Indiana Tribüne, Volume 19, Number 79, Indianapolis, Marion County, 6 December 1895 — Page 2
Zndtüns Tribüne.
Erfcheim Täglich nud Sonutagv. rie tözliche. Tribüne" kostet durch den TrSger 12 G:&t3 per 23c5e, die eonntagSTridüne" Ce:? per Woche. Oetde infamsten 15 Cent de eZlleatS yeztfaKftt. Per Post außerhalb de, itadt uLeschickt 1 Voraubbezkhlung I? per 'Jr. cm iß Süd Alabama Straße. SiUiasjpoite, 3r.6., 6 Dezember '95. ' ?lne demaöNrte el&ftt." In der englisch; prechenden Welt mtJü 31221 Theil auch in anderen Jtrei scn :.".acht wieder ein Skandal ersten SJangel, der jüngst in weitere Kreise gerungen ist, großes Aufsehen!. Es s:r.d ausschließlich Persönlichkeiten der vornihirren Gesellschaft in diesen Sfanbal verwickelt, dessen Mittelpunkt Niemand anders ist, als die namentlich wegen ihrer Thätigkeit für die Aussätzigen in Sibirien so berühmt ge wordene Amerikanerin Kate Marsden. Der Leser hat vielleicht bei der einen oder anderen Gelegenheit dieses unternehmende Weib zu Pferde adgebildet gesehen, vielleicht sie auch, wenn er die Eolumbische Weltausstellung öfter besucht haben sollte, persönlich flüchtig kennen gelernt. Sie ist ohne -Zweifel eine bemerkenswerthe Personlichkeit, obgleich die Auslassungen einiger englischer Zeitschriften über ihre auffallende Schönheit- eitel Gefasel waren oder doch nur bezüglich des Auffallenden- zutrafen. Ist sie doch der Gesellschaft des Rothen Kreuzes in manche blutige Schlacht gefolgt und hat sich vor dem Feuer des Feindes der Verwundeten-Pflege gewidmet, wofür sie manche Auszeichnung erhielt. Hat sie doch längere Zeit eine überaus rege Thätigkeit für die Opfer des asiatischen Aussatzes entwickelt und ist 14.000 Meilen weit nach Sibirien geritten, um ein geheimnißvolles Kraut zu finden, welches sichere Heilung dieser schrecklichen Krankheit bewirken sollte. Ohne Zweifel hat sie sich gar manche Verdienste erworben, welche ein versöhnendes Element in ihrem Eharakte? bilden, und es ist nicht mehr, als billig, gerade in diesem Augenblick auch daran zu erinnern. Nichtsdestoweniger zeigt ihre vorläufig im Sumpf der Schande unterge gangene Laufbahn, im Ganzen, wie leicht es für manche Personen ist, lange Zeit die ganze Welt, Fürsten, und gewöhnliche" Sterbliche, an der Nase herumzuführen. Hätte Max Nordau sein vielbesprochenes Buch über Entartung" heute noch zu schreiben, er würde jedenfalls nicht versäumen, unmittelbar neben, einem Oscar Wilde auch Kate Marsden zu erwähnen, welche u. A. einer Menge ähnlicher Dinge, wie Jener, nur in das Weibliche übertragen, beschuldigt, ja mehr als beschuldigt ist! J?n südlichen Theil des Franenpalastzs der Chicagoer Weltausstellung war eine Zeit lang auch ein Glaskasten zu bemerken, welcher einige Medaillen sowie eine Anzahl schmeichelhafter AnerkennungSschreiben von gekrönten Häuptern und anderen hervorragenden Persönlichkeiten enthielt, und um den Glaskasten war eine Anzahl Exemplare eines BucheS über Rußland und beson ders über die sibirischen Aussätzigen oufgeschichtet, welches Buch zu $2 in jeder Münzart verkauft wurde. Das war die Ausstellung der Kate Marsden, welche während gewisser Stunden daneben stand, eindrucksvoll, wie immer, über ihr 'Lebenswirken sprach und ziemlich viele Hörer und Käufer fand. Lange dauerte aber diese Herrlichkeit nicht. Schon ehe Kate dort erschien, waren; allerlei unbestimmte Anschulgungen gegen sie, bezüglich unterschlagener Gelder, die in Amerika. Europa und Australien für die Aussätzigen gesammelt worden waren, ihr vorausgegangen. Kate aber berief sich immer wieder auf jene glänzenden Änerkennungsschreiben, und die Anklagen fanden vorerst wenig Beachtung. Immerhin hatten sie zur Folge, daß Persönlichkeiten wie Mrs. Potter-Palmer (die bekannte Präsidentin des Frauen-De partements) und Prinzessin Schahowsky ihr die kalte Schulter" boten, ohne indeß ihre Reclamemacherei im Kleinen weiter zu stören. Aber Kate wollte ihr Redetalent an hervorragenderer Stelle zur Geltung bringen und suchte beim Vortragsbü reau des Frauen-Departements um Gelegenheit nach, von dessen Tribüne' herab über sociale Reinheit" zu sprechen. (Welcher Gegenstand gerade damals in manchen tonangebenden Damenkreisen zur Mode-Manie zu werden begann.) Merkwürdigerweise wur'kt gerade dieses Ersuchen schließlich zum Anlaß, diese gleißnerische Heiltge", von der einmal ein Bewunderer geschrieben hatte, daß ihr Leben am nächsten der Göttlichkeit komme", moralisch an den Pranger zu stellen. Da Mrö. Granms, von welcher die GeWährung dieses Ersuches in erster Linie ebhing, unmittelbar zuvor wieder ein Bündel Briefe erhalten hatte, in welcher diesmal bestimmt und eindringlich vor Kate Marsden gewarnt wurde.so erklärte sie Kate rundheraus.sie würde den Vortrag nur halten können, wenn sie sich von schweren Anschuldigungen, die gegen sie erhoben worden, zu reinigen vermöchte. Kate versprach, am nächsten Tag zu bestimmte? Stunde darüber Rechenschaft zu geben. In einer einsamen . Gallerie des KunstpalasteS fand die Besprechung statt, und es kamen dabei so schrecklich abstoßende Dinge zu Tage, daß Mrs. Grannis und die Zeuginnen vor Entsetzen kaum ein Wort über die Lippen brachten! Kate, die nicht gewußt hatte, daß die besagten Briefe, so gravirend sie auch waren, sich lediglich auf financielle Unregelmäßigkeiten bezogen, entrollte ein Register von Sittenverbrechen, welche die Feder wiederzugeben sich sträubt. Dinge, welche rech Alles übntreffen was rnaa auZ
oen verkommensten Zeiten des altröm!schen Kaiserreiches erzählt, und wovon diese Damen, noch gar nichts vernommen hatten. Während sie diese Dinge als gegen sie geschleuderte Anklagen behandelte, gab sie erschrecklich Vieles so gut wie völlig zu und flehte kläglich um Schutz. Zugleich war sie aber lühn genug, die Einsetzung eines internationalen Untersuchungs-Comites zu fordern. Kurz darauf verschwand der besagte Glaskasten, und Kate reiste unverzüzlich nach England ab. ES befaßte sich wirklich ein, Untersuchungscomite in London und eineS in St. Petersburg eingehend mit der Angelegenheit, 'lnd sämmtliche erwähnte und andere Anklagen wurden vollauf bestätigt! '3is dahin war der ganze Skandal noch immer in engeren Kreisen geblie5en. Indeß fehlte es auch in diesem Zall nicht an Zwischenträgern, und vor Kurzem wurde in den Londoner TimeS" die ganze Geschichte preisgegeben. Kate hatte die Unverfrorenheit, das Blatt zu verklagen, hat aber dieser Tage die Klage zurückgezogen. Sie soll sich gegenwärtig in Deutschland in 'ziemlicher Abgeschiedenheit aufhalten. Mit ihrer öffentlichen Wirksamkeit ist es wohl für immer vorbei. Sollten Diejenigen Recht haben. welche in den Vergehen dieser talentirten Person schließlich doch eineArt von Wahnsinn erblicken?
Ortest au Deutschland. Von Wilhelm Kaufmann. Dresden. 16. Nov. Wir haben Heuer ein Herbstwetter, daß man 'sich nach Amerika, in die volle Pracht des Jndianer-Sommer, zurückverset glauben kann. Herrliche, sonnrge Tage, die Luft fo klar wie im Mai und selbst die Abende mild und köstlich. Noch ist keine Flocke gefallen, nur der Morgenreif mahnt, daß dem Frieden nicht zu trauen. Die vielen Parks, die herrlichen trockenen Pfade, an denen Dresden und dessen Umgebung so reich ist. sind von Spaziergängern jetzt so belebt wie im Wonnemond. Im königlichen großen Garten, !dem so leicht erreichbaren Paradiese der Dresdener, waren gestern sogar die Tische und Stühle für das kaffeefchwelgende Publikum im Freien aufgestellt und die zahllosen alten Damen, welche in der kemiethlich un scheenen" Sachsenresidenz der Ruhe pflegten, zeigten keine Spur von ihrer sonst so großen Angst vor Zug Lind vor kalten Füßen, sondern nippten und stippten schmunzelnd unter aufgespannten Sonnenschirmen. Und .diese goldigen sonnigen Tage kommen nicht etwa vereinzelt, sondern lösen einander ab in schönster Folge. So war auch der Oktoöer von seltener Pracht und aus den Weingegenden kommen deshalb die hoffnungsvollsten Berichte. Die Trau,ien:rnte ist so reich ausgefallen, als im ;u!en Jahre 1593 und es läßt sich er.oartcn, daß auch in Bezug auf Qua iiiät der 9ö:r seinem jtoci Jahre älter:n Bruder kaum nachstehen wird. Vor einer Wo-che kam der große Krach". Die Sache sah zuerst sehr schlimm aus und es schien fast, als ob sich eine langandauernde Panik vorbereitete. Jedoch es ist schon wieder einige Besserung eingetreten. Man hat die Ursache des Krachs" rasch eingesehen, es war wieder die fürchterliche Ueberspeculation, das künstliche Hochtreiben fingirter Werthe. Betroffen werden hauptsächlich die Spieler und an. diese Sorte braucht man ja seine Sympathie nicht zu verschwenden. Und doch haben nicht wenige unter diesen Spielern einigen Anspruch auf Sympathie, denn sie sind blind in den Verderben bringenden Strudel hineingezogen worden. Sie müssen für ihren Vertrauensdusel und für ihre Unerfahrenheit doch gar zu sehr büßen, zumal es bei diesen Leuten ich meine die Klasse der kleinen Kapitalisten weniger die Gier nach gleißenden Schätzen gewesen ist, welche sie zum Mitspielen veranlaßte, sondern eine andere Ursache. Die europäischen Zeitungen müssen 'dem täglichen Kurszettel die größte Aufmerksamkeit zuwenden. Man verzeiht der Zeitung Fadheit und Unzuverlässigkeit auf allen anderen Gebieten eher, als auf diesem. Die sogenannten Movgenzeiwngen Deutschlands, welche in den Abendstunden gedruckt werden, müssen, die für deutsche Preßverhältnisse fast unerhörte Anstrengung! machen und die letzten Kurse d e s s e lb e n Tages noch aufnehmen. Große Zeitungen bringen seitenlange Kursberichte und auch die sog. Wurstblätter machen in. diesem Theile einen fast weltblattmäßigen Eindruck. Das Publikum zwingt eben, die sonst sehc conservativen Zeitungen zu dieser Einrichtung. Der Zinsfuß geht beständig zurück. Absolut sichere erste Hypotheken bringen nur noch 3j 3$ Procent, zweite Hypotheken 4 4$ Procent, wenn sie noch als ziemlich sicher gelten. Wirklich gute Staatspapiere werfen selten mehr ab als erste Hypotheken. Dabei steigern sich die Kosten der Lebenshalhing von Jahr zu Jahr. Wer sich mit einigem Comfort umgeben will, der braucht in einer deutschen Großstadt ldazu ungefähr dieselbe Summe, welche er in einer amerikanischn Stadt aufwenden müßte. So sind nun die kleinen Kapitalisten in einer übelen Lage. Diese Leute würden, wenn sie in den Ver. Staaten lebten, ihr erspartes oder ererbtes Geld in ein eigenes Haus stecken, würden sich miethsfrei zu machen suchen und hätten wahrscheinlich den Vortheil der sich beständig steigernden Grundbesitzwerthe, welche man in amerikanischen Großstädten bis jetzt noch (wer weiß aber, wie lange noch?) so ziemlich überall antrifft. Da wäre das Geld so sier gestellt, als man sich nur wünschen kann und eS ließe sich nicht so leicht mobil machen. Hier aber reizt das viele mobile Kapital, welches sich in den Händen der einigermaßen bemittelten Leute befindet, zu Speculationen. So geht man an die Börse, um ide? Ausfall, der durch die niedri-
gen zz:nia:en eingetreten lst. durch Gewinne zu decken. Der Bankier, welcher bei jeder Geschäftstransaktion seine Spesen einstreicht, also direkt am Spielen seiner Klienten interessirt ist, dient häufig genug als einziger Beratber bei diesen Anlagen, denn trotz täg-
wichen eifrigen Studiums der' Börsenberichte bringt es doch nur in den sei tensten Fällen ein kleiner Kapitalist zu denjenigen Kenntnissen des vielverzweigten Börsengetriebes, welche ihn befähigen, die Situation auch nur einigermaßen zu überschauen. Auch sind 'die guten Leute, welche sich glückliche Besitzer von einigen zehntausend Mark Kapital nennen, vielfach in geschäftlichen Dingen ganz unglaublich naiv. Zumal die Studirten unter ihnen, dann die große Zahl von Beamten, Pensionären. Officieren, dann die Wittwen und die große Zahl älterer Fräuleins, die der Klasse der kleinen Kapitalisten angehören. Diese VerHältnisse muß man wohl bedenken, wenn man erfährt, daß viele Hunderte von Millionen Mark im Laufe der letzten zehn Jahre allein in Deutschland verloren gegangen sind in Anlagen, denen ein einigermaßen klar sehender Geschäftsmann keinen Pfennig zugewendet haben würde. Das. total bankerotte Portugal schuldet den kleinen Kapitalisten Deutschlands, diesen sorgsamsten unter allen Sparern, eine Un masse Geld. Griechenland, welches womöglich noch fauler dasteht, lU Portugal, hat sich ebenfalls zum Betrage von Hunderten von Millionen in Deutschland eingenistet und für die jedenfalls recht zweifelhaften italienischen Papiere ist D.utschland das Hamptabsatzgebiet geworden, namentlich seitdem Italien als Dreibundsmacht angeblich dazu beiträgt, den Frieden in Europa aufrecht zuerhalten. Mit diesem Frieden hat es in den leten Wochen sehr precär gestanden, und das war, neben der ganz unglaublichen Ueberspekulation in fingirten Werthen, speciell neben dem offenbaren Schwindel, welchen man jetzt in Paris und London mit afrikanischen Goldshares treibt, wohl die HauptUrsache des großen Finanzkrachs vom 3. und 9. November. In der Türkei obt der Aufruhr. Von einer Provinz fliegt die Brandfackel in die andere. Es scheint ein systemloses Morden zu sein, ein gegenseitiges Abschlachten zwischen christlichen Armeniern und Jslamiten. In Bezug auf Rohheit und Grausamkeit gibt die eine der kämpfenden Parteien der anderen nichts nach. Durch die langandauernde Mißwirthschaft ist das ganze schöne Land, einst der Sitz hoher Cultur, an den Rand des Verderbens gebracht worden. Die halbbarbarischen Türken suchen nach einem Sündenbock und finden ihn in dem halbbarbarischen christlichen Armenier, der im Vertrauen auf seine christlichen Brüder im Westen, namentlich auf die frömmelnden Engländer, vielleicht etwas übermüthig ausgetreten sein mag. Resultat: Mord, .Brand und Verfolgung, völlige Entfachung der Bestie im Menschen und papierene Aufforderungen der Mächte an die Pforte, beide kämpfenden Parteien mit Aufgebot aller disponiblen Truppen niederzuschlagen. Das mag ja euch gelingen. Vielleicht werden noch einige tausend Menschen mehr im Orient todtgeschlagen, aber die Ruhe nraz nothdürftig wieder hergestellt werden, diejenige Ruhe in der Türkei, welcher die Mächte bedürfen, um selbst die Ruhe bei sich zu Hause zu wahren. Sogar Rußland scheint es auf keinen Krieg ankommen lassen zu wollen, obschon sich schwerlich jemals eine prächtigere Gelegenheit dargeboten hat zur Ausführung des sog. Testaments Peters des Großön. Noch niemals hatte Rußland eine so starke Stellung in Europa als gegenwärtig. Es verfügt jetzt über eine -ungeheure Militärmacht, welche zu einem beträchtlichen Theile mobil ist. Seine Finanzen sind in vorzüglichem Znstande. Es hält die Türkei fest umklammert. ES hat Frankreich für alle Fälle auf seiner Seite. Im letzten Kriege, dem dritten, den Rußland in diesem Jahrhundert gegen die Türken geführt hat. wurden die letzteren furchtbar geschwächt und Rußland verstärkte seine Positionen durch Einverleibung von Beßarabien, sowie der wichtigen Hafenstadt Bawm. Zu Anfang dieses. Jahrhunderts besaßen die Türken noch 'die ganze BalkanHalbinsel, jetzt gehört ihnen davon, abgesehen von 'dem sehr unzuverlässigen Macedonien, eigentlich nur noch der Zipfel, welcher die nächste Umgebung von Constantinopel bildet. So krank wie jetzt ist der Türke wohl noch nie gewesen. Vielleicht ist eö nur die Unentschlossenheit des jetzigen Zaren, wodurch diese merkwürdige Mäßigung des sonst so raublusrigen russischen Bären veranlaßt wird. .Schwächlinge auf den Thronen sind in dieser Zeit des bewaffneten Friedens, vielleicht die besten Friedensbürgschaften. Im schläfrigen, gemüthlichen Wien gibt's a Hetz". Der von den Antifemiten gewählte Bürgermeister Lueger ist von der Krone nicht bestätigt wor den; nachdem der Gemeinderath Lueger nochmals wählte, wurde diese Vertretung der Bürger und Steuerzahler Wiens aufgelöst. Zweifellos ist dieser Lueger ein ganz schlimmer Demagoze. Aber er ist rechtmäßig von den Vertretern des Volkes gewählt worden und zwar mit einer ungeheuren Mehrheit. Die Nichtbestätigung stellt sich alS nichts anderes dar, als einen Akt zur Beseitigung des Volkswillens, als einen schweren Eingriff in das Recht der Selbstverwaltung. Die Partei aber, welche solchem Vorgehen Beifall klatscht, nennt sich die liberale Partei, dieselbe, welche früher so oft mit demokratischen Tendenzen liebäugelte. Diese grundverkehrte Haltung des Mieter Liberalismus muß den antisemitischen Hetzern natürlich hoch willkommen sein. Die Neuwahlen werden sicherlich bedeutende Verstärkungen der Judenhetzer aufzuweifen haben und daran sind die Juden, welche im jetztgen Wiener Liberalismus, die größte Rolle spielen, nicht zum Wenigsten 5k?bJ slbuld.
Licbkliecht ist gestern in Vreslau zu 4 Monaten Gefängniß wegen Majestätsbeleidigung verurtheilt worden, begangen in der Rede, mit welcher der Breslauer Socialisten-Tag eröffnet
worden lst. Bci dieser Verurteilung ist der sog. Eoentual-Dolus anzeweadet worden, das wunderbare Ding, welches man jetzt häufiger bei Majestätsbeleidigungsprocessen benützt. Das Gericht hat erkannt, daß Liebknecht nicht die Absicht gehabt habe, den Kaiser zu beleidigen. Ferner lautet das Erkenntniß dahin, daß Liebknecht seine Worte so vorsichtig gewählt habe, um keine Majestätsöeleid:gung zu begehen. Aber", heißt es nun weiter, der Angeklagte hätte sich sagen müssen und hat auch damit gerechnet, wie das Gericht als festgestellt erachtet, daß unter den Zuhörern sich Leute befunden haben mögen, welche Liebknechts Worte als Beleidigung des Kaisers hätten auffassen können. Deshalb muß der 70jährige Liebknecht vier Monate im Gefängniß sitzen. . Das Urtheil mag verstehen, wer kann. Ein Laie ist dazu absolut unfähig. Auch in der juristischen Fachpresse ist der Eventual-DoluS" in letz, terer Zeit vielfach angegriffen worden. Wird er allgemein zur Anwendung gebracht, so ist eS ziemlich auS mit der Rede- und Preßfreiheit. Denn welcher Redner oder Redakteur wird feine Worte so setzen können, daß nicht lr gend eine Gruppe von beschränkten oder böswilligen Zuhörern, oder Lesern etwas anderes daraus construiren kann. alS was der Redner beabsichtigt hat. Ganz abgesehen von den Consequenzen, welche solche Rechts sprechung für die davon Betroffenen hat wird dadurch der Glaube und daS Vertrauen des Volkes in die Rechtsprechung er schüttert. Der Eveniual-Dolus" ist, wie schon gesazt. ein von den gelehrten Juristen v:el umstrittener Punkt, für die breite Masse des Volkes ist er ein ganz unbegreifliches Ding und man hat doch auch früher ohne dasselbe aus kommen können. Am selben Tage, an welchem Lieb, knccht das Urtheil gesprochen wurde, stand in Berlin ein antisemitischer Redakteur. Herr Karl Kern vom Deut schen Michel", vor den Schranken. Er sollte die Kaiserin Friedrich beleidigt haben. Die Kaiserin Friedrich hatte während ihres Aufenthalts in England, mit ihrem Bruder, dem Prinzen von Wales, einem Diner bei Rothschild beigewohnt und soll im Garten des Rothschilds später einen Baum gepflanzt haben. Kern wurde der Beleidigung der Kaiserin Friedrich überführt und zu zwei Monaten Festungshaft verurtheilt. Im Kern'schen Falle ist die Be. leidigung ziemlich offen ausgesprochen, im Liebknecht'schen Falle wird der Eventual-Dolus angewendet um eine viermonatliche Ge'sängnißstrafe - zu rechtfertigen. Der .Deutsche Michel" benutzte diese Thatsache zu einer Persiflage, indem er ein Monarchen-Dlner bei Cohn und Rosenberg 'schilderte. ' Diese Bevorzu gung Rothschild's, so wird dann in dem Artikel des Deutschen Michelweiter erzählt, habe den UnwillenCohn und Rosenberg's erregt und diese hätten sich nun vorgenommen, Rothschild zu übertrulnpfen und ein FürstenDiner zu geben, welches noch 1 Gänge mehr umfassen sollte, als das Rothschild'sche. Da deutsche Fürsten sich zu einem Dinerbesuche bei Cohn und Rosenberg nicht hergegeben, hätten sich letztere an exotische Fürstlichkeiten wenden müssen, aber auch von dort nur Absagen erhalten. Einer der schwär zen Fürsten habe geantwortet, daß er Ueber zeitlebens im Kerker schmachten wolle, als sich zum Schaustück eines jüdischen Börsenspeculanten Herzug;ben. Nach allerlei Wendungen heißt es: Der Freiherrn-Titel mache nicht den Bankier; vor dem Adel der Rothschild's empfinde kein schmutziger Bettler Respekt, die ihm erwiesene hohe und allerhöchste , Achtung gelte doch nicht seiner Verson. Der Angekagte bestritt, die Absicht oder auch nur das Bewußtsein gehabt zu haben, die Kai serin Friedrich zu beleidigen. Der Deutsche Michel" sei ein streng monarchisches Blatt und der Artikel sollte nur die jüdische Dreistigkeit versifliren, die sich an die allerhöchsten Personen heran dränge und in der liberalen Presse aus jenem Besuch bei Rothschild Kapital für dasJudenthum habe schfo gen wollen. In Preußen werden alle politischen Processe vor Berussrichtern verhandelt, nicht vor Geschworenen, wie es in Bayern geschieht. So kommt es, daß vor Kurzem tm Redakteur in Nürnberg von der Anklage der Majestät beleidigung freigesprochen wurde wegen genau desselben Artikels, wegen dessen ein Leipziger Redakteur von Berufsrichtern zu fünf Monaten Gefängniß verurthetlt worden ist.' Und in Kiel wurde in der letzten Woche einein socialistischen, Redakteur sogar neun Monate Gefängniß zuerkannt wegen Abdruck desselben Artikels, welcher in Nürnberg durch bürgerliche Geschworeneals einwandsfrei befunden wurde, in Leipzig aber ebensalls eine Veru-rtheilung nach sich zog. Der Liebknecht'schs - Fall wird vor das Reichsgericht gebracht werden und man ist sehr gespannt darauf, wie sich dieser höchste Gerichtshof! Deutschlands mit dem bei Liebknecht angewendeten 5ventual-Dolus" abfinden mag. Hat doch das Reichsgericht früher ausgesprachen, zur Erfüllung des ThatbestandeS der Makstätsbeleidigung .sei es erforderlich, daß die Verlautbarung der Kundgebung demWillen deS Kund, gebenden entsprach und daß er dabei des für den Kaiser ehrenkränkenden Charakters sich bewußt war. Diese frühere Entscheidung des Reichsgerichts steht in direktem Widerspruche zu dem Urtheile im Falle Liebknecht. Der Vorwärts" erinnert aus der deutschen Rechtspflege an einen anderen Fall, in welchem der Dolus even tualis in Erscheinung getreten ist. Eine socialistische Rednerin, Frau Ottilic Baade? hatte in der Umgegend
von Beru, in Pantow oder Beknäu, einen Vortrag gehalten, und der überwachende Gendarm hatte als gewissenhafter Beamter aufnotirt und später beschworen, die Rednerin sei plötzlich in den Ruf auögebrochen: Auf, ihr Männer, zu den Waffen!" Die Red-
xstxm wurde angeklagt und wies glaubhaft nach, daß sie nicht derartiges gesagt, sondern nur vom Kampfe mit geistigen Wafen gesprochen. Der Gerichtshof pflichtete ihr bei, verurtheilte sie aber dennoch auf Grund folgender Erwägung: Der Gendarm hat die von ihm notirten Worte irrthümlich so verstanden. Da viele der Zuhörer auf dem nämlichen Bildungsniveau standen, wie der Gendarm, konnten sie die Worte in der nämlichen Weise mißverstehen. Das hätte sich die Redne rin sagen müssen: dolus eventualis Verurtheilung wegen Aufreizung! Ganz der Dolus im Gewände des Lrebnecht'schen Processes,' nur mit einem feinen Unterschiede. Denn im Fall Baader war doch wenigstens das Bindeglied vorhanden: ein lebendiger Zeuge, .der Gendarm, welcher ein Wort thatsachlich mißverstanden hatte. Im Fall Liebknecht fehlt dieserS Bindealied eö ist ein juristisches rnissing link. Das Mißverständniß beruht in diesem Falle auf einer bloßen Annahme der Staatsanwaltschaft, der sich der Gerichtshof anschloß. Ja, der überwachende Beamte, sonst immer ein maß, gebendes Glied bei staatsanwaltschaftlicbpn Schlußfolgernngen hat diesmal nichts mißverstanden. Er hat keine Majestäts beleidigung heraushört, weder eine direkte noch eine indirekte. Frühere PrSsidentenbotschafte. Nicht mmer waren die JahreSbotschaften unserer Präsidenten langathmiae, phrasenreiche Rresendocumente und der Schrecken der Uebersetzer viel . mehr noch, als die längsten Thronreden" der Könige und Königinnen sondern das sind sie erst in verhältnißmäßig neuer Zeit. Erst gab es überhaupt keine schriftlichen Prästdenten-Botfchaften. Wader Washington, noch Adams haben eine solche an den Congreß bei seinem ersten Zusammentreten gefandt, sondern sie hielten! Reden, welche vom Congreß auf der Stelle beantwortet wurden. Won Washington sind gar keine Votschaften erhalten geblieben, waS auf ihr Verbrennen im Capitol zurückzuführen ist. ' Die Botschafts-Manustripte Jeffersons zeigen sämmtlich eine auffallende Gleichgiltigkeid gegen amtlich Formalität und überhaupt eine nichts wemger als sorgfältige Vorbereitung, aber wie Alles, was Jefferson geschrieben, eine directe und kräftige Redeweise; er schrieb auf sehr gewöhnliches Papier von gar nicht officiellem" Formate, und radirte und änderte Vieles, oder klebte sogar mit rothen Oblaten zu. Kn-?pheit dr Präsidenten-sBotschaften blieb sehr lange die Regel. Deutsche Local'Nachrichten. fTantttbTn Berlin. Ein neues Opfer des Vanschwrndels ist der 57 Jahre alte Malermeister Eduard Müller geworden. Derselbe hatte sich durch groue Verluste, die er bei verschiedenen Bauten erlitten, ein Nervenleiden zugezogen. Dieser Tage erhängte sich der Unglückliche in feiner Wohnung an der Schnur seines Schlafrockes. Seine Frau fand ihn erst als Leiche vor. Der Vorsteher des Berliner 6 4. Pojtamtes Unter den Lmden. Post-Direk tor Johannesson, stürzte sich in die Spree. Er wurde noch lebend yerau gezogen und nach der Charite gebracht. Er soll in den letzten Tagen wiederholt Spuren von Geistesumnachtung gezeigt haben. Nach Amerika verduftet 1 1 der ca. 30jährige, in Berlin bei seinen Eltern wohnhast gewesene praktische Arzt Dr. Hermann Stadrsinger. Derselbe hatte sich an einer Patientin sittlich vergangen, und es war deßhalb die Untersuchung gegen ihn eingeleitet worden. der er sich durch die Flucht entzogen hat. Dr. Stadtsinger ist bereits in New Iork eingetroffen, wo er sich mit einem gleichzesinnten Collegen, dem wegen erneS Sittlichkeitsvergehens -zu drei Monaten Gefängniß verurtheilten und deßwegen ebenfalls ausgerückten Arzt Dr. Eduard MemelSdorf associirt hat. Vrovtns vstpruft,n. I n st e r b u r g. In der Nacht um zwei Uhr entstand in der Scheune des Gutsbesitzers Kogel, Abbau Gaudrienen bei Jodlanken, Feuer, das sehr schnell um sich griff und sämmtliche Wirthschaftsgebäude mit fast allem todten und lebenden Inventarium vernichtete. Herr Kogel ist nur mäßig versichert und erleidet einen bedeutenden Schaden. Offenbar liegt hier böswillige Brandstiftung vor. Königsberg. Der Kaiser hat seinen Grundbesitz in Ostpreußen vermehrt, indem er für 120.000 Mark etwa 100 Morgen Land und vier Wohnhäuser bei Thcerbude angekauft hat. Der von einem Wachtposten durch einen Schuß in die Brust schwer verwundete Emil Funk wird nicht mit dem Leben davonkommen, da sich sein Zustand bedeutend verschlimmert yat. Einer der Angreifer wurde von dem insultirten Posten durch einen Schuß sofort todt zu Boden gestreckt. M i e r u m s k e n. Hier fand unter großer Betheiligung die Feier des 350jährigen Bestehens der hiesigen Kirche und im Anschluß daran die Neueinweihung des vollstänldig durchgebauten Gotteshauses statt. Der Kaiser hatte zu diesem Bau 2400 M. gespendet, und außerdem waren viele Stiftungen von Gemeindegliedern gemacht worden, so daß es möglich wurde, die Kirche recht würdig auszubauen und recht würdig zu schmücken. VriVtn, Mstpreugen. Danzig. Beim Kentern eineS Bootes unweit von Kahlberg ertranken drei darin befindliche Fischn. Sämmt
liche sind verhelrathe:.' " Xle LcZchen sind noch nicht gefunden. Neuteich. Sanitätsrath Dr. Ziegler feierte in voller Rüstigkeit sein 60jährigeS Bürgerjuöiläum. Nachdem bereits am Morgen unsere sangeskundigen Herren dem Jubilar ein Ständ chen gebracht hatten, beglückwünschte ihn am Vormittag eine Deputation der städtischen Behörden. Schön eck. Nachdem in dem nahen Dorse Schwarzhof etwa 100 Personen n der schrecklichen Ruhrkrankbeit dahingerafft sind, ist die entsetzliche Krankheit durch eine Rübenarbeiterfrau auch hier eingeschleppt. Es sind bis jetzt 3 Personen erkrankt. Die umfassendsten Sicherheitsmaßregeln sind seitens des hiesigen Kreiswundarztes angeordnet. S t u h m. In diesem Monat werden die Cechan'schen Eheleute in Barewitz die goldene Hochzeit begehen. Vrovinz Vommern. Köslin Die Frage einer ergiebigen Wasserleitung für unsere Stadt beschäftigt schon lange die städtischen Behörden, und die Stadtverordneten haben sich wieder mit einer neuen Vorläge in dieser Sache beschäftigt, der sie auch dem Antrage des Magistrats gemaß zustimmten. Es sollen neue Vohrungen im Gollen von Herrn Gräuer vorgenommen werden, und zwar verpflichtet sich derselbe, zunächst auf eigene Kosten auf Wasser bohren zu lassen, erst wenn die Wasserergiebigkeit festgestellt ist, verlangt er eine Entschädigung von 10.000 Mark von der Stadt. Stettin. Das Schwurgericht verurtheilte den Zimmermann Friedrich Punzel auS Stecklm, der im August seine Ehefrau mit einem Spaten erschlagen hatte, zu 12 Jahren Zuchthaus. Auf dem Kohlenhof der Hedwigshütte ereimiete sich ein schwerer Unglücksfall. Ein mit Kohlen beladener Kippwagen stürzte vom Schienensträng herab. Der Arbeiter Börner, der auf dem Wagen faß, wurde herabgeschleudert und brach das Genick. Der Arbeiter Retzlaff, auf den der Wagen fiel, erlitt tödtliche Verletzungen. Die Hedwigshütte gehört der Firma James Stevenson. Stolp. Zwei gefährliche Verbrecher sind aus dem hiesigen GerichtSgefängniß entwichen; der wegen Einbruchs und Körperverletzung, zu 8z Jahren Zuchthaus verurtheilte Arbeiter Giefe und der wegen schwererDiebstähle in Untersuchungshaft befindliche Arbeiter Vanselow. Vrovinz Posen. G rauben z. Rußland hat den aus dem Thorner Gefängniß entsprungenen Wilddieb Anton Kopiestecki, den Mörder des Barons v. d. Goltz. ausgeliefert. Kopiestecki, der wegen dieses Mordes zu lebenslänglichem Zuchthaus verurtheilt ist, wurde in das Zuchthaus zu Graudenz abgeliefert. M e s e r i h. Die hiesige Strafkam mer verurthetlte neulich denBürgermeister Gruschke aus Braetz wegen Urkundenfalschung, Unterschlagung. Untreue undBetruges zu drei Jahren Gefängniß und drei Jahren Ehrenderlust. Außerdem wird sich Gruschke noch wegen mehrerer Amtsverbrechen
bor dem Schwurgericht zu verantwor ten haben. Posen. Vier junge Damen auS besseren Kreisen sind verschwunden ohne auch nur die geringste Spur zu rückgelassen zu haben. Die vier Evaölochte? haben nicht etwa, wie vielleicht mancher glauben durfte, auS Liebes gram zu Gift, Dolch oder sonst einem Mordinstrument gegriffen, obgleich Liebe das Hauptmotiv lhreS rathsel haften Verfchwindens ist, nein, sie ha ben sich entführen lassen. Ueber die Entführer selbst, sowie den Ort der Fluchtigen, herrscht geheimnißvolles Dinkel. Der Kanzleirath Kruvka von der Intendantur des 8. Armeecorps, sowie der Jntendantur-Secre tär Becker wurden wegen schweren Amtsvergehens verhaftet. Provinz Schleswig-Jolstein. Altona. Neulich Abends brach in Ottensen in der Holstentwiete Feuer aus,wodurch die Dachpappsnfabrik von Steinert, die Eisengießerei von Tietz und verschiedene nahegelegene Gebäude zerstört wurden. Der Gesammtscha den ist bedeutend; die Pferde und sämmtliches Vieh wurden mit Mühe gerettet; Menschen sind nicht verletzt. Nach drer Stunden war der Brand be Wältigt. Kiel. Eine Falschmünzerbande, welche längere Zeit hindurch falsche Zwei- und Dreimarkstücke' in Umlauf gebracht hatte, wurde hier entdeckt und verhaftet. Eine Frau, in deren WobnungFalsifikate gefunden wurden, und die man ebenfalls verhaftete, gab me rere Personen als Schuldige an. Die Band besteht zumeist auö Personen, die bereits wegen Falschmünzerei vorbestraft sind. Schleswig. Geh. Rath Doktor Schneider, hervorragender theologischer und pädagogischer Schriftsteller, starb in Folge Schlaganfalles. Bei Gudow im Lauenburgischen ist daö GeHöft Wasserkrug, bestehend auö Wohnaebäude und drei Scheuern, ein Raub der Flammen geworden. 63 Stück Vieh sind umgekommen. Vvovlnt &annovtv Hildes he im. Der Polizeisergeant, der s. Z. beim Transport eines anscheinend geisteskranken Gefangenen in die hiesige Irrenanstalt im Eisenbahnwagen zwischen Lehrte und Sehnde gräßlich zugerichtet wurde, ist nunmehr nach 10jwöchigem Krankenlager auö dem Hildesheimer Krankenhaus nach Verlust des einen Auges entlassen worden ; die Sehkraft deö anderen AugeS ist ihm erhalten geblieben. Northeim. Der Maurermeister Wilhelm Frankenberg (Firma Gebrü der Frankenberg) hier hat gelegentlich seiner silbernen HochzeitSfeier für seine Arbeiter 5000 M. gestiftet; von den Zinsen dieser Summe sollen bei etwa!gen Unfällen die Familienangehörigen unterstützt werden. Am Abend wurde dem Jubelpaare seitens der Arbeiter ein Fackelzug ' gebracht.
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