Indiana Tribüne, Volume 19, Number 72, Indianapolis, Marion County, 29 November 1895 — Page 2

ZWdwna Tribüne.

Erscheint Täglich und Sonntags Die t5;U4 Tribüne- testet durcd den TrLz?r M Cent per Woche, dle eonntagS.TribüneText per Ooche. Ceiie jusamme IS SentS ode, es Seat? per rksnat. Per Post außerhalb der (tUbt zugeschickt U rauabezailung tf pe U-br. Orn 18 Süd Vllabama Stratzt. Indianapolis, Ind., 20. November '95. König Saloms als PferdezüSiter. Dc? spanische dolkswkthschzstliche Schriftsteller Lopez Martlnez hat in einem seine? neuesten Werke den für bie Geschichte des arabischen Vollblut PserdeZ wcrthvollen AuZspruch gethan, die Pferdeställe Salomo's hätten zahlreiche spanische Pfecdc behcrbcrz!. Diese Behauptung und die daraus entspringende Frage, was aus der möglicherweise vom König Saloino begründeten Pferderassen geworden sein mag. unterzieht ein deutscher Forscher Leo Anderlind in einer soeben unter dem Titel Spznische Pferde in den Siallen Salomo'S" erschienenen Vroschüre einer eingehenden Untersuchung. Weitaus die meisten Schriftsteller, welche übe? die Geschichte des Pferdes geschrieben, sag! Anderlind, huldigen der Ansicht, daß das Pferd durch Völkerwanderunaen oder Kriege von Asten nach Europa gekommen sei. Aber diese Ansicht sei neuerdings durch die zoopaläontologischen Untersuchungen Marcel de Serres'. L. Rütimeyer's, Ecker's und Nehring's im Wesentlichen widerlegt worden. Nütimeyer ist sogar geneigt, aus der reichlichen Vertretung des vorgeschichtlichen Pferdes in den Höhlen von Thanigen und Beyrier, aus seinem seltenen Vorkommen zur Zeit der Pfahlbauten und anderen Momenten zu schließen, dajj es eher von Europa nach Asten gekommen sei. Nehrinz gelangt auf Grund zahlreicher vergleichende? Messungen, welche er an im Diluvium Mitteleuropas aufgefundenen Gebissen, Schädeln und Extremitäten sowie an den entsvrechenden Knochenpartien der jetzigen Pferderasse vorgenommen hat, zu den Sätzen, daß daS schwere, gemeine Pferd auZ dem schweren Diluvialpferd Mitteleuropas und daß die kleinen zierlichen Hauspferde' theils aus Asten, theils aber auch von den kleineren Nassen des mitteleuropäischen DiluvialPferdes abstammen. Eine Bestätigung und Vervollständigung erfuhren die Nehring'schen Forschungsergebnisse durch einen wichtigen Fund, den tin Herr Munk nahe Hohlheim bei Nördlingen gemacht hat. Er fand einen menschlichen Ueberrest, der auf 8000 Jahre geschätzt wird und in der unteren Erdschicht unter Anderem die Reste von Pferden zweier Rassen, einer sehr großen und einer kleineren eselartigen Pferderasse. Hatte nun Mitteleuropa in vorgeschichtlicher Zeit wilde und gezähmte Pferde, warum, fragt der Versasser, sollten die Iberer nicht das Pferd schon einige Zeit vor dem Zeitalter des Salomo gekannt haben? Um den Beginn unserer Zeitrechnung gab es nach den Berichten des Strabo und des Marcus Terentius Varro in Spanien sicher wilde Pferde. Auch daß die spanische Rasse schon zur Zeit der Römer dieselben vorzüglichen Eigenschaften beszssen, die sie heute auszeichnet, geht cu3 Bemerkungen der römischen Schrift, steller Plinius, Martial und Justin hervor. Alderote theilt mit, daß man auZ Antiochien und Rom nach Spanien kam, um Pferde zu holen. Ist es nach alledem also wohl möglich, daß die iberische Halbinsel zur Zeit Salomo'5 vortressliche Pserde U herbergte. die bei ihm den Wunsch erweckt haben könnten, solche zu besitzen und sortzuzüchten. so ist eine zweite Frage die Anbringung dieser Pferde nach Palästina.' Anderlind hält es für ausgeschlossen, daß sie auf den sogenannten Tarsis schiffen zu Salomo gelangt seien, er glaubt indessen mit Bestimmtheit und führt dafür interessante Gründe an, daß er ste durch Vermittlunz seines Freundes Hiram erhalten hat. Die Phönikier unterhielten schon um diese Zeit mit den Bewohnern der am Guadalquivir gelegenen Ebene Handelsverbindungen, und es wäre nicht unmöglich, dak sie. wie später die Römer, den Fluß aufwärts bis an die Stätte des heutigen Sevilla oder selbst bis nach Eadix. dem Landstrich, der jetzt noch die werthvollsten andalustschen Rosse aufweist, oorzedrungen wären. Bekanntlich war König Salomo ein großer Pferdeliebhaber und unter den israelitischen Führern und Königen ve? örste. der Pferde im Kriege be nutzte. Er war der Begründe? der Cavallene und Krleaswaaenabtbei lnng im israelitischen Reiche. Wenn e3 nun auch an zwei Stellen im Testament heißt, daß Salomo seine Pferde .durch Händler au2 Egypten bezozen. so melden zwei aadere Stellen der Schrift, daß er sie .auch aus allen an deren Ländern" erhalten habe und außerdem Pferde und Maulthiere als Geschenke bekam." Daß Salomo Pferdezucht betrieb, dafür sprechen viele Momente; daß er zur Zücktung einer besonders schonen und tüchtigen Rasse daö spanische Pferd wählte und entweder in der Gattung rein erhielt oder aber mit einheimischen Pferderassen kreuzte, sei sehr wahrscheinlich Carften Niebuhr berichtet, daß nach Ueberlieferung der Araber die araoi .schen Vollblutpferde Köchlani" oder Kobeni von der Stutere: des Ko uigZ Salomo abstammen sollen, und C. Guarmani bestätiat dies durch die Mittheilung, 'daß die arabischen VeDumen uöerlleserungsgemak Salomo die Einrichtung von sieben Stutereien zuschreiben und ihn für den ersten Züchter von Vollblutpferden halten. Sonach wären es die den Israelitin benachbarten Araber gewesen, welche die salomonische Pferderasse, wenn auch abgeändert, fortgezüchtet hätten. Mehrere Schriftsteller bestreiten zwar. 'W3 die Araber vor GbuBt Gebur

Pserde besessen hätten, eve? Josephuö behauptet, der Bezug von Pserden aus Arabien durch Salomo lasse sich nachweisen. Eine Sage erzählt, daß Menilesek, von den Arabern ilra cl hakim, Sohn des Weisen, genannt, c;n Sohn Salomo's und der Königin von Saba, das Land Arabien von einem Meere bis zum anderen beherrscht halt; eine andere Ueberlieferung theilt mit, daß die Asched, die ersten unter den Arabern, die sich einen Namen durch ihre Pferde erwarben, ursprünglich von Salomo bei Vermählung mit der Königin von Saba ein Pferd zum Geschenk erhalten hätten und daß dieses der Stammvater mehrerer edler Pferderassen geworden sei. Auch Lady Anne Blunt berichtet, es sei ihr von Aödel Kader mitzetbeilt worden, daß die vornehmsten Pfettefamilien der Araber von fünf Stuten des Königs Salomo ihre Abstammung herleiteten. Zum Schlüsse meint Anderlind. er habe bei seinen Untersuchunzen nichts gefunden, was die Mittheilung von Lopez Martinez. daß die Ställe Salomo'Z zahlreiche spanische Pferde bcherbergten, widerlegt hätte, aber Manches, was dieser Ansicht günstig sei. Die von Salomo begründete Pferderasse könne zu den Arabern gelangt sein und diesen als Grundlage zu den von ihnen gezüchteten Vollblutrassen

gedient haben. NußlandS Kriegöhäsen DaS große russische Reich arbeite! unausgesetzt an der Erschließung sei ner großen Landgebiete, an der Nutzbarmachung seiner großen Ströme und Wasserwege. Im gleichen Maß'. aber erstrebt und verwirklicht jenes Land die Stärkung und Förderung seiner maritimen Machtstellung. Und zwar durch eine stetige Vergrößerung der ??lottenmannschaft unö ve Schiffsmaterials, sowie auch durch Anlage neuer Stützpunkte für seine Flotte. Rußland benkt nicht weniger als zwölfKrieasbäfen. fünf ersten Ranges: Kronstadt, Petersburg. Nikolajesf. Sebastopol. Wladiwostok und sieben zweiten Ranges: Svcooorg. vteöai, Archangelsk. Baku, Batum, Nikola jefski und Kagala; dazu kommt der im Stadium des Bauanfangs befindliche Kriegshafen Libau. Kronstadt und Petersburg liegen am Ende. Reval südlich am Ausgang des Finnischen Meerbusens und Söea,,k .na OtnT4ti im t f TT fl(1Tt Wltj U U 1111V illlllUU llll cyuUi w.i Helsingsois. Der Finische Meerbu. 7 . 1 .5' r ?. . :. -atil. tn i omi ouriy vier jirica sen besetiat. Zu dem lm Bau begriffenen Kriegshafen Libau, nahe der deutschen Grenze, ist am 24 August 1893 der Grundstein gelegt. Neben Kronstadt soll Libau der wicktkaste Vasen der russischen tseeküste werden. !ti neuerer Zeit sind aber sehr ungünstige Urtheile über l bau durch die russische Presse gegan qen. Man saqt nämlich, der Kriegs Hafen habe schon jetzt, einerseits durch die veränderte Sachlage rn Ostasten mit Bezug aus den lapanisch-chlnest' schen Krieg, andererseits durch die ErÖffnung des Kaiser-Wilhelm-Eanals. seine strategische Bedeutung verloren. Auch die Mittheilungen über den Fortschritt der Wasserbauten lauten keineswegs aussichtreich. Kann die große .Baltische Flotte sich dereinst auf fünf Kriegshäfen stützen, so besitzt die Schwarze-Meer-Flotte" deren drei. Bis zum Jahre 1870 war das Schwarze Meer neutral: alle Häfen waren dem Handel, dem friedlichen Erwerb aeöfsnet. In den 23 verflossenen Jahren, seitdem Rußland, aller Vertragsrechte ungeachtet, mit dem Bau von Kriegsarsenalen und Schiffen vorging, ist einc gewaltige Flotte geschaffen, eineStreitkraft, die unter allen Umstanden be fähigt ist. die Herrschaft auf dem Schwarzen Meere unbeschrankt aus zuüben. Sebastopol, an der Süd Westküste der Krim, ist ein Flottenarsenals ersten Ranges, das vom 1. Dezember 1895 ab ausschließlich Uitah maritimen Zwecken dienen wird. Dic Interesse der Handelsschlsfsahrt müs sen von diesem Tage an in dem neuer bauten Handelshafen zu Feodosta, an der Ostküste der Krim, befriedigt werden. Unter den Erweiterungen der Werft u Sebastopol ist der Bau eines schon im nächsten Sommer fertig zu stellenden Trockendocks von 167.75 Meter Lange bemerkenswerth: das bisherige. 145 Meter lange Dock soll den modernen Anforderungen nicht . cm r i . C meyr genügen. 3uie uersl zu eoa stopol wird übrigens derart verzrö ßert, daß schon im nächsten Jahre zwei Panzer und drer Kreuzer auf Stape gelegt werden können. Der KriegsHafen Batum, am Südostufer des Schwarzen MeereS. dem Rußland im Jahre 1886 den Charakter als FreiHafen nahm, soll nach einer kürzlichen Meldung in Zukunst ebenfalls ausschließlich als Kriegs Hafen dienen. Der Handelshafen soll nach dem etwaS nördlicher gelegenen Potl verlegt e? den. Als dritter KriegShafen komm noch Nicolajeff an der zukünftigen Mundung des prozectirten 1600. Kilo meter lanaen EanalS wischen der Off see und dem Schwarzen Meere in Betracht. Die aesammte russische See macht im Schwarzen Meere befinde sich zu? Zeit in einer Umwandlung Nach Durchführung der Reoraanlsa tion soll der General-Gouverneu? von Sebastopol den Oberbefehl über die gesammte Kuftenvertheidigung erhalten und den Titel Oberbefehlshaber der Schwarzen-Meer-FloUe fuhren, Da3 Kaspische Meer hat nur ewen Kriegshafen, Baku, übrizenS der beste Hafen am ganzen See. Im Jahre 1867 wurde die Admiralität und de Kriegshafen von Astrachan nach Baku verlegt. Die Bedeutung des HafenZ ist nicht sonderlich groß, schon weil das Kaspische Meer ein Binnengewässer ist. Ebenso steht's mit dem Kriegs Hafen Kagala am Ambu (Orus). Ma findet diesen Ort nur selten genannt. Archangelsk. rn dc? Dwina-Mus

cning, it als riegshafen ebenfalls nur von untergeordneter Bedeutung. Rußland braucht auf die Anlagen dieses Hafens auch kein besonderes Gewicht zu legen, denn von der Nordseite Rußlands wird wohl schwerlich jemals m trt r.

ein angriff crjoigen. Von zweifellos bober Bedeutung da gegen .sind Wladiwostok und Nicola jefsk. Weide sind wirkjame stunpunkte der großen russischen seemachi in den ostastatischen Gewässern. Ver. möge dieser Hasen ist Nuszianv m Stande, jederzeit mit Waffengewalt dort aufzutreten, wo es in Ostasien seine Interessen bedroht alaubt und Interessen" haben die Russen bekanntlim überall. Wladiwostok, cui der in der Bai .Peter des Großen" ge lezenen Haldlnsel Murawjess, nq weit von der chinesischen Grenze ent, fernt, wurde im Jahre 1871 KriegsHafen. Wenn sich bisher der Winte, recht unangenehm bemerkbar gemacht hat. weil der Hafen alljährlich während mehrerer Monate zugefroren war. so sind im letzten Jahre Versuche gcmacht, einen eisfreien Canal zwischen dem Hafen und dem Meere herzustellen. 'ie waren von veryaltnivmakio gutem Erfolge und sollen im nächster Jahre wieder aufgenommen werden. Jedenfalls würde viel gewonnen sein. wenn die )auer oer lsoloraoe tot sentlich abgekürzt werden könnte. Ni-. kolajefsk liegt am Amur und dieses bildet auf langer Strecke die Grenzzwischen Sibirien und China; al: strategischer Punkt befindet sich abe Wladiwostok in ungleich günstigereLage. Bei ihm wird die große siöiri sche Eisenbahn, wenn sie einst ferti, gestellt ist, münden und dadurch wir' der Werth des Kriegshafens bedeu tend erhöht. China, Japan und viel leicht auch einige europäische Mächtwerden dann doppelt Ursache haben das Treiben Rußlands unweit fremde: Bodens scharf zu beobachten; de Wunsch Rußlands nach weiteren Ge bietZvergrößerungen in Ostasten ist j klar erkennbar. Wo Rußland neues Gebiet erwerbewill, da concentrirt eZ seine Streit kräfte. Es liegt System darin, da'die Flotte und die Kriegshäfen sowol des Schwarzen Meeres als die in Ost asten so eifrig gefördert werden. ,,, ftlt englische Thronsolgtsraäe Unter itmll& aebermnikvallen Re benumständen ist der .ftnrnkf. Aeit." ein Schriftstück zuaeaanaen. dessen ?knhalt gewaltiges Erstaunen hervorgerue t i cm : " rx !ti w(eil ijau aic roatcn, a,icivi oa Blatt, geneigt gewesen, anzunehmen, es handle sich in dieser Zuschrift um .: . r-v i . i -v . r : ei. cf cincu oerspa:eleii ooer uiijiuqwuyiu scherz, wenn unS nicht Form und Ton der Einsendung überzeugt hätten, daß es dem Einsender bitte? ernst um seine Ausführungen ist. UeberdieS weiß . ri. -.11 Ll man, oag oie meriwuroigiien pouu schen Sekten in und außerhalb Großbritanniens die merkwürdigsten Ideen mit Hartnäckigkeit verfechten und daß das Beispiel der Jakobiten", die noch heute die Rechte des Hauses Stuart geaen die Usurvatoren aus der enaliicb hannoverischen Dynastie verfechten, keine vereinzelte Schrulle ist. AIS bloßes Curiosum demnach, das doch möglichenfallS eine tiefverbsrgene Strömung anzeigt, von der man nicht weiß, woher sie kommt und waö sie bezweckt. dringen wir das Schriftstück im Nachfolgenden unseren Lesern wortwörtlich zur Kenntniß: Die englische ThronfolgeFrage. Gewiß wird sich Mancher wundern, von einer englischen Thronsolgefrage zu hören; und doch existirt eine solche. Bekanntlich ist der Prinz von Wales 1841. seine Schwester, die Kaiserin Friedrich, aber 1340 geboren. Nun hat man bisher allgemein angenommen, daß die Söhne bei der Thronerbfolge den Töchtern vorangehen. In England ist dem jedoch nicht so; das Erbgesetz des Königlichen HauseS, soweit man überhaupt von einem solchen reden kann, macht keinen Unterschied zwischen Söhnen und Töchtern, sonvern spricht nur von Kindern überHaupt. Diese sensationelle Entdeckung ist dem verstorbenen Professor der Geschichte Froude in Ozford zu verdanken. und die eifrigsten Versechter der Idee sind in England Lord LonSdale, Lord Methuen, und last not least, in allerjüngster Zeit, de? berühmte Schriftsteller undHerauögeber der Review of ReviewS": William T. Stead. Letzterer weist darauf hin, daß England immer größer war unter seinen Königinnen, als unter seinen Königen, und Victoria II. würde besonders bei dem weiblichen Theile der Bevölkerung sich einer immensen Popularität erfreuen. Merkwürdiger Weise hat sich aber die Prinzeß Royal. Kaiserin Friedrich, diesen Bestrebungen gegenüber sehr ablehnend verhalten, vielleicht weil nach ihrem Tode die Krone an ihren ältesten Sohn, den Kaiser Wilhelm H., übergehen würde, und weil sie glaubt, daß eme Vereinigung der beidenRiesenreiche unmöglich wäre. Sie hat deshalb erk:art, daß, selbst wenn sie zur Thronfolge berufen würd-, die Krone an ihren lungeren Sohn Heinrrch übergehen solle. r. ?tntl bezieht sich nun Kaiser Wilhelm U. auf sein gutes Recht: er ist das älteste Kind des ältesten Kmdes der Königin, und als solches nach englische Erbfolgegesetze nach seiner Mutter der nächste legitime Erbe der englischenKrone, und niemand An de?. Er ist überzeugt, daß die Ver. emigung Großbritanniens undDeutschlandS nicht nur für diese beiden Länder. sondern für die. ganze Welt von dem größten Nutzen sein würde. Kaiser Wilhelm ist gewiß nicht de? Tlir.n, der sem Recht sich nehmen läßt; er ist jedoch taktvoll genug, bei Lebzeiten seiner Großmutter sich zurückzuhalten. Vielleicht ist es jetzt verständlich, was die räihselhaften Worte bedeuten, emst das deutsche Hee? und die deutsche Manne über den Oeean vanoern würden. ' J !

In England erfreut sich, Kaiser Wilheim mit jedem Jahre größerer Sympathien. Bisher war die Entdeckung Froude's nur in engem Zirkel bekannt, Mr. Stead aber wird sckon dafür sorgen.

die Idee populär zu machen. J.enr w - r . i . saus ,lno naa? oem Ävieven der Konigin Victoria I., das Gott noch lange hinausschieben möae. in Enaland arKUeberraschungenzu erwarten. Die Erbschaft der Königin Maria Christine. Es handelt stch hier nicht um die derzeitige, gleichnamige Königin Regen tin von Spanien, sondern um Maria Christine, die dritte Frau des Königs Fernando VH. Aus ihrer Ehe mit dem Letzteren entsprangen zwei Kinder, d?e Königin Jsabella II. und die Infantin Luisa Fernanda. Nach dem Tode ihres Gemahls verliebte sich CHristine sterblich in Fernando Munoz, einen Soldaten der Leibgarde, der sich durch seine stattliche Erscheinung auszeichiiete. Die Königin, ohne sich um die Opposition ihrer Schwester, de? Jnfantin Carlota (die bald nach einem im Palaste vorgekommenen Skandal starb, wie es heißt, an Glst), noch um das Gerede der Leute und die öffentliche Meinung zu kümmern, machte den Gardisten zum Herzog von Riansares und heirathete ihn. Won ihm bekam sie 8 Kinder: Don Augustin, Don Juan. Don Antonko und Don JosS, die unverheirathet starben; die Gräfin von Vista - Alegre, die einen Sohn hinter ließ; den Herzog von Tarancon, der mit der reichen Donna Eladia Vernaldez de Quiros vermählt ist; die Gräfin von Castillejo, die den Prinzen von Drago heirathete, und die Gräfin de Jsabela, derzeitige Gemahlin des Marquis von Campo Sagrado. Maria Christine bestrebte sich, ihr Testament so aufzusetzen, daß Processe zwischen ihren Erben vermieden würden, indem sie alles Gut und Vermögen, das sie von Fernando VII. erhalten, der Könrain Jfabella und der Jnfantin Luisa Fernanda. ihr ganzes Privatvermögen aber den Kindern des Herzogs von Riansares, der, wie es im Testamente heißt, sie zeitlebens so glucklich zu ma chen verstanden hatte, vermachte. Trotz der von ihr getroffenen Vorsorge ent stand zwischen den Erben ein Proceß, ver 20 Jahre gedauert hat und erst jetzt, vor einigen Tagen, in einer von den hervorragenden Rechtsgelehrten und Politikern Salmeron, Gamezo. Maura, Mehia und Gil vermittelten Abfindung seinen Abschluß gesunden hat. Es war auch Zeit, denn das ansanglich auf 200 Millionen Pesetas ge schätzte Vermögen der Königin Chri stine ist in Folge der Gerichtskosten auf 10 Millionen zusammengeschmolzen. Diese Summe werden letzt 20 Interes senten unter sich theilen. Deutsche Local-Nachrichten. reittt, ff ratttttbtxV0. B e r l in. Die Einwohnerschast Qerl nS wird seit einiger Aeit mit Ur Hebungslisten seitens der Behörden in suhlbarer Welse belästigt; valv rm Zwecke der Steuerveranlagung, bald der Statistik, bald für die allgemeine Volkszählung, werden den Einwohnern Formulare . zum Ausfüllen uoerzanoi. DaS hat vielfach Unwillen erregt, und es wird enätlr. dak ein hiesiger Bürger im Unmuthe über die zahlreichen Anforderungen wegen Ausfülluna von Formularen unter ein solches, oesonderö reich mit Columnen ausgestattetes . - . i Formular geschrieben yai: Im mou atn ttat ick an. dak bei unS im Win ter am Donnerstag noch immer Erbsen und Sauerkobl aeaessen wird." Die ser Tage hat hie? die Hochzeit einer wohlhabenden berliner iLrunsrambändlerin mit einem Neaer stattgefun. den. der lanoe 5ieit in Berlin gelebt hat. DaS junge Paar ist nach New i . r i . Zit J&'ifi you aogeoampfl, wo es ein r,u,u anfangen will. Wenn diese Nachricht stA beltätiat. werden der iunaen Frau bald die Augen aufgehen. Der Geh. C M tfT M M anzielierrelar er wiuinviwwn sion Gottlieb Knaust, aus Gudensberg (Hessen) gebürtig, ist am Tage vor seiner Hochzeit verscywunoen. Potsdam. Ein altes, historisckieS Kebäude. daS von Friedrich Wilbelm l. neben dem schmalen Neustädter Thor zwecks Verhinderung der Flucht seiner Riesengardisten errichtete Wachtgebäude. soll demnächst abgebrochen werden. Vrovin, Vstprugn. - Königsberg. Neulich NachtS wurde ein Posten, der an der PionierKaserne vor dem. Sackheimer Thor Wache stand, von mehreren Personen, die zur ControWöersammlung erschienen waren, insultirt. Als nach dem Posten mit Steinen' geworfen wurde, gab er Feuer, wobei em Tumultuant durch einen Schuß in die Brust getödtet wurde; ein zweiter erhielt einen Streifschuß quer über die Brust und wurde schwer verletzt nach dem Krankerhause überführt. ' M e m e l. Auf der Werft der biestgen Schiffszimmerer-Genossenschaft, ist der Bau eines neuen Hochseesische-rei-Kutterö beendigt, wahrend ein zwei te? sich im Bau befindet. Beide Fah? ttu sind von den Herren Lorenz Süderspitze in Bau gegeben und sollen , . ft 'ltl-C. ' V- O.. im naaz nen ,umaor oer fr r . ! C.ili ucncrti in rniwn iicica. suzt ucicu ertige Kutter ist der größte von allen ?abr,euaen dieser Art. die auf der genannten Werft bisher gebaut worden sind. S o l d a u. Neuliob - AbendS mel bete die Tochter der Arbeiterwittwe Anna Bera den Tod ibrer Mutter einem -hier wohnenden Verwandten, der daS Madchen denn auch zur Bestellung eineS SaraeS beauktraate und selbst die weiteren Vorbereitungen zur Beerdigung treffen wollte. AIS man anverthalo Stunden spater die Waschung der anscheinend Todten- vornebmen wollte. ' richtete sich ' diese plötzlich auf und fragte die Umstehenden: .WaZ wollt Ihr 'nun eigentlich ' it mir vor nebmen. lakt mick dock i -',.ia lieoen!' Den Schrecken der Anwe senden tan f jt . n .rr man n nvai vorneuen. .. -

Provinz Mstpruffen. Schwetz. Bei der Zwangsöersteigerung der Rittergüter Kozlowo.Skarnewo und Konopath, welche bis vor Kurzem zum v. Zboinski'schen Fami-lien-Fideikommiß gehörten und dann

in das Eigenthum der Frau Cam:lla v. Turorska übergegangen waren, ist der Kaufmann Jsaak Rs-zinski aus Charlottenburg mit 240.600 Mark Meistbietender geblieben. Straßburg. Kürzlich brannte auf dem 8 Kilometer von Straßburg entfernt gelegenen Gute Swierczin die dem Rittergutsbesitzer schwanke gehorige Brennerei nieder. 3 o p p o t. Das neue industrielle Unternehmen an unserem Orte, eine Molkerei mit Dampfbetrieb, ist bereits soweit gefordert worden, daß der Betrieb der Molkerei in nächster Zeit beginnen kann. Die Molkerei befindet sich in der Danziger Straße. Die Gebäude sind neu erbaut. Vrovlnz Vonirnern. Greifenberg. Bei der Feier des Stiftungsfestes in der Aula des Gymnasiums überreichte andrath Dr. von Thadden der Schule ein Bild des verstorbenen Direktors Professor Dr. Riemann, welches von früheren Schülern desselben beschafft ist, und in der Aula neben dem Bilde deö ersten DirektorS Professor Dr. Campe seinen Platz findet. GreifSwald. Der Privatdocent Professor Dr. Wilhelm Müller ist zum ordentlichen Professor ernannt worden und demselben die durch den Tod deS Professors Dr. Gerstäcker frei gewordene Professur sur Zoologie übertragen worden. K o l b e r g. DaS hiesige Dom- und Real-Gymnasium schaut auf eine 50 jährige segensreiche Thätigkeit zurück und sind bereits zahlreiche frühere Schüler der Anstalt hier eingetroffen, um an der Jubelfeier theuzunehmen. Vrovin, Vos-n. Ostrowo. Dieser Tage ist aus dem Dominmm Gostvczvn, dem Rit tergutsbesitze? Robinski gehörig, ein EmwohnerhauS bis aus die llmsas sungsmauern niedergebrannt. Das Mobiliar ist gerettet worden. Allem Anscheine nach ist der Brand durch fahrlässige Brandstiftung entstanden. Ple schen. Kürzlich feierten in Jaratschewo drei Jubelpaare daS Fet der goldenen Hochzeit, nämlich die Schuhmacher Josef Gawronskischen, die Lorenz WiZrnewskischen, sowie die Valentin Dombeckischen Eheleute. GawronZki und Dembecki erhielten Gnadengeschenke in Höhe von je 40 Mark, für WiZniewski steht daS Ge schenk noch auS, da derselbe sich zu spät darum beworben. Sämmtliche Ehe paare erfreuen sich noch einer kräftigen Gesundheit. N o g a s e n. Lehrer Zellner hier feierte in dieser Woche im Wieczorekschen Saale sein 25jährigeS Jubiläum als Lehrer der hiesigen katholischen Schule. Vvovlnj Shl,st,n. Breölau. Dieser Tage ist die neben dem Gasthaus Belvedere vor dem Nicolaithor gelegene Fiedler'sch BergwerkS-Zündkapselfabrik aufaeflo gen. Die Ursache der Erploston ist unbekannt. DaS Gebäude wurde voll ständig zerstört und gerieth in Brand. Auch die Nebenhäuser sind in Mitlei denschaft gezogen. Vier Personen wurden chwer verletzt, eine Frau, ein Mädchen und zwei Knaben. Der eine der letzteren, der fahrige Sohn des Besitzers der Fabrik, erlag bereits ses nen Verletzungen. B e u t h e n. Aufsehen erregte hier die Verhaftung des Bergmanns Ortel. Er soll lm Man den Bergmann Ma ruschyk ermordet haben, dessen Leiche im Roitaer Teich aufgefunden wurde. Der Arbeiter Galus ermordete durch Schlage Mit einem Knüttel seine Frau Das Motiv der That sind eheliche Äwi. A ! fi 1 i . cm . . . ligiellen. wer moxctx wuroe veraftet. Neisse. Dieser Tage begab sich der Invalide. George Rieger auS Al teweide nach Neisse, um auf der Kreis. steuerkasse für sich und zwei andere Invaliden feines OrteS die Pension im Gesammtbetrage von 87 Mark ab zubeben. Auk dem Nackbauseweae ist Nieger zwischen Heidau und Altewald angefallen, deS Geldes beraubt und durch Messerstiche und Steinschläge auf den Kopf derart verletzt worden, daß er, ohne eine nähere Mittheilung von dem Mörder geben zu können, verstor ben. VrsVlnx $ai;rn. E r f u ? t. Die hiesige Strafkammer verurtheute den. Schutzmann Klo pfer in Arnstadt, welcher einen Lehrer ohne besondere Veranlassung verhafte und ihm im Polizei-Bureau zu Arn stadt ohne allen Grund zwei heftige r-s , . n. r yrseigen geaeoen yane, wegen nor Perverletzung im Amt zu drei Mona ten Gefängniß und Enthebung vom Amt. Kelbra. Eine äußerst seltene Wette, welche die Versetzung eines Be amten vom yrte zur Folge hatte, ist hier zum AuStrag gebracht worden Einige junge Leute unterhielten sich von den Drangsalen der Einwohner von ParlS wahrend dn Belagerung im Jahre 1370. Hierbei äußerte der Eine, er könnte sich nicht entschließen, eine Ratte zu essen. Sosort erbot sich ein junger Beamter zum Verspeisen n ner gebratenen Ratte, wie in Paris damals häufig geschehen. Die Wette wurde angenommen, und im Beisein seiner Freunde verzehrte der junge Mann den eigenartigen Braten. Die vorgesetzte Behörde oeö Beamten war mit solchen Wetten Nicht einverstanden und ueß ihn versetzen. Naumburg. In 14 Wein bergSgrundstücken deS KreiseS Naum bürg find Reblauöherde ermittelt wor den, gegen welche polizeiliche Schutz maßregeln in Anwendung gebracht worden sind. Auch in den Freyburger Weinbergen (an der Unstrut) sind Reblauöherde aufgefunden worden. Vrovin, Stzl?kg'Lolstin. Altona. Wegen MajestätSbeleidiaung wurde, vom Landgericht 1 die Ehefrau deS . Arbeiters Borchart zu zwei Monaten und 14 Taaen Gekana-

niB oerurtheilt. Sie soll am s0. d. I. diese Strasthat begangen haben, als sie sich mit emer Freundin" übe? die Ablehnung der Bismarck Gratulation seitens des Reichstags unterhielt. Als diese Person sich später mit ver

Borchart erzürnte, lief sie zum Staatsanwalt. Die Verhandlung fand un ter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Krel. Ein auS dem Zuchthaus m Rendsburg entsprungener Einbrecher kam hierher und verübte einen Einbruch m daS Comptoir der Kieler Mühle. Während er versuchte, den Geldschrank zu offnen, wurde er übe rascht. Er flüchtete in einen Neubau, konnte aber dort verhaftet werden. Wandsbeck. Beim hiesigen stad tischen, Gaswerke wurden bedeutende Unterschlagungen undFälschungen entdeckt. Der Thater, Bureaugehllse Ernst, ist verhaftet. Vrovinx Äannover. Langeroog. 90,000 Dunenhalnipflanzen für die Düne vor Helgoland bestimmt, sind von hier dorthin abgesandt worden. Leer. Dem cand. min. O.,A. Vode von hier wurde seitens deS ConsistoriumS zu Aurich die HilfSpredigersielle in Rekum, Gemeinde Neuenkirchen a. W., verliehen. Dieselbe ist jetzt neu gegründet worden und ge hört zum diesseitigen Consistorialbezirk. Norden. Ein Denkmal deS Astronomen Fabricius wird demnächst auf dem Fridhofe zu Osterl enthüllt werden. Werden. In einem Alter von 92 Jahren verstarb hier der früher in Wolterdingen bei Soltau als Predi ger tyatta aewe ene usa tot emcr. Matrhäi, seit Jahren in Verden wohn haft und der älteste Mitbürger unserer Stadt. Vrovin, V?-stkaln. Münster. In de? Bauerschaft Limöeren stürzte ein 13jäh?iger Bauernmnge an derselben Stelle, an welcher vor drei Jahren sein Vater verunglückte, vom Pferde und blieb todt am Platze. In der Irrenan stalt in Lengerich wurde der Direktor Dr. Schäfer, als er den Kranken seine Morgenvisite abstattete, von einem derselben plötzlich mit einem Messer in den HalS gestochen. Der lebMtsge fährlich Verletzte wurde in das Spi tal von Osnabrück gebracht, und dort aelana eZ. die durchschnittenen gro ßen Halsgefäße zu unterbinden. Die Aerzte hoffen ihn am Leben zu erhai ten. Ranxel. Der am 14. d. MtZ. auf der Lampenstube der Zeche Viktor" durch Benzin schwer verbrannte Bergmann KlemenS Vrüning von hier ist durch den Tod von feinen grotzen Schmerzen erlost worden. S a e r b e ck. Hier starb der katho lische Pfaerer Hömck, der nicht weniger IS 57 Jahre im Dienste der Kirche ge wirkt hatte. VtinprsVin,. Barmen. Zwei hiesige Polizeisergeanten wurden im vergangenen Jahre wegenKLrververletzung im Amte durch die Strafkammer in Elberfeld zu drei Monaten Gefängniß verur theilt. Durch inzwischen eingetrofsene Allerhöchste Entscheidung ist die Strafe im Gnadenwege in eine Geldstrafe von 60 M. umgewandelt worden. D i e b l i ch. Den Fuhrmann Bon kirch von hier fand man vor einigen Tagen an einer steilen Böschung als Leiche. Man nahm emen Unfall an ES ist jedoch jetzt festgestellt, daß de Mann ermordet wurde. Vr,in, Vss-nNal7au. Eltville. Die hiesigen Stadt verordneten haben sich mit 12 gegen 2 Stimmen gegen den Bau einerStra ßenbahn Rüdeöheim-Kastel erklärt Damit ist die Ausführung des oft sprochenen PlaneS fehr in Frage gestellt worden. FlörSheim a: M. Der Maschinenputzer Georg Kohl dahier, wel chem auf der Tannusbahn die Beine abgefahren wurden, ist durch den Tod von seinen qualvollen Leiden erlöst worden. Frankfurt a. M. Der WeinWirth Hieb in der Steingasse feuerte auf seine Ehefrau Revolverschüsse ab, ohne sie jedoch' lebensgefährlich zu verletzen. DaS Motiv zur That soll Eiversucht fein. Der Thäter ist entfloyen . Ein Ver'ich-terstatter d:s Shai?gh2Z Mercury" beschreibt in einem aus Futschau datirtur Briefe das bJutfg: Schauspiel ider Hinrichtung von sieben wegen d.?r Greuelthaten in, Kuchenz zum Tode verurtheilton Chinesen. EZ hißt dem Berichte: Die ausländischen Commissäre brachen sehr zeit'rg auf und wan um 6.15 Uhr frü schon im Rathsgebäude versammelt. Sie setzten sich außerhalb der großen Pforte nieder. A ewem Tisch: in der Mitte saßen te? Taotai ud der Präfect. Em doppeltes Spalier von Soldaten trennte das Gebäude von der Sbraße. Als die Commissäre Plat nahmen, ertönte ein Paukenschlag und eZ wurde eine Salve abgefeuert. Dann wurde von d:n Verurtherlten Einer nach dem Anzderen auS seiner Zelle herbeigeschleppt und seh? eilig vor die Veamtsn gebracht. Dort knie.'en: bis Sträflinge nieder und wurden. to:a ir einen Korb gepackt. An ihrem Nücke war ein Bambusstock mit einem Strick Papier befestigt, auf dem der UrtheilIspruch zu lesen war. Nunmehr bezaben sich der Präfect und die ganze ObrigkeU m fcharülchenon Gewändern nach dem Richtplatze am Flusse, außerhalb deS Stadtthors, wie es der Brauch nebxtet. Auf e'zn, gegebe-nes Zeichen san fen . d!e Verurtheilten nieder auf die Knie ur?d die fünf Scharfrichter gingen m ihr grausig'S Werk. Als die Enthauptung vollzogen war, Zauchzteie kmsendköpfige Menge und schlug in die Hande. Die abgeschlagenen Köpfe der Uebelthäter sind jetzt in offenen Körben an besonders belebten Plätzen der Stadt zum warnenden Beispiel ausge-stellt.-Vnlangt Mucho'S Best Havanna Cigark."

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(tifi!ml& meiner Stärke ist vollkommene Ve? dauuna. Ich aebraucöe den Lckt?n 5asn Hoss'schen Malzeprakt und finde, daß er mir sehr viel zur gesunden Verdauung und Assiulilicung der Nahrung hilft.(gez.) Eugen Sa ndow. Seid aus der Sut vor Y?aKk,mn, Der üchte Extrakt tragt den Namenizrig vva auf der Etikette am Flaschenhals. Eisner & Mendelfon Ca Alleinige Agenten, New Fork. c 1 Ein dankbarer Vatient, In fclntn Name nicht genannt haben will, nd der tnt voustänolge SiederyerstkUung von schme, rem Leiden einer in einem Toktorbuch angegede nen Arinei verdankt. lZkt durch unl dasselbe toüttu frei an letne lelvenoea 'M,:menchen vtxä)itn Diese aroke Buch ntbllt Vttitott. dir la Uttt Apotheke gemacht werden können. Schickt Ku dresse ralt riesmarre an ..Vrivat llnlr und Ditpensary," 23 West 11. Str.. Sie ork. . v. L 1 EiusSriHe c: Der Herren Freund Unsere vollkommene Evrit ki mit ieder filofS. SJ?a41 Jtine Flecken. Verhütet Etrikruren. Heilt Tripper und ittterIuk tu l tu 4 jcaqcn. Kragt Avorvekern ajslZ. verend rn xpreg 7 yicn amuurc: UALYDOR MFG.CO..LANCA3TER.OHIOb 4 t-s irmw Jnlektion. Sine perniancute kkur j der hartnäckigst,' FZ ron Souorrhea und ? J Vleet, flaranlirt tn von I tu tj xaaen; lein andere Behandlung dtdig, und ohn die an ekelnden Resultat bei Einnehmen von Su. Z veo, epaioa ov,r canoeioi. I. gerre (Brcu'l 'j;c4folaet). rc.vrtr, taitl. er f tauft do n alle L rüg giften. tji Kinau8labule8. klpsnz Tabvles srs compounded from a prescription widely used by the best medical authorities and are pro sented in a form that is be coming tho tashion everywhere. RIpans Tabules act gently but promptly upon the liver, stomach and intestines; eure dyspepsia, habltual constipation, orTensive breath and headache. " One tabule taken at the first svmptom of Indigestion, biliousness, dizziness, distress i: aster eating, or depression of : spirlts, willsurely ana quicKiy remove the whole düHculty. Pn'c, 50 cnts a box. RIpans Tabules may be obtainedof nearest druggist; or by mall on recelpt of pries. RIPAN3 CHEMICAL CO., 10 Spruo 8tr NEW YORK. ikxrmls Dampf TeppichNeilligungswerke, Ccke St. (Stait Ttraße und Canal. Teppiche gereinigt, renovirt, wieder gelegt und gepaßt, und alle Arten von Reparaturen. TVephon 610. . CAIV I ODT Alls A PA TEXT? Torrn m irnpc aoiwer na an oone opinion, wnu xq UNN Al CO.. who bare hd naarlT flftr tm zprine In th patent boalneaa. Cornrnuniea tloniitrictlr oonfldtntUU ilaodbookof la focmatlon concernlnc Patent and bow to ob taln tbem lent fre. Also a catalogua oX jaaebaa. toal and iclentlflo books sent free. Patent t&kn thrnnoh Unnn Jk V rmtmtw 4ciai notlce In tb Kclestl fle Amerlcaa, anZ Clua ara brought widely bsoratb publtowltn out con 10 ioa inrenior. im laiencua papar, tuaad waaklT, elearantly 111 os trat d, bu by xar tSi largact etroulation of any aoiantlao work la Ib world. 83 year. 6ampla coplea aast fraa. Bolldlne LdUlon.taontbly, flSO a year. Stuft Coplea, iü centa. Krery namber containa daan tliul platea, in colorm, and photoraphi of oev bonaas. witb plana, anabltna Daildra so hoir tba Uwt 1 a!en, and sacore oontracta. Addreaa kUNN & CO XtW YORK. 3tJl fiKOADVAT.

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