Indiana Tribüne, Volume 19, Number 81, Indianapolis, Marion County, 8 December 1895 — Page 9

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Zranzi.. Von Claus Zehren. Zuerst, als er' auf die Welt kam. wog er acht Pfund, oder vier Lkilo! linora, nicht wahr? Auf seinem Scheitel schwelgten einige ganz kurze Seidenhärchen m Naumüberfluß; ob seine Augen blau cder braun waren, ließ sich nicht fest, stellen, da er sie bebarrlich geschlossen hielt. Meine Schwiegermutter beKauptete, er sei mir wie aus dem Ge sichte geschnitten, welche gut beabsichtigte Schmeichelei ich mit einer Gri moffe entgegen nahm, angesichts des rothen, beim Schreien mit unzähligen Fältchen überzogenen Gesichts meines Erstgeborenen. In ' meiner Vaterfreude erzählte ich allen Menschen: Denken Sie sich, ein Junge von acht Pfund!" Mütter erwiderten darauf: So, so, das ist ja sehr schön, mein erster wog 7$ ohne alles." Alte Jungfern meinten: Nein, so schwer, ein ganz kleines Kind unglaublich fast, wenn Sie es nicht selbst versicherten." Junge Mädchen blickten auf ihre Fußspitzen und lispelten: Wie reizend!'' Sogar einigen Junggesellen erzählte ich: He, ein Junge von acht Pfund! Was sagt Ihr dazu? Famos, was?" Hm," antwortete einer, denke Dir, in Karlsbad habe ich genau acht Pfund abgenommen!" (iin zweiter sagte trocken: Mehr nicht? Der reist ja noch mit Postpaketadrcsie für 50 Pfennige durch ganz Teutschland." Und gerade diese beiden hatte ich vor einem Jahre zur Hochzeit eingeladen! Sie waren zwar nicht gekommen, aber einerlei es ist eine gefühllose Sorte, die alten Junggesellen. Auf jeden Fall mied ich zunächst unseren alten Stammtisch. Als wir den Jungen nach 14 Tagen wogen, zeigte er nur noch sieben Psund. Das ist immer so," versicherte eine der weisen Frauen. Undenkbar! ich machte die schwierigsten Proben mit der Küchenwage. Kein Zweifel, sie war richtig. Drei Wochen alt, kam er wieder auf die Wage, welche unbarmherzig 01 meldete. Entsetzlich! O diese sterilisirte Milch! Meine Frau wurde melancholisch und hatte verweinte Augen, und wenn ich den kleinen Knirps, welcher sich trotz zu- . nehmender Magerkeit sehr wohl zu fühlen schien, in der Badewanne sah, er innerte er mich lebhast an den Hautmenscken, den ich einmal in Berlin im Wintergarten oder Panoptikum betrachtet hatte. Plötzlich besann sich derjungeMann, als hätte er uns nur ärgern wollen, und stieg wieder auf der Wage, wie ein Quecksilber Barometer, nachdem das schöne Wetter vorbei ist. und nachdem ich mich in Ammans Mutterpflichten" nutzlos vertieft hatte, um meiner Frau jeden Tag einen neuen Rath über Kinderernährung geben zu können. Kleine Kinder sind entsetzlich!" hatte ich als Junggeselle gesagt, nun konstatirte ich:-Kleine Kinder, welche Zähne bekommen, sind kleine Teufel, welche der Erzengel, der die' im Himmel geschlossenen Ehen rcgistrirt, als Mahnung an die Qualen der Hölle auf die Erde schickt. Ich kann mir wenigstens eine Hölle ohne zahnende Kinder nicht mehr vorstellen. Na ; jetzt ist der Junge ein Jahr alt und hat genau acht Zähne, das heißt eigentlich nur sieben. Den achten sieht meine Frau allein mit dem jangenMüitern eigenthümlichen Scharf blick. Franzi ist sehr artig. Er heult, wenn es ihm paßt, und lacht, wenn es ihm gefällt. Er sagt Mama, Papa, Tada und Bam, ist dementsprechend ein auf gewecktes Kind, welches schon sprechen kann. Als ich vor aht Tagen an sein Bett chen trat, stand er wirklich aufrecht daim, sich krampfhaft am Gitter festhal tcnd. Au5 Freude wahrscheinlich über dieseZ gelungene Unternehmen ließ er bei meinem Anblick die Hände loS und knickte mit der nur Babys eigenthümlichen Eeschicklichkeit zusammen in eine Stellung, bei deren Betrachtung man sich vergeblich den Kopf zerbricht über das Rätbsel: wo hat nur das Kind seine Beine gelassen. Heute muß das Kindermädchen noth wendiger Weise zur Schneiderin, und ' meine Frau will eine Freundin auf dem Bahnhof begrüßen. Was fange ich nur mit dem Jungen an während dieser Stunde? er kann die Köchin nicht leiden und brüllt unausgesetzt, wenn sie ihn nur ansieht," sagt meine theure Hälste bereits zum zweitenmal inner halb einer Viertelstunde. Die ausgesprochene Antipathie meines SohneS. gefiel mir ausnehmend. hne Frage stark entwickeltes ästheti scheS Gefühl. In mir schwillt die Großmuth und ich schlage vor: Setze ihn nur in mein Zimmer auf den Tcppich; wir werden uns schon vertragen." Tu Herzensmann!" jubelt Franzis 'utter in fast " beängstigend überquelnder Zärtlichkeit. Auch so eine vir tuosenhafte Fähigkeit' des weiblichen Geschlechts nämlich einen Erfolg, auf welchen sie mit allen Künsten und zäher Ausdauer hingearbeitet haben, plötzlich als. eine unerwartete Ueberra . schung zu empfinden. i.it

O, er wird ganz artig'sein. wenn er beim Vater ist," fährt sie fort. Du weißt gar nicht, wie lieb er Dich hat!" Rein, das wußte ich nicht und war deßhalb einigermaßen erstaunt über die bis dahin ängstlich verheimlichten Öe fühlen unseres Franzi. Gestern traf ich ihn auf der Straße und erblickte, mich zu ihm niederbeu gend, nicht einen Funken des Erkennt. nißvermögenS in seinen Augeu. Co, ich setze mich bequem in rnei nen Lehnstuhl, nachdem icy durch Wegrücken einiger ' Stühle einen freien Raum geschaffen habe, und das Mädchen bringt Franzi herein, fefct ihn aus eine noch eztra ausgebreitete Reisedecke, seine sämmtlichen Spielsachen in Gestalt eines zerbrochenen und zerkauten hölzernen Tosendeckels, einer Kinder Zlapper und eines leeren Blechkastens um ihn ausbreitend. Schweigend häuft sie auf einen Stuhl ein Bündel weißer Lappen. Nun sind wir allein. Ich lese: Es war an einemson nen' warmen Frühlingstage, die Lerchen judilirten " zu dumm, daß die,Ler chen in Romanen stets jubiliren und nie singen oder zwitschern; dabei blicke ich über den Buchrand fort, gerade in

Franzi's große, weit ausgerissene Augen und noch weiter aufgesperrtes Mäul. chen hinein. Was will der Junge nur? Diese parallel auf mich gerichteten Kinderaugen irritiren mich. .So spiel doch, Franzi'.E e e h" macht er, ohne den Mund zu schließen. Augenscheinlich versteht er mich nicht. Ich stehe auf, kniee vor ihm nieder und klopfe mit der Klapper auf den Blechkasten. Der Junge reagirt nicht, scndern streckt beide Arme nach mir auZ. Sollte seine Mutter recht haben, ist dies entstehende Zärtlichkeit? Ich will ihn anfassen, da biegen sich seine Lippen unter einem Winkel von 90 Grad nach unten, als sicheres An zeichen herannahenden Gebrülls. Doch nein, nun greift er nach meiner Uhrkette, welche hin und her pendelt. Ich, auf den Knien und Händen ruhend, setze meinen Körper in die Be wegung eines hin und her geschobenen Kinderwagens, um die Uhrkette im Schwanken zu erhalten. Franzi ist sehr entzückt und zerrt mit einem jauchzenden, stereotypen Bam, Bam, Bam" daran. Das amüsirt mich. Ob er alle?, was zwecklos bummelt, Bam nennt. , Sehr gut, Naturlaut! Bummeln, bammeln, Barometer, Badekur, Ben gcl, buttern, baumeln. Mein Taschentuch herausziehend, schwenke ich dasselbe hin und her; seine Augen gehen taktmäßig mit. Ob er wohl Bam" sagen wird? Gott wahre; er wedelt mit beiden Händen. vielleicht Nachahmungstrieb! Ich lasse mein Schlüsselbund hin and her schwingen. Kein Bam zu hgcen. Also Naturlaut schon für .einen stimmten Gegenstand angewendet. Zctzt verspüre ich die Anfänge- von Hühneraugen auf beiden Knien und erhebe mich stöhnend, d.'nRü Ungerade richtend. Franzi stößt mit unzufriedenem Ge sicht einige merkwürdige Laute aus, be ruhigt sich aber wieder und ich lese: Es war an einem sonnenwarmen Frühlingstag " Was hat nur Ux Junge? Er klappt plötzlich den Oberkörper wie ein Taschenmesser über, die Fuß spitzen herunter, stemmt die dicken Füust: auf, und schiebt mit unhelmllcher Ge wandtheit die Füe nach rückwärts. Stumm blickt er sich um. Sein Blick haftet an meinem niedrigen Rokokorauchtisch, und dorthin geht die Reise aus allen Bieren los. Wu spaßig das ausgeht, diese Art förder sanier Bewegung. Angelangt, benutzt er die untere zwischen den vier Beinen angebrachte Platte und richtet sich mühsam auf, doch wegen des niedrigen Unterstützungspunktes so, daß der Kopf von dem weniger edlen unteren Theil des Rückens überhöht wird. Darob im Anfang tiefes Stöhnen. welches allmählich in Weinen übergeht. Armer kleiner Kerl. Ihm wird geholfen, und er steht nun auf den wackeligen Beinchen, um sich sofort in den Benk einer Cigarren spitze zu setzen und dieselbe in den Mund zu führen, in dieses Universalaufnahme objckt für alle was kleine Kinder be rühren. Der kleine Kerl sieht doch zu drollig aus mit der langen Eiaarren spitze. Doch Herrgott! Nikotin! Ich reiße die Spitze und die anderen Rauch utensilien au3 dem Bereich seiner Hände. Merkwürdigerweise bleibt er vergnügt und neyt mich strahlend an mit rück wärts gebogenem Kopfe, wobei sein Oberkörper schwindelerregend nach hin ten pendelt. Man mub doch aufpassen, ich suche irnnm Nliaen zu stützen, da, WUPS, schwankt er nach vorn mit der Nase ge gen o,c ijcgiame. Gut, daß ich ihn festhielt, der Tisch begann schon zu rutschen und der Junge wäre unfehlbar, mit der Nase ,den ganzen Rokokostil der Tischbeine stufenweise passirend, vornüber gestürzt. Ich kann doch den Jungen nicht ewig hier festhalten. Hilfesuchend geht mein Blick durchs Zimmer. Oho, dort der niedrige solide Lehn stuhl wäre "praktikabel. Gedacht, ge than! Ich schleppe meinen gefähr deten Sprößling hinüber und stelle ihn auf. ' Augenscheinlich zieht er den Tisch vor. Denn er hängt sich absolut wil lenloS in meine Hände und brüllt zetermordio. Gut, mein Junge, dann kommst Du wieder auf Deine Decke. Das Gebrüll geht weiter, ohne daß ich davon Notiz nehme. ES war an einem sonnenvarmen etc." Plötzlich schweigt sein Konzert. Zum Donnerwetter, der Schlinael rückt wie

oer aus den vermaicdeUen Tisch los

Es ist zum Verzweifeln, diese Konse guenz im Unerlaubten. Ich hole ihn zurück, und er wuselt mit achtungswerther Hartnäckigkeit wie der in derselben Richtung ab. WaS thun?' Ich kann doch mcht dreiviertel Stunden neben ihm mit krummem Rücken stehen. Der Lehn, stuhl mit seiner soliden Sicherheit will mir Nicht aus dem Kopse. Em Königreich für em wirksames Lockmittel Seine Spielsachen lano rirt er, ebenso eine lcere Utan sfavel ok fosfor, desgleichen eine Cigarrentasche aus Aluminium. Schließlich werfe ich ihm eine Zeltung vor. Da, das war es! Er fährt daraus los und freut sich fraglos über das ras. selnde Papier, welches ich auf den Sitz des Lehnstuhls werse, während ich klein Franzi'davorstelle. Hurra, er nimmt die Lockung an und patscht jauchzend hinein, verliert dabei das Gleichgewicht und knickt lautlos zusammen. Gleich links daneben sind die Schreibtischbeine. Wenn er mit dem Kopf dagegen geschlagen wäre. Der Tisch wird nicht ohne Anstrengung fortge schoben, und ich lege neben Franz; rechts und links je ein weiches Rücken listen. So, nun kann nichts paffiren. Es war an einem" Mein Sohn zerfledert die Zeitung. wie ein junger Jagdhund einen erbeu teten Morgenschuh. Famos! Die Fetzen mag das Dienstmädchen auf lesen. Das letzte Schnitzel flattert melancho lisch an- seinem Kleidchen herunter. Darob Geschrei. Eine neue Zeitung; auch diese hat dasselbe Schicksal. Wieder eine! Mein Zimmer sieht aus wie ein Ballsaal nach der 'Schnee balltour. Immer mehr, wer kann sie zählen! Ich versuche die Sache philosophisch zu nehmen. Zerftörungswuh, enlsprun aen aus Herrschsucht über den, schwäche ren, webrlosen Gegenstand Herrschsuch! Triebfeder :m sozialen Ausbau der Gesellschaft, ein Übermensch nach Nietz sches Theorie. . Meine Zeitungen sind erschöpft. Beutelustig schaut Franzi sich um, rutscht behutsam am Lehnstuhl herab und verschwindet unter der, tausend Gefahren bergenden, Plüschdecke meines Äofatisches. Ich ziehe ihn an den Bei nen zurück, zwei, dreimal. Endlich schlägt er eine andere Richtung ein. Dort ist der Kachelosen, mäßig warm, ohne vorspringende Ecken. Mag er kriechen, wohin er will,' ich habe eS nun satt. Es war an einem, sonnenwarmen Frühlingstag, die Lerchen " Merkwürdig, wie still das Kind ist. .Die Sonne stand im Höhepunkt ihrer Donnerwetter, was ist nur mit dem Jungen? Ein großer Schaukelstahl entzieht ihn meinem Vaterauge. Vor sichtig, gespannt, ihn in seinem kindli chen Vergnügen zu beobachten, schleiche ich auf den Zehenspitzen durch das Zimmer. Richtig, da liegt er plattgestreckt auf dem Boden und wühlt wühlt, schrecklich mit beiden Fäusten im Gctt sei Dank nie benutzten Spucknapf. Strahlenförmig breiten sich lcuchtend weiße Sandstreifen über den Teppich. Das ist denn doch zu toll! Alberner Junge, nun komme hierher, und sitze endlich ruhig!v Aber Franzis Geduld ist ebenfalls erschöpft. Ein Zetergeschrei antwortet auf all? meine Begütigungsworte. Der Bengel wirft sich sogar hintenüber und brüllt kirschroth im Gesicht aus Leibesfrästen. Brülle nur. alberner Junge. Die Viertelstunde haxe ich es noch aus!sage ich zu mir selber. Das Geschrei beginnt nach einer Minute störend zu werden; nach zwei Minuten kann man nicht mehr lesen; nach drei Minuten zittert man innerlich und ist nahe daran, ebenfalls in ein Wuthgeheul auszubrechen. Alberner, dummer Flegel!" donnere ich ihn an mit einem Stimmenaufwand wie ein wüthender Lieutenant. Schweigen von 30 Sekunden! und erneutes Einsetzen in voriger Tonart mit frisch gestärkten Kräften unter krampfartigen Zuckungen der Arme und Beine. Diese Wuth! Merkwürdig, wo hat er dieses Temperament her! Wir sind doch ein ganz besonnenes vernünftiges Paar, das heißt, Franzis Mutter und ich." Hat mir meine Frau nicht einmal erzählt, daß kleine Kinder von solchem Schreien innere Leiden, sogar Krämpfc zuziehen können? Mir läuft eine Gänsehaut über den Rücken. Er ist doch vorläufig der einzige Sprosse. Nein, nein diese Verantwortung will ich nicht tragen. Mann, sei rcrnünftig! Vielleicht beruhigt er sich. wenn ich ihn uf den Arm nehme? Ob meine Frau nicht bald wiederkommt! oder das alberne, 'dumme Frauenzimmer, diese Gans von einem KinderMädchen! Wozu braucht solch eine Person überhaupt eine Schneiderin? Kann sie sich ihre Fahnen nicht eigenhändig anfertigen? Haha,', das ist 'der.Vekp der Neuzeit! Doch die Köchin muß zu Hause sein; er liebt sie zwar nicht, aber mehr als brüllen kann doch dieses allerliebste Kind nicht. Ich klingelte. Niemand ersch:int. Ich rufe aus der Thür keine Antwort. Sind denn diese Weiber sammtlich verschwunden, oder verrückt geworden, mich hie? ganz allein und hilflos mit dem Kinde zu lassen? Wenn nun etwas vorkommt? Ich kann nicht einmal zum Arzt schicken. Mit einem energischen Schwung nehme ich den Jungen auf den Arm. Oho so so ruhig, mein liebes, liebes SinM" flöte ick im

Diskant, mit d'em einschmeichelnden Tonfall eines berufsmäßigen Hypno-tiseurs.

Aber, Franzi, sei doch vernünftig. Sieh, der Papa meint es ja so gut, so gu u ut." Er schreit weiter, vor Anstrengung schnzitzend. Franzi. wenn Du nicht bald ruhig bist, wird Papa böse, ernstlich böse. Sieh nur die schöne Uhr!" Seine dicken Fäuste schieben die Uhr fort. . Bää h" gellt er weiter. Junge, nun hzbe ich es aber bald satt." Ich beainne innerlich zu kochen, zumal der Schlingel n!cht mehr auf dem Arm siken will, sondern sich wüthend mit steifem Nückcn hintenüber wirft. Du infamer, alberner Trotzkopf! w'll't D l gleich!" Wirklich, jetzt habe ich ihn derb aus den bloßen Arm geschlagen. Donnerwetter, das ernüchtert mich etwas. Die getroffenen Hautstellen überziehen sich sogar mit einer seinen Nöthe. So, nun kannst Du brüllen, soviel Du willst mit diesen Worten lege ich ihn auf den Teppich und setze mich daZU. Ich bin vollständig erschöpft und rathlos. Jetzt schwitzen wir beide. Da endlich die Thür ösfnet sich. Mein süßer lieber Junge! Aber Franzi. was ist denn los?" Die kleine Rabenmutter eilt herbei und nimm! das plötzlich nur noch leise schluchzende Kind auf den Arm. während sie die auf dem Stuhl liegenden mysteriösenLeinwandfetzen an sich reißt und mit ihrer süßen Bürde das Zimmer verläßt. Keinen Blick, kein Wort für mich. d:n Gatten! So, da sitze ich, zwischen Franzis Zeitungshekatomben und dem über den Teppich malerisch hingegossenen Streusand, vor idem schief gerückten Schreibtisch und wische nur mu dem Taschen tuch die Schweißtropfen von derStirn. Nun," sage ich beim Abendessen, ein allerliebster Bengel, Dein süßer Franzi." Aber, Eduard, solch ein kleines, dummes Ding hat doch auch schon Sinn für Ordnung!" So. dann schaue Dir einmal um gehend meine Stube an!" antworte ist spötti ch. Ach. das versteht Ihr Männer nicht!" Mag sein! aber btn verzogenen, eigensinnigen Flegel Komm, Eduard," sagt sie nur und zieht mich aus dem Zimmer m Franzis Schlafraum, leise die Gardine über dessen Beitchen lüftend. Mein Grimm schmilz! dahin im An blick des lieben, rosigen, unschuldigen Enqelskopfes, der dort, auf weißen Kissen ruht. Lieblina." flüsterte ich nur und Ziehe die Mutter meines Kindes in meine Arme. Seit diesem Tage muß ich mir jeden Abend meinen schlafenden Sohn ansehen. und seine Mutter begleitet mich stets! Merkwürdig! : Sowird'ösein! 5:rr Rentier Kraule war 3:H seines Lebens ein ungewöhnlich starker Esser. Die Folaen blieben n:M aus. Eines Tages nimmt ihn der Herr öofrath enera:sch in 3 Gebet. Sie werden mir zu dick Herzverfettung Scklaafluß. Schleimest nach Marienbad zur Entfettln,Zskur und daß Sie mir ja ordentlich dlat leben!" Mit wahrem Heroismus unterwirft sich der Herr Rentier der Entfettunasfür nicht um ein i-Tüpfelchen wird er von den, strengen Vorschriften der Diät abweichen. Nach einiger Zeit kommt em Packet von Haus an drei prachtvolle, aroke. fette Würste l'g:n darin, des Herm Nen!:rs Leibspeise. Zar Magenstärkung, falls die Kur gar zu sehr anstrengen sollte, schreibt die zärtliche Frau Gemahlin. Doch mannhaft und tapfer widersteht der Herr Rentier der Versuchung. Johann " sagt er zum Bedienten. trage die Würste in die Kammer ich rühre sie nicht an!" Drei Tage später verlädt unseren, Helden aller Heroismus, mit nragnetischer Gewalt zieht's ihn nach der Kammer. Q'm paar Scheiben nur von der köstliche Wurst Niemand soll feine Schwäche merken. eise hebt ' der Herr Rentier den wecket schon läuft ihm kas Wasser im Munde zusammen da , ist's th böses Trugbild nur ein Häufchen Wurstenden entdeckt das . spähende Auge.' ' Hnnmelbomben!! Johann!!!" Erschreckt springt der Grufene über d Schwelle. Kerrrl! ' wo sind die großen, fetten.' dicken Würste geblieben?" Johann' stiert einige Sekunden aus d - m'elancholischen ,' Spuren einstiger Herrlichkeit, dann ringt eö sich in tödtlicher Verlegenheit über seine Lippen.: Gnädiger Herr hie die werden auch eine . Entfcttungs kur durchgemacht haben!" Verlangt: Mehrere vertrauenöürdiae Samen nhrr fS.vr. ti m filr in nfi.A fanntrl fmnft 4m nnM 1 rrH' .k. . - " . ' . ; . n .!.. MH i? und Rkis'kosten. eft$Mge Stelln, rtslofn Sie Re'erenz nd fellßabrefflrte iiuniiiii ununrrf n n m t t n W i i.Z vu t( fwtHiVH V jmatj wuuetnfl, e&tcafi, Ju HERMANN LINKE, 187 Süd Meridian Straße. er Messerschmied, Rafirmefser. SSeenn und alle rtt 64 nribinturncttt sadrizkt und geschliffen.

Offene Volkssprache

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