werde, daß gerade diejenigen unter ihren LandSleu,ten die nur tot nig Talent zum Komödiefpiel hätten BerufSfchaus'pieler würden, während Aridere, die hervorragende Begabung für das Theater besitzen, sich andere Berufen zuwenden. Die Bewohner d Residenz ziehen es daher auch vor, ihre freien Stunden lieber im Parlament, Gemeirderath oder GerichtKsaal zuzu'bringen. Aber die Oper ist beliebt. W Erwitt HieronymuF pünktlich zu Beginn der Vorstellung seine Loge be trat er fah in der FeldmarschallsUniform seines gelben Husaren.regiments sehr schön cruS wurde er von dem vollen Haufe echrfurchtsvoll begrüßt; er trat an dieBrüstung der Loge und lhörie ftehend die ihm wohlbekannte NationQlhynm an. Im ersten- Zwischenakt lieb er den Komponisten der National - Oper zu sich befehlm, mn ihm seine Bewunderung für diese berauschende, echt 'nationale Musik aus zusprechen, und im zweiten Zwischenakt ging er auf die Bühne' und versicherte sämmtlich Mitwirkende feiner vollster Zufriedenheit. Das eigentliche Programm mit seinen bestimmten Probeaufgabm war nun? so ziemlich erledigt. flQftcrn hatte ursprünglich auch noch eine kleine Min'rsterkrise srrangiren. wollen, um, zu fehen, wie der Gast sich bei Ernen ' nung eines neuen Cabwets aus der Affaire ziehen würd, aber die im Amt , befindlichen, Minister hatten ihre MitWirkung bei dem kleinen Scherze verweigert. Nun war nur noch tn Er fahrung zu bringen, wie sich der Gast zu dem U.-U)orhergesehenen, zu dem, was der Tag. der Zufall an fürstlichen. Aufgaben zu liefern, pflegt, stellen würde. Erwins gründliche Vorbildung bewältigte auch dieS mit Leichtigkeit. ES brachte ihn durchaus nicht in Verlegenheit, als ein fürstlicher Nachbar plötzlich zu einem vierstündigen; Besuch eintraf. Er erwartete ihn auf dem Bahnhof, selbstverständlich mit der Uniform des Regiments bekleidet, zu dessen Inhaber ihn der fürstliche Nachbar am Tage vorher ernannt hatte, ging dem Ankommenden entgegen, begrüßte den Fremden mit großer Hen.lichkeit, küßte ihn inach LandeSsim l dreimal auf die Ohren, stellte ihm fein Gefolge vor und nahm die Vorstellung der Suite feines fürstlichen Freundes gnädigst entgegen. Als er bei einer Spazierfahrt eim arme Frau ohnmächtig medersinken fah. sprang er auö dem Wagen, bedeckte das arme frierende Werd mrtfetntm Mantel und liefe sie an feinem Wo gen nach Haufe fahren. Einem alten Veteranen, der dem ihm selbstverftändlich unbekannten gastirenden Herrfcher von einer Schlacht erzählte, die schon daö Herz des Knaben Erwm mit Be geisterung für seine zukünftige Heimath erfüllt hatte, setzte er aus Prwatnntteln eine stattliche Pension aus und einem weinenden Blumenmädchen kaufte er um einen hohen Preis sämmtliche Rosen ab und vertheilte sie an die ihn umringenden Damen. Der Wrüwe eines berühmten Jockey's condolirte er zu dem unersetzlichen Verlust, den sie und mit ihr das Vaterland erlitten. und als der greise geniale Erfmder der selbstthätigen Stiefelputzmaschine m d;e;cn Tagen? zufällig Witter einmal ein Jubiläum feierte, erhielt er ein in .den herzlisten Ausdrücken abgefaßtes Glückwunschschreiben Erwins. Auf all' dieses Unvorhergesehene war Erwin wohl vorbereitet; es zahlte zu den Prufuirgsgegenftänden des Instituts. An einem Tage, an, dem ihm der Zufall I ar nichts zu thun gab. stiitkkertt.

Harikiri - Otden cm aelbgriwwn, JZL i , -t v

za-nse zu l ragen, nuj -ocai Qitvjftziv& dreihundert Personen, vegluckr mv den. Erwins Contraci trat noch vor Ab lauf der Probezeit in Kraft amd zwar gleich auf Lebensdauer, die Klausel, die ihn zuerst mt auf sechs Jahve ver. pflichten sollte, wurde gestrichen. Was Volk wollte es so. Man ihatte die fühlsfährakeit deS Volkes schonen, wol. len und ihm amtlich mitgetheilt, datz es den auf Engagement spielenden Fürsten vorlausig noch nicht p neben; brauche, aber dieses Volk mit seinem Instinkt für daS Echte. Wahre ließ sich nichts verbieten, und nichts befehlen, ti umgab den neuen 'Landesvater gteich in den ersten Tagen mit herzlicher, rnnege? Liebe. Der. Senat hat nunmehr noch eine Sorge: eine passende Gemahlin für den König zu suchen, ihn eine Verbdung schlleken zu Zasson die nsSA von der kalten Staatsraifon, sondern von der innigen schwärmerischen Zuigung zweier Herzen bestimmt werbt, sollte. Das st mcht so leicht. Der Sctat em, pfindet es als Unvollkommenhek ire dan Einrichtungen der alten Welt, daß es noch immer keine Erziehungsinstitute für Landesmutter gibt. Der unheimliche Keisegefährie. Eine wahre Geschichte von C. v. K Mit Windeseile brauste der Zug durch dle norddeutsche Ebene dahm. Im Fluge ging es vorbei an goldgelben Feldern, grünen Fluren und Dovserni. In den weichen Fauteuils eines Eou vses erster Klasse faken zwei Damen, welche, nach der Art ihres Reisegepäcks, zu schließen, foeben den Nordseestrand verlassen hatten, um nach einigen Wo chen der Erholung wiederum .in die Heimath zuruckzukehren. Die altere der Damen auaemchumtch, die Mut ter. mochte die Nähe der Fünfzig bereits erreicht haben, während die jüngere sich noch in jenem glücklichen Alter befand, rn welchem noch kerne Sturme über den Lebenspfad einherzubraufen pfleaeii Em einfaches graues Reiseklerd nach englischem Schmtt umschwA die jugendlich schlanken Formen, die prächtigen dunkelblonden Haare waren zu einem einfachen Knoten verschlungen und unter dem chiken Reischut schaute ein Paar blauer Augen hervor, welche ganz dazu angethan waren, auch dem eingefleischtesten Junggesellen schlaflose Nachte m bereiten. Dreimaliges Pfeifen der Locomotive langsamer und langsamer wird die Fahrt und dampfprustend fahrt der Zua in die Bahnhofshalle. Stenidal, drei Minuten Aufenthalt!" -Schaffner reißen die Coup6ethllren auf und für kurze Zert gleicht der Bahnhof einem Bienenkörbe. Dreimal schlägt die Glocke zum Wie dereinsteigm an, eben setzt sich der Zug langsam in Bewegung, da ertont eine athemlose und keuchende Summe: Schaffner, Schaffner, erster Berlin!" Schnell wird ein Coup6e geöffnet. und mühsam erllimmt ein korpulenter alterer Herr, tmt ledern? Koffertasche m der Hand, die Tritte, um Dollig erschöpft 'Unseren Reisegefährtinnen ge genüber auf den Sitz mederzusinken. Vergebens ist er bemüht, sich der Schweißtropfen, welche Bächen gleich dre Stirne herabneseln, zu erwehrnr. indem er von Zeit zu Zeit mit einem feidenenTaschentuche darüber fährt und sich mit dem Strohhut Kühlung zu fächelt. Plötzlich springt er auf, stürzt aufgeregt zu den halb geöffneten Fenstern und laßt dieselben ganz herab. ohn von der Anwesenheit der Damen die geringste Notiz zu nehmen. Dann versucht er, sich 3 in emer Ecke mög lichst bequem zu machen, und schließt, nachdem er die geeignete Lage gefunden ermüdet die Augen. Nach wenigen Augenblicken verriethen die immer tiefer werdenden Athemzüge und bald ein kräftiges, das Geklapper der Räder übertönendes Schnarchen, daß der Fremde die ge wünschte Ruhe gefunden 'hatte. Von ängstlicher Beklommenheit be freit, athmen die Damen erleichtert auf. Gott sei Dank, Mama." flüsterte die Jüngere der Aelteren leise zu. wenn der nur bis Berlin weiter schnarchen wollte!" Ach hoffentlich! Das SchnarchConcert ist zwar keine Annehmlichkeit für meine angegriffene Nerven. Sieh einmal nach, wie fpät es ist. Wenn wir keine Verspätung haben, müssen wir in ungefähr einer Stunde da fern." Es ist gerade elf; zehn Minuten üiach zwölf sind wir aus dem Lehrter Bahnhof. Lange sollten sich indessen die Da men ihrer Sorglosigkeit nicht erfreuen können. Augenscheinlich von druckenden Träumen gequält, beqann der Reisegefährte im Schlafe unruhig hin und her zu rücken, während sich von Zeit zu Zeit ein leises Stöhnen seiner Brust entrang. Aus einmal fuhr er sich mit der Hand mehrmals über die Augen und sah, dieselben we:t öffnend, überrascht un mit sichtlichem Wohlge fallen sem yuosches (Leaenuber an. Glauben Sie an Träume, mein gnädiges Fräulein?" redete er die junge Dame an. deren Mienen nur zu deutlich die Verlegenheit, ob sie antworten sollte oder mck:, erkennen ließen Jn den glücklichen Jahren, in denen Sie sich . t . vCf Tv iv uquwjcn, ? s.egen o:e Zainen oen raumen manchmal sogar eine recht dielsa gende Bedeutung unterzulegen. Vielleicht hcöben Sie. gnädiges Fräulein. sogar eine Auslegung für das, was ich oeöen :m Traume erlebt habe. Nach und nach schwand die Schüchiernheit der jungen Dame. Zuerst hatte sie versuch!, durch möglichst kurze

und au5welchende Antworten' ihrem Gegenüber jegliche Unterhaltung u

verleiden. Da indeß diese Taktik dem Reisegefährten gegenüber ganz und gar nicht den erwünschten Erfolg hatte, ersterer dagegen sich als ein aunerst in teressantn und gewandter Gesellschafter entpuppte, so war bald das Eis gebrochen und die Unterhaltung kam trotz des öfteren, nicht mißzuverstehenden Rausperns der Mutter allmalig m Fluß. Sie wollten mir übriqenA Ihren Traum erzählen, fetzte die iunae Da me, auf das zuerst migeregteThema zuruck kommend, schalkhaft lächelnd daS Gespräch fovt, vielleicht kann ich Ihnen sagen, was derselbe bedeutet,. Jedenfalls muß Ihnen nicht gerade angenehm zu, Muthe gewesen sein, denn Sie stöhnten fürchterlich. Ich wurde rm Thiergarten von Räubern überfallen, durch einen Schlag auf den Kopf war ich fast besinnungSlos niedergesunken, und einer der Kerle, ich sehe den Hallunken noch deutlich vor mir, kmete über nnr und verfuchte d?efen Brillantring vom kleinen Fmger zu ziehen. Da der Rwg aber zu fest saß, zog der Gentleman em großes Schlachiermesser aus der Tasche und schnitt in aller Gemüthsruhe den Finger ab. So wie ich den Finger los war, wachte ich auf und war ungeheuer überrascht, anstatt deS Schurken mich Ihnen, gnädiges Fräulein, gegenüber zubefinden. Daß mich die Geschichte sehr erregt, werden Sie begreiflich finden, wenn ich Ihnen sage, daß ich sehr abergläubisch bin, zumal ich verschiedene Dinge erlebt habe, welche mir em Recht geben, es zu sein. Was sagen bi? nun zu der Geschichte? Nach dem Traume zu urtheilen. würde Ihnen der Ring Unglück bringen, entgegnete die Mnge Dame nach einigem Besinnen, jedenfalls ist er die Veranlassung, daß Ihnen etwas sehr jrriv i? . .rr iji oloerivarriges pqiin. Wenn dem so ist, fo will ich aleich kurzen Proceß machen. Der Ring ist zwar ein mir sehr werthes .Andenken cm eine Persönlichkeit, der ich im Leben einst sehr nahe gestanden, doch leden falls ist mir mein kleiner Fmger noch. ..,. " mei iicocr: Darauf zog er nicht ohne Mühe den kostbaren Reff vom Finger, warf noch einen letzten liebevollen Blick auf ihn und schleuderte ihn mit kräftigem Wurf ouraz oas ßwijneie Kenner. tf. - pp i rt Mit Furcht und Entsetzen verraten den Blicken waren die Damen dem seüsamen Gefahren des Reisegefährten ge folgt. Ruhig und heiter vor sich hinlächelnd saß dieser da, als ob gar nichts Besonderes vassrrt wäre. Kein Aweifel. der Mann Loar Wahnsinnig! Was thun? Bis Berlm keine Haltestelle! Schnell das Nothsignal geben unglücklicher Weise befindet sich der Hobel gerade über dem Sitze deS unheimlichen Fremden: Darf y den Damen vielleicht erne kleine Stärkung anbieten?" nahm der ffremde nach einer Weile wiederum das Wort, indem er die Koffertasche öffnete und 'derselben nne Flasche Wnn, drei silberne, zus amm ens chiebbare Becher und eine Schachtel englischer Eakes entnahm. Ich Pflege auf Reisen einen guten alten Portwein zur Stärkung mit mir zu fuhren. Nicht wahr, gnadige Frau, Sie versuchen einmal von diesen Eakes, welche, nebenbei gesagt, ganz vorzüglich sind, dazu darf ich, Ihnen ein Glas Wem einschenken, und auch Sie. gnadiges Fraulein, geben Mir hoffentlich lt nen Korb Langsam entledigte sich die junge Dame, welche sich zuerst rn die eigenthumliche und gefahrvolle Situation zu finden schien, ihrer Handschuhe und nahm widerstrebend und mü Angst verrathender Miene mit einem lersen ,Danke sehr" die dargereichte Starkung an, fürchtend, durch ein Ablehnen derselben den Wahnsinnigen zu reizen. Durch das tapfere Benehmen der Tochter ermuthiat, , langte auch die Mutter mit vor Erregung zitternden Händen zu. Gzrrk-rii T.Tn,s v ?tr-rm wuyuktiyU'iv u.ujvvii.v nvp vv (jkvitKvv mit den Damen, ihnen eine glückliche Reise wünschend, an und trank mit dem sichtlichen Behagen emeö Verständniß vollen Gourmands daS köstliche Naß. Als die Damen fahen, daß es kein Gifttrank war, der ihnen geboten wurde, folgten sie, wenn auch zögernd, seinem Beispiele. Sich leicht verbeugend, nahm der Herr den Becher aus der Hand der rungen Dame zurück. Ab gnädiges Fräulein, Sie haben ia nicht ausgetrunken," bemerkte der Fremde, ihr den halb vollen Becher zurückreichend, nicht wahr, Sie thun es noch? Ich ich " stammelte in sichtlicher Verlegenheit über und über erröthend das Fräulem, nahm aber schließlkh doch den Becher, leerte ihn kurz entschlössen mit einem Zuge und gab ihn zurück. So, ldaS haben Sie gut gemacht! Dafür soll auch kein Sterblicher jemals wieder den Becher an seine Lippen setzen, nachdem ihm durch die Berührung Ihrer rostgen Lippen die höchste Weihe zu Theil geworden!" Und zum Becher gewandt fuhr er, sich vom Sitze erhebend, mit dcklamatorischem PathoS fort: Mögen Dich die Fluthen, hinabtragen zu den Wassern der ewigen See! Dir, Gott Aegir, und Deinen lustigen Cumpanen bringe ich diese kostbare Gabe als Sühn- und Dankopfer dar!" Mit dumpfem Getöse rollte der Zug übe? die Brücke der Havel und hin ab flog der Becher ! Angst und Schrecken malte sich auf den Gesichtern der Seinen. Mit zitternden Finger riff die Mutter fortwährend zum Riechfläschchen, um die schwindenden -Sinne nach Möglichkeit aufrecht zu erhalten. Die melodischen KlänseLdr blauen

Donau" leise vor sich inpfeiseno, tazu mit den Finqern auf der Lehr des

Polsters den Takt irommelnd, saß der unheimliche Fremde da, während seine Blicke von Zeit zu Zeit zu dem schönen onr- v r r'n caoazen yrnuoergiirieiv. i Apropos. anadiaeS Fräulein. was haben Sie da für einen wundeMbfcken airoeuiiazen ing, begann er nacy ei-1 , . irr m ' ai t I ner Wnle von Neuem daö Gesprach, als er sah. dak sich die Damen von dem Schrecken wieder einraermaßen erholt hatten, oer Arbeit und Form nach zu urtheilen muß er aus oem fechzehnten Jahrhundert stammen. Es ist doch em I 5tomm. dak unser deutsckes Kunstaewerbe sich fo selten die alten Nurnbcr- . . ' - - aer Meist erarbeiten zumMuster nimmt, Da ich ein eiftiger Sammler und ziemf? n vn ? sA ,v 0rtmr fnlry fti I 4tVI k4VlbVtW kbiltkV 'JVWVfc Vt 1 4 Goldarbeiten bin, wurden Sie mich zu sehr großem Wanke verpflichten, wenn Sie mir gestatten wollten, 'den Ring näher zu betrachten." Dann beuate er sich zu der rungen Dame hinüber und ergriff behudsam deren Hand. es ist tn der That em aller ech ter Nürnberger! Was ist das, für eine geschmackvolle seltene Arbeit, diese bei-1 den in einander verschlungenen Schlan-1 gen," rief er in Erftafe, es rst ohne Zweifel eins, der hettlichto rKrtplare, welche ich jemals gesehen, habe. I Es ist em altes Familien Erb I stück," erwiderte ängstlich das Fräulein, rnnen rst der Name Mcma und die! Zahl 1536 eingravirt." O, das müssen Sie mich sehen lassen." versetzte er eifrig und zog ihr be-1 hutsam den Rnf vom Fmger. 5to, richtig, richtig! Vielleicht enthält er auch den. Namen des. Goldschmieds. Diefe pflegten meistens rhre 5mtialen an iraend einer verboraenen Stelle einzuaraben. Ja. hier hab' ich es, da, wo die Schlangen aufeinander I gehen, stehen ganz klein und schon ziemlich verwischt die Buchstaben' H. S. I Bei den lebten Worten hatte er sich erhoben und war. von den besoraten Blicken der Damen aefolat. an das Fenster getreten, um den Rina aenauet I zu betrachten. Da entführt ein plötzlicher Luftzug den Hut des. Fremden, im letzten Moment gelingt es diesem, . - . seme Kovtoedeckuna wirber zu erta en ein kurzer Aufschrei der Ring, i m mi l . r. i I oer mmg uno mll vernorien, U.Nglück verheißenden Mienen sinkt der unheimliche Reisegefährte, die Hände in flehender Geberde zu der iunaen Dame

erhebend, scheinbar fassungslos mit den feln vond er Masse und breitet diese Worten der Ring ist fort" auf den mit einer kreisförmigen, viel GeschickSin zurück. lichkeit erfordernden Handbewegung

Lautlose Stille berrsckit in dem Coup6e. Nur mühsam unterdrückt die iuime toetmt di, berkorkrkidenränen. die Mutter ringt in stummer Resignation die Hände. Drei langgezonnwrm , . . . - gene Psiiie Der ocomoiive meiven, T?ay das Ziel m wenigen Augenblicken erf, fsf rfm mtb iMnnt mit ,rnn der zu wechseln rüsten sich die drei Reisegenossen zum Aufbrach. Zischend fäbrt der ua .in die .fwillf des Lehrter Bahnhofes. Die Coupöethür Wird geöffnet, schnell ergreift der unMnütit Xrrmhf fnrn JMfr mH Hrrrr Ns.,i,i, fft sH5rrf v v w iy w ff q schnell an den Damen vorüber und verschwindet in 'der Menge. Noch von den Erlebnissen der schrecklichen Fahrt fast gelähmt, greif! die junge Dame in die Tasche ihres Jaquets, um den Gepäckschein zu suchen. Anstatt des letzteren zieht sie eine zusammengerollte Karte hervor, die der für immer verlorm ge alaubte Rina umschließt. Staunend und immer noch dem Weinen näher, als dem Lach,en, entfaltet sie neiigierig die Kar!e und liest: Bellachini. Hofkünstler Seiner Majestät des Kaisers.Koreanisches Papier. Vielfach wird das berühmte chinesische Papier als das beste der Welt gepriesen. Auf diesen Ruhm kann mit Recht aber nur das koreanische Anspruch macken. Seine fehr vorsichtige Fadrication. die durckiwcq von Hand aeschieht. erklärt zum Theil die außerordentliche des Materials, ähnlich wie auch bei uns vor der Einführung der chemi- . . L ' . . . i Mm Äle cke dss U avier beoeuleno haltbarer war als heute: ordinäres Pa vier wird in Korea aus alten Stoffund Nav-erabfällen aemackt. indem sie erst aründlich aewaschen und dann durck Treten mit blöken 5?üken in bölV ' zernen Kufen in einen fernen Brei verwandelt w-rden. Dadurck werden die Fasern sehr weniq zerrissen, und aus diesem Umstände scheint die große Festigkeit des koreanischen Papiers zu beruqen. Das Rohmaterial besteh! auK alten i -r v er . . c z" rr i Stoff- und. Papierabfällen: in ernen x rk r ct n r MiyrmBTsT-niniiwn in pi i aroen Bottick aebracht. werden' die Abfälle gründlich gewaschen.. Da in Korea nur mit Tusche geschrieben w:rd, so ist keine chemische Procedur xwr sF.niffmmrr htr Ä'.inte erforderlick. Das reine Material wird nun in holzerne Kufen gebracht ad statt jedes anderen mechanischen Verfahrens durch Treten mit blöken Futzen, ganz wie man noch heute in manchen europäischen Landern den Wem bereitet, zu Brei zerstampft. Dies vollzieht sich sellöstverständilich nur fehr langsam, allein es hat wahrscheinlich den hohen Vortheil, dan die Faiern wemg zer rissen werden, so daß es wohl dieser ; Umstan) ist, welchen das koreanische Papier seine außerordentliche Festigkelt verdankt. mn csf.,.,. ajw.i i ukvvui(iii4ii iyujji.uu iuQ man das Wasser ablauft bringt den nun eigen Brei in eine andere weite Holzbütte mit Wasser, welches im Winter leicht erwärmt wird um das Gefrieren zu verhindern. Nachdem die Masse ur.gefahr eine Stunde lang ge- j weicht hat. tauchen zwei Arbeiter e?n auf einen Holzrahmen gelegtes femeS. Bambuszejlecht von ungefähr 4 Fuß

Länge und 3 Fuß Breite in das Halb? zeug ein und Heben es 'bald, von einer dünnen Schicht Papiermasse bedeckt.

wieder heraus. Mit einer geschickten. Umdrehungsbewegung werden Nah...V SZi . Cf 1 1. ...C icü uibi vcjicui v uu ewi uwciux. geipannies Wouengeweoe ge rurzl, Dag 'das Papierzeug flach auf den Stoss zu 11 1 V V 3 m wmuvs, miu ,ovutt va am ousgeslecht adgehoden, welches sicy vollkommen rein loslöst. Die gleiche Operation wind wiederholt und das Papierzeug immer Lage auf- Lage, bis zu ungefähr einem Met Hohe, auf einander gelegt. 1.'Zch paSetweljer Trocknuna an der Sonne wird daS. . . . . . ... Leug m kleine streiten zerschnitten. sodann -neuerdings in eine Kufe mit Wasser gebracht und hier dem gleichen SLfnmhftinv6 ffltt Y.n ftil&fTt tT!T Kl& ' Y "'U v. ( 1V erste Mal ' .unterzogen; diesmal leooch werben Wurzeln uno ovner erneu Tackpoul genannten Pslanze in die enthaltende Stnt gesetzt; es ist dies eine Pflanze, welche 1y im Wajjer theil weise auflöst und. dem Papier Festige keit und Zähigkeit verleiht. Auch daS Schöpfen von Masse oder vielmehr m zelnerBogcn wiederholt sich; wenn diese getrocknet sind, werden sie auf flach:, aus Granit hergestellte Platten gebrei tet und mit langen Holzschlageln ceklopft, bis sie auf die gewünschte Dünne nduclrt isind; um desonoers dickes Papier zu erhalten, werden meh rere Bogen über einaznder gelegt und so llange geschlagen, bis sie sich versilzen. Nach einer letzten Trocknung an der Sonne wrrd daö Papier gefaltet und zum Verkauf gestellt. Die hier in Rede stehende Fabrik bei Soul be schäftigt 1 oder 11 Arbeiter und er zeugt nur iungefähr 250 Bogen pro Tag. Der Bogen wird ze nach der Qualität mit 20 bis. 25 Cents oe zahlt. Schone Quaktatew werden iedoch nicht hier, fondern nur rm iSuden von Korea erzeugt, wo Fabnken an mehr ren Punkten bestehen. Das Material zu dem vorzüglichsten Papier liefert der Papiermauldeerdaum. welcher tn dem warmen und feuchten Kltma nn Süden der Halbinfel wild wie eultivirtz gleich gut gedeiht. Man verarbeitet nur die Rinde des Baumes, welche im f r et. ' Y i ?? r f'ri üMMayr, oa ue iy map. amoqeir xai. gesammelt wird. Bei fortwährendem r je:: v -jtf i-i-w illtt, vnigi wuu Rinde in mit Holzasche stark versetztem, Wasser zu einem dicken Brei eingekocht, sodann schöpft man mit großen Löf auf sehr feines Bambusgeflccht. welches. fif Rahmen über feichte 'hölzerne u sen gelegt ist. möglichst gleichförmig ÖU?; 3 Wvmtxt Schichten, man erj. 1 . . v Paoier. I SlYt .VlhAjt t n K TVX , y Tvrt.1 H w : ; Wassertheile iropfen m die Kufe ab. und das Papierzeug erhalt bald die gewünschte Consrstenz. Die Trocknung Öl9 umcn wini xc len, t sie weit genug vorgeschritten H Werden die Bogen einzeln auf cmc OIlü"c gmc yw gc bracht und mit der Hand geplättet. Das feinste dieser Papiere Wird in der ry r-, y i wy tf. , Provinz Tshoula erzeugt, alle aber sind I t 1 0 ..T . l 17: 4. . . t JzlTll üx Arbeiten, auch ist diese jitwiiin größer virn wiuciiwiä uVi9 Die Gefahren der Sonuenflnsternik. Wie man sich im vorigen Jahrhun dert eine Sonnensinsterniß dachte, zeigt folgende hier kurz gefaßte Verfügung: Ehrenbreitstein, den 22. Juli 1784. Churfürstllcher Hofrath. -Nachdemalen auf nachkünftigen Donnerstag, als dem Fest des heil. Jacobi, eine allge meine große Sonnenfinsternuß sich er eignet, wodurch besorglich vieles Gifft auf dem Felbt und sonsten in die Pfützen und Brunnen fallen dörffen". werden sämmtliche Beamten angewiesen, den Eintritt dieses Ereignisses mit dem Be fehle m allen Gemeinden nno Torf schastm zu verkündigen, daß an dem genannten Tage zu Berhüt" und Ab keyrung alles Unglücks" durchaus kem Vieh auf die Weide getrieben werden darf, und daß alle Brunnen sorgfältig I cv. ja v . . t.-i . v ... ...nr:... oeoear uno vermaori weroen mu en. Sedankcnsplitter Der Jüngling strebt, einen Na. rv r . . U men zu gewinnen; vie izungsra u, iqren zu verueren. Auf der Haad nach dem Glück schießt mancher daneben. Stets die Stirn in ernsten Falten, Strenae Würd' im Blicke nur : Also imvonirt sich mancher Und wird komische Figur. I Erinnerungen sind Netoursayr' ten auf der Eisendahn des Lebens. Des TagS Gedanken sind des Traums Eltern. Mancher glaubt, er sei arm, weil ihm zu den Austern der Sekt fehlt. ES reifet der Strom der Zeiten Mit sich die ganze Menschlichkeit hin; Der ben 're Theil schwimmt oben. $cr schlecht' sinkt und fault darin. Druckfehlerteufel. (Aus einer Anzeige.) Um Ingwer zu zerkleinern, bedient man sich am besten eines Mörverö, den wohl jede Hausfrau 'besitzt. Das junge Paar mußte wegen schlechien Wetters den beabsichtigten Ausflug 5 aach Chamonir aufgeben und blieb da , jf . . -i. i v r noch ewige Stunden in seinem Restaurant m Senf sitzen. Erklärlich. Nun, Herr t m hgn Sie denn die besten Geschäfte gemacht? Agent einer Le hensversicherung: In der Waldenthaler Geaend, wo die vielen Treibjagden ab. werden!