Indiana Tribüne, Volume 19, Number 111, Indianapolis, Marion County, 9 January 1896 — Page 2

Öuoiuaa Tribüne.

Erscheint Täglich und SouNtagv. Die tZzttche. Tribüne" kostet durch den Träger 22 ent per Woche, blt S onntag.Trii üne-1 Gm per Woche. Seide lufaamctt IS Cent der S GtTttt per X7loat. Per Post außerhalb de, i?tit uzeschitt i VorauZdezaZlnng ? pei atzr. flut 18 Lüd Alabama Ztxafy Indianapolis, Ind., 9. Januar 1896. Streikes in Oesterreich. Die von: statistischen Departement fen österreichischen Handels Ministerium bearbeitete Publikation über die im Laufe des Jahres 1894 in Oesterreich vorgefallenen, Arbertseinstellungen im Gewerbebetriebe kxhandelt kei Gegenstand in einem, gegen die früheren Veröffentlichungen wesentlich erweiterien Maße. AuS ihr erhellt, daß auf dem bezeichneten Gebiete 1894 im Ganz, 159 Arbeitseinstellungen stattfanden "gegen 172 im Jahre 1893, 101 im Jahre 1892 und 101 im Jahre 1891. . Der Eindruck, der sich aus diesm Ziffern ergibt, nämlich als ob 1894 gegen 1893 ein Rückgang in bei Aus. standSbewegung zu verzeichnen wäre, wird sofort verwischt, wenn neben der Anzahl auch her Umfang der Arbeitst einstellungen in Betracht gezogen wird. ES ergibt sich da nämlich als Anzahl der' von Streiks betroffenen Unterneh mungen 1894 2463, 1893 1207, 1892 1519. 1891 1917. als Anzahl der .streikenden - Arbeiter 1894 44.076, 1893 28.120. 1892 14.123, 1891 14.025. Geht man auf die einzelnen Verwaltungsgebiete ein. so zeigt sich, tejj 1894 in Nieder-Oesterreich eine ausnehmend starke Ausstandsbewe gung (stattgefunden hat. .In Nieder Oesterreich , war wieder der Antheil WirS in 'belangreicher, indem von den 72 Ausständen dieses KronlandeS mit 33.462 streikenden Arbeitern 59 Ausstände mit 30.649 Streikenden auf Wien entfallen. Von den 1894 durch Arbeitsernstellungen 'detrofsenen VW6 Unternehmungen waren 204 sabrikömäßige; auf die Industrie in Holz- . und Schni?aaren kommen allein 1593 Betriebe, insbesondere in Folge der großen Tischlerstreiks in Wien. Von den streikenden Arbeitern entfallen in Procenten auf die genannte Inbirftrr 22.21 Procent, auf die Gaugewerbe 33.93 Procent, auf die Teztilindustrie 14.33 Procent, auf die Industrie in Steinen, Erden, Thon und Glas 14.55 Procent, auf die MetallVerarbeitung 6.24 Procent, auf alle übrigen GewerbSzweiae 8.69 Procent. Ihrem Beginne nach fielen 71 Streiks mit 35,057 streikenden Arbeitern in daö Frühjahr (März bis Mai); diesem im also die maßgebende Rolle zu. Der lanaste Streik wäirte 136 Taae: die durchschnittliche Dauer war 11.63 Tage. Von sämmtlichen Streiks wa ren 16.98 Procent Gruppenstreiks, das beikt. betrafen eine Mebrbeit von S3e trieben: 83.02 Procent waren auf ein einziges Unternehmen beschränkte Einlnstreiks. 39 Fälle (daS ist 24.53 Procent aller Fälle) endeten mit einem vollen Erfoe der Arbeiter, 77 (das ist 43.43 Procent) ohne Erfolg; bei 43 Fällen (daS ist 27.04 Procent) war ein thenwerser Ersig zu verzeichnen, welcber sd in 35 ??ällen (das ist in 22.01 Procent alle? Streiks) aus Lohnhöhe oder Arbeitszeit bewa. Unter den streikenden Arbeitern wurden 35,616 männliche und 8459 weibliche gezahlt; die Bettcknuna der durch Streiks versäumten Arbeitslose gibt die Zahl von 566,463. Unwillkommene Einwanderer. Da durch den gen Schifffahrts verkehr zwischen den verschiedenen Ländern und Erdtheilen ohne unmittelbareS Zuthun des Menschen Pflanzen und Tylere verschleppt werden Ion nen, dafür sind ja die Einschleppung europäischer Unkräuter nach Amerika und Australien und das Auftreten amerikanischer Schädlinge, w des Coloradokäsers, der Reblaus u. a. nach Europa allgemein bekannte Beispiele. Bei den Jnsecten begünstigt ja ihre Kleinheit und daS Puppenstadium, in welch? sie mehr oder wenrger lange Zeit hindurch keinerlei Nahrung brauchen, die Verschleppung; in neuerer r , e t " p rs"rf II 3tit irno nun, ineyrsacy aue oeianni geworden, daß auch höhere Wirbelthiere, namentlich Schlangen, als blin de Passagiere mit Schiffen in europäi sche SttWte und don dort in da! Binnenland gelangen. Dr. med. Schnee rn Magdeburg versssentlicht soeben in der Zeitschrift für Raturwissenschas ien" einige' Beispiele auS der Provinz Sachsen. Die erste Anregung zu sei: .Nachfochungen gab ihm die m oöachtung einer Leopardennatter am Elbufer 'bei Magdeburg. An lener Stelle, wurden aus einem Kahn jhw chen ausgeladen, die in Säcken verpackt auS Dalmatien stammten. Unter den Knochen 'befanden sich auch viele Scha i der griechischen Schildkröte. Dr. Schnee glaubt nun annehmen zu durfen, daß die Schlange in einem solchen leeren Gehäuse die Reise zurückgelegt hat. Häufige? sind die Fälle, wo Schlangen mit Tuerikanischem Blau und Rothholz in europäischen Häfen erlangen und beim Entladen Ux Schiffe gewöhnlich in bester Gesund Heit angetroffen werden. Man sollte einen, daß 'bei dem Lärm und der Unruhe des Entladens, wegen der Zeit. d:e verstreicht, b:S. die Waaren auf's Neue verpackt und weiter rschickt werden. durch das didfach Emporwinden, daS Hin- und Herbewegen der Lasten eine weitere seq$icppung in s Am inenland nicht gut möglich sei. Trotz dem ermittelte Dr. Schnee neun solcher FÄlle, von denen sich die Belegexempla re im Magdeburger Museum finden; idarunte? sind fünf amerikanische Schlangen, die alle, mit Ausnahme et cei ThiereZ. wohlbehalten und lebenö kräftig in Magdeburg ankamen. In dem einen Fall kroch eine Schlange

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etner Schneidemühle bet Magdeburg zerschnitten werden sollte. Arbeiter fingen tos Thier und es ist hinterher als eine Schlange aus Meziko bestimmt worden. Eine andere ausländische Scklanae wurde eines TaaeS in den

Parkanlagen gegriffen; sie wurde als erne neue Art der in Mittel- und suoamerika verbreiteten Familie Leptognathus erkannt. Bei manchen mttx Scblanaen ist es aealückt. sie längere Zeit im Aquarium am Leben zu erkalten, wo sie eifna ffro che sraken. Vor Kurzem erhielt Dr. Schnee Jlunde von einer fremden Schlange, me ilcy im Belike eines LebrerS befand. Sie war ebenfalls zwischen FarbHolz gefunden worden und bei bester Geiunodeit. Älö das Tbier auf Dr. Schnee's Wunsch aus einen aroken im Aimmer befindlrchen Eukalyptus gesetzt wurde, entfaltete es sogleich eme staunvnerregende Kletteraewandtheit. Die bdu und Versteckkunst.sowie die Fähigkeit, lange dunaern zu können macht Den chlanaen es waren Exemplare von 45 Zoll Länge darunter es möglich, solche. Reisen zu überstehen. sOr1awal.?orrespondenz.) S!re!fiichter von der Gartenstadt. Clcaao, nach dem Neuiahrsdufel. Run wäre auch daS wieder , einmal überstanden und die meisten hoffnAngSgrünen Weihnachtsbäume liegen bereits im Hintevgäßchen beim Kehricht. Und doch werden sie noch gar manchmal wieder aufleuchten, ob eS dieselben find oder andere, was thut s? Die Welt wird alt und wieder jung. Doch der Mensch hofft immer Verbesserung. Mitunter kann man zwar tn Chicago diese Hoffnung verlieren, aber niemals veraessen. und ab und zu fin det sich doch wieder ein Brosamen Rahumg für dieselbe. Dies ist der höchste Grad von Neuiahrsbegeisterlmg. zu dem ich mich heuer als Muk - Micagoer aufschwingen konnte; er reicht nicht zu einem Rausch, dafür hinterlaßt er aber auch kennen Katzemainmer. Und was jene Hoffnungs - Brosamen betrifft, so ist fast unmittelbar, nachdem ich den letz ten Brief an Sie dem Nahmen des rothen Eckenstehers anvertraut hatte, mir und der übrigen gartenstädtischen Menschheit ein solcherBrosamen aus c . . r r r - . , oen zcq gesauen; ü, es war oeknaize, als wäre er auf meine Bestellung oder vielmehr Reclamation gekommen. Denn ich hatte J-Hnen ja darüber ge klagt, wie faul es mit den Aussichten auf die endliche wirkliche Hochleznng der Bchngeleise m Chicago stehe. Und da Hat lirun gleich darauf der kleine Orts - Potentat des großen Reu-Paris die Herren Ersenbahnmagnaten zu sich beschieden und ihnen m liebenswürdiger Manier klar gemacht, daß etwas an der Jahreswende geschehen müsse, um beim Publikum dm Glauben an die Hochlegung der Geleise zu erhalten. sowie den Glauben an die guten Absichten seine? Administration. Seine Argumente müssen den Herren einiger maßen eingeleuchtet fyaben; denn am anderen Tage wurde dem Publikum als Ergebniß dieser Eonferenz kund gethan, daßie allerbestlmmtesten Bersprechungen gegeben seien, und jedenfalls noch unter Herrn Swift'S Regierung jener Plan, welcher schon zwei Administrationen zu schaffen gemacht hat, wenigstens im Wesentlichen verwirklicht würde. Wie Sie wissen. wurde das die Bewahrung von Tausenden von Menschenleben bedeuten. abgesehen von allem Anderen. Noch ist das erst eine Anweisung mit unbestimmter Zahlungsfrist", und Biele munkeln so allerlei über den praktischen Werth deö ReformeiferS von Hevrn Swift, dessen Regierung bis jetzt so wenia von dem geleistet oder leisten konnte wa5 sie verhieß. Aber man thut gut. auch die Kritiker des gartenstädtischen Oberhauptes nicht mit Evangelisten zu verwechseln. Mogli cherweise ist ihr Urtheil nicht ganz vor i r i a. . r i r urryellsws; oenn oer ueine swisl ox dert ja die einheimische Industrie' der Windstadi nicht durch sein persönliches Beispiel: er. der Regen! der gro ßen Schwernepoklerstadt, em Begetarianer! Zu Ausganz deS Jahres hat er mt Unverfrorenheit sogar so weit gerneben, auf einemBankett der Pflan, zenesser (trotz semer nfreuvmigen per sönlichen Abwesenheit) eine wichtige Rolle zu spielen. DaS ,rst denn, doch ein geradezu vevbrecheriischer Mangel an Patriotismus,! Gut für ch, nam lrch für Herrn Swift, 'daß idavon vor der Wahl MtS m weiteren Kreisen bekannt war. Bnlaufrg bemerkt, klingt die auf diesem Bankert geäußerte Be hauptunz, 'daß eS m Ehicago bereits mebr alS 100.000 FleischWstinemler gebe, doch etwas sehr windig. Doch ich wm zu unseren Hammeln zurückkehren, nämlich zur Chicagoer Verkehrsfrage. Naturlich ihaben Sie bei sich auch eine solche, aber die gartenstadtizsche ist denn doch eme aanz eigene, und nicht einmal Derjenige, welche? z. B. den New Yorker Verkehr kennt, konnte sich darnach schon allein eine Vorstellung von dieser Chicaaoer Frage m .ihrer jetzigen Gestalt machen. ich sage, in ihrer jetzigen denn seit der WeltausfleuungS Seit ist sie noch bedenklichen geworden und wird noch bsünahe von Tag zu 5ag toller. Man könnte - bändelange Studien darüber schreiben. Stellen Sie sich alle dieienige Verkehrs - Scheußlichkeiten, in der Stadt New Jork, mrt denen nur ein verhältnößmäßig kleiner Theil deS PulblikumS auf bestimmten Geschäftsgängen zu kämpfen har (z. B. in ider West-Str.), mit ldmienen, welche fast jöder New Forker Tag für Tag noth wendigerweise dmchinachen muß, auf demselben , Fleck vereinigt vor, dann haben Sie wenigstens ein annäherndeS V!ld ldavon! 5S gibt Heute Dutzende von EHicagoer Straßenecken, welche allgemein als s o hochgradia le bensgefährlich bekannt sind und doch so wenig vermieden! werden rönnen, daß man sich schier wundern darf, daß noch nicht die LeSensversicherungs - Gesellschasten chre Raten dementsprechend erhöht haben. ' .Kein WiWd, dab eine Reihe Chi,

cagoer Blätter an Ier Jahreswende diese Frage zum Gegenstand hochbedenklicher BctrachäMgen Wort und Bild machten .und verzweiflungsvoll -ausriefen: ,Mohin soll das noch füh- I ren? Es muß irgend eine gan?z ent-

setzliche Katastrophe eintreten, wenn , nicht sehr bald etwaS Befonderes gech:eht, aber de? Kukuk weiß, was! Die Hoffnung, :daß die vielen neuen Stra-ßenbahn- und Hochbahn - Linie die Berkohrsstauung mildern und die Menschen - Wirbelsrröme mehr verthöien wurden über das unaeyeure yicagoer Terrain hiin, hat sich nicht erfüllt: :m Gegentheil srnd diese Stauungen noch immer ärger geworden, und sie zwingen u. A. auch diele Geschäfte, für Fuhrwerke und Leute sich weit mehr K o st e n zu machen, als d:e Umnahmen rechtfertigen, und damit natürlich zugleich die Stauungen und Gefahren r I . ... n.i I in no.a) weiicr zu uergevn'! lcs vizi leicht daS drohendste Schreckbild, welches den Ehicagoern zu Beginn des Jahres 1896 in's Gesicht starrt. Bei dieser GelegeNyert kann uch oer tagtägliche Beobachter des gartenstädtischen Lebens auch wieder emmal von der armseligen Einseitigkeit des großten Theiles der Chicagoer Tagespresse überzeugen. Wenn Ihnen solche Blätter öfter zu Gesicht kommen sollten, so w?rd Ihnen gewiß die Häufigkeit auffallen, mit welcher Ihnen Bilder von menschenzermalmenden Trolley"-Wa-gen begegnen. Aber Sie wären sehr auf dem Holzwege, wenn Sie 'darnach annehmen sollten, 'daß dieses Zermalmen eine Specialität gerade dieser Art von Verkehrsmitteln wäre, über die ich Ihnen ja auch schon weidlich geschimpft habe. Im Gegentheil! Weitaus die Mehrheit der Chicago Rosselenker und Anderer ist mindestens eben, so brutal und gefährlich dabei noch mit geringerer Ursache in Anbetracht der Größe der vertretenen Interessen der Wahlspruch: Jeder für sich, und de? Teufel kriegt .den Lchtcn," ist hie? oberster Glaubenssatz. Und der classische Bostonee Bohnsnesse?, welcher zum ersten Male.nach Chicago in dieses Getriebe hineingeräth, dürfte sich wirklich in jene Hölle versetzt wähnen, als welche Rev. Joseph Cook die Gartenstadt geschildert 'hat. Natürl'ch gibt eS hundertfaltige AuSnahmen und ich müßte lügen, wollte ich in Abrede stellen, dafc ich in den verschiedensten Schichten der Gartenstädter trotz der Fesseln des Alltagsgewühles noch Geistesadel irnd Gegenseitigkeitsgefühl genug gefunden 'habe; doch es kan an der allgemeinen Atmosphäre nichis ändern und ist insofern freilich noch lange nicht genug . In den Feiertagen hat man auch gerne Guckkasten, mrt oder ohne Zau tetbeleuchtung, zum Geschenk gemacht. Auch ich sammle schon lange an Chicagoer Guckkasten - Bildern und habe Ihnen wiederholt Ermges daraus hervorgeholt. Auch an der Pforte des lieuen Jahres möge dies geschehen. Aller guten Drnze sind drei: Numero eins: Eine 7jahrige Billard spielerin, welche kaum so hoch wie der Brllardtssch ist. aber im Begriff steht, wenigstens in Chicago und vielleicht in der ganzen Welt alle chre Zunft genossen und genossinnen rn Schatten zu stellen. Dieses Wunderkind, das folgerichtig nicht daS geringste Interesse für irgend welche 'inderspiele gewohn licher Art bekundet, mußte ich Ihnen schon deshalb vorstellen, weil eS von deutscherAbkunft rst und Locuta Schel lenberger heißt. Santa ClauS hat ihm denn auch werter ttchtS als einen Billardstock von Rosenholz, Ebenholz und Mahagony geschenkt, mrt perlenbe legte? Nammsschrift. Numero zwei: Ei 14mhrraer Zweiradkunstler, . wel chn sich hier zum anerkannten König der Radler aufgeschwungen hat, und dem prophezeit ist, daß er alle MeisterschaftS Nadler. der Culturwelt um ihre Lorbeeren dringen werde. Er mag indeß so lange namenlos ih'?ngehen, bis er ncht blos. Chicago, sondern auch in den umliegenden Dörfern Amerikas und Europas seinen Namen sich selber gemacht hat. Numero drei: Em Hühneraugen - Docwe, dessen Herlmrttel auch gleichzeitig Zahnschmerzen, l - H.I . . I f I yenr, wenn es aus mt Hayne geirauzeu w'.rd. Auch er mag vorläufig namen los bleiben; aber er ist jedenfalls ein glänzendes Muster Chicagoer GeschaftsUnternehmunzerstes. - Im Erfinden eines Lebens-ElizirS sind leider schon die Alt-Pariser den Neu -Parisern langst zuvorgekommen. Hoffentlich aber findet srch in Chicago bald auch ern Erfmder eines Tugend und Anti Budel - Elixirs. Wenn der einmal auftaucht, werde tch nicht verjaumen. Ihnen daS Blld soort per &sf1iThlfr ßrvstIol ni!5vstiv rsjUvfi v tfcjn ,ujji.vmi vviiivij zuzusenden. Bisher wnBaltimore als die Stadt der Monumente" bekannt; es wird aber diesen Titel wohl bald völlig an Chi cago abtreten müssen, wenn es hier mit dem Denkmaler Gründen so sortgeht. wie in den letzten zwei Jahren. Bon den vielen zur persönlichen Selbstr? herrlichung dienenden Denkmäler Schenkungen von Gekdfürsten an die Stadt abgesehen, entfalten vor Allem die verschiedenen kenQaeborencn Na tionalrtäten in der Gartenstadt einen bemerkenswerthen Elfer im Denkmäler, Bauen. Der guten Deutschen, namens lich Schwaben und Plattdeutschen, habe ich schon srutzer in dieser Beziehun gedacht. Die Schweden und anderen Scandinavler wetteifern schon seit e raumer Zeit mit ihnen lebhaft. Und letzt haben' sich auch die zahlreichen Po len der Gartenstadt zu ewer großen Thai aufgerafft, und schon ehe wir lisn schreiben, wird wohl am Ern gange deS Humboldt . Park sich ein stolzes Reiter Denkmal .deS Frei- . A 4 . eusiamp ers yadoaus KosciuSko erheben, der Welt auch vom Strande des Michrgansees her vertundend: Noch ist Polen nicht verloren! Wenn erst ernmal dre Armemer n ihren neu erlichen Freiheits kämpfen eS u einem weltbekannten Volkshelden gebracht haden, fo sollte e.s mich kaum wundern. wenn 'das erste Denkmal desselben sich, gleichfalls ikn Chicago erhöbe. Apro-' "ö: Die Ckieaaser wär. i2ar5in-

lich auch von 'Herzen gerne bereit.'daS viel umherwandernde Heine-Denkmal zu übernehmen, wenn es ihnen nicht die. St. Louiser wegschnappen. I. R. P. 8. Noch ein Neujahrs - Hoff-

mrngsgeicheni für vie glücklichen Chi- i caaoer! Soeben wird bekannt, dak der Bierkrieg- nach etwa zwölfmonatiger Dauer glücklich beendet sei. Prosit im Voraus zu dem tbeureren und wobl auch endlich etwas anständiaeren Localbier! Schutzimpfungen gegen die Cholera. Dr. Haffkinö. der vor drei Waaren, im Auftrage deS Instituts Vasteur ach Indien gereist war, um dort in größerem Maßstabe die Schutzimpsungen gegen vle Cholera vorzunehmen. yar vor urzem die Resultate seiner or cyunaen vero entlicht. D eielben waren äußerst günstig überall, wo die iyolera am yestigsten gewüthet hatte, und wo die aesammte Bevölkerun. die geimpfte sowohl als auch die nicht immunlstrte, der Änsteckunasgefahr aus gesetzt gewesen war. Im Gefängniß von Gaya wurde eine stufenweise VerMinderung der Empfanglrchkeit bei den nocullrten deooacktet. ES oab bier zweimal weniger Todte und 2mal weniger Cyolerasalle alS unter den Nichtgeimpften. In den Theepflanzungen von Karkurie und Kalain, wo die Schutzimpfungen zwer Monate vor dem Auftreten der Epidemie stattgefunden hatten, war die Zahl der Opfer unter den Nichtimmunisirten vier- bis unfmal aroker. als unter den anderen. In den endemischen Choleraregionen, nahe den Sümpfen von Kalkutta, wurden nach der Impfung 19mal weNiger 'Anfalle und 17mal weniger Toes alle constatirt. Die es Verbältmk hielt bis nam 459. Taae nacb der 5noculation an. In Lucknow endlich, wo Mit Ichwachem Vaccrn und geringen Dosen experimentirt wurde, erwies sich der durch die Impfung erworbene Schutz bei einer ungewöhnlich heftigen Epidemie noch 14 bis 15 Monate später wirksam. Diese Resultate lassen hoffen, daß es durch Verstärkung der Dosen und der Qualität des Serums gelingen werde, einen absolut wirksamen und dauernden Schutz zu erzielen. Dr. Haffkinö erachtet jedoch, die Methode werde erst dann als ein sicheres Mittel zur Bekämpfung der Cholera betrachtet werden können, wenn fortgesetzte Versuche die bisherigen Resultate vollauf bestätigt haben werden. 5xpo?tl;andel und Consulardlenst. Es ist eine unleugbare Thatsache, daß sich den amerikanischen Fabrikantn und Kaufleuten zahlreiche Wege zur Erweiterung ihrer Absatzgebiete oarbieten, von welchen sie entweder gar keinen oder doch nur sehr geringen Gebrauch machen. Dies trifft besonders hinsichtlich unseres Ausfuhrhandels nach Europa zu. wie wohl fast ein jeder amerikanische Consul, der auf diesem Continent stationirt ist, oestätigen kann. In den meisten Ländern der alten Welt findet man Jndustrieproducte der Vereinigten Staaten mir in unbedeutenden Quantitäten, selbst wenn dieselben die heimischen Erzeugnisse an Güte weit übertreffen. Ohne Unterlaß hat die Presse darauf hingeirbeitet, die Fabrikanten und Kaufleute auf ihre diesbezüglichen Unterlassungssllnden aufmerksam zu machen, doch haben diese Bemühungen bisher nur geringen Erfolg gehabt, weil der Amerikaner trotz seines viel gerühmten Unternehmungs- uno Erfindungsgeistes sich nicht den Bedürfnissen des mo dernen Weltverkehrs anpassen will, dielmehr verlangt, daß die ausländischen Käufer sich den amerikanischen Geschmack aneignen und den amerikanischen Geschäftsusancen fügen. Ganz anders verfahren die deutschen und englischen Exporteure, welche sich über die Bedürfnisse, Wünsche und Gepflogenheiten 'der ausländischen Märkte auf daS Genaueste informirt halten und denselben auf daS Eingehendste Rechnung trägt. Der Amerikaner thut nichts dergleichen und schenkt den Eigenthümlichkeiten der Ausländer nicht die geringste Beachtung. Die Folgen hiervon tret:n in den jährlichen Handelsberichten zu Tage. Deutsche und Engländer können auf einen stetig wachsenden! Ausfuhrverkehr hinweifen, während 'der Amerikaner daS Nachsehen hat. Der Bundesconsul E. W. S. Tingle in Vraunschweig hat in seinem neuesten Berichte diese Frage einer eingehenden Betrachtung unterzogen und an dieselben beherzigenSwerthe Vorschläge zur Hebung unseres Ausfuhrhandels geknüpft. Herr Tingle empfiehlt den Fabr!kanten unseres Landes auf das Dringendste, den Consulardienst mehr als bisher auszunutzen, um die gr'ößtmögliche Ausdehnung der ausländischen Absatzgebiete zu erlangen, und sagt unter Anderem daS Folgende: Die Regierung, hat dem amerikanischen Fabrikanten in dem Consulardienst einen Apparat gegeben, welcher in der Fähigkeit, ihm durch Sammlung von Information zu dienen, nicht übertroffen wird. Allein der Fabrikant macht thatsächlich keinen Gebrauch davon, oder wenn er eS thut, geschieht eS nur sporadisch und planlos. Die Resultate sind gleich Null. Wie kann diesem Uebelstande abgeholfen werden? Nehmen wir einen Industriezweig und lassen wir denselben allen anderen als Beispiel dienen, z. V. die Möbelfabrikation. Die Furniture ManufacturerS' Association- follte von Zeit zu Zeit in Executivsitzungen zusammentreten und Fragen formuliren, deren Beantwortung die Fabrikanten im Hinblick aus eine Ausdehnung ihrer Ausfuhr, sagen wir nach Deutschland. für wünschenSwerth ' 'halten. - Diese Fragen wären durch Vermittelung deS StaatS-DepartementS den Consuln zuzusenden und von letzteren unter Zu Hilfenahme der Handelskammern, Kaufleute u. s..w. in der eingehendsten Weife zu beantworten. Nachdem das Departement alle Antworten erhalten, wären dieselben zu publiciren und der betreffenden Association ' mitzutheilen. Sollte " dieselbe auö .den-Berichten - du

Ueberzeugung gewinnen, daß tn einem bestimmten Lande Aussichten für die Anbahnung neuer oder für die Erweiterung alter Handelsbeziehungen vorHanden seien, so hätte die Association das Staats-Departement hiervon in Kenntniß zu setzen und letzteres als-

dann den betreffenden Consuln die Vollmacht zu ertheilen, örtliche Ausstellungen amerikanischer Waaren, welche die Fabrikanten zu senden hatten. zu veranstalten und dieselben m Permanenz zu erhalten. In dieser Weise könnten die Consuln den ausländischen Markt mit den besten Producten der amerikanischen Industrie bekannt machen, sich selbst über alle Wünsch: hinsichtlich etwaiger Aenderungen lnformircn und alle derartigen Empfehlungen durch Vermittelung des Staats-De'partements wiederum zur Kenntniß der Fabrikanten bringen. Die Kosten wären selbstverständlich von den betreffenden Associationen zu traaen. doch wurden dieselben Verhältnißmäßig unbedeutend sein, da sie nicht einem Einzelnen, sondern einer großen Körperschaft zur Last fallen würden. Herr Trnqle glaubt, daß nur in den größeren Consulaten eine derartige Neuerung eine Vermehrung der Arbeitskräfte nothwendig machen würde; allein er hebt mit Recht hervor, daß die Consuln mit der betreffenden Landesspräche vertraut sein müßten, wenn sie in directe Beziehungen mit der Geschäftswelt und den prospectiven Kaufern des Auslandes zu treten hätten. Die in kurzen Zügen geschilderteCooperation der Vertreter der verschiedenen Industriezweige würde den betreffenden Fabrikanten sehr großen Nutzen bringen, ohne sie der Freiheit zu derauben, persönliche Verbindungen anzubahnen. die Preise nach eigenem Ermessen festzusetzen und andere wünschenswerthe Arrangements zu machen, denn ein jedes Mitglied wäre mit der Namensliste der Kaufleute seiner Branche, die an irgend einem Consulatsorte ctablirt sind, zu vnsehen. Die Gelegenheit ist geboten, die Maschine ist vorhanden." schließt Herr Tingle seinen interessanten Bericht. Nur wenig gehört dazu, um die Maschine in Thätigkeit zu setzen; aber werden die Fabrikanten der Ver.Staaten dies Wenige thun? Das ist eine Frage, welche sie allein beantworten können.- ' Französische Spionenriecherei. Wie vom Kabel gemeldet, ist der Oesterreicher v. Stubenrauch in Paris unter der Anklage der Spionage verhastet, aber schließlich sreigejprochen worden. Er hat jetzt eine ausführliche Darstellung seines Falles verösfentlicht, welcher wir Folgendes entnehmen: Herr v. Stubenrauch hat auf dem Gebiete der Explosivstoffe verschiedene Erfindungen gemacht, die er zu verwerthen suchte. Auf einer Geschäftsreise wurde er in Paris am 27. September verhaftet unter der Anschuldigung der Spionage im DiensteDeutschlands. Als Vorwand diente ein Brief, den er im August 1894 an einen in Paris wohnhaft gewesenen deutschen Ossicier a. D. geschrieben hatte, den er für seine Erfindungen zu interessiren suchte. Unglücklicher Weise scheine dieser Officier mit Spionage begonnen zu haben, denn er wurde einige Monate später zu vierjährigem Gefängniß verurtheilt. Der Brief, den Herr v. Stubenrauch ihm schrieb, constatirte nur eine rein geschäftliche Verbindung, weshalb auch der Untersuchungsrichter ihm erklärte, er werde bald wieder frei sein. Das geschah aber nicht, sondern am 3. October fing die Procedur von Neueman; Herr v. Stubenrauch hatte wieder zahllose vier- bis fünfstündige Verhöre zu bestehen, und wahrend er Anfangs mit ausgesuchtester Höflichkeit behandelt wurde, kehrte man nun ihm gegenüber eine Unmenschlichst und Brutalität sondergleichen heraus. Man gestattete ihm weder mit seiner Familie noch mit seinen Geschäftsfreunden zu correspondiren, ja er durfte nicht einmal die Maßnahmen zur Ordnung seiner geschäftlichen Wechselverbindlichkeiten treffen. Ebenso wenig wurde ihm vom Tage seiner Verhaftung an auch nur ein einziger Brief seiner Familie oder seiner Geschäftsfreunde zugestellt. Das ganze Manöver hatte offenbar nur den Zweck, ihn in eine furchtbare Zwangsläge zu bringen und geneigt zu machen, seine militärischenErfindungen Frankreich zur Verfügung zu stellen. Er wies aber alle diesbezüglichen Zumuthungen energisch zurück. Doch ging die versuchte Einschüchterung so weit. daß, trotzdem die Voruntersuchung seine' offenbare Unschuld ergab, ihm gleichwohl am 9. November der Anklageakt wegen Spionage zugestellt wurde; die Verhandlung vor der 8. Strafkammer fand in Paris am 22. November statt und endete mit Freisprechung. Herr v.Stubenrauch wurde jedoch nicht sofort in Freiheit gesetzt. sondern nach Mazas zurückgebracht. Vom 3. October bis 1. December wurde er mit der empörendsten Rohheit behandelt, mehr als einmal in Ketten transportirt und noch am 1. December mit einem gemeinen Verbrecher zusammengefesselt im SträflingsWaggon an die Grenze gebracht. Trotz seiner Freisprechung verbot man ihm. sich mit der österreichischen Botschaft behufs Protestes gegen ein solches Verfahren in Verbindung zu setzen, und vom Tage seiner Arretirung an erhielt er keinen einzigen der eingelaufenen Briefe und durste auch keinen einzigen absenden. Trotz aller Reklamationen :rhielt er bis heute nicht einmal seinen saistrten Reisekoffer! Herr v. Stubenrauch will im Wege des Ministeriums des Aeußern in Wien gegen ein solches, allen internationalen Gebräuchen widersprechendes Verfahren Protest einlegen. . m m O&dn und rein Voll bat Hau stetö sein ! Die besten Oürften kauft man bei $. OcZsedel, 4Z0 Oft NeCarh Oxiiu '

Vom Jnlanse.

Die Behörden von W o rce-' N. m..rr c, . . I ijaiKii c.iic .auuiuuuui ci lassen, welche allen Mädchen das Feilhalten von Zeitungen auf den Straßen verbietet. In Smoky Valley. Ky.. gibt es einen 14jährigen Backfisch, der die öueiNlgkeit von 278 Pfund w:eat. Das Mädchen ißt niemals Fleischspeisen, consumiit aber Süßigkeiten in gerade2'' e"sbcker-.n Quantitäten. Der Gesammtwerth aller Farmen unseresLandes wird aus $13. 000.000,000 geschätzt. Ihre Zahl betragt 4,564,641, und der Durchschnittswerth der einzelnen Farmen stellt sich auf $2909. Durch chni Mich entfallen auf jede Farm 137 Acres. Zur Zeit werden Apfelsinen und Citronen in großen Mengen aus Mexico bezogen. Mehrn? hundert Eisenbahnwagenladungen diesevFrüchte kamen wahrend der letzten zwer Wochen durch San Antonio. Sie stammten hauptsächlich aus Süd--Menco und waren für die großen Gühli fot.3 OltenS bestimmt. Etwas Neues auf dem Gebiete der geheimen Gesellschaften haben die Nankees von Marne hervorge bracht. Anstatt bombastische und groteske Titel, welche an das Mittelalter gemahnen, zu wählen, haben die Grunder dieses neuen Ordens m das gewohnliche Leben gegriffen und denselben HaTloft" getauft; die Beamten heißen: Chief Haymaker, AssistantHaymaker, Overseer, Past Chief Haymaker, Boß Driöer, Hornblower, Guarof Barndoor, Guard of Hayloft und Grand Keever ok Bündlest .C i n Spuk hat die O f a g eIndianer, welche in der Ortschaft Grey Horse, I. T., ansässig sind, derartig in Angst und Schrecken versetzt, daß sie mit Weib und Kind fliehen, um sich in anderen Gegenden des Territoriuns anzusiedeln. Vor ca. sechs Wochen wurde ein Osage Namens Webster erstochen gefunden und darauf gegen seine Frau sowie seine Schwiegermutter die Anschuldigung des Mordes erhoben Nachdem mehrere Zeugen vernommen waren, wurde die Untersuchung fallen gelassen, da dieselben aussagten, Webster 'hätte sein Weib mit einem Dolchmesser in der Hand verfolgt, wäre zu Falle gekommen und hätte sich dabei die Klinge selbst in das Herz gestoßen. Die Osages waren mit dem Ausgar.g der Sache zufrieden, bis der Geist deS todten Weoster sich als Spuk zeigte .und seine Stammesgenossen aufforderte, seinen Tod zu rächen. Als die Erschernung mehrere Nächte hintereinander wieder kam. ergriff zuerst Webster's Wittwe mit ihrer Mutker die Flucht uird bald folg. ten ihr die übrigen Dcrfbewohncr. Die Spuk-Komödie ist offenbar von Leuten rnscenirt worden, welche die abergläubischen Indianer zum Aufgeben der von ihnen occupirten Lände reien bewegen wollten, und dieses Vorhaben ist ihnen vollkommen gelunaen. " Wo! LluSlanve. Ein treuer Dienstbote ist der 77jäHr'zge Martin Müller aus Schnerkingen. Er kam im Jahre 1833 als Idjähriger Dienstbube zu der Familie Werdcle - Hahn Hensler in Rast (Amt Meßkirch), wo er heute, also nach 67 Jahren noch als Dienst knecht arbeitet. Gewiß ein guteö Zeichen für Herrschaft und für Diener! Fast gleich an Dienstjaihrcn steht ihm die 81jährige Katharina Adler, die seit 43 Jahren imuTüerörochn in der HerofS' schen Weberei zu Konstanz arbeitet. Einen plötzlichen Tod hat der Kammerherr Karl Freiherr Vitzthum von Egersberg aus dem Weimarschen, als er in vollster Gesundheit mit seiner Gattin in Arco weilte gefunden. Eine steinerne Treppe hinabsteigend, glitt er aus und fiel mit dem Hinterkopf schwer auf die Stufen. Schüttelfrost und Gehirnlähmung folgten alsbald und führten den Tod des in der Blüthe der Jahre stehenden Freiherrn herbei. Eine s d e r ä l t e st e n Häuser und bekanntesten Merkwürdigkeiten, daS Hotel zum Nöthen Hause cm Hauptmarktplatze von Trier ist dieser Tage' öffentlich versteigert worden und hat die Wein - Großhandlung Schmidt in Trarbach dasselbe für 240,000 M. erstanden. Em Theil des Holeis war seit 1425 Stadt- unÄ Nathhaus und ist mit se'meni geharnischten, Jittern und verwitterten HeUiJen, gothischen Bogen, Dachzinnen und hohem Dach giebel eine der Hauptzierden des alterthümlichen Marktes. Eine lateinische Inschrift soll bekunden, daß Trier schon 1300 Jahre vor Rom bestand. Ein Procetz, der seit längerer Zeit weite Kreise in großer Ausregung hielt, ist dieser Tage vor dem Landgerichte zu Nordhausen durch AbWeisung des Klägers entschieden worden. Graf Wilhelm von StolbergRoßla hatte kurz nach 1800 mit rund U Millionen Mark zum Wohle der Geistlichen und Lehrer seiner Grafschaft und ihrer Familienangehörigen eine Stiftung errichtet, die sogenannte Wilhelm-Stiftung. Er hatte dabei letztwillig bestimmt, daß die Stiftung nur dann für sein Haus wieder eingkzogen werden solle, wenn die Krone Preußen ihm das eigene Eonsistorium sowie .das Patronatrecht über die Kirchen und Schulen der Grafschaft nehmen, oder falls die Einziehung zur Erhaltung deö Glanzes und Ansehens des Hauses Stolberg-Roßla- unbedingt nothwendig sein sollte. Die von der fürstlich Stolberg-Roßlaischen Rentkammer zu Stolberg wider die Administration der Stiftung angestrengte Klage auf Herausgabe der Mittel' bebauptete nun daS . Vorliegen dser Nothwendigkeit. Das Gericht schloß sich dieser Ansicht Zedoch nicht an. sondern wieS die Klage ab. Darob große Freude in den Pfarrer- und Leh. rerfamilien der Grafschaft. Um. Meerschaumpfeifen, lange deutsche Pfifen, Cigarrenspitzen :e., bei Wm. Okücho, 199 OS Washington Otr.

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