Indiana Tribüne, Volume 19, Number 74, Indianapolis, Marion County, 1 December 1895 — Page 9

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ma ZZic Apostel von Tipuany. Von Bruno eporta. Von den unzähligen Bächen und Flüchen, die von der Ostseite der An. den herabströmen und. zu großen Flüs. sen sich vereinigend, dem majestätischen Amazonas ihre Waffer zurollen, fu ren die meisten Gold in größerer cier kleinerer Menge mit sich. Für die Mehrzahl von ihnen ist die Zeit der Ausbeutung noch nicht gekommen, einzelne aber durchwühlt seit JahrHunderten die Hand des Menschen; schon die Jncas zogen Gold aus ihnen, und dennoch sind sie noch lange nicht erschöpft. Die Schwierigkeiten, die sich dem Bergmann in jenen Regionen entgegenstellen. sind zu groß, als daß, wie in Californien, innerhalb wenigerJahrzehnte die an der Oberfläche liegenden Goldschichten durch eine nachdrückliche AufräumungZarbeit durchsiebt werden könnten. Unter den reichsten dieser goldfüh renden Flüsse genießt der dem Ma ; deira zuströmende Tipuany ein hoheZ , Ansehen. Schon die GentileZ, d. h. die 1 alten Peruaner, kannten seinen Goloreichthum. Noch heute birgt er uner ; mißliche Schätze; sie aber zu heben, ist die Kunst, die man erst zu würdigen versteht, wenn man seine mit tropischem -Urwald bedeckten, zerklüfteten Ufer, die . kochenden Stromschnellen und Wirbel , und die furchtbaren Anschwellungen in der Regenzeit gesehen, in seinem Fieber'gebiet gelebt und die Roth erduldet hat, ' Hu der die Knappheit der LebenZmittc! inmitten einer paradiesischen Natur die goldsuchenden. Abenteurer nur zu oft 'verdammt. ÄZie. ein, Magnet zieht er aber immer wieder frische Unternehw.tz an, wenn im Laufe der Zeiten ein ' ungewöhnlich großer Glückssund zur Kenntniß der Außenwelt gedrungen ist. . An seinem oberen Laufe, auf der flinken Seite der Schlucht, treten an einer Stelle die den Fluß einfassenden Höhen ziemlich weit zurück. Die daI durch entstandene sandige, mit Roll- ' steinen und niedrigem Büschwerk bedeckte Fläche, die Playa. senkt sich sanft - zum Flusse hinab und wird beinahe je des Jahr bei dem periodischen Anwach- ; sei? des Flusses unter Wasser gesetzt, ö Auf dieser La Playa del Aposto- : lado" genannten Fläche, da, wo sie an den Fuß der. Höhen stieß und bis wohin das größte Hochwasser nicht reichte, ; stand im Jahre 1780 eine aus einem : langen, aus Feldsteinen und Lehm erbzuttR Gebäude und einem Dutzend kleiner Hütten, bestehende Ansiedelung. die wie die Playa den Namen das Apostolat" trug. Das Apostolat-war auch der Name . der Mine, durch welche die golvführenl den Ablagerungen des alten Flußbettes ausgebeutet wurden, die diese Niederlassung in's Leben gerufen hatten. Diese sonderbare Benennung hatte .ihre Ursache. Die Vereinigung von j Capitalien zum Zweck eines gemein- ' schaftlichen' Unkernehmens, die man ; heute durch das Wort Actiengesellfchaft ausdrückt, war in jenen Zeiten und Gegenden eine so unbekannte Art industriellen oder commerciellen WirI kens, wie sie es im vergangenen Jahrhundert bei uns war, doch fand sie in . einzelnen Fällen in der Bergwerk-Jn-; dustrie statt. j Zu einem dieser seltenen Beispiele .' gehörte das Apostolat. Zn?Llf Einwohner von Lima, Arequipa und La Paz hatten Geld zusammengescbossen, i um jene Playa, über deren wahrschein'lichen Reichthum sie zuverlässige Berichte erhalten hatten, bearbeiten zu lassen. Der Volksmund nannte sie die zwölf Apostel und ihr Unternehmen das Apostolat. 1 Drei dieser Männer, die auch die richtigen Apostelnamen Pedro, Pzblo -und LukaS trugen, leiteten die Arbeit l am Tipuany. Pedro und Pablo, ältere. mit den Goldminen und ihrem Vetrieb sehr vertraute Männer, kannten aus Erfahrung das Leben in den troprschen Schluchten des OstabhanzeZ, LukJZ hingegen war noch fteulini 1 Hinter dem langen Gebäude. daZ die ' drei Apostel bewohnten und in dem sie ihre Vorräthe und Werkzeuge aufbewzhrten, waren in dem dreißig Schritte davon sich erhebenden Saume des Urwaldes Strecken ausgerodet, die mit Bananen. Jucca und anderen tropissen Gemüsen bepflanzt waren. Die armseligen Hütten dienten dem zusammengetriebenen Volk der Arbeiter, meistens Lecco - Indianer, zum Unterschlupf. Die Hauptarbeit bestand darin, durch die mehr oder minder compacte Allusion einen Schacht auf den Boden des alten Flußbettes zu stoßen, auf d:m der Venero, die goldführende Schicht, aufliegen mußte. Diese Schicht durch horizontale Gänge zu verfolgen, heraufzufordern, aszuwaschen und die blinkenden Goldplättchen von dem tauben Geroll zu sondern, war dann die ganze Kunst, aber eine Kunst, die damals mit noch viel größeren SchAierigleiten verbunden war als keute. Da . kannte man noch keine Schiebkarren, kein: Mechanik, keine Winden zum Heben der schweren Rollsteine: zwanzig, dreißig Mann zogen an Tauen, um einen Stein aus seiner Lage zu verrücken; Pulver' zum Sprengen wurde kaum angewendet. Es war ein mühsames, nur durch die. Kraft der Arme zu bewältigendes Geschäft. In einem Stück Ochsenhaut schleppte der Arbeiter die tauben Massen aus dem Schacht herauf, in einem .zu der Form

txv.ta Eimers zusammengefalteten Fell hob man das eindringende Wasser heraus. Die ersten zwei Jahre waren Jahre der Mühe und beinahe vergeblicher Arbeit gewesen Groß: Summen hatte die Mine verschlungen, und nur kleinere Funde hatten in den zeitweise vorgcnommenen! Waschungen die Hoffnung aufrecht erhalten. Das bedeutete zwar nicht viel, aber man wußte, daß das ganze Gebiet goldhaltig sei. Der richtige Venero war indeß noch zu erreichcn. Flußabwärts. eineStunde vom Apostolat entfernt, lag auf einer mäßigen Anhöhe das von Lecco-Jndianern bewohnte kleine Dorf Tipuany. in welchem ein Missionär, der Padre Lernah, die weltliche und geistliche Macht ausübte. Flußauf- und abwärts wurde Hold gewaschen, meistens von dunkelfarbigen Mestizen, aber keine dieser Goldwäschereien konnte sich an Vedeuhing mit dem Apostolat messen. In solchen abgelegenen Gegenden muß Jeder immer sein eigener Arzt sein, doch kam den Bewohnern der Schlucht zu Statten, daß Padre Bernabs einige medicinische Kenntnisse besaß. Lukas, der schon Anfälle von Wechselfieber gehabt hatte, wurde von ihm durch Abkochungen frischer Chinarinde geheilt, auf deren Heilkraft die Missionäre erst seit etwa vierzig Iahren aufmerksam geworden waren. Die Natur hatte neben das Uebel das Heilmittel gesetzt, denn an. den oberen Abhängen der Tipuanyschlucht tritt der Chinarindenbaum häufig auf. Nach erfolgt Genesung trat Lukas eine Reise nach dem Hochlande, nach dem Städtchen Sorata, an. zum dritten Male seitdem er sich am Tipuany aufhielt, sowohl um seine Gesundheit zu stärken, mündlich Bericht über das Unternehmen zu erstatten und das wen'.ge angesammelte Gold abzuliefern, als auch um den Proviant wieder zu ergänzen. Das war eine Reife, die auf mühseligen, und gefahrvollen Gebirgswegen vor hundert Jahren, genau wie heute, mindestens einen Monat in Ansprach nahm. Als Lukas von-Sorata zurückkehrte, brachte er auch für den Padre Proviant und Tauschwaaren mit, die ihm von dessen Convent mitgegeben worden waren. Diese Gegenstände lud er am ersien Sonntag nach seiner Rückkunft w seinen Kahn und fuhr zu Bernab6 hinab. Es war erst das zweite Mal, daß er das auf der entgegengesetzten Seite des Flusses gelegene Dörfchen besuchte. Betrug die Entfernung, wie erwähnt, nur eine Stunde, so bedürfte es gut ein paar Stunden harter Arbeit, um das Boot wieder zum Apostolat hinaufzuschieben, wiewohl gerade auf dieser Strecke das Wasser verhältnißmäßig ruhig floß. Noch bevor der Kahn anlegte, ertönte das Glöckchen derMissionskapelle. Dort wurde das Allerherligste emporgehoben. Lukas zog einen Augenblick das Ruder ein und machte das Zeichen des Kreuzes. Die Messe .war beendet. Zu zwei und zwei, die Männer auf der einen, die Frauen auf der anderen Seite, verließen die Indianer das Got teshaus. Hinter ihnen kam Bernab6, der den ihn erwartenden Lukas einlud.

mit ihm zu frühstücken. Sie sehen gut aus. Lukas, die Reise hat Ihnen wohlgethan Sie haben Briefe vom Eonoent mitgebracht. Was erzählt man dort Neues?" Aus dem Norden, aus Kuzko. hört man, daß die Indianer unruhig geworden sind. Sie haben sich mit einem Inka an der Spitze zusammengerottet und den Milizen schon Widerstand geleistet." Das sind böse Nachrichten. Lukas,meinte Bernab6 kopfschüttelnd, aber die Indianer haben sich stets, so oft sie zu rebelliren versuchten, nur blutige Köpfe geholt." In Sorata, Padre, sah man die Sache doch ziemlich ernst an, Hauptsächlich weil der neu erstandene Inka, Tupac Amaru, ein Nachkomme der alten Fllrstenfamilie sein soll." Gewiß, wenn sich die Bewegung ausdehnt, wer weiß, wohin sie führen kann; da könnte man schlimme Geschichten erleben. Man behandelt die Indianer aber auch nicht immer, wie man sollte. Sie werden vielfach zu sehr bedrückt." Und wie würden denn unsere Leccos sich verhalten?" Die machen mir keine Sorge, Lulas. Freilich, auf den Indianer, welchem Stamme er auch angehöre, ist wenig zu zählen, allein bis in unsere Schlucht wird das Echo der Unruhen wohl nicht dringen. Die Leccos sind zufrieden, willig; ich habe mich nicht über sie zu beklagen. Allerdings für die weiter unten, am Guanay, 'die nicht mehr unter meinem Einfluß stehen und noch greuliche Heiden sind, kann ich nicht die Hand in' Feuer legen, aber einerseits wissen sie von den Vorgängen in der Außenwelt noch weniger als wir, andererseits wird der Vice-König die Bewegung bald unterdrückt haben. Wie geht es denn im Apostolat?" Ich glaube," erwiderte Lukas schmunzelnd und sich wohlgefällig den schwarzen, krausen Bart streichend, wir kommen in Voya (andauernd reiche Ausbeute) und das in ganz tat zer Zeit." Während er noch sprach, horte er den laut auszestoßenen Ruf: Jldefonsa. Jldefonfa!" Lukas. der mit dem Padre unter b'wi Vordach der Hütte des Missionärs saß. drehte den Kopf nach der Seite, woher btx Ruf kam, und sah einen stämmigen Mestizen, schnell zum' Fluß hinablaufen, wo eine in hellen BaumWollstoff geklebte weibliche Gestalt in einen Kahn stieg und eilig davonruderte. 3tö 'de? Eusebio wieder hmitt iht her!" brummte der Padre vor sich hm. j

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moem er Dem Mestizen, Der, getauscht vom Flußufer zurückkehrend, im Vorbeigehen ehrerbietig den breitrandigen Strohhut abzog, einen bösen Blick zuwarf und, kaum mit dem Kopf nickend, den Gruß erwiderte. 2Ba? das die schöne Jldefonsa, von der man am Tipuany so viel spricht, Padre? Wer ist sie?" Sie sollten das nicht wissen, Lukas, nachdem Sie schon zwei Jahre hier sind?" Hatte ich etwa Zeit, mich um etwas anderes zu bekümmern, als um die Mine, und bin ich nicht öfters, als mir lieb war, an's Beti gefesselt gewesen? Das wissen Sie ja selbst. Don Bernabö da sprechen die Arbeiter unter sich von der schönen Jldefonsa; forscht man aber weiter, so verstummen die mißtrauischen Burschen, und die Leccos gar stellen sich an, als ob sie weder unsere Brocken Lecco, noch Spanisch verstünden." Nun, um ein Geheimniß handelt es sich ja gerade nicht," nahm der Padre jovial lächelnd das Wort, die Jndianer sind einmal so, das ist ihre Manier, sie fürchten, man könnte irgend - eine Aeußerung zu ihrem Nachtheile ausnützen. Man hat sie, leugnen wir es nicht, oft mißhandelt! Gebrannte Kinder scheuen das Feuer! Die Jldefonsa also," fuhr der Sprechende fort. ist die Tochter einer Lecco und eines spanischen Goldgräbers, den das Fieber vor zwölf Jahren hinwegasfte, als dasKind vier Jahre alt war; macht für Jldefonsa ein Alter von sechzehn fahren gerade das Alter." setzte der Padre, die Stirne faltend, hinzu, wo sie mir am meisten zu schaffen geben wird." Lukas sah ihn fragend an. Nun ja, ich habe ihrem Vater versvrochen, über sie zu wachen. Der arme Teufel hatte kein Glück. Als ich vor siebzehn oder achtzehn Jahren von oem Convent an den Tipuany geschickt wurde, trieb er sich schon hier herum, suchte die Playas ab,' bald hier, bald Dort, aber er brachte es zu nichts. Zuletzt ließ er sich unserem Dörfchen gegenüber nieder, dort, wo Sie die Jldefonsa haben anlegen sehen. Er war ein Landsmann von mir, ein Andalusier, und ich hätte ihn gern wieder nach dem Hochland spedirt, aber die Andalusier sind eigensinnig, er wolltr aus dieser infernalischen Schlucht nicht fort. Bernabö." sagte er zu mir, was soll ich da droben anfangen? Hungers sterben, das kann ich auch hier. Entweder lächelt mir einmal das Glück, oder ich gehe an meinem Unterfangen zu Grunde." Dazwischen hinein ließ ihm das Fieber keine Ruhe. Run, das Zusammenleben mit der Lecco konnte ich nicht billigen; aber ich muß gestehen, sie ist ihm von großem Nutzen gewesen, ne hat mit ihm gearbeitet, hat immer etwas für den Kochtopf gefunden, und die Tochter hat ihren Vater gepflegt, wenn er krank war. Als er zusammenbrach und ich ihm die Sterbesacramente reichte, deutete er in 'seinem Todeskampf: noch auf dfe beidenGeschöpse, die an seinem Lager kauerten. Ich verstand ihn, hätte mich ohnehin ihrer angenommen. Und deshalb gibt mir die Jldefonsa Kopfzerbrechen sie ist ein Weib." Und der Eusebio. Padre. was ist's mit ihm?" Reden Sie mir nicht von dem! Was? Ein Taugenichts. Ist heute im Dorfe und wohnt der Messe nicht bei. Das hat er schon öfters so gemacht. Der soll mir die Hände von der Jldefonsa lassen," Lukas trat Nachmittags den Heimweg früher an. als dem Padre der Hitze wegen räthlich schien; er wollte auch nicht dulden, daß Bernabö ihn bis an den Fluß begleite, das that Letzterer aber nicht anders. Da geht es doch nicht dem Apostolat zu, Lukas," rief der Padre, der dem Abfahrenden nachschaute. Sie wollen doch nicht über den Fluß?" Doch, doch," entgegnete dieser, derlegen lachend, indem er sich wieder um einige Kahnlängen dem Ufer näherte, um nicht so stark schreien zu müssen. Da ich nun einmal hier bin, möchte ich die schöne Jldefonsa kennen lernen. Wer weiß, ob sich die Gelegenheit noch einmal dazu bietet. Läßt sich die Boya an, so wie ich es hoffe, dann Adieu Ti puany!" Aber in allen Ehnn. ZiihV." In allen Ehren, Padre!LukaZ band, aus der enteren Seite angekommen, seinen Kahn fest und na herte sich dann keck der Schönen, die nachlässig am Thürpfosten ihrer Hütte lehnte und den Kommenden mit dem Gleichmuth eines Indianers in's Auge faßte. Du bist die Jldefonsa?" ' Das bin ich; wer gibt Euch aber das Recht, Herr, mich mit Du" anzureden? Ich bin kein Kind mehr!" Bravo, Jldefonfa, das gefällt mir, Ihr versieht Euch zu wehren. Don Bernabö braucht sich. Euretwegen keine Sorgen zu machen." Macht sich der Padre' meinetwegen Sorgen, so hat er unrecht. Und da ist die Mutter; ich bm nicht ohne Schutz, Herr Lukas!" Wie, Ihr kennt mich? Wie geht das n?" Aus ganz natürlichem Wege, Herr!" Jldefonsa lachte, und dabei zeigte, der zierlich geschnittene Mund zwei Reihen so wohlgeformter uird schneeweißer Zähne, wie sie mir je eine Indianerin besessen hatte. Jldefonsa war eine Trigüena. Ihr unmertlich gebräunter Teint hatte den rosigen Anflug, der das prächtige Colorit erzeugt, daS keine Kunst nachzuahmen im Stande ist. Die Natur hatte ihr von der Jndianerin nur das gegeben, was diese ziert: die Zähne und die sanften, verschleierten, im Affect aber feurigen, schwarzen Augen; von dem spanischen Blut 'das edle Oval deZ Gesichtes, die feinen

Züge und die auch unter groben Stos-

sen zur Geltung kommenden untaoel haften formen der Andalusierin. Das bin ich bezieriz. zu erfahren, schön? Jldefonsa!" Das dürft Ihr auch erfahren, Herr, nur laßt die schöne" Jldefonsa aus Dem Spiel. Wie wäre es. wenn wir uns setzten. Jldefonsa?" schmeichelte Lukas, auf der neben der Thür angebrachten Bank Platz nehmend, von der aus man den Zluß übersah. Meinetwegen. Zwar kenne ich Euch. Ihr seid mir aber doch ein Fremder; ich weiß nicht, was der Pa)re für Augen dazu machen wird; er hat Augen w:e ein Speroer. Ihr wißt, er ist mein Freund, und auch wir werden noch gute Freunde werden." Was Ihr nicht stigt, Herr! Der Weg vom Apostolat ist weit. Hier oabt Ihr auch nichts zu suchen. Wtt hen habe ich Euch schon, das ist wahr, oon einem Pfad aus, der hinter dem Apostolat durch den Wald fuhrt, hart zn Euren Anpflanzungen vorbei. Wir begehen ihn nur bei Hochwasser. Ein Pfad? Den kenne ich nicht." . Das alaube ich wohl, er ist ver wachsen, es ist nur die Spur vrti einem Pfad, aber die Indianer kennen ihn. auch Eure Arbeiter kennen ihn, und die haben mir Euren Namen gesagt; auch die beiden Alten habe ich gesehen. die noch bei Euch sind. Sonderbar! Den Pfad müßt Ihr mir zeigen. Wie konnte er mir verborgen bleiben? Manches von den Indianern bleibt Euch verborgen, Herr; sie sind nicht Eure ZZeinde; Ihr behandelt 5ure Ar beiter gut. Aber sie sind auch nicht Eure Freunde, merkt Euch das es ist ein Rath." In diesem Augenblick stieß vom an deren Ufer ein Kahn ab. und aus dem großen 'Strohhut des Rudernden schloß Lukas. daß Eusebio Jldefonsa mit er nem Besuch beehren würde. Da kommt ein Galan," scherzte Lu las, soll ich mich entfernen?" Bleibt." erwiderte Jldefonsa stolz, .er ist nicht mein Galan. Sie blickte unmuthig dem an's Ufer Steigenden entgegen, blieb aber ruhig neben Lukas sinen. Die beiden Nebenbuhler fast konnte man ihnen schon diese Bezeichnung geben maßen sich mit festen Blicken. In kraftvoller Erscheinung waren die beiden einander würdig, nicht so im Ausdruck der Phyzwgno mien. Eusebio, eine gedrungene Ge stalt. schaute mit durchdringenden, schwarzen, freillch ein wenig schief ge stellten Augen drein, denen nicht zu trauen war. Auch sonst hatte er die Merkmale des Mestizen: grobe, schlichte Haare, an Kinn und Lippe dünn gesäeten Bart und-daö richtige Mischlingsgesicht. Lukas schlank, mit Gesichtszügen, aus denen Offenheit und Ehrlichkeit .sprach, und offen blickten auch bei schwarzem Haar nne Gunst der Natur die blauen Augen, die so fest auf Eusebio ruhten, daß die fer sich unwillkürlich zu dem Gruße Guten Tag GotteS, Herr!" gezwun qen sah. Guten Tag Gottes, Caballero!" erwiderte Lukas. Dann wandte sich .Eusebio, dessen Eifersucht mächtig angeregt war, an Jldefonsa. Warum hast Du heute früh nach der Messe rucht auf mich gewartet? Ich rie Dich doch!" Weil eS mir nicht gefiel, auf Dich zu warten, Eusebio. Wenn Du einma7 mein Vormund bist, werde ich auf Dich warten." Dieser blickte bitt-rböse. Ich weiß, daß ich nicht Dein Vor mund bin, aber ich hatte Dir etwas zu lagen. Das kannst Du jetzt sagen." Nein; wo ist Deine Mutter?" Lukas hatte sich erhoben; er fühlte. daß Eusebio eine Unterredung mrt Jl defvnsa unter vier Augen wünschte, und war zu stolz, um den Gegner durch seine Gegenwart daran zu verhindern. Auch wollte er in den Augen Jldefonsa's nicht für indiscret gelten. Eine Cigarette drehttcd, nahm er zum Ziel seiner Wanderung eine nahe dem Fluß steyenöe Gruppe über und über mit rothen Blüthen bedeckter Bäume. Als er, dort angelangt, sich umdrebte. sab er Eusebw, 'der es jetzt vermied, ihn zu grüßen, schon wieder fernem Kahn au schreiten. Lukas athmete auf. Er ging zurück und ließ sich neben Jldefonsa. die nachdenklich Eusebio nachschaute. nieoer. Wie kommt jener Mensch dazu. Euch mit Du anzureden? Diese Frage tnA cy&. &.rr. ir:x. . ivtwt. oVk vtuiiiu mul VZi Übeln." .Keineswegs wir sind mit mander aufgewachsen. Freilich ist er ja .... . auer ais icq, uno letzt " Will er Euch zur Frau haben," erganzte LukaS, als er sah, daß es 'dem heftig erröthendere Mädcken widerstrebte, dieses (SestanJrniß zu machen. qr weroek doch nicht Nein," unterbrach sie ihn bestimmt, meine Mutter hätte eS freilich aern gesehen, ich mag ihn aber nicht, und heute weniger denn je!" ttaum ausaesvrochen. bat e Slto fonsa viel darum gegeben, ihre letzten Worte wieder zurücknehmen zu können; gestand sie doch dadurch e.in. daß LukaS ihr nicht gleichgiltig war. Und dieser zauderte nicht, seinen Vortheil wahrzunehmen. - Jldefonsa." sagte er weicb. M muk aufbrechen, es wird sonst ,u svät den (Fortsetzung auf der Rückseite.) gerlanat: Mehrere vertrauenürdta Damen der Herren, um ,ür alte, be. fann'eff frans In ftnMana tu rrtfn. Ealctr 17sn md Reisekosten. Beständige Stellung. Lgen Giee,ere,,n und selbstadresstrte. trank e ouvert bet. Th Domint Omaha Cntl dtvg,Shteago,Jll.

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