Indiana Tribüne, Volume 19, Number 74, Indianapolis, Marion County, 1 December 1895 — Page 10
zs-5-i Offene Volkssprache Fluß rjfncuf. Laß UNZ mit einander SFeAMs f?nbnft"?:? doa reden, wie fcer.n auch wir zusammen EMlPS1' Tr. . ?oote.i aufgewachsen wären. Du w::ßt, Wa3 W--SS,!,MÄl! KW. 63 dann h,ik!n ami" mm I: SÜZ.??K Er hatte ihre Hd Mi und je.
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unleriiiiien. Jldefonsa riß, aU sie in gunt Ufer begleit:!?, zei rothe Hib!s!usbliith?i. v? einem Strauche ab. steckte die eine in ih? Üppige-, auszesch:':telteZ Haar und drückte auf die andere, die sie Lulas reichte, die Lippen. Nie hztte LukzZ die Nuder so kräf!iz e!z:etzt. ie an jenem Ab:nd. Und Zene.-n Abend folgten noch andere. Auch den Waldpfad lernte er kennen. Eusebio aber verschwand aus der Gegend. Kein Mensch ftufc!, Niohin er sich gesendet hatte. Auf dem Axzstolat herrschte großer Jnö:l: mn war in Boya. Dieser eh:r durch eine mächtig: innere Gemüth-üe-mezunz. als durch lärmende Manifesiationen charakterisirte Jubel ist begreiflich. wenn der Bergmann endlich in der Tief: Spalten findet, die den Anblick bieten, wie wenn Säckchen voll goldener Getreidekörner darüber ausqeleert worden wären, wenn r oben, unter GotteZ freiem Himmel, daZ Gefälle, da den geförderten Venero auZwaschen muß, abstellt und in den Staffeln der Schrägbahn, über welche daZ taube Geröll von der Wucht des herabsch'.eßenn Wasserstrahls weggejagt wird, die blinkenden Goldkörner aufgehäuft sieht, ein: Ladung nach der anderen. Dann beherrscht, den Verz mann r.ur ein Gedanke: wie lange wird die Voya anhalten? Pedra und Pablo machten schon Pläne für die nächste Campagne. &: las dachte anders. Sein Zwölftel belief sich auf ein: bedeutend: Summe, und auf den Mehrantheil eines Directors verzitet: er für die Zukunft gern, war ihm nur tz'i Jldefonsa durch den Padre Vernabö angetraut und konnte er mit ihr Tipuany den Rücken kehren. . . . . thum sich in der Folge noch ansehnlich vermehren würde. Das angesammelt: Gold wurde in Säckchen genäht und sollte, sobald die Trockenzeit eintrat, durch Lukas nach dem Hochlande gebracht weiden. In diese frohe Zeit hinein traf die Apostel wie ein Donnerschlag die durch den Padre erhaltene Nachricht, das Hochland stände in Feuer und Flammen, di: ausgestandenen Indianer hätten die Q5?rand bebalten. ermordeten, alle fzX dermetzelung aller Einn?ohn:r. Weißen und Mestizen, von Grund aus zerstört. 5!u? die Kirche stände noch. Die Apostel sollten sich vorsehen und auf ihre Arbeiter wohl achthaben, denn auch den Leccos wäre nimmer zu trauen. Zwei Tage nachher ließ Jldefonsa dem Lukas, der nach langer Zeit unglücklicherweise wieder einen starken Fieberanfall hatte, durch ihre Mutier sagen, Euseöio hab: wieder von sich hören lass:n. Er hab: gedroht, das Apostolat und sein; Bewohner zu vernich- ! m.s m I i f fs1Y . n , . ten. FlUszaon?arls iei ues in ewe Ihre Mutter aber werde vorauseilen und halbwegs, in der Richtung von Sorata, bei einem Gevatter den Flüchtfingen ein Asyl bereiten. T'e: Rath war gut. Die Gevatterschast hat bei den getauften Indianern eine ungeheure Bedeutung, und di: Einöden der rauhen Coidillera boten den lüaltl'.nze ewen sicheren Aufen!. halt, bis der Sturm ausgetobt haben würde. Aber in anderer Hinsicht war guter Rath theuer. Wie konnte man mit einem durch das Fieber beinahe bis zur Kraftlosigkeit geschwächte Mann flüchten? Ohn: sich aufzuhalten, setzte Jldefonsa's Mutter, wie ihr von ihrer Tochter vorg:schr:ed:n war, :)?e Zwanderung fort. Etwas mußt: geschehen: in Unschlüs sizkeit durste nicht die kostbare Zeit verloren gehen. Pedro und Pablo reinigten die Gewehre, luden si:, dann vergruben si: das Sold. Die rohe Thüv des Rancho würd: geschlossen, zwei flache, die ThürschDelle bildende Steins wegzew'älzt und ein tiefes Loch ausgehoben, in welchem das Gold verschwand. ,,Da wird es Niemand. suchen," sagte Pedro, nachdem die Erde darüber aestampft, die Steine in ihre alte Laae Zurückoersetzt und alle Spuren dieser 'üV2m oerittgi waren, caa es geoen, j . . . . ' . U 7 ' i- , yn n h s,UD iin.m rr F rvi w. l s j-der. Lukas hatte sich unterdessen unter as Vordach führen lassen, um Wae zu halten. Als seine Gefährten nach ihm sahen, hatte er einen Frostanfall. d:r iöm das Mark in den Knochen kältet: und b:inah: di: Sprache raubte. Di: Arbeiter sind fort," stöhnte er. Alles ist fort wie auf tin verabre detes Aeichen." Pedro rannte durch e:n:n heraö prasselnden Platzregen , zu der: Hütten lein lebende Sttle'meyN . Tragen wir LukaZaus sein Vett, der Reaen wird bald vorbei sein, und dann fort! Es sieht schlimm auZ. Faß' an. Und LukaZ? Wir können ihn doch nicht auf den Rücken uehmeni Er muß mit.. Da .muß Brannt wein helfen. Wir .nehmen ihn .unter die Arme und schleppen ihn mit uns. I m . t f 1 . irghtJ-n yiflUNT? D2N DUItEIstuC Iiop..Il Mlülul, UU üuta,tuut Itn BodeN. UN selNS QlllloliZlett UM)
AIs Gestlljchasttr viieo er aaneain oetheiligt. er hatt: also die Aussicht, daß. wenn das Glück es wollte, sein Reich
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gunz. Die Apostel sollten na) unverzüglich höher in's Gebirge hinauf flickn. Sie werd: ihnen folgen.
an die drohende Gefahr, in der sich Jl defonsa und sie All: befanden. Ich werde stark sein, verlaßt mich nicht," ließ er sich von seinem Lager her vernehmen, nur einen Augenblick der Ruhe!" Er fürchtete, die Alten, di: seinen Verkehr mit Jldefonsa nie gern gesehen battcn. könnten ihm di: Schuld an dem
über dem ApostoZat und seinen Vewoh- i Jlii.'l lm jaianiiiicüjUiKiucii viuuaüi geben. Darin hatte er aber die beiden wackeren Gefährten unrichtig beurtheilt. Carajo. 5lnabe, wofür hältst Du uns?" zürnle Pedro, der damit befchäftigt war, Lebensmittel in einen Rucksack zu stopfen, wo Du bist, sind auch wir und müßten wir hier Alle ZU Grunde gehen." Kam Pedro in Asfect, so folgte bei dem gutmüthigen Manne ein Fluch und die spanische Sprache ist reich an diesem Gewürz dem anderen. Viel- . .-Ot tMitiHnnnif (Nah Ma leicht wollte er seine eigene Bewegung darunter verbergen; kurz, er war mit seinem Rea:ster noch nicht zu Enoe. als Jldefonsa und der Padre Bernab6 tropfnaß in den Rancho stürzten. Letzterer. sichtlich ermüdet, ließ sich auf einen Sitz nieder. .Wie. ?lbr seid noch da? Brecht auf! Warum dies Zögern? In einer Viertelstunde, sind die Leccos da! Wtr hatten nur geringen Vorsprung!" -Da. schaut. Vadre." flüsterte ibm Pedro zu, aus Lukas deutend, der sich mit Hilfe von Jldefonsa und Pablo von seinem Lager ausrichtete, nehmt ihm den Muth nicht." Ein Pseil zischte plötzlich durch die offen aeöliebene Thür berein und durchbohrte den Rücken des Sprechenden, der mit einem Ausschrei zur -elte taumelte. Pablo wollte nach seiner Flinte greifen. und Lukas sank kraftlos auf sein: Decken zurück, von Jldefonsa .. umschlangen, die ihn mit ihrem Körper deckte." Das Gemach hatte sich mit Leccos gefüllt. Zwei Pfeile streckten Pablo nieder. In diesem furchtbaren Augenblicke uck, selbst und dem Gefühle seiner Macht über die Indianer zurückgezeben, donnerte Bernabe unerjcyroaen rn der Leccosprache das Strafgericht (Zottes über sie herab. Wie ein höheres Wesen, das in seiner Verklärtheit des irdischen Tods spottet, stand er unter ihnen. Umsonst! Wie Indianer itarrieit iün mit scheuen Blicken an. aber sie waren nicht mehr zu bändigen, und auf einen Wink ihres Führers, des Kaziken, drängte man ihn zur Tyur iziN' aus. Eusebio war unter den Jnd' ?rn. )er u '.t Das große Messer in der Hand, sie bei Seite, um an dem zw.nen Rachedurst zu kühlen, v riß ihn zurück. Halt, dem ÄZe'.zzen x.,: . .:n Garaus!" Wefonsa warf sich verzweifelnd vor dem Lecco auf die Knie und beschwor ibn schluchzend bei dem. Blute ihrer Mutter, die ja auch eine Lecco sei, dem Unglücklichen das eben zu muen. -All: Weiken müssen sterven!" aav der Kazike zur Antwort, und mit einem wuchtigen Schlage leiner 'cacana zerschmettere er dem' Kranken den Kodr. Da reate sich in Jldesonsa das Blut der Wiloen. Sie sprang auf wie eine Katze und schlug dem Kazlken ln'Z Gesicht. Dieser schüttelt: sie ab. und wieder sauste seine Macana nieder: das herrliche Geschöpf sank zu einer leblosen Masse zusammen. .Was bast Du aetkan?!" r.er 6u ebio wild und schwang das Messer gegen den Kazlken, über ehe dieser noch den Streich mit der Macana pariren konnte, schwirrte ein Pfett. und tootlich verwundet fiel Euseöio zu Boden, V 1 Das war das Blu'.bad im Apostolat, eine Vernichtung der Weißen, wie sie gleichzeitig an vielen Orten im Jay:e 1781 stattfand. Den Missionären und Geistlichen wurde rn der Regel das Leben geschenkt. T.ernab6 mußte die Schlucht von T'.puany verlassen; er hätte auch nicht länger bleiben wollen. Nach einer Wanderung von vielen Tagen erreichte er Sorata: sein Konvent stand nicht mehr. Den Rest , seiner Taae verlebte er in einem anderen Landestheile. in einem Convent seines Ordens. Er starb bochbetaat im Jahre 1815, und aus. seinem Tagebuche v$r? nahmen wir die Schicksale des Avoito lats und der schönen, Jldefonsa. ' Nach dem Schatze der Apostel ist wobl oft forscht worden, aber Nie mand hat ihn gefunden. Die Natur verwischt in jenen tropischen Schuct . C . L. - IW1 ? , ten icyneu. sie Spuren ver cenzcyea. Seyeim: Concurrenz. Clizze von Emma Melk. Nein, so gina es nicht mehr! Hände ringend saß sie vor der kleinen Lampe, und Thränen flossen'uraufhaltsam aus den'Augen aus diesen abgemüdeten. überwachten . Augen, enn sie oas Kind anblickte, da5 so rosig und behag lich in seinem Vettchen schlief, wenn t dachte, daß sie eZ fremden Leuten lifieracben sollte, dann hatte sie em Gefühl. als ; würde ihr von einer grausamen Hand daZ Herz zusammengedrückt und zermartert. Aber eZ mußte sein! So -- . m ging es emsach nicht! AlZ ihrMann starb, hatte sie gehont, mit ihrer Arbeit sich und die Kleine er nähren zu können mit Arbeit im Hause. Aber du lieber Gott: gelernt hatte sie Nichts Besonderes. Ordentlich und. sparsam, ihren HauShalt .fuhren. d.ls hatte sie verstanden, besserals so manche Andere.. So - lauge eben ihr braver Mann verdientes Aber nun seit sie allein in der Welt stand '.nun genügte da? nicht. . EL galt, selbst die Hände zu rühren! . Eine Nähmaschine besaß sie' nicht. Tie paar Notbpfcnnige waren wälzrend der '.Krankheit ' draufgegangen. Sie mußte nur gerade froh sein, als -sie Ar-
beit fssr ein SNacretgeschäft bekam, Kreuzstich. Stielflich, das was sie eben von der Schule her konnte. Unermüd. lich vom ersten Morgengrauen bis tief in die Nacht hinein, hatte sie die Nadcl mit dem blauen oder rothen Faden durch das LeinenzcuZ gezogen, bis ihr daZ Musier vor den Augen tanzte. Sie hatt? sich nicht gegönnt, ihr Kind in den Arm zu nehmen und ins Freie zu
rragcn. u muLi Arol schassen für dein 5!ind und dich!" Mit dicscm Ge. danken hatte sie ihre Finger gejagt und sich selber emporgestachelt, wenn ihr der Rücken zusammenbrechen wollte, wenn ihr die brennenden Augen zufielen.' S?efMte, auf die Dauer konnte sie dieses 'scheu, dicseZ Hasten nicht ertra gen. Und dennoch bei alledem verdiente sie kaum eine Mark den Tag über. ; Lange hatte sie sich nicht daö Herz gc faßt zu murren. Aber endlich, als die Miethe für das Zimmer sie Tag und Nacht gequält und auch der Winter her anrückte, fand sie den Muth, ihrem Ce schaftsherrn zu sagen, wie lange Stun den sie sticken mußte für den geringen Lohn, den er ihr gab. Er zuckte die Achseln, schmunzelte und breitete vor ihren Augen eine müh sam benähte, mit bunten Farben verzierte Decke aus. Das ist auch Handarbeit, liebe Frau Rittler. Dafür bezahle ich drei Mark. Hier Sie können den Posten in mei nem Buch sehen, als Beweis, daß Sie noch einen ExtrapreiZ bekommen!" Sie schüttelte den Kopf. Sie verstummte. Das ging über ihr Verständ niß: eine Arbeit, an der man gewiß fünf Tage sticheln mußte', für drei Mark! Gegen eine solche Concurrenz ließ sich nicht ankämpfen. Sie war erdrückend. ES hieß einfach; zurück weichen vor einer jso unerklärlichen Entwerthung von Zeit und Fleiz! . fi Bei einer alten B.'amtenwtttm.' fand sie einen Dienst als Köchin. Die Frau war noch von altem Schrot und Korn. eine tüchtige, einfache, biedere Greisin, die mit ihrer Enkelin zusammenlebte. Wir werden gut tniteinander aus kommen, Elise", sagte sie gleich am ersten Tage zu ihrer neuen Dienerin. Ich kann die Zieraffen nicht leiden, diese modernen Dienstmädchen mit ihren gebrannten Locken und ihrem Schnick schnack." Die sonst gutmütbige. alte Frau, die sich gern in der Küche aushielt und schwarte, gerieth nur in Wuth, wenn sie auf die Extravaganzen deZ Luxus bei der Jugend zu sprechen kam. Unwillkürlich warf Elise nach einem solchen Ausfall einen verwunderten Blick auf daS junge Fräulein, die Enkelin, die eben, mit Schleier, Schleifen und . Spihchen zierlich herausgeputzt, spazieren ging. ' Sie oürfen nicht glauben, daß ich den Kram kaufe, mit dem sich meine Enkelin behängt. WaZ sie braucht. ein gutes, dauerhaftes Kleid, ordent llches Schuhzeug, das gebe ich ihr gern. Aber für diese Kinkerlichen da habe ich kein Geld." Die naheliegende Frage, woher denn die Enkelin für den Schnickschnack" das Geld nehme, wagte Elise nicht aus zusprechen.. Auf'alle Fälle hatte es das junge Fräulein Jda vortrefflich. Tie Großmutter hielt das Haus musterhaft in Ordnung. Jda brauchte sich um nicht- zu bekümmern. ' Sie kam nur zu den Mahlzeiten aus ihrem Stübchen, in dem sie sich einzusperren pflegte. Beim Aufräumen sah' Elise einmal eine haldfertige Stickerei liegen, welche die junge Dame mit einem Erröthen rasch beiseite räumte. Ein Geschenk", scngte sie. Eine Ueberraschung." Zuweilen kam eine Frau, 'die im Flüstertone nach dem Fräulein fragte und dann eine geheimnißvolle Unterre düng in dessen Zimmer führte. Sie brachte meist ein Packet und nahm ein andere- mit. Elise beachtete daZ nicht weiter. Ei ncZ TagcS aber öffnete sie einem Be diensteten aus demselben Geschäft, für daS sie gearbeitet' hatte,' die Thür. Er kannte sie und sprach'ein paar Worte mit ihr. Tie Frau Soundso sei krank, sagte der Diener. Darum sollte er die Arl eit von dem Fräulein abholen. Und als Elise ihn in das Zimmer führte, sah sie jene selbe Decke die Tecke für drei Mark an der ihre junge Herrin eben die legten Stiche machte. Also, das junge Mädchen, daS . in einem so behaglichen Heim lebte, daS sich jeden Tag an den gedeckten Tisch setzen konnte daS war ihre Eoncur re'ntin ! Zu dem' bohrenden Schmerz in ihrir Brust gesellte 'sich nun eine grollende Erbitterung. Ach, Elise war unglücklich, tcdtungk-lcklich. Nicht weil sie dienen mußt: ; nicht weil ihr die Arbeit zu schwer gewesen wäre. Nein ! Noch viel härter, noch viel angestreng' ter hätte ' t. : schassen . mögen, um die wilde Sehnsucht, die nicht, in. ihr ruhte, zu. übertäuben. Sie. schrie nach ihrem Kind.,. . . . Jn-der Nacht: hZrte sie plötzlich daS liebe Stimmchen -YMammi, Mammi!" rufen mit einem kläglichen Ton. ' Wie eine Verzweifelte fuvr sie'empor.- Viel leicht war ihr Kind krank,' allein, hilf loZ; vielleicht weinte es :nach der Mut' ter.' Mit .bloßen-Füßen. in.-Sturm und -Winterkälte wäre, sie gern in die ferne Gegend gelaufen, zu der Pflegerin deS Kindes, um.sich zu überzeugen, daß ihre 'Kleine ruhig schlief. Aber wie durste - sie daS HauS verlassen., mitten in der Nacht! An. Tage darauf, als . sie in der Stadt etwas zu besorgen hatte, konnte sie 'sich. nicht' länger beherrschen. Es trieb sie eine Macht, gegen die sich nicht ankämpfen liesz,zu ihrem Kind. 'Athem' los, in Schweiß gebadet, kam sie an. Tie Kleine schrie und wollte-zu ihr. Und sie'hatte kaum , eine Viertelstunde Zeit.;' Als sie heimkam wurde.sie we gen längen Wegbleibens gescholte.n.' '
In dem Haufe, in dem 'sie diente, wohnte ein mürrischer, alter Tapezierer, der vor Kurzem Wittwer geworden war. Er brauchte eine Frau in f:inem Geschäst. Aber all? -Mädchen und Wittwen der vachbarsckast, dcitcn cr sich näbern wollte, lachten ihn aus: Gehen Sie doch, Herr Lader! Sie mag keine mehr!" Auch Eli'e fuhr erschrocken zusammen, als er sie ansprach und in seiner plumpen Weise mit seinen Absichten herausrückte. Sie hatte ihren vcrstorbenen Mann von Herzen lied gerabt.
w. vtuiiiiaijjiti vitiiiuiv, .it. vfctii üUdcggenkopf auf dem runden Rücken! Frauenzefübl. jede fetfln W W o I ' ' 4s dung in ihr wehrt: sich gegen den . f l oan:en, l)m anzug:lor:n. rcr chauder ubernzindend und t-:herr;chi in dem mächtiaen Lerln-en. das in ihr leb'.:, sagte sie: Ich hab: ein Kind, Herr Bader. Ein liebes. dreijähriz:s ing. Wenn ich es sei mir behalten ante unter der Bedinauna käme mir Ihr Vorschlag wie eine iung vor. Die Dienstberrin war sebr äiaerliS. als ,sie börte. dzk b?rfitr.ii then wollte. Fräulein Jda aber sagte 0 t m hö lynifch: Via, i&it scheinen ja f:or ha thslustia. Elise. Die Großmuiter ra b üauvtet: doch immer. &t itemnn um Ihren ersten Mann. Und nun nehSr t fl r i :n oen nächsten besten. Schweigend hatte die arme Wittwe anche Unaerechtiakeit ertragen. Dieur m Vorwurf aber traf sie so lief und scymerz.lch, van sie lyre Empörung nicht zu unterdrücken dermochie.. SZ lZitte gekündigt. Ihr , Dienstverhältniß war gilöst. ' Nun wollte sie redend Sie dürfen mich nicht oersvotten, Fräulein. Fragen Si: sich lieber, wai m!A . . V ! . 7. ''JL. ijj unuj iuuiijcu luyicjcu aasten Besten zu nehmen, und. noch sehr froh sein kann, dak er für m?rn Kind sorgen will. Sie dürfen mir glauben, leichter wäre es mir erfchienen. srel zu bleiben, uns. beide selbst nähren zu n "... ' ' , ' r . können. Äver wer .st schuld, daß ich a nicht rann, vag es mir unmozlich st. im Sause, bei. meinem Kind' -tal bescheidenste Leben zu verdienen? Sie, gnädiaes Fraulein! Sie und alle di: Damen, die für unZ eine Eoncurrenz chsen gegen die sich nicht auskommen aßt!". ', ' Jda war dunkelroth worden, und di: Mttw: beeilte .sich, zu versichern: .f & TV W flrtrt m - ,on m:r sou es re:n Mensch ersa;:n, raai:ln!7 . . ' JB:t versieben das nickt aan,.!is. Wenn ich auch nicht in Ihrer Nothlag' im, so vin ich doch gleichfalls gezwun:n. zu d:rdienen. um mich 'standesgemaß zu kleiden. Warum sollte ich also nicht das . Recht haben, zu aröeicn . ... ' Aber, gnädiges Fräulein so habe ch es doch'nicht aemeint. 5)!ch beareife nur nicht, warum Si Ihre Arbeit verheimlichen, als müßte man Sie deshalb geringer achten?. Nur deshalb, weil; es kein Mensch wissen soll, daß &it sich M.o verdienen, nur deshalb müssen Sie sich eine so gering: Bezahlung gefallen lassen! Und deshalb drücken Sie durch Ihre billige Arbeit die Preise herab zum.r:insten Hungerlohn. Für ein wenig Taschengeld, für Handschuhe und Bänder reichen - die paar Mark, die man kbsn. MM Möge Sie der Himmel davor bewahren, oa :e sllüen mußten um Ihr tägliches Brot!Mir wäre e5 ebenfalls lieber. w:nn ich. mehr bekäme," sagt: Jda, -von dem Vorwurf, betroffen, aber mit einem Verfuch ihn höhnisch fortzuweisen. ' ' sYVfc m , 1 . . . ,.arum sollten nicht mehr ö:kommen? Ihre Zeit hat, doch auch ih ren Werth. Sie brauchen ?a nkt don dr Hand in den Mund zu leben. Sie könnten warten, einen, besseren Absatz suchen, wenn Sie Ihre Stickereien nia)k yeimllch. durch e:n: . Zwischen, händl-erin, für die elenden .Pfennige, hergäben. Verzeihen - Sie mir. daß ich so offen rede. Siallein Fnnn.n.r, nicht diel an der -.Sach. ändern. ' Es nnro ersr anoers, wenn lerne Aame es m:hr als- Schande ansieht öffentlich Geld zu verdienen. Wenn'-kein: mehr heimlich verfchleudert.' was 'ihr: fleißi-gen-Hände schas fen. .Wenn einmal alle Damen Respect haben vor der eigenen Arbeit!" ' Helb.1litd. Bon Otto Franz Gensichen. Der die Flur du unter Schauern Der Verzänglichkeit entfärbst, Nicht zu thatlos dumpfem Trauern. - Rührest du Wich, 'milder Herbst. . Nein, durch, deine schönste Spende Ernst zu mir dein Mahnen spricht: . Wann der Winzer vom Gelände . Trauben für die Kelter bricht ' Opfern sie die ird'sche Hülle, ' Doch ihr geistiger Gehalt: Dauert durch' der Jahre-Fülle - " ' Und gewinnt nur an Gewalt.' , So in edlerem Bezirke Ringe. Mensch. nach gleichem Ziel,- - Daß dein Geist noch mächtvoll wirk. . Wann schon längst dein Leib zerfiel! . - - , , , K , .. , 5t m e i d e u t i g. Herr ..saus einem Briefe. vorlesend): In aller Kürze m rs r rifi e v liiicj Auen zur cacyrlcvr, . oaL UNZ ge 'tern Abend' der, erste -Jungegeicren wurde. Nächstens mehr! , - ' Kaufe Mucho's Beft Havann ök,iaarS." verlangt: Mehrere vkrtrauevtrvSrdl'e V Dame oder, lvrrr,n,u für ein alici be rintel-)aul in ctatlana u ;Ttlftt. -.ölst l?80 nd effkkoste.-. enrndtge tellau.Fügen Sie 'Re'erenzn setdftadreig't'ß frarrtrtrt CTouocTf bet." ' Xit SqminUn Qo Orzlatj, yuUdtag. öijtcogc, a.
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