Indiana Tribüne, Volume 19, Number 95, Indianapolis, Marion County, 22 December 1895 — Page 11

Pariser Moden. ' Mit dem Begmn der Wintersarson m Paris begegnet man einer Fülle neuer. elegant und geschmackvoller Toiletten. Ihre Vielseitigkeit beruht auf den mannigfaltigm Zusammenstel-' Jungen von Farben. Stoffen und Besätzen. die gegenwärtig das Losungswort für alle Toiletten bilden. Neben bm faltenreichen, ungarnirten Röcken, vie ihre Beliebtheit beibehalten. Haben, sehen wir auch solche mit Garniim. Doch ist diefe höchst maßvoll und beschränkt sich auf Stoffst reifen, di Äen Rock horizontal umranden und chäufig mit Passementeiieborten, Perlen, Pailletten von Stahl oder Jett, Spitzen oder Tüll geschmückt sind. Mit diesen Streifen markirt man auch Einsätze an den Röcken oder bedeckt damit die schmalen Nähte des aus vielen, oben schmal zulausenden Theilen bestehenden Rockes. Reiche VerwMidung finden Bänder, namentlich solche aus schwarzer Faille oder Sammet. Sie garniren die Taille und fallen unter dem Gürtel hervor bis etwa zur Mitte des Rockes, von wo sie. von Schleifen oder Rosetten gehalten, verdoppelt bis beinah? zum Rocksaume herniedergleiten. Häufig sieht man hinten am Taillenabschluß Schleifen aus 8 bis 12 Zoll breitem Band. Die Schleifen bestehen aus zwei Enden und zwei 12 bis 14 Zoll langen Oesen und sind derartig gelegt, daß die Oesen nach links, die Enden nach rechts fallen. Dem festen Knoten fügt sich eine elegante Verzierung aus Straß, Jett oder geschliffenem Stahl an, und dieSchleife ist so geordnet, daß sie gewissermaßen eine klein: Tourmire bildet. Ist die Taille mit einem Schößchen gearbeitet, so wird die Schleife häufig kurz und mit einem an der Taille aufsteigenden, fächerförmigen Arrangement gebildet. Hat die Taille keinen weiteren, Bandschmuck, so wird die Schleife stets in der Farbe des Kleides gewählt.

Eine von jungen Damen sehr bevorzugte ZusammenstellunJ besteht ur der Verbindung von Tuch und Sammet. Für ältere Damen wählt man am liebsten Wolle und Seide. . Es ist dabei gleich, ob man die Seide Heller oder dunkler nimmt, nur muß Grundstoff und Besatz schattiren. Alle diese Costüme werden gern mit Pelz besetzt, was besonders kleidsam ist. In Ganzen ahmt man bei diesen Zusammenstellunaen ein Ober- und Unterllcid nach, wobei das Letztere an dem Ausschnitt und dem vorderen Einsatz an Rock und Taille, sowie an den-kegel-sonnigen Einschnitten zum Vorschein kommt. An den Aermelpuffen befinden sich oft mandelförmige Einschnitte, an denen der darunter befindliche Aermel aus Sammet oder Seide sichtbar wird. Die Verwendung verschiedener Stoffe finden wir auch in Applicätionen. Sehr hübsch ist em derartig ge schmucktes Costüm aus elfenbeinfarbenem Mohair mit Applicarioimr-.aus Haselnußbraunem Sammet. Die aus kurzen Doppelpuffen gebildeten Aermel fallen über braune Sammetunterärmel. Die mit kurzem Bausch aus Seidenmusse.Im verzierte Taille umgibt ein breiter, brauner FaltMgürtel. der hinten mit Schleife schließt, während die darüber fallenden Theile der Vordertaille, ebenso wie der Rock, mit reicher Application geschmückt sind. An den Prinzeßlleidern zeigt sich alelchfalls das Streben, ein DoppelZleid nachzuahmen. Sie weisen häufig einen westenartigen, über den Rock sich fortsetzenden Einsatz auf, sind auch oben ausgeschnitten und lassen daselbst einen andersfarbigen Einsatz seyen, der viel fach von dreieckigenAufschlägen begrenzt , ist. Diese setzen sich als Berthe um den ' Ausschnitt fort oder bilden runde Schultertheile, die über die bauschigen Aerme! fallen. Die Unterärmel sind auS dem gleichen Stoff gebildet wie die Einsätze, und es lassen sich hier ebenso manttigsache wie malerische Zusammenstellungen biiöen. Auch Toiletten mit abstechenden Taillen werden vielfach gearbeitet. Man verwendet für diese beaueme und praktische Tracht Vorzugsweise schwarze Seidenröcke, doch sind auch wollene und farbige Röcke zulässig. I Die Taillen fertigt man aus buntbedruckte?, gemusterter oder damaseirter Seide; sie werden meist hmten aeschlosund haben dorn einen westenartigen "Ausschnitt mit fächerförmigem,.nach der linken Seite fallendem Jabot, das iri dem Gürtel der oft mit einem Schoßben verzierten Taille endet. An ele-

' '

ganten Eostümen erhalten die Röcke oft

einen kegelförmigen Einsatz von Pliss6Z aus Tüll. Musselin, Spitzen u. s. w. Vielfach sind diese Einsätze mü fünf bis secis feinen Stosfrollen umrandet. die dann natürlich auch an der Tame zur Garnitur verwendet werden. Seh? beliebt Und für eleaante Kleider au Bretellen, sowie zwei vertikale, nach unteil sich verjchmalerndeFalten auf Brust und Rucken, die fast ausnahmslos von einem Faltengürtel gehalten werden. Daß Passementerien m reichster Ausführun,g von Serde mit Perlen und Pailletten, sowie Guipürcspitzen zum Äusputz der Kleider dknen, wollen wir nrcht unerwähnt lassen. Ebenso beliebt sind schöne, meist künstlerisch ausgcführte Knöpfe. Wir finden sie als Schmuck an den Taulen rm Stil der Zeit Ludwigs XVI. und der Directoirezen. die mit kurzen Schoßchen und mit breiten Aufschlägen ausgestattet sind. Auch für diese Taillen ist das faltige, aus Seidenmusselin gefertigte Chemisett maßgebend. Schoße und Aufschläge sind oft mit Spitzen bedeckt, wayrmd Gurte! und Kragen aus an'dersfarbigem Sammet bestehen. Für helle, gorßgemusierte Stoffe wird Grün bevorzugt. Aermel vorhersagen darf. Die Unterärmel zeraen am Hattdgelenk oft zwei oder vier Einschnitte, aus denen sich sächerförmig gefaltete' Volants aus Gaze und Spitze hervordrangen Die neuen, runden Hute aus Fuz und Velours, die fast durchgängig mehr, in die St'mv getragen werden, was einen viel solideren Eindruck macht, behalten ihre Größe und ihren umfangreichen Schmuck aus Federn, Puffes, Spitzen, Band und, nicht zu vergessen, Aiarettes, die mit Verzierungen aus Straß.' Jett und Stahl festgehalten werden. Die sehr eleganten. Hute tai Stil der Zeit Ludwigs XIII. bestehen aus schwarzem 'Sammet oder Seideifilz und sind mrt zahlreichen schwarzen Straußfedern. crömesarben:r Spitze und Straßverzierungen versehen. Für runde Frlzhute zu einfacheren Toiletten wählt man neutrale Farben, z. B. Beige. Nußbraun, Havanna u. dergl. und garmrt sie mit Faille- oder Sammetband m abstechender Farbe. Besonders beliebt ist Moosgrün, das mit Louis quinze" bezeichnet wird. Alle chfafen, Rosetten und Windungen aber werden von einem crömefarbenen Spitzengefältel begleitet, das sei nem Hute fehlen darf. Eine neue Modelaune ist es, die Hute und die dazu passenden kleinm Muffen mit cremefarbenen, kleinen Spitzen taschentuchern zu versehen, die beim Hut m der Garnitur angebracht, berm Muff m ein kleines, hierzu dienendes Taschchen gesteckt werden?. Einfache Hüte gainrri! man auch vielfach mit schottischem, durchzogenem oder chrntr um Se'.denban'd im Pompadourgeschmack oder auch im 'Stil der Zeit Ludwigs XVI. Die Aermel fallen mebr von den 'Schultern ab mild 'dies wird jetzt manch mal so stark hervorgehoben, daß man Mit Bestimmtheit für den wnteren Ber lauf der Saison eine Beschränkung der Kleine Eapotthütchen aus Filz und Sammet haben oft einen aus geflachte ner Chemlle bestehenden Rand. Man garmrt sie mit Sammet oder Seide, mit Federn, Pliss6s und Spitze und fügt einen, weißen Federreiher mit einer Straßoerzierung hinzu. Statt der noch immer beliebten .Rosetten wählt man auch Älumen ohne Laub aus Sammet oder Serde. . Uebrigens steht m erwarten, daß wir in der Wintermade vielfach den großen Hüten aus der Zeit des ersten Kaiserreichs und aus 'den dreißiger Jahren begegnen werden. Zum Schluß bringen wir tn den bei

C 5 VH'

lamden ft:auttii einiae bübscbe Toil tten zur Absicht, die unseren Bericht leicksam illustriren werden, ftiaur 1. gl aus rosa und grün changeant Seideno r, ilt mit einer Taille aus weine: Seide gearbeitet, di: mit Goldpailletten und Perlen bestickt und am Ausschnitt von einem mehrfach aesäzlikten Kraaen aus grünem Sammet begrenzt .wird. :r Kragen, der vorn ausernandertrltt, ird von einem mit Rosetten absckließenden gefalteten Sammetstreifen festgehalten, der sich noch zweimal wiederholt. Am Gürtel hängt an grünen Sammetbändern ein aleictes. mit rosa Seidenfutter versehenes Täschchen. tfur junge Madchen passend ist ,das Lösche Kleid Fiaur 2. Der Rock und die Aermel bestehen aus blauarauem Wollenstoff, die blusenförmige Taille dagegen aus grau' und weiß changiren-' der Seide. Sie ist faltig gearbeitet und in ersichtlicher Weise durch einen eckigen. in oer wint spitzen Passenthorl geschmückt, 'der sich bretellenartig über den Rücken fortsetzt. Der Gürtel ist wie der Passentheil und der Stehkragen aus Sammet aebildet. Dem Bassenerl fügen sich scharf auözebogte Epauletten an, iie wie dieser mit Serde gepopelt IN0. Zu dem zartlila. mit sckwar?.em Must er überdecktem Seidenstoff, aus dem daö Kleid Figur 3 gefertigt ist, hat man gelrauztzn, sazwarzen Seidentüll zur Vlusentaille gewählt, der über ein farb'cm lila Seiöenstoff arrangirt ist. Vke Taille bauscht sich lercbt über den seitwärts mit Schleife aescblossenen Gürtel aus lila Sammet und schließt oben mit einem aus gleichem Sammet und in horizontalen Falten arranairten Sattel mit Stehkragen ab. Den schultern liegenammetdattdeaux auf, die hinten und vorn mit berabfallenden Oesen und großen, eleganten Jettknöpfen aojchließen. Ein sehr vornehmes EosÄm zeiat Figur 4 und 5. Es besteht aus chamäleonartia cvanairender (bernc. und Sammet in grünlichen Bronzetönen mit :mer Bordüre aus schwarzem Tull, der Jettperlen und Spitzenfiguren aufliegen. Der Sammet bildet vorn Einrvi. . v r.x. er irr. uur. uucc vui uui uu vcr -tuiuc ein kleines. damcdiaeS Ebemrlett aul cremefarbener Sereengaze erhebt. Zu beiden Seiten desEcnsatzes befinden sich schone Jettknopfe, sowie kurze, breite Reders. . Die Aennel sind aus Dovveipussen' gebildet und tragen krause, r .n. tcemefarocnc vsplgenepauieilen. VM treuer amerav. Von Prof. Joseph Wichner. Das Wandern ist des Müllers Lust", heißt's in einem schönen Liede und das sang und pfiff der Müllürgeselle Jacob Mahlknecht in seiner Gutmüthigkeit und Leichtgläubigkeit so oft und so lange vor sich hin, bis ihm der Obermüller beim Herrn den gewünschten Abschied vermittelte und der Jacob nun wirklich den Berliner" auf dem Rucken und den Stab in der Hand die Landstraße beherrschen und in die weite Welt hinauspjlgern konnte. Der Jacob aber hatte sich das Ding doch zu wenig überlegt, denn das Wandern war für einen so armen Burschen eigentlich nichts weniger als eine Lust, und so fand denn der Jacob nach etlichen Wochen, es fei für ihn zweckmäßig, sich des ausgewundenen, bedauern-roer-then Geldbeuteleins zu erbarmen und je eher je lieber wieder in, Arbeit einzustehen. Nun aber zeigte sich's. daß der Jacob noch etwas oder fogar noch mehreres nicht bedacht hatte. Einmal waren die Getreidefelder wortbrüchig geworden . und - hielten nicht, was sie im Frühling versprochen hatten und demnach gab's unter zehn Mühlen höchstens. eine, die alle Gange in Betrieb 'hatte und der Bedarf an Mahlgesellen war. .beinahe so ' gering, wie etwa der Bedarf an Strohhütten im eisigen Grönland oder der Bedarf an Sacktuchlttn unter den afnkani schen Wilden. Ferner war der Jacob ein schlechter Geograph und war so in ein Land gerathen, in dem es überhaupt soviel wie keinen Getreidebau und demnach soviel wie keine Mühlen gab. die Kasseemuh len ausgenommen, welche aber die alten Weiber bedienten. Endlich stand der Winter vor der Thüre und blies den armen Burschen gar unfreundlich an und wirbelte ihm den Schnee in's Gesicht und traf ihn mit seiner Kälte schier bis in's Herz hinein. Da wollte sich ihm der Mund nicht mehr zum fröhlichen Pfeifen spitzen und sein Lied klang zetzt: DasWan dern ist des Müllers Last" oder: Bald hungr' ich am Neckar, bald frier ich am Rhein . Der Magen des Jacob aber, der be stand trotz alledem auf seinen Förderungen und verschlang, ein arger Rimmersatt, in ememStadtlein die silberne Uhr.-in einem andern den warmen Rock, in einem dritten das Felleisen und in einem vierten brummte cr sogar laut und vernehmlich: ' Jacob, ich sag' dir's. es ist deine Pflicht und Schuldigkeit. . mich zu stopfen, und thust du's nicht, ei, so werfe ich dich auf freiem Felde mitten in den Schnee, und dann magst du selher zusehen, wie du dir , die Krähen vom Halse hältst! Hast du kein Geld mehr und nichts, worauf ein Versatz amt einen Pfennig gäbe, so gibt's noch Thürklinken genug, die sich drücken lassen, und also verleg dich auf s Fech ten und... gegen die Polizeileute und Bettelvögte gibt's nur ein Mittel... laß dich nicht erwischen! ' So brummte der Magen und was konnte der arme Jacob thun?. , ' Wer den fechtenden Handw:rksbur schen ohne weiteres verdammt und .un ter allen Umständen von seiner Thür weist, der kennt eben die Noth der sahrenden Gesellen , nicht, oder er schlägt den arbeitsscheueI Landstreicher unge

fo

rechter Weise mit dem, der unter yundert Enttäuschungen redlich Arbeit sucht und sie nirgends finden kann und schwer darben muß, in einen Topf.

Also warf der arme Jacob scheue Blicke in die Gassen der Städtlein und 'in die Straßen der Märkte 'und Dör-z fer und drückte sich in die verlockend rauchenden Hauser. und erbat sich, da ein Nachtlager auf, dem Heuboden und dort den Nest der Mahlzeit vom Tische weg, da ein Stücklein Brod und dort einen Pfennig oder einen rothen Kreuzer und bereute seine unkluge Ausfahrt und kam so nach und nach in eine Geaend, in der die Mühlen öfters klopperten und in der ihm öfters Schlitten oder Wagen voll weißer Säcke begegneten. . - Wie er aber in eine Bezirksstadt kam und. dem Begehr des Mäzens gehorchend, im ersten Hause eine Gutthat heischte, da geschah das Merkwürdige, daß auch er nicht unangefochten feines Weges ziehen sollte. Es war ihm nämlich, ohne daß er s in der Dämmerung gewahrte, schon längere Zeit ein Gendarm gefolgt und der hatte sich vor dem Hause, in dem sich der Jacob über die Ungenügsamkelt seines Maaens bitter beklaate, mit aufgepflanztem Bajonette so feierlich hingestellt, als hatte er irgend einen farbenreichen und goldig schimmernden General zu bewachen. Und, ie nun der gute Bursche arglos in's Freie trat, da griff ihm eine kalte Hand in's Genick und verschaffte ihm nicht nur ein billiges Nachtlager, sondern auch tagsdarauf den wenig erwünschten Anblick des gestrengen Nichters. Der Richter saß gar ernst an dem Tische mit den vielen Papieröogen über- und durcheinander und klöpfelte mit einem Bleistifte und war die Neugierde selber. Er begnügte sich nicht damit, daß ihm der ehrliche Jacob Mahlknecht in aller Wahrhaftigkeit erzahlte, wann und wo er geboren sei und bei wem er das Handwerk erlernt habe, sondern er wollte auch wissen, ob seine Eltern noch lebten, wie viele Geschwister er hatte und ob ihm nicht auch der alte Vorsteher seines Heimathsdorfes und dessen Sohne bekannt jeten. El freilich," sagte der Jacob, kenne ich den Herrn Vorsteher, und seine beiden Söhne! Der jüngere, der Georg, der jetzt sogar ein Menschendoctor sein soll, der ist ja allweil mit nur m einer Schulbank a'sessen, und der altere, der Rudolph, der ist mit der Schul' g'rad fertig worden, wie ich m:t dem AbcTäfelein hab' ang'fangen, und dann hat er viele Jahre studirt, daß ihm fast der Kopf ist zerbrochen . . . einen Spalt wenigstens über die Backe und ein Pflaster d'rüber hab' ich selbst gesehen, und dann ..." Da klopfte der Richter .recht heftig auf den Tisch, verzog sein Gesicht etwas unwillig und sagte barsch: Laßt das... es gehört 'iicht zur Sache! , Doch," fuhr er wieder gclassen fort, sagt mir, seid Ihr späterhin nie mehr mit ihm.dem Rudolph, zu-sammen-getroffen?" Ein sonderbarer Herr Richter das, dachte sich der Jacob; zuerst fragt er Einen aus und will Bericht haben dvn allen Vettern und Basen bis zu Adam und Eva, und ist man einmal im besten Erzählen, so g'hört 's plötzlich nicht zur Sache! ' ! Ob ich mit ihm zusamMenzetroffen bin?" antwortete er dann, die Frage ioiederholend. Das will ich meinen! ' Seht, das da er griff in den tiefsten Sacke seines schleißigen Sommerröckleins, brachte einen vielsack mit Navier umwickelten und mit rothem Faden kreuz und quer umwundenen Gegenstand hervor, nestete das Band auf und legte die blinkende, g?ldene Tapferkeitsmedame auf den Tisch, die der Kaiser nur denen verleiht, die sich im Kampfe für's Vaterland ganz besonders hervorgethan haben das da habe ich mir aus Vosnien geholt, und daß ich so geehrt bin worden, das verdanke ich eben dem Rudolph, der als Reierveofflc:er mein Lieutenant ist gewesen." ' Da klopfte der Nichter nun schon zum dritten Male, gleichsam als geoenke er Nachts ein wenig Poltergeist zu spielen und müsse sich eiimben. Hierauf sprach er, sich scheinbar verwundernd, um den Burschen auf' die Probe zu stellen: Ah, das finde ich doch höchst sonderbar, daß Ihr ein so werthvolles Goldstück besitzt und dabei fechten geht!" Da kam er aber schon an: denn der Jacob wurde brennroth im . Gesichte und fuhr auf: Herr Richter, das kann Euer Ernst nicht, sein,' daß .ich .das Ehrenzeichen verklopfen soll! Beim, heiligen Gott, eher will ich des Hungers sterben und elendiglich verderben, ehe ich auch nur daran denke, mir durch den Verkauf desselben mein Leben auf ein paar Tage hinaus zu fristen! Aber . . . auch dessen that ich mich schämen, daß ich's wie manche meiner Kameraden vom Handwerk mißbrauchte, die in Lumpen einhergehen, mit dem Zeichen auf der Brust schlau . das Mitleid der' Leute herausfordern und die. gereichte Gabe im Schnapsladen, vergeuden.- Darum berge ich es in der Tasche, und meine Brust soll es erst dann' wieder 'zkren, wenn es mir wieder hesser geht und ich im Sonntagsstaate' auch äußerlich seiner würdig erscheinen' kann." Der Richter. .schien mm, genug zu wissen; . denn er erhob sich und 'sprach: Jacob Mahlknecht. Eure Gesinnung ist löblich, aber Euer Thun verdient, dennoch. Strafe. : Jhr seid beim Betteln ' betroffen worden, und also verurtheile .ich tzuch, indem ich Eure große Noth als mildernden Umstand in .die Magschale werfe,' zu oierundzwanzig ' Stunden '.Haft ' und . ermähne Euch, dak Jbr'Eucb in '5iulnft des

Bettelns gänzlich enthaltet.wozu ich . . . gewiß das Meinige beitragen we:de." - Der gute Jacob verzichtete auf eine Erwiderung. .Er ab seinen, .Haus- ' 'i ; 'w.

tyranmn, der sich eben zum Worte meldete. um sich gegen jedes ihn etwa beeinträchtigende Versprechen zu erwahxtn, einen Puff und folgte dem Gerichtsdiener, der ihm ein einsames, gut vergittertes Stllblein anwies, in dem er sein Vergehen nach Recht und Gesetz büßen konnte. Wie aber, die vierundzwanzig Stunden um waren und der Jacob sich daran machte, abermals in Sturm und Eis und Schnee hinauszumarschiren und abermals zu darben, bis sich in der reicheren Gegend doch endlich eine Arbeit fände, siehe, da stand derselbeRichter,' der gestern so ernst geblickt und so gerecht geurtheilt hatte, vor der Thür des Gefängnisses und rief fröhlich: Jacob, wenn Du 'vermeinst, jetzt frei und ledig Deines Weges wandeln zu können, da bist Du völlig auf dem Holzweg! Gestern hat Dich der Richter eingesponnen, heute aber spinnt Dich der Rudolpb ein, Dein Kamerad im Kriege und. im Frieden, und das Gefängniß ist für diesmal mein Speisezimmer, weil Du ein wackerer Bursche bist."

Da erkannte der Jacob in dem R:chter den ältesten Sohn des Vorstchers seiner Heimathsgemeinde, und der nahm ihn mit sich und erwies ihm soviel Liebe und Treue, daß der Jacob sich schier nicht zu fassen vermochte. , Nur einer vermochte auch das zu fassen, und das war der hungrige Magen des seit langer Zeit darbenden Gesellen und also erwies der Jacob der krästigen, augenreichen Suppe und dem saftigen Fleische alle Ehre und weinte ?kv! ,Vi tt)jfitr. Ans SYirr -t-iuiifcii u(i uuivuuy uu.wui ji.u4ui hinab und aß ihn doch auf und hob sein Glas, in dem der kösttichste Wein perlte und stieß mit dem vornehmen Kameraden, der richtig die Schramme von dem vielen Studiren noch im Gesichte hatte, einmal über's andere an und beantwortete nun die hunderterlei Fragen viel lieber, als Tags zuvor zwischen den vier kahlen und unHeimlichen Wänden der Gerichtsstube. : Und richtig hatte der Richter auch dafür gesorgt, daß der Jacob sich keiner Gesetzesübertretung mehr schuldig zu machen brauchte; denn der reiche Müller der Stadt konnte einen - so wackeren Gesellen, wie der Jacob einer war, recht wohl brauchen und dieweil dem Jacob die Wanderlust vergangen war, so that' es mich gar nicht wundern, wenn er heute noch in eben der Mühle in Arbeit stünde, m welch ihn der wackere Kamerad gewiesen da:. ; O weh ! Humoreske von 38. Lynn. Sie war ein verwöhntes Stadtkind und ue eine derbe Landpomeranze. Der geneigte Leser welk nun wohl, dak ick mit der ersten .Sie" nraulein Adelgunde Bitterlich und mit der zweiten . sie",, Stmellese. ras Dienstmädcken und in besonderen Momenten Zofe des Fräulein . Adelgunde meine. . : ; . . . ; ; . . Die Letztere freilich durfte ihren ehrlich angetauften -Namen nicht m dem Bitterlich'schen. .Hause führen, denn. Adelgunde meinte, der Name schreie aeradezu nach-dem .Kuhstall und so ward denn das, stallduftige Stineliese" in das unmuthige Lisett verwandelte , Das dralle Mädchen hatte gegen., dieje. Namensänderung auch qar nichts einzuwenden. Soweit . Lisett' " als Dienstmädchen in Frage kam. sowie die ' Thätigkeit ihrer robusten Armeünd ihrer arbeitharten - Hände in Betracht gezogen wurde, so weit war. alles -in schönster Ordnung und'' Adelgunde's Mama konnte der Wahrheit getreu berichten, daß sie ein tüchiigeres Dienstmädchen noch nie im 'Hause gehabt hätte. Aber m allen' zenen' kleineren feineren Oblleaenhelten, in denen auch ein Quent chen Verstand vonnöthen war, da war Lisett' die reinste 'Stineliese" 'vom Dorf, und so dumm' wie der Ochs rn Wtt Krischan's Stall,' der. nicht ein mal seinen Stall - wieder kannte ls Peter' Ktischan die' Thu?' neu über pinselt hatte.- ' ' ' ' Höre. Lisett'." sagte Adeldunde eines Taqes. - Heute mußt Du Deine Gedanken zusammen nehmen,' denn heute Rachmittaa wird ein-Herr :iomme'n, von dessen Besuch viel abhängt. Aber das brauchst Du ja nicht" zu wissen. Hauptsachen ist,'., daß; Du' Mir hilfst, mich heute, so schön wie möglich zu machen. . i ; .,Schön, Fräulein!" ' ' Und die Arbeit des Schön machens ging an. Das war bei Adelzuadchen nickt aanz leicht, denn sie bedürfte so mancher kleiner Nachhilfen, in paar ausgezogene Zahne waren durch 'sehr solide künstliche ersetzt und was von dem schönen Haarwuchs Adelzundes echt war, das stammte meist vom Fri-seur.-Du lieber Gott, wenn man die Dreißig überschritten hat und immer dar auf einen Mann - lauert,- so kann einem bei solch' anstrengender Thätigkeit auch schon mal ein Zähnchen und ein Härchen ausgehen. : : Indessen halte das für Adelgandchen Bitterlich doch' etwas bitterliches gehabt. , Und' daran waren weniger die falschen Zähne und Haare schuld, als die falschen, Dienstmädchen aus der Stadt; die sie bisher gehabt -hatte und die im ganzen. Nachbarkreise herumklaischten, was sie nur zu hören und zu sehen bekamen. - Deshalb war man in Adelgundchens Hause auf ein Mädchen vom Schlage der Stineliese verfallen, also auf' ein Landmädchen von in solchen Dingen hinreichender , Dummheit, das 'nicht klatschte und dem insbesondere falsche Haare und Zähne gleichgiltig waren. Dennoch hatte Adelgundchen die Vorsicht gebraucht, nicht allzu offen mit ihren körperlichen Falschheiten vor Stineliese. alias Lisett'. zu sein und bisher hatte diese weder die falschen -9- W . .t1 Jayne noH ne . latjqen .aare , in

ihrer ganzen wundervollen Team ge

sehen. Heute aber drängte die Zelt, denn Adolar von Hochgern, dem Adelgundchens Mitgift und wohlpräparirtes Aeußere in die Augen stach, wollte heute kommen, um die entscheidende Frage an Adelgunde zu richten. So wenigstens ließen sich die gestrigen An'deütungen des Adolar aus dem Harmoniedalle nur deuten. .Und also geschah heute das UnvcrmeidlZche. Lisett' sperrte Mund und Nase auf als . sie aus Adelgundens Mund die Zähne heraus nehmen und j in vn Wasserglas wandern sah, und als sie bemerkte, wie sich über, dies Glas, das ihm als Stütze dienen sollte, ein Haarstrelf von betrachtlicher Aus-dehn-ung, der sonst auf Adelgundchens Hlnterkopf den wundervollsten Knoten" zu bilden Pflegte, legte. , Adelgunde sah die unheimliche Wirkung des Geschehenen auf Lisett' mit Unwillen und trieb diese an, , ihr Werk zu vollenden. Und just war Adelgundchen fertig präparirt, als Adrlar durch em lautes Klingeln an der Corndorthure sich bemerkbar, machte. FÜnk. Lisett'!" drängte , Adelgunde. Ist's der Herr von Hochgern, so führe ihn in den Salon. Und dann benachrichtige mich!" Stineliese starrte noch einmal wie gebannt dorthin, wo die Haare auf den Zähnen gelegen hatten, die nun wieder auf dem Haupte und in dem Mundchen Adelgundens ihren sicheren Platz gefunden. Dann erst verschwand sie hinter der Portiere. Eine Minute verging, eine zweite die dritte wurde riesig lang, die vierte und fünfte dehnten sich für die harrende Adelgunde zu Ewigkeiten aus und in der sechsten bekam sie fast einen Weinkrampf. Dann aber das Klingeln an der Borsaalthüre sie plötzlich erbleichen. Ja, was war denn das? War denn der Erkorene ihres Herzens schon wieder gegangen, ohne daß er die entscheidende Frage" stellte? Sie schellte Lisett' und Lisett'Stineliese trat ein etwas scllsam verlegen aussehend. ' ' ? Wo ist wo ist Ador?" hauchte Adelgunde. Er is man blos wedder weggegangt," sagte Stineliese in einiger Verwirrung und in einem so schauderhaften Hochdeutsch, daß Adelgunde zu anderer Zeit davon empört gewesen wäre. Weggegangen!" rief das alternde verliebte Mädchen und erbleichte-noch mehr. Weggegangen und was hat er gesagt?" -jmin säute Dirn!" . sagte Stineliefe mit tiefem Erröthen. Zu Dir!" rief Adelgunde hastig. Und Du hast Dir. das gefallen lassen?" ! Nee, Fräulein. Ich habe ihm ene dicht'ge uff de Latschen gegeben!" Und er?" ' Der sagte man blos: Dunnerwetter Du hast Haare auf den Zähnen!" Und das hab' ich mir nicht gefallen lassen!" Nicht gefallen lassen?" Nee ich sagt' ihm denn auch man bloß: Ich habe nich Haare auf. den Zähnen, aber mein . Fräulein, ich habe sie eben noch liegen sehen!" Ein Wuthschrei entfuhr Adelgundens Lippen. Dann aber preßte sie heraus: Weiter!" Da wollte er denn man blos wissen woso und da hab' ich gesagt, daß Sie so schöne Zähne zunr 'Rausnehmen und Haar zum Ablegen hatten ten ! und da ging er. Er feixte aber sehre!" Raus!". Wie eine fauchende Katze hatte Avelaunde dies Wort hervorgestoßen. Stineliese ging erschreckt. Sie ahnte ja kaum einmal, welche bodenlose Dummheit sie gemacht hatte. ; Noch am selben Abend ward ihr ge.kündigt. Adelgunde 'hat jetzt eine gerissene Äofe-. Ein Mädchen vom Lande kommt nicht wieder, im ihr Haus. Das &u!) der Juno. Allerlei Attribute zierten die Götter zu allen Zeiten, und auch, nachdem die Götter längst verblaßten, blieben ihre Attribute mit ihrem Namen, bestehen. Der Jupiter pluvius wird, niemals sterben; so lange Eulen fliegen, werden , sie als der Athene Vögel, gelten, d man nickt in die Sauvtstadt Gne chenlands tragen soll, die Kaufleute werden stets Merkurs Junger heißen. und wo man. einen. Brunnen gräbt, wird des Neptun gedachte ' Nun hat ja die gute Juno, deren Ehaiakterbild von der Parteien Gunst und Haß verwirrt in der Geschichte der: Göttinnen schwankt, auch schon ihre: Attribute und Begleiter, der Pfau, wa? ihr hei uq, die Gänse und der ...... nun za, oer ... Storch, aber etwas anderes ist ihr irotzdem bisher . noch, nicht genugend ! zugesprochen worden, , ean Buch, das von ihr und ihrem HeiliFthum den Namen tragt, einer der besten und, unentbehrllchen Freunde jeder Familie der Kalender. .Wenn nran als armer keiner Näscher am'Wmnthum zuerst den Buchstaben K in die Acht thun muß und sich ,mit dem C begnügen soll. so berührt eä wohlthuend, daß ma wenigstens die -Ivalendae mit , einem K schreiben darf, die Kalenden, welche der guten Juno lyeilig waren und als ihre Festtage galten. Sie haben unserem 'Kalender den Namen gegeb, einen schönen Namen, der gelehrt .klingt, ttassifch und doch so alt vertraut. Und das. mit Recht, denn er bezeichnet einen lieben Gast, der ,nach dem Sprichwort: .Wirst Du wo- gut aufgenommen darfst zu schnell nicht wiederkommen". nur alle Jahre' einmal einkehrt und .dacher stets aus guten Empfang rechnen kann. Denn. enthalt alle JaZre n-

was neues, das man nnkgierig wie man nun einmal ist, sei man Männ.lein oder Fräulein, so bald wie möglich erfahren will. Deshalb wartet man auch gar nicht den Tag ab, an dem er seine Herrschaft antritt, den erstrtt Januar, sondern wie ein neuaje riges Mädchen, dem man einen Wun derknäuel" schenkte, dessen Schätze sich beim fleißigen Stricken erst langsam nach und nach in desWortes ursprünglicher Bedeutung ' entwickeln" sollten, diesen, eilig entwirrt, so warten wir auch den Schluß des Jahres nicht ruhig ab, bis wir uns den neuen Kalen der langsam verdienen, . sondern undankbar entthronen wir das alte Iah? und blicken neugierig in die Pforten des neuen Kalenders schon jetzt. Aber man muß ja auch wissen, wann Ostern und Pfingsten ist, obgleich man es bis Idahut noch zehnmal vergißt, und auf auf welche Wochentage die verschiedenen Geburtstage fallen, ist zu wissen auch unbedingt erforderlich. Dazu kommt der Wunsch, die Geschichten zu lesen, die ein rechtschaffener Kalender birgt, die Kochrezepte, Gedichte, Bilder, Uebersichten und alles andere, Denn wenn auch die Kalendermacher heutzutage ehrlicher sind und sich nicht mit dem mystischen Dunkel der Kalendariographia, die ehemals als eine besondere Wissenschaft galt, schmücken., und auch nicht, wie eine alte Vorschrift. der Kalendermacher befahl, des gemeynen Mannes willen" Prophezeiungen übe? Pest und Kriegsgefahr abge ben, so erwartet doch Jedermann alljährlich den Kalender als etwas neues,, unbekanntes und doch vertrautes, dessen Neuigkeiten und Eröffnungen man wißbegierig und voll Eifer entgegennimmt, gewiß dem Sprüchlein des mittelalterlichen Dichters: D'rum glaub ich stets. Was ich im Faust und im Kalender lese, Dennkein Kalender leugt. imebJlsel

Fern von der lieben Heimath,' fern von der theueren Vaterstadt am blauen Donaustrand, der herrlichen Kaiserstadt Wien, stand ich am schönen Harz, so einsam, so traurig. Ich lenkte meine Schritte dem Ilsensiein zu, wo, nach der Sage, Prinzeß Ilse mit ihrem Gefolge haust. Der Mond warf sein fahles Licht zur Erde nieder. Plötzlich erglänzt der Sternenhimmel in voller Pracht und harmonisch tönen heimathliche Sangesklänge an mein Ohr. Das Herz hämmert mit starken Schlägen und freudig athmet die beengte Brust auf. Lieder der Heimath! Zauberische Klänge, wie so selig belebt ihr des Menschen Gemüth! Thränen entrollten meinem Auge. Vor meinem geistigen Blick entsteht ein Bild, das jeden Wiener mit Stolz erfüllt: es ist der Anblick des Stefansthurmes, der Wien in die weiteste Ferne hinaus kenntlich macht. Rings um den alten Dom breitet sich ein Häusermeer, Berge, Wiesen und herrliche Wälder aus. Versunken in dem Ansehen der alten und sich doch stets verjüngenden Kaiserstadt bemerkte ich nicht, daß neben mir ein Elfe stand, doch ein energischer. kräftigerStoß in meine Seite ließ mich seine Anwesenheit fühlen. Fragend blicke ich den überirdischen Gesellen an. Er winkt mir, ich folge ihm. Wir traten rn eine Felsenspalte, die ich vorher nicht bemerkt hatte. Von hier aus führte mich der gespenstige Führer in den Thronsaal der Prinzeß Ilse. Af einem Thron von Gold saß die verwünschte Prinzeß und blickte mit mildem Auge auf mich, den Wand'rer vom Donaustrand. Im ersten Augenblick beengte mich die königliche Erscheinung, doch der Prinzessin blaues Auge erinnerte mich an ein paar ähnliche Augen in der Heimath und ich erhelr dadurch meine Zuversicht wieder. Du bist Aer Fremdling?" fragte die Verwunschene mich. Zu dienen,, königliche Hoheit!" war i meine Antwort. -Dir fehlt es an Geldmitteln.' um. heimzukehren? Errathen, Durchlauchtigste Ho--, heit!" Ich will Dir kraft meiner könig-. lichen Macht helfen, daß Du heim ge. langst! Königliche Hoheit, das wäre mir sehr angenehm!"' Huldvoll lächelnd winkte sie. die schöne, wundervolle Prinzeß, und zum Saalbogen herein kam ein Schutzmann, lud mich zuMitgch'n ein, und dann gings per Ichub nach Wien, meiner lieben Vaterstadt am blauen, Donaustrand. Ged-ankensplitter. Du wähnst, das Schicksal hab' dasGlück Dir karg gemessen zu? Bedenk', so manchet geht zu GnmdDer besser ist als Du! Der blaue Mo ntag. A.:.Sagen Sie. was ist denn hier neben--an für ein gräßlicher Lärm?" B.5 Da wohnt in Schufte? und weil deralle Montag blau machte läßt er es sich nicht nehmen, auch an solchem- Tageseine Lehrjungen durchzubläuen!" Schnell grfaßt. Schauspieler: .Dort komr.?t mein alter. Vater.... (Statt dessen tritt ein junger Mann aus): Ha, was seh' ich! Er ist gestorben und meine Mutter muß zum zweiten Male 'geheirathet 'haben.Grund zur Vorficht. Gattin (auf dem Balle): Du hast als Tänzer wunderbare Fortschritte gemacht. Erinnerst Du Dich, wie Du früher regelmäßig meine Kleide? zer-wissest?-Gatte: Ja. aber dam habe ich sie nicht bezahlen brauchen! .