Indiana Tribüne, Volume 19, Number 113, Indianapolis, Marion County, 11 January 1896 — Page 2
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Znsmna Tribüne.
Erscheint Taglich und Somttagv. Die tZzliche .Tribüne" kostet durch den XxSgex 22 Cent? per Woche, die SonntagS-.Tridüne" Cent per Woche. Seide ,usamen 15 Cent der 63 Cent per Ctenat. Per Post außerhalb de, (Stadt ,ugeschickt i vorauöbezihlung p xe, UaZr. OfTUti 18 Süd Alabama Straße. JadianapollS, Ind., 11 Januar 189S 5" 2aS eaniorlum Gütergotz. Die Inval'cditäts- und AlterZversicherungsanstalt Berlin ist. wie unsercn Lesern aus früheren Mittheilungen in Erinnerung sein dürfte, zuerst mit der Errichtung eines Sanatoriums vorangegangen und hat zu dem Zwecke lias Herrenhaus Gütergotz nebst dem dazu gehörigen prachtvollen Park von der Stadt Berlin für eine Reihe von Jahren gepachtet. Seit Oktober 1894 ist diese Heilstätte im Betrieb. Ueber die Ergebnisse erstattet die Vermaliung des Sanatoriums jetzt ihren er sten Bericht, dem wir folgende interessante Einzelheiten entnehmen. Die Gesammtkosten für bic baulichen Veränderungen, für Neubauten und Anlagen aller Art, sowie für die innere Einrichtung betrugen 122,720 Mark. Einnahme und Ausgabe hielten sich mit 72,475 Mark in Gleichgewicht. Die Ausgaben für den Tag und Kopf eines Kranken beliesen sich auf nicht ganz 3 Mark 73 Pfennige. Der Zuschüfe aus den Betriebsmitteln der Anstalt betrug 72,275 Mark. Von den im Betrieösjahre aufgenommenen 249 Patienten wurden 200 entlassen. Eröffnet wurde die Anstalt mit 19 Patienten, deren Zahl zuerst langsam anstieg, um in den Monaten Juni bis Ende August die volle Belegszisfer 92 zu erreichen. Auf je einen Patienten eatsielen etwas über 101 Verpflegungstage. Von den ausgenommenen Patienten waren 93 ungelernte Arbeiter, von den übrigbleibenden Handwerkern stellten Tischler mit 30 das stärkste Contingent, es folgen Maler mit 7, Maurer und Gürtler mit je 6, Kellner und Schlosser mit je 5. Von den Patienten standen 3 im Alter unter 20 Jahren, 33 zwischen 20 und 30, 53 zwischen 30 und 40, 74 zwischen. 40 und 50, 59 zwischen 50 und 60 und 17 zwischen 60 und 70. ' Die 208 verheiratheten, verwittweten, geschiedenen und von den Ehefrauen getrennt lebenden Patienten hatten 353 unmündige Kinder zu erhalten. Eine große Zahl der Familienangehörigen von Patienien erhielt für die Dauer des AufentHaltes der Pfleglinge in der Anstalt eine Unterstützung von 4 bis 8 Mark wöchentlich. Diese Einrichtung hat sich ach jeder Richtung hin als segensreich erwiesen, besonders wohlthätig hat ihr psychischer Einfluß auf den Heilerfolg eingewirkt. Mit vollem Recht leat die Verwaltung ein großes Gewicht darauf, daß der Arbeiter nicht erst bei völliger Erwerbsunfähigkeit in das Sanatorium aufgenommen werde, sondern schon bei einem weniger fortgeschrittenen Stadium der Krankheit, denn nur dann dürften einigermaßen sichere Erfolge durch die Anstaltspflege zu erreichen sein. Von den 200 Entlassenen waren 83 geheilt. 74 gebessert, 36 ungeheilt und 2 verstorben. Erwerbssähia waren 165. erwerbsunfahig 33. Ganz unheilbare Leiden, wie gewisse Krebserkrankunaen, Rücken markserkrankungen, gewisse Formen der Lungenschwindsucht, bleiben von der Anstaltspflege ausgeschlossen. Da gegen erscheinen als am meisten für die Aufnahme geeignet diejenigen Krankheiten, welche an und für sich nicht unheilbar, durch mangelnde Pflege, durch längere Dauer, durch ungenügende VeHandlung leicht in einen sogenannten chronischen" Zustand übergehen, schließlich unheilbar werden und den Betrosfenen vor der Zeit invalide machen. Ms solche Krankheiten gelten: chroniscke Gelenk- und Magznleiden. Brustfellentzündungen. Luftröhrenkawrrhe, große Schwächezustände nach akuten inneren Krankheiten oder nach Operationen, leichtere Erkrankungen ! m . i t. n rrn , l im yiciornjqiiern. mal oen oi-yer erzielten Heilerfolgen hat die Verwaltung allen Grund, zufrieden zu sein. 4 Mtssourier Froschjagd. In diesem 5tabre erst bat im südlichen Missouri die Nroschjaad denn von bloßer Fischerei kann man hier kaum sprechen als Industrie einen ungeahnten Aufschwung zu nehmen begongen. bo hat unlängst eine Fisch Handlung in Kennett allein eine Waagonladuna von 26.000 Pfund RiesenFrcks.enkeln nach dem Osten unseres Lindes geschickt, .und dieselben sind sozusagen abgegangen wie warme Semmin. In der vorigen Saison wurden cvlI dem Städtchen Kennett im Ganzen 60.000 Pfund zugerichtete Froschschenkel zu Markte aebrackt. und aus New Madrid ehn 25,000 Pfund. Diese Zahlen sind keine willkürlichen chVungen, sondern sind den Buchern der Bhngrsellschasten entnommen. Die Sumpfwasser-Ländereien von Arkansas waren schon längst als sehr günstige Gegenden für die 7?rosckkeu-len-Industrie bekannt. Neuerdings iqut ncy nun 'Missouri in eben solchem Maße hervor und wird vielleit nock Arkansas. überflügeln. Ein großer Wtil diese? Froichleulen wird in den Städten des MlssissippiBeckens selbst verbraucht: aber viele andere aeben. ttie gesagt, in neuerer Zeit nach Osten, un) d:e Handler 'daselbst würdigen sie ganz besonders und Zahlen einen etwas ööberen VreiS dafür.- 15 für die in nördlicheren Gewässern gefangenen Frösche. Auf eine Menge verschiedener Weisen wird die Froschjagd von den Missouriern betrieben, und bis zu einem gewissen Grad fehlt es auch nicht an der. in der Svoriswelt so beliebten Aufregung", obgleich von Gefahr niazt leicht die Nede.seln kann. .Mitunter werden die Brosche aesckossen: andere werden mit frcnt Stück lothem
Flanell gefangen, daö unterhalb eines Hakens geschickt angebunden ist. Aber ' die besten geschäftlichen Eraebnisse bat rt: c i n- rr. i- . " . . !
litllll UlÄtyCr. INIl oeni NUs pieken ernell. Die beste Zelt für die Froschiaad be ginnt ungefähr MitteMärz und dauert )rel Monate. In der ersten Hälfte Dieser Periode sind die Nächte fast immer kühl, und die Frösche bleiben im Wasser, kommen aber am Tage heraus. um sich zu sonnen. Der größte Theil der Jagd wird daher während dieser Zeit bei Tage betrieben. Später aber, wenn die Nachte warmer sind, werden in den Nachtstunden mit dem Speer die besten Geschäfte gemacht. .Gewöhnlich sind an dem Werke t zwei Mann betheiligt. Der Eine sitzt im Hinterhalt des Bootes und rudert -ib: am Uler dahin. Am Bug des Bootes ist ein großer Lichtwerfer angerach:. der so eingerichtet ist, daß der Lichtschein nach jeder Richtung geworsen werden kann. Unmittelbar dahinter hat der Froschspießer" Posto gesaßt. Das Licht blendet den Frosch dermaßen, .daß das Boot unmittelbar auf die Thiere zu bewegt werden kann. m der vorigen Saison wurden den Froschjägern 75Cents für das Dutzend bezahlt, und im Durchschnitte gab ein Frosch ein halbes Psund. So verdienten die Froschjager rn Kennett binnen die! Monaten $7500. Sie erwarten in der nächsten Hauptsaison noch mehr. Wüh'erelk gegen die Fremden in China. Wie aus Shanzzi geschrieben wird. werden in vielen chinefchen Provin zen die geheimen Wühlereien gegen die Fremden neuerdings mit uncheimlichem Elfer betrieben unö an vielen Orten wird durch Maueranschläge zum Vorgehen gegen die Ausländer aufgefordert. Als Probe der frenenfeindlichen Aufrufe wird em Machwerk aus der Umgegend deZ Vertvagshafens Nmgpo mitgetheilt. Durch diesen Anschlag, heißt es dann, werden, alle literarisch gebildeten Männer auszesordert, insgesammt nach Matscheu zu gehen, um die christliche Religion dort auszurollen. In Szetschuan, in Futschau und an vielen anderen Orten hat man gemäß dem Willen, des Kaisers die Teufel und ihre Anhänger qetödtet oder vertrieben. Sollen wir es daher langer dulden, Da& io!cheTeusel überall in unserer Gegend Kapellen errichten. in denen sie die fremde Lehre predigen? unsere Natwn, fuhrt einen ihelllgen Krieg gegen die Japaner, und Liu's Heere Haben unzählige Feinde gesangen, unter denen sich ,ma,nche fremde Teufel befanden. Laßt uns daher diese Räuber alle miteinander vernichten!" In diesem Falle scheinen die Mandarinen ziemlich rasch gehandelt und das Volk öffentlich vor Gewaltthaten gegen .t. rf . i . - a ü. 'oic ÄUSianoer gewarnt zu iyaden, sobald ein Missionär sie auf diese Maueranschläge aufmerksam gemacht yarre. fco lange aber mcht die Hauptquelle solcher fremdenfemdliche ErZeugnisse verstopft ist. kann von einer dauernden Sicherheit der außerhalb der T) -.. C . rcv..- cmiir? -wt.44ayuciii icwniöcn lizi. Ivnare in Mittel . China kaum die Rede sein. Dieser Hauptherd ist noch immer die Proo'mz Hunan und fein vor Allem die Hauptstadt Tschangscha. Der unermüdliche Dr. Grissith John m Hanjv !i l. flst ir.! l uu um muuucii 2aa'3ici:ang,- ocr in diesen Tagen auf eine vierzigjährige flrn.;rr:,..s;u' ' niiivi-s?.vui.ijjicit Autummcicn iann, Cl . . . . ' iut jci roicocr wie vor vier Jayren an die,North China Daily News"nehrere Zuschriften über diese Angelegenheit geschickt. Dann .sagt er, daß der berüchtigte Tschoh Han wieder am Werke sei und ebenso wie im Jahre 1891 alleProvinzen Mittel-Chinas mit ; en, wrderwartiasten und schmutzigsten Erzeugnissen überschwemme. Sein neuestes Machwerk dieser Art ist eine in diesen Tau senden von Exemplaren verbreitete Flugschrift mit obscönen Bildern, -betitelt: Der Gnadenstoß für die Religion, deö Teufels." Den ViceKönig Tschangtschidunz, der vor vier Jähren die Provinzen Hunan und Hupeh verwaltete, forderte 'das Tsunzli Aamen damals auf Betreiben der fremd? Gesandten auf, die Quelle des VLrfyc'B in Tschangscha zu verstopfen uinid Tschoh Han z-u bestrafen. Es wurden auch wirklich einige der schlimmsten Druckplatten von Tschanscha nach Hanlkau gebracht und dort im Beisein der fremden Cosuln zerstört. Aber Tschoh Han, selbst entging der verdienten Strafe, weil er mit vielen höh, Mainüarineni bis zum Gouverneu? von Hunan hinauf befreundet wa?. Um Ausflüchte waren die Mandarinen selbstverständlich nicht verlegen. Erst hieß es, Tschoh wäre überhaupt nicht zu finden, eine ganrz unverMmte plumpe Lüge, wir Dr. John seh? bald bewies. Darauf erklärte man, der Uebelthäter wäre irrsinnig und solle in seinen He'rmathsort geschickt werden. Dr. John meint jedoch, er habe Tschangscha überhaupt niemals verlassen. Immerhin hat er sich einige Jahre lang ziemlich ruhig verhalten. Jetzt scheint er jedoch dieZeit für einen neuen Feldzug .nach seiner Weise gegen die Ausländer fün günstig zu halten. Manche seiner Machwerke unterzeichnet er ganz osfen: Von Tschoh Han, einem ireuen Schüler des Confucius." Hoffentlich, schreibt der Correspondent, wird ihm fein Treibm bald gelegt werden. Am besten wäre es, wenn die Gesandten m Peking sich einigen könnten und seine Auslieferung verlangten. Würde ein solcher Unheilstifter wie Tschoh Hast etwa itach Kalkutta gebracht, inn dort seine Tage beschließen zu müssen, so würde dies in ganz Mit-tel-China einen außerovdentlich wohlthätigen Einfluß auf die Beziehungen zwischen Ausländer.-?, namentlich Missionären, und Chinesen haben. . Beschaffung vou lkselSmilch i SreSden. Wie durch die, praktische Erfahrung und die Chemie erwiesen, ist Eselsmilch der beste Ersatz. . den die Natur für Muttermilch gewahrt, viel besser als
5wh- uird Ätegennnilch. In den großen Stadien frei Niederlande werden von Privaten Eselzuchten zur Gewin- . , CTT: Tjfc. C: y7-':...T:. ,.4
Uillj Wll iJU ui wuuyiwiys. uiuv halten; auch in vielen Gegenden Frankreichs, besonders in Paris, wird Eselsmilch für Kinder auf den Markt gebracht. Daß diese Milch trotz ihres hohen gesundheitlichen Werthes nicht allgemern eingeführt tst, erllart sich nur dadurch, daß ihre Beschaffung mit großen Schwierigkeiten verbunden ist. Die Eselin läßt sich nur melken, so lange ihr das Fohlen gelassen wird, weshalb letzteres für die ganze Melkzeit mit unterhalten werden muß. Ferner grbt die Eselin im Verlaufe eines Tages überHaupt nur knapp 1j Quart Milch. Der Preis der Eselsmilch stellt sich infolgedessen so hoch, daß Privatunternehmer bei uns nicht auf die Kosten kommen würden. In Frankreich und in den? Niederlanden kostet das Quart Eselsmilch etwa 65 Cents. Erheblich billiger aber läßt sich der Preis der Eselsmilch stellen, sobald der Unternehmergewinn wegfällt und die gefammten Mehreinnahmen auf die Vergrößerung der Anlage und auf die Herabsetzung des Milchpreises verwandt wird. Dies ist indeß nur mit Hilfe de? Wohlthätigseit zu erreichen. Gewährt diese ihre Unterstützung, so kann nicht nur. in verzweifelten, sondern überhaupt in allen Fällen künstlicher Säuglingsnährunz durch Darreichung von Eselsmilch Hilse geleistet werden, in denen Kuhmilch nicht vertragen wird oder nur langsam zum Gedeihen führt. Diese Hilfe kann, was sehr wesentlich ist, auch weniger Bemittelten zu Theil werden. Ueberdies würde die Einführung der Eselsmilch auße? de? kranken und gefährdeten Säuqlingswelt auch anderen Leidenden zum Vortheil gereichen, denn von Alters her und in aller Welt erfreut sich die Eselsmilch eines wohlverdienten Rufes bei Lungentuberkulose, schweren Magenleiden und Krankheiten der- Nieren. In Erwägung alles dessen hat sich jetzt in Dresden unter dem Schutze der König'in Carola eine gemeinnützige Genossenschaft zu dem Zwecke gebildet, mit UntersrlltzuTrg seiUni der öffentlichen und privaten Wohlthätigkeit Eselsmilch zu beschaffen und so billig wie möglich zu verkausen. Diese Genossenschaft, an deren Spitze zwei Kinderarzte stehen, hat jaw.i. Dank der im Stillen bethaUgten Opferfreudigkeit! verschiedener Kinderfreunde und Kinderfreurdinnen, ein geeignetes Waldgrundstück in der Nähe Dresdens erwerben können und gedenkt bereits im Frühsommer nächsten Iahres den Betrieb zu eröffnen Cadetten der Handelsmarine. Für die Ausbildung der angehenden Officiere unserer Kriegsmarine trägt die Akademie zu AnnapoliS in der ausgiebigsten Weise Sorge und. Niemano kann in Abrede stellen, Haß das auf dem genannten Institut ausgebildete OsficiercorpS in je!-e? Beziehung auf der Höhe der Zeit steht. Sehr im Argen lag aber früher die Ausbildung von jungen Leuten für den Officiersdienst unserer Handelsmarine. Andere seefahrende Nationen erfreuen sich deS Besitzes ausgezeichneter Seemannsschulen, auf 'denen die Zöglinge in allen Zweigen der theoretischen sowie praktischen Schifsfahrtskunst von Fachmän nern unterrichtet werden und nach de??n Wsovirung sie nur verhältnißmä ßig kurze Fahrten zu machen brauchen, um als Officiere Verwendung finden zu können. Vor einiger Zeit nun ist eme Einrichtung in's Leben gerufen worden, welche dem oft gerügten Mangel an amerikanischen Officieren un serer Handelsmarine abzuhelfen wohl geeignet ist. DaS Gefetz. welches den General-Postmeister zum Abschließen von Contracten für die überseeische Be förderung unserem Post autorisirt, enthält die Bestimmung, daß in jeder Postdampfer für jede 1000 Tonnen Deplacement einen in Amerika geborenen Cadetten an Bord zu nehmen hat. Diese jungen Leute sind in allen Zweigen des SeedrensteS auszubilden und haben eine ihren Diensten entsprechende Löhnung zu erhalten. Diese gesetzliche Bestimmung gelangt zur Zeit auf drei amemanrchen DampsernnTN zur Ausführung; der Red D , deren Schiffe den Postverkehr mit Central Amerika vermitteln, der Ward Linie", welche 'Schiffe äch West-Jndien laufen läßt, und der American Line", deren Dampfer zwischen N;:d Nork und Li verpool fahren. Die letztgenannte Lmie hat auf ihren 4 Dampfern New York-, Paris". St. Paul" und St. Louis" allein 46 Cadetten, nämlich je 11 auf den beiden erstgenannten und je 12 auf den beiden letztgenannten Schiffen, einschließlich der Fahrzeuge der Red D". und der Ward Line" müssen die Postdampfer d:r drei Linien nahezu 100 Cadetten aufnehmen. Als dieses Gesetz in Kraft trat, der'h'xltsn sich die Dampfer-Gesellschaften ziemlich ablehnend und dre Folge da von war, daß bei der Auswahl der Cadetten nicht d erforderliche Sorg fält ausgeübt wurde. Die Burschen bewährten sich nicht und die Mehrzahl von ihnen wurde nach Beendigung der ersten Reise entlassen, um Anderen Platz zu machen Allmälig gelangten aber die Gesellschaften zu der. Ueoer zeugung, daß eS in ihrem eigenen In tensse 'liege, nur zuverlässige Bu.rschen .lS Cadetten aufzunehmen, und jetzt werden die Applicanten einer rigorosen Prüfung unierzogen, ehe sie acceplirt werden. All: Äppilcanonen um ÄUs nähme auf einem Dampfer der ftmerl can Line müssen an Capt. Shachsord, den Marinesuperinisndenten d International Navigation. Company" in New Fort gerichtet werden. Dieser zieht bei der Auswahl der Cadetten nur die moralische wie physische Qualification der jungen Leute in Betracht, doch werden solche Bewerber, welche auf dem Scbul cki fe .St. Mary' von New .York. .Entreprise" von Massa chusettS und Syracuse" von Penn sylvanien graduirt, also bereits präktische wie theoretische Kenntnisse deZ Seewesens .erworben 'kaben. bevor-
s
zugl. A)!e Cadetten, welche nicht jünger als 16 und 'nicht älter als 21 Jahre sein dürfen, erhalten anfänglich inen Lohn von $15 bis $20 außer ihrer Beköstigung. Sofort bei ihrem Eintritt rangiren ste bev dem gewöhn--
lichen Matrosen und d:ejem wange entsprechend erhalten sie auf den Schisfen besondere Quartiere sowie bessere Beköstigung. Ihre Ausbildung liegt natürlich vollstanvig m Der ano oer betreffenden Cavitäne. Auf den Dampfern der American Line" sind die Cadetten mit den Ossicleren :n Wachen emgethcllt und Mit 'diesen zusammen tbun sie Dienst. Selbstverständlich müssen sie daS Seewesen von Grund auf kennen lernen und, abgesehen vom Deckwaschen, wird ihnen kel- : Arbeit erspart. Dab verzarleiie Muttersöhnchen als Cadetten nicht gebraucht werden , können, liegt wohl auf der Hand und kein Bursche wird es lange aushalten.de? nicht einen ossenen Kopf und krasttaen ttorper yal ooer sich vor der Arbeit scheut. Schwerer unid anstrenaendev als der Dienst auf D?ck ist die Arbeit in 'den Maschinen- . m m W m m räumen, well dort 'die f?w ust seyn und die 5)ike meistens schier -unerträalich ist. Mit Rücksicht auf die erhöhten Anforderungen dieses renztes stnd die Maschinenca'detten" in drei Wachen getheilt und nach je vier Stunden Arbeit dürfen )ie acht runoen ruyen. Die Behandlung, welche den Cadetten vi Tbeil wird, ist durchweg gut. Es muß übrigens besonders betont werden. daß die jungen eute ich durcyauö nicht auf eine bestimmte, längere Zeit zu verpflichten brauchen; falls sie auf der ersten Reise zu der Ueberzeugung gelangen, daß sie für den schweren und gefahrvollen Seedienst nicht geeignet sind, dann können sie nach der Rückkehr Tr r : v . k l CT)w. lyres clZisses in wir jyacu wun. jiuv Fork der See Valet sagen. Dieses System der Ausbildung von Ossiciercn für unsere Handelsmarine hat sich ziemlich gut bewährt und von 46 Cadetten, welche auf den Dampfern der American Line" Ausnahme gefunden haben, haben 40 allen Anforderungen genügt. Ein abschließendes Urtheil über die Einrichtung zu fällen. w2?e trztz::m noch verfrüht, allein dk bisherige Erfahrunzen lassen wohl die Annahme gerechtfertigt erscheinen, daß die Cadetten sich vx einem Stamme tüchtiger Seemänner entwickeln werden. Slleoh. I und Opium. Der Dämon der Trunksucht liegt in den letzten Zügen, wie daS Fachblatt .The Hospital" versichert. Aber die menschliche Gesellschaft hat durchaus keine Ursache, sich dieser Thatsache zu freuen, denn an seine Stelle tritt ein viel gefährlicheres Laster, der Opiumgenuß in seinen mannigfachen Gestalten. Die Trunksucht ist das Laster deö Wilden, während der civilisirte Mensch, der Gelehrte und Philosoph, dem Opiumgenuß fröhnt. Diese Behauptung stellt das vorgenannte Fachblatt in einem längeren Artikel auf, welcher voraussichtlich eine lebhafte ControVerse in der Gelehrtenwelt hervorrufen wird; wir wollen uns damit begnügen, die interessanten Ausführungen ihrem wesentlichen Inhalt nach zu reproduciren. Nachdem The Hospital" unter Hinweis auf die jüngste Enquete über den Opiumgenuß in Indien dargethan, daß derselbe im Orient dem Gebrauch von Alkoholgetränken seitens der Abendländer gleich zu achten ist und im Großen und Ganzen dort den allgemeinen Gesundheitszustand nicht in höherem Grad: schädlich beeinflußt, als letztere, fährt das Blatt fort: Stimulanten sind Mr den Starken naturgemäßes Genußmittel, wie narkotische Substanzen für den Schwachen und Sensitiven. Der Wiking, welcher schwere Hiebe austheilte wie erhielt und dessen Geist wie Körper dickhäutig war, erhitzte seine Einbildungskraft mit Meth und sah dann WalhallaS gewaltthätige Glorie. Der Hindu-Weise, vom Fasten geschwächt, kräftigte seine zitternden Nerven mit Opium und erblickte dann in Tr'aumen, welche vor seinen halbgeschlossenen Augen ihre ?!etze woben, das himmlische Nichts, Nirwana. Der schwer und langsam denkende Mensch bedürfte eineS Mittels, um seine Einbildungskraft zu ermuntern, und der hypersensitive Träumer mußte etwaS haben, um seine Nerven zu betäuben; daher ist Trunksucht ein Laster der Wilden, Opiumgenuß daS der Civilisation. Unsere Civilisation ist von einer großen und dauernden Abnahme dir Trunksucht begleitet. Die nationale Rechnung ür Getränke", über welche so viel ge agt worden, ist pro Kops geringer, a s sie vor einem ganzen oder halben Jahrhundert war oder reprasenmt zum Mindesten einen geringeren Verbrauch. Wir hören mehr über die Trunkenheit, allein daS kommt daher, weil dieselbe aufgehör! hat, etwaS Selbstverständliches, eine regelmäßige Erscheinung deS täglichen Lebens zu sein. Aus diesem Grunde kann man wohl annehmen, daß die Armeen, welche den Saufteufel" bekämpfen, ihre Streiche doch nur nach einem sterbenden Ungeheuer führen, das freilich noch in seinem Todesgriffe gefährlich ist. Inzwischen erhebt ein anderer und raffinirterer D3mon sein Haupt. ' Die Laster der Civilisation sind da und diejenigen, welche das Trinken" verabscheuen,' gebrauchen Droguen verschiedener Art. Der Opiumgenuß entweder in der Form deZ LaudanumtrinkenZ oder in der raffinirteren Form der subcutanen Morphiumeinspritzungen ist, wiewohl . nicht allgemein, weniger selten, als angenommen wird. Schlaflosigkeit. oder Schmerzen, welche unseren sensitiven Nerven unerträglich . erscheinen, bilden die Entschuldigung für den Beginn deS Lasters und das Ende ist schlimmer als Trunkenheit. Der Cocaingebrauch ist eine anerkannte Thatsache in ' Amerika, wo sich bei unserer teutonischen Rasse unter dem Einfluß eines , intensiveren Klimas und intl intensiveren LebenS eine lebendigere Sensibilität und reizbarere Nerven entwickelt baben. Das Einatbmen von
Chwroform hat sich für Viele als eine unwiderstehliche Versuchung erwiesen und Damen, welche mit Abscheu auf ein Glas Wein blicken, nippen Kölnisches Wasser und andere Parsüme." Eine besondere Gesahr in dieser Art von Trunksucht liegt in der Thatsache,
daß ihre Opfer nicht wissen, daß sie ! Trunkenbolde sind, und wenn ihnen schließlich diese Erkenntniß kommt, ist es meistens zu spät. Versuchungen dieser Art sind ganz besonders die Frauen ausgesetzt und sie erliegen denselben oft. während sie sich die Symptome Niedergeschlagenheit. Reizbarkeit u. f. w. nicht zu erklären vermögen; diese aber sind weiter nichts als eine gewisse Form der Unmäßigkeit im Trinken. Zum Schluß heißt es in dem Artikel: Die allgemeine Gewohnheit. Droguen zu gebrauchen, ist zu verdammen. Niemand sollte unausgesetzt mit Ver-dauungs-und Abführmitteln u. s. w. experimentiren. Wenn ein Arzt solche verordnet, weiß er voraus sichtlich.wann er dieselben zu geben und wann er aufzuhören hat; allein die unüberlegte Manier, in welcher Leute ihren Körper mit Substanzen füllen, die viel stärker als Alkohol sind, konnte Bewunderung ihres Muthes hervorrufen, wenn sie nicht Unwillen über ihre Thorheit hervorriefe. Es sind Fälle von Ingwerkrunkenheit constatirt worden. Jngwerextract, welcher bei den Frauen als Mittel bei gewissen Functionsstörungen dient, enthält starken Alkohol, der durch das scharfe Gewürz verdeckt ist. Arsenikessen ist durchaus nicht auf Steiermark begrenzt, sondern es dient in Australien den Damen der Gesellschaft" als Mittel zur Verschönerung des Teint, und viele Leute nehmen, ohne es zu wissen, in tonischen Mitteln Strychnin, bis sie dessen Folgen sühlen. Die Gefahren sind zweifacher Art erstens, die direkten unheilvollen Wirkungen der Droguen, und zweitens die Gefahr, ahnungslos eine Viper an den Busen zu drücken, die viel bösartiger ist, als der Saufteufel". Alkohol kennen und fürchten wir. allein diese Dinge, die ebenso gefährlich sind wie Alkohol, nehmen wir ohne Furcht. Und während für Männer und Frauen einer verschiedenen Rasse, die in einem heißen und Malaria erzeugenden Klima wohnt, Chinin, Opium und andere Droguen nicht blos unschädlich, sondern sogar zuträglich sein mögen, 'sind dieselben für uns, abgesehen von seltenen Fallen, geheime und verderbliche Feinde. , m m m Deutsche Loeal-Nachrichten. VrsVin? Sss,nVassau. , Frankfurt a. M. Im Staatsgüterbahnhof wurde der GüterbodenArbeiter Jakob Höhr von einem Wagen überfahren und getödtet. Dieser Tage fand die feierliche Enthüllung des auf dem ehemaligen Hühnermarkt errichteten Friedrich Stoltze-Denkmals statt. Dr. Heinrich Rößler feierte den großen Sohn Frankfurts in schwungvoller Rede und übergab das Denkmal der Stadt, in deren Namen Oberbürgermeister Adikes dankte und allezeit Obhut versprach. Im Namen der Familie deZ verstorbenen DichterS dankte dessen Schwiegersohn. Redakteur Fr. Schreiber und ermähnte die jüngere Generation, im Anblick deZ Denkmals im Sinne des Heimge gangenen für die Freiheit einzutreten. Der Festakt wurde durch Musik- und Gesangsvorträge eingeleitet und beschlössen. IXttdxittxbuvaRostock. Der Mörder der taubstummen Tischlersrau PeterS dir Unglückliche wurde, wie mitgetheilt, in einem Sack erdrosselt ausgefunden ist in Antwerpen verhaftet worden. Es ist dies der steckbrieflich verfolgte Arbeiter Voß. Seine Auslieferung nach Rostock wird auf üblichem Wege erfolgen. tLhüringeiT. Arnstadt. Der hier verstorbene Rentier Fritz Möller vermachte dem Bürger- und dem Verschönerungs-Ver-ein je ein ansehnliches Legat. E i f e n a ch. Die projektirte elek irische Bahn vom Bahnhof durchs Ma. rienthal nach dem Annathal hat die landespolizeiliche Genehmigung erhalten, so daß der Ausführung derselben nichts mehr im Wege steht. Die Ver. Messung dir Bahnstrecke ist vollende! und beginnt im Frühling der Bau der elektrischen Bahn. Rudolstadt. In der hiesigen Kaserne ereignete sich auf einer Stube der 11. Compagnie ein bedauernswerther Unfall. Es ging ein Gewehr los. und ein Mann wurde getödtet. w'ährend andere, Soldaten erhebliche Verletzungen davontrugen. Die Conipagnie hatte am Tage scharfes Schießen gehabt. Durch welchen Zufall sich das Gewehr entladen hatte, wird die Untersuchung ergeben. Sachsen. Leipzig. Ein blutiges Familiendrama hat sich hier abgespielt. Der 32jährige Bahnarbeiter Schicker verletzte seine Frau, die während eines Streites aus dem Zimmer flüchten wollte, durch fünf Revolverschüsse sehr schwer. Die hiesige PserdeeisenbahN'Geskllschaft wird den elektrischen Betrieb im Monat Mai dieses Jahres auf der Linie Connewitz-GohliZ einführen. P l a u e n i. I. Ein merkwürdiger Prozeß fand vor dem hiesigen Landgericht als Berufungsinstanz gegen eine Anzahl Metbodisten aus dem Kreise Wildenau statt. Diese hatten sich aH Mitglieder der dortigen Feuerwehr geweigert, eine Uebung der letzteren mitzumachen, die an einem Sonntag stattfand. Sie wurdkn in Strase genommen und b:tonten vor Gericht, dessen Entscheidung sie angerufen hatten daß ihre Zugehörigkeit zur methodistischen Reliz'.onsanschauung ihnen jede Hantirung an einem Sonntage verbiete. Weder das Schöffengericht noch das Landgericht ließ diesen Grund gelten. Die methodistischen Feuerwehrleute müssen eine geringe Ordnungsstrafe zahlen..- . R e i ch e n b a ch. Der vormalige Bürstenfabrlkant! Laube, welcher kün-
lich seine beiden Kinder von 3 und 5 Jahren tödtete, dann sich den Hals
durchschnitt, aber noch lebend dem' Kreiskrankenstift zugeführt wurde, ist ; dort gestorben und somit der irdischen Gerechtigkeit entrückt worden. j . S ch n e e b e r g. Die hiesige Stadtgemeinde, welche größere Waldgrundstücke besitzt, führt seit dem Jahre 18L0 . gegen eine Dampsziegelei in AuerHammer einen Rauchschadenproceß. In , rv .. ri . c-c. v-3 1 oer ziveilen niianz vom uuiiianozä gericht sind die Vesitz:r der Ziegelei verurtheilt worden, .Vorrichtungen zu treffen,' welche das übermäßige Eindringen von Ruß. Rauch, Dunst und Kohlenstaub in die benachbarten Waldüngen der Stadigemeinde verhindern, sowie auch diejenigen Schäden zu 'ersetzen, welche bis Ende 1893 in den Stadtwaldungen bereits entstanden sind. Vrolzerzogtkun, VeNen.. Alzey. Die Erd- und Maurerarbeiten für das hiesige Kreisamtsgebäude wurden dem Bauunternehmer Herrn Ph. Roll aus Mainz übertragen. Mit den Arbeiten soll sofort begonnen werden. K a st e l. In der hiesigen Gemarkung ist man vielfach mit dem Neuanlegen von Spargelfeldern beschäftigt, denn die Spargelzucht hat hier in den letzten Jahren sehr zugenommen. 'Der Boden eignet sich vorzüglich und ist der Absatz der gezogenen Spargeln kein schwieriger. Mainz. Aufgegriffen wurde in Kastcl und Mainz der größte Theil einer aus 13 Köpfen bestehenden Diebesbände, welche, von einer Frau geleitet, in letzterer Zeit unsere Stadt und die Umgegend unsicher gemacht hatte. Die meist jugendlichen Verbrecher haben, wie sich herausgestellt hat, auch auf' dem Andreasmarkt in Wiesbaden eine größere Anzahl Diebstähle ausgeführt. Die zu der Bande gehörigen Kinder wurden zu Taschendieben angelernt und verwendet. Die vorgefundenen Sachen repräsentirten einen erheblichen Werth. Ueberau ist wohl der erste Ort in Hessen, welcher elektrisches Licht in weitgehendster Weise eingeführt hat. Die Straßen sind elektrisch beleuchtet, ebenso die Schule. In den Häusern sind außer den Wohnraumen, Küchen etc. die Stallungen, Milch- und Wirthschaftslokalitäten mit elektrischem Licht versehen. Einige zwei Pferde-kraft-Elektromotoren liefern die nöthige Kraft zum Betrieb der landwirthschaftlichen Arschinen. In den Wirthschaften trinkt man sein Gläschen bei elektrischer Beleuchtung. Stsag-Lotkringen. Geb Weiler. Der 62jährige Ca nonikus Ruft von hier hatte einen Freund in einen Eisenbahnzug begleitet und verlieb den Wagen erst, als der Zug schon in Bewegung war. Er kam unter die Räder und wurde derart ugerichtet, daß man ihn nur alö Leiche aufhob. M.e tz. In dem Oelwerk Pechinkronn explodirte ein Destillirofen. Der Direktor der Oelwerke, de Schabrier, sowie mehrere Angestellte wurden leicht verletzt. Die Explosion hatte außerdem einen größeren Brand zur Folge, welcher nach drei Stunden bewältig! wurde. Kauern. Deisenhofen. Ungefähr 30 Schulknaben hielten vor einigen Tagen um die Mittagsstunde im Dorfe ein Haberfeldtreiben ab. Die jungen Spektakelmacher trieben . durch ihr Seschrei und den sonst verübten ohrenzerreißenden Lärm die Einwohner des Dorfes aus ihren Wohnungen. In ihrem Uebermuthe stürzten die HabererZwerge im Dorfe einen Wagen um. Der Haberermeister hatte daS Alter von 11 Jahren. Erlangen. Die hiesige Universität besuchen in diesem Wintersemester 1116 Studirende und zwar 537 Bayern und 529 Nichtbayern. Hierzu kommen noch 22 Kandidaten, welche in der ärztlichen Approbationsprüfung stehen und ihre LegitimationZkarte nicht erneuert haben, und 11 Hörer, so daß die Gesammtfumme der Studirenden 1149 beträgt. Im Wintersemester 1894 95 betrug die Zahl aller Studirenden 1163. München. Die vorläufige Zusammenstellung der Volkszählung ha! für München eine Zahl von 420.000 Einwohnern ergeben. Die Zunahme würde, da die Zählung von 1890 die Anwesenheit von 350.549 Personen nachgewiesen hat, 16 Prozent betragen. Hier wurde vor einigen Tagen ein Student im Duell infolge einerWunde am Hals getödtet. Letzthin stürzte ein bei Nachtarbeit beschäftigter Taglöhnec von der Höhe deZ zweitenStockWerks am Theater-Neubau in der Schwanthaler Passage herab und blieb sofort todt. Vtdenburg. Oldenburg. Diese: Tage sind die Wirtschaftsgebäude deS Krongutes Jnfeld bei Abbehausen abgebrannt. Das Feuer griff so rasch um sich, daß 4060 Stück Hornvieh, sämmtliche Frucht- und Heuvorräthe verbrannt sind. Nur daS Wohnhaus blieb vom Feuer verschont. Vrovlnz v?,stkal,n. . B o ch o l t. Der aus der EinsturzKatastrophe . bekannte Fabrikbesitzer Franz Beckmann, sowie der Bauunternehmer Hülskamp, die sich, wie mitgetheilt, in Untersuchungshaft befinden, sind von Bocholt nach Münster (Westfalen)' transportirt worden. Die Gerichtsverhandlung findet im Januar statt. C a st r o p. Angeblich wegen bedeutender Unterschlagungen wurde der seit einem halben Jahre hier thatige Rechtsanwalt Sch. verhaftet und dem Dortmunder Untersuchungsgesängniß eingeliefert. Dortmund. Daö Haupt einer gefährlichen Diebes- und Hehlerbande, der frühere Schankwirth Schmitz, wurde vom hiesigen Landgericht zu 6 Iahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehren rechtSverlust ' ttrurtheilt. Vor der feierlichen Aufnahme in den Bund, an dessen Spitze er stand, mußten die No? vizen einen eigenartigen Erd unter' be, sonderen Ceremonien vor einem Crucifix mit abgeschlagenem Kopfe, Mesfern und Revolvern ablegen.
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