Indiana Tribüne, Volume 19, Number 86, Indianapolis, Marion County, 13 December 1895 — Page 2
Fnvians ITrivüne.
Erscheint Taglich uud Somttagv. Die tZzliche .Tribüne' kostet durch den Träger M SentS per Woche, die Vontag.,Tribae"I Jewt per Woche. Seide usam 15 SentS der 63 Cent i fcetrtsxat. Ver Post außerhalb dn ffttbt zugeschickt n Voraukdethlung p, aZr. mtt 18 Süd Alabama Stratze. Indianapolis, Ind., 13 Dezember '95. Der Pantelegraph. Der italienische Pater Cerebotan:. dessen Namen m der Welt Äer Erfinder hoch angesehen ist, hat jüngst vi der Berliner Urania" den von ihm erfundenen Pantelegraph" vorgeführt. Seme neu: Maschine gehört zur Gruppe d:r Facsimile-Telegraphen oder Telautcgraphen, die es möglichen sollen, die Schriftzüge selbst (auch Bilder) auf elektrischem Wege dtm Empfänger mitzutheilen, ein Pro hlcin,' das seit Jahren die Erfinder, zuletzt den Amerikaner Elisha Gray, 'beschäftigt hat. Der Pantelegraph.soll kein vollendetes Instrument sein, wohl aber ein Demonstrationsinstrumeni", das die Möglichkeit der Aussührung wrzuthun vermag. Das Princip des Apparats ist höchst einfach. Erreicht werden soll, daß, was beispielsweise in New York geschrieben wird, gleichzeitig auch z. B. in San Francisco geschrieben werde; dort soll sich eine Feder gleichzeitig mit der Feder in New York in Bewegung setzen. Die Art und Weise der Bewegung der sendenden Feder muß also durch den Strom so übertragen werden, daß die empfangende Feder dieselben Bewegungen macht. Man denke sich nun zwei senkrecht zu einander stehende Latten, von denen jede parallel zu ihrer Nich tung verschiebbar und der Länge nach mit einem Schlitz versehen ist. Steckt man durch den Kreuzung-punkt der Schlitze einen? Schreibstift und bewegt diesen in der Richtung des Schlitzes der einen Latte, so wird sich die andere parallel zu ihrer Richtung bewegen; führt man aber 'den Schreibstift in der Richtung der Diagonale, so bewegen sich beide Latten, aber immer so, daß sie nie aus ihrer senkrechten Richtung gerathen. Steht nun jede Latte mit einer Zahnstange in Verbindung, so werden zwei Bewegungen übertragen werden, deren Gang von der Bewegung kil Schreibstiftes abhängig ist. Durch jene Bewegungen können in einer elektrischen Leitung Stromstöbe hervorgerufen werden, die in einem anderen Apparate ihrerseits wieder dieselben Bewegungen erzeugen; diese wllrden dann wiederum einen Schreibstift in eine Bewegung versetzen, welche mit der deö ersten übereinstimmt. Wie Vater Eerebotani auf Grund dieses Princips seinen Apparat aufgebaut hat. kann hier nicht im Einzelnen mitgetheilt werden. ES sei nur erwähnt, öaß er, um .eine freiere Bewegung des Schreibstiftes zu ermöglichen, die Latte durch zwei Metallstar:gen ersetzt, mit denen ein auf Rollen laufender Schieber verbunden ist; an diesem ist der Stift angebracht. Die Beweglichkeit diefeö Systems ist erstaunlich. In dem empfangenden Apparat werden die Stromstöße auf das Echappement übertragen, daö die Drehung eines Zahnrades regulirt. Da man aber auf. diese Weise nur eine Bewegung in einer Richtung erhalten würde, ist in sehr sinnreicher Weise dafür aesorgt.doß der mit dem Zahnrad verbundene Trieb sich zwischen zwei Zahnstangen auf und nieder bewegen und bald in die oberen, bald in die unteren Zähne eingreifen kann, wodurch Bewegunz:n in entgegengesetzter Richtung hervorgerufen werden. Die Auf- und Niederbewegung de5 Triebs wird durch Strom.Wendungen bedingt, die eintreten, wenn der sendende Schreibstift eine Wendung macht. Alle diefe verschiedelien Operationen können mit einer einzigen Leitung zu Stande gebracht werden. Daö der Apparat wirklich das Verlangte leistet, zeigte der Uter durch Ttlegraphiren der beiden Worte Lonato- (seines Geburtsortes) und Urania". Administrative Ausweisung. Von der sogenannten administrativen Ausweisung in Rußland entwirft ein Petersburger Eorresponden! das folgende Bild. An den Jahren 1885 bis 1894 sind 118,000 Personen beiderlei Geflechts auö Petersburg ausgewiesen worden. Darunter befanden sich: Pßlose, Personen ohne bestimm. tt Beschäftigung und ständigen Wohnort, Bettler. Personen, die ausaewiesen werden, weil sie die öffentliche Ordnung und Ruhe stören, endlich Personen, die eiaenmächtia aus der Verbannung zurückkehrten. Alle diese Leute wurden entweder an ibre Geburtsstätten befördert oder aber, wenn Ire zir lemer Gemeinde gehören, an tv nen von ihnen selbst gewählten Ort natürlich wählten sie die Orte in mög lichst naber Nachbarschaft mit der Re ftden,? und kehrten dann, bei erster bester Gelegenheit, sofort wieder nach Petersburg zurück, wo sie sich schlecht und recht aber mehr schlecht, als recht durchschlagen, bis sie der Pol! zei von Neuem in die 5ande fielen An den Orten, wobin sie befördert wurden, sind die Ausgewiesenen, die den Abschaum der Großstadt bilden. ebenso gefürchtet, wie aehaßt. Ob dachlos, ohne Beschäftigung, machen sie die aanze Geaenid durch D:ebstah!e Raub. Brandstiftung unsicher, so daß die Ortsverwaltungen sich sehr bald an vte Behörden in Petersburg mit dringenden Gesuchen um Befreiuna von diesen gefährlichen Elementen wenden. DaS beständige Wanderleben der Ausgewiesenen, ist für das arbeitsscheue, verbrecherische Gesinde! seör verloaenö und reHt eintraalM Erstens ' erhält ein solcher Lump bei völligem Nichtsthun vom Staate eine ausreichende Bekostlgung und em Obdach, so lanae er sich
der Polizei befindet, und zweitens versorgt ihn die Krone mit einer warmen Kleidung, die er behalten darf. Diese Kleidung wird aber am Orte der Ber. 'bannung sofort verkauft und vertrunken, und der Vagabund macht sich so-
bald alZ möglich wieder zu Fuß nach Petersburg auf. Es giebt Virtuosen rn diesem Fach, die sich bis zwanzig Mal im Jahre die Staatsklerdung aus Petersburg erwandert haben. Der Polizei ist es längst bekannt, daß an vielen Orten Geschäfte bestehen, die den Ausgewiesenen die Staatskleide: ablausen. Ein Kampf gegen dieses Uebel ist fast unmöglich. Die Polizei fangt die Landstreicher ab und liefert sie an den Verein gegen Bettelei. So bald es festgestellt hwird. daß der Abgefaßte ein gewerbsmäßiger Bettler ist. wird er dem Friedensrichter übergeben, der ihn zu dreiwöchiger Gefängnißhaf! verurtheilt. Nachdem der Bettler sein. Strafzeit abgesessen hat, wird er vor. der Polizei ausgewiesen; dann kehr! er zurück, wird wieder gefaßt, geht wieder vom Verein zum Friedensrichter. vom Friedensrichter zur Polizei u. s. w. Man plant jetzt die Errichtung von Arbeitshäusern, um dem Uebel abzuhelsen. lie volköthümlichcn Borlcsungeu der Wiener Universität. Die Lehrthätiqkeit der Wiener Unidersitätsprofessoren hat in diesem Wintersemeiter eine bemerkenswerthe Aus dehnung erhallen. Wie das Beispiel Englands dabei für Wien bestimmend war, so wird, wie man hoffen darf, der Wiener Vorgang nicht ohne Einwirkuna auf die deutschen Hoch chulen und namentlich auf Berlin bleiben. Das von dem akademischen vsenat dem Unterrichtsminrster vorgelegte Statut für die Einrichtung volksthümlieber Universitätsvorträge wurde genehmigt und einstweilen die Hälfte des in den Staatsvoranschlag für 1895 einaestellten Subventionsbetrazes von 6000 Gulden flüssig gemacht. Im Staatsvoranschlage ur 1896 xl der gleiche Betrag vorgesehen. Das vorbereitende Comite, an dessen spitze oer Rector der Universität steht, hat seine Maßnahmen mit solcher Raschheit und Umsicht getroffen, daß noch n der er sten Hälfte des Monats November 25 Kurie ibren Anfang nehmen konnten. Die Wiener Universität übernimmt die Aufgabe, tte wissenschaftliche Ausbildung jener Volkskreise, welchen bisher die akademischen Bildung unzugänglies) war, zunächst in Wien und Umgebung, eventuell aber auch in NiederOesterreich und, vorbehaltlich der Genehmigung des Ministeriums für Cultus und Unterricht, in den übrigen im Reicbsratbe vertretenen Ländern nach Maßgabe der vorhandenen Mittel zu fördern. Damit war ein Princip von kaum zu überschätzender Tragweite ausgesprochen. Die Universität stellt nicht etwa blok ihre Lehrkräfte sür WottsSirdungZ-zwecke zirr Verfügung; nein.sie hat die Forderung akademischer Bildung außerhalb der Universität zu ihrer eigenen Aufgabe gemacht und damit auch ihre Autorität für die Lösung dieser Aufgabe eingesetzt. Das Statut bestimmt, daß die Vorträge außerhalb des UniversitatsaebaudeS abzuhalten sind. Bei der Wahl der Locale war, abgesehen von den äußeren Umständen, das Bestreben nach möglichst weitgehender Decentralisation maßgebend. Gewisse Vorträge naturwissenschaftlichen Inhalts mußten allerdings wegen der damit verbundenen Demonstrationen in die betreffenden Universitätsinstitute verlegt werden. Für alle anderen aber sind zehn Locale in zehn verschiedenen Stadtbezirken bestimmt worden. Gegenstand der volksthümlichen Universitätskurse sind alle Wissensgebiete, die sich zur volkstümlichen Darstellung eignen. Doch sind Vorträge über jene Fragen, auf die sich die politischen, religiösen und socialen Kämpfe der Gegenwart beziehen, oder deren BeHandlunz zu Agitationen Anlaß geben könnte, ausgeschlossen. Die Vorträge können .entweder einzeln oder in Kursen, we'lche ein ganzes Wissensgebiet umfassen, abgehalten werden. Der größte Werth wird darauf gelegt, daß die Vortragenden in möglichst enge Fühlung mit ihrem Hörerkreis treten. Als besonders wichtig wird es betrachtet, daß an den eigentlichen Vortrag ein Unterricht sich anschließe, einerseits damit der Vortragende ersehen könne, ob die Zuhörer ihm das nöthige Verständniß entgegen bringen, andererseits um den Zuhörern Gelegenheit zu bieten, sich weitergehende Ausklärungen zu erbitten. Den Docenten bietet ein derartiges Eollocruium eine ganz unvergleichliche Gelegenheit, nicht nur die Ansichten, die über ihr specielles Fach im Volke verbreitet sind, fondern überhaupt die Denkungsweise und Auffassungsfähig keit des Kreises kennen zu lernen, auf den sie einwirken sollen. So sind denn die volkstümlichen Universitätskurse nicht nur eine Schule für das Volk, sondern auch für die Universität, indem das Volk daraus Wissen, die Universität aber Volkstümlichkeit schöpft. Die volklthümlichen Universita'tsvorträge sind allen Personen, die dem Volks schulpflichtigen Alter entwachsen sind, ohne Unterschied , des Geschlechts zugänglich. Sie sind aber insofern nicht ganz unentgeltlich, daß man, um den Zudrang von müßigen? Neugierigen abzuwehren, ein Unterrichtsgeld von einer Krone für je einen sechsstllndigen Kursus festgesetzt hat.. Eine sorgfältig entworfene Jnscriptionsliste bildet die Grundlage für eine eingehende Statistik der Zuhörerschaft. Hierbei werden insbesondere auch der Beruf, die sociale Position, und die Vorbildung der Zuhörer ermittelt werden. Diese Statistik wird es in Zukunft auch ermöglichen, das Unterrichtsgeld dem Zuhörerkreis anzupassen. es in Kursen, welche hauptsächlich von Arbeitern besucht werden, noch weiter herabzusetzen, in anderen. Hauptsächlich literarischen Inhalts, das zahlungsfähige Publikum zu entsprechender Beitrasleistung heranzuzieben.
Aur Mnrichmng und Leitung der
volkstümlichen Universitätsdorträge ' wählte die Universität einen Ausschuß. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter sowie vier Mitglieder wurden vom akademischen Senat gewählt, wobei auf eine angemessene Vertretung der Privatdocenten und Assistenten Rücksicht genommen wurde, die übrigen fünf Mitglieder sind von den vier Fakultaten der Universität und zwar eines, von Zeder Fakultät, von der philosophischen jedoch, zwei gewählt worden. Die Vortragenden werden von dem Ausschuß zur Abhaltung 'der Kurse aufqefordert; regelmäßig sind es Professoren, Privatdocenten und Assistenten der Wiener Universität. Die dem Ausschusse zu Gebote siehenden Mittel bestehen zunächst nur aus der bereits erwähnten Subvention des Unterrichtsministeriums. Daß von den Zuhörern ein bescheidenes Eintnttsgeld erhoben wird, wurde bereits erwähnt. Trotzdem war der Andrang zur ersten Jnscribirung so stark, daß über dreihundert Personen aus Mangel an Formular von einem Kursus zurückgewiesen werden mußten. eprinkle und seine Dollars. In unseren Tagen, in denen die Währungsfrage bei uns Vielen so großes Kopfzerbrechen macht, dürfte auch das Geschichtchen der Sprinkle'schen Dollars mit einigem Interesse gelesen werden. Diese aus eigener Machtvollkommenheit hergestellten Münzen, die aber keineswegs mit den von Falschmünzern" angefertigten verwechselt werden dürfen, sind heutzutage sehr selten geworden; jüngst sind aber, zum ersten Mal seit etwa 20 Jahren, bei einem Pferdeverkauf im Kentuckyer County Lewis, wieder einmal drei derselben aufgetaucht. Es hat folgende Lewandtniß mit ihnen: Josiah Sprinkle, ein Kentuckyer von deutscher, resp, deutschpennsyloanischer Abstammung, lebte in einem der unwiithsamsten Theile des genannten Tountys. Eines Tages, im Anfang )er 30er Jahre, erschien der um jene Zeit schon ziemlich betagte Mann, in Washington, dem damals blühenden Hauptstädtcherr von Mason County, mit einem hirschledernen Säckchen von Silberdollars, welche mehr als volles Gewicht, ganz reinen Klang hatten, im Uebrigen aber sämmtlich von ihm selbst geprägt worden waren. Sprinkle machte daraus kein Geheimniß; auch beutete die plumpe Inschrift und die Eule und der sechsmahlige Stern auf )en Münzen gar nicht auf die Absicht ):n, die Münzen sür Fabrikate Onkel Zams auszugeben. Diese Münzen setzte Sprinkle auf das Ungenirteste in Umlauf und berief sich auf ihren inmren Werth. Wo er das Silber hernahm, sagte er Keinem, doch gab er einmal zu verstehen, daß er ein geheimes Silberbergwerk in den Hügeln besitze. Es konnte nicht ausbleiben, selbst in jenen örtlichen und zeitlichen Verhältnissen, daß die Regierungsagenten auf die Geschichte aufmerksam wurden und eine Unters'khung anstellten. Sprinkle wurde endlich verhaftet. Bei deö Gerichtsverhandlung, die sich übrigens sehr aufregend gestaltete, wurde bewiesen, daß die Dollars nicht nur von reinstem Silber, ohne alle Legirung. waren, sondern jeder derselben auch einen Werth von etwas über einen Dollar hatten. Der Mann wurde freigesprochen. Als das Verdict des Schwurgerichte verkündet wurde, langte er aus seiner größten Tasche ein Säckchen heraus, in welchem sich 60 dieser Dollarstücke befanden, und bezahlte damit sofort seinen Anwalt.in Gegenwart der erstaunten Beamten. Man hat ihn nie wieder behelligt, und er prägte ganz gemüthlich die Dollars weiter, denen es nicht an Abnehmern fehlte. Er starb eines Tages plötzlich, und sein SilbergrubenGeheimniß nahm er mit in's Grab, zum Aerger seiner Verwandten, mit denen er nie Gemeinschaft gehalten hatte. VngttsHeBerttsSslatlstir. Nach dem Ergebniß der letzten Zäh. lung ist soeben als parlamentarisches Actenstück eine Berufsstatrstik für England und Wales veröffentlicht worden. Die Bevölkerung der beiden Landestheile, welche in Betracht kommen, betrug 29,002.525 Seelen im Jahre 1891, was einem Wachsthum von über elf Procent während des letzten Jahrzehnts gleichkommt, während das Decennium 1871f81 einen Bevölkerungszuwachs von etwa vierzehn Procent aufwies. Diese Zisfern müssen allen Betrachtungen, welche sich an die Statistik knüpfen, zu Grunde liegen. Natürlich ist nicht in allen Kategorien eine Entwicklung wahrzunehmen, welche mit dem Wachsthum der Bevölkerung gleichen Schritt hält. So hat sicb die Geistlichkeit in der ersten Dekade nur um über vier Procent vermehrt, während im zweiten Jahrzehnt ein im Verhältniß zur Bevölkerungszunahme stehender Zudrang zur geistlichen Carriere stattfand. Im Ganzen 'hatten England und Wales im Jahre 1891 2t.232Ge:stliche in allen Bekenntnissen und Secten. wovon auf die römischkatholische Kirche nur 2511 entfallen. Das ist an sich wenig, bedeutet aber eine Vermehrung um 29 und 20 Pro cent in den beiöen Jahrzehnten. Alle anderen Kirchengemeinschaften, . die nicht zur Staatskirche gehören, verfügen über 10.057 Geistliche, so daß in der letzteren weniger als die Hälfte aller Geistlichen functioniren. Auf jeden Geistlichen kommen etwa 1200 Seelen. -Ohne Bedauern werden die Englande? vernehmen, daß die Zunft der Advocaten langsam zurückgebt. da-:a:n haben sich die Aerzte (18.936 i."J. 1891) im letzten Jahrzehnt um 25 Procent vermehrt. Weibliche Aerzte zählte man 25 im Jahre 1831 und 101 im Jahre 1891. Inzwischen dürfte sich jedoch deren Zahl erheblich - vermehrt haben trotz dem Bcsluß der .Roöal Society of Pb
sicians", der ganz bedeutungslos in, weil er Damen nicht hindern kann, an schottischen oder irischen Universitäten die Staatsprüfung abzulegen. Das vertheuert die Unkosten des Studiums um den Betrag einer Reise und eines kurzen Aufenthalts in einer fremden
Stadt, aber diese kleine Vertheuerung wird keine Dame abhalten, sich dem Studium der Medicin zu widmen, wie die Mitglieder der genannten Gesellschast zu hosfen schienen. Recht betrachtlh ist der Zudrang der Frauen zum Lehrberufe, zu den bildenden Künsten und zur Musik. Während die Zahl der Lehrer, und zwar nicht nur derer an öffentlichen Anstalten, sondern aller tm Lehrberuf überhaupt thätigen Männer sich in zwanzig Iahren von 32,940 auf 50.628 vermehrt hat, ist bei den Lehrerinnen eine Zunähme von 94.020 auf 144.393 zu verzeichnen uno wahrend tie Kunstler von 10,607 auf 9090 und 9250 zurückgingen, stieg die Zahl der Damen. die sich der Malerei. Plastik und Gravirlunst zuwandten, von 1109 auf 1960 und 3032. Auch hat sich die Zahl der weiblichen Musiker und Musiklehrer in zwanzig Jahren fast verdreifacht 19,111 im Jahre 1591), während sich ihre männlichen Berufsgenossen nur von 11,786 auf 19.495 vermehrt haben, so daß sich die beiden Geschlechter in diesem Erwerbszweige jetzt fast die Waage halten. Minder lebhaft ist dieVerwendung der Frauenarbeit im Preßberuf. Die Zahl der Autoren, Redacteure, Journalisten" hat sich in den zwanzig Jahren, die von der Statistik berücksichtigt wurden, von 2148 auf 5111 vermehrt, die Zahl der Damen, die sich gleichfalls mit der Felder ihr Brod verdienen, hat sich in diesem Zeitraum allerdings mehr als verdoppelt, aber beläuft sich trotzdem erst auf 660. Ein auffälliger Rückgang ergibt sich in der Zahl der Hauslichen Dienstboten männlichen Geschlechts, es sind gegenwärtig ungefähr 10.000 weniger, beschäftigt, als vor zwanzig Jahren. Dagegen vermehr--ten sich die weiblichen Dienstboten im Verhältniß der Bevölkerung und ma chen jetzt mit 1.386.167 ein Elftel der gesammten weiblichenBevölkerung aus. Die Entwicklung des Fahrradsports kann wohl nicht -überzeugender gekenn zeichnet werden, als durch die Angabe) oaß sich die Zahl der Fahrradhändler und -Erzeuger in zwanzig Jahren von 12 aus 10,965 erhöht hat. Auch zum Troste der Temperenzler enthält der Bericht eine interessante Notiz: die Zahl der Wein-, Bier- und SchuapZ'Händler geht auffällig zurück, sie hat sich in zwanzig Jahren von 11.217 auf 7.395 vermindert, o. h. im Jrhre 1871 kam ein Public House" auf 2007 Personen, heute dient ein solches Haus dem Trinkbedürsniß von 3922 Menschen. DaS rbeitersecretariat i Nüru ver. Vor einem Jahre wurde in- NLrnberg von der socialdemokratischen Partei ein Arbeitersecretariat in's Leben gerufen, welches soeben einen Bericht über seine Thätigkeit während der Zeit oom 1. November 1894 bis 31. October 1895 veröffentlicht hat. In diesen zwölf Monaten wandten sich 6839 Personen an das Secretariat um Auskunft und zwar nahm die Socialgesetzgebung in der Auskünftsertheilung den breitesten Raum ein. Es wurden Auskünfte ertheilt: über Unfallversicherung 1136, Krankenversicherung 363. Al-ters-und Invalidenversicherung 390, Ascendentenrente 117, Lohn- und Arbeitsdifferenzen 1031, Arbeiterfchutz 113, Heimathserwerb. Verehelichung 143, Erwerb des Bürgerrechts und der Staatsangehörigkeit. Ehescheidung 29, Miethstreitigkeiten 460, Schuldforderungen 314, Alimentation 219, Erbschaftssachen 146. Strafsachen. Civilstreitigkeiten, Pfändung, Verrufserklärung. Organisation deS Arbeitersecretariats, Arbeitsvermittlung. 32, gemeindlichen Arbeitsnachweis 7 u. s. w. Bei den Auskünften über Arbeiterschütz handelte es sich um Ueberschreitungn fast aller Bestimmungen der Arbeiterschubgesede. Von den 0839 Anliegen wurden mündlich 479, durch Ueberweifung an Anwälte, .Behörden und Gerichte 1097, durch AuskunftsVerweigerung 53 erledigt; zur Führung ihrer Anliegen beauftragten 924 Personen das Secretariat. Vyn den Personen, die das Secretariat benützten, gehörten 6220 der Arbeiterkategorie. 619 anderen Berufen, 6080 Nürnberg und dessen zweimeiligen Umkreise, 733 dem übrigen Bayern, 22 dem übrigen Reiche und 4 dem Auslande an. SäTriftsätze wurden 1382 angefertigt. Den bei Beginn gestellten Arbeitsplan einzuhalten ist sehr schwierig. Referent und der leitende Ausschuß stimmen darin Lberein. daß dem statistischen Gebiet eine größere Aufmerksamkeit zu Widmen ist. Man konnte aber nicht über die Verhältnisse hinwegsckreiten und hat bescheiden begonnen, indem man zunächst Fragebogen über die gewerkschaftlichen Organisationen und über die Lohnbewegung 1894 95 hinausgegeben hat. Dem Berichte des leitenden Ausschusses (Aufsichts stelle) ist zu entnehmen, .daß bei einer Beitragsleistung von 2 Pfennig pro Arbeiter und Woche eine Einnahme von 4114z Mark erzielt wurde, von der nach Bestreitung aller Ausgaben für Einrichtung und Betrieb 290 Mark alZ Ueberschuß verbleiben. James R. Scott von RushCounty, Ind., und seine Härriet haben jüngst ein neues Leben begonnen. Die Leutchen, deren Haare der Schnee von mehr als 60 Wintern gebleicht hat und die vor 40 Jahren den Bund für das Leben geschlossen hatten, korvnen nicht mehr mit einander auskommen und vor mehreren Monaten ließen sie sich scheiden. Aber die Liebe zog wieder in ihre alten Herzen ein und vor einigen Tagen ließen sie sich zum zweiten Wale covuliren, ',' X Kaufe Mucho't Best Hedanna Ciqars."
Deutsche Loeal'Nachrichten. X rtvr $tanAnbnr(i. Berlin. Geaen 100.000 Schlaf
gänger gibt es in Berlin, d. h. einzelstehende Personen beiderlei Geschlechts, die nicht im Stande sind, ein eigenes Zimmer zu miethen. b muen iia? damit begnügen, für die Nacht ein Untsrkommen ,u finden, ftür 7 Mark monatlich erwerben sie sich das Recht, in der Nacht-m dem zugewieienen en schlafen zu dürfen; mehr rncyl. enn in demselben Zimmer wohnen, leben und schlafen auch immer noch, wenn auch nicht alle, so doch einige Mitglieder der Familie. In den Feier,lund,n. nm Sonntaa. sind die Scblafaänger ohne Heim, fast ohne Obdach; ihr Heim ist die Gastwirthschaft. Ein Banknotenfälfcher Namens Burggras ist verhaftet und eine erkleckliche Summe Geldes bei ihm gefunden worden. Burggraf hat, damit es sich lohnte, Hundertmarkscheine angefertigt. Die Angelegenheit des flüchtig gewordenen Feder- und Fächerfabrikanten Hoflieferanten Hermann Donath aus der Prinzenstraße nimmt von Tag zu Tag einen größeren Umfang an. Die Schulden, welche Donath in dem letzten halben Jahre contrahirt, erreichen nach ungefährer Schätzung die Summe von 400.000 Mark. Donath ist am Tage nach seiner Flucht, am 5. November, in Frankfurt a. M. gesehen worden. Wahrscheinlich hat er sich von dort nach Frankreich und weiterhin nach England gewandt. Er wird nunmehr steckbrieflich verfolgt. Spandau. Ein hiesiger Grund-, stücksmakler ist wegen Wechselsälschung in Haft genommen worden. Man fürchtet, daß die Angelegenheit noch weitere Kreife in Mitleidenschaft ziehen wird. Vrovtn, Vftpreusten. Allen st ein. Auf der Eisenbahnstrecke Ortelsburg-Allenstein wurde beim Uebergange nach Elisenhof ein Bierfuhrwerk des Brauers Bessau vom Eisenbahnzuge überfahren. Der Kutscher wurde vom Wagen geschleudert und erlitt eine schwere Verletzung am Kopfe. Die beiden Pferde wurden getödtet und der Wagen vollständig zertrümmert. Der Zug blieb unbeschädigt.. DoZ Unglück ist auf die Unachtsamkeit deZ Kutschers zurückzuführen. Friedland. Daß auch kleinen bäuerlichen Besitzungen Jagdglück oftmals hold ist, hat sich letzthin wieder gezeigt. Der Besitzer Fr. G. in Dietrichswalde erlegte dieser Tage auf der Dietrichswalder Dorfjagd einen kapitalen Sechszehnender, welcher ausgeweidet das stattliche Gewicht von zwei Centner aufwies. Derselbe Schütze hat schon oftmals Elche und Schwarzwild zur Strecke gebracht. G e r d a u e n. Rittergutsbesitzer Merkull auf dem nahen Gute Ludwigshöhe erlegte in seinem Walde einen Steinadler von seltener Größe. Die Körperlänge beträgt 1.02 M, die Flügelspannung , 2.52 M. Das prachtige Exemplar wurde dem von der Ge Werbeausstellung her bekannten Apothekenbesitzer und Präparator Herrn Weissag in Königsberg übergeben. Xvovn &3 tflpvtufitn. Hela. Circa 150 starke eichene Balken, von denen ein jeder einenWcrth von 100 Mk. repräsentirt. sind aus der Ladung der gestrandeten Bark Jupiter" bei Hela an Land getrieben und geborgen. Im Ganzen hatte das Schiff fast 800 Klötze an Bord, welche bei der Londoner Gesellschaft, deren Agent heute die hier geborgenen Güter in Augenschein nahm, mit 80.000 Mk. versichert waren. , Der bei weitem größte Theil der Ladung gilt als verloren, wenngleich auch noch einiges davon an der Nehrung gelandet sein mag. Das Schiff selbst war nur sehr gering versichert und es erleiden die Besitzer desselben einen erheblichen Schaden. Konitz. Das hiesige Schwurgericht verurtheilte d!e Taglöhnerswittwe Pauline Föhse und deren 20jährigen Sohn Emil wegen Gatten- und Vatermordes zum Tode. Beide hatten den Taglöhner Föhse unter dem Vorwande des Holzholens in den Wald gelockt. ihn dort durch Veilhiebe getödtet und die Leiche vergraben. Erst im August dieses Jahres wurde diese von Hunden aufgefunden. Die Füße waren bereits von Füchsen angefressen. Die That wurde verübt, weil Föhse seiner Frau Vorwürfe machte, daß sie mit ihrem Sohn sträflichen Umgang gepflogen habe. Provinz Vommern. Altwarp. Ein gesegnetes Alter hat die Frau Johanna Dowig geb. Rapmann erreicht. Sie vollendete kürzlich ihr 104. Lebensjahr. Als Geschenk vom Kaiserhaus trafen die Bildnisse des Kaiserpaares in Nickelrahmen mit eigenhändigen Unterschriften ein. Stettin. Schutzmann Baude wurde wegen gefährlicher Körperverletzung, begangen im Amte, zu 1 Jahr Gefängniß und Verlust der Fähigkeit zur Bekleidung eines öffentlichen Amtes auf die Dauer von 2 Jahren verurtheilt. Swinemünde. Die Naruhnsche Villa, Gartenstraße 25. hat die Freimaurer - Loge Zum sicheren Hasen" erworben und wird dieselbe zum Brüderheim mit einer Restauration umändern. T r i b s e e s. Vom 15. November ab wurde die 46.045 Kilometer lange Nebeneisenbahn Rostock Triebsees mit den Stationen Roggentin, Broderstorf, Teschendorf, Gr. Lüsewitz, Sanitz. Dammerskorf. Dettmanns-torf-Kölzow, Dudendorf und, Sülze, sowie die 8.741 Kilometer lange Abztveigung von Sanitz nach Tessin für den Gesammtverkehr eröffnet. Vvovini -Posen. Samter. Auf dem Grundstücke des Ackerwirthes Gustav Helmchen zu Popowo brach Feuer aus. Dasselbe entstand in der Scheune und ging auf den daneben stehenden Stall, den angrenzenden. Holzvorräthe enthaltenden Schuppen und schließlich auf das Wohnhaus über, so daß bald das ganze Grundstück in Flammen stand. Die Sckeune mit Erntevorrätben sowie
Stall, Schuppen und Wohnhaus wur den vollständig in Asche gelegt. Schneidemüh l. Der Arbeiter Ludwig Sandow aus Selchowhammer. der sich seit längerer Zeit wegen vorsätzlicher Brandstiftung als Untersuchungsgefangener im hiesigen Justizgefängnisse befand, ist im hiesigen Krankenhause in Folge einer Gehirnentzündung gestorben. Schwerin a. W. Die silberne Hochzeit feierte das Kantor Straußsche Ehepaar. Schon Abends vorher brachte der Männer - Gesangverein, dessen Dirigent Her? Strauß ist, dem Silberpaare seine Gratulation. Hierauf hielt Kantor cmer. Jastrow an das Jubelpaar eine Ansprache und Kantor emer. Leutke überreichte im Namen des Männer-GesanqvereinZ dem Jubelpaar ein Silbergeschenk. Vrovin? S,lesten. B r i e g. Durch den noch in de: Ausführung begriffenen Bau der neuen Oderbrücke haben alte Bauten von nicht geringer kunstgeschichtlicher Bedeutung von ihrem Platze weichen müssen. Schon im Lause dieses Iahres ist der noch erhaltene Theil des aus strehlener Bruchsteinen von dem Piastenherzoge Joachim Friedrich, dem Sohne und Nachfolger des kunstliebenden Herzogs Georg des zweiten (gest. 1556). im Jahre 1595 also vor genau 300 Jahren erbauten Walles abgetragen worden. Nunmehr wird binnen kurzem auch das unter demselben Herrscher um die genannte Zeit un ter der Leitung seines Schloßöaumeisters Niuron errichtete Oderthor mit seinen prächtigen, im Stile der Renaisfance hergestellten Portalen weichen müssen. vPini saiteswig-Aolsteln. F l e n s b u r g. Gegen den Pastor Jürgensen in Fohl, welcher wegen falscher Angabe betr. die Altersversicheung seines bei ihm als Hausknecht be schäftigten Schwiegervaters vom hiesigen Landgericht zu acht Tagen Gefängniß verurtheilt wurde, ist nach Bestätigung des Urtheils vom Reichsgericht in Leipzig die Disziplinar-Unter-suchung seitens des König!. Cönsistoriums in Kiel eingeleitet worden. Jür-
gensen wurde demzufolge bereits von seinem Amte suspendirt. Südliches Holstein. In Oevelgonne starb dieser Tage der erste Lehrer Ed. Dreessen tm 48. Lebensjähre. Derselbe hat seit 1877 in Oevel gönne als Lehrer gewirkt. T i n g l e f f. Ein schreckliches Ungluck passirte m derJundewatter Meie rei, indem die Zentrifuge auseinander flog , und den neu in Dienst getretenen Meieristen Steffen Clausen aus Bro ballig bis zur Unkenntlichkeit verstümmette, so daß er wenige Augenblicke spater den Geist ausgab. Der Berun glückte hatte erst vor vierzehn Tagen seine Hochzeit gefeiert. Vrovlns Äannover. Geest emünde. D:r Geeste münder Fischdamv'e? Amalie rettete in der Nordsee die aus 11 Mann be stehende Besatzung der im sinkenden Zustande angetroffenen Bark Narnw. Hannover. B.'i dem Bau dei Eorpshauscs Hannovera" stürzte ein Theil des. Bauwerkes ein. Sechs Mau rer wurden unter den Trümmern begraben. Ein:? ist bereits gestorben, die anderen sind Alle schwer verletzt. Die Weserfähre bei Stolzenau, welche die Post und den Personenom nibus über die stark angeschwollene Weser setzen wollte, ist in Folge Bru ches der Kette fortgetrieben worden und an einem Hinderniß zerschellt. Der Kutscher des Omnibus und die beiden Pferde desselben ertranken. Die Reisenden wurden mit knapper Noth gerettet. Wilhelms ha ven. Die hiesi ge, sowie die Kieler Barbier- und Friseunnnunq haben beim Manne-Ober commando eine Petition eingereicht wegen Aufhebung der Verordnung, daß die Officiere und Mannschaften der Marine entweder glatt rasirt sein oder einen Vollbart tragen sollen. Vvevlm Mestkal,. Bielefeld. Zwei Todesurtheile sind vom hiesigen Schwurgericht gefällt worden, und zwar gegen den Schneider Schulz und den Gärtner Pottmann von hier. Beide hatten im Juni d. I. die Frau Schulz, die Ehefrau des tu nen der Mörder, mittels Erdrosseln ge. tödtet. Schulz blieb bis zum Schluß ungeständig, Pottmann räumte indeß die schreckliche That ein und machte auch Aussagen bezüglich der Theilnahme des Schulz an der Mordthat. H a g e n. Um 10 Pfennige hat sich der Metzgergeselle A. Jsaak aus KLnigssteele 2 Jahre GefangM geholt. Er lhat auf der Haöper Kirmeß einen Honigkuchen im Werthe von 10 Pfennigen gestohlen und hat einen ihm nacheilenden. Arbeiter bedroht und verletzt. Der Angeklagte war nach Belgien entflohen und ist nun ausgeliefert worden, weil das Verbrechen des Raubes und Sicherung des Raubes mittels einer Waffe für vorliegend erachtet wurde. In diesem Smne lautete auch der Spruch der Geschworenen, worauf die Verurtheilung des Angeklagten zu genannter Strafe erfolgte. Münster. Der Dichterin Annette v. Droste-Hülshoff soll in Meersburg im Badffchen, wo sie ihre letzte Ruhestätte gefunden hat, ein Denkmal gesetzt werden. Die Einweihung dürfte an ihrem hundertsten Geburtstage, dem 10. Januar 1897, stattfinden. Nn,tnproVlns. Saarburg. Auf dem in der Nähe von Rodt gelegenen v. Uexküllschen Gute Vachats sind sechs Personen plötzlich schwer erkrankt. Nach genossenem Salat zeigten sich VergiftungsSymptome, deren Entstehung räthseihaft ist. Die Erkranten befinden sich in ärztlicher Behandlung, und die zu dem Salat verwendeten Ingredienzien wurden einem Sachverständigen zur Analysirung übergebend Trier. Ein moselabwärtZ sahrender schwerbeladener Kahn schlug in der Nähe der Moselbrücke um, und die vier Insassen stürzten in die Mosel. Drei derselben retteten sich mit großer Mühe durch Schwimmen, während der viene, der 20 jährige Stephan Herrig, seinen ?od in den hochgehenden Woaen fand.
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