Indiana Tribüne, Volume 19, Number 81, Indianapolis, Marion County, 8 December 1895 — Page 10
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vco. LS Tuo Veiaware tr. uu- o4'6 H" war fort. Vielleicht hatte Robert es VWR'K
5T Freie, prointe bltetkrung nach ''J rX B. ten. Denn von Wien aus würde er a2 vtadttöetl. stillen Nachtstunden wurden ihnen archt mih m entschuldigen, berichten, lang, sie wurden Nicht chlafng. denn ,ba& be ' ew .'den waren
Die Geldtasche.
Von Zldolph Wilde. Die Tante war richtig eingeschlafen, behaglich hingestreckt aus dem Sitz des Coupes zweiter Klasse. Man konnte ihr ein ganzes Sopha einräumen, 'da i, sli.r.vrY.fi rr . I mt iieine i2)eeucr;aji auc.n tjcuiixueu war, was den eifrigen Bemühungen Robert's zu danken war. DaS Brautpaar wünschte allein und ungestört zu
sem man rechnete daraus, 'daß mt ter Klasse, wo zwei Bauern mit ungeTante, 'die als Aufsichtsdame fungirte, Heuren vollgepackten Körben im Sitzen
ein wenig schlummern würde. Lange hatte sie geklagt, vatz sie zu niedrig läge. Sie fühlte sich überHaupt nicht wohl und nahm Kamillentropfen aus der Reiseapotheke, die sie stets mit sich führte und die ihr ganzer Stolz war. Robert und Ilse hat.ten Plaids und Regenmäntel kunstvoll zusammengerollt und ihr unter den Kopf packt, man hatte auch den Schleier !!5er die Gasflamme gezogen, Nun schlief die Tante, während der Schnellzug gleichförmig fortrüttelte. 0;,WYn vnnrn YnirWrfs slTYotrt. WlfcVVHfc WkV. VIIM ... Sie dachte nicht an's Schlafen, sie wann zufrieden, aneinander 'schmiegt ZU plaudern .um Kuß zu , tau chen. UNS ucv qaiouuniic maacn muiuz uzn i Ö-.-::.. rn-t.As;.r. I .ucklichen zum Paradiese. , , . y I Sie sprachen von ihrer Einrichtung, von ihrer künftigen Wohnung. Dazu eigentlich reiste man nach err' I vien. cr . . ... , - . Allerdings, der äußere Anlaß dazu war d:e Conversion der Staatspapiere, Diese Papiere bildeten Ilsen's Cautwn und mußten an irgend emer CViiThffifiV umrtffiifrHrif hirhn rnpii I --f 17 r, v ' ; leine Tteuc Emission bevorstand. Bei dieser Gelegenheit wollten sie auch ihre iniause inacn. Dazu sollte zum Theil das kleine Erbtheil des Lieutenants verwendet werden, er hatte keine Schulden. Jlsen'sVermögen wurde von der Caution vollständig in Anspruch genommen. Ilse hatte das Buch mitgenommen, welches sie eben las. Es war Anna Karenlna von Tolstoi. Robert kannte WiC JUUf lllOi, jU, (4 iliuy hh mal davon gehört. Ilse schalt, das . .. . 1 I kI.P 1.. .,11. I wäre unoerzelyiicy. uno iie ccgann 1 von Anna Karenina zu erzählen. Da--1 fl w - ' ! 1 . W C ..j I oci gcjiunj ic n:uyi au UUÖ uuu sie manches Capitel überschlagen hatte, Aber den furchtbaren Tod der Anna 11s 1 r .... c . rx naremna yaiie ue getezen, wie o.e ily auf die Schienen wirft, gerade unter einen Eisenbahnzug, um ihren Geliebten zu ärgern, um Rache an ihm zu üben. Gerade an dieser Stelle stand Ilse vor der Abreise und .sie wollte nun gern wissen, was er. der Geliebte Anna's. dazu sagte. Darum hatte sie das Buch mitgenommen. Robert, imrntthin ein wenig beschämt, ein so bei!tI2 flöit r( n tl 11t t tt nn n.nrt1lh . r l , Ä. TM 2 ' 1 tete, deuer 11 tauche lie überhaupt Nicht zu lesen Aber Ilse behauptete, das sei ganz wahr und darum müsse man derlei auch iejen. Äucy ne wuroe :n oieiem P l't- m"1 ta f" bummes Mfiia. I " : . r. , .!, I uno vieuelazi yalien ,ie ,ia) Mttttlu, entzweit, hätte sich nicht ein unvorheraesebener Zwischensall ereignet. j l , , ti.- ..c ..ri i muglen aus cwimai Uitt," ,
uno oo:rl yaiie osq uer gegui,.. Laterne, der sich aus einer Bank hinsich in einem durchgehenden Zuge ZU Qtlxtdl hatte und m Begriff schien. ..e:. : r, wn;. fT;fn 3. 1 r 3 " '
v;iuvui, in vfcui it vi .u . lonnien. i . . r I TP Vv (ih. itttnAintnm I US ItUl ti.ia.iytiivui. .,. , cn i ri r . i ttrnrnj föeil Öert st so gerrrt attc. l v:ele durchgehende Zug kann doch unmöglich schwer sem. die richtigen zu finden. In aller Elle rarste man das Hanö oepäck zusammen und Jlje h'.ng die be(i. o-rx. : i v r:u.'H.i,:.. I tugmic -lac rnii ren S. cm .' . . 1 . .KÄhm in umgesiedelt Nkm!, stall rt Illuu uüiuc icytu, Wii jiu.tu ui ai. i man e,. esz.e m,,,,, mttS I uii'i i i v wvv.
wenn, woen naiie ein re.i i& Sie konnten nicht heiraTrinZgeld gegeben und man blieb wie- 7, flPn. s i ,,;Vm k.. r then ohne Caution und die Caution
Ne waren ,a o eor gmauaz. zuaznn- ., - ä ...
rt . yi ti I. ' I en wte d e Tante w edtt ernrna und klagte über Unwohlsein. Sie cwtw ri r i 1 , I '1 fc! Ä zuvorkommend nach der Reiseapotheke, aber Ilse fiel ihm in den Arm. DaZ war ja die Geldtasche, ixt er für die ttt tw,. ovlii i iieapo Jicin Rkiskuvotbekk bielt. .Ne n doch.' rief d e Tan e. .das fl ja meine Apotheke gebt ur her. ich muk-Kamillentrop en nehmen." i--t --i . . . I Die Tante 5ehielt Recht. Was man in der Dämmerung des Wagens für die Geldtasche gehalten hatte, war wirklich die Reiseapotheke. Die Tante entnahm derselben ihre Kamillentropfen. Wo aber war die Geldtasche? Eine leichte peinliche Unruhe, ein ängstliches Greifen und Suchen! "ÄlP Man Kumt U flWrtrfn Wt die Geldtasche war nicht da. UMV N frMMMVJ VV Sie hatten sich geirrt. WaZ sie vom Augenblick des Umsteigend an für die Geldtasche gehalten hatten, war die Reise-Aporheke! Noch einmal wurde Aues umgekramt, aber die Geldtasche war Ä Noch einmal wurde Alles Wirklich .sie war nicht da! Es vr.u milLJl s;.s VÄirfT?. frnr r? T auszusprechen. Die Tante war kaum munter nb die inneren Leute konnttrt es nicht fassen: Das Geld was vvvwvy ß & fort! , . f , , , I TT fi. MtnS tn ?Tm OlUll iVI IVIII UUlttW UW ItUI I ..... Station us. Mir müssen hier bleiben, nachfor rx. - r. ub-ww. f . vas lunae go?n vie .anie
geyorcyien mecyanrsch.. -Sie maren völlig betäubt.
Alle 4rei stiegen aus, ohne noch recht zu wissen, warum, nur unter dem unbestimmten Eindruck, das Geld sei fort. Stumm und starr verblieben sie da auf dem kleinen Verroh ohne recht zur Besinnung zu kommen. Völlig ici-o l. m n v r. . laiqios, wiz wn iuncn, iuaycn jic 'da mit ihrem Gepäck. Was sollte nun werden? Nebenan war der Warteraum dritschliefen. In diesen verödeten Räumen überkam Robert und Ilse zuerst das Gefühl des gräßlichen Schreckens, des Grauens vor dem Kommenden, Der junge Mann hatte die unbestimmte Vorstellung, eine Thorheit begangen zu haben, daß er nicht weiter, bis zu einer größeren Station gefahren war. Sie sahen einander' in die blassen verstörten Gesichter und ohne sich auszusprechen, lasen sie das Entsetzen von den Mienen. t 'oer aucy diesmal machte sich Robert mannqzft zum Helden d Situ- , ÄJ, fl. , , , '"" Kem Zweisel. damals, als um. wurde. ha.Ie man die Geld. L fa ffi . e... .7.k"tt' C;. m. ..,.. bert wußte zusalllg die Rummer des h,2 y. ' ,?rt nW w ... VfVAf, VV.tt V VW. VIII VW. vu U, nr i,Z-stt,.n m Nlmn unb Erfrischungen zu holen. Nachyfm tr ,,, fe,m ttinss Um i ? o 7-1 d fi?n nnh Mit hiim ranferirt batte. "r- " "l -7 ' .de eine Devesckie nWM,irfi. wek. ch jcncn von den drei Reisenden verlgnen Zug auf einer größeren Sta1on einholen mußte. Es war eine i : r..u.. .j;...r... niflu in jcjicin uuupi; i.uuyju u . n?,.,., ..c,. Dort lag die Tasche ja im Gepäcknetz'. Rack etwa Zwei Stunden traf die Antwortdepesche ein: Die Geldtasche war in dem bezeickineten Eouve nick! gefunden worden. Nun verlor auch Robert die Fassuna. Da standen sie nun in dem ver lassenen Winkel, mitten in der Nacht, in dem kleinen kahlen Wzrtezlmmer gleichsam verlassen von aller Wett und iwhdhi iiyi. ivua vtiiiiitll. Von hier aus g:ht eZ nicht. Wir :: rr. .ii n o . i nitfit.r nlit s muncii m uci navicn ug iveuer fahren nach Wien und dort die Polizei ftUrrniftn ! rC Vn.vVt. a. m h'uuuui, xu ivuvt i"ytji, wann der nächste Zug nach Wien geht." Und er stürzte hinaus, fryh, den ..!r:x.. i"c ... pcinnkii lvtirruugcn cnvnc-n zu sein. Soeben fuhr draußen ein Zug davon man hörte ihn noch pfeisen.' Ilse und die Tante warteten eine ganze lange Weile auf die Botschaft, welche Robert bringen sollte. Er kam sehr lange nicht. klein rrfn.i mir wZe? in ba3 tjfc Schweigen der Nacht versunI.. mi i t f f m i ti . ren. j(icqi5 regie itcn. cur vle Z)aLflammc lIiftertyC Ieitf unb DOn ganz ferne, wohl von einem benachöaxDorfe ber vernahm MIN das Bkl. jen Cne3 Rundes. q0 nur Robert. 3' H um 1 suchen. 1:;. x,t.frf.?4 .:. ,,.:. 57,.:. Viu, m,.uu v.. dor, wo sich d e Gepäckausnahme bet3nl c;',7 hin im,M i,Snrf, -m ,;n.m iuntn Kalddnnklen Neben- " " V, V - T . . .. . Zimmer sah ste einen Ultann Mit etner einzuiaziummern. o f,!ii. r. a. . n-'t llUltl Wi i4l(4 WUi, IVUilil . .. ' r" . . w 14 ciawc lÜCt lllumc t'Ct Weichensteller schlaftrunken, .nun geht 5 ? Minuten. D?r .t tUn - mWmmtn.f Herr ist eben noch mitgekommen, Der Herr?" Ja, der rannte auch dem Zuge ' ,iaa7 ffiU rai ftinm.a Ai.f d,n sn sin iuuu3 uu Wfcji uuvii. m sn Prn. übet welchen der Herbst . Die ein,! Gas f:7t.;. "ily' i .mm Ttr.vt. ,..; si i ;u r ; , M übersah sie das' n I ,v uwu vu jl l(. iUU U-Uyi Ul schckl!ch7un!,ch, amkeit. denn 6t 'J7. wai Vkt U;(, tVtlU.t illUCll IU Ulll srm nicht gut' trazln knn,e. andertraiif ' . . Fz allein stand s.e hier m der ??cht. vor den von der Gasslamme g,u,,z,en Dienen, xnt iuoi. in i. .;, Z" ? v" s " ff"ne w lcher r nun schon zueilte, $J ' i'?f . ? ' Er hatte sie verlassen, kein Zweifel. Er konnte nicht anders, glaubte nicht an ders zu können, und so hatte er sich rasch entschlossen. Eine gräßliche Verzweiflung be mächtigte sich ihrer, ein Gefühl unsäa lichen Elends, und auf einmal fiel ihr Anna Äarenina ein. die sich auf die Schienen stzirst. unter einen Zug, um 'U'ächen. DaS IWW" UW Wl ien das garnicht schwer, sie empfand keine 2o desfurcht. Nur rasch, uur rasch ein Ende es muß ja bald wieder cm 5Uia kommen. Eine ganze llge Weile sie wußte selbst nicht, wie lange,. rannte sie cu m'Z ' T Ö i'V v 1 r Stich nicht fühlt, den man in ihr Fleisch führt. Nur eines lebte in ih,: ,'1' ; l gfJLV1 lnuß auf die Schienen! Da taumelte der Mann mit der llei nen Laterne heraus, noch immer schlaftrunken. Ilse frug, ob ein Zug käme. Ja. ein Lastzug von dort, und er wieS mit der 5and die Ricktuna. Me lief in M st8AI ieniri entläna.
na die Schienen entlang.
Der Bahnwärter mochte glauben, daß sie sich nur die Zeit des Wartens dertreibe und ließ sie gewähren. Der Zug nach Wien, den die Herrschaften ja benützen wollten, kam erst früh 6 Uhr 7 Minuten. Auch Anna Karenina hatte sich un ter einen Lastzug geworfen, dachteJlse. Sie mußte dem Zug entgegen gehen, sonst bemerkte man sie am Ende auf der S!ation. Sie konnte in der Fin-
sternig kaum die Strecke unterscheiden, rutschte aus. alitt halb die Böschung herab und fühlte mit den Handen langes, nasses Gras. Fast wörtlich er innerte sie sich der Schilderung aus dem Roman: Sie verwandte kein. Auge von den Rädern des herankommenden Waaaons, und genau in dem Augenblick, als der Mittelpunkt zwischen den Radern und ihr war, schleuderte sie den rothen Relsesack von sich. fiel, 'den Kopf zwischen die Schultern ziehend, auf die Hände unter den Waggon und neß sich mit einer leichten Bewegung in die Knie sinken. In dem nämlichen Augenblick erschrack sie über das was sie gethan hatte und wollte sich zurückwerfen, aber etwas Ungeheuerliches. Unerbittliches stieß sie vor den Kopf packte sie beim RückenDas drohnende, taktmaßiae Rollen kam heran und das qrelle Licht der Locomotive. Da war es gleich würde Alles vorbei sein. Ihr war Alles wie ein Traum, sie zog den Kops zwischen die Schultern wie Anna K renina. Da dröhnte die Lokomotive heran Ilse wollte sich erheben, gliti in dem nassen Grase aus und kletterti mit einem Ruck die Böschung empor u:oer ihrem Kopse polterte der Zuo sie stürzte fiel, wurde herumge - ( " 1 , c . C- Y ncn, cnuios crognic oer Zug an in vorbei. Während er drüben schon n die Station einfuhr mit schrillen Pfeifen, lag sie wieder in dem nasser Grase, aber zwei Arme prekten sie un eine keuchende Stimme schrie: Ilse um Gottes willen" Es war Nobert, der sie dem sichere, Tode entrissen hatte. Nun hielt er si fest. Flüsternd gestand sie. d2& Tu hatte sterben wollen, weil sie sich vor ihm verlassen wähnte. Er wurde ganwuthend. W:e hatte sie das glauber dürfen, nie würde er sie verlassen. au5 obne Evon wurden sie tenth? und glücklich sein. Und nun lachten sie über alle ihre Angst, denn was lag an dem dummen Ge!de. sie hatten je einander. Robert erklärte jetzt, wie er hinaui in den ersten Stock gegangen, um noch, mals d:n S!at!on5chef zu w'ck;n. Et gab hier keinen Nachtdienst, aber No bert hatte doch noch eine D?pesch-: ci die Behörden absenden wollen und da: Alles hatte eine ga.ize Weile in An jpruch genommen. Ruhig, ja glucklich kainen tc :n d: Warteraum zurück. Die Tante, di tln wenig geschlafen hatte, glaubte, si halten ihre )el)tzsche w'.eder. S nahm abermals Karn:llenirop,en un klagte über Kälte. Riö-rt schnallt den Plaidriemen auf, der ihren Manie'. enthielt und da siel etwas Shwe res heraus. Es war die G:l:!a!che welche die Tante selbst, sie m't de? Apotheke verwechselnd, in den Mantel gewickelt hatte, um höher zu liegen. Sie hatte das aber nachher verschlafen Das junge Paar jauchz aus, abe' es lag ein tieser, ernster Schatten auZ ihrer Jugend. Der ganze furchtoare Ernst des Lebens hatte sich ihnen er schlössen, sie waren andere Menscher? geworden. DaS Tiphtherie. Heilserum. Tie amtlichen Ergebnisse der in Deutschland eingeleiteten Sammelfor schung über die Heilerfolge des Be rinaschen Diphtherieserums liegen nun' mehr vollständig vor. Diese Sammet sorschung wurde von Seiten des Eul tusministeriumS angeregt, um ein Möglichst sicheres Urtheil über den Schutz- und Hellwerth, sowie über die Unschädlichkeit des Mittels zu gewinnen. ES'wurde eme sehr große Anzahl von Fragebogen an Anstalts und Privat Arzte versandt, und 1394 Antworten gelangten an die preußische Eontrol ht i r . -r p ration sur lpullzerle'Vettserum, wo elbst sie bearbeitet wurden. Die Be richte erstrecken sich auf 6626 Kranke, von dmen 2460 ln Krankenhäusern untergebracht waren. In 5153 Fällen waren dleErkrankungSgrade angegeben, und zwar 33,3 Prozent leichte, 14,4 mutelichwere und 52,3 Prozent schwere. Von den sämmtlichen 6626 Kranken genasen 86,5 Prozent, starben 12,9 Prozent; der Rest blieb m Behqndlung, Von den in Krankenhäusern behandelten Kränken genasen 80.5 Prozent. starben 13,5 Prozent, in Privatpflege genasen 91 Prozent, starben 9 Prozent. In den Krankenhäusern deS Liegnitzer Regierungsbezirkes war dle Sterblich keit am größten (34 Prozent), in dem Münchner am kleinsten (7 Prozent). Die Gründe für diese auffallende Erscheinung liegen theils dqrjn, daß yle Neigung, di.phtherlekranke Kmder dem Hospitale zu überweisen, m den perschiedenen Landestheilen eine sehr ungleiche ist, daß in einzelnen Gegen den daZ Krankenhaus nur im äußersten Nothfälle ln Anspruch genommen wlrh. Aber auch die Grundsatze, nach denen daz Dlvhtyerieserum angewendet wird. sind nicht überall die gleichen. In 4871 Fällen haben die Aerzte ihre Urtheile über den Leuwertb de5 SerumS abae geben; danach ist in 55.6 Procent die Heuwirkung sicher, ln 30.8 .Procent wahrscheinlich und in 13.6 Procent r m. k . niar oervorgeireien, In 60 Fällen wil.rde daS Serum als be Nmmt chädlich bezeichnet, in 32 Fäl Uri wurde diese Frage unentschieden gelassen. Als unschädlich ist eS 4544 Mal bezeichnet worden. Von den w i ... r v ! wtV. v ilranien, dci venrn unc lazqoigenüe Wirknng deS SerumS qncenammen wurde, aena en 4' unu narven 18: 15 Mal wurde HautauSschlaa. 14 ' Mal
. Albuminurie. 5 Mal Gelenkschmerzen.
oeooachler. Von den achtzehn Toves füllen kamen fünf auf gestörte Herz, thätigkeit, je drei auf Nierenentzündungen und auf allgemeine Schwache. Allein diese Vorkommnisse find so gewohnlich im Verlaufe der Diphtherie, daß es kaum angängig sein dürfte, in ihnen einen Beweis für die Schädlichteil des Heilserums als solches zu sehen. Daß in Folge der Heilserum-Ein-spritzungen jene Begleiterkrankungen der Diphtherie höusiger sich gezeigt, ist dagegen durch diese Sammelergebnisse nicht erwiesen. Hautausschläge und Gelenkschmerzen können indessen sehr wohl als Begleiterscheinungen der Heil, serumbehandlung gelten; erstere wurden 548, letztere 144 Mal beobachtet. In der bereits genannten preußischen Controlstatien ist man daher nach den Mittheilungen der ..Berl. f lim Wochen
schrift" zu dem Schlüsse aelanat. dak die Serumbehandlung den Kranlheitsverlauf bel Diphtherie günstig beem flußt. dak daher die weitere ortsekuna gerechtfertigt erscheint. Die Nordsee-Jischerei. Ter Bioloae Dr. Koch von dem biologischen Institut auf Helgoland hielt dieser Tage in Hamburg einen interes sanken Vortraq über die Nordseensche rei" und die Tiefenverhältnisse der Nordsee." Ten lehrreichen und beher zigenswerthen Ausführungen entneh men. wir Folgendes: Die Nordsee, die ein Fischereigebiet von 10,000 Quadratmellen darstellt, bat. wie die im Interesse der Fischerei veranstalteten Messungen ergeben haben, verschiedene Tiefen. Die grokte Abtiefuna bis 800 Meter hat dieselbe beim Sta gerrak, sonst kommen noch Tiefen vor von 300 Meter, im allgemeinen aber selten über 100 Meter; sie wird vielfach durchzogen von Bänken und Hopla teaus. dann kommen brunnenartlge Vertiefungen, die besonder reich an Fischen sind. An der jütischen Küste und bei Helgoland ist der Meeresgrund felsig, im Uebrigcn sandig. Der Salz. gehalt des Wassers ist größer als der der Ostsee, daher auch das Thierleben ein ganz anderes. Die Nordsee bezeichnet Dr. Koch als eins der fischreichsten Meere, er theilt. auf ihre Bewohne? specieller eingehend, dieselben in vier Gruppen : Erstens Strandnsche, die sich in den Seewie scn" und unterseeischen Wäldern" auf. halten, aber keine Nutzfische sind, sondern nur anderen Fischen als Nahrung dienen; dies Gebiet sind die Fettwes. den" der Nutzfische. Die zweite Gruppe bilden dieTlescnnsche (Schellnsche.Platt fische die sich aus 100 bls 200 Meter tiefen, sandigen, mit Seesternen gedeckten Grunde aufhalten. Als dritte Cruppe nennt er die Oberflächenfische (Heringe, Sprotten und alle Herings artige Fische), die sich in großen Schaa ren an der Oberflache halten und denen die in unendlichen Massen vorkommen den rothen Spaltsukkrebse als Nahrung dlenen. Zur vierten Gruppe: Aller, ortsfische. gehören d:r Dorsch. Kabellau, Lachs u. s. w., unersättliche Räu ber, die überall umherstreifen. Der Kampf ums Dasein tritt nirgend schärfcr hervor, als bei den Bewohnern des Meeres. Ter Vortragende besprach im Weiteren die Entwickelung der Fische, wobei er als Beispiel anführte, daß der k!rtMi hrrt WftinH fiinä siiVttirfiti jvvy v u ii v viiivv viiviuytvi 190,000 Eier absitze; er berührte ferner die Fähigkeit des Meeres, Pflanzen hervorzubringen, die Thätigkeit der biologischen Station auf Helgoland ic. Die Theünabme Deutschlands an de: Seefischerei sei leider nur klein im Ver hältniß zu anderen Nationen: Deutsch' land habe nur etwa 400 Fahrzeuge. darunter 55 Dampfer, im Betriebe, gegen die doppelte Zahl holländischer und über die zehnfache Zahl englischer Fischersahrzeuge. Große Summen gehen noch in's Ausland für Deckung unseres FischbedarfT; nach den Zollein fuhrllsten allem für Hermge jährlich 36 Millionen Mark, die ganze Einfulzr öelau e sich auf 50 bis 60 Millionen Mark. Diese Summen, meinte Dr. Koch,-könnten unsere eigenen Landsleute verdienen, wenn sie den nöthigen Unternehmungsgeist hätten; es werde damit gleichzeitig ein gutes und billiges Volksnahrungsmlttel gewonnen. Zur Förderung der Hochseefischerei dienten eine schnelle Versendung, ein schleuni ger Absatz und billige Frachten; dann müjie auch für Zufluchthasen für Fischer Sorge getragen werden. flOtrlann: Mehrere vertrauen! würdige v Damen oder Herren, um für ein altes be kannte Hau tn Jrdian u reisen. Eal.Sr t?S0 und erfl n. eanv,ge reuung, yugen a . .. uw r.(Lh.k.in.i 9 c KicicniCP unv iciuiiisicivtcvf iniuuur Eonvert bei. The Dominien Uo Vaha Buil ding. UNcago. Jll.'Hi'fi c- f i J. I mm I ii fkmu 1. - 9Jn.rtNn.i. utnaON muk. INDIAKAP0U5-1NO. Brillen werde nach den besten Methoden den Lugen ongepaßt. Christian Wiese, Leichen - Bestatter I) Nord East Straße. . Marie Stiegmann, Gehilfin. Telephon 94 Telephon INlltterftüHt dte CO - OPERATIVE L a u n d r y, Vetrteb do noxi rSaschch. o. 183, 140 und 143 ClrainU Ovnw.
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