Indiana Tribüne, Volume 19, Number 67, Indianapolis, Marion County, 24 November 1895 — Page 4

ZnSiana Tribüne.

Erscheint Täglich und Eomltagv. Tie tägliche, TriSür.e- kostet durch den T?Seer 22 Cents per Ooche, die SonntagS'.TriSüne'I Ztv.ti per WoSe. Oclde ufaaraen 15GemS be L5 ?entS Vetülonct. Vtr Post außerhalb der .?rdt zugeschiSt ta Vorausbezahlung ex 'Zahr. cmi 18 Süd Alabama Ltrabe. InSlaaaooliS. 3no., 24 November 9o. ZMlG-MMei. Verzeih mir lieber Leser, wenn ich heute wieder von der Kunst spreche. Der Eegenstand ist eö ja verth. Viele iteresftren sich dafür und dann möchte ich deine Achtung in deinen eigenen Äugen erhöhen. Denn, glaube mir, hochmüihig wie der Künstler aus dich herabschaut, so ist'S ihm doch allemal um deinen Beifall zu thun und er hascht förmlich nach demselben. WaS ist eine Komposition, waS ist ein Dramä, vaö ist ein Bild, da? nicht der Menge gefällt? Wirkungslos, todt. Indeß, der Hochmuth dtS Künstlers ließe sich allenfalls noch ertragen, wenn derselbe Hochmuth nur nicht bei allen die eS nicht sind, aber sich dafür halten, bei allen sogenannten Kunstverständigen bis herab zum harmlosesten Dilettanten zu sinben wäre. Dann und wann, und nicht gar selten, stößt man allerdings auch auf einen bescheidenen Künstler, die Andern aöer glauben dieser Zier niemals zu bedürfen. Und weil der Künstler stets in einer Welt deS Gefühls und nicht in einer Welt deS Verstandes lebt, weil er stets von Emotionen beherrscht wird, darum ist auch immer bei ihm eine größere oder kleinere Portion Narrheit zu sinden und daS geht herab von Oben bis Uaten, so daß zuweilen noch ein ganz . gewöhnlicher Säigerbruder Z uzniß dafür ablegen kann, für den Hochmuth sowohl wie für die Narrheit. Die Kunst hat ihre Regeln natürlich, aber darum ist der. der genau nach diesen Regeln arbeitet, noch lange kein Künstler, vielleicht gerade darum nicht. Denn die Kunst wirkt emotionell und hängt diel zu diel von der Jndividualität ab, als daß ihre Regeln sich mit der Genauigkeit matemathischer Regeln anwenden ließen. Manchmal ist eb sogar daß Abweichen von der Regel. waS einem Kunstwerk Leben, manchmal bloß dieses Abweichen, waS ihm Originalität verleiht. Da steht der Kunstkritiker bor einem Werke : Nun seht er den Maßstab seiner Regeln an und findet, daß alleö klappt, alle Regeln der Kunst in AnWendung gebracht worden sind und das Werk läßt doch kalt. Der Kritiker mag eS tausend Mal alS Kunstwerk bezeichnen, die Welt wird eS doch nicht dafür anerkennen, denn eS fehlt ihm Leben, . Individualität, emotionelle Wirkung. Haben wir aber ciii Werk vor unS, bei dessen Ausführung der Künstler nach individuellem Empfinden mit Vernachlasfigung der Kunstregeln gearbeitet hat, so mag, wenn daS Werk anregend auf den Schauenden oder Hörenden wirkt, der Kritiker noch so diel auSzusehen haben, er wird schließlich durch daS Urtheil der Menge, welche von der Empfindung geleitetet wird, den Kunstler gerade wegen seineS Abweichend von den Regeln als Genie bezeichnen müssen. Nehmen wir z.B. den Musiker. Der ausübende Künstler, der sich sklavisch an die Zahlen deS Metronom, an die Piano - EreSeendo jj- Vorschriften deß Komponisten hält, wird in den meisten Fällen weniger Eindruck hervorbringen, als der Musiker, der von eigener Empsindung geleitet, ohne Rücksicht auf Vorschriften vorträgt, vorausgesetzt, daß er bedeutende musikalische Cmpsindung hat, also wirklich Künstler ist. Nehmen wir daS. Drama. Sind dielleicht von der Bühne herab die großen erbabenen Gedanken wirksam ? Für die Bühne taugt die Philosophie ,,nichtS, denn die wirkt bloß auf den Verstand, die Kunst aber muß auf daö Gemüth wirken; der V.rstand darf nur so weit bee-r.flußt werden, daß der Empsindung eine bestimmte Richtung gegeben wird. , Darum wird eS keinem Theaterdirektor einfüllen, den zweiten Theil deS Faust aufzuführen und darum wird Zeder den Torquato Tasso zehn Mal lieber lesen als aufgebührt sehen. Nur verlangen wir von dem Dramati ker, wenn er Künstler sein will, daß er nicht banale Empfindungen anzuregen sucht. Und dann wie wenige Kunst-, kritikee verstehen den Geschmack und den Charakter ihrer Zeit in Anschlag zu bringen. Die Regel, die Schablore, tat Gewohnte beherrscht sie. Naphael war ein Künstler, eine raphaelische Madonna ist ein Kunstwerk. Aber sie ist ek wirklich nur im Lichte einer an-

deren Zeit. Ich hielte heute keinen Maler, der Madonnen malt für ein Genie, denn die Skepsis unserer Zeit steht empfindungslos vor dem Bilde einer Madonna. WertherS Leiden sind gewiß ein Kunstwerk und an dem Dichterrus und der Genialität CötheS wird wobl schwerlich Ielnsnd zweifeln. Und doch liefe der Mann, der heute solche Bücher schriebe, Gefahr als sentimentaler, geschmackloser Narr bezeichnet zu werden. WertherS Seiden haben s. Z Schule gemacht, aber die Empfindsamkeit jener Periode wirkt in unserem materialistischen Mitten, wie man daö nennt, eher widerlich als anregend. So geht eö mit den Symphoaieen Haydnö, den Oratorien? Handels usw. Der Künstler muß aus der Höhe seiner Zeit stehen, und daS Genie eilt seiner Zeit voraus. Nordau kennzeichnet den Unterschied iwischen Talent und Genie so, daß daö Talent häufig geübte Thätigkeiten bes-

ser leistet, alS Andere, daS Genie aber noch nie geübte, neue Thätigkeiten erfindet, oder alte nach eigener rein persönlicher Methode übt. Kürzer gesagt heißt daö, daß daS Talent die Schab lone sehr gut handhabt, daö Genie aber die Schablone verschmäht. Ich stimme dieser Auffassung vollständig bei. Unter tausend Kritikern befinden sich 999. welche ein Talent zu erkennen vermögen, bis man einen findet, der ein Genie entdeckt. Und das kommt daher, weil unter 1000 Kritikern, insofern sie überhaupt über den DilettantiömuS hinausgekommen sind, wohl 999 Talente zu sinken sind, aber höch stenS ein Genie. DerPlauderer. w ,,. S5l:vcreiitt Sansibar und Pemba. Die Eisenbahn von Momöasa nach dem Innern Ostafnkas oll. wie der englische Unterstaatssecretär Curzsn kurz vor dem Schluk der Parlaments session mittheilte, hauptsächlich zum Zweck gebaut werden, um den Sklaven Handel ein Ende zu machen. Das; es In englischen Regierung damit Ernst ist, möchte man bejrreiseln, wenn man den Bericht durchlikst. den ein von der .British and Forelgn 2iniVd!a very Society" nach den unter bri:: schem 'Schutz stehenden Inseln Sansi bar und Pemba gezchickter Coinn:-.',j-ir Donald Mackenz'.e. neulich" ceroffent licht hat. Denn dort besteht-un) s!o. rirt die Sklaverei in. ihrer schlimmsten Form unter den Augen öe: brttlschen Behörden und trotz aller Decrei?, welch: die Sultane von Sansibar zur schaffunz der Sklaverei lauen haben. Im Jahr 1873 und a?:rmals im Jahre 1890 wurden Verlage zu diesem .'Zn?eck unterzeichnet; wenn sie getreullch au-g:suhrt worden mit. gäbe es heute keinen Sklade.i n'eh? in Sansibar und Pemba. Ab?r -s Hai nie die Absicht bestanden, dieselben auZzufübren, denn am Taa: nach der Proclamation des Decrets von 1890 erließ der Sultan ein anderes, das die hauptsächlichste Versiizunz lil erstem n?'::erries und die Skladern dauerte fort, als ob kein Decret erlaben wzrden wäre. Thatsächlich sind nich! nur die Llraber. sondern die Mehrzahl der Europäer in Sansibar gegen die schaffung der Sklaverei, die letziern ans ökonomischen Gründen. Darüber läßt der Bericht keinen Zweisel üö:iz. Donald Mackenzie brachte mehrere Tage auf der Insel Peinöa zu; er war der einzige Europäer auf der Insel; seit seiner Abreise hat aber en britischer Vice.Eonsul in Chaki-Ehaki seinen Wohnsitz aufgeschlagen. Pemba wird gegenwärtig von vier Klassen Leuten bewohnt: den Arabern, welche alles Land und die meisten Sklaven besitzen ; den einheimischen Wa-P:m-ba, welche die östliche Seite der Insel innehaben und einen ähnlichen Handel treiben, wie die Araber; den Jndiern, welche Kaufleute sind und Finanzgeschäfte betreiben; Und den Sklaven, welch: 89 Procent der Gesammtbeöö!krunz ausmachen. .Mackenzie schil deit Pemba als die fruchtbarste Insel, die er je gesehen hat; die hauptsächlichsie Ausfuhr bilden Gewürznelken und Copra. Er machte an drei verschiede neu Punkten der Insel Erhebung: in Chaki-Chaki. Veti und Kischi-Zca-schi; während eines NittL in's Innere ver Insel erhielt er noch bessere Grlegenheit, sich über die Zustände unter den Sklaven zu' informiren. Trotzdem Mackenzie von dem Sultan van Sansibar, dessen Premier - Minister und dem britische Generalconsul Ein pfehlungZbrit.se an die hervorragendsten Männer und Kaufleute der Insel erhalten hatte, und er überall freund, lich : abgenommen würde, : so hielt . e? der Sultan doch für passend, seine Ankunft durch zwei Beamte zum Voraus insgeheim anmelden ' zu lassen. Diese vorsorgliche Maßregel begreift man, wenn man erfährt, 'daß der Sul' tan selbst finanziellen der. Frage sehr interessirt ijt. Er ist der größte Skla denöesitzer rn Pemba; er, besitzt.' unge. fähr 20.000. Sklaven. Gleichwohl war eS Mackenzie möglich, einen guten Einblick in die auf der Insel belolgte Methode zu erhalten. In gnsiba und auch in .Pemba hatte man ihm 2y? ßerst günstig? Schilcerunzen von dem glücklichen LooS der Sklaven auf Pem ba gemacht. Aber schon in Chaki Chati entdeckte er. daß man ihn hinter, gehen wallte. In einem halbzerfallenen alten Gefängniß fand er eine große Zahl Gefane.'7.e, Mnnex und ffrauen.,

Xt:i' gefessttt und mit Ketten deladen waren. Unter ihnen befand sich nur ein einziger wirklicher Verbrecher, der seinem Herrn eine kleine Quantität Reis gestohlen hatte. Mackenzie fragte sie alle aus, weswegen sie im Gefängniß schmachteten, und die Antwort war immer dieselbe: sie hatten den Vcrsu gemacht, ihren grausamen Herren daJJNZulaufen und wurden in Ketten gelegt, weil es ihnen nicht gelungen war, die Freiheit zu erlangen. Ueberhaupi haben die Sklavenbesitzer in Bezug auf Bestrafung des Sklaven absolut freie Hznd. Deren Behandlung häng! nicht ab von Rücksicht auf Gerechtigkeit, sondern wird bedingt durch den Cha rakter der Herren. Ist der Herr schlecht und grausam, so ist die Lage der Sklaven oft schrecklich. Mackenzie erfuhr, daß Sklaven häufig zu Tode gepeitscht werden, um den andern Schrecken einzujagen. In solchen Fällen gibt es thatsächlich keine Strafe für die Mörder, denn die Richter sind selbst Sklavenöesitzer und die Sache wird vertuscht. Mackenzie hat mit den verschiedenen Malis oder Gouverneurs Unterredungen gehabt und in Erfahrung gebracht. daß sie alle Sklaven besitzen. Einer davon, der sich zu einem Besitz von 500 bekannt, obschon tausend wahrscheinlich die richtige Zahl ist. äußerte sich sehr skeptisch über die Möglichkeit freier Ar. beit in Sansibar. Er war fest davon überzeugt, daß Sklaven für die Vebauung derPlantagen unerläßlich seien und war erstaunt zu hören, daß die Sklaverei in England unbekannt ist. Ein reicher arabischer Sklavenbesitzer hat zwei Tausend Sklaven auf einer Plantage bei Weti in Pemba und achthundert in Sansibar. Er behaa delt sie besser als die meisten Besitzer und gibt seinen alten Sklaven die Freiheit; er erlaubt ihnen auf einem Theil seines Landbesitzes zu leben, wo sie Land genug bebauen dürfen, um sich bis zu ihrem Ende selbst zu ernähren. Ein anderer Araber in Pem ba, der kürzlich starb, vermalte elf sei. ner Sklaven die Freiheit lVd einen Theil der Plantage für ihren eigenen Gebrauch und Unterhalt. Diese freien Neger sind nun glücklich und in guten Umständen, der jedenfalls zu Gunsten der Abschaffung der Sklaverei spricht. Dem Ritt Mackenzie's in's Innere wurden große Hindernisse in den Weg gelegt, da die Araber fürchteten, der Englände? könnte- zuviel erfahren. Doch setzte er sein Vorhaben mit Festigkeit durch. Ueberall fand er das selbe System. Auf welche Weise diese Sklaven nach Pemba gebracht werden, ist eine Angelegenheit, die noch genauer untersucht werden sollte. Einige Skla. den in Chaki-Chaki beklagten sich dar über, daß sie unter falschen Vorwänden aus Sansibar nach Pemba ge bracht wurden; man sagte ihnen, man bedürfe ihrer auf den Plantagen ihrer Herren, statt dessen wurden sie gleich nach ihrer Ankunft verkauft. Daß auch sreie Neger vom Festland gestoh len werden, um in die Sklaverei ver

rauft zu werden, erhellt aus einem typischen Vorfall, der sich kurz vor Mackenzie's. Abre-ise ereignete. Das britische Kriegsschiff .Phoebe". fing eine.Dbow, deren Capitän drei Neger an Bord hatte, die er in der Nähe von Port Durnford. also auf britischem Gebiet, ge-stohlen hatte, wo sie friedlich ihrem Geschäft nachgingen; einer war ein Schmied. Der Capitän der Dhow wird .vielleicht" 10 Jahre Gefängniß erhalten. Mackenzie hatte mehrere Besprechun. gen mit leitenden Männern in Sansibar, unter anderen mit Sir Lloyd Mathews. dem Premier, die Alles zu thun versprachen, damit die Sklaverei abgeschafft werde. Mackenzie besuchte ebenfalls Mombasa und Lamu, die kleine Insel an der Küste des britischen Ost-Afrika und hörte allerlei Aasich. ten über die. Sklaverei. In Mombasa war der Verwalter des britischen Gebiete entschieden gegen die Äbschaffunz der Sklaverei, weil seiner Ansicht nach befreite Sklaven die Arbeit verweigern. Dieser Beamte citirte so gar die Ansichten mehrerer Missionare, nach deren Aussagen die Sklaven glücklich seien und eigentlich nur für gezwungene Arbeit taugen. Auf der Insel Lama dagegen sprach sich Capi t'än Rozers, den Mackenzie als den fä. higstrn Beamten in diesem Theil Afrllas bezeichnet, mit großem Nachdruck für die Abschaffung der Sklaverei aus, weil es zum größten Vortheil des Lan. des und der Eingeborenen ausschlazen werde. Voriges Jah-r wurden 8G2 Sklaven in Freiheit gesetzt, die alle in Witu, einig? Meilen im Innern des Landes.' in Arbeit standen und zufrieden waren. Mackenzie glaubt, daß die Schätzung des Said Burghasch rlchtiz ist, der die gesammte Sklavenbevölkerunz von Sansibar und Pemba auf 266.000 unter 400.000 Seelen veranschlagt; die Europäer und Goanesen zählen nicht mehr als 200. die britischen Jndier ungefähr weitere 8500. Um die Nachfrage der Sklaven zu befriedigen, werden, so schätzt man, jäbr. lich ung:fähr24.000 Len aufgeopfert, während weitere 40.000 Leben zu Grunde gehen, um die Ausfuhr von Sklaven nach der arabischen Küste rn Gang zu halten. . Die Sklaven von Sansibar und Pemba zerfallen in drei Klasse: Haussklaven, Arbeiter auf den Plantagen und Arb'iter in den Hafenstädten. EZ sind diese' letzteren, welche als Träger der Waaren engagirt werdrn. die von der 'Küste nach dem Innern ief'ördtrt werden müssen; sie sind daS einzige Transportmittel, Rissen sich die britische Regierung, dre Missionare und die Kaufleute bedienen müssen, b'.S die Elsenbahn hergestem ist. Die Mortalität, unter diesendiesen Trägern wird auf 20. Procent geschätzt. . Der Bericht ist allen Ministern und ParlsWntsmitaliederÄ. ttrzlul tsai

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Mr. James Kllne Hucften-Rheumatisrnus 15 Jaehrlge Pein und Schmerzen durch Hood's Sarsaparltla kurlrt. " Seit 15 Jahren hatte ich schrecklem Aofaeli von Haeften-Rheamatlsmua In meinem rechten Bein, Haefte and Ruecken. VVaehrend dieser langen Zeit war es nir nicht rooeglich auch nnr ein Mal etwas vom Boden aufzuheben, ohn nieder knieen ta müssen. Voriren September werde es so schlimm dass Ich Nachts nicht schlafen konnte. Da ich Landwirth bin, hatte ich viel zu arbeiten, und ich wurde muthloa. Zulaellig las ich einen Bericht von Jemanden, der durch Hood's Bananerill von Rheumatismus karixt worden war, rund entschloss mirh es so versuchen. Nachdem ich mehrere Flaschen genommen fand ich dass mein Leiden mich verlassen. Ich fahr damit fort und habe im Garnen acht Flaschen gt braucht und betrachte mich als geheilt Es sind Jetzt vier Monate her seit das alte Leiden mich gequaelt hat, und es haben ich keine Symptome gezeigt, dass es turueckkehren wird. Ich glaube Hood'a Sarsaparilla thut Alles, was davon geruehmt wird." Jas. Kuse, Osceola, Fa. Hood's Ssl Kurirt Hood's Pillen sind die besten. SS oen; ein Grund zu weiterem Aufschub ist nicht mehr da. Donald Mackenzie verlangt dringend die Abschaffung des legalen Ttatus der Sklaverei sobald als möglich und schließt seinen Bericht folgendermaßen: E5 scheint mir, daß die Fraz: der Abschaffung der Sklaver:i in Sansibar. Pemba und Ost Afrika keinen Augenblick länger ungelöst bleiben sollte. Das Warten auf Berichte ist eine alte Ausrede; solche Rapporte sind dem Auswärtigen Amt von jedem Generalconsul eingesandt worden; aber nichts ist geschehen, um das schreckliche Unrecht abzuschaffen ; die Sklaverei mit all ihrem Gesolge von Verbrechen und Elend geht von Jahr zu Jahr, von Monat zu Monat weiter, zur Schande des englischen Namens. . . England wird gewiß ' nicht vor seiner Pflicht zurückschrecken, wenn es dieses fürchterliche Uebel mit einem Federstrich abschaffen kann. Diejenigen. welche an der Civilisation Afrikas arbeiten, sollten niemals die gräulichen Mordthaten und den fürchterlichen Verlust von Menschenleben vergessen, dfr im Innern des schwarzen Continents stattgefunden haben, um die Skavenbevö'.kerunq in Sansibar und Pemba zu beschaffen.Jur Charakteristik der Beamten in vtußland. Daß eS mit der Ehrlichkeit der ruffischen Beamten sehr schlimm bestellt ist. dürfte wohl allgemein bekannt sein. Zahllos jino die Mittel und Wege, zu denen die ungetreuen: . Beamten ihre Zuflucht nehmen, um' . sowohl den Staat, wie auch ihre Untergebenen auf jede mögliche Weise zu brandschatzen, und die Findigkeit, welche sie dabei an den Tag legen, ist oft geradezu bemun. derungswüroiz. So erzählt die russische Ze:tung Wladiwostok" von e!nem sibirischen Bezirtschef folgendes Geschichtchen: Besagter Bezirkschef erhielt eines schönen Morgens oon sei nem Go'asereur ein Circular des Jn haltS. er solle bei Vereisung der ihm unterstellten Distrikte die Bauern und Kosaken nach Thunlichkeit mit den russischen Gesehn bekannt machen. Der Bezirkschef hatte das Circular kaum gelesen, als er auch schon seinenSchreiber kommen ließ und zu ihm sagte: Peter Jmanytfch, lassen Sie nur sofort die Tarantzße (ein eigenthümlicher, sehr praktischer Reisemagen, der besonders im östlichen und südlichen Rußland und im ganzen asiatischen Rußland im Gebrauch ist) mit drei und die Telega (gewöhnlicher russischer Lauernmagen) mit zwei Pferden bespannen und verladen Sie auf die Te leza alle fünfzehn Bände der russischen Gesetzessammlung - (den sechzehnten Band gab es damals noch nicht) sammt allen Zusätzen; machen Sie aber schnell.- Gesagt, gethan:. und noch am Abend desselben Tages fuhr die Tarantaße des Bezirkschefs, gefolgt von der Telega. in ein großes Kofaken dorf, dessen Bewohner eben mit der Heu-Ernte beschäftigt waren. Bürgermeister, donnerte der Chef. mmoz gen um 9 Uhr Früh soll sich das ganze Volk auf der Wiese hinter dem Dorf versammeln, ich werde ein ' Manifest verlesen.- Die Kosaken warfen ihre Sensen wegversammelten, sich auf der Wiese und setzten sich nach altem Herkommen im Kreise' herum in der ErWartung deS Manifestes-. ' Alsbald trat in den Kreiö der Chef. g:fo:gt von seinem Schreiber und der Telega mit den Gesetzen. Der Chef verlas zuerst mit lauter Stimme das vom Gouoernnr erhaltene Circular und wendete sich dann an seinen Schreike? mit den Worten: Peter Jwanytsch. wollen wir anfangen!- Peter Jwanytsch nahm der ersten Band der Gesetzessammlung vom Wagen und begann: Gesetzes sammlung vom Jahre 1857, erster Band, nster' Abschnitt-, . und verlas dann dir ersten zwei , Zeilen deS erft:n Abschnittes. .Habt Ihr' es yerstan-dr?-. wendete er sich dann an die Ver-' sammlung. Wir glauben, eS verstanden zu baben." ' Nun wiederhole' Du da daS Vorgelesene.- Der qo Avoltrsvbirte suazt: ctn Inhalt

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5 und des Vorgelesenen mtt seinen eigenen Worten wiederzugeben? drr Schreiber war aber damit nicht zufrieden und sagte., er müsse Alles Wort für Wort wiederholen. Seht Ihr nun", fiel hier der Chef ein, warum es sich hindelt. Wir haben bis jetzt' die ersten zwei Zeilen des einzigen ersten Abschnittes des ersten Bandes gelesen. Seht Ihr, wie dick das Buch ist? Solch Buch sind es aber fünfzehn und dir Zusätze machen an die drei Dutzend Bände und mehr aus. Alles dieses müßt Ihr Wort für Wort auswendig lernen. Da ist nichts zu machen; eö ist einmal durch die hohe Obrigkeit be. fohlen. Sie. Peter Jwanytsch. unterrichten jetzt die Leute in bin Gesetzen, ich gehe inzwischen in mein Quartier zum Frühstück.- Nach diesen Worten ging der. Chef mit majestätisch: Schritten aus .der Versammlung, wah rend der Schreiber seine monotone (2e setzvorlesung fortsetzte. Nachdem dies eine Weile gedauert hatte, wendete sich der Dorfälteste an sein: Leute: Da hilft offenbar nichts, wir müssen ihm einen halben Rubel für den Kopf fpendirrn." DaS Geld wurde gefammelt und der Dorfälteste begab sich damit zum Chef in's Quartier. Gnädrger Herr, befreie uns von den Gesetzen, wir. können daS Alles für uns selbst lesen." .Mit diesen Worten legte der Aeltrste EtwaS in die Mütze des Chefs, welche vor diesem auf dem Tisch lag. Auf dieses hin lieb der Chef den Aelte. sten vor die Thür in's Vorzimmer tre. ten. zählte das Geld, und da er die Abfindungssumme für genügend erachtete, so lieb er ihn alsbald wieder eintreten und sagte zu ihm: Gut! lernt die Gesetze für Euch selbst ich vertraue Euch; labt mir anspannen!" Nach diesem fuhr der Bezirkschef mit seinen Gesetzen in daS nächste Dorf, um auch dort die Einwohner in das geheimnißvolle Labyrinth der russischen Gesetzgebung einzuweihen, beziehungSweise eine entsprechende Abfindung einzuheimsen. Ser Drachendallon. Auf dem Uebungsplcrtze der LuftschlfserMthellung deS Lst:rr?!chschen Heeres, welcher am Wto:? Arsenal ber rn r v n cn.r.... 1l i 4cyit juujt ju.iicji J0Cfjua,t uiu v . n . rcc! v.. k tiiufc iurucjisn vrjueuuiiäti dem Gebiete der 'Aeronautit statt. Durch das interessante Schauspiel angelockt waren Zuschauer in' hellen Schaaren herbeigeströmt. Etwa in der Mitte des mächtigen Raumes sah man schreibt das R. W. T.". eine grösere Anzahl Officrere, darunter den Commanoanten Hauptmann Trieb, um ein seltsam ge formtes. imposantes Object v:rsammelt. in welchem Laie erst nach längerer Beobachtung einn Luftballon zu erkennen vermochte. Da schwebte, von Soldaten an Seilen grhalten, ein aus der üblichen Luftballonmasse. also aus gummirt:m Seidenstoff. H:rz:stellter, vollaufgeblähter, schmaler Cylinder, der an dem einen Ende, wie gewöhnlich bei Cylindern, durch eine glatte, runde Scheibe abgeschlossen wurde, während er an dem anderen Ewde einen schlauch artigen Sack auö Leinwand irüg, der aber rvicht frei herabhing, sondern umgebogen war und wieder zum Cylin'd zurücklief, bis etwa zu einem Viertel der Höhe desselben: an dieser Stelle war 'der Sack offen, so daß die. Luft frei einströmen und den Sack aufbla sen koirnte.' Sonst bemerkte man .noch eine an. Seilen 'befestigte Goirde und ein zum Festhalten dienendes 'Captivseil 7 und ese ganz: .neuartige. 'Erscheinung n2 ein Ballon Merknzür. digerweise hatte der Cylinder., sowohl während der Ballon am Bodm befestiat war. wie an beim. Aü?schv:ben

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7 Mest Maflnngwn eine feyrage üaej:; deim Austrd bemerkte man noch, wie sich der Sack im.m:r mehr blähte, bis die Leinwand straff gespannt war. wahrend die Son del ruhig mit 'emporstieg. Diesmal sab in derselben Niemand. Wiederholt lieb man so den Ballon lttr austeiz-n zuweilen bis zu einer Höhe von 200 Metern. Es versteht sich, dafc der Commandant, sowie die Qfficiere den AuM.'g mit großer .Aufm:rksamkei! verfolgten und daß übe? Form und Wirkung desselben sich ein lebhafter Ideenaustausch entspann Dieser Ballon 'Nun ist eine der u:o:st:n Erfindunigen auf dem G:bi:!e der Luftschifffahrt und sein Schöpser ist Jz:nieur Siegsfeld in Augsburg, der dss neue Vehikel den Dracheriballon nnnt. D:r Versuch auf dem U?öunzsplatze ' der Luftschisferabrheiluz war d:r erste dieser Ar! in Wien und es llez.t die AllMhme nahe, dzZ noch ÄZ'tt Versuche folgen werden; &:nn zuan wird ja wohl durchprobiren wollen, ob die neue Erfindung Vorzüz-: besitzt, welche ihre Einführung in der Armee statt der bisher!, Kualballons mz Nothwendigkeit machen würden, D:r Hauptvortheil des Drachenballons soll nack den bis-beriaen Erfabrui'iZ.'ir in dem Umstände gelegen sein, daß derselbe selbst bei starkem Wind in die ode ssw.'öt, vom Wetter somit ziem lich unabhängig ist mrd es d:n in der Gon.d:l befindliche Officinea crmog licht, auch bei unaünsiiaer Lusrö mur?i Höhenbw'bachunVn anzustellen. Ve:m Kuz.'lballon ist ein solcher Fall vekarrntlich ausgeschlossen, da dersrlb: vom Winde immer, niedergedrückt wird und ein Opfer der aufZ-peüfchknLüft: ist, die ihr wild.'s, unt:rech:nbares Sp'el mit .ihm treiben. . Die größere tyrnhMt und UMManqiafot d:s Dra cheirballoas bei Stürmen wird zunächst durch die Cylinderform des LZallons bedingt; 'denn dadurch, daß die dem Wirrdstoß auszefetzte Stirnseite eine verhältckbmäbrg klüne'ist, kann der Ballon vom Sturm rüicht so voll und krasUg gepackt werden. w:e der Kuael ballon. der vermöae ssinzs Biues vom Winde in seinem ganzen Querschnitt ersaht werden muß. Die schräg: Stellunz des Cylinders wird durch einen im J-nmrn angebrachten Mechanismus bewirkt; wahrend der Luftstrom oben glatt yrnweAflreicht. dr:n.zt er von un ten her m den Sack ein und bläht die, sen auf, indem er aleichzeitia den Aal !on emporträgt. Der Sack Hit ri.un d: Zweck, dem daheriaaenden Wind immer daö Gleichgewicht zu halten und als Steuer zu dienen. D Gondel des Drach:ndallonö dreht sich reicht wie be'm Kuaelballon bei Stürmen in tollen Schwingungen, sonders mach! yochztens lelchte Pende.dewezung:n nach seitwärts. Aus alledrm eraeben sich vorausgesetzt, daß sich diese tywretrich ausgerechneten Vorzuge in der Praxis auch voll bewähren unaewöbnliaze Vortheile aeaenüber dem Kugelballon. Insbesondere würd: oann Der Wraazenoauon oank semer Unabbanaiakeit von Wind und Wetter namentlich rm Kriegsfalle von größtem Werthe se.". iH Verlangt Muchs'ö Best Havanna Cigart." Verlangt. Nespektable beutsebe Männer tut Uebernahme der Agentur für in jedem Hause leicht verkäufliche Artikel. Er. fahrung nicht riotkwendig, einfache Arbeit und aute vttabluna aarantirt. Jeder, der sich ein rentables Geschäft zu gründen rsünsüt, oder sich einen guten Nebenverdienst verschaffen will, schreibe sofort, für Cirkulare und kostenfreie Yrobea an "'

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