Indiana Tribüne, Volume 19, Number 95, Indianapolis, Marion County, 22 December 1895 — Page 14
Wintertted
Von Joseph Freierm v. Eichendorff. Äir träumt' ich ruhte fciebii Vor meines Vaters HauS Uri'd schaute fröhlich nieder ' In-'s alte Tha.l hinaus?, Die 'Luft mit lindem Spieln . Gmz durch daS Frühlingslaub. Und Blüthenflocken fielen Mir über Brust und Haupt. Als ich erwacht, da flimmert Der Mond vom Waldesrand; Im falben Scheine schimmert Um mich ein fremdes Land, Und wie ich ringsum sehe: Die Flocken waren Eis, Die Gegend war vom Schneee, Mein Haar vom Alter weiß. . I Zvie Einer sein Glück machte. Eine C:z2h!ung nach dem Leben von 23. v. Schierbrand. Alfa nach Amerika willst, Du?Ja, will mein Glück dort machen." Wenn ich fragen darf, wie denn?" Weiß 'ich noch nicht genau wird sich schon finden, wenn ich hinkomme. Drüben ist's schon viel Dümmeren gealückt. warum mir nicht?" Na ja aber viel Gescheidtere haben auch dort gänzlich Schllfsbruch erlitten." , Maa sein aber ich, denke, ich werde nicht zu den Letzteren gehören." Vh' YnriW Wnn rirh?r: mosten I W rv., " I Dich Deine Hoffnungen nicht täuschen." Danke, alter Junge! Wird schon gehen, das altersschwache Europa, wo die Menschen sich zu dick auf dem Nacken sitzen, habe ich gründlich satt, 'l .1. a CT . t IX. V-i! . uno mir ccroa& vicuragc loinmz iu utu i ben schon fort! ' - . ' Die Beiden 'hatten sich in Berlin an der Ecke der Leipziger- und FnednchStraße getroffen und auf obige Weise Abschied von einander, vielleicht für's Leben, genommen. Beide waren it zur selben Zeit in die Eadettenschule zu GrokLichterfekde gekommen, waren dort gute Freunde und treue Kameraden geworden, waren dann zusammen in das Heer als blutjunge Fähnriche eingetreten und zur selben Zeit mit dem Lieutenantspatent beglückt worden. Herbert aber, dessen monatlicher Zuschuh vom Vater ein sehr knapper war, denn es gab eine Anzahl Geschwister, und dessen altadlige? Name ihm unter solchen Umständen auf Schritt und Tritt nur hindernd in den Weg trat, denn mitmachen" konnte er nicht und das bloße .Zusehen macht: ihm auch keinen Spaß, hatte vor Kurzem den Abschied genommen und wollte sein Glück drüben über'm Ocean Probiren. , . es, ,v TT - i i ::vf. I rn Freund, Ma? von Stetten, fühlte I sich dagegen in seinem Berufe sehr glücklich, wozu die immer wohlgesprckte Hrfc sy (her Nit?r An wöbtsthitrhr RZera-utesiker in Vommern. dessen rnirnor tfSnfm tr mir mmrr lrm Neuem füllte, wohl viel beitragen mochte. Herbert von Dahlem. dessen Vorfahren als freie Nerchsgrafen einst im NnN, MiM. drst ber als Qssiet kaum noch standesgemäß" bcwegen konnte, weil der elterliche Besitz tief verschuldet war, hatte dem .glänzenden Elend" nunmehr ein rasches
Ende bereitet und hoffte, mit dem I er eoera,cye uno nannxe ncy zenl Wagemuth der Jugend, daß es ihm in pwin Heibert Dahlem,. DasArden Ver. Staaten, wo die steinreichen beiten war ihm schwer geworden. Noch
Erbinnen ja förmlich an den Bäumen wuchsen, schon gelingen werde, ein Stück guten Glücks zu kapern und dann als gemachter) Mann zurückzukehren. lind ftPT'Mnp'hfrr? 3tnrr? fviH Za bei dieser Annahme für sich. Herbert war em vollendeter Cavalier von feinen Manieren, stattlichem und an zieyenoenq Neunern und mtt einem goldenen Leichtsinn begabt, der über Vieles im Leben eine leichte Brücke schläat. Daß er penn vl es", ein Abenteurer und Glücksritter, 'nicht m,hr nncfx mir trnr. hn fnA ihn nicht an. denn er ,hatte es ja nur zu oft ' 9 . ' 'gehört und gelesen, wie es gerade solchcn Menschen, wie er, in dem freien Amerika binnen Kurzem gegluckt war. Also frisch drauf los! Der Vater hatte, wohl oder übel, eingewilligt, und we nige Tage nach obigem Gespräch trug em prachrlger amvurger ampser den jungen Ma.nn hinüber nach den fernen Gestaden Columbia s. . Drei Monate waren seit Herbert'S Landung verflossen. Er hatte sich bei der Ankunft in einem feinen Hotel auf' Mnrray HA einquartiert Er hatte seine Empfehlungsbriefe mit gebührenl r . i f i rf" i i r v rr der Gewandtheit benutzt, um sich Eingang in die exklusiven Kreise des reicden isor&rn zu ver cyanen. wo er bald als brillanter Tänzer und angenehmer Gesellschafter, 'dem der eigen thümliche fremdländische Accent bei der Aussprnche des Englischen einen weiteren Reiz verlieht bekannt wurde. Er hatte eine Saison in Saratoaa. Newport und Long Branch mitgncht iiira dici amucn. iiaron Dennis ac . I 9 spielt und den angenehmen Schwerenö tr ... t ... rrr .' y i cv-i ryer rm Allgemeinen gcmacyi. zeZanntschafben hatte er in großer Zahl angeknüpft, sowohl mit heiratsfähigen reichen Erbinnen wie auch mit deren Papas und Mamas. Das Flirtenhatte er ebenfalls bald weggehabt, und rm rm i r l ah r Mangel an Muth bei der Attacke auf diese schönen, schwerwiegenden Gold erzen konnte man ihm auch nicht vor werfen. Sonderbar indessen! Aus einer reichen Heirath war $ nichts geworden. Nicht einmal zu einer hermlichen Ver-, loduna einer jener summer . en - pajrements-, die so federleicht auf dem Gewissen unserer amerikanischen Schö-' nen ruhen war es gekommen. 'Die jungen Mädchen, mit denen Xtpn Uuen
Sommer zu verkehren vergönnt nr,
hatten alle sehr gern mit ihm geflirsei" hat!:: ihm oft zugenickt, zuge? lächelt, KuKhändchm zugeworfen sogar' beim Ballspiel oder auf dem Picmcplatze, ihn unzählige. Male mir jenem süßen Tonfall der Stimme, den sie bei gewissen Anlässen leicht finden, als My dearCount" angeredet aber das war auch so ziemlich Alles, dessen er sich rühmen , durst:. - Eroberungen solcher Art ha-tte er auch schon zii Dutzenden Zn europäischen Salons unÄ Badeplätzen, in Ostende, Heringsdorj ode? in der Thiergartenstraße, gemacht: Deshalb war er ja nicht nach Amerika gekommen das konnte er Alles drii ben viel hübsche? und vor Allem viel billiger haben. Deshalb hatte er nicht den Abschied genoinmen so sagte er Und dann untersuchte er seine Fl- . nanzen. irr jag vemaye aus oem Trockenen. Trotz der welthend:n Gastfreundschaft, die er in den Villas zu Newport etc. genossen, waren seine wenigen Tausend Mark, die er als ein letztes Anlagecaprtal auö seinem Papa mit Mühe und Noth noch hatte herausschlagen können, nahezu ganz derbraucht. ' Was thun? Seinem Vater konnte und wollte er nicht wieder beschwerlich fallen. Mit der reichen Heirath war es. darüber schien er jetzt im Klaren, Essig". Also was thun? Arbeiten? Schrecklicher Gedanke. Doch schien es. so sehr er sein Gehirn auch marterte, der einzig vernünftige WtSnnf nt stn Sn pt f-rNVn fnnnf " VWUHIV fl4 .V Vbik W VWt Schulden machen und weiter auf dem zetziaen ftirne leben und es abermals j)wbiren, ob nicht schließlich einer jener reizenden Goldfische in seinem Netze hängen bleiben würde? Dos ging nicht. rr- cii. - ,y. ... ' . p. r" yarie es cnon weg, oan. jur einen bloßen Pnoatmenschen. der keine sicht baren Geschäfte treibt, das Schulden machen in Amerika viel schwieriger ist, als in Europa denn auf seinen gräflichen Titel aaben diese kaltherngenGeschäftsleute so gut wie gar nichts. Und es fiel rhm ein kerniger, wenn auch gerade nicht salonfähiger Vers ein, den er als Motto in einem großen Laden neulich gelesen: To tmst is to bust, To bust is hell; Xo tmst no bust, Xo bust no bell. Nachdem er nochmals seine Lage ge nau überdacht und alle Chancen überlegt hatte, drückte Herbert von Dahlem auf den Knopf der elektrischen Klingel in seinem Hotelzimmer, ließ sich von dem arinfenden Neaerjünalina einen letzten Cocktail und seine Rechnung bringen. Mit einem hörbaren Seufzer bezahlte er die letztere, nahm dann seine Lederrasche und trat auf die V3UUKC, IUU IUUIIU H, UlUUltiiVlit ' v -tlw ' 1 ' 2tbm und Treiben ihn umftng. - te-Z. rtrm C j V-v a 3 i v A Mt - - . .. . - Mieder waren einige Monate dahin. Die fashionablen Freunde des jungen deutschen EdelmUNNeS glaubten, ItÜNt charming Count Dahlem' 'sei zurück nach Europa gefahren und manche M A 1 m ' X L. & & - & a & JLX a h zune ip qic mw oa zmizw,vt Seufze? rm Andenken an ihn. ; . L Aber die einfache Wahrheit war daß mann w tpnz s?e Grafenkrone nebst demTrtel emft- . '""V" . rcni. 1 a oas Äroerisinoen. - Vuincliler wax iz tncßiic gt worden in einer fashionablen Reitakademie, aber nicht in New Jork, sondern in Washington. Und als solcher derdiente er ganz schön mehr als er brauchte.. Er hatte : Gefallen gefunden an einer nützlichen Thätigkeit, noch d& zu emer solchen, die seiner Geschmacksrichtung entsprach. Herbert war sparsam geworden. Er legte zede Woche etwas auf die Kante. Sein Salär wurde freiwillig erhöht, denn alle die alten und die jungen Herren, welche die Reltakademie frequentrrten, und zumst waren es Mitglieder 'des Senats I .Vk m. m V a.9 Mik4A Vm .li a w 1 3 V. oder des Abgeordnetenhauses, die auf solche hygienische Manier die Folgen . W I rs. einer vorzugsweise ttgenoen eoensweife milderten, hatten Gefallen an dem frischen, eleganten, liebenswürdi3 Stallmeister gefunden, vjinc corgens ave? verrat ein neuer Kunde die Reitbahn es war er rvn , . der alte Herr MacAlister, dessen versuhrerrsch schone Tochter letzten ommer auf Herbert's Herz wohl den tiefsten Eindruck gemacht. Der alte Herr erkannte den rungen Mann sofort und trat auf ihn zu, ihm kräftig die Hand schüttelnd und ihn dabei mit lauter (immj .tn iti. P avaa K(Tf 1 11 wvuikiiit in iivwv 'tu 9 unucic jjim um my dear Count" titulirend. Andere Herren, neugierig, traten näher. - Sie irren, mein Herr!" sagte Herbert mit ruhiger Stimme. Darauf ein listiges, vergnügtes Augenzwinkern von Seiten des alten Herrn. Schon gut, schon gut, ich verstehe, bemerkte er in leiserem Tone. Und beim Abschiede flüsterte er dem jungen Manne zu: Ich werde Ihr Geheimniß bewahren, mein Herr, aber bitte, thun Sie mir den Gefallen und besuchen Sie mich heute Abend mnn Haus an der Ohio Avenue zeigt Ihnen Jeder ich bin zu begierig, Ihre Geschichte zu ersahren vergeben Sie Nicht, heute Abend nacy rntt. . und mit einem herzlichen I .V VkMMtss 1 ZU Va Druck der Hand verabschiedete sich, der alte Herr. ' 5 , i Wozu lange Umschweife machen? Herbert sah die junge Dame wieder an I jenem Abend, doch nachdem er die Neugierde ihres Papas einigermaßen 1 befriedigt hatte. Und Mm Ethel Mac l Alister, aus deren Gedächtniß der hübsche junge Mann augenscheinlich noch nrcht entschwunden war, begrüßte ihn v einen lieben Bekannten, ja als noch
mchr. Und Ihr erstes Wort war, Zn-
dem sie ihn schelmisch anlächelte: I Oh, Count, how could you? I Hut then It'a'sö rornanticr . Darauf leate' sie Beschlaa auf. ihn. und er mußte über seine Abenteuerter-1 zählen, mit allen Einzelheiten. ' Ja. er verschwieg ihr auch nicht seine Armuth, seine Hoffnung, hier in Amerika sein Glück zu machen, als er herüber kam, verschwieg mchis aus seiner Familiengeschichte. Kurzum, er schüttete dem schönen Mädchen ganz sein Herz aus das Gefühl, das sie ihm einflötzte. . . . '. J . M ' die wohlthuende Theilnahme, die aus jedem ihrer Worte für ihn hervorblickte, dies Alles ließ in ihm keine Vorsicht V . ' '. uno Besonnenheit auskommen. . Als er vollendet und nun bestürzt sich'erst der ??olaen seines Osfenbeiokeit b,wukt wurde, da blickte er in ihr Gesicht, da von dem rosiaen Schimmer der Tbeilnähme verklärt war. Sie haben sich gehalten wie ein Held like a brick!" sagte sie dann lächelnd. Sie sind werth, ein Amerikaner zu sein, denn der Amerikaner " " - rr läßi sich vom Schicksal nicht unterbringen, wie die Leute in Europa Der gesellschaftlich Verkehr mit dem eleganten Hause des Herrn MacAlister, der Senator für einen der Südstaaten war und von dem man als einen Eandidaten für das Eabinet sprach, dauerte fort, trotz der gänzlich' veränderten Stelluna Herbert's. Bald zählte er wieder zu den Löwen der feinen Gesellschaft, namentlich nachdem der deutsche Botschafter sich für den- alten, unbefleckten Adel der Familie Dahlem verbürgt hatte und Herbert bei einer Gelegenheit gesellsaftlich ausgezeichnet hatte. Eines Tages sprach man in allen Salons der Bundeshauptstadt von der baldigen Hochzeit Herbert's mit Miß Ethel MacAlister, und man fand eine solche Verbindung ganz passend. Man vernahm aber gleichzeitig, daß das junge Paar nicht in Deutschland leben . y i a. m . y tt I werde, um vielleicht den Reichthum des n r . rY alten Herrn m Saus und BrauS zu verprassen iLudern wß sie nach einer stchsmonatlichen Hochgertsrelst sich rm Westen ansiedeln wollen, wo eine schone Zuchtfarm rm fruchtbarsten Theile von Iowa dem zungen Manne Gelegenheit .bietcnwicd, sich nützlich und angenehm zu machen. Der lustige Andredl. Von Peter Rosegger. 1. Zu Ansang der fünfziger Jahre mochte es gewesen sem, da war in et er sternhellen Sommernacht Lelchivaw onm aiicnuaaj in oer Nv?ieben. Nicht wie sonst waren wir diesmal zusammengekommen, daß wir rings um die Bahre des Todten fröhlichen Schabernack aufführten, zu seinen Ehren allerhand Kurzweil trieben, gleichsam als ob wir unser Leid um ihn gewaltsam betäuben müßten. v,u,vu guiiici! a' ! J .1?, Ur zunge Bursche denn ein Leid sein, wenn gendwo ein .alter Mann oder em sieche Weib gestorben war und der Todte , - , hsiJhA , . si k.WVkM nun m icuicui UH,icn gneucn vaiag r r pl ff f V f aus oer langen anik ZI I wenn wir f - . . . r t I , ??8eJXr!3n sahen, die uuu, wie maji .tt meinen uno tllgen laut ward, sondern m einer stummen. schwermuthigen Ergebung, trauerlen mir in oer giercyen reoiicv ritV 11 r . 0 mit. sonst bedeutete, wie aesaat. das , , ortri t ii cm Zudllche Absterben eines alten MenTrinken uns gut schmecken ließen. Diesmal war das nicht so. Ueber dem Altenbacherhof lag eine unbesckreiblicke. dumpfe Schwermuth, der Wehruf über ein so schreckliches Sterben war vergellt, Eltern und Geschwl ster standen, saßen wortlos, thränen los herum, und es war kaum zu merken. ob sie das leise mitklagende Trostwortsprechen der Nachbarn hörten oder nicht. Zwei Tage und zwei Nächte lang yane das aoazen unumerorochen geschrieen, man hatte die entsetz!!chen Schmerzrufe bis zu den Nachbarhausern hin gehört und die Leute konnten keine Stunde schlafen und keinen Bissen essen, wegen des herzzerreißenden Schreiens der armen, neunzehnjährigen Mariana. Nun war sie still geworden. ' Still, wie nichts stille? sein kann auf der weiten Welt lag sie da. die vor wenigen Stunden noch mit heller Stimme um Rettung gerufen hatte in der ohnmächt aen Erdenwelt. Alles war versuckt worden, jeder und jede hatte einen Rath gewußt und zeder Rath war ausgeführt worden. , Nichts und nichts. Das Schreien war in Stöhnen. das Stöhnen in Röcheln ubergegangen. Dann waren noch Athemzuge gewesen, so langsam, so sanft und so leicht, als versinke sie in einen süßen Schlaf und dann der heilige Fneden der nimmer aufhört. . Der nimmer aufhört? ' ' ' Wir. saßen in der großen Stube an zwei Tuchen, beteten laut oder plauderten leise und einer um den, andern schaute manchmal auf die Wandbank hin, wo die weiße Kammertuchleinwand, an der noch die ungefügen steifen' Falten waren, einen länglichen, Ichma'.en .Korper vedectte. Woran ste hatte sterben müssen, wir wußten es alle miteinander nicht. Ein unaeheutec ouincig IN uzn vjiiigciöciocn wui - 1 l. .. sCI .i.!v gekommen, der hatte eine solche Gluth .irjti V yrjI-V vc . V enisaazi in oeir iicoenr, vug loixano den fast brannte, der' sie angriff. Und '. . P " f.'.l.. T aus . oie,eriLe vrang em eisiatt ITT vn !t c?uivnu ivui miut ju vciucuciu Es gab damals in der Gegend keinen Arzt, wir wußten mchts. als daß sie setzt todt war, und das brauchte kem Todtenbeschauer erst zu ' bestatlgm.
Manchmal aina eine Juendaesponsin
hin und hub sachte die Leinwand vom Gesicht, daß man sie anschauen tonnte. So schön! S lieblich!- Als. ob sie thät' schlafen!" Ein anderes Wort hörte man kaum lispeln an ihrer Aahre und mir. der ich ebenfalls einmal hingelugt hatte schien die schlummernde Mariana stillvergnügt zu sehr, keine Spur mehr vom Leide, fast kam es mir vor, als lächle sie heimlich :n iq hinein darüber, daß sie allem Schmerz und Elend, ein Schnippchen geschlagen hatte und gestorben war. Lebte sie . . i . r . XL . i i.a t . yeure rno, iic wäre em oeiagies, aozerckertes Weib mit vielen Runzeln auswendig und noch mehr Sorgen inwenc c i .....i.rolg, uno zuguierleFl alse: und oyn r alle Bravheit und Mühsal doch noch das leidige Sterben. Das hast du besser gemacht, Mariana. dachte ich lhr zu, wie sie so schon und weiß dalag. Nicht das letzte Mal, daß ich mich in einen Todten verliebte, aus reinem Beifall darüber, daß er gestorben war. Alsoaleich wäre ich bereit w n r. , r gwe,e, eme ustvarrelr anzuyeoen 0CI icncnt ?rTn' nn .mn mand geholfen hatte. Aber in aller hn schrillte noch das gräßliche ffchreien und die Leute waren schweigu .?trubi : Um Mitternacht wurde die Mar:ana in elegt.. Dabei haben sie ?SMPk l manc "i.fii??' Pii? ? 4lr Brust gewaltig tobende Schluchzen zu verbeißen. Denn das laute Weinen ist nicht der Brauch in jener Gegend, die Sterbesitten sind ein Gottesdienst, und dabei weint man nicht. Der Schmerz ist nicht geringer als anderswo. wenn ein trauter, geliebter Mensch in den Sarg gelegt wird, aber er vergeht in stille Ehrfurcht vor der Majestät dessen, der den Tod sendet, mit dem Austrage, das irdische Leid zu enden und das ewige Leben zu beginnen. Und in jener Nacht das erste Mal ist mir die Ahnung aufgegangen: der Tod wird ein Aberglaube sein und die feW V 4 Vi W V Vtil UikW v vv my,fc,,: ist. .',Z.2 ,.,.-stx,,..s 'wuutukit viviu uimv twvuik Leben. Nicht bloß im Sinne der heien Offenbarung, wohl auch im Sinne der Natur, die wir mit unserem löblichen Auge sehen. Denn unter ns Leichwächtern war ein alterMann, h in t mfmürhirtf Geschichte erzählt hat, deretwillen es eigentlich geschieht, daß dieses Kapitel ausgeschrieben wird. ' Der alte Mann ich sehe ihn heute noch hatte ein fast ganz kahles Haupt, aber sein langer Bart war noch schwarz. - Sein Lebtag hatte er sich im Walde alsHnte oder Holzarbeiter auf gehalten, daher war seine Rede znxii ungeschlacht, aber bedachtsam, und wer alt wird, der weiß schließlich auch als Waldmensch etwas von der Welt. Der tnM den ramohnmmA mitVI"I" i J o I " " gemacht und sein eigentliches Kriegs erlebniß, das er unzählige Mal erzäblte, war, daß die Franzosen ihm ein Paar nagelneue, rothjuchtene Stiefel gestohlen hatten. Deshalb, so meinte er, hatten sie nachher auch zur Strafe V3 srfrsf hnr ITnrtsi'trf in TOiiöTrmS I ri.v VMVMVUV IIHtH V fc b V . I j r I ' ' J . - und bei Leipzig gehabt. - Bei diesem Leichwachen aber fiel dem Alten auch eine andere Erinnerung aus jener Zit ein. und als sie den starren, sAmn .Qnrhr kstr MZ in Vxt I I w w Truhe legten, schnupperte er mehrmals ,Zl brr q?s, rfit bn fi?RfcnhMt I V Vf VMV V VVV Webermeister um eine Prise Schnupf. tabak und saate. mit d ithr ?rube würde es sick wobl dock nickt auck am Ede so wunderlich zutragen, als mit :.nrr v,3 nrn Ns WnhrM minb I wvMr -wl ? f,, I w74lw t yiuuvu Filich haben sie ihn gefragt, wie es len.' ' Seit dem großen Juchezer, den der Gott Vater gemacht hat bei der Erschaffung der Welt, wie er sieht, daß die zwei junaen Leut' zusammenpassen, hat's keinen so lustigen Menschen mehr aeaeben. als den Windlechner. Der lustige Andredl hat er geheißen, Der ist mit Siebzig noch so jung gcwesen. wie unsereiner mit Vierundzmanzig. und mit Fünfundsiebzig hat er bei des Jodelhans Hochzeit dem Brautigam die Braut entführt und sich mit ihr so weit in die Beraschlucht versteckt, daß sie's den ganzen Nachmittag nit mehr gefunden haben. Ueberall, wo es frisch hergegangen, ist der alte Andredl dabei gewesen, bei jedem Ball, bei jeder Hochzeit, bei jeder Hausnudel (häusliches Festmahl, zu welchem die Nachbarn emgeladen werden), und ge redet hat der schier gar nichts, illeweil nur geruchezt und gesungen. Stimm' hat er gehabt, so hell wie ein junges D rndel. bat auck allen BöaÄn tonnen nachmachen und gleich die Katz' ihre Ohren gespitzt, wenn in der Stube auf einmal ein Zeiserl, oder enr Meiserl, oder ein Dröscherl anhebt zu juöiliren. Auch den bösen alten Weibern hat er nachmachen können, aber hat's nie gern gethan, hat gesagt, sie thaten ihn viel zu viel kratzen in der Gurgel. Ich glaub's.' Mit dem Gewand hat er sich aetraaen, der Andredl, wie ein junger Bursch', noch mit -achtzia Jahren, Klrschrotyes Leibel und himmelblaues Halstuchel und aus dem grünen Hut die Hahnenfeder und ein frisches Vlumenstraußel. Auch 'int Knopfloch em.! Ragerl und auf dem Stecken eins, Das haben ihm die Weibsbilder ver ehrt: wo ein anderer, oft ganz junger. sauberer Bursch von ihnen, nichts hat bekommen, den alten Andredl haben sie über und über besteckt, daß er ausaet fjf. 1 i . rv m Illzaur oai Ivie ekn aroner itae?tioa (Nelkenstock) Aber halt zithernfchlaI . i gen yar er rönnen, uno mautlrommetn und schwegeldfeifen und allerhand so I rm M . . . - . cunk, uno rne längste Uiitw yat er . I t? . e . . r n . . tonnen auT oem ops lieaerr. im atuno die Mundharmonika, in den Händen die Tschwellen und mit den Füßen z TromMelschlagen bei der großen Bum pern am Kirchwe'chsonntag. Sott.
daö ist ein Mensch gewesen, dieser
Andredl!! Vom achtzigsten Jahr an selber aufgestanden und davongeganhat er sein Haus einem Enkelbuben gen. Nachher haben wir gehorcht, ob übergeben, selber nichts mehr zearbei- wir ihn nit etwa singen oder juchezen
tet hat aesaat. er wollt' doch emmal I seine Jugend genießen. Ausgeschaut; hat er freilich wie s Leben 'und seinen -I schneeweißen Schnurrbart hätt' er I sagt er vom Rahmschlecken in der Butterkammer. Was der für Werbericut gefoppt hat! Aber angesetzt keine,
sein Lebtag nit; bei. der Falschheit, geht? Wenn er jetzt die Thue aushat er gesagt, hört die Freud'. auf und. macht und steiat herein, ich möckt's
wer. sich mit seiner Lustigkeit das Leben verthut hat er gesagt das ist em Narr. Ja mein, da gehört eine be-! sondere Gnad' Gottes dazu, daß einer das zuwegbringt alleweil Freud' I und nie keine Büß! Gescheit sein! hat er gesagt, himmlischer Vater, geschelt sind andere auch und machen doch I die größten Dummheiten. Wenn vom Sterben die Red' ist geWesen, hat der Andredl allemal einen Fachler gemacht mit der Hand: Hört's mir auf! Sterben, das gibt's nit!!' Und hat er eins so liegen gesehen, wie wir dort die Mariana, so hat er einen Juckezer gemacht, daß man oft ordentlich erschrocken ist und gemeint hat, der Alte wär' nimmer recht beisammen. Und jetzt so fuhr der Jusel bei jener Leichwache fort werde ich aus das kommen, was ich eigentlich erzählen will. Neunundachtzig Jahr soll er alt gewesen sein, , just noch nicht gar neunzig, der Andreas Windlechner, da hat das Bruckbergerpaar geheirathet, und der Alte ist richtig wieder bei der Hochzeit gewesen. In der Kirche bei der Trauuna iit er em klein bisse! emgenickt, was den Leuten ausfällt. Nachher beim Tanz ist er um so frisch:r geWesen und hat mit der Braut und der ersten Kranzeljungfrau zu gleicher Zeit einen Steirischen getanzt, an der rechf L tl L C. ren Hano eine, uno oie anoere an oer linken, und derweil er sich langsam dreht wie der Gründe! in der Mühl' sausen die zwei Weiberleut, daß die rothen Kittel fliegen, um und um. Auf einmal lakt der Alte ad, steht an dem Thürpfosten, greift mit der Hand an Vr 0hf (ftnl ryrrf 0 t fl 12 nr( rr tl I vui Wf , uy uvu. vu)t vui aufhalten, Leut'!" und geht in die 'edenkammer. Wie ie nachgehen, liegt er zwischen den Hochzeitskranzeln und Buschen und ist maustodt. Wohl, wohl, todt ist er gewesen, aber kalt und starr werden hat er uns nit &t . . . - - 1- I idoucn. iüret ooer mer iLag yaoen wir herumgefrettet und sagt endlich der CTn?tTini nT5rSo -sin fviH I utuvuuu. i l, w n- ' r r . .c I ooco munen nngraoen. zum eoenoig- , werden .thut er nichts mehr desgleichen. Ein Mittel müssen wir noch vorher Probiren!" sagt der ZwiselSchneider und kratzt auf seiner Geige einen Strampfer. -Und wie der. Alte sich noch allewei! mt rührt, sagt der Schneider: Aus ist's und gar ist's. Wenn der emmal beim Sterrertanz nimmer zuckt, nachher ist er sicherlich todt." Weil die Franzosen von Leo- . . . cy ?? r..t. c? rj a ben her im Anrücken sind und die Leur mit ihrem Vieh in's Gebirg hinauf wollen, so haben wir doch trachten musTn hnf mr tfm nrfir htnrnhpn $T I Vllf WK T V. .4. WMV r V Vt V. l V l" ' U I I i . Möstl-Michel hat eine feichtene Truhen gezimmert, hinein mit dem alten Andredl. das Brett drüber, zugenagelt und in Gottesnamen fort auf den Hftnf i'mS &MnWhirf. VIV I 07 V WV V W w wir haben ihn getragen, und wie Sn QrVnTW WnrfifnmTTT?n in's I W VWV yimvv Thal, hei, da reiten ihrer ein ganzer Xnht Xrcmtrfm ' daber. mir hahtn inst nock eit. die Trüben in dieBrombeerstauden zu werfen, und flugs in's j?rff fiinnnf hrb rnfr ihnen nock J r p - I s.,,,. tfs,- w uuiviiiimn 4"v, vku wkvyvrir v verbanten! Und das. meine Leut', aeleaen sein, was weiß ich. es find un ruhige Zeiten gewesen. Uns haben die I Lebendigen Sorg und Kummer genug gemacht, haben Nit Zeit gehabt, auch noch an die Todten zu denken. Und erst viel später, wie sie die Franzosenschon lusammendrisckakert aebabt baben draußen bei Leipzig, da findet tf nes Diges der Halter Florl im Brom--beergestauder die Truhen. Halb ein--gefilzt in's Gestauder soll sie gewesnr sein, über und über schon voller Moo5, und bei den Fugen sind Schwameln Herausaewachsen. Sauerklee. Eriken-. und Kräutelwerk. Hat sich aber nit getraut nachzuschauen, der Florl, und' wie er eine Weil so dagestanden ist vor: der Truhen, rst er stad davonaeaanoen; zum Bauernhaus hinauf, und er hatr eine Todtenduhen gefunden in den-. Brombeeren. Da nachher sind dir Leut' gleich schauen gegangen, aber ker ner hat die Kurasch gehabt und hatrw ausgemacht, die Truhen.. Bin auch dabei, aewien und mir s-iber Und die .kalten Erbsen gelaufen Werden Buckel' hinab. Endlich hat doch erner angefangen und mit dem Stecken den Deckel ei wenig ufaezwengt. Alle haben sich abgewendet, wie der ausschauen wird; da drinnen ich dank' schön l Aüf nnmai st das Bnt ledig, Amelsen und Rasseln und.- anderes Käfer. werk wuselt heraus, Erdreich, runges Gras ' und Moos und Halmweck und ein Voaelreest eirc Amselnest ist trr der Truyn. Die y von unterwärts em Loch. nndJunge ymo dnnnin. sperIren die Schnäbel auf und piepsen, und die Alten schwirre umher ?nd krer schen irad greinen, daß wir chr Hans und Hm hätten erbrochen. Und gah I Versuchen's' auch die Jungen mit ihrem Bogelglua. ' flattern au? und m's Dickicht hin, daß alles bledert. Und der alte Andredl? Wo war der? Was I r t -. . . ?n T a I giauor tor, eure, lvo w oer gcroeiciu Der ist nit in der Truhen gewesen und ! i i. . i ' ' i nu neoen -oer 2.ruyen unv'Nll unreri halb, der ist nirgends gewesen. Wir I ... w . i V l yaoen wnlurn gejuchl, ml em noqerl I c : i -i ev.i i , r.: i iwn, nu cm itcscii von icuicm ! Gewand. Wir haben uns jetzt an al lies erinnert vom Begräbnißtag her. und. daß ihn uns vie Franzosen abge1 jagt, tzooutm fte tgn mtgenomm
haben? Wohl gewiß nit. Eher ist tt
hören kunnten - aendwo. Nichts. Die B'ögel haben gesungen und der Wind hat gerauscht, und der Hirsch hat geröhrt oben im Wald, aber vom Andredl kein Haarl und kn Windl. -Und nichts bis auf den ' heutigen Taa!. Nu soll mir einer, sagen wie das zufrei glauben und heilig kommt's mir manchesmal für, der alte ' Anoreas Windlechner regiert heut' noch herum auf der Welt! Solches hatte der Mann aus dem Walde erzählt, bei der Leiclwach auf jenem Hofe. Es erhob sich hernach ein Mutbmanen vom Scheintodtsein.. von Leichenraub und dergleichen. Ich hatte für mich eine besondere Meinung, scgte sie aber nicht Sage sie auch heute noch nicht, in solchen Dingen wird man leicht mißverstanden, und ich will lieder gar nicht verstanden, als mißverstanden werden. Als der Moraenschein durch's Fenster kam und vor ihm die weiße Truhe erröthete. wie die Wange einer Jungsrau, da trat zemand hin an diesen Sarg und sagte: So, meine licb: Mariana, jetzt werden wir halt um em Hausel weitergehen. Der Vorbeter that schon den Mund auf, um die Abschiedsrede zu halten, den stieß ein Nachbar in die Seite: Mußt nit! Sie sind betrübt genug." Der Vorbeter iedoch hub an: ) llebeste Jung frau Mariana! In früher Jugendzier mußt du Urlaub nehmen von Va ter und Mutter, von Schwester und Bruder und mußt in's lühle Grab! Halt's zsamm und friß deine Red' selber!" unterbrach ihn der Nachbar l. , . barsch, denn die Anverwandten begannen krampfhaft zu schluchzen und wären über die Herzenspeinigung, die ihnen der Vorbeter zugedacht, wohl in m wildes Weinen ausgebrochen, wenn man nicht rasch den Sara gehoben und ihn unter einem lauten, aemeinsamen CT i...Mr ... t"C."! C!? UICIU11CI jJUl UUl uiiiuusuci.acu hätte. Das surrende Alltazszebet wird die armen Herzen ein wenig be täubt haben und wenn an eines der selben etwa gar sachte das heilige Wort geklopft hat: Dein Wille geschehe wie im Himmel, also auch auf Erden ! M 1 dann wird wohl alles andere Men schenwort überflüssig gewesen sein. rn: v :i v je ..r xun uno vann mu uzx uvüj uu ci , . . . ' ' . ner Bayre ichwankenden ruye :m Hohlwege dahingegangen unter hoben Weiden und Birken. Diese Bäume haben ein zartes Gewölbe gebaut über den Todtenzug und auf den unzählien. leise im Morgenwind zitternden Herzlein der Blätter haben die Tropfen des Taues gefunkelt in allen feurigen Sonnenfarben. Und wie die sinken. - . , KJ r die Ämseln. die Lerchen so hell singen und jubilieren, daß sie schier das GeI . . . ..y ' ' . ... bet der Menge überklingen, da stupse ich meinen alten Holzer Jusel, in dre Seite und raune ihm in's Ohr: Hörst du ihn? Hörst ;du ihn denn, nicht? Das ist ja der lustige Andredl! Der Zecher. Wer Abends die Seidel nicht zafy Und Morgens mit Katern sich quält. Ist der wohl ein Meister beim Becher? Nein; wer da viel trrnkt mit Bedacht, Frisch ist, wenn der Morgen ihm lacht. Der ist erst em richtiger Zecher! Das Bärbele. Das Bärbele, das Bärbele nerzer Hand E i n Au L-weg. ttz Warum willst Du also nach der Türkei aus wandern? B.: Weil meine Frau fortwährend mit mir. zankt. In d Türkei nehme ich- mir noch eme zwtt Frau. Habe ich nur zwei Frauen im Hause, so zanken sie stets miteinander unv ich hab' Ruh'! Grob. Coupletsängerrsvon der Bühne abtretend, zu einem- Freunde im Zuhorerraumiz Nun. was sagst Du zu meinen Couplets?" Freund Was soll ich dazu sagen? Du kommst mir- vor wie ein Nahrungsmittels scöer! Couvletsanaer: Nanu! freund: ?ka. Dir. brinats Geld ein, un das Vumidrirg Delommt xb schmerzen! Die Ki s i s. Sie? Auf dem-. letzten Balle benahm sich unser Mfred 10 aunaueno animcri,am grgcn v-. lern Muller, dafc ich wirrucy giauole me Beiden wuroen nocy an .oem: dre Beiden wurden noch an Abende einig werden, nun scheint er pWtzlich andererj Sinnes geworden zu fnn: Er: Das war die KrisZ er hat ffe 'glücklich LbLrftanden! . Aus der Rolle'ge fallen Vater: Und wenn Du Dich willst ver'heirathen so wähle' nach Deinem Herzen; meiner Zustimmuna? bist Du dann gewiß'; ich will nur, daß Du glücklich bist und sre Dir gefällt alles Ueörige ist mir Nebensache, nu? komm' mh net mit 'nem Mädchen, d nix hat! ' Abgeführt. Gatte: Deine Verschwendung geht fetzt schon üSer die 'Grenzen hinaus, es rft eine reineKrank,heit. Gattin: Na. wenigstens, ist die Krankheit bei Dir nicht ansteckend! ' Phlegmatisch. Gattin: Sieb nur. da komm! der Assessor Neumann auf unser Haus zu. ich glaube. er will um unsere Tochter nhalten! Gatte (in seine Zeitung vertieft): Wie oft habe ich Dir schon gesagt. Du sollst mich nicht um jede Kleinigkeit stören. Du stehst doch, ich habe zu thun! Beschränktte Freiheit. Fremder (in Amerika ankommend): Endlich bin ich in einem freien Lande, roo ?leder nach Belieben thun kann, was er will! Amerikaner: Ja, aus genommen, er ist verheiratet!
Ztudio's Sylvester.
Sonderbar, aber wahr, Bleibt doch, stets der alte Spruch: i Viel trinkt man, doch Nie genug! Studio sitzt beim Lampenschem, Auf der Bude ganz allein, An dem letzten Jahrestag, ' Was das wohl bedeuten mag? Da, o seht, um Mitternacht. Ist es rund um ihn erwacht. Und ein schwarzer Kater schnurrt:. .-" Dir nur dank' ich die Geburt, ' Hundertmal erzeugt fürwahr Hast mich in dem letzten Jahr." Und zu ihm gesellt sich schnell Da ein Affe auf der Stell': Hast mich oft nach Haus getragen, ' Wie oft kann ich gar nicht sagen Klein bin ich sonst von Nawr, Du allein kennst groß mich nur!" Sieh, da kommen schon herbei Auch der Karten lange Reih' Und der erste Wenzel spricht: Oft wohl hattest Du mich nicht, Denn oft hatt' ich, furchtbewegt. Schnell mich in den Scat gelegt. Trotzdem hattest oft Du Schwein", Oft auch saustest Du hinein Ob Du müde oft und matt, Vierscat kriegtest nie Du satt!" Weicht!" so bat der Studio laut. Als er alles dies erschaut. Denn im nächsten Jahr steht mir Das Examen vor der Thür. Aesflein, mußt dann Abschied nehmen, Kater, mußt Dich schon bequemen Andere sanft zu erfreu'n. Lebet wohl, Ihr Kartenreih'n!" Als der Studio so gesprochen Kam der Durst herangekrochen. Was hat Studio da gesagt? Ach, von ihm gar arg geplagt Ist er alsbald voll Verlangen Wieder hin zum Löwen" gangen Und beim nächsten Morgenschein, Stellten gratulirend ein Sich als erste umsonst bat er ' Äff' und Kater! Der ahnungsvolle Waldmann. Mein Waldmann," so erzählte der Förster Windmayer seinen Jagdgästen, ist als ein Katzentödter zehn Meilen in der Runde berüchtigt. Wenn der eine Katze beim Wildern überrascht, so faßt er sie mit einem Satz im Genick, schüttelt sie ein paarmal hin und her, und die Katz' denkt zeitlebens nimmer an ein Weiterlaufen." Ich war daher neulich ganz perplex. Jagt er da im Jungwald einen großen schwarzen Kater auf, aber an statt ihm nachzusetzen, bleibt er schweifwedelnd bei mir stehen. Ich schrei: Has!" Der Hund rührt sich nicht. Ich hetze ißn nochmals mit einem Fuß tritt auf den Kater, alles 'umsonst! Der Hund geht ihn nicht an,' und ehe ich dem schwarzen Beest ein'S auf den Pelz brennen kann, ist es in der Richtung gegen das KronenwirthshauS verschwunden." Wie .ich Abends vorüberkomnr', sieht der Krvnenwirth in der Thür und ich sag': Heut' hat mein Waldmann Ihren Kater beim Wildern pardonirt." Der Kronenwirth schaut sich vorsichtig um, deutet nach der Laube im Garjen. wo .eine, Gesellschaft Stadtleut' beisammen saß und sagt schmunzelnd halblaut: Da hätt' mir Ihr Hund ein' Strich durch den Speiszettel gemacht. Denn der Kater war schon seid gestern zu einem Hasenbraten bestimmt. Die Herren auS der Stadt meinen, die? Hasen wären z?r Ende der Schonzeit am besten." Bei denr Worte Schonzeit" blinzelb mich mein' Waldmann verständnißin--nig an. Hier hat der trfjo in dem Kater bereös den Hasen in spe re--spektirt!" ' Neue Schelmaliadla. Z Weil d' Aepsel schö(n) rot sind 'Und d'Nüßle schö(n) brau. Lieb's SchMe. wird's Zeit sei. Zum Pfarrer na'z'gau! (zu gehn). Und meint der Herr Pfarrer, Mir kommet no(ch) z 'bald;. No (dann) sag' i': Her? Pfarrer, Scho(n) färbt sich der Wld! . Scholn) färbt sich der Wrld, ia. i Wie lang no(ch) und 's schneit 'Zu zweit ?u, wenn's kalt. ist. Hut neamer no(ch) g'rci.t.'" Und a roserots Band ' Und a heüdlaus derzu. ' . Und 's trrmrigst was ge.it: (gibt) Ist a trauriger Bu! Jn Garts bi n i gange Hab de Weiseschlag. AMt. Hab an Buabe mit g'fange, ' Wo m'Q2u(ch) net schlecht g'fälltL Bdabe,. wo lustig Znd ' -
Tes sind de wahre?Buabe wo Drucken sind, ' (
Smd lanfare! ' Und n bi halt der: Frieder, ' ' Und mi freut haÄ die Welt, . Und i hab nex aZZ Schulde, Unde andre hmt5 Geld' .
i ' ' . Mr Schätzle jetzt obe n auf, ; Hat in mei'm Haus en Lade. Uu.d will i zu rnei'in Schätzle. kauf . I um en Kreuzer Fade! DaS Schreckenskind. Gretchen: Mama, das ist doch Unrecht i vom Papa! Sonst küßt er immer die -Gouvernante und jetzt, wo er von ihr . 5 . Abschied nimmt, hat er ihr keinen Kuß gegebe! ' Der E i n d ? uck. Tante (zu dem auf Besuch bei ihr weilenden Stu- ' deuten): Nun, Hugo, hast Du Dir die - Stadt angesehen? Was hat sie für ei. v-, ,
I nen Eindruck auf Dich gemacht?'' Neffe: Das Bier ist rnj auZgezeiH, t . rset, Tante!- . " . - ; r
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