Indiana Tribüne, Volume 19, Number 92, Indianapolis, Marion County, 19 December 1895 — Page 3

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Prüfungen.

Roman von B. Riedel-Ahrens. ü)0tIlCJiun3 no vscguip.; I U5r htett ihre Hand mit dem Drucke rs. if i . 1. If..t warmer Freundschaft in der seinem fest und Jngeborg erwiderte 'ihn. Auf Wiedersehen, Gott schütze Sie. Jngeborg! Und will das Leid Sie noch einmal übermannen, dann denken Sie daran, daß es einen Mann gibt, dem Sie einst in der dunkelsten Zeit seines Lebens der lichte Stern unendlich glücklicher Hoffnungen geworden. Ob sie sich erfüllen werden? Ich frage heute nicht, doch einst, wenn Sie genesen sind. Wollen Sie mir dann Antwort geben?" Sie wandte sich erröthend ab, riß sich los und eilte dem Eingange des Hauses zu; doch die Antwort, die Klemens Markland, ob auch nur flüchtig. in ihrem lieben Antlitz gelesen, mußte wohl keine ganz unbefriedigende gewe sen sein; denn als er den Rückweg antrat durch die einsamen Straßen im Mondlicht, lag auf seinen edlen Zügen der Ausdruck stiller Seligkeit. Heinrich Markland an seine Tochter: Wendsburg, den 16. Juli '92. Liebe Andrea! Es ist mir vollständig begreiflich, dan Du nack den aufreibenden Ereig nissen der letzten Monate Dich von der Hochzeitsfeier Astrids und !)torderts ern zu halten gedenkst, die überdies auch infolge des Todes seiner Mutter auf das Einfachste im engen Kreise begangen wird. Doch wenn die Beiden in ihr neues Heim eingekehrt sind und es ganz einsam bier im Sause geworden ist, dann. meine liebe Andrea, möchte ichDich bitten, der Hauptstadt den Rücken zu kehren und Deine Heimath fortan bei mir tu nebmen. Du saast aeleaentlick in einem Deiner Briefe: daß jede Frau hier unten von der Vorsehung eme Mission erhalten habe, die sie erfüllen soll mag derPlatz, auf dem sie steht, auch noch so eng begrenzt fern, der ftimmtt i überall rn aleicher Mde an der Erde und die guten Thaten sprechen auch aus dem verborgensten Winkel zu ihm empor. Nun wohl, stehst Du auch gegenwärtig auf dem StandPunkt, durch eigene Kraft dahin gefk 1 aT V W .UUvjl jju Clli, uiciuci icicuvcu yuuv nickt länaer au bedürfen, so bedarf ich Deiner jetzt, nachdem das letzte meiner Kinder ausaeflogen, sich em eigenes Nest zu bauen. ?lck boffe. keine Zvehlbltte gethan zu haben; denn der Abend meines Lebens neigt sich dem Ende zu ich werde nickt oft mehr mit einer Bitte kommen können, meine Tochter. Heinrich Markland. Mein über Alles geliebter und verehrter Vater! Mit unaussprechlich Befriedigung habe ich Deine lieben Zeilen gelesen, die mir die Erfüllung eines längst gehegten heimlichenWunsches brachten; Du rufst mich und nur zu gerne folge ich Deinem Rufe. Im August, wenn Astrid und Norbert in das Haidehaus gezoc rrr . cv.... 1 len inio icnrcii rnii uijcwuiij in lltStille bier aetraut worden sind, um ibre Reise über den Ocean anzutreten. dann komme ich, weil zur Zeit diese . . rru t uz jc i. : t; t . oeioen iHuuiia,Ti. noty meinet uicr oedürfen. Was Du von meiner Abweseneir bei Astrids Hochzeitsfeier erwähnst, beruht auf einem Irrthum ihrerseits, denn unbedingt werde ich derselben beiwohnen; ich dächte, unsere Astrid müßte ihre Schwester besser kennen, um sie tadelnswerther Schwäche schuldig zu halten. Die einsame Villa im Park am waldigen Strande der Ostsee ist wohl jetzt ein kleines Paradies geworden' . t j e ;.r. rjtü . o..wie freue ica rnicn aus oicc juuuc o fluchtsstätte des Friedens meiner im Sturm der Welt erprobten Seele! Glaube aber nicht, daß ich so jung etwa schon daran denke, auszuruhen und Mich der Trägheit eines beschaulichen Daseins binzuaeben. Nein: neben der Pflege, die ich Dir auf's Liebevollste widmen werde, will ich das Wenige, was ick kann und vermag, dem Dienste meiner Mitmenschen weihen. Bleibt mir doch so viele freie Zelt; die werve ich benutzen, mir in Wendsburg einen Kreis von Schülerinnen zu verschaffen, aus die ich einwirken kann. enn oie ftmu kann überall ur seaenspendenden Helferin werden; die in ihr wohnende Kraft wird immer Wesen finden, die ihrer bedürfen, die wachsen und erstar. ken im Sonnenschein der echten, warmtn Liebe. Ueberall aibt es zu helfen. zu trösten, zu unterrichten, den heiligen Samen edler Worte und Thaten zu streuen. Deshalb soll die Frau lernen, sich zu erziehen, sich zu beschränken, edel, einfach, schlicht und stark in ihrer Seele zu werden, um thatkräftig zu sein in der Liebe zu der Menschheit. Das ist des Weibeö Mission! Auf. baldiges Wiedersehen, mein Vater; Gott zum Gruß! Deine dankbar ergebene Andrea." Ende. In der GefliigelauS. stelln na. Höhere Tochter sin ei nem Käfig eine schwarze Henne erblickend): ttcht wahr. Mama, der ist gewiß der Hahn aeftorben?ZarteAnspielung. Sie, Führer, an was soll denn dieser Denk stein aemahnen?" Den hab' ick g'setzt! Da hat mir amal a' Reisender fünf Mark Trinkgeld 'geben!O. diese Weiber. Mann: D Satz, daß die größten Narren immer die schönsten Weiber haben, bewährt sich doch immer wieder !" Freu: O, Du Schmeichler!Gewichtige Wochen. A.: Nun. ßrn von Binkelstein. wie verlie fen die Flitterwochen im Süden? v. B.: WaS haißt Flitter? 'ö waren Jtorn gute Goldwochea! ,

Der tolle yako.

Humoristischer Roman von Rudolf Stratz. (gortfehung.) lind nun stieg das Schloß selbst langsam aus dem rauschenden Grün empor. Ein altersgraues, verwittertes Gebäude, erhob es sich, von Thurmchen flankirt und im Halbkreis von einem See umschlossen, über einem sanft ansteigenden, mit Kiestreppen und Teppichbeeten geschmückten Abhang. In weitem Abstand leuchtekn zwischen den Bäumen die gelblichen Wirthschaftsgebaude. Kein Mensch zu sehen. Nichts regte sich. Nur der Herbstwind spielte in den Wipfeln der alten Ulmen und Ellern und schüttelte die bunten Blätter in Haufen über die Wasserfläche, auf deren leblosem Spiegel zwei Schwäne in feierlichem Stumpfsinn ihre Kreise zogen. Ein dritter hockte am Ufer, daß man die plumpen, unförmliche Beine sah. Er hatte den 5Jopf unter den Flügel gesteckt und schien zu schlafen. Dicht neben ihm, hart am Ufer, stand ein uralter Mooskarpfen reglos in dem flachen Wasser. Er glotzte aus großen Augen vor sich hin, mit einem würdevollen, selbstzufriedenen Aus druck, und seine Kiemen blähten sich leise. Darüber mußte der Fremdlina lachen. Er wußte nicht, warum ihn das feierliche Thier an den früheren Hofmarschall in dem kleinen Rönnebura erinnerte. Dann sah er über das Wasser hin nach dem Schloß. Es schien wie ausgestorben. Kaum. daß das Wetterfähnchen oben auf dem Mittelthurm von Zeit zu Zeit sich schlafng drehte. Offenbar war die Tafel noch nicht aufgehoben. Sonst wären die Herrschaften sicher schon auf der Veranda, die in den See hineinreichte, erschienen, um mit dem Blicke auf die schöne herbstliche Natur den Kaffee zu genießen. ever rnind! brummte der Fremdling, ich kann warten." Und er warf sich einfach am Ufer in's GraS. Vor feinem Kopf, in dem der Neue brauste und tickte, schwankten die Binsen. Der Mooskarpfen starrte ihn reglos an, die Schwäne beschrieben pedantisch langsam ihre Kreise. Er blickte j m sw p i nocy emmal vmuver zum uoynnv Ui ner Väter. Dann gähnte er und schloß die Augen. Inzwischen tafelte man tm Schloß Peregg mit den Manövergästen. In der Mitte saß die Gräfin, eine alte Dame mit einem runzligen Kindergesickt zwlschen schneeweißen Lockchen. Gegenüber der Graf. Klem, alt. hager, mit schwarzgefärbtem Schnurrbart und hüstelnder Stimme, a quarre pingles gekleidet. Von dem Luxus wenigstens wollte der einstige Lebemann nicht lassen. War es doch so ziemlich der letzte. Wer dachte letzt noch in Wien und Paris an den schö nen Roger von emst? Er war vergessen. In schlaflosen Nachten stieg die Zeit von einst vor ihm auf. und es war ihm, als tickte dle Wanduhr höhnisch dazu den Takt: tont, passe, tont casse, tout lasse! Dann seufzte er und griff nach dem Chloralhydrat. Unten am Tisch der Erbgras. Ern rothbäckiger, behaglicher Herr. Trotz seiner dreißig Jahre schon mit etwas Embonpolnt und wenig Haaren. Er hatte in Bonn studirt daher die Schmisse. Er toar drei Jahre Pots damer Gardekavallerist daher Monocle und sanft näselnde Sprache. Er hat die Welt umsegelt daher die ge lassene Ruhe. Ein selbstzufriedener, glücklicher Mensch. Jetzt ist er verlobt natürlich mit einer Jsingen-Altisin-gen und bereuet sich darauf vor, selbst eiw Ahne zu werden. Daneben sein Bruder,. Graf Otto. Bedeutend jünger, ungelenk und mager. Gegen die Gäste von der stillen Zutraulichkeit eineö Wildlings. Er ist mit seinen achtzehn Jahren noch wenig aus dem Schloß herausgekommen. Doch soll er in nächster Zeit mit seinem Namen irgend ein bevorzugtes Cavallerle'Neglment schmücken, Wmdisch-gratz-Dragoner. Garde du Corps oder so etwas der Art. Ihm gegenüber der Pater Paulus vom Redemptoristen'Orden. Ein hagerer, eleganter Herr in unausfälliger schwarzer Gewandung, geistvoll und lebendig, um die Lippen das Lächeln deö menschenergründenden; Vatikans. Von Damen außer der Gräsin nur ein undefinirbareS, ältliches Wesen, eine Art Gesellschafterin,- die zuweilen ängstlich auf den leeren Stuhl neben sich blickt. ' Dann die Gäste. Zuerst der Oberstlieutenant Zschoppe, ein kleiner, runder, energischer Herr mit schwarzem Schnauzbart, der rechte preußische Feldsoldat, dem, trotz correctester Höf lichkeit, diese ganze Dyna,lenwirthschaft nun schon gar nicht zu imponiren scheint. Ganz anders der Etatsmäßige. Hans Jobst VHX, Reichsfreiherr von Daurburg , steht auf seiner Karte. ein knochiger, breitschultriger Herr, den als Sproß eines schwäbischen ReichsrittergeschlechteS hier im Hause des Reichsgrafen der Geist der Veraanaenheit anweht. Von dieser Ver aanaenbeit kommt er denn auch im Gespräch nicht los, unterstützt von dem Rittmeister. Herrn von Endemer, elnem sehr feudalen Herrn, wie sich das für den Chef der Leibschwadron ziert. Von seinen beiden Lieutenants folgt der blutjunge, mädchenhafte Herr von Salma. der erst im Manöver Officier aeworden lst. gleichfalls der Unterhal tuna. auf die- die Standesherrschaft, im Innern nachsichtig lächelnd ob der Marotte des ReichSritters, sich ihnen gleichzuachten, höflich eingeht. Um so unverantwortlicher benimmt sich natürlich wieder der Premier Stümke. Ein kleiner, sehniger Mensch mit schwarzem Schnurrbart und olltzenden, schwarzen Augen, Ausdruck spöttischer Klugheü aus dem keines wegS schönen Gesicht, gibt er sich kaum Mühe, seine Langeweile zu verbergen.

Er schweigt und trink!. Alle Augenblicke muk einer der drei Lakaien, die

neben dem hirschfängerbewehrten Leibjäger des Grafen in stummer Reihe vor dem Kredenztisch stehen, sein Glas von neuem füllen. Dann wirft ihm . C!tt -in 3Vntrfmrn rrtTT strrrrTtsfvrt WA AUHVHVJ Vt. . . V V. Blick zu. Stümcke zu heißen, ist in seinen Augen, wenn auch kein Verbrechen, so doch ein Unglück. Und nun gar als Stümcke die stolze Rangliste der Rönneburger Husaren zu verunziren. Wenn man noch wenigstens daneben drucken könnte, daß Herr Stümcke Millionär ist? Das entschuldigt viel. Solche Prachtgäule wie er kann sich nicht jeder leisten. Alle Nach barregimenter beneiden die Husaren darum. Dabei reitet Stümcke vorzüglich und ist überhaupt ein ausgezeichne ter Officier. Daß er jetzt mißvergnügt ist, hat seinen besondern Grund. Weiß Knöppchen sie kommt wirklich nicht!" brummt er leise zu Salma, der neben ihm sitzt. Der kleine Husar zucktdie Achseln. Gott weiß, wen Sie da gesehen haben, Stümcke!" Wen ich gesehen habe?" flüsterte der Premier erbost, ein Prachtmädel hab' ich gesehen groß, schlank, blond wundervoll blond, sag' ich Ihnen." Ja aber WaS denn aber? Wie eö Essenszeit war und dieses Gong zu tönen ansing der Lärm geht mir einfach auf die Nerven da kam sie quer durch den Garten gerannt ich sah's doch von meinem Zimmer in solchen Sätzen über die Beete, sag' ich Ihnen die Haare flogen nur so hinterher. Rasse sag' ich Ihnen Prachtgeschöpft!" Und er leerte erbost sein GlaS. Vielleicht die Tochter eines Beamten", bemerkte der Kamerad. Herr Stümcke sah ihn mitleidig an. Sie Dachs" sagte er, Sie sind doch wirklich die reine Milchsuppe. Sträubt sich der Mensch da mit Handen und Fußen gegen die Mög lichkeit, einem schönen Mädchen zu be gegnen." Aber wo ist sie denn? Sie kommt ja nicht!" Und dieser leere Stuhl?" Stümcke deutete unter dem Tisch darauf hin. Dieser Stuhl spricht ganze Bucher. Das Mädel macht eben Toilette natürlich sie ist za ganz zerzaust dann erscheint sie und kriegt nach Tisch, wenn wir fort sind, ihre Straspre Er blieb stecken, denn die Lakaienreihe an der Wand ihm gegenüber begann sich plötzlich zu verbergen, wahrend mt Thür ausging. Der Premier sah nach der Thür. Endlich", sprach er befriedigt und er hob sich mit den andern Herren des Re giments. Auch der alte Graf stand aus. (Fortsetzung folgt.) Gewesene GrSbe.l. Mebr vielleicht, als irgendwo sonst. bildet in unserer Anndeskauvtstadt die große Zahl Menschenkinder, .velche ....- r . i. m r . ' iinilmals yeroorragenoe Peronl'.azieiten waren, es aber länalt nickt mehr sind und nur durch iene Veraanaenbeit sich von den gewöhnlichen Sterblichen unterscheiden, eine Haupt--E:gentyum-lichkeit des gesellschaftlichen Lebens. Es gibt in Washington kaum ein einziges Kosthaus, wo nicht einer oder mehrere solcher Eze" oder Gewesenen anzutreffen wäre. Die Stadt ist ein förmlicher Friedhof derartige? ExGroßen, frühere? Reglerungsbeamten und Politike? aller Nummern. Es sind Leute, welche gewöhnlich mit jedem Nickel, ja häufig mit jedem Cent seh? sorgfältig Rath halten müssen; daß die Äumpaenies in diese? Menschenklasse ?echt zahlreich vertreten sind. braucht kaum gesagt zu werden. In dem Herzen mancher diese? Eze schlummert wohl noch immer ein ??llnkchen Hoffnung, gelegentlich doch einmai micoer omu) irgeno ern ?eir?naäkcken in ihre frübere Laufbahn bereinzukommen, wenn auch in einer noch so beschewenen Rolle. Aber bei den meisten ist es auch nur mit den entferntesten diesbezüalicken Ausstckten für immer vorbei, und sie wissen das gut genug. Dennoch können sie es nicht leicht über sich gewinnen, dieBundeshauptstadt ie wieder zu verlassen. die doch ein theures Pflaster ist. Daran wäre nun nichts Auffalliges, wenn sie zu jenem höheren und viel kleineren Kreis der Exe gehörten, welche sich mit Glorie und einem gesicher ten Ruhe- oder auch ThätigkeitsAuskommen in das Privatleben zurückze zogen haben, und denen die Gesellschz). das Recht ertheilt, allezeit ihren früheren Titel mit einem Ez" davor rulmvoll weiterzuführen. Denn eö laßt sich in Washington vor Allem schön leben, wenn man das nöthige Moos" dazu hat. Daß aber auch jene armen Schlucker, jene Ex-Zaunkönige und hoffnungslosen Habenichtse, sich ebenso schwer von Washington trennen können, legt ein gewichtiges Zeugniß für den zauberischen Einfluß dieser Stadt .ab! Vielleicht noch mehr heißen will cs, daß sich dieser bannende Zauber vielfach sogar auf Jene erstreckt, welche überhaupt niemals Größen irgendmelcher Nummer gewesen, sondern nur in derEr Wartung, etwas zu werden", nach Washington gekommen sind. Auch solche Ex-Möchtegcrn-Ärößen sind ziemlich zahlreich. Sie haben vor jenen Anderen einen gewissen Vortheil voraus: sie finden sich leichte? in i?gend eine private Arbeitsstellung, da sie doch meisten? nur ku?ze Zeit vom Katzenbald?ian-Gift de? kleinen Aem-terfucher-Politik betäubt waren, und ihre sonstigen 5?äbiakeiten dabei nock einigermaßen frisch geblieben sind. So rann man z. B. unter den Washingtoner Straßenbahn-Angestellten nicht gerade selten Einen von dieser Classe finden, Leute, die es in der Regel gar nlyt vereuen, daß sie dahin ge kommen sind, wo sie heute sieben. Aber jene Andern, die haben eS weit schwerer, inb in einen aanz vrosaiscken Privat-WirkungS kreiö einzuleben, und

wenn ne uveryaupt noa) in eine ständige Stellung einschlüpfen, ist dieselbe meist noch weniger lohnend, als die der ehemaligen Möchtegerne. Zum Theil steht schon ihr Alter im Wege; doch abgesehen davon, bewährt sich euch an ihnen die traurige Erfahrung, daß ausschließliche? öffentliche? Dienst seine Jünge? ga? oft zu allem Ande?en untauglich macht! Neue?dings ist Lb?igens in de? Bundeshauptstadt von de? G?ündung eine? Organisation der Gewesenen" die Rede. möge sie ihnen wohlbekommen! Unser Bausteine-Ntichthum. Eine fernwestliche Zeitung macht darauf aufmerksam, wie wenig der gewältige Baustein-Reichthum unseres Landes noch entwickelt ist, resp., einen wie einseitig östlichen Cha?akte? diese Entwicklung bis jetzt zeigt. Von der Ausdehnung der BausteinJndust?ie in den Ve?. Staaten gibt ein jüngst erschienener Be?icht unseres geologischen Vermessungsbureaus iinen zahlenmäßigen Begriff; er bestütigt aber auch theilweise den obigen Hinweis. Es geht aus dem Bericht zunächst hewor, vaß der SteinbruchWerth des SteineZ, welcher im Ganzen während deS Vorjahres bei uns gefördert wurde, sich auf 537,377.811 belief, und lvavon für 533,000,000 Steine für die Aufführung von Gebänden gebraucht wu?den. Was nun die einzelnen betheiligten Staaten bet?ifft. so steht Pennsylvanien in diesem Product obenan, in nächste? Reihe kommt Ohio, und gleich darauf das kleine Vermont. Mehr als drei Viertel der gesammten -Steinpro-

duction kommen nur aus einem kleinen Theil des Areals unserer Republik, elnem Theil, der nnt vielen Unterbrechungen von Maine bis nach Illinois geht. Es ist sur keinen Kenner zweiselhast, daß die großen Steinlager nicht nur des ferneren Westers, sondern auch des Südens bis ietzt nur sehr oberflächlich bearbeitet worden sind. Würden diese vollständig in den Bereich der Bau-stein-Jndustrie gezogen, so könnte der obige Totalwerth jedenfalls noch eine gewaltige Steigerung erfahren. Vielleicht gilt das von keinem anderen Staat in solchem Grade, wie von Oregon, das nicht nur in der Menge, sondern auch in der Vorzüglichkeit seines Baustein-Materials sich in neuerer Zeit mehr bemerklich zu machen begonnen hat. Zum großen Theil ist sein Ruhm aus diesem Gebiet freilich noch im Staate selbst geblieben, obwohl auch z. B. an vielen Gebäuden in San Francisco der Baustein von Oregon zu Ehren gekommen ist. Besonders große Contracte auf Baustein-Lieferungen konnten die Oregoner bis jetzt lediglich eshalb nicht , . . t f . , i v . rr i erlangen, wen sie eocn nrn oer uni Wicklung ihrerSteinbrüche noch zu weit h'.ntenan stehen. Doch sind sie im Begriff, diese Industrie so eifrig auözubeuten, wie es den natürlichen Aorrathen entspricht, die sehr weit zu reichen scheinen. Aehnllches kann man von anderen. ia von den meisten Staaten deö WesienS und Südens mehr oder weniger sagen, und es ist auch mehr als wahrscheinllch, ldaß mit der Zeit beson ders wenn andere Betriebe nicht mehr das gewohnte abwerfen in das Baustein - Geschäft dieser Landestheile mlndestenö ebenso viel Leben kommt, wie weiter im Osten. I n Conflans meldete sich der aus Preußen gebürtige Sergeant Varth vom 130. Regiment, de? seine Metzer Garnison fahnenflüchtig verlassen und in voller Uniform die Grenze überschritten hatte, bei .der Gendarmerie mit dem Wunsche, in die Fremdenlegion aufgenommen zu we?Den. Darauf wu?de Ba?th nach Ve?dun befordert, von wo aus seine VerWendung im Colonralheere veranlaßt wird. Beim f e i e r li ch e n Einzuge deS neuen Vali von Saloniki, Hassan Fehmi Pascha, ereignete sich am Quai ein Zwischenfall, der in Anbet?acht der großen Volksmenge, und der herrschenden Aufregung leicht bedenkliche Folgen hätte haben können. Die englische Restauration CollingWood Arms", wo eine große Anzahl englischer Matrosen von ier Flotte versammelt waren, wure von halbwüchsigen tü?kischen Burschen mitSteinen bombardirt. Nur der zahlreichen Mannschaft der an dieses Restaurant anstoßenden Polizeiwache gelang es, weitere Thätlichkeiten zu verhindern und die Ruhe m einigen Augenblicken wieder herzustellen, bevor die große Menge auf diesen Vorfall aufmerksam wurde. JnVärlbei Homberga. Rh. erschoß der Landwirthschastsgehülfe Johann Steinschen seinen Vruder Peter, während letzterer zur Mit tagsruhe schlafend im Bette lag, und ertränkte sich dann selbst im Rhein. Mißgunst scheint der Beweggrund, zu diesem Verbrechen gewesen zu sein. Wie ift dies! Wir bieten einhundert Dollar? Be lohnung für jeden Fall von Katarrh. der nicht durch Einnehmen von Hall 5 Katarah-Kur geheilt werden rann. F. I. Cheneyä: Co., Eigenth., Toledo, O. Wir. die Unterzeichneten, haben F. 3. Cheney seit den lebten 16 Jahren gekannt und halten ihn für vollkommen ehrenhast in allen GeschastSverhanb lungen und finanziell befähigt, alle von feiner Firma eingegangenen Berbind lichkeiten zu erfüllen. WeftZeTruax, GroßhandelS-Dro-gulsten, Toledo, O. Walding, Kinnan6:Marvin, Großhandels - Droguisten, Toledo, Ohio. Hall'5 Katarrh -Kur wird innerlich genommen und wirkt direkt auf das Blut und die schleimigen Oberflächen dek Systems. Zeugnisse frei versandt. Preis 76e für die Flasche. Verkauft von allen uporyerern.

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