Indiana Tribüne, Volume 19, Number 102, Indianapolis, Marion County, 30 December 1895 — Page 2
JndiansMribüne.
Erscheint Taglich und Sountagv. Die tZzliche .Tribüne- kostet durch den Träger 22 Qtuti per Woche, die onntaaS,Xrt5fine"0 CetZ per Woche. Seide jusaen IS Cents der 55 CentS per r?nat. Ver Post außerhalb de, i?tdt zugeschickt In VorauSbezehlung ? p Mt. om! 10 Tüd Alabama Straße. Indianapolis, Ind., 30 Dezember '95 Menschenverlusie aufDampfvooten Nach den Angaben der Jnter State 'Commerce Commission haben imLaufe !des letzten Fiscaljahres auf den Eisenbahnen unseresLandes 6447 Menschen ihr Leben verloren, während die Zahl 'der Verletzten 31.899 betrug. Von, 'den Getödteten waren 1823 Ange-! 'stellte, 324 Passagiere und 4300 Personen, welche sich nicht auf Zügen beIfanden. Sehr viel geringer war der Verlust an Menschenleben auf Dampflschiffen in den Ver. Staaten. Während des letzten Rechnungsjahres verloren von den nahezu 700.000.000 'Passagieren und Mannschaften derselben nur 394 das Leben, und davon 'kommen allein 183 oder mehr als 40 Procent auf den verunglückten Dampfer Golima" von der Pacific Mail Co. Zehn Menschenleben gingen durch Feuer, 27 durch Zusammenstöße, 12 durch Explosionen, 242 durch Stranduna oder Stürme, 84 durch Ertrinken und 19 durch verschiedene Unfälle zu Grunde. Die Mehrzahl der Umgekommenen entfällt auf die Bemannung der Schiffe, 246, während 143 Passagiere waren. Diese Zahlen beweisen, daß eine Fahrt auf einem Dampfboot nur verschwindend geringe Gefahren involvirt. In früheren Zeiten war das freilich anders. So mangelhaft auch die stalistischen Ausweise der früheren Zeit sind, so ist doch bekannt, daß in der Zeit vom 7. Juli 1833 bis zum 3. März 1349 allein von den 1656 Dampfern, welche den Mississippi mit seinen Nebenflüssen und den Golf von Mexico befuhren, 736, oder nahezu 45 Procent, zu Grunde gingen, und zwar 409 durch Lecks. 163 durch Explosionen, 104 durch Feuer u:-45 durch Zusammenstöße, und daß während dieser Zeit allein durch Dampfer-Ezplosionen 4660 Personen getödtet oder verwundet wurden. Ueber die durch andere Ursachen herbeigeführten Verluste fehlen Aufzeichnungen. Im Jahre 1851 belief sich die Zahl der Dampfer in unserem Lande auf 1390 und von diesen gingen 600 zu Grunde; die Gesammtzahl der dabei verlorenen Menschenleben betrug 700 imd diejenige der in jenem Jahre beförderten Personen 39.204.691. Das erste Aussichtögesetz. welches bis zum Jahre 1871 in Kraft blieb, wurde vom Congreß am 3. August 1852 angenommen. In diesen 19 Jahren ereigneten sich 1500 Unglücksfälle, denen, bei einer Gesammtzahl von 100.000.000 beförderten Passagieren. 9320 Menschenleben zum Opfer fielen, oder im Durchschnitt 490 jährlich. Ein strengeres Aufsichtsgesetz wurde im Jahre 1871 erlassen, und seit seinem Bestehen sind durchschnittlich jährlich 5601 Dampfer wspizirt worden, und obwohl die Durchschnittszahl der beförderten Personen auf jährlich über 450.000,000 stieq. qinaen nur 5334 Menschenleben zu Grunde, oder 237 jährlich, nicht ganz 2 auf je 1.000.000 Passagiere. Die Zahlder einzelnen Schiffsunfälle verminderte sich auf 29, oder etwa 3o jährlich. Von dem General Drumont. dem Chef der Dampffchiff-Jnfpecteure, wird nicht mit Unrecht behauptet, daß keine einzige andere Verkehrsart heutzutage, Weber Eisenbahnen, Straßenbahnen, Kutschen oder selbst gewöhnliche Farmerwagen, eine so große Sicherheit ge gen Unglücksfälle bietet, wie der Dam pferverkehr. Die Inspektion der Damir. in .T V o rn r c. vict ii m ezug aus oie Kessel sehr streng und nur sehr selten kommen Kesselexplosionen vor; die meisten Explosionen betrafen Nöhren. Von den 1895 inspicirten 8212 Dampfschiffen mit 2.196.293 Tonnen gehalt gingen nur. 45 verloren, und zwar 6 durch Feuer. 14 durch Zusammenstöße, 10 durch Platzen vonDampfröhren, und 15 durch Schiffbruch oder ' Englands Landheer. Es hat durchaus keine Gefahr, daß Joyn Null's Nothrocke uns einen un willkommenen Besuch machen, urtd wenn Dies wcder Erwarten Doch ge schehen sollte, so würden sie jedenfalls mit blutigen Köpfen heimgeschickt wer den. wie biU ii uch bei früheren Ge legenheiten geschehen ist. Trotzdem erscbeint es bei unaewobntem Säbelgerassel, ds man zur Zeit im Lande hört, wcchl angezeigt, sich mal Eng lands Landbeer näber anmseben Dasselbe bestert auZ der aktiven Armee, der Armee-Neserve, welche die vor zwölfjäbriaer Dienstzeit aus d?r aktiptn Armee Entlassenen umfaßt, der lUüiij (nur zur Vandesverrherdigung bestimmt) mit Mili,-Reserve (Xttu willige der Miliz, die sich gegen eine ms S V yoyere Bezahlung trn Kriege auch au kerbcrlb des Landes verwenden lassend der Mttiz-Eavallerie (Aeomanry) und viit Freiwilligen, welch' beide letztere Kategorien nur zmr Vertbeidiauna von England und Schottland verpflichtet r? tt i ? - r i cm'f inw. jttiiioe 'Armee uns "jjtinz werden in der Regel durch Werbung, nur im Bedarfsfälle drcd Ausbebun erV'anzt. Die Durchschnittsstärke der aktwen Armee betrug im Jahre 1894 löyö nach 'dem- ossiciellen Jahresberichte 219.121 Köpfe (7679 Dffr ciere, 383 Feldwebellieutenants, 13.733 Sraeanten. 3412 Svielleute 193,414 Gemeine), von 'denen auf vie ftuforart uitb Infanterie 142.659. auf die Cavallerie . 19,580, auf die Ärtillene 37,103. auf das Geniecorps 7480. auf daS Eolonralcorps 5073, lder t Rest aus das Sanitätscorps, Train, Büchsenmacher und 'deraleicben
entfielen. ta der die Zahlen nicht allein maßgebend sind für die Bedeutung einer Armee, verdient auch Erwähnung, 'daß von 'den im 'Laufe des JahreS eingestellten 33,441 Rekruten
23.352 unter 17 Jahren warep, 3953 Mann desertirten, und daß sich die Anzahl der Bestrafungen auf 103.205 'darunter 9802 gerichtliche. 6036 wegen UUitlitytli t. Armee-Reserve betrug 82,804 Mann, h huitAr TCN a iZi rf ra jene der Miliz mit MrlizReserve 121.667, die der Miliz-Cavallerie 10.014, die Zahl der Freiwilligen, d. h. jener Mannschaften, welche um einer al'lenfallsigen Aushebung und der Verwenvung außerhalb den Landesgrenzen zu entgehen in ein Freiwilligen--Bataillon eintreten und ihre Ausbildung bei zwei ireißigtägigen Uebungen erhalten, 224.525. Die 'Kriegsbereitschaft wird übrigens noch ln ho hem Maße durch die Dislocation der aktiven Armee beeinflußt, in welcher Beziehung als Anhaltspunkt " dienen mag, daß am 1. Januar 1895 von dem Gesammtbettande der aktiven Armee 76.700 Mann in England und Wales, 3985 in Schottland. 25.262 in Jrland, 1863 auf den Cancrlinseln, 77,492 in Indien, 5066 in Egypten und 31.78? in den Colonien standen. Neue Nfrikaforfchung. Mfö Kinaslev ist von ihrer zweiten Reise nach dem Innern Westafrikas nach Liverpool zuruckaekehrt und trat eine reiche Ausbeute an gesammelten Naturalien und ethnoaraphischen Ge-. genstän'den mitgebracht. Nur von acht Eingeborenen begleitet, machte sich die kühne Reisende von Gabun aus aus. den Weg nach dem berüchtigten Fang-wi-Land. Auf etwa 200 engl. Meilen wurde der Ogowr-Fluß benutzt. 'dessen Stromschnellen der Expedition oft sehr gefährlich wurden. Alle H:ndernisse, welche die Schiffsahrt da bietet, wurden aber überwunden ud dann der Fußmarsch nach dem Rembwi 'durch Fangwi angetreten. Die Einwohner dieser Gegend sind 'der Menschenfresserer ergeben, und um ihretwillen führen die Fzngwi beständig mit ihren Nachbarn und untereinander Krieg. Die Kriegsgefangenen werden, wenn die Todten verzehrt sind, zum selben Zwecke abgeschlachtet. Miß Kingsley hatle 'die größte Mühe, ihre Begleiter durch das Land zu bnnaen. fand aber 'die FangwiS dabei derUeberredung und dem Vakschisch" zugänglich. Man erklärte ihr, man wolle mit ihr keinen Palaver" haben, aber sie müsse ihnen drei Elephantenjäger ausliefern, die von den. Fangwis als Feinde erklärt wurden. Fallgruben waren den ganzen Weg entlang geleat, und andere Mittel wurden gebraucht, um die drei Männer zu fangen, aber es gelang Miß Kingsley. sie vor allen Nachstellungen zu retten. Die Burscheu wann ryr 'dusur mit einer Treue ergeben und ermiesen sich als so anbänalich. tüchtiq und muthig. daß ihnen die Reisende das größte Lob spendet, wie sie auch überhaupt d:e Hm tung - der Eingeborenen ihr gegenüber lobend anerkennt. Die Adjumas im angrenzenden Gorilla-Äand sind auch Menschenfresser, sie bestatten aber ihre Todten im Forst und verzehren nur im Krieg erlegte, oder da und auf 'der Jagd erbeutete Feinde uird deren Angehörige. Gorillas sieht man im Walde häufig; sie weichen jedoch den Menschen in der Regel aus. Nur ein Gorilla floh nicht unÄ macbte sich sogar lästig, was ihm das Leben kostete. Er war fünf Fuß sieben Zoll hoch und hatte ein furchtbares Gebiß. daS Miß Kingsley mitgebracht hat. Sie durchforschte u. a. die Korsika-Jnsel. die Sierra del Crystall. den N'Covi-See und bestieg das Kamerun-Gebirge, das sie bis zu einer Höhe von 7000 Fuß bewohnt fand. 5öer Hauptkrater be ginnt in der Höhe von 10,000 Fuß und die Spitze seines Kegels,, der höchste Punkt des Kamerun-Gebirges, erbt sich über 13.700 Fuß. Im Ganzen zählte Miß Kingsley 70 Kra. ter. Von der Zuvorkommenheit der deutschen Beamten spricht die kühne Reisende mit besonderer Anerkennung. In einigen Monaten wird Miß Kingslcy ihre dritte Forschungsreise nach Westasrika antreten. Etincelle'S Ehe. Unaefäbr bis zum Beainne des Tia Mm res 1885 schrieb Maria Henriette Biard unter dem Pseudonym Etincelle" durch mehrere Jahre hindurch im Figaro" die Mode-5hronik, sowie die Chronik der eleganten Welt von Paris; ihr echt parisischer Styl, ihr Talent, stets neue Redewendungen in ihre Berichte zu bringen, die Grazie, mit der sie Jedem etwas Angenehmes zu sagen wußte, trugen, wie de: Figaro heute noch gerne zugesteht. Vieles zum Erfolge dieses Journals zu jener Zeit bei. Sie lebte damals von ihrem Gatten, Herrn Peyronny (der sich, obwohl er nur der natürliche Sohn des Grafen Peyronny und eines Fräuleins Joly war, Vicomte Peyronny nannte), von Tisch und Bett getrennt, gab sich aber als vollkommen geschieden aus. Zu jener Zeit machte sie die Bekanntschaft eines Baron Double, der um ihre Hand anhielt. .Diese Verbindung begegnete jedoch großen Hindernissen. Die Ehescheidung war damals in Frankreich noch nicht gesetzlich eingeführt. Das liebende Paar fand jedoch einen Ausweg, indem Etincelle ihre Stellung beim Figaro" verließ und sich in Apolda im Herzogthume Sach-sen-Altenburg naiuralisiren ließ, in welchem Ländchen die Trennung von Tisch und Bett gesetzlich gleichbedeutend mit einer Scheidung ist, falls sie zu Gunsten eines dortigen Unterthanen ausgesprochen wurde. Die Gerichte zu Apolda sprachen demgemäß die Trennung der Ehe aus, und auf Grund der diesbezüglichen Urkunde konnten Baron Double und Maria Henriette Biard, die in Wirklichkeit aber immer noch Madame Peyronny war, ihre eheliche Verbindung in England vollziehen. Die Ehe war in. den ersten Jahren eine überaus alücklicbe:
aus' dieser Zeit liegen Briefe vor, m welchem Baron Double seine Henriette den Engel seiner azurnen Träume" nennt; er erbittet sich in einem zweiten Briefe die Erlaubniß, seinen Blick in das Tiefblau ihrer schönen Augen sen-
ken zu dürfen"; andere Briefe zeugen , aber von maßloser Eifersucht. Bald jedoch, nachdem Baron Double nach einander fünf verschiedene Testamente zu Gunsten Etincelle'S gemacht hatte.wendete er seine 'Liebe einem Fräulein Bouscatel, der Vorleserin seiner Gattin zu, machte nun diese zu seiner Herzenskönigin", verließ die azurblauen Augen" und richtete der ehemaligen Vorleserin eine prachtvolle Wohnung ein, in welche er gleichfalls einzog. um ganz diesem neuen Verhältnisse zu leben. Demselben entstammen auch zwei Töchter, di: Baron Double auf seinem Sterbebette er starb im Januar 1895 anerkannte. Die Mutter des Baron Double tritt nun gegen die zweifelhafte Ehe ihres verstorbenen Sohnes auf und nimmt Partei für Fräulein Bouscatel. Vor einigen Tagen erschien Etincelle, von ihrem Anwälte begleitet, vor dem CivilTribunal der Seine, da die Mutter des verstorbenen Baron Joseph Lucien Double durch ihren Anwalt auf Ungil-tigkeits-Erklärung der in England geschlossenen Ehe ihres Sohnes mit der Schriftstellerin Etincelle die Klage erhoben hat. Zur Begründung der Klage führt die greise Mutter an, daß ihr Sohn auf semem Sterbebette in seinem allerletzten Willen Fraulem Bouscatel zu seiner Universalerbin eingesetzt und seine beiden Tochter anerkannt habe; daß ferner bei Eingehung der sögenannten Ehe mit Madame Peyronny alle gesetzlichen Formalitäten, wie sie das Gesetz rn Frankreich vorschreibe. außer Acht gelassen worden seien. Auf den Ausgang dieses Processes, der viel Aufsehen erregt, darf man mit Recht gespannt sem. Neue Oeean.Wlndyunde. Mit der Eröffnuna der Saison 1896 werden in den transatlantischen Verkehr zwischen New gork und dem europäischen Continent mehr SchnellKämpfer als je zuvor gestellt werden. Die Hamburg-Ämerikanische Gesellsckaft bat iden Ba von secks' Riesen vaimpforn vergeben, welche contractlich im nächsten Jahre zur 'Ablieferung, gelanaen mütten: i farei vonl 'diesen Schiffen werden von Harland & Wolss m Belfast vezw. von ver Palmer Shipbuilding Company auf 'der Werft von ?arwk aebaur. Sobald viefe sechs Dampfer in Dienst gestellt sind, wird !die Gesellschaft einige ihrer kleineren und langsameren Schiffe aus dem New Vorker Verkehr zurückziehen. Auch der Norddeutsche Lloyd hat die einleitenden Schritte zu einer Bereicberuna seiner Flotte um mebrere Dovpelschrauben - Dampfer modernster Corvstruction gethan und bereits sechs solcher Fahrzeuge in Auftrag gegeben. Zwei derselben, welche die schnellsten Ocean-Windhunde in den Schatten stellen sollen, werden auf deutschen Werften aebaut und iwar ie eins von dem Vulkan in Stettin und Schichau in Elbinz. Diese 'beiden Prachtdampfer werden bei einer Länge von 600 tfuB eine Breite von 66 Fuß erhalten, während die übviaen vier 525 ??un lang und 64 Fuß breit werden. Diese letzteren werden speciell sur den TransPort von Fracht eingerichtet, außerdem aber Accommodationen für 200 Vassagiere erster und ca. 1500 Passagiere zweiter Cajüte erhalten; ihre Fahrgeschwindigkeit wird 14 Knoten per Stunde betragen. Außerdem ist der Norddeutsche Lloyd wmit beschäftigt. seine alteren Schisse 'den modernen An forderungen mehr und mehr anM&if sen. Die französische Compagnie g5n5rale transatlantique, welche Zur Zeit nur einen DovvelscbraubenDampfer La Tourcrine" im Dienst yar, tragt sich mit dem Plane, zwei neue Schiffe dieser Gattung, wel-che eine erhöhte Fahraescbwindiakoit erbalten sollen, zu beschaffen, und selbst die conzervative lederlandlsch-'Amerika nische Linie läßt einen neuen Dodvel schrauben-Damvfer von 8000 Tons Deplacement bauen. Derselbe wird bei einer Länge von 470 Fuß Accommodattonen sur 200 Passaaiere erster '3150 Passagiere zweite? Caillte urcd ausgedehnte Räume im Zwischendeck erhalten. Angesichts dieser Tbätiakeit der con tinentalen Gesellschaften muß es befremden, 'daß seitens der White Star, Cunard und American Linie keine keine Vermehrung 'der Flotten geplant wird. Die Mehrzahl der neuen Schiffe wird in England gebaut, da die deutschen Werften bis zum Ende des Jahres 1897 mit Aufträgen versehen sind und bei Ausschreibung von neuen Contracten vorlausig nicht m den Wettbewerb eintreten können. Im Uebrigen richten, alle tran-satla.n tischen Linien ihr Augenmerk im höheren Grade als zuvor auf 'den FrachttransPort und bei dem Bau neuer Schiffe werden! w enksprecheniderö Ersorder nisse in erster Linie in Betracht aezo gen. Die bisherigen Erfahrungen mit Den Palastdampsern von 21 Knoten Geschwindigkeit,' wie Lucania" und Campania", 'haben gelehrt, fraß schisse diese? Art sich nicht rentrren Jkr aesammter Raum ist für die Un terbringung von Passagieren nutzbar gemacht und wenn ihre Cajllten nicht voll besetzt sind, bezahlt sich vie Reise nicht, da ihr Gütercargo zu unbedeu tend ist, um bei der Berechnung 'des Nutzens den Auöschlag geben zu können. Da nun der transatlantische Touristenverkehr aus einige Monate beschränkt ist, liegen diese Palastdampfer einen TheU des Jahres unbenutzt im Hafen. AuS diesem Grunde wird die Cunard-Linie bis auf Weiteres keine Schiffe, wie Lucania" und .Campanie 'bauen lassen, Lihui'S Kummer. Das de mortuis nil nisi bene hat für Korea offenbar keine Geltung. König Lihui hat seiner bekanntlich bei einer Emeute m Soul ermordeten Ge
mahlin !den ' nachstehenden avsonderNchen Nachruf gewidmet: Unsere Negierung hat 32 Jahre gedauert, und doch sind wir betrübt, 'daß die Wohlfahrt des LanöeS unter unserer Gewalt nicht genugsam gefördert worden ist.
Unsere onigm, von ver jammt unn, versammelte um unseren Tbron eine Menge von Men Verwandten und An Hangern. Sie verdunkele unsercElnsickt. raubte das Volk aus. brachte unsere Befehle in Verwirrung, trieb Stellcnschacher und alle mögliche Erpressung. Räuberbanden traten im Lande auf und brachten die Dynastie in Gefahr. Daß wir sie nicht bestraften. obwohl wir ihre Uebelttaten kannten, mag unserer Unweisheit zugercchnet werden. Der wirkliche Grund aber ist, daß sie und ihre Parasiten uns umgarnten. Um dem Uebel Einhalt zu thun, gelov:en wir im letzten December unseren verstorbenen Vorfahren, fraß die Königin und ihre Blutsverwandten sich uie mehr in Staatsangelegenheiten mischen sollten. Wir hofften, btc Königin würde Reue empfinden, aber sie suhr fort. lhrePartei zu begünstigen und unsere eigene Familie fernzuhalten. Sie suchte sogar die Minister zu verhindern, sich dem Throne direkt zu nähern. Sie suchte Unordnung zu erregen, indem sie vorgab, vatz wir unsere Gruppen enllassen wollten. Als die Wirren begar.nen, verließ sie uns, und wie sie es schon im Jahre 1882 gethan yalie, oeaab sie stcb aunerbalb des Bereiches unserer) Nachforschungen, SolchesBenehmen vertragt sich nicht mit ver Ctelluna einer Köniain. Es ist vielmehr der Gipfel des Verbrechens und der Böswilligkeit. Nach dem Vorgange unserer Vorvater sind wir vehalb dazu geschritten, unsere Königin abzusetzen und sie zum Mitglied m gemeinen Volkes zu degradiren." - Der König hat sich übrigens was nach Vorstehendem wohl begreiflich erscheint über das jähe Ende seiner Gemahlin sehr schnell getröstet; er hat bereits ein Mädchen zeheirathet, welches über 13 Jahre alt ist", ein seltener Vorzug in den Augen eines koreanischen Machthabers. mm Bestimmungen der CchiffSsorm. Für die Geschwwdigkeit fc Schiffe ist es wzsentlich, daß daS Vortheil oder ber Bug eine Form erhält, die tem Wasser den geringsten Widerstand darbietet. Interessante praktische Versuche zur Bestimmung der günstigsten Schiffsform hat jüngst der Amerikaner Neeta Moultoni angestellt; er hatte den geistvollen Gedanken, idie gesuchte Form durch 'das Wasser selbst rn folgender Weise bestimmen zu lassen. Ein Eisblock mit cmadrattschen Seitenwänden und von, 0.225 Meter Breite unld 0,610 Meter Länge wurde ber er ner Temperatur von 5 6 Grad Celsius durch Wasser von 4.5 Grad Celsius gezogen; daS dünne Tau. das .den Zug ausübte, war an einem Holzpflock, der in dem Eise eingefroren war, befestigt; ,wahrend 'des Ziehens wurde die auf .das Tau wirkende Krast sorgsam gemessen, und so der Widerstand ermittels, den das Wasser 'dem Block 'bei dem Zuge durch das Wasser entgegensetzte. Div Kraft, die urfprünglkh 2.72 Kilogramm. betragen hatte, fiel in dem Maße, als der Block durch daS Abschmelzen seiner Kanten dtt Form veränderte, allmälig auf 0,453 und nahm dann nur noch in sehr geringem Grade ab. Endlich glich der Block einem Fisch mit dickem Kopf und dünnem Hinterleib, dessen größter Durchmesser vor dem Mittelpunkt liegt, und dieselbe Form ergab sich bei allen folgenden Versuchen ohne Rücksicht darauf, welche Form dem Hauptdurchschnitt der verschiedenen Blöcke anfänglich gegeben werden war. In ganz ähnlicher Weise fanden hierauf Versuche statt mit Blöcken von Wachs, die sich in einer Röhre befanden und an denen warme Luft vorbeistrich; auch h?er war. 'das Ergebniß stets das nämliche, und dies ist insofern interessant, weil es zugleich den versuchsmäßigen Beweis liefert für die Gestaltung der Körperform der Fische nach mechanischen Gesetzen. Eine an dere Frage ist eS, ob man mit den Ergebnissen, die man mÄ 'der Natur als Lehrmeisters erzielt, zugleich auch aufs Znxckmäßigste d technischen Aufgaben löst, die der moderne Schiffsbau an die Schiffsform stellt; das erscheint vor der Hand noch zweifelhaft. Schon bei einem anderen Problem hat man sich von 'der Natur als Lehrmeisterin leiten lassen, uämlich bei der Untersuchung. welche Geschoßform der Luft den geringsten Widerstand entgegensetzt. Von 'dem Regentropfen, der aus .der Luft herniederfällt, nahm man an. daß die Luft ihm für den Fall die zweckmäßigste Gestalt geben würde; indeß es giebt auch hie? Meinungen, die behaupten, daß die theoretischen Erwägungen und anderweitigen praktischen Erfahrungen von dem Geschoß eine andere als die Regentropfenform verlangen, wenn eS auf seiner Bahn' den gerrngsten Widerstand in der Luft sind soll. Deutsche Loeal-Nachrichten. trtim atrttmra. Berlin. Die Stadt Berlin hat mit der Bewirthschafwng der Rieselselder ein ganz gründliches Fiasco gemacht. Der Ausschuß, der übe? die Bewirthschaftung Bericht erstatten sollte, Vorsitzender Dr. Langerhans, hat jetzt seine Arbeiten beendet und erklärt, seit längerer Zeit gebe die Verwaltung der Rieselfelder insofern Anlaß zu großen Bedenken, als eine Verzinsung deS in denselben angelegten Capitals nicht allem nicht stattfinde, sondern die Erträgnisse auch von Jahr zu Jahr merkbar herabgehen, Ein tragisches Geschick hat innerhalb weniger Tage eine hiesige Familie zu Grunde gerichtet. Vor etlichen Tagen kehrte der hiesige Kaufmann B. in der zwölften Nachtstund heim und legte sich zur Ruhe. Wenige Minuten später machte rau B. die Entdeckung, daß ihrGatte einem Herzschlage erlegen fei. Bei der Beerdigung deS Kaufmanns blieb die zwanzigjährige Tochter. daS einziae Kind der
sinnwe, auem in ver Wohnung zurück. Als die tiefgebeugte Wittwe von der Trauerfeier zurückkehrte, fand sie ihre Tochter besinnungslos am Fußboden liegen. Zum Bewußtsein zurückgekehrt, r c T mrw jr . . O"- i.
gao oas acaoarr verworrene nrnmor- j 4tt. K DsarnO Vr trritrrnt n6rriftv Hilj Vll. 4btUllV ICUl IttjlUllll IJliVUl den. fYrau B. hat sich diesen neuen Schicksalsschlag derartig zu Herzen genommen, daß sie tiefsinnig wurde und schwer krank darrnederliegt. Neuenburg. Neulich entstand hier ein großes Feuer. Ein massiver Stall brannte, m welchem vier Familien ihren Viehbestand hatten. Eine Frau Thiem erlitt schwere Brandwunden. Zwei Männer brachen durch den Dachstuhl und stürzten in die Gluth; sie wurden zwar gerettet, erlitten aber ebenfalls schwere Brandwunden. Vrovink Vftpreusten. Goldap. Vor einigen Tagen wurde in der Wohnung eines SchuhmachermeisterS ein Brand angelegt, durch welchen verschiedene Möbel vernichtet wurden. Zum Glück wurde das Feuer noch rechtzeitig entdeckt und gelöscht. Jnsterburg. Der Adventist vom siebenten Tage, Infanterist, bei dem hiesigen Bataillon, ist noch immer nicht zu bewegen, den Fahneneid zu leisten, und wird deshalb noch immer in Haft gehalten.' Marggrabowa. In dem am Markte gelegenenHause des Gastwirths Borsdorf brach Feuer aus. Aus den Fenstern des zweiten Stockwerks schlugen bereits die Flammen hervor, als die Feuerwehr herbeieilte. Dieser gelang es nach einiger Zeit, mit Hilfe der hinzugekommenen Leute des .FeuerS Herr zu werden Der Brand ist .durch UnVorsichtigkeit beim Räuchern von Heringen herbeigeführt worden. Vrovin, Mestprensten. Da n zig. Gegen den Anfangs Mai dieses JahreS verhafteten Director der Danztger Schifffahrts- und Seebad - Actlengesellschaft Weichsel-, Consul Alexander Gibson, ist nunmehr die Anklage wegen Münzverbrcchens, Betruges und Vergehens wider das Actiengesetz erhoben worden K a r t h a u S. Anläßlich der Beerdigung emes pensionirten Gendarmen wurden vom Kriegerverein die üblichen Ehrensalven abgegeben. Hierbei wurden vier Damen, die sich unter dem Pudlikum befanden, verletzt, davon eine ziemlich schwer. Es stellte sich heraus, daß ein Gewehr mit Schrot anstatt mit einer Platzpatrone geladen war. Thorn. Rentier Preuß beging sein 50jähriges Bürgerjubiläum. Der Jubilar, welcher jetzt 79 Jahre alt ist und sich noch voller körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische erfreut, gehört seit 39 Jahren ununterbrochen unserer Stadtverordneten Versammlung an. in welcher ihm seit etwa 20 Jahren auch die Würde des Alterspräsidenten zufällt. Vrovin, Vornrncrn. Demmin, Hier ertrank bei dem Versuche, seine 15jährige. Tochter, die beim Eislaufen eingebrochen war, zu retten, der Conrector Dombrowsky selbst. Seine Tochter, ertrank gleichfalls. G r e i f s w a l d. Eine zahlreich besuchte Versammlung von Jnnungsvorständen und anderen Gewerbetreibenden, hat beschlossen, hier eine Ausstellung von Lehrlmgsarbeiten in's Leben zu rufen; ein Ausschuß von neun Mitgliedern wurde mit den weiterenSchritten betraut. Nach der Jmmatriculation an der hiesigen Universität stellt sich die Zahl der Studenten auf 807, im Sommersemester waren 873 immatrikulirt, von denen 232 abgingen; neu immatrikulirt wurden bisher 211. Unter den 807 Studenten sind 233 Theologen. 129 Juristen, 353 Mediziner und 87 Philosoplxn. Kolberg. bas Rittergut Lustebuhr. wurde im Subhastationstermin auf sein Meistgebot von 454.000 M. von dem Herrn General-Landschafts-Direktor von Kameke-Warnin erstanden. Vrovin, Vosen. Czarnikau. Morgens um 10 Uhr fiel ein Arbeiter, angeblich aus Elbing, den Pferdehändler Lübeck auf offener Straße mit einem Messer an und verletzte ihn erheblich. Der Excedent wurde von Passanten und der Polizei festgenommen. F r a u st a d t. Der dem Gasthofsbesitze? Paschel hierselbst gehörige,, in der Gartenstraße belegene Gasthos ist für den Kaufpreis von 15.000 M. in den Besitz deS Privatiers Nagel, in MUnsterberg übergegangen. G n e s e n. Die russische Regierung zahlt 150.000 Rubel Entschädigung für die in Powidz von russischen Grenzsoldaten ermordete Gastwirthin. S ch u b i n. In Wrzozy sind vier Kinder von Arbeitern, weühe die Eltern. als sie zur Arbeit gingen, in der Wohnung eingeschlossen, erstickt und verbrannt. provin, Schleswkg-Solstein. Flensburg. In der Feldballer Sparkasse wurde em Deficit von 8000 Kronen entdeckt. Der Kassirer hat sich entleibt. . ' M e l d o r f. Das hiesige Ehepaar von Oldenburg und Frau, werden am 8. Dezember dieses Jahres ihre Dia. rnanthochzeit feiern. Obgleich sie bereits im resp. 83. und 81. Lebensjahre stehen, sind sie körperlich und geistig noch rüstig. Rendsburg. Dem zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurtheilten Sträfling Timm aus Altona war es gelungen, unter seiner Kleidung auf dem Rücken einen Hammer zu oerbergen. Timm paßte den Augenblick ab, wo der Aufseher die Zelle ausschloß, um einen Kübel hineinzustellen, sprang auf den Beamten zu und versetzte ihm mehrere Schläge auf den Hinterkopf. Der Betroffene blieb jedoch bei Bcsinnung und schrie um Hilfe. Der Attentäter entfloh, wurde aber von einem anderen Aufseher 'eingeholt und mit einem Schlüsselband niedergeschlagen. Vrovini ZannoVrr. H a n no v e r. Dem welfischen Pasior Pfannkuche in Wunstors ist jetzt die Mittheilung zugegangen, daß ein Verfahren weaen Maiestäts-Beleidi-
gung gegen tyn eingeleitet worden ist. Wegen Verdachts des Giftmordes sind die Wittwe des Handelsmannes Förster und der zur Zeit mit ihr zusammenlebende Maurer Hoffmann festgenommen worden. Osnabrück. Jüngst sandte eine
Wittwe in. Hollage ihren acht Jahre alten Sohn nach Wallenhorst, um hier einen Brief zur Post und außerdem mehrere Einkäufe zu besorgen. Der Knabe kehrte nicht zurück. Erst am nächsten Nachmittag fand man den Knaben abseits der Chaussee an einer Tanne erhängt vor. In einiger Entfernung von dem Thatorte fand man in ein Tuch eingeschlagen ein Brod und ein Packet mit Tabak, welche Gegenstände das Kind in Wallenhorst eingekauft hatte. Da Selbstmord ausgeschlössen erschien, hat man nach dem Thäter des Verbrechens gefahndet und diesen in einem 17jährigen Burschen aus jener Gegend erkannt. Er wurde festgenommen Nach seiner Aussage soll er den Kleinen aus Spielerei erhängt, aber seinen Tod nicht gewollt haben. Nkeinprovin?. Bonn. In der hiesiaen ProvinzIrrenanstalt hat eine Geisteskranke ihre Wärterin erschlagen und dann die Flucht ergriffen. Die Erschlagene ist ein 20jähriges Mädchen, daS feit zwei Jahren zur großen Zufriedenheit ihrer Voraesekten ihres Amtes gewaltet hat. Homberg. Der Gutsbesitzer Peter Steinfchen in Baerl wurde in seinem Bette erschossen aufgefunden. Köln. Die gerichtliche Untersuchuna ergab, daß das vor einigen Tagen im Rhein aufgefundene getödtete rrnn r - orn r i 4. r i C caocyen aus jusejei vas supict .mit Raubmordes aeworden ist. der von einem jungen Manne ausgeführt wurde, dessen Liebesbewerbungen von dem Mädchen zurückaewiesen worden waren. Nach vorausgegangenem Wortwechsel versekte er dem Madchen mehrere todt liche Messerstiche und warf den LeichKam, nachdem er das Portemonnaie aeraubt katte. in den Rhein. Der Thäter ist entflohen. Vvovlnt 9nttrTtt. Frankfurt. Der Bankbeamte W. Knapp, beschäftigt bei der Frankfurter Filiale der Deutschen Bank, hat sich in Coblenz im Hotel zum Riesen erschossen. Der Briefträger Ernst wurde beim Entleeren der Briefkasten rn der Porzellanhofstraße von zweiJn dividuen überfallen, die aber nach dem mißglückten Versuche, dem Ueberfallenen die Brieftasche zu entreißen, leider entkommen sind. H a n a u. Der Referendar Löbenberg, 'der beim Landgericht in Hanau beschäftigt war, ist im Disciplinarwege aus dem Justizdienst entlassen worden. Derselbe hatte wiederholt eine junge Dame mrt frechen Antragen belästigt und war deshalb von dem Verlobten der Letzteren auf offener Straße gcohr feigt worden. In dem sich hier anschließenden Strafprozeß - Verfahren spielte L. eine recht erbärmliche Rolle, so daß die Dienstaufsichtsbehörde es für rathsam hielt, ihn aus dem Justizdienst zu entfernen. Frei, Städte. Hamburg. Der hiesige Groß spelulant Lemcke hat sich erschossen. Den Grund bilden größere Verluste in Fonds- und Kaffeespekulationen. Das Schwurgericht verurtheilte den Falschmünzer Hehler zu 18 Monaten Gefängniß. Sem Genosse erhängte sich kürzlich im Gefängniß. Dieser Tage erplodirte in der Eggers chen Geldschrankfabrik in der Papenstraße eine sogenannte Meteorlampe, die noch ungefähr 15 Liter Petroleum enthielt. Das brennende Petroleum ergoß sich über den in der Nähe beschäftigten Schlosser Herrmann, dessen Kleider sofort m Flammen standen. Der Korper des Verunglückten wies entsetzliche Brandwunden auf, theilweise war er bereits verkohlt. Vrovin, rd)lru. Ncisse. Nicht geringes Aufsehen erregt hier die Gefangennahme des Raubmörders Joseph Ludwig, der am 2. November d. I. den Bauer - Auszügler Georg Rieger in Altenwald im Tiefen Grunde ermordete und be raubte. Ludwig 'hat ein umfassendes Gestandmß abgelegt. N i m p t s ch. Unter der Leitung des praktischen ArzteS Dr. Arao hat sich am hiesigen Orte aus Mitgliedern des Landwehr-Kameradenvererns eine Sanitätscolonne gebildet und der Orgamsatlon der freiwilligen Kranken pflege im Kriege angeschlossen. Das zur Ausbildung der Mannschaften nothige Uebungsmaterml ist dem Vor stände der Sanitätscolonne von dem Schlesischen Provinzialverein ' zur Pflege im Felde verwundeter und er krankte? Krieger m Breslau unentgeltllch überwiesen worden. Vrovin, Kassen. Magdeburg. Vom hiesigen Schwurgericht wurde die 46ahrige der ehelichte Arbeiterin Elffabeth Hintze, geb. Schmidt, aus Gr.-Ammensleben, welche das am 19. Juni d. I. geborene Sohnchen ihrer Tochter durch wieder holtes Eingeben von Schnaps bereits am 30. vor. Mts. zum Engel gemacht" hatte, wegen vorsätzlichen und mit Ueberlegung vollführten Mordes zum Tode verurtheilt. Das entmenschte Weib nahm den Spruch ruhig und kalt entgegen. M e r b i tz bei Halle. Als die 10jährige AnnaBaltzer, Tochter eines Arbeiters, mit noch einem Kinde an der Mauer des hiesigen Zuckerfabrikhofes vorüberging, stürzte, durch eine herausfahrende Lowry veranlaßt, ein Stück der Hofmauer ein und begrub das Kind unter den Trümmern Der herbeigerufcne Vater konnte fein Kind nur als Leiche hervorziehen. Das andere Kind wurde gerettet und kam mit Hautabschürfungen am Beine davon. Na um bürg. In einer dunklen, stürmischen Januarnacht dieses Jahres brachen Diebe in daS Amtsgerichtsgebäude des benachbarten Städtchens 5?cyburg a. U. ein und öffneten mit einer Brechstange im Kassenzimmer den eisernen Geldkasten, aus dem sie über 700 M. baares Geld und für etwa 100.000 M. Hypothekenp2piere u. s. f. stahlen, AIS Thäter wurden jetzt der
Wo die Wissenschaft aufhört, sollte der gesunde Menschenverstand anfangen. Leute von sitzender Lebenswege uns zu VerdauungSbeschwerdcn oder Dyspepsie veranlagt. Eine Folge dieser Leiden sind nervöse Störungen, Sclerenlelden, Hartleibigkeit u. s. w. Besonder ist die bei Kaufleuten, Studenten und Gelehrten der Fall. Letztere werden Euch die genauen Dimensionen dcö Planeten Jupiter, oder die Entfernung deS Saturn von der Sonne auf einen Fuß hin bereanen, aber Ne können oder wollen sich selbst nicht sagen, womit obige Krankheiten zu innren sind. Gegen Leiden, welche die Folge sitzender Lebensweise sind, Unthätigkeit der Leber, chronische Sartlelbigkeit u. s. w. empfiehlt die qesammte ärztliche Welt Europa'S und Amerika's fast einstimmig sas aazle arisbader Eprudelsalz und daS Karlsbader Wasser. Man hüte sich vor Nachahmungen. EiSnerMendelfonCo., Allelnige Agenten, 152 Franklin Str., N.g. 1 Schwache, nervöse Personen, gkquLlt von Gtwiffenibiffen und schlechtkn Trlumxn. gepeinigt von Rücken und Kopfschmerzen, ?rrötden. Zittern. Herzklopfen. Unentfchlossenhrit. Trübftnn und erfchöpfenden AusftüNen. erfadren au dem Jugendfreund-, auf welch' einfache, billige Weife schlea)tsrrankkciten und Folgen der Jugend, fünden geheilt und die volle Gesundheit und der groynnn wieoereriangr erven rönnen. Sanz neue Heilverfahren und eue Medizinen. Jeder sein eigener Arzt. Schickt 5 ent in Stampft und Ihr bekommt da? Buch verfteaelt und frei uaefchickt von der Vrtvat Klinik nd DiSpensary." 23 West 11. em voxx, vt. w. 3 -V0' Der Herren Freund. Unsere vollkommene Cprike frei mit jeder Flalch. Macht keine Flecken. Verhütet Etrikturen. Heilt Tripper und dittxjlxxi in 1 di 4 Taqen. Frügt Apothekern fcaf& vcrtanvt rt xpre? für l.oo. Man dreinre : MALYDOR MFG.CO..LAMCA3TER.OHIO. Injektion. Eine permanente Kur MMMMMMtM MMMMMM RipansTaMes. Ripans Tabules are cornpounded frorn a prescription widely used by the best rnedical authorities and are presented in a form that is becoming the fashion everywhere. . Ripans Tabules act gently but promptly upon the liver, stomach and intestines; eure dyspepsia, habitual constipation, offensive breath and headache. One tabule taken at the sirst symptom of indigestion, biliousness, dizziness, distress aster eating, or Depression of spirits, will surely and qulckly remove tha whole disllculty. Prica, 50 cents a box. Ripans Tabules may be obtainedof nearest druggist; or by mail on reeeipt of price. RIPANS CHEMICAL CO., lO Spruo 8tro KKW YORK. Clemens Yonnegut 181 & 186 Ost Washington Str. Mchger-Geräthe. Werkzeuge in größter Auswahl. John Hornung, 833 Süd DelRwre Str. Gute Getränke, gute (Cigarren und immer einm guten Lunch. 55 TITTE MPtih jDU.Lnvu - urTiCIAM' 53H.PWH.SX DENIS0M H0C. INDIANAPOLIS-IND. . Brillen werden nach den bestm Methoden den Augen angepaßt.
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latrn ribüne ist das einzige Blatt in Snöiana, wel' iheS di? Interessen des Volkes gegenüber der Macht der Plntokratit vertritt. Lll? , Organ des Volkes und nicht einer Partei oder Parteiin teressen kämpft sie unentwegt für Freiheit .Recht auf allen Gebieten des Lebens. Die Arbeit des Volkes ist die Schöpferin alle? Wohlstandes und darum wirken wir für solche soziale Refsnnen, welche die Arbeit zur freude bringenden Luft, statt zur Niederdruckenden Last machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, sollte eS als moralische Psticht empfinde Leser der Satiena Tribüne zu sew Das.reichhaMge sonntags - Vlait bietet eine Fälle unterhalt,nden Lese Soffes. Der Abonnements Preis der täglichen Tribüne ist 12 e. des SonntagSblattS je, beider zusammen 15 (?tö., per Woche oder SF (?tS. per Monat. Durch die Post versandt, kostet da-? Tageblatt SS, das Sonntagsblatt V2 per Jahr, beide zusammen . gg in VoranNezahlag. ruekfKchen aller Art werden rasch und billig aus geführt. OintrittSkarteu, Quittungen, donUktntionen, Neönungen, OescbästSkarten, UtUft&pft, Zirkuläres VrograQs n. f. a für Seschäftsleute und vereine werd geschmackvoll ausgeführt. WW llil WH 2z.
