Indiana Tribüne, Volume 19, Number 114, Indianapolis, Marion County, 12 January 1896 — Page 2

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Vergeltung

Zur heileren Frühlmgszeit, Durch blum'ge Aum schritt Mit flüchtig leichtem tritt' Hm eine holde Maid, Ein Körbchen au dem Arm. Was -trägst Du d'rin mein ctn&? Frug ich sie, ohne Harm !jrMeni Herz!" spricht sie geschwnrv. iUnd spöttisch lacht ihr Mund. !) schenk' eZ mir; mein Leben ,Will ich dafür Dir geben Voll Treue jede Stund!" Mem Herz willst Du? Onern! " , Erwidert sie, ich bin Für Dich zu schön und fein; VHmm nur dies. Körbchen hin!" Y 'Es war Spätsommerzeit ? ,Am Himmel trüb' Gewölk, Die Blümlein alle welk. Da traf ich selbe Ma?d. Sie trug nun offen, frei Ihr Herz; der volle Blick, Jetzt ohne Schelmerei, Sehnt nach der Li:be Glück. i ' JO, willst Du noch mein Herz? Nunmehr gehört es Dein!" So spricht sie leis. O. nein 'Jetzt scheint es mir ein Scherz." Dacht ich mir still, ich hab Verzichtet auf dies Glück!" Erwödere nichts und gab Das Körbchen ihr zurück. Lous ZZctter. Teutsch-amerikaniiche Skizze vou 23. Cchierbrand. I. ' Wer den alten Baumbach in dem prächtigen Apartment - Buüdmg schalten und walten und in seiner Uni form mit goldbordürter Mütze geringe Arbert verrichten sah, der wunderte sich, wie er Janitor" geworden sein könne. iStnn der alte Mann sah so vornehm, so ungewöhnlich aus. als ob solche Arbeit eigentlich gar nicht für ihn passe. Uno es war auch eme besondere Geschichte, die da vorlaa. Dieser Baumfach war outer Leute Kind von Deutschland her. und mit etwas Baargeld, mit einem hübschen Hausstand und mit einem tüchtigen Handwerk, das er aus dem Grunde kannte, war ti vor so und so vielen ?labren bier herüber gekommen und hatte sich im autzerten Westen, m Chicago, nieder--gelassen. Von so vielen hatte er's gehört: Handwerk hat einen goldenen Boden, namentlich in Amerika. Und tz hatte es geglaubt, war mit seiner zungen zZrau, vie er evcn geheirathet, nach dem Lande der Verheißung gezooi und hatte wie die meisten Auswanderer von goldenen Bergen geträumt. ist halte nur Uines vergessen daß man in Amerika nicht nur etwas aelernt haben, sondern auch praktisch sein muß, um vorwärts zu kommen. Und praktisch" war der gute Baumbach eben gar nicht. Er war Schneider, hatte dic. feine Kundenarbeit schon drüben tüchl.-z gelernt, und hätte, wie so viele Andere auch, zu Glück und Wohlstand gelangen können, wenn er nicht in so gutes Herz aebabt bätte. Aber dieses gute Herz verdarb ihm seine anze Laufbahn. Allerdings zu Anfang, da ging's noch. 'Es war kurz nach dem aroken Feuer, und das Geld circulirte rasch in Chicago. Baumbach rr l - Ti r f r . . ' lünurcc ein vscjazasl an oer ytoxo Elark-Straße. und die Kunden kamen zu ihm und bezahlten prompt und gut. Damals hatte er einige Jähre des ungetrübten Glückes genossen. Dann aber fing sein Weib an zu kränkeln, und zugleich verlor er seme beiden Erstge borenen an einer evidemiscken Kinder krankheit. die aerade damals in der Stadt grassirte. Bald darauf gab -f.:. w l . k iciuc xjiau ivlcocr einem amst oas xitben und dann leate sie sich bin und starb. Der Knabe, den sie hinterließ, war ihr Ebenbild dieselben iiih blauen Augen und dasselbe lockige mm fü Ä U ? l l . uiuuc jjuai. cr iieine reooy gedieh und wuchs aus zur inniaen Freude des armen Vaters, der den Tod seiner oraven Frau nicht verschmerzen konnte. revvy lernte schnell und war ausgeweaien Geistes, dabei anst und gut herzig wie sein Vater. Aber mit dem Geschäfte wollte es gar nicht mehr gehen. Es fehlte dem geschickten Schneidermeister an Einem er verstand nicht, seine Kunden zum Zahlen zu bringen. Es widerstrebte ihm, die ichrn fremden Gesetze der neuen Heimath gegen seine Schuldner zur nwenvnng zu bringen, und das eme Mal, wo tfi probirt hatte, da mußte er atm onstabler alle Gebühren zah len und die Gerichtskcsten noch oben $rem; denn es stellte sich beraus. dak der feine Kunde, um den sich's ban delte, trok seines eleganten Aeukeren nichts Pfändbares besaß. Nach jener Erfahrung ließ es Papa Vaumbach eben wie es wöllte wer ibn bezah len wollte, der that's, wer nicht, der -nicht und die Letzteren hatten schon Ineyrere 3ahre lang die Mehrheit ge EHdet. II. Unter diesen faulen Kunden" war Pfessor" Anatole de Grabowsky, ein Musiker, dessen Lowenmabne und zarte weiße Hand wohl mehr für seinen zzoa !N den Kreisen der reichen Da men au der Dearborn und La Salle Aoenue verantwortlich waren als sei aqigkelten. Jahrelang hatte Baumbach dem Herrn Grasen-, wie er ihn immer mit Vorliebe nannte, obne Murren gepumpt", und ohne des braven Schneiders Geduld und Großmuth Ware es dem Profestor" wohl auch nicht gelungen, stets eine tadellose Fi-

gur tn ven 'aions zu Ipieien uno

Sr r. l. schließlich die Hand einer Erbin zu erlangen. Denn das ist's, was Herrn Anatole. dem edlen Polen aus der Polackei, mit einem Schlage zum gemachten Manne erhob eine glückliche Heirath. Fügen wir hinzu, daß sein Schwiegerpapa, . ein steinreicher EZchlachter im Stockyards-Distrikt, auch noch die Gefalllgkelt fo weit trieb, binnen emem Jahre nach der Hochzeit eines plötzlichen Todes zu versterben, so wird man ersehen, daß das Maß des Glückes für den aeniilen Musiker" voll war. Denn jetzt, nach seiner reichen Heirath, war er zum genialen Musiker graduirt die Zeitungen nannten ihn so, und die mußten es ja wissen. Indessen seien wir gerecht gegen Herrn Anatole er vergaß des guten Alten von der Nord Elarfftraße nicht. Eines Tages f rv m i neu er Vaumoaw zu ncy lommen.zamle alle Rückstände der letzten vier Jahre, und nachdem er von dem Alten vernommen, wie schlecht es mit dem Geschäft stehe, offerirte er ihm die vakante Stelle des Janitors in seinem schönen. hohen Apartments-Gebaude auf der Westseite. Dankbar nahm der gedrückte Schneidermeister das an. und schon eine Woche spater war er Znstallirt als oberster Hüter dieses schönen, hohen Hauses, in dem nur reiche Leute wohnten und in dem er hoch oben unterm Dache auch eine Dienstwohnung hatte beziehen dürfen. Die Aussicht da oben, die direct auf einen fchönen quarc ging, wo qruner Rasen, hohe schattige Bäume und duftende Blumen wuchsen, war herrlich und der Alte hoffte.daß Freddy, der seit einiger Zeit recht blaß geworden war, hier wieder völlig erstarken und gesunden werte. Und Freddy gefiel es in der neuen Wohnung in der That sehr ant. Merkwürdig zudem vom ersten Tage an hatte sich eine Art Kameradschaft, aus der binnen Kurzem eme treue Kinderfreundschaft wurde, zwischen ihm und dem Töchterchen des Professors" gebildet. Die kleine Lou war wie Versessen aus den neuen Spielgefährten. Lou wants Eddy" so lispelte das kleine Ding fortwährend, und die Mutter, eme geldstolze Frau, der die langjährige Bekanntschaft ihres Man nes, des vormaligen blutarmen Musikers, mit dem Janitor des Hauses durchaus nicht angenehm war und die wachsende Intimität der beiden Kin der durchaus nicht billigte, konnte trotz dem nicht umhin, dem so dringend aus gesprochenen Wunsche ihres Kindes zu willfahren. Aber Freddy war auch ein herzliebes Bürschchen, dem alle Welt gut war. Sogar der Briefträger, wenn er mit Onkel Sams Post ankam, verab säumte nie, den Kleinen auf daö Lockenhaupt zu tätscheln und ihm ein Scherzwort zuzueufen. Dabei hatte der Kleine etwas Feines, das beinahe über seine Lebensstellung hinausging. denn in seinen einfachen, geflickten Kleidern sah er dennoch aus, als ob er der Sohn eines Millionärs sei. Lou aber war auch ein herziges, goldlockiges Geschöpschen, das mit rührender An hänglichkeit dem kleinen Freddy zuge than war. Die beiden Kinder waren schier unzertrennlich. Als Freddy ein paar Jahre alter geworden war und schon zur ichule ging, da sah ihn stets früh Morgens feme kleine Freundin, die goldlockige Lou, bewundernd nach, und im Vorbeigehen an ihrer Thür huschte das kleme Madchen stets heraus, gab Freddy das Patschhändchen oder einen herzhaften Kuß. und war tete dann biS Mittag mrt Ungeduld die Zeit ab, bis ihr Freund wieder heimkam und sich ihr widmen konnte. Denn das that Freddy stets, wenn er Muße hatte, und der Professor, ein gut herziger Mann, fand auch nichts daran auszusetzen, denn der Knabe war wohl erzogen und so artig und nachgiebig gegen das kleine Mädchen, als wenn es wirklich sein Schwesterchen gewesen Ware. III. Gegen Mittag war der alte Baum bach stets am meisten beschäftigt, und so kam es, daß er den Unfall und den darauffolgenden Auslauf der Menschen gar nicht beachtet hatte, trotzdem das alles in unmittelbarer Rabe des Sau ses geschehen war. Aber den Schrei, den da draußen plötzlich eine zugend liche Kehle aussheß. hatte er doch ge Hort und sofort erkannt. Mein Sohn Freddy!" so stürzte er aus dem Hause und inmitten des Fahrwegs auf d Straße hinaus.. Es hatte sich alles sehr rasch auae tragen. Die kleine Lou war. trok des Verbots ihrer Mutter, auf die Straße gegangen, um ihren kleinen Freund auf dem Wege von der Schule ein Stück entaeaenzuaehen. Die Kinder hatten sich getroffen, und Freddy'S Schulkamerad hatte sich aus dem Staube gemacht, nachdem er den Klei nen noch wegen feines Baby sweet Kart" geneckt. Darauf waren sie felbander glücklich nach dem Hause ae wandelt. Die Straße mußte gekreuzt werden, und da war das Unaluck aeschehen. Ein Migen, der schnell um die Eae gefahren kam, wäre beinahe über Lou's Körper gegangen, wenn Freddy mit Blitzesschnelle nicht das Kind gerade vor den Hufen der Pferde weaaenssen hatte. Ein Schrei aber der Huf des einen feurigen Rosses hatte Freddy am Zopse getroffen und blutend, bewußt los stürzte er zusammen. Der Vater leichenblaß und mit düster gefalteter Stirn, trug ihn auf seinen Armen in's Haus. Er hörte es nicht, wie die Leute sein Kind wegen des bewiesenen öel denmuthes lobten. Er sah nur sein Kmd semcn letzten Stolz, sem ganzes Erdenaluck. ble:cb und leblos, De: Arzt kam ein theurer, be rübmter Ant. den der Professor sandte, 5)ossen Sie! sagte er zum Vater, der starr und mit fieberhaften Auaen'das

Urtheil erwartete. Hoffen Sie!" sagte er nochmals. Nichts Weiteres. Dvei Tage und drei Nächte wich der arme Vater nicht von dem Lager seines

einzigen Kindes. Freddy war nicht wieder zur Besinnung gekommen. D5 Delirium des Fiebers hatte ihn gestockt und er kannte seinen armen, alten Vater nicht. Aber von Lou sprach er viel in seinen Traumen. Ihr galten die zärtlichen Worte, die die trockenen Lippen des Schwerkranken murmelten. Und Lou wollte auch den Freund pflegen und drängte sich an sein Lager. Zwar kannte ihre kindliche Vernunft noch nicht die Bedeutung des Opfers, das ihr Freddy gebracht, und die Schrecknisse des Todes existirten noch nicht fü: sie. Aber der Vater wollte sie nicht leiden um sich etwas wie Haß hatte sich plötzrlch seiner umdüsterten eele bemächtigt Haß gegen die ses liebreizende, kleine, unwissende Gefchöpf, für das sein einziges Kind sich m den Tod gestürzt denn er sah es jetzt es gab keine Rettung mehr für sein Kind. Und gerade als er wieder der kleinen Lou wehrte, die mit großen, halb erschreckten Augen den unheimlichen Mann mit dem bleichen, übernächtigten Gesicht und hen wirren Haaren anstarrte, schlug der ranke die Augen auf. Ein mattes Lächeln des Erkennens flog über die feinen Zuge des Knaben, und dear Lou" murmelten seine Lippen. Dann ging ein Zittern durch den kleinen Körper, und die Augen schlössen sich. Lou fing an zu weinen. Der arme Vater aber warf sich vor dem Bette nieder und schluchzend stammelte er: Freddy lieber Junge wie ist Dir sage mal erkennst Du auch mich? Freddy " er schrie auf und packte die Hände des Kranken Du sollst nicht sterben Du darfst nicht ach!" er barg das Gesicht in den Kissen mein Freddy mem lie-' bes Kind!" Aber das noch einmal aufzeichende, mattglimmernde Lebensslämmchen war erloschen! Die Treödncrin. Im Großen und Ganzen ist es durchaus nichts Schlimmes, wenn eine Dresdnern? einen, Berliner heivathet. Aber wir kennen einen Fall, in welchem eine Dresdnerm alle Ursache hatte, die Verschiedenheit ihrer Landsmannschaft und der ihres Gatten zu beklagen. Wir sprechen von Herrn und Frau Kaseweiß. Herr Käseweiß war von Natur gutwillig, aber er. konnte leicht ungemüthllch werden, wenn er gereizt wurde oder sich gereizt glaubte. Nur, ein Beispiel. Elmnal kam 'Herr Käseweiß um Mitternacht aus der Kneipe und machte so viel Geräusch beim Entkleiden, wß seine Frau erwachte. Frau aseweitz war eine gute, sanfte Frau, der es nicht einmal im Traume ernflel. eme Gardinenpredigt zu halten. Als sie aufwachte, besann sie sich, daß sie vergessen hatte, die Uhr auszuziehen. sch war' mer lieb, wenn Du die Uhr uffzieh'n dhätest," wollte sie zu ihrem Gatten sagen. Aber schon bei den ersten Worten 'sch wär' mer" fuhr er los: Was sagst Du? Ein Schwärmer wär' ich? Also das bischen Vergnügen willst Du Deinem armen Manne, der sich ,tagsüber plagt, verleiden?" Dhu mer ja n Gefallen, mich iiich so mißzuverstebn, beabsichtigte Frau Käseweiß zu sagen Aber nach den Worten Dhu mer ja'n" ergriff der Mann ein Kopfkissen und warf es der armen Frau an den Kops. So, das hast Du für Demen Dum merjahn!" Schaffs Kopfkissen weg." wollte Frau Käseweiß ausrufen, aber wie sie sagte: Schaff's Kopf " schrie ihr Gatte: Was. auch ein Schafskopf soll ich sein? Jetzt werd' ich Dir's aber zei gen, daß ich mich von Dir nicht iyranmziren lasse! Sprach's, zog sich an und ging wieder rn die Kneipe. ine alte Klage. Die Klage über die allzu großen Damenhute ist Nicht neuen Damms. Schon vor sechshundert und etlichen Jahren hatte Meister. Johannes Had laub, der Züricher Sänger, die gleiche v m . v ze cyweroe. vjinc neu lana hatte er sich auch an der schönen blauen Donau aufgehalten und an einer Sache beonderen Anstoß genommen: Der site ist in Oesterrich . Unminnenklich, Daß schöne Frouwen ' - Tragent alle hüet breit. Wan ir minnenklichen dar Mag man gar Selten geschouwen, So's ir huet hant ufgeleit. Manigen wär dm Zit g?r unver idrozzen, - Säch man dicker ir wen gelin Und ir liechten ougenschin. Wan wären die huet geflozzen Tuonowe ab, so möchte ez sin. ' In unserem heutigen! Deutsch läßt sich der Stoßseufzer, nter Bewehaltung des Reimes und möglichster Schonung der Form, etwa folgender maßen wiedergeben: Die Sitte ist in Oesterreich Nicht freudenreich. Daß schöne Frauen Tragen ihre Hüte breit. Den der Wangen lieblich Noth, Nur mit Noth Ist's zu schauen Bei der großen Hüte Neid. Manchem wär' .die Zeit gar unvev . drossen, Sah' man besser die Wängelein Und der Augen hellen Schein . Ja, wären die Hüte geflossen Die Donau 'binab. so könnte das - j .,.. sem. .

Eisblumen.

Von Ernst Hildebrandt. Draußen Schnee und Eis, ein Frost, der die Wanaen rötbet und uns in schnellerem Temvo emberschreiten labt und gleichwohl erblühen im Zim.

mer iumen, roie t jaon in u l oorinaxion oieier scrynaupsianzen nocq iiaje tfoige -oer nrwiaeiung oer beides Lcns oder unter der Gluth der ! immer nicht, gefunden worden. Unser bältnisse der Menschheit, der Zeit. Die

ent . r. r.((l I V . O 1 Sommersonne, nicht liebreizender uns wenigstens erstehen tonnen. Wir meinen icne krystallenen Knos pen und Blüthen, Rispen und Gräser, Dolden und Trauben, wie der Sinter r: . r. i t i Min. IC UIl UUCl UCIllCl. "lull. mand wttß, wer kennt man aenau chen sie sich bilden. Die Natur allein ist die Zauberin, welche diese seltsame .nr i , . F fu! I egeiailon in un,eren Zimmern rr,prle. tzen läöt. ijt wayr, lynen seml me Farbenpracht, welche wir an ven m. vern oes lenzes, vui vyuucu vi Hochsommers, den letzten beschenken eines sonnigen Herbstes so sehr bewun- I dern. Maienglöachen und Veilchen I sind es Nicht, nicht Rofen die uns immer und immer wieder mit ihrer Snheit berauschen: nicht die Sonnenblume,

sie geschaffen hat, noch Blü;:enstrauß; aber dahin bat es der sie regierte, in dem sie allein die Wohl-

die Gesetze, nach weU Mensch noch nicht gebracht, daß er auch hierin war. die in ibrem franse die

nL- -Tr wX IriSr r Jr SS1 tf Z??un geleitet. Mit dieser durch die fortschreihÄifö' aTn' T lolcher Elsb umen echmk mehr und mehr vermin. ..Löu ,tJ derten i sich auch

wenn sie, auf uns rnen legn vor auern uct üumuuuiivc Odem, welcher uns die Kinder Floras felblt dann, wenn ne weniger fazon von e uui iuu uuci uui uuuuj schmucklos auf dem Felde erblühen, so herrlich erscheinen läßt. Aber dafür a,rn,n si, r Zrr WnMhum Yr stnrrn nn frnh r1er nnnr hft tn I zeigen sie einen Reichthum der Form, eine Mannigfaltigkeit un Aufbau, eine Zartheit m der Gliederung, wie fie selbst den natürlichen Spenden der sirtf ntinn funm immr nf ftfnnt I wanmivu MMM I..IHIV 0 vvw.v stehen. In jedem Fall aber darf man ifcr.r frn nh w iif k-wn. It, uuui uiiv vni vnv ,rr. utuio uii uyuui tyuttii u(.ti. inmitten des Winters, wenn die Allmutter Erde von ihrem weißen Schneetuch überdeckt und die Natur gewisser, maßen erstarrt ist dann ist uns jede wfitm rtrtnrftf hi? w Mnnhrr .fc ntilU(, IVI vv M..vv.v in h rnrift hiifhrUJh srrnhn I nfty vv. w " V I " Wasser nimmt, den er unter andern . . .. . . fv r I umjtanven unv vet emem ueversluv daran vielleicht von der Hand weisen würde. Unsere Dickter baben diese Eisbluwen besungen und Verse zu ihrem C -t. . - : 1 ! . r r.ftri v v -uooe gmirni, roie 11c icioji oendtmuern einer wirklichen Vegetation kaum je ge widmet worden sind. Dabei hat eS nicht an Versuchen gefehlt, dieses Räth sel der Natur aus sinnige Weise zu deuten und dem menschlichen Geiste ver stündlich zu machen. Rückert singt ein mal: Die EiSblumen seien die Ge spenster der wirklichen Blumen. Durch Kammer, der an ihrem Mark nagte,

juopiug aus ocin aiem gerien, lau m mit der Lupe bewaffneten Auge Das isqen msyer sur oie rau cchen sie nun vor dem Auge des Men Mieten sie sich gleichfalls lehr schön dar, stimmte. Wie kann die Mutter die schen wieder auf. Aber ihr Dasein ist nd in diesem ttalle ist 'es interessant ffübrerin des Sohnes im Leben sein.

nur von kurzer Dauer, ihre LebenSbeVni4i(4 . m . ulii! 13 . uuiauiiy wiuuu9 eme uuucic ui cyc dem da Ne noch mtt Farbe und Duft in den Tag hmembluhten und der vtttle ciuucucjimuii. oc:ii ccsten warmen Strahl zergehen sie wie Nichts und sie erstehen und erblühen am besten zu üppigem Wuchs, zu blü thenreicher Gestaltung, wenn die Schat ten der Nacht über der Erde lagern." Man sieht, die Deutung ,st sinnig und eines echten Dichters würdig. Und so haben auch andere auj beständig und mit echt ?lun ""-..S? mZzx mi . A.11 nur v yar in emer seiner lonilazen loveuen Die mißbrauchten Llebesbrlese diese KI,. . 1 1 VlT r.K14..4 . Eisblumen in aller Ausführlichkeit at schildert. Schmuck.Aennchen geht ein mal verllewet in die Emsiedelel. wo ihr Schulmeister Wilhelm Heilung von seinem Herzensgram sucht. Und wie r rf 0 v cTi- r . , . Tt1 , anrnuthend sindet, so kann sie zumal V t (W , , . . cry , ' da8 Anae ntmf hnn den WTnmen nie, Z v. rl . . Ar VV V den welche tm gnmmiger Frost soweit nblelimföe3aUbCrtKa?ie waren berrlick aekraren i,nd lede de? v mixt 31 :V ' 1. lcZ a runden Gläser, aus denen die Fenferlein bestanden, zeigte ein anderes Bild. . v s m!iv ni w k rv 4 . Vaio war es eme Älume. vaio eine ganze Baumgruppe ; Gräser wuchsen aus Steinhaufen hervor und Gewebe, zart wie aus Bast gefügt, einten sich zu emer knstallenen Wiese. Mitunter war es sogar eine ganze Landschaft, cl7 1 "zuvl wvroeii. ic k. lt. l X.1 t... UV Fenster bestanden wohl aus hundert S 4 s mm iX IIuA iV 1 uiuc( vuyciucu ; icuic yiiai ver uuue ren; sie nahmen sich auS, wie das Werk eines gothischen Baumeisters, der in einem frommen Hause einen Kreuz gang baut und für hundert Spibo Ä'rfÄ Wnt"' immt neuev Maßwerk ersinnt. iÄ n cht unthätig, das Räthsel, welche die Natur da aufaebaut. au lösen. Die Erklärungen des Dichters nehmen . " Nch !? lieblich genug aus. aber der Kai ÄWE Z sich Nicht bei ihnen beruhigen. Zu einem wirklichen Ziele ist man erst in , : it : in i O ai I TMi fsA.ii. IUvn. ' 'L i,i vKi ,cuicu ;cmuyuuÜcu ju uiUcuuc Ergebnissen gekommen. Er unterschei det zwei Fälle, in denen dieser Fenster schmuck sehr verschieden aussällt. Im ersteren ist der Wasserdampf der Luft nur spärlich vorhanden und er scheidet sich sofort in fester Form ab. Hau fiaer tritt der Fall ein. dak sich der Dampf in Masse als Flüssigkeit nieder schlägt und erst dann fest gefriert. In jenem ersten Fall der nur im un. geheizten Zimmer und bei ziemlich star. ker Kälte eintreten kann gleichen die Krystallbildungen dem Reif, wie er unS allen bekannt ist. Es sind zierliche Bäumchen, die auf trockenem Elasgrunde emporwachsen. Häufiger tritt der z;vci!erwä!,n!5 Fall ein, der un3 glasige und mit längeren Nadeln versehene EiSblumen zeigt. Sie wachsen geradezu vor unseren Augen aus, und man kann gewissermaßen st. Viren, wie die ersten Krystallnadeln der Lage und Richtung nach die folgenden bestimmen. Da ferner diese Krystall! sation gewöhnlich am unteren Fenster rande beginnt denn dort sammelt

i sen auch diese Elspflanzen hübsch rcgel recht vom Grunde aus, nicht aber von i. i - cmtri I oen seilen oer u.io nacy eigener uiu kur. Mit dikser Auslegung kann man sich aan irrnl einverstanden erklären. Tageaen ist ein besiimmtes Gefe über die Irv . r ri . r c -t- I Auge sieht wchl, wie bald südliche Pal Imenwaloer, bald die Stmoer um erer I beimatblichen Mora an unsere Fenster scheiden gemalt werden; bald zeichnet eine unsichtbare Geisterhand die zarte in. x . i.t unnw:.. i ein Mittel ausfindig gemacht hätte, wodurch, selbst wenn alle Bedingungen r c ä c r r I sur vie uiiur vieler lspsianzen vor yanden waren, viele auch bestimmt wurden, eine solche (Lejtalt und d. icniqe uoxm anzunehmen, rocicuc er chnen gerade zu aeben wünschte. Aber nicht allein an unsern Fenstern finden sich 5:ese krvstallenen Blumen. Die Nie rastende Wii'enschaft bat ent heckt, daß im Eis selbst, wie eS sich als dichte Schicht auk Flüssen und Seen namiicy annaym, oap vie,es is eine in seinem Innern gestaltlose und in emem. Aufbau ganz gleichförmige vmK, r.i .sv. rfiiA '.mauz in, yaoen neuere neriuoze mii mehr das Gegentheil dargethan. Wenn man ein starkes Brennglaö so gegen ein (3: iirf XU,z r5M hn6 dickes Stück Flußeis richtet, daß der Brennpunkt rn das Innere der durch sichtigen Masse fällt, so sieht man auf dem Wege, welchen der Lichtstrahl ge I N7, mrtsf 1IVWIMII. lllll iliiui. llllllU, mnuwglänzender Punkte entstehen. Beobach. ... J :.s. ffiLtu. m muti nun i -ijuiuiuui, vuy v v:. U n ' : sl. icilU Uic cuillllllUiuvuii ui('i(i i I für die Wärmestrablen sehr durchlässige Eismasse geworfen werden, mit einer starken Lupe, so bemerkt man, daß es linsenförmige Höhlungen sind. RingSp...,.. k.:s.. ;.kL,s s.'S st.. lltUUl VliVVll U VUJ j VlUil" I w. 4t fin tn? h?. uyvti, vuui jiuitvv vji jiv tv iviv viv- I jenigen des uns aus unsern Wäldern i " - ' I so wohlbekannten Farrenkrauts. erscheint der ganze Weg. welchen das 9m im s, nfnnmmptt rat kesäkt mi frfir sspZnn nhtr mrtit deshalb um so zierlicheren EiSblumenIn , cm m i. . Miernajcn. vJian rann lyre oiioung verfolgen und sie breiten sich immer in Glücken aus. welche varallel laufen m den beiden lZZefrierunasfläcken.

I sich die erste Feuchtigkeit an , so wach- s

iiv i iicil vyiu, uuiu cuicu uuuiuuuiäcii fMttlt TUXD Cllt JtOInqieiCD XXUIC, Ist üClst

m r mm W...a . m '

Die Wissenschaft hat diese Vegeta- " -1 0-1 j tion im Eise auch sehr glücklich zu er. klären verstanden. Allerdings können ftrfi hif VWümU tt n rfit mit K,N ,N,N, f VIVV W VtVJV messen melcke der Winter an unseren Scheiben emporwachsen läßt. Aber neben dieser krystallenen Vegetation in I . JL. . 1 unseren wimmern aucd nvco eme fernere ckt zu habm, welche in der kom. pten, dicken Eisfläche vorhanden ist. i w welcke ;'aümaaen dah n stürmen oder der leicht beschwingte Fuß der Ju. gd, die sich eben im Schlittschuhlau. f. tummelt. Die Kunst des Zeichners hat es bis. der nickt verstanden, eine solche fiülle von Formen und diese Mannigfaltig, . . ' ' I 0"U" j i"ständlich, daß man die Vegetation der. s.lben auf iroend eine Weise festmbal. tcn und zu verwerthen suchte. I . . . . , All' die silberglänzenden BouauekS

und Gruppen, die Gräser und Aehren, diesen vonKindheit an für seine ,Psiichdie Blüthen und Knospen sie wur ien vorbereitet, ihn für den Existenzden abgezeichnet und als Muster ver. kamvk stählt und rüstet, geschieht dies

wendet für die Erzeugnisse unserer I r. -"o r'tl " " l w ' w - TM.Jndusttie. Manche Haurau. , IV. .W.M.IVy MM.MV., welche den Freundinnen die Linnen V v, w wv.. fi ,..... I v. n it. zeig! ooer oen gianzenoen ama I iyres Wäscheschrankes, ahnt nicht, daß die Muster dazu, welche so sehr bewundert . . " . mli.' ran :.v lveroen, von oer illlur icio 1 in jcucni Sinter an ibre enstsckeiben azeick. I - -1" vl a-j--r net werden. Andererseits hat es Nicht an Versuchen gefehlt, diese krystallenen Blumen auch lünstlich zu schaffen, zu einer Zeit, wo die Natur dieselben nicht mehr hervorzubringen im Stande ist. Die Chemie, die Helferin in allen diesen Nhen, wurde zu Rathe gezogen und erw es sich denn auch schnell genug als I . . 1 V7 ' 1 ' 0 hilfsbereit. I Das Rezept ist folgendes : Man löse eine ziemlich beträchtliche Menge Glau bersalz in Wasser auf. Dazu kommt eine Mischung von Dextrin und Glyze i n"" I ftH'Mhtt VrSansr.r n. cvm1Minh v irClillirtf tt VntvA rtltfr ft m v die WÄfi fffi m und durchsichtige Scheibe rj" "xl " 71. v:7 r.l 1 1 1 I I HKll III llllll III llrll Ulf II im 1 ir III I Vn X? ViMt flrt !nt r t VMrtfiTfi v. g,... v..v.., ooblbekannten Kisblumen ansnewnen. Trifft man dieses Mischverhältni gut. so läßt s-. nrxU,.:.?i " vi -wv I wUJvlvC Scheibe kaum von derjenigen unter scheiden, an welche, der jüngste Winter sCisMnniM nornnst hnk würden wohl unsere Altvordern sagen, hitfti n 11 h!fifeft jit sftnst mit s?rhtt IVIUV V V M V UV1M Ht Vltltl tfc, IVIMIU () V VZ ivv; mitten im Sommer, während draußen Kornblumen blüben und der Anaer im buntesten Kleide prangt - wenn sie dann zu gleicher Zeit das Fenster mit echten, wirklichen, richtigen Schneeblu. men bedeckt sähen ?.. .. Käser nhofblüthe. Ute terofficier (zu einn Rekruten, der sich beim B-afonettfechten ungeschickt an stellt): Lchmann, wenn Sie den Wal lenstein hätten ermorden, sollen, wär der Mann Heus noch am Leben!" Aus der Schule. Lehrer: Sag mir,- Hänschen, was wird aus dem Menschen, der sein Seelenheil vernachlässigt und nur für den Leib sorgt?" Hänschen: Der wird dick!" Die milrtarische Köchin Hausirau (zur noazin. Die eme Änzayl SyttebmU fixen): verbrennen Sie dtnn. 'da?" Kochm:; Meine Militärpapiere, Madame!" .. . . . - . ,

Frauenbewegung.

Viel ist die Frauenbewegung, die ge- . c r.vt.rt v.. . . gcnwarrig oen ganzen rooau, ourzieyt.bereüs erörtert worden in neunolichem und gehässigem Sinne, selten aber ist sie als das betrachtet worden. was sie thatsächlich ist. als die natürfw , ? 1. 5 nr Thätigkeit der Frau, ihre praktischen Kenntnisse, waren aus einen Wir kunaskreis zugeschnitten, der vor vie len Jahren ezistirte, seither aber längst versckwunden ist. Damals, als die . Durstigen labte, die Hungrigen speiste, dn Müden eine Lagerstatt gewährte, I J . ' a war ihre Thätigkeit groß und se nsreich. und gern konnte sie Mes, s mit derAußerwelt zusammenhing, dem Manne überlassen, war doch ihre Welt die größere und wichtigere. Aber leither ihaben haben die Zeiten sich geändert. Eine Ausgabe nach der an deren wurde ior entwunden inn rn selbstständige Geschäftszweige hmiiberh -& -c (y;nfTuft. alle jene ZANe7Sk?r ?u brem V ick . ' ' h ' -ftTft k.sselben nvT"v ' v 1 --"27" . r ' r. vr 'eZ war, ohne daß sie es merkte, , wie ihr Krone und Scepter sanft entwunden wurden. Aber man vergaß, daß es nur eme künstliche Einschläferuna der Fähigkeiten.des Thätigkeitsdranges der v . l,. V ZIm .imfj. A.ta sm. Aus langem Schlaf erwacht, vlickt i . v xt.ci j-i.i rlie um sich und siebt erstaunt, wie sehr T-x. fin t- V,m. fl? Welt verändert, wie lange sie Srauinr Wh 1 fS"r halimssen anzupassen. Sie sieht, to& an Stelle der kleinen Familie die gro- . . , . T 1 rL ße. Staat und Gemeinde, getreten imo. x f vrrt v , und verlangt m derselben den gebuknif.ii imiih Km .rt ICnt k '"7" viu '" 2" t4 v üt il ßeTt' .4n. rpttttcriTc ber penf yeir, ie mz iic icu iukuhi o' ten war. zu bleiben, aber auch hier will sie, den Forderungen der Neuzeit I .Hi. Vtt nrrirt vlitfft iutuv, bo ben mitarbeiten und sich nicht an klem ncher. nur Zas eigene ewien oeschwlchtiaender Mmo engave genügen : - . . w 1 rr MI. .:e wm.mqr nur rn rnoer icyemen ne wm u tyallachlicy tm. ye oeoars aoer azu iyrer ooucn rmcwumomoi, I Pf , ff 1 Zins Ansehens, das Nicht Verkümmert sein darf durch eine Stellung, wie sie wenn der Knabe, sobald ihm das Ver. I n l r c k" , JC 1 C . k. ,k. lianonm oajuz zxwaai, ocglcl,ctv Uti,uv, daß seiner Mutter Einfluß nur bis zur Hausthür reicht? Diese Erkenntniß dar meor. aiS Die soone li c, tn selbst bewußt smd, dazu beigetragen. den mütterlichen Einfluß zu untergra. ben. der als so kostbar hingestellt und doch nur für denHausbedars"reservirt wird. Die ??rau sieht, daß sie demKam. I - . w n pfe ums Dafem ebenfo unterworfen lr dauern Achselzucken von der ke der ??rau. aber man mu muthet ihr in der That weit mehr Stärke I ' .. , zu als dem Manne: denn während man kernesweas bei der ffrau. Wer ihre i 4 t iUV-IWU wvi ri - - -"7 rzichung betrachte., glaubt, wß sie ... .ttA.n ?CritKrtfrf 31t ji. ClllCUl vlvmfcik iivhwi v o" 07 . Vil " u.. . 1 V i.a j.s j?uft und Vergnügen ooroereliei "b. inb sind btsUchUn, die noch mstcr und zahlm rv. . . ' f 7 . au dieieniaen des cannes. :e 7.ML wrAfi s?e : v, 5m!erZn der Sitte, der .uckt 111 ;n( Viuailtlll Vfc vvn w., Mobltbuns. Das smd beiliae Aufgaben. 10 Der todte Schlosser. Eine alte Sitte herrscht noch in der Lausnitzer Haroe, veren pracyiige ie I - JT r it. rVjCR fernwaldungen einen Stolz der sächsischen Forstwirthschaft bilden. , Stun denweit von der nächsten menschlichen Wohnung entfernt, liegt in jenem Walde an einem einsamen Kreuzwege m -r r Cf 1 1 s I Mt& V sTTTi ' 1 n 1 I 5 I tLIl LrC L IUUbll427 VJIUV munde heibt die Stätte .Der wdte Vor etwa hundert Iah. e Zeit läßt sich auch aus den Akten nicht mehr feststellen, hat man kml den Oeicknam e nes verunalückten .rj.i-' cm .0 ..e... I -ww- - - ooer erMagenen maium wuuuiu, der kin Schlosser gewesen sein soll. Man verscharrte den Körper unter et ntt Kies, die von ien Hohtallern feit . - . . . , dem verschon: wuroe uno zi zu einem etwa 200 Jahre alten Waldriesen emporgewachsen ist. dessen gewaltige Zweige das Grab überschatten. Im Lause der Zeit hat sich um das ietzlere , ' . f ,i, , C . 1-C ein SagenkrelA gebildet, der außerhalb der Bevölkerung der Nächstliegenden Dörfer bisher nicht bekannt wurde, Wer einen grünen Zweig auf dasGrab TOlITl wn gemach verschont. Da in der dortigen Waldgegend sehr viel Heidelbeeren und Preißelbeeren wachsen, so wird die Stätte im Sommer von den Frauen und Kindern der umliegenden Dörfer viel aufgesucht, aber kein altes Mutterchen und kein Kind geht an dem Grabe vorüber, ohne einen grünen Zweig auf demselben niederzulegen. Wer an der Ruhestätte des todten Schlossers" vorüberkommt, der übt pietätvoll diese uralte Sitte. Sonderbare FolgeVs TM.Ä"-vnMi StTh ftvr U 11 U. 4-. UlLlll.lIV4tV. II wv "ber arok'" B' a fll a " & ein $ rm,"

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Sdinclbigl - Von C. Buka. Husaren-Lieutenant Kuno von

Hamcnelbach war zu einem anderen Rv aiment versetzt worden. Warum? Je nun, wahrscheinlich im Interesse des Dienstes." Doch gleichviel, er war eben versetzt worden und schickte sich resignirt an, dem Lebm der Großstadt zu entsagen und rn, das Nichts erner kleinen Garnison unterzutauchen. Nach einer letzten filelen Nacht rar Kreise semer Kameraden bestieg Kuno von LamMel!bach den Eisenbabnzua. um nach serneö neuen Garnison zu jottdeln. Im Eisenbahncoupe saßen außer 'dem Lieutenant noch- einige visnnguirt aussehende Herren vom Cwil, und rn Beglleiwng des Einen dessen bildschöne Tochter. Famoser Käfer!" dachte der Lieu tenant bei sich, als er die junge Dame von oben bis, unten gemustert hatte. Für männliche Civilisten hatte er keinebesondere Vorliebe, wohl aber für weMiche, wenn sie -chic urcd anmuthig waren, wie m vor ihm sitzende Schone. Scheint aber verflucht spröde zu sein, die Kleine," dachte Kuno, als er bemerkte, daß seine Anwesenheit auf idas Mädchen aar keinen Eindruck machte. ,Na, wollen 'mal 'n bischur loslegen! Und damit begann er eine möglichst allgememei Unterhaltung mit den im Coupee sitzenden Herren, in die er Helegentlich auch die Dame hinein- - zuziehen trachtete. Vor Allem lag dem, Lieutenant daran, sich ein bischen alsHeld und Hauptschwerenöiher aufzuspielen. Er war also bemüht, seine Person in den Mittelpunkt der UnterHaltung zu stellen. Fahre nach Dingsda eilendes Nest soll meine neue Heunath werden bin zum dortigen Regiment versetzt schauderhaft!" so erläutert? 5wno von Hammelbach gelegentlich seinm Reffezweck. Da sind Sie in der That nicht zu beneiden, wenn Sie bisher daS groß städtische Leben gewöhnt waren und nun auf einmal im kleinen Ort sich heimisch fühlen sollen," bemerkte die junge Dame und sah den Lieutenant millei ldig an. Aber, bitte Sie, gnädiges Fraulein, auf so ' Nest kommt'S ja weiter gar nicht an, wenn nur Kameradenflott und schneidig sind." .Fürchten Sie, dies könnte in Ihrerneuen Garnison nicht der Fall sein?" Ach... jüngere Kameraden vielleicht genießbar, aber der Oberst vom Regiment soll 'n ekelhafter Kerl tm verdirbt mir schon im voraus ganze Laune. . . . Soll mir aber nicht kommen ... werde ihn schon lehren!.. Wäre nicht der erste Oberst, mit dem. ich Kugel gewech selt . . ." Kennen Sie denn Ihren neuenObersten, Herr Lieutenant?" fragte. auf einmal 'der Vater der jirngr Dantes welcher bisher schweigend zugehört hatte. Nein, kenn' ihn nicht .... bin auch gar nicht .neugierig," erwiderte der Gefragte im Tone der Geringschätzung Nun, dann sollten. Sie sich doch wenigstens hüten, öffentlich ein so ach fälliges Urtheil Wer ihn auszusprechen." Ah bah? Möchte wissen, wer mich daran hindern will!" Ganz wie es Ihnen beliebt; nur möchte Äh mir erlauben, mich Ihn?. vorzustellen ... ich bm rnÄich Ihr zukünftiger Oberst!" - Wie von der Tarantel gestochen, schnellte Kunz? von Hammelbach von seinem Sitze empor. Er wollte etwaÄ reden, ein Wort der EntschuSvigung stammeln,' umsonst, kein Ton kam überfein Lippen. Wie hilfesuchend blickte er in daS Antlitz der jungen Dame, aber in diesem bemerkte er nur ein höchst veraltendes, Lächeln. Kuno war rathlos. Da plötzlich eine Rettung! Der Zug fuhr eben in eine Station ein und hielt. Kuno grüßte seinen zukünftigen Regiments - Tyrannen, dann dessen Töchterlein und verschwand, aus !dem Coupee, um in einem anderen Platz zu nehmen. Die unvermuthete Mittheilung des. alten Herrn war ruch 'den übrigen Infassen des Coupees wie lahmend in dieGlieder gefahren. Es war aber auch ein verteufelt unangenehmer Fall! Erst nachdem der Lieutenant das Coupee verlassen und .der Zug sich wieder in. Bewegung gesetzt hatte, wagte einer 'der Mitreffenden die theAnehmende Frag Gestatten Sie, Herr Oberst, was wirv dnn nun, mit dem jungen Officier?" Ja," erwiderte 'der Gefragte, darauf kann ich Ihnen nur erwidern, daß. ich das selbst nicht weiß, weil ich ja sein Oberst gar nicht bin! Ich wollte .dem vorlauten jungen Herrn nur einenheilsamen Schrecken einjagen!" In dem Coupee, in welchem! der Pseudo-Oberst saß, ging es mch dieser Aufklärung sehr heiter zu, wohingegen in einem' anderm Eoupee Kuno von Hamme5bach, aller Schneidig seit bar, in sich zusammengesunlen dasaß und allen Ernstes, die Frage erwog, ob es nicht an der Zeit sei, seinen Abschied inachzusuchen. Am rächten Tage wird er wohl anderen Sinnes geworden sein. Auch ein Kündigungsgrund. Fmu: Denke nur, die Frau Sekretär im ersten Stock hat schon wieder einen ntvai Hut, während ich . . .!" 'Hausherr (brummend): N.un ja, Du sollst euch einen haben; aber die Sekretärs müssen: mir am Ersten hinaus!" Witziger Wink. Banquier: Rebekka, Tochierleben, morgen wird ttttU besuchen der General von Borg seld ä Witwer .... mach Dich bereit zur Gemramrulierung." . , .