Indiana Tribüne, Volume 19, Number 99, Indianapolis, Marion County, 27 December 1895 — Page 2

Fttdiana Tribüne.

. Erscheint Täglich uud Somüagö. Die tägliche Tribüne kostet durch den Träger 22 Cent! per Woche, die SonntagZ-.Tridüne'ö Senil per Woche. Leide tsamen IS Cents der 65 Gents pcrnonat. Per Post außerhalS de, Ltdt iuzeschickt i vorluZbezehlunz V pex Uahr. Offixti 18 Süd SHafcaina Etraßt. Indianapolis, Ind., 27 Dezember '95 Jndlanola Die schwierig: Probleme, welch ldas in dem s3tttit der sogenannten fünf civilisirten Stämme herrschende Tohuwaöohu darbietet, sollen nun in einer Weise gelöst werden, die den 'dortselbst allmächtigen Cliquen schwerlich gefallen wird. Daß die derzeitigen, Zustände nicht länger geduldet werden dürfen, scheint außer Frage zu fern. Dem Namen nach protestiren alle Indianer gegen eine Neuordnung der Dinge; nach 'den übereinstimmenden Mittheilungen von gründliche!' Ken nern der dortigen Verhältnisse gehen ' die Pwteste in Wirklichkeit aber nur von einer geringen Minderheit aus, welche die besten Landstriche widerrechtlich in ihren Besitz zu bringen verstanden hat und welche die weißen Ansiedler aus dem Terriwrium zu verdrängen sich bemüht, während sie zugleich den unwissenden und armen Blanket - Indianern" den Daumen uf das Auge drückt. Zur Zeit gibt es in dem Territorium 50.000 'Indianer und 300.000 Weiße, welch' letztere aöfolut rechtlos sind und weder Kirchen noch Schulen haben. Drei Viertel des gesammten Territoriums befinden sich im Besitze von ungefähr 100 Männern welche Indianer zu sein behaupten, in Wirklichkeit aber kaum mehr eine Spur indianischen Blutes in ihren Adern ha'ben. Einzelne von diesen Leuten haben über 100 Meilen 3 besten Weidelandes eingezäunt und verpachten dasselb: an weiße Viehzüchter; andere conirolircn die 'besten- Kohlenländer etc. Um nicht ihres widerrechtlich occupirten Landes verlustig zu gehen, opponiren sie dem Project der Bundesregierung, n Collertivbesitz 'der Stämme abzuschaffen und das Land in Einzelbesitz zu vertheilen. Senator Verry hat nun eine Gesetzvorläge eingereicht, -welche mit den derzeitigen Mißständen gründlich aufräumt, indem dieselbe bestimmt, daß, ohne die Stämme zu befragen, aus dem gesammten Gebiet derselben unter dem Namen Jndranola" ein neues Territorium gebildet und dasselbe unter die Controle des Bundes gestellt werde. Die Bill schließt sogar keine Angliederung an das! Territorium Oklahoma aus, denn es heißt in derselben daß der Congreß die Grenzen des neuen Territoriums nach Belieben ändern und dasselbe entweder ganz oder theilweise einem Staate oder Territorium zufügen "harf. Das Territorium Jnvranoia lou einen Gouverneur mit vierjähriger Amtsdauer, dem die Executivgewalt übertragen wird, und einen Secretür erhalten. Die Legislative wird aus einem Council von 21 sowie einem Repräsentantenhaus von 42 Mitgliedern gebildet und diese Körperschaften sollen alle zwei Jahre eine Session von nicht mehr als sechzZgtägiger Dauer abhalten. Das Wahlrecht und das Recht zum Bekleiden von Aemtern wird allen Personen, die über 21 Jahre alt und Büraer der Ver. Söaaten sind, und den Mitgliedern der in Jndranola ansässigen Indianerstämme ertheilt; Nichtbürger können die gleichen Rechte erwerben, wenn sie 12 Monate in dem Territorium ansässig sind und eine Erklärung, das Bürgerrecyr erweroen zu wollen, abaeaeben ba ben. Es werden ??riedens. Probatund Districtsgerichte etablirt und ein vsupren?e - Gercht errichtet. Dem Bundes - Präsidenten wird die Vefugniß ertheilt, den Ober - Richter, die beisltzcnden Richter, den Anwalt und Marschall, sowie den Gouverneur und Secretär von Jndranola zu ernennen. wch dedursen d:e betreffenden Ernen nungen der Bestätigung des Senats. Die zur Zeit bestehenden Prohibitions gesetze bleiben zu Recht bestehen. Der gemeinsam? Landbesitz wird abgeschafst und eine Bundes - Commission soll mit der Vertheilung aller Ländereien unter w einzelnen Stammes mrtqlieder b: traut werden. Es wird ferner be stimmt, daß alle zwischen der BundesRegierung und den einzelnen Stämmen abgeschlossenen Vertrage, soweit nicht der Landbesitz der Indianer in Frage kommt, als aufgehoben anzusehen sind und daß alle zur Zeit bestehenden StWnmesregierungen abgeschafft wer den; nur sollen die Letzteren die Befugmg behalten, Delegaten zu den Ver Handlungen mit der Bundes - ComMission zu bestellen, welche den gemeinsamen Landbesitz de? Stämme unter die einzelnen Mitglieder zu vertheilen beauftragt werden wird. Dieses sind die wesentlichsten Vesiimmungen der Bill, welche, ohne alle Umschweife und Winkelzüge, den im Jndianerterntorrum h:rrschenden ab normalen Zuständen ein Ende machen und d:e Annulllrung aller beste'henden Vertrage, ohne die Zustimmung und gegen den Widerspruch der Roth häute, bezweckt. ' TaS Project eines Nufzuges auf den Montblanc. Nach der Bahn auf die Jungfrau ern Aufzug. auf 'den Montblanc! &o chimärisch diese Idee mich klingen mag, so beschäftigt sie.doch gegenwärtig eine Anzahl französischer Ingenieure und dürste, wenn ' das nöthige Capital z sammengebracht, auch zur Ausführung kommen. Der Mmencontroleur M. P. Jsartier hat diese originelle Idee erfaßt und alle nothigen Vorstudien ge macht., Sein Plan besteht darin, daß er von' einem oberhalb des Ortes Chamounix in der Seehöhe von ca. 7300 uß gelegenen Punkte aus eine Galerie

viö zu einem lenkrecht unter der Spitze des Montblanc liegenden Punkte führen will. Diese Galerie oder dieser Tunnel hätte eine Länge von ca. 19.000 Fuß, die 'Länge des bis zur Spitze aufwärts zu führende Schachtes

wurde ca. 8500 Fuß betragen. Herr Jsarner will sich zur Durchführung der Arbeit eines Caissons im Gewichte von 20 Tonnen bedienen, welcher mütels starker Federn auf einem Aufzuge ruht und die Arbeiter und Bohrmaschinen aufnimmt. Der Caisson würde vor 'der vollkommenen Fertigstellung des Werkes nicht hinabgelassen; es muß 'demnach seine Anbringung und Construction eine derartige sein, daß er der Wirkung der Sprengschüsse wiVerstehen kann. Innerhalb fct Caissons befinden sich Maschinen, dur welche die losgelöste Felsmasse zerkleinert wird. Zur Hinausschaffung dieser Masse wurde man sich- der zedenfalls zahlreich anzutreffenden Wasserlause bedienen. 600 Pferdekräfte, die Mr. Jsartier dem nahegelegenen Arveflusse entnehmen will, genügen zur Inbetnebsetzung aller Maschinen. Ein Hotel soll am Fuße des Tunnels, ein anderes oben auf dem Montblanc erbaut werden. Die Beförderung der Passagiere, die 30 Minuten in AnIpruch nrmmt, wurde mittels elektrisch betriebenen, rn vier Etagen angeordnet en Aufzuaes eschehen. i O riefe aus Deutschland. Von Wilhelm Kaufmann. Dresden, Anfang December. Der vreukiscke MMer des Innern. Herr von Köller, ist plötzlich entlassen worden. Das ist für den Herrn selbst . . , , . , i. rrn werter nicht schlimm, denn mt annulier fallen bekanntlich wie die Butterbrote immer auf die geschmierte Seite. Herr von Köller, der noch vor einem Jahre ein ganz unbedeutender Unterstaatssecretär in Elsaß Lothringen war und durch einen plötzlichen Entschluß seines iruc i...cir.M. (Un mt .Vi.rn IOUigilUJ - yiCUtJllUfW j;tUH mi. vw Titel Excellenz und der Ministergage von 36.000 Mark bedacht wurde, zieht sich m's Privatleben mit ernem Ruheaebalt von 19.200 Mark zurück. Also Herr von K. kommt sehr gut dabei weg. Aber wie steht eS mtt sernem Werk? war es ia. der die Hetze gegen den Socialismus durchführte; er war es. welcker behauptete, daß man schließlich auch ohne ein Umsturzgesetz mit dieser Bande- fertiq werden könne; er schwang den Polizeiknüppel über den rothen Schaaren und es 'hatte fast den Anschein, als ob er bald sämmtliche Gefängnisse überfüllen würde. Genau eine Woche vor seinem eigenen Sturz hatte er seinen Hauptstreich ausführen lassen. Bei über achtzig Berliner (so cialisten wurde Haussuchung gehalten, aus Grund eines Gesetzparagraphen, den jede einzelne Partei in Deutschland beständig und ganz offen übertritt und der Jahre lang hier ungefähr in dem selben Grade als todter Buchstabe behandelt worden ist. wie in den Ver. Staaten die bestehenden Gesetze gegen das Fluchen behandelt werden. Es ist derjenige Paragraph deS preußischen Vereinsgesetzes, welcher politischen ereinen verbietet, mit einander in Verkehr zu treten. Auf Grund dieses ganz vergessenen und völlig überlebten Paragraphen wurde eme Acnon vurchgeführt, wie man sie in anderen Culturländern doch nur bei den schwersten Verdachtsmomenten und, bei gemeinen Verbrechen für angebracht hält. Die Polizei dringt gleichzeitig in achtzig Pnvathauser ein, kehrt Alles zu unterst und oberst, bemächtigt sich ruck sichtSlos aller Privatpapiere, aller Fa milienbriefe. verschafft sich Einblicke in die intimsten Verhältnisse. Auf Grund deS durch die Haussuchungen erlangten Materials konnten natürlich sanunbliche sociatrstrschen Vereme von Berlin autaelöst und verboten werden. denn nichts ist leichter als den Nach weis zu führen, daß diese Vereine mit einander in Verbindung gestanden haben. Man mußte natürlich annehmen, daß de? preußische Minister des Innern in voller Uebereinstimmung mit seinen Collegen war und sich auch der Beistrmmung des Regenten er freute, als er diese Razzia unternahm. Denn das scharfe Vorgehen gegen die Socialisten wird ja allgemein auf ein Werk des Kaisers zurückgeführt. Seit dem der Monarch das Wort gesprochen hatte von der Rotte von Menschen, unwürdig, Deutsche genannt zu werden", vergeht kein Tag ohne Majestatsbeleidigungsprocesse, oft für ganz harmlos klingende Neckereien. Aber kaum eine Woche nach dem Hauptstreiche Köller's wird dieser plötzlich entlassen, obschon diese Entlassung doch den Eindruck hervorrufen muß, daß die Regierung vor den Socialisten zurückweiche. Die Zeltungen behaupten, daß der Reichs kanzler Hohenloh: von derHaussuchung erst durch die Zeitungen erfahren habe und darauf hin den Kaiser vor die Wahl stellte, entweder den Reichs kanzle? oder Köller zu entlassen. Andererseits soll der Kriegsminister von Schellendorf den Kopf Köller's gefordert haben. wl Letzterer gegen den Kriegsminister Tntrigurrte tn Sachen der Ml litär - Gerichtsreform. Das Wahr scheinlichste ist, 'daß derKaiser durch den in den bürgerlichen Kreisen durch jene Haussuchungen erregten Unwillen zur Entlassung desMigen Ministers veranlaßt worden ist, welcher die schärfsienl reactionären Tendenzen verfolgte. Es wird sich ja aus der ferneren Behandlulvk der SociaTdemok raten erfehen lassen, ob die Regierung nach Entfernung Köller's auf die Anwendung roher Gewalt verzichten wird. Jedenfalls haben diese neueren Ereignisse nicht dazu 'beigetragen, die allgemein zum Vorschein tretende Unsicherhn über die polirische Zukunft zu beseiti gen. Man ist hier beständig au Ueberraschungen gefaßt, man weiß nicht, was der nächste Tag bringen wird. Es wird in Preußen und Deutschland jetzt ohne ein bestimmtes System, ohne jeden Plan regiert, und gerade das tragt so viel zur Dcsorgamsanon neniaen Parteien bn. au

welche sich die Regterung specteu zu stützen hat. 'Herrn von Köller's Beseitigung hat selbst nicht einmal bei den Conservativen Sympathien für 'den Entlassenen hervorgerufen. Köller war ein Junker, ohne jede ernstere Bildung, ein hochmü-

thrger, arroganter Patton, ver sich sruher als Mitglied deS Reichstags als völlig unfähig zu ernster politischer vir beit erwiesen hatte. fro Stuttaart xi dieser Tage etwas vassirt. was in jeder norddeutschen Stadt unmöglich gewesen wäre. Dort sind den Socialdemokraten tu ven städtischen Verwaltungskörpern drei Sine einaeräumt worden. Das Wahlrecht würde ihnen ohne solches Entgegenkommen den Eintritt in die staottsche Verwaltung unmöglich gemacht baben. Die .frankfurter Zeituna-, welche selten für die Socialdemokraten ein gutes Wort uong hat, stellt plgende Gesichtspunkte als für jenen Beschluß maßgeoend hm: Es rst unseres Eracktens ein cleradezu unwürdiger Zustand, wenn die Anhänger einer Partei von der Starke der Stuttgarter Socialdemokratie in dem wichtigsten Gemeindekörper ohne Vertretung sein sollen; es dient auch nicht der Ersulluna der Aufaaben der Gemeinde, da die Socialdemokratie sich zumeist auö bestimmten Volksschichten relrutttt, deren Anschauungen. Wünsche und Forderungen ebenfalls .das Recht haben, innerhalb des Schobes Ier Gesammtheit gehört zu werden.Eine kaum glaubliche Geschichte hat sich in München ereignet. Natürlich betrifft sie das Bier, den guen Göttertrank, der unter dem Schatten der Frauenthllrme in'S Dasein tritt und von dort auö seinen! Siegeszug durch die ganze Welt beginnt. Das Unglaubliche aber ist. 'daß die Münchener Brauersürsten neuerdings sich zur Fahne 'der Hellmalerei bekehren. Blonder und blonder wird nämlich das Echte. Einzelne Braus spielen schon ganz in die strahlende Färbung von Pilsen hinüber und sogar der edle Spaten hat dre gelbe Fahne ausgezogen. Daß Bierathen darob m großer Aufregung ist, versteht sich von selbst, und daß der Herr kgl. faynrn Ftnanzminister bereits in der Angelegenheit interpellirt wurde, versteht sich erst recht, demr wozu hat man einen Minister, wenn derselbe nicht betreffs der aller wichtigsten Lebensfragen dem Volke klaren Wein einschenken sollte. Dem Frnanzmmlster des bamvarischen Königreichs untersteht ja bekanntlich die berühmteste Gambrrnusbeste der edlen Bierstadt, das Hofbräuhaus am Pfatzr tu München, eme der größten Sehens- und Kneipenswurdig leiten Europa s. Wird Hofbrau der alten braunen Farbe treu bleiben, oder wird eS ebenfalls rn das gelbe Meer abschwenken? so lautet die schwerwre gende Frage, und d Antwort lautete diplomatisch - doppelsinnig ungefähr in der Art des bekannten Schnacks: Jwu wollcns nicht hoffen, aber Gott geb s. Und so spricht ein Minister m der rnternsten aller bayrischen Fragen! Daß er kein Mißtrauensvotum bekommen, daß sich das Münchener Kindl nicht aus Gram-umgebracht hat und daß die Frauenthürme noch immer das Wahrzeichen von Jsarathen sind, ist wirklich zu verwundern. Wer 'hätte noch vor zehn Jahren gedacht, daß diese Frage überhaupt zemals zur Erörterung gekommen wäre? Hier 'haben wir den Beweis, daß die Menschen immer facklicher und unbeständiger werden. Mün chen, München!! und helles Bier! Der reine Umsturz! Zum Troste diene jedoch, daß das zum Versandt kommende Echte noch immer die traditionelle Farbe Altmünchens darbietet. Uebrigens ist jetzt das Fälschen des Münchener Bieres im Auslande beträchtlich erleichtert worden. Es läßt sich bekanntlich nachweisen, daß in den Ver. Staaten weit mehr echtes Münchener getrunken wird, alsUncle Sam's Zollhäuser vassirt hat. Was mag da erst noch geschehen, wenn man das allerneueste aus München, das "Helle", drüben einzubürgern versucht? Für die amerikanischen Liebhaber des echten Stoffes dürfte eS sich deshalb empfehlen, der alten Fahne treu zu bleiben und gegen die Münchener Hellmalerei auf bierologischem Gebiete entschieden Front zu machen. . In Vraunschweig hat kürzlich ein hochberühmter Arzt, Professor Dr.Hermann Seidel, Selbstmord begangen, und der beklagenswerten jungen Wittwe und den Kindern haben nun 889 frühere Patienten des Selbstmörders eine Adresse überreicht. Es wird darin in beredten Worten der Trauer um den Verstorbenen, dem ehrenden Gedanken an den pflichtgetreuen und gewissenhaften Arzt, den .edlen Mann mit dem warmen Herzen", und unauslöschbarer Dankbarkeit Ausdruck gegeben; sein tiefes Wissen und seine vielseitige Erfahrung, seine Güte und seine Selbstlosigkeit werden hervorgehoben. Der Adresse ist ein Widmungsblatt beigegeben.das links in sauberer Aquarellmalerei einen Friedensengel zeigt, in der Rechten einen Lorbeerkranz, in der Linken eine Tafel mit der Aufschrist haltend: .Dem Helfer der leidenden Menschheit". Der Tezt der Widmung lautet: .Frau Prof. Dr. Seidel als Zeichen der aufrichtigsten Dankbarkeit und der tiefsten Verehrung für ihren verstorbenen Gatten, den bewährten Arzt, den warmen Menschenfreund und edlen Mann. Die theilnehmenden Patienten." Es ist eine . tieftraurige Geschichte. Dr. Seidel hatte in einer Gesellschaft einen Collegen geohrfeigt, welcher seine Ehrenhaftigkeit und Wahrhaftigkeit angezweifelt hatte. Seidel war durch jahrelange Ueberanstrengung als Operateur furchtbar nervös geworden, und nur so ist feine That, die er selbst später tief bedauerte, zu erklären. Daraufhin beschloß dieBraunschweiger Aerztekammer den Ausschluß des Dr. Seidel. Dazu kam. daß die vier Assistenzärzte Seidels einundzwanzig Anklagen gegen ihren Chef wegen unprofessioneller Führung erhoben (atten. : Von die

sen Än nagen wurden neunzeon als gänzlich belanglos von der Untersu-chungs-Commission erkannt, und nur zwei als einigermaßen begründet be-

funden. AIS Seidel das Resultat der Untersuchung kennen lernte, brach er völlig zusammen und griff nach der Morphiumflasche. Die beiden Brüder des Unglücklichen, der Dichter Heinrich Seidel und der Dirigent rn den Kunst sammlungen der königlichen Schlösser. Dr. Paul Seidel, haben nun die sog. Untersuchung nachgeprüft und das Resultat mit allen Belegen an den Weltberühmten Chirurgen Dr. von Bergmann :n Berlin ubersandt. Die beiden Anklagen lauteten: 1) Prof. Seidel soll am 27. Juni 1894, obwohl er damals einen Furunkel an der Hand gehabt, eme BauchOperation (Lapjiratornie) gemacht und dadurch den Tod des Patienten an Bauchfellentzündung (1'er!tn!t!s) verursacht haben. 2) Prof. Seidel soll am 2. August d. I. Abends einer telephonischen Aufforderung nach dem Krankenhause zu kommen, um einen an I'erLratlons-?erit0nit!3 (Bauchfellentzundung) erkrankten zwolnahngen Knaben zu operiren, nicht nachgekommen sem, und das Klnd wäre :n der Nacht gestorben. Zu dem letzteren Falle wird bemerkt: Prof. Seidel erkundigte sich telephonisch nach dem Zustande des Kranken und kann laut Krankengeschichte nur folgenden Bescheid erhalten haben: .Puls 180. fadenförmig, Unruhe, Erbrechen, Leib aufgetneben. Es handelte sich demnach um einen im Sterben liegenden Kranken, dem keine Operation mehr helfen konnte. Diese Auffassung vertritt Prof. Seidel auch in dem an die Doctoren Hartmann und Lange hinterlassenen Schreiben, worin er sagt, daß es sich eben um PerforationPeritonitis gehandelt habe, die er von seinem wissenschaftlichen Standpunkte aus im vorgeschrittenen Stadium als aussichtslos überhaupt nicht mehr operire. Sollte es noch möglich gewesen sein, so hätte H. (der erste Assistent Seidels) den Fall pflichtgemäß in seiner Abwesenheit behandeln müssen. Die erste Anschuldigung erklärte Prof. Seidel in demselben Schreiben für .Unsinn". Professor von Bergmann hat folgendes Gutachten abgegeben: .Die Aufzeichnungen.welche Sie mir freundliehst überließen, haben mich mit Schrecken und Trauer über das Unrecht erfüllt, welches man Ihrem vers'torbenen Herrn Bruder, einem geachteten und beliebten Mitgliede der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie zugefügt hat. Unerhört in den Annalen deutscher Hospitäler ist es. daß Assistenten so gegen ihren Chef aufgetreten sind, wie die vier Denuncianten Ihres unglücklichen Bruders. Unerhör! ist es auch, daß unter vier gebildeten und zum Dienst der Unglücklichen und Kranken erzogenen Medizinern nicht einer sich gefunden hat, der rechtzeitig den anderen zurief: .Laßt uns keine Unanständigkeit begehen!" Wenn wirklich, wie der Herr Minister Ihres Bruders Freunden mitgetheilt hat, von den 21 Klagepunkten der Assistenten blos die zwei von demselben angeführten Berücksichtigung fanden, so bedarf Ihr verstorbener Herr Bruder keiner Rechtfertigung, denn daß man nichts anderes als die beiden bezeichneten Dinge gegen ihn sich ersinnen konnte, zeigt, daß seine Feinde nichts gefunden haben, was ihn wirklich zu treffen vermochte. Auf dem weiten Erdenrund lebt kein Chirurg von Namen und Gewissen, der einem Operateur ein Vergehen aus de: Thatsache, daß er mit einem Furunkel an der Hand operirt hat, ableiten würde. Das ist kein VorWurf, das geschieht ungestraft wer weiß wie oft, und der Beweis, daß die betreffende Entzündung im Leibe der Operirten durch Berührung mit einer eiternden Pustel an der Hand des Operateurs entstanden, läßt sich gzr nicht fuhren. Eme Untersuchung batte blos die .Unmöglichkeit der Vveisführung i -priori festgestellt. Der zweite VorWurf hat ebensowenig den Charakter eines Vergehens. Die Assistenten muß ten wissen, daß bei einem im höchsten Grade fiebernden Kinde mit 180 Pulsen und aufqetriebenem Leibe heute die wenigsten Chirurgen noch wegen einer Perkorat!ons-Per!tori!t!s operiren. Ich z. B. bestimmt nicht.-, . Daß dem Professor Bergmann bei dieser Begutachtung, die Sympathie mit der Familie dieses ' Opfers der tandesehre die Hand gefuhrt hat, ist unverkennbar. Dem Laien kann es nicht einleuchten, daß ein Chirurg mit einem Furunkel an der Hand operirt. und wenn es überall ungestraft geschieht, so ist das ein Unfug. Aber trägt das Publikum nicht einen gro ßen Theil der Schuld? Den Berühm ten unter den Chirurgen wird heutzutage eine Arbeitskraft zugemuthet, welche kein Mensch zu leisten vermag. Wer durch das Bitten und Flehen hilssbeoursttger Patienten, die von kei ner Arbeitstheiluna etwas wissen wol len, dazu gezwungen wird, von früh ?. ..., . . , rr ois ipai mir oem peraiionsmesser zu hannren, dem darf man eme Leichtser tigkeit nicht so schwer anrechnen. Der rzbergba im Alterthume. Aus zahlreichen Notizen alter Schriftsteller sowohl, als auch aus den noch vorhandenen Spuren von einstens, intensiv betriebenen, nun aber längst erschöpften Bergwerken, können wir unS ern Ziemlich richtiges Bild über die Art und Weise bilden, wie dieser hock wichtige Zweig gewerblicher Thätizkeit 'im Alterthume betrieben wurde. Von den mächtigen maschinelle Anlagen, wie solche im modernen Bergbau Ver Wendung finden, hatte man damals selbstverständlich keine Ahnung. Trotz dem aber leisteten unsere Vorfahren im Bergbau ein ganz gewaltiges Stück Arbeit, das selbst dem modernen Techniker, der -Berae und ' Inseln durch explosive Mittel verschwinden laßt, nnponlren könn te. zöge er nicht in Betracht, daß die Alten rhre Bergwerke durch, Sklaven, welche nicht geschont wurden, bearbei, ten lieben. '.

Plinius der Aeltere beschreib: uns eine Methode des Abbaues, wie dieselbe kaum barbarischer gedacht werden kann. In den abzubauenden Theil des die Erze enthaltenden BergeS wurden zahlreiche Kanäle getrieben, welche

durch 'Holzpferler gestutzt wurden. Zur Beleuchtung dieserKanäle wurdenLampen verwendet, deren Brenndauer aleichzeitia zur Messung der Arbeits zeit dienten. War der Berg genügend unterwühlt, so wurden b;t Pfeiler zer stört, worauf die Kanäle einstürzten und die Zerklüftung der darüber be flndllchen Bercrmasse verursachten. Es entstand so ein ungeheurer Schtthaufen. aus welchem daS Erz gewöhnlich mit Hilfe riesiger Wäschereien ausgeschieden wurde. Selbstverständlich konnte diese Abbau-Methode nur vei sehr reichen Erzlagern, welche sich nahe der Erdoberslache befanden, mit Aussicht auf lohnenden Erfolg unternommen werden. Im Allgemeinen verfolgten die Alten die Erzgänge, gerade so wie heute, durch Schächte und suchten, wenn sie an eine Schichtenverwerfung gelangten. den verschwundenen Erzgang durch Anlegung von Schurfschächten oder Versuchsstollen wieder zu finden. Diodorus Siculus, dieser gewissenhafte Historiker unter Julius Cäsar und AugUMs, erzahlt unZ von unterirdischen Arbeiten der Römer, welche nicht allein eine bedeutende, sondern auch eine anz beträchtliche Tiefe besaßen. Diese Schächte zeichnen sich durch die besondere Sorgfalt aus, mit wel cher die Wände bearbeitet worden sind. Nicht selten steht man die Spuren des Meißels an denselben, und noch heute läßt sicb ein Schacht der Römer zum Unterschiede von den modernen Schachten n seinen glatten und zugerichteten Wänden erkennen. Die Mittel, welche die Alten benutzten, um harte Felsen zu zersprengen. waren sehr einfache, Plinius erzählt von mächtigen Ersenblocken, die gleich Widderköpfen durch die vereinigten Kräfte zahlreicher Arbeiter so lange gegen die harten Felsmassen geschlagen wurden, bis letztere in Stucke sprangen. Ein gewohnliches Mrttel zur Mürbemachung des Felsens war auch das Feuer, dessen die Steinoberfläche . e : . c . rn 4 ? r zerrelßenoe xuiriung 'ourcy zegieLen der letzteren mit Essig erhöht wurde. So schreibt Bitruvius (Pollio) in seinem Augusws gewidmeten Werke .ve architectura", daß das Silicate enthaltende Gestein, welches vom Eisen und vom Feuer nicht angegriffen .wird, mit lautem Knalle zerspringt, wenn es nach genügender Erhitzung durch Feuer mit Essig begossen wird. Es ist bekannt, daß Hannibal seiner Armee mit Hilfe von Feuer und Essig einen Weg über die AlM bahnte. Weniger bekannt, aber deswegen nicht unerwähnenswerth ist, daß noch im 16. Jahrhundert dieses Doppelmittel zur Mürbemachung des FelszesteinZ angewendet wurde; wenigstens schreibt Agricola, geboren 1490 in Glauchau, in seinem Werke .ve re metallica", daß dieses Verfahren damals noch in deutschen Bergwerken ausgeübt wurde. Schließlich sei hier noch eines Abbaumittels gedacht, welches sich aus der Zeit des Alterthums bis auf heute unverändert erhalten hat; es ist dies die Sprengung der Felsenmasse mittelst des quellenden Hves. ES werden nämlich trockene Holzkeile in die Felsenspalten getrieben und dann mit Wasser begossen; das ausquellende Holz vergrößert die Spalten und zerklüftet endlick den ftelf. Vom JnlanVe. Die Fischerei - Industrie von Alaska erfreut sich einer stetigen Zunahme. In der verflossenen Saison sind bei Killasnoe an 40.000 Tonnen Heringe gefangen und von dort sind nicht weniger als 7000 Faß Fischtran exportirt worden. Im Fräser River wurde jüngst ein gewaltiger Stör gefangen, welcher 920 Pfund wog. Trotzdem die Fische in jener Gegend sehr billig sind und nicht mehr als einen Cent per Pfund bringen, war das ein recht lohjxrcXr it In K o k o m o, In d., gibt es 'inen aus drei Blinden bestehenden Haushalt. Mann und Frau verloren die Augen bei einem Unfall, der die Letztere auch die Arme kostete; der Mann verdient den Lebensunterhalt zls Hausirer. Das blinde Paar hat rin Dienstmädchen, das ebenfalls deö lluaenlichtes beraubt ist. .TodinFolgevonWasserscheu" lautete das Verdict in dem Inquest. welcher dieser Tage vor dem New Aorker Coroner Hoeber in dem Falle des 15 Jahre alten William Grünswald stattfand. Der Knabe wurde am 25. August in dem Keller seiner Wohnung. No. 160 Lewks Str., von einer Katze gebissen, die er auf den Hof jagen wollte. Einige Wochen später zeigten sich bei ihm Symptome von Wasserscheu. Er wurde nach dem Gouverneurs - Hospital gebracht und starb dort nach entsetzlichen Qualen. Coroners - Arzt Dr. Huber und Dr. Court vom Gouverneurs - Hosp'al hatten eine Autopsie vorgenommen und waren zu der Ueberzeugung gelangt, daß Tollwuth die Todesursache war. I n H o r r y C o u n t y, S. C., soll den todten Veteranen des 10. Regiments S. C. V. ein Denkmal errichte! werden. Diese Thatsache würde keiner besonderen Erwähnumg werth sein, wenn durch dieselbe mcht die Erinnerung an die 5. Compagnie dieses Re giments, die fast ausschließlich ausVerwandten bestand, wachgerufen würde. Derselben gehörten 10 Ehestnuts, 14 Johnfons, 7 Alfords u. s. w. an und deS Capitäns Vetter war ein jedes Mitglied der Compagnie, der nicht sein Bruder war. Beim Exercieren redete er seine Untergebenen niemals anders als .Cousin" an und beim Gamaschendienst ging es überaus gemüthlich zu; im Kampfe aber gab eS keinen braveren Truppentheil, als die .Butternut"Compagnie, wie dieselbe scherzend genannt wurde. .Unter den Schafzüchtern unseres Landes hat die Nachricht, daß Enaland ficfc mit der Absicht traae. die

Einfuhr von Schafen aus den Ver. Staaten ganz zu verbieten, eine gewisse Beunruhigung verursacht. Ursache dazu soll sein, daß krankes Vieh eingeführt worden ist. Seitdem England die Bestimmung aufgehoben hat, derzufolge impörtirte Schafe, anstatt in die Mast gethan, sofort nach der Landung geschlachtet werden mußten, hat

sich die amerikanische Aussuhr dedeutend gehoben. Im Jahre 1894 wurden 80.000 Stück ausgeführt, in 1895 bereits 360.000 Stück. Wie Dr. Salmon. Chef der Viehzucht-Abtheilung des Ackerbau-Departements. mittheilt, herrscht unter denSchafen, keine Krankheit vor, die seitens der englischen Behörden zu Verbotsmaßregeln Veranlassung geben könnte. Ein ungeheures Vermogen. an die fabelhaften Reichthümer Monte Christo'S erinnernd, erwartet angeblich die in Amerika wohnhaften Nachkommen Antoine De Grasse's. die Angehörigen einer französischen Grafenfamilie. Als einer der Erben ist Daniel De Grasse. in Patchogue.L. I.. ermittelt worden. Der Nachlaß besteht, so wird behauptet, in Grundstücken im Werthe von 32 Millionen Dollars, welche Summe seit dem Jahre 1783 zu vier Procent verzinst wurde, so daß gegenwärtig der Gesammtbetrag durch Zins und Zinseszlns aus eine enorme Höhe anqeschwollen ist. Pariser Advokaten haben seit Jahren nach den Erben gesucht. Die erste Nachricht von in . jt . p . '. . i- . je oem cacyiafl ge.angie vor urzem nacy Amerika. Frau ?)hn Samson tn Bäthurst. Can.. welche aus dem qräflichen Hause stammt, benachrichtigte Daniel De, Grasse m Patchogue, und derselbe wird seine Ansprüche geltend machen. Er ist be: der .Suffolk Wa ter Company" als Maschinist angestellt und hat eme aus Frau und fünf er wachsenen Kindern bestehende Familie. Daniel De Grasse erklärt, daß er ein Enkel Antoine De Grasse's sei. welcher seinVaterland verließ und sich der eng lischen Armee anschloß. Er kämpfte unter Wellington in der Schlacht von Waterloo und kam spater nach Ame rika. Der.Vruder Antoine's war ein Freund Washington's und focht in der Revolutwnsarmee gegen die Englan der. Nach der Revolution kehrte ?r nach Varis '"rück und starb taWbfl ohne direkte Erben, so daß der Nachlaß den Kindern seine? Nuders nfallt. Ml Dom Llusranve. Vor dem Strafgerichte in Budapest spielte sich eine ausregende Scene ab. Der Vorsitzende, Gerichtsrath Lenk, hatte das Urtheil über eine Einbrecherbande, namentlich über den Führer, einen gewissen Vlaschinsky. zu verkünden.. Vlaschinsky hatte den Vorsitzenden wiederholt in der gröblichsten Weise beschimpft, als plötzlich sein Ver. theidiger. Dr. Moses, dem Justizwachmann zurief: .Geben Sie Acht! Vlaschinsky beabsichtigt ein Attentat!" Vlaschinsky hatte thatsächlich im Halbdunkel eines der aus dem Boden liegenden Corpora 'delicti, eine sieben Fuß lange Eisenstange, ergriffen und holte zu einem Schlage gegen den Vorsitzenden aus. Vier Wächter sprangen auf den Verbrecher zu und vermochten ihn nur mit größter Muhe zu bandigen. Eine ergötzliche Mißdeutu,ng hat kürzlich ein Schreiben vom General -"Cömmando des preußischen Gardecorvs in der Lüneburaer Haide erfahren. Ein Bauernsohn hatte sich niv Emstelluna der der, Garbe geme.det. Nach ewigen Tagen, erhält er Antwort. Als er den, Brief gelesen, fraate er zaaend seivn Vater: .Vadder, kannst Du ml. wenn ick na'r Garde kome. woll noch 100 Da ler mehr mitgäben, dsnn dat Gewehr mut ick mi sülpst köpen," .Wis den Breif mal her. Junge," sagte der Vater, setzte die Brille auf, las auch und sagte dann: .Ja, et is richtig, da sielt et, dat mag awer bi de Garde woll nich anners (nhn.M Die Behörde hatte in dem Briefe zum Schluß geschrieben: .Eine sot . , r" rr n .ff . . ewayr rur rnsieuung wiui mu w leistet werden. Seit Kurzem ist der Amts richter Dr. Schultze in Hamburg verschwunden. Man befürchtet, daß der etwaö kurzsichtige Herr am Abend im Nebel den Weg verfehlt hat, rn dei Nähe seiner Wohnung in die Alster ge stürzt und ertrunken ist. tn nickt aani alltäg liches Liebesabenteuer wird aus Dublin aemeldet. Vor emiaer fle'rt er schien ein Paar vor dem Standesbeamten und erklärte seine Absicht, in den Ehestand zu treten. Dem Veamten kam der Bräutigam aber doch et was zu juna vor und er forsckte nack dessen Alter. Als er erfuhr, daß der yenvscanosdZat erst 12 Jahre alt war, verweigerte er natürlich daS Verlangen deS Paares zu erfüllen. War es icyon erjtaunllch genug, daß ern 12 jähriger Junge heirathen wollte, so ge wann die Geschichte dadurch einen be sonders pikanten Beigeschmack, daß die raur zt ayre alt war und ein seh angenehmes Aeußere ausweist. die beken unaleichen Liebesleute 1 lnhrn:' u. r. 4-v jija der Dubliner jüdischen Gemeinde angehören er heißt Goldberg und sie Schleinder so wurden auch deren Beamte davon in Kenntniß gesetzt, daß oem Paare wegen der großen Jugend deS Bräutigams die Ebescblienuna untersagt worden war und sowohl der . w.:. 7 , wmwmu, wie u;c nngeqorlgen cez MädchenS boten nun allen Einfluß auf, um es von dem .thörichten Schritt abzubringen. Da beide Theile aber erklärten, daß sie auf ihrem Vorsatz unerschütterlich verharrten, wurden sie von ihren Angehörigen in strengen Gewahrsam genommen. Schließlich gelang es aber dem jungen Goldberg, die Wachsamkeit seiner Familie zu tauschen und zu entwischen, und da er lange Zeit nicht wiedertanr, wurde man ängstlich, fragte bei der Familie Schleinder an und erfuhr, daß auch daS Mädchen verschwunden war. Der Junge hatte 15 Pfd. Sterl. mit sich genommen und sich mit semer Braut nach Sheffield begeben, wo er Verwandte hat. Vei der Ruckkehr von der Hochzeitsreise erwartet rhn vermuthlich eine tüchtige Tracht Prügel. .

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