Indiana Tribüne, Volume 19, Number 76, Indianapolis, Marion County, 3 December 1895 — Page 1

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iroiners, I Gditonelles. Während die europäischen Großmächte müßig bleiben, glht daS Moroen und Niederbrennen im Türken lande weiter. Die Lge ist eine ganz eigenthümliche, doch könnte ihr wchl mit einem Schlage ein Ende gemoch werben, wenn die Eifersucht unter den iächten nicht eine par zu große wäre. Der Sultan befürchtet, und wahrscheinlich nicht mit Unrecht, daß U geringste Einschreiten der Mächte einen Aufstand hervorufk, er selbst aber ist ! machtlos, den Mitz,leien Einhalt zu thun. Bricht aber ein Aufwand gege? den Sultan aus, dann ist der Bestand deö türkischen Reiche? in Gefahr und waS dann anfangen? Rußland und England dürfen kein Jota ihres Prestigeö bei den Moslemiten verlieren, denn beide besitzen im Oriente Länder mit großer moölemitischer Bevölke rung. DaS Streben nach dem Besitze von Konstantincpel ist in Rußland fast traditionell geworden, aber England kann daö nicht zugeben, ohne seine im Orient ,u g.fSh.d.n So lange kern Verständniß über die g Theilung der Beute statt'V siet, so lange ist auch keine Wahr. scheinlickkeit für ein aemeinschaftlickeS Vorgehen der Mächte v?rhanen. ' lge es rrgenowte oermiettn wer iv v v:. r v.. ln iann, icnn ic eucn, rn uenen eine Macht, besitze sie auch noch so viel Sci6flBetttaucn, einen Krieg veran. ßt, sind vorbei, und ein solcher kann Ui6it urch das Vorgehen einer Ein i r i r . . c . m eimamr oeroo,gerusen weroen. vzin Kri-g erfordert heutzutage so furcht bare Opfer an Geld und Menschen, daß sich selbst die größte Macht zehn Mal besinnt, ehe sie einen solchen heraufbeschwört. Bis jetzt aber haben die Mächte noch keinen Einigung?Punkt gefunden, und ob sie ihn finden werden, bleibt abzuwarten. Der Schriftsteller und Maler F. Hopkinson Smith, der vor einigen Ta gen aus dem Orient zurückgekommen. sprach sich einem Vertreter des Bo sion cterolb" aeaenüber über ht orientalif&en Wirren des Weiteren . u v foa( unter andftm : ..Wäb. ' " ' dick dort war. hatte ick in Ge soräcken mit dem Gesandten Terrell und zwei Adjutanten 'dkö Sultans etegeny'ti, vle wayren yariacyen betreffs der armenischen Greuel zu erfahren. 3n unserem Lande wurde daS Ganze falsch derstanden, wenn nicht falsch darge stellt. Die Wurzel deS Uebels liegt in den Missionären, welche von Eng land und Amerlka nach Armenien ge f I ' Ji . k Ol ."i . . V CO.t. l'lll werven. npaii vem jüouc zu t-.tt f .- c. v. ra co.t..r . jrl,rn, ucn it um v&uuicn er acoci lioti uno der Zstttracht, mdem sie rynen lagen, oap sie icyieql oeyanoeir ? r r . vr.rT- r . i . f i . werden. Sie haben die Schwierig-. keiten hervorgerufen und auf ihren Häuptern ruht die Verantwortung dafür." ES ist nun zwar Uebertreibung, wenn er ferner sagt, daß er übe? die ganze Erde gereist sei und keinen zivilisirteren, humaneren, intelligenteren, reineren und keuscheren Menschen als den typischen Türken gefunden' habe. DaS ist, alle Vorzüge deS Türken zugegeben, mehr als Uebertreibung, eS

jlst beinahe eine Absurdität, aber er'lüng der Grenze von Alaska und die

hat Recht, wenn er die Missionäre als j Beilegung der venezuelischen Frage Leute bezeichnet, welche wenig Bil-, durch ein Schiedsgericht auö. dung besitzen, auf irgend einer Mif-j Der Präsident theilt mit, daß er sich fionöschule ein biöchen Latein und über daS Verfahren der russischen ConGriechisch gelernt ipbn und für ihren ' suln beschwert habe, welche Applikan-

Beruf absolut unfah-z sind. Dann und wann", sagte', Azoren wir von einem Madchen in einem Landstadt - chkN, welches glaubt eine Mission ZU haben. Heiden zu bekehren. Eö wäre besser für sie, ihren Missionötrieb in einer Fabrik ihre Städtchens auözu üben. Sie bildet sich ein eine neue Jungfrau von Orleans zu sein und man schickt sie nach der Türkei. ' Nun denken Sie sich der Türken Verwun .i derung und ihren Abscheu vor solchen Missionären. Physisch kräftige Menschen, betrachten sie ein solch verhutzelteS, bebrilltes Frauenzimmer mit un südlicher Verachtung. In Armenien besinden sich ganze Eo!onieen solcher Missionäre, die Leute, die zu ihnen kommen, sind verachtet, wird dann einmal einer geschlagen, donn machen die Mifsionäee einen Heidenspektakel, hetzen die Leute auf und ein allgemei ner Kampf ist da." Mit gut angebrachter Ironie fügte Smith hinzu : WaS haben wir die Türken in Bezug auf-Religion zu lehrei i Nichts, in vioöe uev,rdebung unsererseits, sie bekehren zu wol len. Sie wollen und sie brauchen unsere Religion nicht. Sie haben eine bessere, daS heißt b.sser für sie, nicht für unS. AlS ein Volk sind sie religiöser olS wir." Er schildert dann, wie jeder Türke dreimal taglib zum Gebet geht und meint dann mit beißender Satyre : Man versuche einmal im Gedränge von Wall Str. die Leute aufzuforsern, dieimU täglich in die Kirche zu gehen, und sehe zu, waS erfolgen wird. Wenn auch Vorstehende? als eine sehr unvollkommene Schilderung der Ursachen der armenischen Greuel zu bezeichnen ist, so ist doch Vieles daran sehr richtig, namentlich daS waS in Bezug auf die Missionäre gesagt wird. Oie Heidenbekehrung iü eine kostspielige und zwecklose Ueberspanntheit. Es giebt im eigenen Lande so viel zu reformiren und zu bekehren, daß eö eine Sünde ist. Geld und Energie darauf zu verwenden, in der Türkei, in Afrika oder China Heiden zu bekehren. Zn ihrem fanatischen Elfer machen die Missionäre meist nur daö Christenthum verhaßt. Wenn sich die Leute daheim nützlich machen und Andersgläubigen ruhig die Religion lassen würden, in denen sie großgezogen worden find, thäten sie viel besser daran. - Die Botschaft deS Präsi denten. Selbst wenn eS unS technisch möglich wäre, die ganze Botschaft des Präsidenten in der kurzen dazu gegebenen Zeit aufzusetzen, würden wir eö doch nicht thun, denn wir find überzeugt, daß nur wenige unserer Leser die Geduld hätten, sie zu lesen. Sie würde mindestens zwei ganze Seiten unseres Blattes füllen und selbst ein auöführ licher Auözug daraus ist langweilig, zumal in Wirklichkeit eine solche Bot schast ein unwichtiges gleichgiltigeS Instrument ist, daS nicht viel mehr als historisches Interesse hat. Der Präsident beschrankt sich dieö mal aus die auswärtigen Beziehungen und die Finanzen. 3m großen Ganzen ist das waS der Präsident über die auswärtig. n Beziehungen sagt nicht von sehr großem Interesse. Er erwähnt deS Krieges zwischen Zapan und China und der Nledermrtzelung von Missionären in China, sowie der durch daö kräftige Auftreten unserer Regierung erfolgten Bestrafung der Uebeltdäter. Dann erwähnt er deö Waller. Falles und sagt, daß die französische Regierung wohl die Akten über daö Verfahren eingeschickt, aber daö Beweismaterial verweiger: habe, doch werde die

Regierung sich bemühen dasselbe zu h'ute und Mittwoch. Gestrige Tembekommen und die Angelegenheit zu peratur: Mazimum 33 Grad, Mini-

, oerommen uno ore Angeiegenveil zu m . c . . einem zufriedenstellenden Abschluß au bringen. Der Präsident weist auf die Fleisch. Verbote in Deutschland und aus daS Vorgehen -kgen die VersicherungSgefellschaften hin und deutet an, daß zwar die Sache mit Vorsicht zu behandeln, i aber doch VergeltungSmaßregeln unserfeitS am Platze seien. In Bezug auf England spricht er die Hoffaurg auf endliche Erledigung der .Beringösee-Angelegenheit, die Rege -

ten um Pässe betreffs ihrer Religion

ausfragen, um dieselben in ihren Eigenthumsr - chten in Rußland zu schädigen, falls sie Juden find. In Bezug auf Cuba sagt der Präsiöent, daß unsere Zympathiecn natür- . l'cher Weise auf Seite der für ihre, Unabhängigkeit kämpfenden Kubaner sticn, daß wir aber trotzdem die VerPachtungen internationaler Beziehungen zu wahren hätten. In Bezug auf die Wirren in der Türkei sagt der Präsident, daß unser Gesandter alleS thue, waS möglich sti, um Amerikaner und deren Eigenthum in Armenien zu schützen, daß sich die Regierung sonst aber jede? Einmischung in die sogenannte orientalische Frage enthalte. In Folge der Ausdehnung unseres Handels mit fremden Nationen hält der Präsident eine Verbtsserung und AuSdebnung unseres ConsulardiensteS für nöthig, und er empichlt auch für die Gesandten die Beschaffung offizieller Amtswohnungen, würdig deS Landes, daö fie vertreten. Der Präsident geht dann auf die Finanzfrage über und nennt unser Tarissystem ein System deö Schutzeö Weniger auf Kosten der Massen. Sodann hält er Revue über die Vorgänge d.'r letzten Jahre auf dem Gebiete unseriS Finanzwesens, von dem Widerruf des Silberankaufsgesktziö bis heule und bespricht die Galekäufe von Seitei de Schatzamts und die AuSgabe von BoadS. Trotzdem nun in Folge dessen die verzinsliche Schuld um 1G2 Millionen gewachsen ist, so sind wir doch um keinen Schritt w iler, denn die Goldreserve ist wiederum aus 79 Millionen Dollars gesunken. Während vom 1 Januar 1879 big zum 14. Juli 1690, rn einer Periode von 11 Jahren, bloß etwa 23 Millionen Dollars in Gold auS dem Schatzamt gezogen wurden, belief sich der Betrag seitdem, also in weniger alö 5$ Jahren, mit Einschluß d.s für die Süberankäufe verausgabten EoldeS auf über 402 Millionen. Und nun drückt der Präsident die Ueberzeugung auö, daß die einzige Hilfe in der gänzlichen Zurückziehung der GreenbackS und der Schatzamtsnoten besteht, und daß daS durch die Aurgabe von Bonds zu niedrigem Zinsfuß geschehen könne. Dafür empfiehlt der Präsident, daß man den Nationalbanken gestatte, statt für 90 Prozent für den ganzen Betrag der deponnten Bonds Noten auözugeben und die Steuer auf die Zirkulation aus ein Viertel Prozent zu reduziren, jedenfalls aber die Gesetze so zu ändern, daß für die AuSgabe von Banknoten größere Fzciltäten bewilligt werden. Der Präsident meint, der Stand keö Schatzes habe nichts mit der Sache zu thun, es komme nicht darauf an, wie viel Geld im Schztzamte eingehe, fon der waS für Sorten Geld und Gold gebe jetzt nicht ein, das behalte Jeder zurück. Er spricht geradezu die (nach unserer Meinung vollkommen falsche) Anficht auS, daß eine Vergrößerung des Einkommens der Regierung an der Sachlage nichts ändere. Deö Weiteren spr-cht sich der Präsi dent sehr scharf und ausführlich gegen Freisilberpragunz auö und er schließt die Botschaft mit der Aufforderung die Ehre der Nation und ihren Kredit zu wahren. m in m m MlMMen. Inland. Wetteraussichten. Etwaö wärmeres, schöoeS Wetter mum 10 Grad. Eine falsche Zeugin. New Sork,2. Dez. Walter S. S. Lrngermann, welcher der Nothzucht. im ersten Grade, verübt gegen Barbara ' Aub, schuldig befunden worden war, warde heute vom Recorder Goff ent lassen, ehe eS zur Verkündigung deS UrlheilS kam. Fräulein Aub hat ein volles Gestandn'ß abgelegt und zuge- ' geen, daß sie Langermann ein großes Narecht gefügt habe und daß ex deS

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erorrcyene nicyr icyuidig t, Otni' Willen er verurtheilt wnrde. Der Recorder hob daS Verdikt der Jury auf und bewilligte Langermann einen neuen Prozeß. Derselbe wurde dann dem DctentionShause übergeben. um tn dem etwa folgenden Verfahren alö Zeuge zu dienen. Barbara Aub wure hierauf dem Gericht vorgeführt und unter der Be schuldigung des meineidigen Zeugnis, ses dem Staatsgkfä?tgNiß Überwiesen Es war bereits über Lanaermanns Antrag auf einen neuen Prozeß verhandelt und der Attrag abgelehnt worden, als Recorder Goff plötzl ch daS Wort ergriff und zunächst über den schlechten Ruf dcS Angeklagten sprach, dann aber mittheilte, daß Barbara Aub gestanden babe. das, ibre Be ziehungen zu ihm freiwillige gewesen seien. Der vorgeführten falschen Zeugin hielt der Recorder eine gehörige Moralpauke, ehe sie dem Stadtgefängniß überwiesen wurde. Langermann wurde unter $1,000 Bürgschaft gestellt, aber eS fanden sich Freunde, welche dieselbe für ihn leißeten, und er wurde auf freien Fuß gesetzt. -. Ausland. D i e A r b e i t o e r R e a k t i o n in Deutschland. Berlin, 2 Dez. Mit Spannung sieht man der Eröffnung des Reichstagö am Dienstag entgegen. Die Soz'aldemokraten sind entschlossen, tat wüste Treiben der Regierung der sozialistischen Partei gegenüber noch vor Weihnachten im Re'chötag zur Sprache zubringen. Die Regierung Hohenlohe soll zu einer Erklärung gedrängt werden. Man will autsi?iden, bis zu welchem Grade Reickskanzler von Hohenlohe mit der W llkürherrlchaft des preußischen Ministers von Koller einverstanden ist. Bekanntlich hieß eS, von Hohenlohe sei ein Gegner der Sller'schen Polizeiwirtbschaft. Bei d eser Gelegenheit dür te eS im Reichstag zu hitzigen Debatten kommen Jetzt soll auch Herr Sonnemann, Herausgeber der öekannten demokratischen Frankfurter Ztg." verhaftet werden. Und waö ist Herrn Scnn:mannS Vergehen ? Er hatte in einem Artikel daraus hingewiesen, wie sich die deutsche Regierung dadurch, daß sie den bei einem Brande im Harz verunglückten Leuten finanzielle Unterstützung (auS dem Reiche gehörigen Geldern) zu Theil werden ließ, ohne den Reichstag zu befragen, sich einer Uebertretung der Reichsverfassung zu Schulden kommen ließ. ES handle sich hier nicht um die Frage, meinte Herr Sonnemann, ob die bewilligte Summe gut oder schlecht angewandt worden, son der lediglich darum, ob sich die Re gierung über die Reichsverfassung hin wegsetzen darf. ES bandle sich hier um einen gefährlichen Präzedenzfall und daS.Vorgehen der Regierung ist ange thun, allgemein schlimmen Verdacht zu erregen. Die Sache soll von den süd deutschen Sozialdemokratin im Reich? tag zur Sprache gebracht werden. Die Stimmung in Deutschland ist eine sehr aufgeregte. Schon die erste Haussuchung rief in Berlin große Auf rezung hervor. Am Abend eilten große Menschenmengen in die großen Bierhallen der Lehren-, Karl-, Friedrich und der französischen Slraße, um die sen Ueberfall der Regierung zu be sprechen. Die Freisinnigen schlössen sich den Sozialisten in der Verdam münz der Regierung an und viele Nationalliberale und Antisemiten äußer ten sich ebenso bitter wie die Schüler von Bebel und Liebknecht. Niemand konnte den aufgeregten Gruppen zuhö ren, ohne sich darüber zu wudern, waö den Kaiser bewog, in solcher Weise daö ganze liberale Deutschland zur Sym pathie mit der Revolutionspartei zu treiben. ES heißt, der Kaiser horche auf kei nerlei Mahnungen seitens der gem! ßigten Elemente seiner Umgebung. Die treibende Kraft seiner von dem Minister zur Ausführung gebrachten Plane ist Niemand anders alö Graf zu Eulenburg und dessen Anhang, wounter sich auch d-r Eisenköaiz Baron von Stumm befindet. Eulenburg besitzt großen Einfluß auf den Kaiser Und eö war ihm deshalb leicht, WilHelm dem Zweiten die Idee in den Kopf zu setzen, daß. nur brutales, kom vromißloseö Vorgehen seitens der Je-

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