Indiana Tribüne, Volume 19, Number 95, Indianapolis, Marion County, 22 December 1895 — Page 9

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Wissen Sie woher der Shtnt $3i es" rührt ? Um die Mitte des XVI. Jahrhundert? ließ sich der Herzog Albrecht der V. von Bayern sein Bier von Eimbcck in Hannover nach München schicken. AIS nun anno 1589 daS Brauhaus eingerichtet wurde, braute man nun nach der Art der bisher auS der Fremde bezogenen Biere. Anno 1614 ward anerkannt, daß daS in München

gesottene "ainpockish" Bier dem echten Eimbecker" an Gute nicht nachstehe, und von da ab war der Ruf der Münch

ener Brauerkunst wohl begründet Der erste Hosbräumeister hieß Haimeram Prongranz und war aüS Eeisenfeld. Der ?kame deS "ainpockish" Bier hat sich bis heute in dem Worte 0VSods erhalten.

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Bon heute ab, den Rest des Jahres, bei alleir unseren Kunden, Bock" aus deu drei Brauereien. Außerdem in Flaschen. CT Bestellungen mache man im

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No. 86 Nord Pennsylvania Straße, oder Telephon Für die Festtage bringen wir folgende unserer Marken in empfehlende Erinnerung :

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Ein Zvintersrzund aus Indien.

Von Martin Beck.

.Hohen Muth.S in unsrer Mitte Steht der Punsch, der stolze Britte fingt I. H. Voß in einem Gedichte mit mehr Pathos als Wahrheit. Denn der Punsch ist nicht englischerAbstammung. Durch die Engländer vorzüglich durch ihre Seeleute, bei denen er rasch zum Lieblingsgetränk aufgerückt war.wurde dieWelt nur zuerst mit ihm bekannt. Das war im achtzehnten Jahrhundert. Die Engländer hatten ihn Ende des siebzehnten Jahrhunderts in seiner Heimath, an der Ostküste 'Ostindiens, kennen und bald selbst bereiten gelernte Das erzählt zuerst Fryars New account of East India and Persia, Conbon, 1697. Aber schon lange vorher war der Punsch bereits in einem deutschen Buche erwähnt worbtn. Ein deutscher Reisender. Albrecht von Mandelslo, der von 1616 bis 1644 lebte, hatte ihn auch bei den Indern kennen gelernt. Er erwähnt ihn in seinem, von Adam Olearius herausgegebenen Werke Morgenlänfrische Reisebeschreibung- mit den Wortat: .Ein Getränk, das sie Palepuntschen nennen, wird von starkem Branntwein. Citronensast. Zuckerund NosenwJsser untereinander gemischt !" Die Engländer waren aber die ersten, die das feurige Getränk in das Abendland einführten. Und auf dem Festlande trurde es auch mit wahrer Begeisterung sofort zum Liebling aller Welt erklart, was sich recht auffällig in der Literatur der damaligen Zeit spiegelt. tt" t.

Er verzettelte v:e paar qaiciajen im Weinkeller und im Punschladen.erzählt Langbein in seinen Schriften von einem kleinen Lebemann. Wir wollen unseren Punschnapf in Procession abholen sagt Christian Felix Weibe (1726 bis 1801) in seinen Verwandelten Weibern" bei der Darstellung einer Punschscene, bei der auch Einer, der sich recht entzückt geberdet, gefragt wird: .Ist Dir der Punschgeruch in die Nase gefahren?" Wieland schwärmt von der Punschschale, Jean Paul von der Punschschüssel. In seinen Memoiren gedenkt v. Lang unsrer lustigen Spiel- und Punschnachte." Auch Holte! erzählt gern vom Punschrausch. Wieland lobt auc von Einem, .er hatte die Gabe, aus einem halben Nössel Num und etwas Cremor

kartari einen auten Wunsch zu machen."

Auch Goethe entzog sich nicht der allgemeinen Punschliebe seiner Zeit. .Ein Gläschen Punsch soll der warmen Stube zu Hilfe kommen.- schreibt er einmal an Schiller. Etwas weniger zimperlich erzählt er an einer Stelle : .Da der zweite Punschnapf geleert war. wurde der Punschnapf selbst, der nach einem solchen Feste durch unheiliges Getränk nicht wieder entweiht werden sollte, in tausend Stücke geschlagen." Und endlich mahnt er: Nur durchwäss're mir nicht dies Buch lein; es sei mir ein Fläschchen Reinen Araks. und Punsch mache sich Jeder nach Lust. In ganzen Gedichten besang man das neue Getränk, das alle Welt vergötterte. Aus ihrer großen Menge ist fast nur das bekannteste. Schiller's Punschlied, übrig geblieben. Alle anderen sind verflogen wie der Punschrausch des damaligen Zeitalters. Das zu Anfang dieser Skizze mitgetheilte rührt von Johann Heinrich Boß her. de? so gern mit großem Behagen die harmlosen Freuden des bürgerlichen Lebens besang. Wein und Zitronen und Rack in der Weidtasch' hab' ich und Zucker. Daß du mit wärmendem Punsch den erfror'nen Alten erquickest, saßt er an einer andern Stelle. Und an einer dritten preist er, wie glücklich wir uns fühlen, . .schlürfen tät gestählten Punsches vol, les Maß". Stahlpunsch wird noch bei- vieles andern Schriftstellern erwähnt. Er wurde kalt bereitet und dann durch hineingetauchten glühenden Stahl erhitzt. Punschen war schon beinahe mit kneipen gleichbedeutend geworden. So lesen wir bei Jmmermonn: Und so punsch' ich und so dampf ich heiter. In dem Schooß meiner lust'gen Familie. Man hielt den Punsch sogar für sehr gesundheitszuträglich. .Punsch aber, der Zitronen wegen, wird von allen Medizis als ein sehr gutes Präservatw gegen die hier im Schwange zehenden Krankheiten empfohlen," schreibt Lessing. Schwermüthig aber bemerkt Thümmel in seiner .Reise in's mittägliche Frankreich" ; .Nirgends reicht uns der Tod näher, schmerzloser und aaukelnder bie Hand, als bei der

Punschschale, die unsere Abende begeistert." Im Bilde spielt der Punsch in de ersten Jahrzehnten seines Auftretens licht minder eine gewisse, wenn auch ehr untergeordnete Rolle. Gesellschaf,en, die um die dampfende Punschbowle versammelt sind.zechendePunschbrüder. denen die hitzigen Punschgeister schon stark in's Gehirn gedrungen sind, schauen uns in Kupferstich, Radirung und Holzschnitt verewigt aus den be liebten illustrirten Taschenbüchern, Almanachen und Monatsschriften jener Zeit entgegen. Auch hübsche farbige Kunstblätter waren verbreitet, auf de,en der Punsch farbenprächtig in allegorischer Weise dargestellt war, z .B. als Hindu in phantastischem orientalischen Kostüm mit kabbalistischen Figurenzeichen, der in wilder Verzückung Beschwörungsformeln über einen im helllodernden Feuer stehenden, alterthümlichen Erzkessel murmelt, während seine auch symbolisch als dienende Geister dargestellten Gehilfen die -bekann-ten. unverkennbaren fünf Mischstoffe des Punsches eng verschlungen in den mit sinnigen Reliefs verzierten Kessel ziehen, dem dichter Dampf mit hundert seltsamen Nebelgestalten entströmt. -Fünf Elemente, innig gesellt, was ren es, die sich von Anfang an brüder lich zur Schöpfung des Göttertrankes verbunden hatten: Rum oder Arak, Wein oder Wasser, Thee. Zucke? und Zitronensaft. Man mischte ihn wohl auch aus Branntwein,' Wasser. Zucker, Pomeranzensaft , und Muskatnüssen. Ersetzte man das Wasser bei der Bereitung oft oder ganz zum Theil durch Wein, so nannte man ihn Weinpunsch. Jetzt fügt man aber den meisten Punschsorten Wein zu. Und es giebt die mannigfachsten Arten, unter denen, außer dem gewöhnlichen Punsch, der '..:e. der Eier-, Stahlpunsch und der vornehme Royal-Punsch am bekanntesten sind. In der neueren Zeit spielt derPunsch längst nlcht mehr die hervorragende Rolle, wie noch in den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts. An seine Stelle sind in feineren Kreisen die verschiedenartigen und vornehmeren Bow len und Liqueure getreten. Trotzdem hat er sich noch immer viele treue Verehrer bewahren dürsen, die ihn besonders als Winterfreund immer gern willkommen heißen. Die Bequemli keit der Bereitung suchen schon Jett

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-inzchessenzen und -Eztracte zu er'eichtern. Doch kommt man wieder ehr, und mehr von der Punfchberei :ung aus Essenzen ab. da diese selten rein, gut und haltbar geliefert werden. Man bereitet ihn lieber vollständig selbst aus seinen Mischstoffen. Gute Rezepte dazu giebt es in Menge. Doch es dampft heutzutage in den Punsch terrinen. die' fröhliche Gesichter zur kal ten Winterzeit um sich versammelt sehen, meistens ein Punsch, der neben den .fünf Elementen" noch genügend andere Stoffe enthält, die ihm angenehm würzigen Duft verleihen. Von jenen .fünf Elementen, innig gesellt," die doch noch immer seinen Hauptinhalt ausmachen, hat derPunsch einst seinen Namen bekommen. Die Engländer brachten ihn aus Indien mit. Er stammt vom hindostanischeu pantsck her, der im Sanskrit panca (spr. pantscka) lautet. Pantscha bedeutet in allen arisch-indischen Mundarten fünf. Pendschab oder Pandschab ist das Fünfstromland, Punsch das Fünfstoffgetränk. Eigentlich müßte man also Pantsch statt Punsch sagen. Bei den Engländern ist auch erst Punsch daraus geworden. Die besaßen schon, ehe sie den feurigen Trank kennen lernten, das Wort puncd. Dieser alte Volksausdruck verschmolz sich mit einer Verstümme lung des italienischen Purcinell, wie der Hanswurst der alten italienischen Bühne hieß, zu Punsch, der eigentlichen Bezeichnung für Hanswurst, eine Bezeichnung, die besonders durch das nach ihr benannte satirische Blatt .Punsch" bekannt ist. Dieses Wort steht mit Punsch in keinem Zusammenhange. Es ist aber schuld' daran, daß aus dem hindostanischen Pantscha das heutige Wort Punsch wurde, da das der englischen Volkszunge nicht so besremdlich klang.

Schnell gefreit. Clara: .Schon verlobt? Er kennt D5H ja erst seit zwei Wochen!" Mund: .Eben tefrtor Kaufe Mucho's Beft Hadann

erlangt: Ulefime vertrauenswürdige Damen oder Herren, um für tln alte, ie kannte Han in Jndtana ,u resen. Salär $780 nn Reisekaften. eKSndtge tellnng. frügen te eteren,en und felbftadreMrte. frankirte nve bet. The Tsmintsn . Omalz utlin, hteag,, Jll.

Der Überführte Dieb. Aus den Pflanzungen der Insel Kuba, wo die Sklaverei nur dem Na ?:en nach abgeschafft ist, erhalten die Sklaven zur Bekleidung jedes Jahr zwei Paar Hosen, zwei Hemden, eine große Tuchjacke und eine Müße mit blankem Lederlackschirm. Tiefe ledere spielt eine Rolle in der folgenden Ge schichte: Die beiden Aufseher zweier Zucker Plantagen führten ein Gespräch über ih;e Untergebenen. .Ich wäre mit meinen Kerlen wohl zufricden,- sagte der Eine, .wenn sie nicht gar so diebisch wären." .Meine waren es früher nicht wem ger," erwiederte der Andere, .aber ich habe es ihnen abgebracht." .Da bin ich neugierig! Auf welche Art denn?" .Nun, das machte ich so. Ich besitze eine bübicke silberne s5ialirettrnd"s.

Diese ließ ich absichtlich im Garten licgen uno versteckte mich dann hinter einem Busch, von dem aus ich sie sehen konnte. Nicht lange dauerte eS, so kam einer der schwarzen Burschen, Domingo, vorüber, bemerkte das glitzernde Ding im Grase und steckte eS ruhig zu sich. Abends nach der Arbeit berief ich alle Neger zusammen, sagte ihnen, daß mir die Eigarettendose gestohlen sei, beschrieb sie genau und forderte zuletzt den Dieb auf, vorzutreten. Sobald er sich freiwillig melde und mir mein Ei genthum zurückgebe, solle er straflos ausgehen. Wie ich erwartet hatte, rührte sich Niemand. Nun befahl ich jedem Einzelnen in seine Hütte zu gehen. Ich schritt dann selbst die Hütten ab und forderte von Jedem seine Mütze. An der Kopfbedeckung Domingo 's machte ich mir ein Zeichen, um sie wiederzuerkennen. Nach einer Weile mußten sie sich wieder Alle versammeln. Die

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auf den Rasen gelegt. Ich ließ die Neger einen Kreis um die Mützen b:l. den. .Nun merkt auf," sagte ich, .hier ist mein Hund Nero, daS ist ein Zauberhund, er wird sofort die dem Diebe gehörige Mütze herausfinden und dessen Schirm belecken." Ich lieh den Hund, den ich am Halsband festgehalten hatte, loS, und er ging herum, die Mützen beschnüffelnd. Endlich blieb er vor einer stehen und leckte an deren Lederschirm. Es war Domingo' Mütze, in dessen Hütte sich zum Staunen der Neger die gestohlene Eigarettenböchse vergraben fand. , Natürlich entging Domingo seiner Strafe nicht. Von der Zeit an aber haben die Diebstähle aufgehört. , .Ja, wie hat denn der Hund Do mingo's Mütze herausgefunden?" fragte der andere Aufseher. .Ich hatte den Schirm vorher mit einer Speckschwarte bestricken."

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