Indiana Tribüne, Volume 19, Number 80, Indianapolis, Marion County, 7 December 1895 — Page 2

Znswna Tribüne.

Erscheint Täglich und Somitag. iIV wwww-f - Ö - 33 GrrtS per Woche, die EonntagSTribüe"S I CentZ per Woche. LeUe iusL2len IS Cents der ' XTlr4 'I'rlSftTti' fafttt nttrÄ fcn TTÄr SZ TentS per llonat. Per Post außerhalb de, Stadt zugeschickt t Vorausbezahlung F pci Aahr. Ofn- 18 Süd Sllabam Straße. JneiaapoliS, 3nd., 7. Dezember '95. kOrtgwal-Eorr:sponvenz.? Ctr:ZiliHter von der Gartenstadt. Chicago, an trüben Fest-Vorizgen. llnb ob die Wolke sie verhülle, die Esnne steht o Himmelszelt" tie ses prächtige Lied der Jägeröraut im .Fniffü, das ich jüngst im AuditoThun a'uS dem Munde der Frl. Gadski so wunderbar Hinreißend erschallen fccrie, eignet sch jetzt wahrlich wieder besonders als Trostlied für die Chicagoe?, dimit sie unter dem grauen Himüber den Straßen, auf welchen man beinahe Schwimmschulen anlegen könnte, wenn die Wassermassen nicht so unsäglich schmutzig wären, bei .der ganzen, entsetzlicher als je gewordenen Straßenbahn - Misere und sonstigen Unzuträglichkeiten des gzrtenstädtischen Lebens keine Selbstmordgedanken kriegen, odrr doch kein ungewöhnlich großer Procentsatz von solchen befallen wird. Das Wetter allein ließe sich zur Noth noch aushalln, cbwohl dasselbe schier den Eindruck erwecken muß, als wäre die ganze garten städtische Mer.schheit nicht mehr werth, daß die Sonne sie bescheint was doch sicher eine allzu ungerechte Uebertreibung seitens des Himmels wäre aber was sonst noch Alles sich hiuzugesellt! Der Blitz-Ap-parat wird Ihnen ja wohl schon längst erzählt haben, welche tolle Dinge hier diese? Tage durch vagabundirende Kunstblitze von übergeschnappten oder unterzeschnappten Straßenbahn- und anderen Drähten gegen die Menschheit und Thierheit verübt wurden. Wohl Ihabe ich mit Entsetzen von der jüngsten Straß:nbahn - Katastrophe in der Waldstadt vernommen; so im Großen hat Chicago es in dieser Art allerd'.ngs schon lange nicht mehr gegeben, und doch, wenn ich mir Alles zusammmfigurire, was hie? im Laufe deö Jahres in zahllosen kleineren RaJbntr. geboten wird, so erscheint das "Gesammt - Unheil am Chicago Niver doch noch bedeutend größer, als an dem ebenso wenig einladenden Cuyahoga, nur daß die große Welt weniger Worte darüber verliert! Wenn die jüngsten traurigen Ersahrungen in Chicago dazu beigetragen haben sollten, den Sturz der oberirdischen Trolley- - Herrlichkeit zu beschleunigen (denn erfolgen muß dieselbe so gewiß, wie auf den Samstag der Sonntag kommt), so hätten sie wenigstens Einen Segen gehabt. Thatsache ist, daß dieser für alle großen Städte so wichtige Gegenstand etzt hier ungewöhnlich eifrig erörtert wird, außer von den Straßenbahn - Gesell schasten selbst, und bereits nicht Viele mehr den wenig beneidenswerthen Muth haben, die oberirdische Elektrici-kät-zusührung zu vertheidigen. Seit in der britischen Musterstadt Leeds der dortige Stadt - Ingenieur ausgerechnet Hit, daß die Mehrkosten für unterirdische Zuführung sich auf nur etwa einen Penny pro Meile belaufen, sagen sich die Neu-Pariser. daß hier das 33er hältniß doch auch kein wesentlich ande?es sein fSime. Und glücklicherweise zeig! auch der Erifndungsgeist immer wieder neue Möglichkeiten, die paar wirklich noch vorhandenen Mängel des Untergrund - Systems zu beseitigen. So sind ja kürzlich wieder in unserer Bundeshauptstadt zwei Erfindungen pateniirt worden, welche die beste Aussicht zu bieten scheinen, das sich schon in Budapest so wohl bewährende Uniergrund - System noch weiter zu verbesser:?. Darum nur Muth gefaßt, die Cache wird schon schief gehen nämlich schief in den Boden hinab. Ich bin gespannt darauf, ob Sie mir, oder ich Ihnen zuerst zum vollständigen Siege d'ses Systems werde gratuliren können. Da schwatze ich Ihnen so viel von den Straßenbahnen, aber weß Chicago voll ist. deß geht die Feder des Plauderers über, und den Gartenstädtern liegen die Straßenbahn-Schmer-zen gegenwärtig ebenso sehr am Herzen, wie t:n guten Unterthanen in irgend einer .abgelebten Monarchie" dieFrage. ob das nächste hohe Neugeborene ein Bub oder ein Mädel wird. Und schließlich liegen wir ja Alle mehr oder weniger in demselben Spital", und w:r haben das sogar beim Danksagungs - Braten nicht vergessen. Gelegentlich des Danksagungs-Festes hat tl hier u. A. einen lustigen Krieg zwischen drei namhaften Kleioerfirmen auf der Westseite gegeben, bei welchem ,ch schon wegen deS culturhistorischen Interesses einen Augenblick verweilen möchte. Eine? dieser SündenfallNothhelfer hatte in schreienden Placaten dem hochverehrlich:n Publico bekannt gemacht, daß er zu jedem hochfeinen Anzug im Preise von nicht wemge? als $9.88 einen Danksazunzs-Pu-tcrich erster Güte schenke. Darcb wollte ?ine benachbarte Firma vor Neid schier bersten und machte schließlich, ebenfalls in schreienden Placaten, bekannt: Wir sind keine Fleischer, sondern leiderHändler. Wir verkaufen Keinem einen Lumpen - Anzug, der nur $6.88 werth ist, für $9.88 u. s. w. Die Concurrmz - Firma blieb natürlich die Antwort nichr schuldig, und so wogte der .Kampf hin und her, als plötzlich eine dritte Batterie gegen die beiden anderen aufzesahttn kam. öine dritte Nach-ar-Firma nämlich hängte ein riesengroßes Placat auf, welches die ellenlangen Worte enthielt: Wenn Spitzbilden sich streiten, kommen die ehrlichen Leute zu ihrem Gut!" Weit und breit in der Umgegend sprach man zwei Tage lana von nichts Anderem, als

von dlesem Zerlege, und der Eine wertete auf diesen, der Andere auf jenen Kampfhahn und kaufte dort. Das Allerschönste aber habe ich nachher unter c? Hand erfahren: nämlich daß die drei kriegführenden Möchte eigentlich eine und dieselbe Firma waren. Sie scheinen ihren Zweck vollkommen er- ! reicht und den Allerwelts - Handelspalösten im Centrum der Stadt einen I Trupp Kaufluftiger abspenstig gemacht zu haben. Ganz neu ist eine solche Compagnie ja nicht, aber auch nicht ganz alt; ich glaube sogar, daß sie auch in der Politik schon monches Seiten-' stück gehabt hat .... Da ich doch einmal auf der Westseite stehe, will ich Ihnen noch ein anderes j Culturbildchen von da zum Besten geben. Die Geschichte hätte zwar ebenso gut in beinahe jedem anderen Stadttheile passiren können; denn Sie glauöen gar nicht, wie sehr gegenwärtig hier das Forttransportiren von Häusern zu einem stehenden" Institut im verwegensten Sinne des Wortes geluorden ist und alle Nasen lang Einem bei Tag und Nacht den Weg versperrt, ausgenommen natürlich im Millionärsviertel und da, wo es nur Geschäftshäuser gibt. Also: Ein junger Familienvater verläßt Morgens in fröhlichster Stimmung fern" Heim, nachdem er sein Weib und die Gören" zärtlich abgeküßt, und eilt nach der vielleicht anderthalb Stunden entfernten Eisengießerei, wo die

Prosa des LebenS seiner harrt. Jakob so sei er der urze halber genannt ist ganz glücklich über den vorzüglichen Handel, den er jüngst abgeschlossen. Die Hochbahn - Gesellschaft, welche den Platz nothwendig braucht, hat rhm einen guten Preis für sein Haus nebst Lotte" bezahtt. er hat einen billigeren Winkel in einer sunkelneuen Straße gekauft, welcher überdies seiner Arbeitsstätte eine halbe Meile näher liegt, und die gütige Bahngesellschaft will sein Haus auch noch unentgeltlich dorthin transportiren lassen. Ist das nicht viel Glück auf einmal? Schon steht das Haus auf den bewußten Walzen, dieKetten sind angespannt, eine ganze Arbnterschaar macht sich daran zu schaffen, und heute Abend wird bereits das Haus sein neues Standquartier haben: eine colossale Geschwindigkeit für dergleichen. Jakob kann es kaum erwarten, bis er sein Tagewerk beendet hat, und lustig strebt er der Localität zu. wo ihn bereits seine Marie und dieKleinen aus den Fenstern jubelnd begrüßen werden. Er findet auch die funkelneue Straße und sogar die Lotte", aber sein Haus ist nirgend zu sehen. Heda, haben Sie nicht vielleicht ein so und so aussehendes Fachwerk - Haus gesehen? Sind Sie ncht einem begegnet?" fragt er bei Pontius und Pilatus. bei Polizistcn, Grocers, Wirthen u. s. w., aber deinem ist ein solches Haus in den Weg gekommen. Er begegnet selbst einigen Häusern, aber das seine ist nicht darunter. Es ist erst eine komische Geschichte, die ab:r einen immer verzweifelteren Anstrich bekommt. Jakob hat schon mindestens ein Halbhundcrt Mltmenschen vergebens nach seinem Haus gefragt, auch manchen Nickel und Quarter dabei verspendet" und läuft jetzt schon seit länger als einer Stunde wie ein Wahnsinniger herum. Immer tief.'r sinkt der Abend herem, den Sturm und Schneetreiben nicht angenehmer machen. Da fällt Jakob ein, daß hinter der alten Stätte seines verschwundenen Hauses sich ja auch ein Holzschuppen befindet, zur Noth gut genug für ihn, eine Nacht darin zuzubringen, um dann am hellen Tage seine abenteuerliche Forschungsreise fortzusetzen. Der Schuppen wird jedenfalls noch dort stehen; sein Haus aber, das ist vielleicht auf dem Transport: irgendwo der Feuerwehr im Wege gewesen, welche die Leute zwang, es irgendwohin zur Seite zu schieben. Die Sonne wird es schon an den Tag bringen. Armes W?-'b. arme Kinder!" seuszt er, Ihr werdet in Eurer Angst heute Nacht noch schlechter schlafen, als ich!" Und er sucht seine ehemalige Wohnstraße,' resp, den Holzschuppen, auf. In seiner Verzweiflung achtet er kaum noch des Weges. Da plötzlich, nachdem er vielleicht zwanzig Minuten lang gclaufen, verwundert, noch nichts von dem Holzschuppen zu sehen, ruft ihn von oben eine wohlbekannte Stimme an: Jakob, wo bleibst Du denn so lange?" Ausblickend schaut er in die Augen seiner Marie und in die Fenster seines vermißten Hauses, das noch genau auf dem alten Fleck steht. Tableau! An der Kette ist 'was gebrochen," erklärt ihm, Marie, während er die Reste des Abendbrotes hinunterwürgt, die Leute kommen morgen wieder." Ja. ja. es ist ein schönes Wort: Ein eigner Herd ist Goldes werth." Dieser Heimsucher kann immer noch von Glück sagen; er hat es jedenfalls nickt so schlimm gehabt, wie jener Chicagoer 'vlieseiwichier, welcher sich jüngst in Geschäften von seiner kleinen Fußverschönerungs - Anstalt, die auch sein Heim war, entfernte, um bei der Rückkehr mit Entsetzen zu entdecken, daß das Häuschen mit allem Zubehör g t stöhlen war, und erst etwa änderthalb Tage nachher dasselbe in einem anderen Stadttheile wiederfand, wo der betreffende Svikbube oan, müin. lich damit beschäftigt war, Kunden .r ... p vvni(a uu incii gtanzenoen ug zu verhelfen". An aesunder Aem-a-lichkeit deS Lebens mangelt eS hier ganz gewiß nicht! Die axoh Kiräe mit dem 150 Fuß hohen Thurm,, von der icy ynen neulich erzählte, ist jetzt gleichfalls alücklick nack rhrtm n?,i?n Bestimmungsort geschafft, wo sie vor dem Lärm des neuen Hotels Ruhe hat. -ua nenne man eine moderne GroßUTO Wundern kann ich r.ilch dafj man sich gcran m umeaao o v:e für Ne ür kisÄ armenrsck ftrao nTWrk Die Gartenstadt hätte doch gerade genug vor ihrer eigenen Thllr zu kehren; ist sie doch selber ein Großtürke: denn ebenso.' wie Jemr am Goldenen born.

lebt sie schon längere Zeit von tyren Schulden. I. R. Weibliche Stierkämpfer.

Wer immer in Spanien als Fremder weilt, wird sich der . natürlichen Neugier, einSnergefecht zu sehen, nicht entziehen können. In der That hat Altspanien eigentlich nichts weiter hinterlassen, als seine Stierkämpfe und die maurischen Ruinen. Letztere gelten dem heutigen Castlllaner als tu was Abgöttisches und darum Berächtliches, aber im ganzen Lande sind Torcador und Arena die Hauptanziehungskraft für 20 Millionen Menschen geblieben. Nur wenigen Ausländern dürfte indessen bekannt sein, daß der männliche Stierkämpfer schon seit längerer Zeit gezwungen ist. die öffentliche Gunst mit Concurrenten aus dem schwachen" Geschlecht zu theilen. Auch rn Spanien tritt das Weib für seine Gleichberechtigung em und augenblicklich ist im Vaterlande Don.Quixote's und Philipp's II. die weibliche Stiersechtertruppe das Aciuellste, wie man zu sagen pflegt. Stämmige Madel aus Barcelona, die früher ihr Brod hart mit der Hand muhle verdienten, lassen sich jetzt, ktUger geworden $25 für jedes Gefecht mit dem Büffel zahlen, auf das sie eingehen. Jungst wurde bei einem Kampfe der mächtigste Stier, von prachtvoller spanischer Rasse, durch eine Amazone Namens Maria Alvarado, bezwungen. Das Thier siel zunächst über einige Pserde her, von denen eines vollständig aufgeschlitzt wurde und im jämmerlichsten Zustande durch die Arena rannte. Aber kein Mensch kümmerte sich um die Leiden des ar men. Geschöpfes, sondern Aller Augen waren auf den weiblichen Toreador gerichtet. Maria Alvarado machte mit ihrem wüthenden Gegner kurzen Proceß. Ihr sicher geführtes Schwert fuhr ihm durch's Blatt mitten in das Herz und der Stier brach zusammen, um sich nie wieder zu erheben. Das blutdürstige Publikum verstand jedoch diesen eleganten Todesstreich nicht zu würdigen; ihm war das Thier viel zu früh getödtet worden. Aber keine Gren zen kannte die Begeisterung, als Pro oentia Almeda, die Beliebteste der Zataorinen. einen französischenStier rst nach einer Reche von so graulichen Quälereien, daß man eine nähere Be'chreibung überhaupt nicht erst versuhen kann, umbrachte. Die Leute ra ,'ten vor Jubel. Bis zur Heiserkeit strengten sie ihre Lungen an, klatschten ,ich die Hände wund und warfen der Ämazone Blumen und Schmuckgegin stände herab. Der Enthusiasmus des eifrigstenOpernpublikums beim Finale eines neuen Meisterwerkes gliche einer linden Kühle gegen das tollhausmaßige Gerase dieser Menschen, über ihre olivenfarbige Amazone mit den Her- , - - t i rr r -lITjC. llliesmusieln. jüic arnpjc aiüiu,cii Weib und Stier werden in genau der selben Weise arrangirt. als ob ein Mann die Schränken beträte. Dasselbe Costllm, die gleichen Rohheiten. Ohne die durchschnittlich kleinere Gestalt.sollte man ihre Besitzerinnen ebensallS für Männer halten. Und ganz gewiß thun sie selbst nichts, um den Unterschied hervorzuheben. Ihre brutale Aufgabe wird ohne den leisesten 0 L 1 f I . ? V vcyauoer vouoruazr, irrumpmreno ica ten sie durch das Blut der Opfer und zeigen ein teuflisches Vergnügen den Leiden der Thiere gegenüber. Rittlings auf ihren Pferden sitzend, kommen bei Beginn des Kampfes zuerst sie weiblichen Picadores hereingesprengt. Sie führen lange Lanzen mit kurzer Spitze und halten in der Mitte der Arena, den Stlergelassen g genüber. Sodann tänzeln zu Fuß die 'hulos herbei, glänzend angeputzt und jede eine Masse bunten Bandes schwingend. so daß ein Bild von verwirrenoer Farbenfülle entsteht. Zuletzt erscheint der weibliche Matador, hübsch und geschmackvoll gekleidet. In der Rechten führt sie ihr blankes Schwert, in der Linken die Muleta, ein Stöckhen. an dem ein scharlachrothes Stück Seide befestigt ist. Und nun begin nen die Grausamkeiten, die dem ganzen schönen Geschlechte Schande machen. Der ritterliche Spanier beklagt mit Vorliebe den Niedergang aller Künste, aber diese ekelhaften Scenen je zu versäumen, ist er doch nicht im Stande. Es scheint allerdings, daß die höheren Kreise sich jetzt ehras zurückziehen, dafür ist aber das Stiergefecht augenblicklich populärer als seit Mcnschengedenken. WaS für unsere Damen das Theater, ist für die spanlschen die Arena, und ich bin selbst Zeuge gewesen, daß sie im Eifer sogar bei einem Schauspiel thätig eingriffen, welches doch für sich allein genügt, um den Culturstandpunkt Spaniens aus'S Tiefste herabzusetzen. Großartige Unterschlagungen. Em hoch angesehenes Mitglied der Brüsseler Geschäftswelt, ein Säule der vornehmen Gesellschaft, hat sich als ein Spitzbube entpuppt, welcher seine Vertrauensstellunig bei einem der großten belgischen Bankinstitute seit Iahren ldazu gemißbraucht hat, um die Gesellschaft um ungeheure Summen zu bestehlen. Der Name dif?3 Biedermannes ist Alphonse de Hennin, welcher als Hauptkasstrer der SocistS G6n6rale eine sehr 'luerative Stellung einnahm, trotzdem aber die Tumme von 2.616.000 JrancS unierschlagen h:t. Zur Entdeckung seiner Unterschleise führte eine Verordnung Verwaltungsrathes, daß alle Nebenstellen der Bank, die mehr als drei Millionen vorräthig hätten, den Ueberschuß an" die' Nationalbank abführen sollten. , Der HaalptcassZreo Alphonse de Hennin mußte den Verrechnungen zufolge 4,500,00;) Francs in ttt Casse haben. also 1,500,000 Francs an die Natio mlbank abliefern. Da er dieser Aufforderung nicht Folge leistete, wurde er vor den VerwalwnZsrath citird und diesem Gestank er, irr die Enge getrieben, 'die Unterschlagungen' ein, verJföraä abtt, bak Übt FaMlle du!

Fehlbetrag erfetzen wurde. Zr wollte deshalb sofort Schritte thun. Statt dessen begab er sich aber aus derSitzung des VerwalwngsratheS nach dem Südbahnhof und reiste .nach Paris ab. Der Verwaltungsrath war indeß so

votsichtig gewesen, dem Cassirer einen Mann nachzusenden, der mit ihm den Zug bestieg und seine Verhaftung in Paris, wo er unter dem Namen Vouchut in einem Hotel abgestiegen war, bewirkte. Alphonse de Hennin, ein Mann von etwa 50 Jahren, gehört einer sehr vornehmen Familie an. Sein verstorbener Vater war lange Jahre Präsident des Brüsseler AppellHofes. Seine vier Brüdr bekleiden hohe Stellunzen; einer von ihnen ist Dircctor der Nationalbank. Der Verhaftete stand seit 23 Jahren imDienste der Soci6t6 G6nrale und war seit etwa 15 Jahren mit einer französischen Gräfin verheirathet. Hennin will die unterschlagenen Gelder in Börsenspeculationen verloren haben. Wie die durch den Staatsanwalt eingeleitete Untersuchung erab. 'haben die Unterschlagungen bereits mehrere Jahre gedauert und sind von de Hennin dadurch verdeckt worden, daß er vor den regel mäßigen Cassenrevisionen, von den Werthpapieren, welche die Gesellschaft sür ihre Kunden zu kaufen oder zu veräußern hatte und die ihirxllS Hauptcassirer gleichfalls durch dieFinger gingen, größere Betrage unter verschiedenen Vorwänden bei anderen Banken auf einige Tage hinterlegte und das hierauf erhaltene Geld einmal hat er auf ein Deposit von 700.000 Frcs. eine halbe Million entliehen zur vorübergehenden Ergänzung seines Baarbestandes benutzte. Die Direction der Soci6t6 G6n6ral: erklärt in einer öffentlichen Bekanntmachung die Nachricht, daß kein Kunde Verluste erlee. Auf das 'Geschäft der Gesellschaft Hat der Vorfall keinen Einfluß; nach dem letzten Abschluß besaß sie 32.004.000 ZsrancS Grundvermögen und über 55 Millionen Rücklage. Die Familie de Hennins beschloß 'in einer Berathung, zur Rettung ihrer Ehre ihr Gesammtvermögen inHöhe von 1,400.000 Francs an die Soci6t6 G6n6rale abzutreten. Die gerichtliche Verfolgung de Hennins läßt sich dadurch nicht mehr rückgängig machen. Ein Kochbuch Onkel Tams. Daß unsere Bundesregierung sich auf das Herausgeben von Büchern in großem Maße verlegt, ist allgemein bekannt. Die meisten Bücher von dieser Firma finden beim durchschnittlichen Publikum, und zumal beim schönen Geschlecht, gerade kein sehr reges Interesse. Einem dieser Bücher aber dürften sogar die Frauen eine gewisse Theilnahme entgegenbringen: nämlich einem regelrechten Kochbuch. Dieses Buch, das übrigens nicht' an Krethi und Plethi versandt wird, ist ungefähr so groß, wie eine Familienbibel, das heißt, das bezieht sich nur suf eine für das Weiße Haus privatim veranstaltete Ausgabe. Eine kleinere, aber wichtigere Ausgabe, das officielle United States Cook Book" ist für die Bundesarmee bestimmt und soll nächstens wieder in revidirterForm erscheinen. Es zerfällt in eine Abthu lung für die Armeeposten und eine für die Felbköche. und man erwartet, daß sein Inhalt sich als immer werthvc-ller erweisen w?rden. 'ln n-'-? m. tit" fehlt es ja wohl in diesem Falle auft nicht. ScxttW) Local-Nachrichten. Vfovini 5e!7cn-UafTtn. Hanau. Ein Waldhüter fand im Walde bei Miüelbuchen die Leiche des Wilderers Schäfer von dort. Die Untersuchung ergab, daß Schäfer durch einen Schuß in den Rücken getödtet worden ist. Drei ermittelte Genossen des Wilderers sollen einen Jagdaufsehe? der That verdächtigt haben. Marburg. In der Untersuchungsasfaire des im hiesigen Untersuchungsgefängniß internirten Kaufmanns N. R. Hahn, der sich als Kassirer der Spar- und Darlehenskasse zu Borken Veruntreuungen in großem Maße zu schulden kommen ließ, ist jetzt gerichtlich f:stgestellt,daß der Fehlbetrag 400,000 Mk. beträgt; hiervon sind jedoch bisher schon 150.000 Mk. von Seiten der Mitglieder der Kasse bestritten. Die andere Fehlsumme will man erborgen und im Laufe der Jahre abtragen, um so die Betheiligten vor Verlusten zu schützen. Wiesbaden. Auf den Braumeister der Esch'schen Brauerei, Hrn. Schaurer, gab der aus Bayern gebürtige, vor mehreren Wochen auS der genannten Brauerei entlassene Braubursche Pagony er hatte gedroht, den Braumeister in einen Bottich mit heißem Wasser zu weisen durch das Fenster der Schlafstube fünf Revolverfchüsse unmittelbar nacheinander ab. Zum Glück traf keines der Geschosse. Der Thäter wurde, verhaftet. Er stellte die Absicht eines ernstlichen Attentats in Abrede, er habe durch die Schüsse dem Braumeister nur einen heilsamen Schrecken einjagen" wollen. Frei Städte. Hamburg. Der Bürgerschaftsausschuß hat mit sechs gegen fünf Stimmen beschlossen, die Bürgerschaft wolle den Senat ersuchen, die Vedürfnißfrage beim Ausschank von Spirituosen wieder aufzuheben, also das Schankgewerbe freizugeben. Ein grauenhaftes Ende fand hier der in der Sitzung der Strafkammer 3 des Landgerichts wegen bandenmäßigen Diebstahls zu acht Jahren Zuchthaus verurtheilte berüchtige Einbrecher und Brandstifter Schuhmacher Carl Fr. Wilh. Michael. Derselbe sollte nach seiner Verurteilung wieder in seine Zelle zurückgebracht werden. Im zweiten Sto des Untersuchungsgefängnisses angelangt, entlief er plötz lich dem ihn begleitenden Aufseher, schwang sich über das Treppengeländer und stürzte sich in den Lichtschacht. Der Unglückliche war auf der Stelle todt. Bremen. In Bremn-NeustM

ermordete der Arbeiter Boesche auS Rache seine friibere Logiswirthin, die sechzigjahrige Wittwe Kühn. Nach vollbrachten That stellte sich der Mörder selbst der Polizei. Ohüringen.

V u t t st ä d t. Rechtes Pech hatten neulich die Direktion und Mitglieder des Aufsichtsratyes der viastenverger Bahn bei einer Revision auf der Station Vuttstadt. Als die Herren nach gemeinschaftlichem Diner von Buttstädt nach Weimar zurucllayren wouten, gcrieth der kleine Zug infolge falscher Weichenstellung auf ein todtes Geleis und bliev schlletzllch aus einem Stovvelfeld sta. Die Herren erlit ten meist Verletzungen am Kopf, da sie gegenemanyer geschleudert wuroen; mit verbundenen Köpfen konnten sie erst Nachts 1j Uhr die Heimfahrt antreten. C o b u r a. 3m Besid des von hier durchgebrannten und angeblich in Havre wieder festgenommenen aau manns osevb freund sollen 60.000 Mk. vorgefunden worden sein. Der Flüchtige hat sich ver unterichiagung, falscher Buchungen und anderer ahnlicher Vergehen schuldig gemacht. Ueber sein Vermögen ist der Concurs verhängt. Sai,sen. Dresden. Lebhafter Theilnahme begegnet das traurige Geschick des schon seit längerer Zeit vom Trübsinn befallenen prakt. Arztes Dr. med. I. zu Copitz. welcher sich auf dem dortigen Friedhofe durch Erschießen den Tod gegeben hat. L ö b a u. Auf dem Rittergute Nieder - HerwigSdorf erschoß der 12jährige Sohn des Försters Niedel beim Spielen mit seines Vaters Gewehr zwei dabeistehende Arbeiterkinder. Zschoppa?:. Die Masern treten hier in mehreren Familien recht bösartig auf. Mehrere blühende Kinder in einer Familie zwei sind bereits durch diese Krankheit ihren Eltern durch den Tod entrissen worden Z w i ck a u. Der Rechtsanwalt Schraps, welcher durch Urtheile des Landgerichts Zwickau wegen Beleidigung von Amtsrichtern zu 6 Monaten, 1 Woche und 3 Monaten Gefängniß verurtheilt worden ist, legte, da er der Ansicht war, daß sein Ablehnungsgesuch zu Unrecht zurückgewiesen worden sei, Revision ein. Das Reichsgericht zu Leipzig erachtete aber weder die in Bezug hierauf erhobenen, noch die sonst!gen Beschwerden für begründet und verwarf die Revision gegen beide Urtheile. 'Wrsstherzssthun Trssen. D a r m st a d t. Der mit semer Frau im Scheidungsprocesse stehende Landwirth Buscher aus Eich drang neulich Abends hie? in die Wohnung seine? Schwiegerautter, der Wachtmeisterwittwe Eyerdamm, ein und tödtete dieselbe durch einen Schu& in den Kopf; dann feuerte er einen Schuß auf seine flüchtende Frau ab, ohne zu treffen. Der Attentäter ließ sich bei der Station Vessungen von einem Bahnzuge überfahren. V i n g e n. Sicherem Vernehmen nach ist der in Münster vor einigen Monaten entdeckte prächtige römische Mosaikboden angeblich für den Preis von 7000 Mark in denBesitz des Frankfurter historischen Museums übergegangen. Wie es heißt, sind die Mittel zum Ankaufe durch die Schenkung eines Privatmannes verfügbar g:worden. Mainz. Auf dem hiesigen Hauptpostamte wurde der von früher ber noch bekannte Dr. v. Gauding aus Bern unter der Beschuldigung verhaftet, mit gefälschten Doctor - Diplomen einen lucrativen Handel getrieben zu haben. Doctor v. G. wohnte seither in Wiesbaden, die für ihn bestimmten Briefe trafen aber postlagernd in Mainz ein. Vtsast'Lotnrlngen. Mühlhausen. Das Schwurgericht verurtheilte den katholischen Pfarrer Burtz wegen eines in einer Erbschaftssache geleisteten Meineids zu 15 Monaten Gefängniß. Sauern. B a m b e r g. Neulich Abends feierten die Unterofficiere einer Escadron des 1. Ulanen - Regiments das 25jährige Dienstjubiläum ihres Wachtmeisters in einer Wirthschaft in der Wunverbürg. Als der Gefeierte nach 12 Uhr auf eine kurze Zeit das Local verlassen wollte, wurde er plötzlich von mehreren Burschen umzingelt und von dem Maurer Michael Maas mit einem Zaunpfahl tödtlich verletzt. Der Thäter ist verhaftet. Cadolzburg. - Hier verunglückte der Tagelöhner Krehn durch einen Sturz vom Scheunenboden. Er fiel so unglücklich auf das Hinterhaupt, daß er nach wenigen Stunden verstarb. Fichtelberg. In der Glasfabrik von Lindner wurden einheimische Arbeiter entlassen und durch böhmische ersetzt. Darüber waren die Arbeiter von Fichtelberg und Umgebung ausgebracht. Der frühere Glasarbeiter Peter Roderer vou Neubau und sein Freund Zapf begaben sich vor die Lindner'sche Glasfabrik, um die böhmischen Arbeiter zu necken. Der Böhme Joseph Reitmeier von Steinhau-kam mit einem eisenbeschlagenen Prügel heraus und erschlug den Roderer. Es herrscht große Aufregung über diese That. München. Die Künstlergenossenschaft hat mit Rücksicht auf die im nächsten Jahre in Berlin stattfindende internationale Kunstausstellung beschlössen, die nächste Münchener internationale Kunstausstellung aus das Jahr 1897 zu verschieben. Bezüglich der Betheiligung an de? Berliner Ausstellung wurde eine collective Vertretung gutgeheißen. Das Hausiren der beiden Münchener Blätter Vaterland" und Münchener Freie Presse" in den Lokalitäten des Hofbräuhauses wurde von der HosbräuhauZ - Verwaltung verboten. vketnpsalx. Ludwigshafen. Wie sich nachträglich herausstellt, hat der vor Kurzem gestorbene Commercienrath Jaquet. Direktor der Waaaonfabril

Ludwigshafen, durch Selbstmord geendet. Die Bücher der Gesellschaft wurden in größter Unordnung zurllckgelasstn. Gerüchtweise verlautet, daß die allmälig zum Nachtheile der Waggonfabrit verübten Unterschlagungen sich

auf 800.000 M. belaufen. N e u st a d t a. H. Die Stadt hat von der kürzlich verstorbenen Frau Eoa Sauter etwa 150.000 M. geerbt. Die Freude darüber wird nun getrübt durch . er rr. :u . ! .1 -IL-l. einige rocenc, oiz oercu cuigcicuct sind. Außerdem sind noch Schulden ZU decken, wobei auch die Frage discutirt wird, ob nicht der bayerische Frauenverein. der das Sauterstift im Thal erbte, die Schulden der Erblasserin mitbezahlen soll. S p e y e r. Dieser Tage stürzte der einzige 16jährige Sohn des Direktors der hiesigen Kreis - Versuchs - Station Dr. Halenke, als er. wie er das schon wiederholt gethan hatte, aus seinem im dritten Stock gelegenen Zimmer mit Hilfe einer von ihm selbst gefertigten Leiter auf das flache Dach des Hauses klettern wollte, herunter und verletzte sich innerlich so schwer, daß er nach Verlauf von zwei Stunden verstarb. Zweibrücken. Ein unheimlicher Gast herrscht zur Zeit hier, der Typhus. Schon eine Reihe Opfer hat die Epidemie gefordert. Mürttemberg. Herrenberg. In einer der letzten Nächte wurde der auf dem Grade des verstorbenen Bankkasstrers Klaibcr befindliche Grabstein von unbekannter Hand demolirt. In dieser Rohheit vermuthet man einen, Racheakt eines oder mehrerer Bankmitglieder, welche beim Bankkrach Verluste gehabt haben. Nach dem Thäter wird gefahndet. Jagstfeld. Seit mehreren Tagen wird I. Utzmann. Restaurateur hier, vermißt. Da derselbe schon ein'rge Zeit an Schwermuth litt und die seither zu Hause aufbewahrte Pistole nebst Patronen fehlen, wird vermuthet, daß er Hand an sich gelegt hat. Leonberg. Wegen veruntreuter Pflegschaftsgelder wurde Schreinermeister I. aus Rutesheim durch das K. Oöeramts.encht verhört. Als derselbe im Wartezimmer war, sprang er durch das Fenster, wobei er sich die Füße derart verstauchte, daß er in ärztliche Behandlung genommen w:rden mußte. Ludwigsburg. In Oßweil brannte die mit Fruchten aller Art gefüllte Scheuer der Gemeinderathswittwe Klctt vollständig nieder. Saden. F r e i b u r g. Die Wittwe Kunigunde St. aus Neudenau Hai sich in einem Anfall von Geistesstörung aus dem Spital drer Stock hoch herabge stürzt und war sofort todt. Oekonom Jak. Kammuller. vom Hinteren Lorettohof wurde von einer Kuh so auf den Leib getreten, daß er starb. Meßkirch. Der 15 Jahre alte Otto Gabele hat sich aus LebenZüberdruß" erhängt. Die Tochter des Schuhmachers I. Bauer stürzte von einer Leiter auf die Tenne herab und erlitt so schwere Verletzungen, daß sie bald darauf starb. T o d t n a u. Das Project, Errichtung einer elektrischen Anlage für Kraftübertragung und Beleuchtung in hiesiger Stadt, ist wieder um einen be deutenden Schritt gefördert, worden. Wie man Hort, ist es gelungen, zwr schen dem Gemeinderath und der be treffenden Gesellschaft einen Vertrag zu vereinbaren, der beide Theile befriedigt. Gestrrek!x.ZFaarn. B o z e n. Hier wurde ein Juwelen dieb Namens Seekircher aus Zillerthal verhaftet, der in den letzten Tagen dem Grafen Ernst Dürckheim nächst Köln im Coupe Pretiosen im Werthe von 10.000 Mark stahl. Pilsen. Aus dem GefangenenHause des hiesigen Kreisgerichts sind zwei gefährliche Verbrecher entflohen, und zwar der von den Geschworenen wegen Gewaltthätigkeit zu zweijährigem Kerker verurtheilte Jakob Herlik und der wegen Todtschlags in Untersuchungshaft befindliche Zigeuner Ruzika. Sie erbrachen die Thüre der Zelle und durchfeilten die Gitterstangen des auf das Dach des Nachbarhauses führenden Gangfenfters und ließen sich an zusammengebundenen Decken in den Hof des Nebenhauses hinab, von wo sie entflohen. Die zurllckzebliebenen Mithäftlinge behaupten, geschlafen zu haben. Schwekx. St. Gallen. Hier starb Lithograph Chr. Bischof. Chef und Inhaber der Firma I. .Tribelhorn. AltLandammann Joh. Segmüller von Altstätten ist im Alter von 74 Jahren einem Schlazanfall erlegen. S ch w y z. In der Nähe von Arth wurde ein gewisser Jacob Furrer von Uri .daS Opfer eines gefährlichen Raubmordes. Ein der That verdächtiger Italiener ist zur Untersuchung hier eingeliefert worden. Zürich. Dieser Tage wurde im Bahnhof Zürich der junge tüchtige Condukteur Arnold Habersaat von Hausen von einem einfahrenden Zug erfaßt und in Stücke zerrissen. Auf dem Hirschenplatz wure der Handelsmann Forster von Wiedikon von Unbekannten erstoen. .,,.. Wle :n zenen langst verschwundenen Tagen, als das Dampfroß unbekannt war. so wird neuerdings in gewissen Gegenden der Maulesel zum Waarentransport gebraucht. Zwischen, Fresno und Stockton ist soeben eine regelmäßige Frachtwagenverbindung etablirt worden, um die Southern Pacific Eisenbahn zur Herabsetzung ihrer exorbitanten Raten zu zwingen. DaS gleiche Experiment ist frühe? schon einmal mit Erfolg gemacht worden. Die mit sechs Mauleseln bespannten Wagen befördern beispielsweise Zucker nach Stockton, wo eine Dampferverbindung .mit San Francisco besteht, um 53 die Tonne billiger, als die Eisenbahn, und die Unternehmer, offeriren auch für den Transport anderer Waaren niedrigere Raten. Die Kaufleute jener Gegend sind dem Unternehmen freundlich ge sinnt. ,

Sksrelung von Sommersprossen

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