Indiana Tribüne, Volume 19, Number 70, Indianapolis, Marion County, 27 November 1895 — Page 2
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Vviw vvivhhv Erscheint Täglich und Somttagö. Die tägliche Tribüne kostet durch den Träger 33 Cent per' Woche, dle SonntagS.,Tribüne"S Setk per Woche. Beide tusame IS Cent Ut Cent pervkinst, Per Post außerhalb de, (Statt zugeschickt tu Vora?bezahlung $. pe, Qair. OflUtt 18 Vüd Vlavama Ztraftt Indianapolis, Ind., 27. November '95. Schwankungen ln der Einwände rung. In dem am 30. Juni 1893 beend:im Fiscaljahre sind, nc:ch AuZn?cis des Berichtes 'des EinwZnderungs-Coi-iZssärS, 258,526 Immigranten in unser Land gekommen und hat die EinVanderunz mit dieser Zahl den tiefsten Stand seit dem Jahre 1849 erreicht. Daß der in Folge der allgemeinen Depression eingetretene Rückgang in der Einwanderung nicht weiter anhalten, letztere vielmehr bald wieder einen Aufschwung zeigen wird, ist die Ansicht dcs Commrssärs und diese wird allgemein -getheilt. Als mit der Panik des Iah. res 1893 nicht nur die Einwanderung fiel, sondern auch die Rückwanderung nach Europa ungewöhnliche Dimen swnen annahm, traten Propheten auf. welche behaupteten, von nun an werde die Einwanderung stetig fallen; daß diese Leute Recbt behalten werden, ist nicht anzunehmen und spricht der Ein-wanderungs-Commissär selbst es als seine Ansicht aus, daß in dem laufendenFiscaljahr zum Mindesten 300.000 Immigranten in das Land kommen werden. Seitdem die Einwanderung überHaupt eine gewisse Bedeutung angenommen hat, gab es wiederholt Perioden, in denen dieselbe durch kriegerische Ereignissö oder Geschästsdepressionen nachtheilig beeinflußt wurde. Als dle Panik des Jahreö 1837 ausbrach, hatte die Einwanderung für jene Zeit ihren Höhepunkt reicht, denn in dem ge nannten Kalenderjahre, welche mit dem FiZcaljahre zusammenfiel, waren 79.000 Immigranten in daö Land ge kommen. AIS die Kunde von der in Amerika herrschenden schlechten Zeit in Europa weitere Verbreitung fand, fiel .der Strom der Einwanderer bedeutend und im Jahre 1833 belief sich die Zahl derselben nicht ganz auf 39.000, war also um über 50 Procent geringer als .äm Borjahre. In der Folge hat die Einwanderung nur zweimal einen großeren Rückgang gezeigt und war derselbe am bedeutendsten im Jahre 1855, in welchem nur 201.000 Immigranten landeten, gegen 428.000 im Jahre 1854. Von dieser Zeit an bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges blieb die Einwandererzahl meist unter 200.000; am höchsten war sie im Jahre 1857 mit 247,000 und am niedrigsten im Zahre 1862 mit 89.000. Als im Jahre 1863 die Siegesgöttin den Unionstruppen lächelte, nahm die EinWanderung schnell zu, ebenso rapide war aber auch die Abnahme in Folge der Panik des Jahres 1873; im Jahre 1373 blieb die Zahl der Immigranten um 16,000 hinter dem Jahre 1846 zurück. Der nächste bedeutende Rückqang umfabt die Jahre von 1883 bis 1886. Im Vergleich mit den im Jahre 1832 gelandeten 789,000 Einwanderern wies da folgende Jahr eine Abnahme um 186.000. d. h. 24 Procent, auf. Erst im Jahre 1837 trat wieder ein Aufschwung ein, der ziemlich stetig bis zum Jahre 1889 anhielt. Zn letzterem wurde ein Rückgang um 20 Vrocent constatirt, doch nahm die Einwände rung schnell wieder zu und im Jahre 1892 stieg sie auf 623.000. Nur in den Jahren 1831 und 1882 hat der Einwandererstrom eine größere Höhe erreicht. In dem Panikjahre 1893 landeten nur 503,000 Einwanderer. d. h. um 20 Procent weniger, als im voraufgegangenen Jahre; im Jahre 1894 amg die Zahl auf 286.000 und in dem letzten Fiscaljahr sogar auf r" 9" s f f 1 f. r m zoö.ooo yerunier. ie Abnahme zwischen den Jahren 1892 und 1895 betrug über 53 Procent, der Procentsatz war aber in dem Rückgang zwischen oen ayren 1Ö73 und 1876 noch de deutender, nämlich 63. Sllt'ndische Eise t du'trie. Seitens des Superintendenten der Eisenwerke der enqlisch-indlschen Re gierung. Cecil R. Schwarz, sind böchst interessante Mittheilunaen über die Forschungen, welche er in Betreff der re.iT Iv . n n o v. i r, , liculnouurie m nli-noien angeneut hat. zur Veröffentlichung gelangt. Herr Schwarz ist zu der Ueberzeugung VN f VN 4 Vtd kM f i (X I ynuiii, vu0 utu uwcil .UUlClst üuJ9 Eisen schon diel früher als 1500 Jahre vor Christi Geburt bekannt gewesen ist. chon die Thatsache, daß das Sans trilwort .Ajas" unzweifelhaft mit dem altgothischenWorte ais", woraus später Eisen" wurde, zusammenhängt, fc.nv.i:i rr t c fccjiaiigi an xinnagmc, our oie INS0 germanischen Stämme vor ihrer Tren nung (1500 v. Ehr.) das. Eisen ae kannt haben müssen. Schwarz fand im Rewahstaate (Central - Indien) große, viele Quadratmeilen bedeckmde Schlackenhalden, welche davon Zeugriß geben, in welch hoher Blüthe die Elsentndustrie einst ?n Indien gestanden haben muß. Zugleich finden sich Schmiedestücke von ungeheuren, staunenerregenden Dimensionen, deren Anfertigung in unserem Zeitalter die gigantischen Dampfhämmer nur in ganz großen Etablissements möglich sein wurde. Der größte Ueberrest altlndi flVfr wfirrmhffiintt ist" hit RuhtMnnU i WV in der Nähe von Delhi. Dieselbe Wiegt ca. 13.500 Pfund und besteht tvie.die Analyse erqab. aus chemisch Tat reinem jien. Ihre Hohe betrag 23 Fuß und dieselbe scheint aus einem einzigen Block geschmiedet zu sein, denn es zeigt sich nirgends cme Schweiß naht. Aus einer eingehauenen Inschrist geht hervor, daß diese Säule lm neunten Jahrhundert vor Christi Ge burt angefertigt wurde. Trotz dieses ' fco$ei? Alters findet fi niraends eine
Spur von Rost. SchmiedeiserneTrZger und Schiffsanker von riesigen Dimensionen finden sich ebenfalls vor, erstere trn Karanaktempel in Maoras und im Puritempel in Qrissa, letztere wurden noch bis zum Anfang des vorigen Jahrhunderts in Palamow erzeug,. Der Gußstahl war schon vor 3000 Jahren in Indien bekannt. Gräber aus der Zeit um 1400 v. Chr. enthalten Gegenstände (Werkzeuge u.s.w.) aus Gußstahl. Zur höchsten Blüthe hatte sich die Stahlindustrie Indiens im Mittelalter erhoben, hauptsächlich durch die Fabrikation des sogenannten Materialftahs, welcher in großen Massen nach Damaskus ging und dort zur Fabrikation be: berühmten Damascener Klingen diente, so daß diese also eigesilich indischen Ursprunges waren. Drr Stahl wurde Hauptfachlich in Nirmal erzeugt, als WuSjtfngS product diente das Erz von Mirtapalli. reiner Magneteisenstein, sowie das von LZondapur. manganhaltiger Brauneisenstein. Drei Theile Mag. neteisftein wurden mit Theilen Braunserstein. etwas Holzkohlenpulder un'o GlaSschlacke in einem Tiegel von feuerfestem Thon geschmolzen. Die Preise diese? Stahlklingen stellten sich in Folge der großen Nachfrage sehr hoch. Wan und selne Alterthümer
3ii hat mttkwürdiasten Orten Arme niens gehört die in letzter Zeit viel genannte Stadt Wan, welch über 30 000 Einwohner hat. Sitz eines armen! schen Erzbischofs ist und an dem See gleichen Namens liegt. Hohe Berge umschließen diesen See -und geben nur . v ? . n. i 11 yyrr, ico an iicgi, tui ucijä-ji Ebene Raum. Dart raat unmittelbar am Seeuser ein. vereinzeli.'r Fels mit nahezu senkrechten Wanden über öüv Fuß hoch empor und trägt das Castell der Stadt, die an seinem südlichen Ufer liegt, also abgewendet vom See. Boml aeaeniüberliea enden Ufer arükt der erloschene Vulkan Sipan (ca. 13.000 Fuß Meeoeshöhe) herüber, vom weltilchm User der edensalls unthätige Vulkan Nrmrab Dagh. fern aus Nordost der schneegipselige Ararat. Es ist eine ganz großartige Landschaft. Die vulkanische Natur der Umgebung erklart es wohl, doß der so hoch (etwu 5.500 Meeresböbel aeleaen und von Süßwasserzuflüssen' gespeiste See Salzwan er hat. (?r hat kemen wahrnehmbaren Abfluk. Auf dem Burafels gibt es Mauern aus ungeheueren Stein blocken. Sie stammen zweifellos aus fernster Vorzeit; auf der Westseite dient eine solche noch als Burgmauer und andere sind Substructionen der späteren Castellmauern! aus. Luftziegeln. Vergedlich versuchte Tlmur, sie zu zerstoren. Nach dem Volksglauben hätte die assyrische Königin Semiramis diese 'licauern errichten lassen, und alte armenisch HistonlTv ' (wie Moses von Chorene) neniivn Wan, Shemiramagerv (urg der Semiraims). Mag diese Königin me gelebt haben, immerhin beweisen Inschriften in Keilschrift. daß aliyrlsche Cultur sehr früh den Weg nach Wan ae funden bat. Die meisten stehen am Burgfelsen, namentlich auf der zur Stadt gewendeten Stiie, doch gibt es solche auch an beNachbarten Felswänden, an verschiedenen Punkten des Seeufers, und es ist erstaunlich, sie stets an ganz unzug'änglichen Stellen wahrzunehmen, wo sie, unbegrerfltch wie. mit vieler Kunst tn sauber geglättete Flächen des harten Gesteins eingemeißelt sind und sich vorzugilcy halten haben. Mit Ausnahme von einiaen au5 persischer Zeit sind sie der Wissenschaft noch ein ungelöstes 'atd el. denn nur dre Scbrilt ist assnrisch, nicht die ganz unbekannte Sprache. Neuere Entdeckungen haben ubngenS gelehrt, daß d Keilschrift, sowohl die ältere assyrische wie die jüngere persische, bis weit rn Kleinasien hinein die sebräucklicke war. je alt: am Wanstt blühende Cultur mit 'der assyrischen noch mehr als die wcynst geme:n hatte, erfahren wir durch assyrische Denkmäler. So zeigt ew Relief im Palast von Cborsabad. welches die Einnahme einer armenischen sravk oarltellt, Deren mit der.assyri schen ganz übereinstimmende Architek turen und Ornamentik. Assnriscöe 5ln schriften sprechen seit der Regierung des on:gs .rgialy Priesar I. (1130 b: 1110 v. Chr.) öfter von Krieaen ,wi schen Assyrien und Armenien. Dabei erwähnen sie das Land Wan als Mat Vannai und saaen. dan es neben dm Lande Urarti (Ararat) liege und wie oiejes von einem eingeborenen Fürsten regiett werde, id nun die Urhebei jener räthselhaften Inschriften Arme: n:er, oder welches Volk sie sonst waren, ist noch nicht aufgeklärt. Die wichtigst! der persischen Inschriften ist eine sehi umfangreiche, die in drei Sprachen abgefaßt und ideinensorecbend in dre Columnen (Spalten) geschrieben, die thaten erxes, Des Sohnes, des Dariuö, aufzählt und fast Wort für Wort dieselbe ist. wie die Xerres Unfair zu Hamadran und Persepolis.' Auch ue xi m ganz unzugänglicher Stelle innren; aus oer nach der Stadt gerich teten schroffen Wand des. iNiirafo,; angebracht. Als sie covirt wurde mußte man ein Fernrohr anwenden. um ire zu lesen. Sehr merkwürdig sind auch die ??elskammern. 'die auf der Stadrseite mit großer Sorgfalt tn den tv - . . . . urgverg t lymerngearbeitet sind und gege-nübtt der groken Härte des Gesteins eine hochentwickelte Technik bekünden. Wir wollen, einige näher beschreiben. Hoch oben, wo die Felswand zurückweicht und ne (vielleicht künst liche) Terrasse bildet, führt ein, Viereck! aer Emaana in eine 26 Ruh bobe. 3.' Fuß lange und 20 Fuß breite Vorhalle mtt onnenLewolde. Ms 'dxse erste Kammer offnen sich vier vollkommen dunkle, die. zwei aeaenüber dem 6m gang an der Langseite, eine an jeder Schmalseite, ebenfalls sehr sauber aus dem FelS herausgearbeitet sind. Na hebe! liegt eine zweite Gruppe. Dort gelangt man auS btv obligaten Vor halle in drei anstoßende Kammern, und aus d mittleren von täten in
nocy ttefe? in, das Herz de Felsens em gegrabene. Eine dritte Gruppe, die Khorkhor (Höhle) von Mugara lari, iie niur auf halsbrechenden Treppen er reichbar ist. hat eme Eingangshalle mit flacher Decke und zehn großen Nischen
und anstoßend v? Kammern mit sein polirten Wänden und Nrschen dann. An eine dieser Kammern stößt eine noch tiefer gelegene; die Eingangshalle weist Löcher in den Wänden auf, als seien diese mit Metallplatten bekleidet gewesen, ähnlich wie m gewissen vorge schichtlichen Bauten Griechenlands. In keiner von dresen Felskammern hat man Inschriften oder Bildwerke gefunden, auch waren alle vollständig leer. Jedenfalls sind es uralte, längst aus. geraubte Graber, und vermuthlich be ziehen sich jene noch unentzifferten Inschriften außen am Felsen aus d m vor undenklicher Zeit darin bestatteten Persönlichkeiten, vermuthlich die alten Fürsten des Mat Vannai. des Landes Man. Aus der englischen rbettervelt. Der zweites vom Londoner ArbeitsDepartement des Handelsamtes ver offentlichte Jahresbericht enthalt viele interessante Angaben über die Lage d englischen Arbeitsmarktes, Arbeitsaus stände, den Erfolg der Thätigkeit der Schiedsgerrchte und Ernigungsamter. genoÄischastliche Verbindungen, Statistik ver Gewerkschaften u. s. w. in Jahre 189493. sowie Vergleiche mi: mehreren vorhergegangenen Jahren Die 677 im Bericht angeführten Ar beiter-Gewerkvererne (Trade's Unwns) zählten 1,270,789 Mitglieder. Dai Einkommen belief sich auf 1.982.185 Pfd. Sterl.. die Ausgaben auf 2.232,: 290 Pfd. Sterl. und das Vereinsvermögen am Schlüsse des Jahres au' 1,650,053 Pfd. Sterl., was dem Vorjähr gegenüber eine Verminderung vor 264.271 Pfd. Sterl. ergibt. Die Mit. aliederzahl verminderte sich um 29. 010, die Einnahmen zeigen dagegen eine Zunahme um 148.201 Pfd.Sterl.. die jedoch von der Steigerung der AuSA M VkPl I I gaben um nv.iiö Pso. vieri. xwu aus überwogen wird. Ausstande ni Streitigkeiten mit den Arbeitgeberr verursachten 724.854 Pfd. Sterl. di. recte Kosten und verschlangen weiten 512.853 Pfd. Sterl. für Zahlungen ar. ausständische Arbeiter. Zusammer. kosteten die Ausstände den Vereinen 1.237,707 Pfd. Sterl. Der ArbeitZ. lohn von 160.000 Arbeitern wurde durch diese Ausstände erhöht, 432.000 mußten sich aber eine Herabminderung gefallen lassen, und daher ist die Aus gäbe für Ausstände kaum eine lohnende einträgliche gewesen. 1342 Streitig. leiten wurden durch Schiedsgerichte beiaeleat. Die Zahl der Arbeits tun den wurde in keinem Falle erhöht, im Falle von 70.000 Arbeitern aber her abgesetzt. Die Zahl der Ausstände be. trug 962 für 1894 gegen 782 für 1893. die Zahl der daran betheiligten Arbeiter war aber geringer, nämlich 303.350 für 1894 gegen 636,386 (da von 506,182 auf Bergleute) für 1393. Die Mehrzahl der Ausstände erfolgte während der Sommermonate. Die Verwaltungskosten der Gewerkoereine erreichen die Höhe von 343.865 Pfd. Sterl. Der größte und reichste Ver ein ist derjenige der Vereinigten Ma. schinen-Arbeiter; er hat 75,510 WU glieder. ein Einkommen von 263,371 Psd. Sterl. und ein Vermögen von 174.902 Pfd. Sterl. Die Altersversorgung bildet noch einen arg vernachlässigten Theil bei den Gewerkschaften; nur 89 haben sie eingeführt, und sie brachten 117.339 Pfd. Sterl. zur Vertheilung, was einen Durchschnitt von etwa 18 Pfd. Sterl. für jeden der Em pfänger auf da? Jahr ergibt (etwa 25 Cents täglich). Die PioductionS'Ge. nossenschaften sind in bemerkenswertber Zunahme begriffen; ihre Zahl stieg von 15 im Jahre 1831 auf 1157 in 1894. Von Arbeiter-Consumvereinen bestanden 3113. Betriebe, bei denen die Arbeiter am Gewinne betheiligt sind, wollen nicht festen Fuß fassen und sind von 159 auf 93 zurückgegangen. Dle industrielle Kunstschule in Plauen. In den Berichten der kgl. sächsischen Handelskammern ist wiederholt betont worden, daß der deutsche Geschmack in der Herstellung kunstgewerblicher ErZeugnisse und nicht zum Mindesten in der Musterung feinerer Webwaaren bedeutende Fortschritte gemacht hat und dem englischen keineswegs mehr nachsteht. Dies haben die englischen Musterzeichner auch beim Angebot ihrer Entwürfe in den letzten Jahren sehr empfinden müssen. Ein wesentliches Verdienst um den verfeinerten Geschmack im Musterfach darf sich die sächsische Regierung insofern zuschreiben.als sie zu den beiden Kunstgewerbeschulen in Dresden und Leipzig, die bisher schon eine Abtheilung für Muterzeichnen hatten, eine neue Kunst chule mit einem Aufwand von nahezu 600.000 Mark in Plauen, als dem Haupisitze der Gardinen, Spitzen und Stickereiabrikation. errichtete, die vor Allem 'den kunstgewerblichen Bedürfnisseri der Webwaaren-Jnd'ustrie in deren weitestem Umfange unter dem Namen Industrieschule" zu dienen bestimmt ist. Dieses Vorgehen und diese Beschrankung einer Kunstschule aus einen bestimmten Zweck und deren enge Verbindung mit einer mehr und mehr aufblühenden Industrie hat sich vortrefflich bewährt und derJndustr gute Dienste geleistet. Einer neuen und besseren Richtung in der verzierenden Kunst ist dadurch freie Bahn geschaffen worden. Eben die enge Verbindung der Kunst mit der Industrie hat dazu geführt, daß man daS heiße Bemühen aufgab, die vorbildlichen Naturformen ihrer Zufälligkeiten, damit aber auch ihres Reizes zu entkleiden, sie schulmaßig auf eine geometrische Grundform zurückzuführen und in den strengen LinienrhythmuS einer vermeintlich clafsischen O?rnamentiL hineinzuzwängen. MH f;;ftfj;Xr&. ..r.;t w rrf t r vrr r rrf f vrr
Musterzeichnern sUr Gewebe aller Art die feine Beobachtung der Natur und die harmlose, heitere Benutzung derselben für decorative Zwecke. Das Zeichnen nach der Natur ist bei ihnen wieder zu Ehren gekommen, und nicht das gefällig gefiederte Farnkraut, auch
manches überall verbreitete Piianzcyen. das als Unkraut anlegen und Feldrainen sich hinrankt, sogar die verachtete Gänsedistel ibt beute dem scha - senden Künstler die dankbarsten Formen für die verzierende Kunst: Albert Oettels Aus Flur und Harn, Studien und Eompositionen für die verzierende Kunst" oder Prof. R. Hofmanns Pflanzenformen n industrieller Verwendung" und ahnliche neue Werke enthalten eine Fülle von Pflanzenformen. die mit voller Berücksichtigung der industriellen Technik und des weaes geistreich stilisirt sind. Die Deutschen können hinsichtlich einer heiteren- anmuthigen Naturverwendung sogar von der japanischen Kunst noch recht vieles lernen. Auch in den besten der überlieferten Ornamente auS der Gothik und der italienischen Hochrenaissance tritt bereits das Bestreben hervor.sich frei zu machen von einer kaleidoskopischen oder schematischen Vervielfältigung der Ein zelheiten und den individuellen Zügen der verwendeten Naturformen möglichst nahe zu kommen. Die industrielle Kunstschule in Plauen hat sich, der ihr gestellten Aufgabe entsprechend, bemüht, Sinn und Verständniß für die von ihr eingeschlagene Richtung bei den Industriellen deS Landes durch Ausstellungen in den größeren Fabrikstädten zu wecken und dadurch, sowie durch die große Zahl der von ihr ausgegangenen Musterzeichner ist es ihr in der That gelungen, einen gewissen Einfluß auf die Umgestaltung des Geschmackes in der Musterung unserer gewerblichen Erzeugnisse auszuüben. Die Beachtung, welche diese eigenartige Kunstschule und deren Leistungen außerhalb Sachsens und auch im fernen Auslande aesunden haben, sind eine Reckt. fertigung für die von der sächsischen 1 . v rif . r . - rn r Regierung oen iujiucnja;en neoursnissen der Industrie gebrachten ansehnlichen Opfer. Ttt ?hes der ,,'Npostl". Unter großen Festlichkeiten ist rn Sofia daS Denkmal des bulgaris5:n Revolutionärs Levstl enthüllt worden. daS erste Denkmal überhaupt, welches seit dem Bestehen des Fürstenthums ein Bulgare erhalten hat. Das Denkmal selber hat bereit ein? große Borgeschichte, die länger ist als das Wirken Desjenigen) war. 'dem es gewidmet ist. Vor fünfzehn Jahren schon wurden Gelder dafür gesammelt, und sie flos sen so reichlich ein, daß es sehr bald errichtet werden konnte. Kaum war daö Denkmal aber fertig, als um dasselbe Todi-Sstille eintrat. Aus geheimniß vollen Gründen (die zur , Macht Gelangten schämen sich oft der schlichten Märtyrer, die rhnen vorgearbeitet ya ben) ließ die Regierung die Enthüllung immer und immer wieder verschieben. Sett mehr als acht Jahren stand be reitö das Denkmal unter einer grauen Umhüllung da, in wahres Merkmal der dorrlgen politischen Zustande: Schließlich wurde es dem Publikum 'denn doch zu arg. Es verlangte laut dre Entfernung des häßlichen Vorha-n ges, und so hat man sich endlich beque men müssen, das nun einmal errichteit Denkmal auch semer Bestimmung zuzu führen. Levski ist wohl die sympathischste. reinste Erschemuna der ganzen neubul zarischen Geschichte. Im Jahre 1837 m ver Balkanstadt Karlowo geboren trat er zunächst in die geistliche Ear riere in und wurde Diakonus. Bald aber warf er die Mönchskutte von sich, um ganz und gar für die geistige und polttltche Befrelunq seine VolkeZ wir ken zu können. Namentlich die zwei letzten Jahre seines Lebens sind von einem wahren romantischen Zauber umgeben. Alö Mitbegründer des 1870 gebildeten Vukarester GeheimcomiteS wurde er Ehef der sogenannten Aps stel. d. h. oerjenigen Verschwörer, die unter wechselnden Trachten und mit falschen Pässen versehen (in der Stadt Tschrrpan, mitten in türkischer Gegend, fabrwrrte ein bulgarischer Klrchenma ler grnze Schachteln falscher türkischer Passe uird Siegel), von, Bulgaren bewohnten Gegenden bereisten, um überall die Bevölkerung aus den ge planten Aufstand vorzubereiten. Levski selber war von allen Aposteln 'der unerschrvckenste. Rastlos zog er von Ort zu Ort, unter allen möglichen Costümen und d:e verschiedensten Gewerbe smgi rend, oft genug sogar als Türke ver kleidet, überall thatia und doch unfaß bar, obwohl die türkischen Behörden ihm fortwährend auf in Fersen wa ren. So durchquerte er zwei Jahre lang daö -ganze Land, den Bulgaren wie iden Türken crne gehermnißvolle Erscheinung. Endlich aber ereilte auch ihn das Verhängniß in Folge der Un Vorsichtigkeit eines seiner Hauptaehil fen. Zu Weihnachten 1872 wurde er in einer Dorfwirthschaft überfallen. nach hartem Kampfe gefangen aenom men und schwer verwundet nach Sofia gebracht. Dort, vor daS Krieasaerickt gestellt, 'bewahrte Levski seinen vollen Muth.' Beharrlich weigerte er sich, die geringsten Aufschlüsse zu geben, und begnügte sich mit de? Erkläruna, daß. wenn er. falle, hundert Andere sich zur vottlvun!g seknes Werkes finden wurden. Zum 2ode ldurch öenkerSband verurtheilt, rannte er, um der Schmach des Galgens : zu entgehen, mit dem Kopfe gegen die Gefängnißmauer. Jedoch vergebens: halb todt wurde er zur Nlchtftätre geschleppt. Auf ebenderel. ben Stelk erhebt sich min daö stattliche enrmai, vas jugendliche Begeisterung ihm gewidmet irod leidiger Parteihader lyrn io lange vorenthalten hat. Vom groben Nationalpark. Die Touristen-Saison liegt auch für oen 'ellowstone-Natlonalpark wieder hinter uns, und bei den vielen einander widersprechenden Berichten' über- die Verhältnisse - in diesem RZesenvark
bürste es auch angebracht sein, esnes unofficiellen Jahresberichtes von Hrn. Huntley, dem Oberaufseher der Yellowstone Park Co.", mit einigen Worten zu gedenken. Bezüglich der brennenden Frage, ob der Wildbestand in dem Park wirklich l t P I A
eryairen oieivr, jagt uns r. Huntley. datz alle Arten größeren Wildes trotz zieler diesbezüglicher Geseßesverleßun len in r a s ch e r Z u n a h m e begrif r.:. :i cir.. t w - cu icicii, INI! nusriaqme oes ungiUu lchen Buslel-, aus dessen Erhaltung er ebenfalls herzlich wenig Hoffnung hegt. Ja, wenn ein Busfelkopf nicht unter Ärüdern $3(X) bis $500 werth wäre! Aber die Verlockung ist zu groß, und es ginge wohl auch nicht besser her. i?enn ein anderes Menschn-Element in der nächsten Nachbarschaft wohnte. Immerhin scheint die noch vorhandene kleine Vüffelheerde noch jahrelang der zolllgen Vernichtung zu entgehen. Sehr erfreulich steht es mit dem Wasserwild- im Park. Nirgends anderswo in unserem großen Lande sind die Flschgelegenherten günstiger, als hier, und diese Herrlichkeit ist größten theils erst sieben Jahre alt. Denn vor sieben Jahren begann die Bundesgiernig, die Ströme dieses Wunderlandes mit verschiedenen der schönsten Arten Forellen sowie einige der kleinen Seen mit schwarzen Barschen aus ihren Fischzucht-Stationen zu besetzen, und glänzend hat sich der Versuch ge lohnt. Nur das Fischen nach Barschen wird ein oder zwei Jahre lang noch nicht gestattet werden; aber der Forellenbestand ist schon so großartig entwickelt, daß jedem Sportsmann das Herz im Leibe lachen muß. Für den Fremdenverkehr rm Park a?ar die abgelaufene Saison eine ziem.'ich gute, während die Jahre 1892 und 1893 infolge der Bahnstreik-Wirren. der schlechten Zeiten und der Ungunst )er Elemente kläglich genug waren. Äanz außerordentlich scheint das Interesse der Bevölkerung von Montana an dem Park gestiegen zu sein. Herr Huntley erwartet, daß das nächste Zahr ein glänzendes sein werde, besonxiZ auch infolge der Verbesserung der Lerkehrswege, die freilich immer noch sehr Vieles zu wünschen übrig läßt. Hrn. Huntley'S Stellung bringt eö mit sich, daß er in erster Linie ungenein an der Förderung des Fremden ?erkehrS im Park interefsirt ist, vielleicht theilweise mit Opferung anderer Rücksicht Seine günstigen Angaben über den Jaadwild-Bestand verdienen daher wohl noch eine gewisse kritische Ausnahme; denn eben der Hinblick auf den Fremdenverkehr mag eine Versuchung sein, ein Auge halb zuzudrücken! Mitthsilungeni Änderer lauten bekanntlich nicht ganz so ve ruhigend. In den Wäldern des Saddleback - Gebirgszuges in Maine hat ein Jäger Namens Sargent aus Grafton einen riesigen weißen Elennhirsch erlegt das Thier wog, ausgenommen, 651 Pfund. In Roaland, Me., und der Umzegend griift seit ein'ger Zeit die gesurchtete Dlphtherltiö in solchem Maße um sich, daß überall eine aedrückte Stimmung herrscht. .Das Gefühl der Vesorgniß hat nun durch r . ? r - einen urromiicyen Jwisazensau eine ge wisse Erleichteruna erfahren. Diesel Tage wurde nämlich auf der Straße ein quabbelig fetter Mops bemerkt, der um seinen Hals ein Säckchen mit Schwefel trug, um lhn vor den Dlph tberiebacillen zu schützen. Bären in ungewöhnlich großer Zahl machen den Okaufenokee Swamp in Georgia unsicher: em ernn ger Farmer verlor in wenigen Tagen 16 Grunzer, welche von Baren gesres sen wurden In einem Rattennest, daS sich in dem Schornstein eines alten Hauses zu Ligonier, Pa., befand, wurden Papiere aus dem Jahre 1770, em mexikanischer Dollar auS dem Jahre 1774 und ein mexikanischer Quarter aus dem 5abre 1772 entdeckt. Die Orangenernte wird in diesem Jahre m Florida sehr ae ringe Erträge ergeben und, nach dem Dafürhalten von Sachverständigen, werden kaum mehr als 100.000 Kisten zum Versandt gelangen; in normalen Jahren wurden ca. 6.000,000 Kisten geerntet. Die überaus geringfügige Ernte ist auf die starken Froste tm ver flossenen Januar zurückzuführen, wel che nicht allein in Florida, fondern im ganzen Süden ungeheuren Schaden verursachten. Der Mangel an Oran gen wird ein Steigen der Preise im Gefolge haben, bis die Früchte aus Jamaica, Italien. Spanien und Eali fornien ankommen. Die Einfuhrzölle auf die ausländischen Orangen und die bedeutenden Elsenbahnfrachten werden immerhin verhindern, daß die beliebten Fruchte m diesem Winter so billig wer den, wie früher. Unter den seiner Obhut anvertrauter Halsabschneidern hat der Shcssisf von Helena. Mont., einen Selbstmörder-Club entdeckt. Die Kerle haben eine unüberwindliche Aversion sowohl gegen den Galgen wie gegen daS Zuchthaus, und darum haben sie sich auf irgend eine Weife eine genügende Quantität Gift ver schafft, um die Satzungen deS Clubs Cir..men. rr t in zur nllsllyrung zn ringen, i dies em Unternehmen, welches sicher lich gefördert zu werden verdient. Schon die Humanität verbietet, daß man den armen Mördern den barmlosen kleinen Scherz verdirbt. Und die menschliche Gesellschaft wird gewiß auch nicht zu kurz dadek kommen, wenn der Selbsrmord-Club der Guraelao schneide? florirt. Freilich gebieten dem Shenfs seine Amtspflichten, ge wissenhaft darauf au sehen, daß sich kein CluvmltgZied der irdischen Ge rechtiakeit entaebt. Sonderbare Frage. Rich ter: Sie haben diesen Herrn, als er Ihnen auf den Fuß trat, einen Esel genannt !" Angeklagter: Allerdings aber waö ; hätte ich ihn denn sonst heißen sollend
O0 84 1491 Die mechanische Weberei zu Linden in Hannover feierte jüngst ein in großen Industriebetrieben seltenes Fest.. Sie veranstaltete eine Ju-
belseier zu Ehren von 161 Arbenern. d 25 Jahre und noch langer in de?! Fabrik gearbeitet haben. Im Grunewa !d bet .erlin hat der frühere Redacteur der K3nigsberger Volköstimme", Fritz Calam6. seine Geliebte Martha Sievarth erschossen und dann seinem Leben selbst ein Ende gemacht. Calamö, der in Königsberg Frau und Kinder hinterlaßt, kam vor etwa Jahresfrist nach Berlin, wo er bei der Expedition des ..Volksrecht" als Annoncensammler Stellung fand. Der Verleger Brodek entließ Calame jedoch, da er Ursache hatte, an dessen Ehrlichkeit zu zweifeln. Calam6 fand dann bei dem .Deutschen Michel" Anstellung, doch hat er auch in dieser Stellung sich Un regelmäßigkeiten zu Schulden kommen lassen, und aus Furcht vor den Folgen hat er den Tod gesucht. Wodurch er das Mädchen bewegen konnte, mit ihm aus dem Leben zu scheiden, ist unerklärlich. Das Mädchen hat zwar auS seinem näheren Verkehr mit CalamS keinen Hehl gemacht, eine besondere Liebe zu chm wurde aber bei der nunmehr Ermordeten nie bemerkt. In 5m neuen sranzosischen Ministerium ist daS Freimau rer - Element sehr stark vertreten. Das Amtsblatt deS französischen Groß orientS der Fre:maurer schreibt: Bru 'der Felix Faure, Präsident der französischen Republik, wurde im Jahre 1865 zum Freimaurer geweiht. 1867 erreichte Faure den Meistergrad, er war immerfort Mitglied der Loge .Freundschaft". Bruder Felix Faure ist heute das älteste Mitglied ver werktätigen Freinraurerlogen, rn welchen er Vorträge hielt.- Letzter Zeit hielt auch der neue Finanzmin'i'ster Bruder Domer Vortrage. Vom gegmwartlgsn Mrnr sterium in Frankreich ist der Minister Präsident Bourgeois ebenfallSFreimau rer. Kürzlich noch gab ihm die 'Loge Da Licht" ernt große Festfeter. Fer mr gehören der Freimaurerer an die Minister Mesurenr. Lockroy. Nicard und Viaer. Der Minister des Aeußern tv i k Pi Ä ! nerrseioi iir zwar rern Freimaurer, aber seine Schrift: Die Wissenschaft und me Moral" wurde allen Freimau rerlogen empfohlen. Die Herzogin, von Pornar, die als Wittwe den schottischen Earl os CarthneZ geheirathet hatte, aber 'den päpstlichen, auf eine spamsche Grafenkrone gestülpten HerzogSritel ihreZ ersten Gatten fortführte und seit vrelen Jahren ern rn ParrS unter der internationalen Gesellschaft sehr öekannteS HauZ machte, ist dieser Tage Paris gestorben. Sie war ein armeö, aber sehr schönes Mädchen auS Schottland, als 'der Spanier Graf Po mar sie zur Gräfin machte. Nachdem sie im Laufe 'der Zeit Herzogin, dann Wittwe, dann Lady Ealthneß und wie der Wittwe geworden war, ergab sie sich dem Cultuö der Königin Maria Stuart und dem Spiritismus. Der GeheimbudidhlömuS hatte ! in ihrem schönen Hause in der Avenue Wagram eine feste Burg. Sie hatte eine Zeitschrlft Dre Aurora" gegründet und gab große Gesellschaften, 'historische Feste und anders Zusammenkünfte, bei denen tm stellenweise ountgemlschtes Publikum unterhalten und für ein neues, aus Ehrntenthmn und Buddhis muS gemischtes Evanlium ohne sondcrlichen Erfolg empfänglich gemacht wurde. Ein erschütterndes Fa miliendrcnna hat sich in Liegnitz zuzetragen. Der dort ansässige Handels mann Eduard 'Wiesner verschaffte sich für sein Familie den Unterhalt durch eine Glucks spreloude, mit der er Jahr Märkte besuchte. In letzter Zeit aber ging fern Geschäft sehr schlecht, so daß er mit Frau und drei Kinde ir, die im Alter von 12, 8 und 6z Jahren an den, in Noth gerieih. WiesNier. der mit semer zweiten Frau rn recht glücklicher Ehe lebte, hatte wiederholtden Wunsch geäußert, aller Plage dadurch ein Ende zu machen, daß er sich aus der Welt schaffe und die Kinder mitnehmen wolle. Vor einigen Tagen hat!e Frau Wiesner ihren Mann dabei betroffen, wie er sich auf dem Boden erhängen wollte, ihn jedoch noch rechtzeitig von dem Vorhaben abgebracht. Schließlich führte er doch seinen Entschluß auö. Er fchickte unter einem nichtigen Vorwände feine Frau aus der Wohnung fort, mischte in der Küche Cyankali in eine Flasche Cognac und gab zunächst M . . erner cmeten oazttr aus einem Schnapsaläschen davon zu trinken. Das Mädchen weigerte sich, so daß der Vater von ihr abließ und dem achtjährigen Knaben den Gifttrank einflößte. Auch hier fand er Widerstand, so daß er zu Gewaltmaßregeln griff und das Kind, daS im Bette lag. in die Kopfkissen drückte, um eS zu ersticken. Der Knabe fiel in Ohnmacht und entging auf diese Weise den mörderischen Handen seines Vaters. Nun goß Wiesner seinem jüngsten Kinde den Rest des vergifteten Cognacs in den Mund und leerte selbst die Flasche aus. Binnen kurzer Zeit waren Beide todt. Die älteste Tochter Wieöner'ö schrie um Hilfe. Man öffnete gewaltsam die Thür und kam wenigstens noch zur rechten Zeit, um den achtjährigen $ nabon, der inzwischen auö seiner Ohnmacht wacht war, durch Gegengift zu retten. in oivard's in Dampf TeppichNeinigungswerke, Qdt St. Flair Straße und Canal. Teppiche gereinigt, renodirt, wieder gelegt und gepaßt, und alle Arten von Reparaturen. ?Iz,doQ 610.
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