Indiana Tribüne, Volume 19, Number 67, Indianapolis, Marion County, 24 November 1895 — Page 2

JUtc ZZill ZZrown rzcplodirte. Line wunderbare Minengeschichte, acher zählt von 23. v. SHicrdrand.

mOf), Ihr könnt lachen, so viel Ihr Kolli sagt Dick Ferguson, der tot jen seiner sonderbaren! Erlebnisse und iuxh merkwürdigerm Geschichien im ganzen Camp als Wonderful Dick" bekannt war, deshalb ist es doch erahr!" Dick. Dick. Deine Einbildungskrast splt Dir wieder einmal 'nen Streich wagte Aleck White schüchtern zu U merken. Dummes Zeug ich habe es ein mal an einem lebenden Menschen, noch dazu einem alten Freunds von mir, selbst beobachtet der. Mann ezplodirte innerlich und Niemand 'hat je wieder ein Stück von ihni zu sehen gekriegt." Wir wußten jetzt, daß Wonderful Dick" uns eine seiner eigenthümlichen Geschichten erzählen, wollte, weshalb auch sofort tiefes, erwartungsvolles Schweigen eintrat. Wir wann behaglich im Kreise um ein hkllloderndes Wachtfeuer gelagert, theils sitzend, iheilZ auf unserm dicken wollmen Decken ausgestreckt. Alle mit glimmender Pfeife. Dick sah sich erst prüfend um, und da er den rechten Grad von Aufmerksamkeit bemerkte, so legte er lo s. Es war in dem alten, Camp, wo jetzt das Städtchen Lone J.ack steht, in Calaveras County, und wo damals noch das gelbe Metall in recht erklecklichen Massen gefunden wurde, sowohl über wie unter der Oberfläche. Mem Partner war Vill Brown, ein Mann, der sonst ein ganz tüchtiger Miner war, ober in einem Punkte mir viel Mühe machte. Er war nämlich wie versessen ouf Medizinen. Ob ihm eigentlich ursprünglich was gefehlt hat, das wußt er wohl selber nicht. Aber damals, Twhdcm er schon seit Jahren an sich herum docterte, war entschieden etwas bei ihm caput vielleicht die Leber, ode? die Lunge, oder der Magen, waS weiß ich, etwas war's aber jedenfalls, denn er sah schon so gelb im 'Gesichte aus wie Deacon Mac's kleiner Kläffer uf dem Rücken, und mit dem Appetit beim Essen war's auch so 'nc böse Sache, denn beim Frühstück aß er kaum zwei Pfund gerösteten Speck. Na, kurz und gut. Bill war schon zu einem Arzt und dem anderen gelaufen und keiner schien genau zu wissen, was ihm fehlte. Der ein-: behandelte ihn auf Gallenstein, der andere auf Bright'sche Nierenkrankheit, und ein dritter gar auf Magenkrebs. Die Medizinen, die Bill auf solche Weise Flasche um Flasche herunterschluckte, und die Pillen zusammen hätten eine ganze Apotheke neu aus staffirt. Dabei 'hatte VA auch schon längst alles Zutrauen zu den Aerzten überhaupt verloren und deshalb hielt er's nie lange bei einem aus, sondern probirte es immer wieder mit einem neuen. Dabei sagte er mir, daß er auch noch auf eigene Faust an sich e?perimentir!e, denn, er nahm wenigstens eine Sorte von Patentmedizrn noch obendrein, immer! gleich bei der Gallone. Es war eiaentlich merkwürbig, deß Bill unter diesen Umständen noch so lang: aushielt, denn bei alledem blieb er rüstig genug, um als Mine? weiter zu arbeiten, und dabei hatte er sich auch noch eine ganz normale EaParität für Vertilgung von Whisky bewahrt und spielte Abends regelmäßig in Merirari Joe's Zelt eine Hand Monte oder Poker. Cs muß einmal ein guter Fonds in Bill gesteckt haben. Schließlich aber, als es gar nicht besser mit ihm werden wollte, verfiel Bill Brown eines Tages auf das System der Doppelbehandlung, d. h. er ließ sich vom Arzt auf eine Krankheit behandeln, während er selbst sich auf eine andere in die Cur nahm. Er war zur Ueberzeugung gelangt, daß die Aerzte blos deshalb bei ihm keinen. Erfolg gehabt hatten, weil sie nicht umfassend" genug, seien in ihrer BeHandlung, nur immer das eine Symptom und die eine Krankheit bekämpften, anstatt sich auf die Allgemeinheit zu werfen, wie er's nannte. Kurz nachdem Bill Brown dieses neue System praktisch durchzuführen begonnen hatte, 'stattete er dem Doctor Antonio, der erst vor KurZem aus Texas herübergekommen war, eine Besuch ab und erzählte ihm genau die ganze Reihe von Kvankheitserscheinungen, die er an sich bemerkt hatte. Du Doctor horte Alles geduldig an, dann sagte er: Die Leber ist nicht in Ordnung, ich werde Ihnrn etwas dafür verschreiben." Das Recept nahm Bill zur Apotheke. wo er seine ganzen Einkäufe schon seit Jahren gemacht hatte und dessen Eigenthümer stets einer Meinung mit ihm war, wenn es galt,, etwas Neues zu Probiren. Nachdem 'die von Dr. Antonio verschriebene Medizin zubereitet war, ließ sich Bill noch eine große Flasche voll Glycerin mitgeben, '.denn das Glycerin hatte er seit Kurzem für seine angeblich erkrankte Lunge zu nehmen angefangen. Und nun macht: er's jedekmal so: Ein Löffel voll' von des Doctors Medizin und dsnn gleich darauf einen Löffel voll Glycerm. .In einer Woche spürte er, wie er mir sagte, fcen Effect. Er fühlte sich v!el wohl. Nicht nur das, er hatte von Tag zu 2ag eii Gefühl von wachfenderStärke, das ihm besonderes Wohlbehagen tu zeugte er wurde nämlich- scheinbar leichter körperlich, so daß es ihm vorkam, als öb er in der Luft schwebe. Qt tanzte förmlich, wenn er ging. ES sah sich ordentlich komisch an. IndesJen war dies em so angenehmes Gefühl And Bill glaubte es ausschließlich auf Vic wohlthätige Wirkung seiner Doppelmedizin zurückführen zu müssen, daß tt gar nicht das Bedürfniß fühlte, wie-

bet zum Arzt zu gehen und dieses erst

auf mem wlederholtes Drangen that, nachdem schon mehrere Wochen derflössen waren. Dem Doctor sagte er, wie wohl und kräftig er sich vorkomme. Der Doctor fühlte sich geschmeichelt. Ja, ja, meinte er,' ich tresse ja ge wohnlich das Richtige!" Das ärgerte Bill, daß der Doctor sich allein den ganzen Credit der Cur zuschreiben wollte, und so platzte er heraus, oaß er, Bill, auch sein Theil dazu beigetragen habe, indem er in Befolgung des von ihm erfundenen Doppelsystems stets einen Löffel Glycerin auf einen Löffel der Medizin geschüttet habe. Wie der Doctor das horte, wurde er weiß wie die Wand. Um Gottes Willen," schrie er, Sie sind ein Kind des Todes!Wieso?" meinte Bill ganz gleichmüthig. Gehen Sie erst einmal ein paar Schritte weg von mir nach dem Fenster zu," sagte der Doctor, während er selbst die Thür aufmachte und sich auf die Schwelle retirirte. Was ich Ihnen verschrieben habe, das ist Scheidewasser nitric acid natürlich in starker Verdünnung, eines der kräftigsten Heumittel, wenn die Leber den Dienst zu versagen beginnt. Darauf baben Sie nun immer Ihr Glycerin geschüttet. Nun ist Glycerin ja an und für sich ein ungefährliches Mittel, das sogar unter Umstanden gute Dienste leistet. Aber wenn es in Verbindung mit Scheidewasser genommen wird, so bildet sich was glauben Sie wohl? Nitroglycerin im Magen, einer der gesährlichsten und am leichtesten explo direnden Sprengstoffe, wie Sie als Miner ja wissen. Sie müssen jetzt eine große Quantität 'dieses Zeugs im Magen haben und es erscheint mir eigentlich wunderbar, daß Sie noch nicht in die Luft geflogen sind, denn die geringste Erschütterung muß und wird Sie zum Explodiren bringen." Nette Suppe, die sich Bill Brown da eingebrockt hatte," meinte Aleck White. während die Anderen sich mit den Augen zublinzelten. Ja, allerdings," fuh? Wonderful Dick" gleichmüthig fort. Ihr könnt Euch denken, wie Bill bei diesen Erklärungen des Arztes zu Muthe war." Was soll ich denn da aber thun?" frug er. EZ ist wenig zu thun im Gegentheil, recht still sitzen und still halten sollen Sie, denn die geringste Bewegung, die leiseste Erschütterung kann das Nitroglycerin in Ihrem Magen, von dem Sie ja schon eine Masse zu sich genommen haben, zur Explosion bringen, und dann wäre von Ihnen wohl nicht mehr viel übrig, nicht genug, um ein Begräbniß zu halten. Also vor Allem empfehle ich Ihnen Vorsicht äußerfte Vorsicht. Vielleicht entgehen Sie dann noch dem gräßlichen Tode, der Ihnen droht. Was ich thun kann, will ich thun, um Sie zu retten. Ich gebe Ihnen hier ein Recept mit, das Sie sich verfertigen lassen mögen. Es ist für Jnfusionserde. Wenn Sie diese in regelmäßigen Dosen nehmen, dreimal täglich, so wird binnen Kurzem das Nitroglycerin sich in dieseTrde gefluchtet haben, und das einmal erreicht, hatten Sie anstatt eines Ballen Nitroglycerin einen Klumpen Dynamit im Magen. Damit bin ich doch aber nrcht besser ab," sagte Bill. .Doch, denn Dynamit rst rncht halb so leicht ezplodirbar und mit der gehörigen Behandlung Ware es vll?lcht möglich, das Dynamit -dann nach und nach zu entfernen. Ich kann allerdings für Ihre Heilung nicht bürgen, 'denn dies ist ein rn der Medizin noch nie dagewesener Fall, von dem weder die Bucher noch die Praxis uns Kunde geben. doch ist die Sache immerhin einen Versuch werth. Nur warne ich Sie nochmals hüten Sie sich vor jeder Erschütterung, oder Sie sind ein todter Mann." So kam Bill Brown jenen Tag bei mir wieder an, der ich gerade in unserer gemeinschaftlich bewohnten Hütte etwas Ordnung machte, indem ich die Stuhle und Tische herumwarf. Er hieß mich sofort damrt aufhören und erzählte mir den ganzen Verlauf seiner Unterredung mit dem Doctor. Natürlich quartierte ich mich sofort um, indem ich zu Jim Crvwe ging, dessen Partner am Tage zuvor wegen einer kleinen Meinung--Verschiedenheit einige blaue Bohnen zwischen die Rippen gekrvegt hatte und der deshalb einen neuen, Mitbewohner vertragen konnte. Am Abend desselben Tages wußte das ganze "Camp von der Geschichte und ich versichere Euch, sie gingen Bill Brown alle vorsichtig aus dem Wege. Dr. Antonio hielt am Tage darauf vor 'dem Aerzte - Colleg des Countys einen äußerst interessan ten Vortrag über den Fall, ier später auch gedruckt erschienen ist." Was aber wurde aus Bül?" frug Lame Pete. Ach. ich vergaß. Er curirte ruhig weir. indem er jede heftige Bewegung, jede Erschütterung, auf's Vorsichtigste vermied. Indessen hatte er Pech. Denn eines Nachmittags eS mochte sich schon etwas von dem Nitroglycerin in Dynamit verwandelt haben als er trübsinnig in der Umgebung des Camp umherschlich, passirte er eine Mine, von deren Existenz ti noch nichts wußte, denn sie war erst einige Wochen zuvor eröffnet worden. Da gab es -nen Krach eine schwache Ladung Dynamit war nur 20 Fuß unter der Erde zum Explodiren gebracht worden. Der Knall war nicht sehr stark, aber er mußte genügt haben, um Vill in eine andere Welt zu befördern, denn that sächlich ist nie wieder etwas von ihm zum. Vorschein gekommen, mit Ausnähme einiger Hosenknöpfe und eines geflickten Stückes seines blauen WollHemdes, woran ich ihn aber identificirte. denn es nähte im ganzen Camp Nie

mand so schlecht wie Vill Vrown und das war seine Arbeit, kein Zweifel. Die Leute in der Mine versicherten später, sie hätten außer dem Knall un ter der Erde noch einen anderen, etwas hohl klingenden auf der Oberfläche geHort. Tls muß Bill gewesen sein. Wahrscheinlich ist er gerade über dem Theil des Hügels gegangen, wo die Explosion stattfand. Na, er war weg, und nicht einmal, wie der Doctor ihm ganz richtig gesagt hatte, genug, um em Begräbniß abzugeben, war von ihm übrig geblieben. Armer Vill! Reich' mir 'mal den, Demijohn her, Aleck! Mir ist die Kehle ganz trocken geworden bei der Geschichte." Und Wonderful Dick" nahm einen Riesenschluck von dem Feuertranke. Die Tragödie der ZZaronin de , . Zerolles.

Von Prof. Dr. Heinrich Bloch. Auf feiner, fluchtartigen Wanderung durch die Normandie fand der Gras d' Ache, einer der kühnsten Chouansführer, in dem Dörfchen Trevieres bei Herrn vo nMontfiquet Zuflucht. Hier lernte er die Marquise Hely de Combray, eine ältere Wittwe, kennen. Nicht weit von Trevieres, auf ihrem Schlosse zu Donnar wohnte deren Tochter Rosal.e, die an i:n Baron Aquet de Fe rolles verheirathet war, jedoch getrennt von ihm lebt:. Sie war von gewinnendem Aeußeren. In Zurückgezogenheit lebte sie mit ihren zwei kleinen Töchtern auf dem Gute der Mutter, das Ende des Processes ab. wartend, den sie gegen ihren Mann wegen Herausgabe ihrer Mitgift angestrengt hatte. Bald jedoch r.'rbrei-' tete sich das nicht unbegründete Genicht, die Zurückgezogenheit. in der sich Frau von Aquet de Ferolles gefalle, sei bei Weitem nicht so beschaulicher Art, als man glaube, ein junger, schöner Chouan erheitere vielmehr die Ein samkeit der unglücklichen Frau, ochon nannte man offen seinen Namen. Es war Armand de Chevallier, der Elbe eines sehr bedeutenden Vermögens, einer der bittersten Feinde des Empire. Im Jahre 1801 wäre er beinahe zum Tode verurtheilt worden. Er ward beschuldigt, an der Ausraubung eines Postwagens, der Staatsgelder fübrte, Theil genommen zu haben. Nur der Intervention eines Senators hatte er sein Leben zu danken. Die Polizei lieg ihn jedoch seither mcht aus den Augen. . Frau Aquet de Ferolles ließ sich von dem schmucken, redegewandten Manne, der, ob er auch bereits Wittwer war, erst 22 Jahre zählte, verführen. Im Hause ihrer Mutter begegnete d'Ache dem kühnen, wagemuthigen Le Chevallier; es war jenem sofort klar, daß dieser wie kein Anderer geeignet sei, fr-r..... , c 1 ' oie saaze oer youans zu ioroern. Und er sollte sich mcht täuschen. Le Chevallier erklärte sich bereit, sein Vcrmögen und seine ganze Thatkraft rn den Dienst der Sache zu stellen, für die d'Ache leitend wirkte. Er über, nahm es, während d'Ache's Abwesenheit in England alle Vorbereitungen zu einer Erhebung gegen Napoleon zu treffen, und die Mittel dazu auf dem nicht mehr ungewöhnlichen Wege des Raubes öffentlicher Gelder heröeizuschaffen. Mit Begeisterung erklärte sich Frau Aquet de Ferolles bereit, den Streifzug an der Seite ihres , Gelicbten mitzumachen. Man war übereingekommen, dcn Wagen, in welchem Steuergelder von Alencon nach Caen geführt wurden, auszurauben; die kühne Abenteuerin bestimmte, da sie jeden Schlupfwinkel in der Normandie genau kannte, die Stelle, wo das Verbrechen vollführt werden sollte. Le Chevallier hatte seine Leute ausgewählt und an ihre Spitze einen ver läßlichen Führer gestellt. Im Juni des Jahres 1807 ward das Attentat mit dem besten Erfolge ausgeführt. Die geraubte Summe 60.000 Thaler wurde nach getroffener Vereinbarung den Brüdern Buquet zur Aufbewahrung ub:rg:b:n.. Am nächsten Tage, schon erschien Frau Aquet de Ferolles bei ihnen und forderte sur rh'ren Geliebten 3400 Franken von dem Rauben Wlcm wagte es nicht, sie abzuweisen. Das Geld verwendete sie zur Tilgung von Schulden, die Le Chevallier zu Parteizwecken contrahirt hatte; dieser war noch vor dem cd streich nach Paris geeilt. Mit Recht vermuthete der Polizeiminister Jauche, als ihm die Nachricht von dem Verbre chen berichtet wurde -und er erfahren hatte, der kühne Chouan weile in der Hauptstadt, daß Le Chevallier 'absiehtlich nach Paris ge komm m sei, um jeden Verdacht, uls ob auch er die Hand ant im Spiele gehabt hätte, 'ourch sein Alibi von sich zu lenken. Darum beschloß er. ihn nicht verhaften zu lassen. Allein die Polizeiagenten fonden ihn nicht mehr in Paris; 'er war in die Normandie, nach Cuen zurückzetebrt; offen that er es; er versuchte cs nicht, sich zu verleugnen; so konnte man ihn denn leicht fassen, als der Verhasisbefehl ihm nachgeschickt ward. Sofort wurde er nach Paris überführt; entschieden leugnete er es, an dem Raube theilgenommen zu haben; man glaubte ihm jedoch nicht und inlernirte ihn im Temple. -Bald lenkte sich auh gegen die Frau de Ferolles der Verdicht. Wohl war diese von ihrer Mutter, die der Angelegenheit ganz serne gestanden und erst, von dem erfolgten Raube erfahren hatte.' gewarnt worden, wohl hatte die alte Frau in ihrer mütterlichen Angst alle Beweise der Schuld zu entfernen gesucht, allein Frau de Fe rolles hörte nicht auf den wohlgemeintenRath, denn sie war der festen Ue!er-e.igung, dcß ihre Uischuld von Niemand bezweifelt würde, überdies i hielt sie sich durch das Wohlwollen der ' o.ft.t''-k. . olatveyorLen ouianoig - gctqen

Der Gendarmerie-Commandant C5auvel soll ihr, wie sie sagte, versprochen haben, daß er sie beschützen werde.

Um welchen Pre:s er es that? atm gauber, den ihre Erscheinung, ihr ganzes Wesen auf alle Welt ausübte. konnte sich auch Cyauvel zu seinem Wh A I i . . L-.genen eroeroen nicyl enizreyen, er ward psl!ch!v:rgessen und handelte gegen seinen Diensteid. So war denn der Mutter eindringliche Mahnung vergebens gewesen, die Marquise von Combray trennte sich von der Halsstarrigen Tochter und suchte ihr Heil in der Flucht, denn sie wußte, daß aucy t mit in die Untersuchung einbezogen werden dürfte. Es wahrte nicht lange und die .Baronin von Ferolles ward einem Verhör unterzogen; noch waren es nur leise, Andeutungen, die dem gegen sie angestrengten Verfahren als Grundlzge dienten, allem :hre auffallende Verlegenheit und sichtliche Erschrockenheit bestätigten dem Untersuchungsr'chter die gegen sie vorgebrachten Beschuldigungen. ,Sie haben mir nicht die Wahrheit aesaat," bemerkte er am Ende des ersten Verhörs; Stt thaten besser daran. Alles zu bekennen. Ich gebe Ihnen bis morgen Bedenket. !öthigen Sie mich nicht, gegen Sie mit aller Strenge vorzugehen," Die leichtsinnige Frau sühlte sich dadurch ganz niedergeschmettert. Sie hielt sich für verloren und noch wußte si: nichts ton Le Ch:vallier's Verhaftung. In ihrer Noth soll sie einen Vergiftungsversuch unternommen haben, den Chauvel jedoch angeblich vereitelt hat. Aus dem zweiten Verhör empfing der inquirirende Richter die entschiedene Ueberzeugung vcn ihrer Schuld; wenn er sie gleichwohl ziehen ließ, so that er es aus Schwache auf die Bitten ein:r ihrer Freundinnen. . Allein kaum war der Bericht darüber höheren Ortes erstattet worden, so ward sofort der strengste Befehl zu ihrer abermaligen Festnihme ertheilt. Chauvel wurde mit dem Vollzuge betraut. Anstatt ihm sofort nachzukommen, gab , er der liebten Frau einen Wink und sie entschlüpfte den Nachstellungen; ja er bot ihr in einem eigens von ihm gemietheten Hause ein Asyl an. Es währte jedoch nicht lange und Frau Aquet de Ferolles fühlte sich hier nicht mehr sicher. Ein unstetes, trauriges Leben begann nunmehr für sie. Des TageS durchstreifte sie die Wälder, des Nachts suchte sie ein Obdach bei gutherzigen Bauern der Umgebung. Aber noch stand sie unter dem Schutze Chauvel's; er führte die Häscher, die nach ihr sahndeten, absichtlich auf falsche Fqhrten. Jede freie Stunde widmete er ihr; er scheute den anstrengendsten, mühsamsten Weg nicht, um einige Minuten' in ihrer Nähe weilen zu können. So führte sie längere Zeit ein überaus abenteuerliches Leben, wiederholt Proben ihrer Unerschrockenheit ablegend. Die Polizei fahndete indeß unausgesetzt nach ihr. Da sie ihre Spur verloren hatte, wendete sie sich an ihre seit dem 20. August verhaftete, zuerst in Caen internirte, sodann nach Rouen in den Kerker überführte Mutter, an die Marquife von Combray. Allein diese war in ihren Antworten üb:raus vorsichtig, sodaß die Polizei weiterhin im Unklaren blieb. Da. trat ein Mann in den Vordergrund, der in der traurigen Lebcnsgesch.chte der Frau ' Aquet de Ferolles eine wenig beneidenswerthe Rolle spielen . sollte; es ' war der Secretär der Mairie zu Rouen, Namens Liquet. Er hatte schon früher Proben seines Spürtalents abgelegt; so verfiel man denn darauf, ihm freie Hand in dieser leidigen Angelegenheit zu lassen. Nach seinem Gutdünken möge er vorgehen, wenn er nur zum Ziele gelange. Liquet übernahm freudig diese Mission, in der Erwartung, dadurch rasch vorwärts zu kommen. Planmäßig g'ng er nun vor. Es hzndelie sich ihm in erster Reih: darum, die Zunge der Marquise von Combray zu lösen. Er erschien in deren Zelle, heuchelte Mitleid mit ihrem Schicksal und erklärte sich bereit. ihr betzustehen. Wie laßt man doch, saate er. eine Nerson rbs Ranaes und Ihres Alters sich selbst bedienen! tmti&t slrfirtr! mnn morntn eth werden Sie Jemanden bei sich haben." Am nächsten Taae brachte er eine ffrau Delaistre als Kammerfrau zu ihr; der aelana es bald, das Nertrauen der Marauise zu erlanaen. Sie sollte dertn Rr',s? etn ifcr ylr,n ftffnrdjrnr

sie übergab sie jedoch Lrquet. der sie ich wollte nicht, daß es der Henker beauck beantwortete' Aus dielen Vrre- rühre."

fen erfubr nun der Svion. dak Cbehniiifr w 9bhiiT w scmu y,'nit de Ferolles sei und dak er den Raub vollführt habe.' Er ging jetzt allen Spuren nach und hatte es bald heraus- ' . .' v J . gesunden, daß Chauvel die Verhaftung der 'Flüchtigen vereitelt hab:. Aber er Mete dies Gehnmniß' denn schon hatte 'er einen ganz romantischen Plan 7tT KniTnrhitnn htr rfiit'SWW nrfnht zu d:ssen Ausführung er Chauvel's be - durste; dieser sollte darum nicht ahnen.' dak 'sein trüaerisck's- Sviel entdeckt sei. Liquet nahm nunmehr die Leituna der oanzen Anaeleaenbeit in seine Hände: von diesem Momente an war es um 'Frau von Ferolles gescheden. . Emes Taaes Liauet in der Z:ll: der Marquise. Frau Marauise saate er m ibr. man ist Ihrer Tochter auf der Spur. Wenn Sie sie reiten wollen, ist eL böchfte Zeit." ' ' ' Sie retten! ' Wie denn?" Nktten (Sie ifin 5 kr, Tö-ff m Knon aufzusuchen und sie nach England zu begleiten. . Er ist ein gutherziger Mansch und' wird Ihre Bitte mcht ab - r m ..-7 r0IlCu.

Schreiben Sie Herrn Delaistre alle Mitschuldigen, die sodann der (dieser Name genügte, um die Mar- Reihe nach gefaßt wurden. Allein sie auise Z vertrauentzselm ,u " mnfanY vvferte sie Alle vergeblich auf. Le Che-

Die- Marquise war von Liquet's

Aufrichtigkeit so sehr überzeugt, daß sie ihm aus Dankbarkeit 12.000 Franken, die sie bet sich versteckt hatte, an bot; Liquet ließ sich erbitten und nahm schließlich die Summe an; er überschickte sie sofort dem Departementpraselten. Den Brief, den die Marquise an ihre Tochter geschrieben hatte, übergab Liquet Delaistre, als dieser nach Caen reiste, um daselbst einer früheren Verabredung gemäß mit seinem Freunde Chauvel zusammenzukommen. . Am 3. October fand die Begegnung statt, bei der .auch Frau Aquet de Ferolles und ihre Freunde anwesend waren. Delaistre übergab ihr den Brief der Marquise. Nachdem sie ihn durchgelesen hatte, erklärte sie, um keinen Preis den Rath ihrer Mutter befolgen zu wollen, denn sie fühlte sich in der Normandie am sichersten, und sollte man sie auch gefangen nehmen, so werde sie von den Behörden in Caen nicht verurtheilt werden. Erst die Bemerkung Delaistre's, daß diese Angelegenheit dem Gerichtshofe zu Rouen übertragen worden sei, 'bestimmte sie, auf den Vorschlag der Mutter einzugehen. Die Zeit der Abreise ward für den nächsten Tag festgesetzt. Am schwersten fiel der Abschied Chauvel. ob ihn auch die geliebte Frau tröstete. Am Abend reiste sie in Delaistre's Begleitung ab; sie reisten nur in der Nacht. Am zweiten Morgen, als sie in Pont-Audemer in einem WirthsHaus einkehrten, wurden ihnen von einem Gendarmen die natürlich auf falsche Namen lautenden Pässe abverlangt. Delaistre überreichte sie, Furcht heuchelnd, dem Wächter des Gesetzes eS war dies Liquet. Die chapiere sind nicht in Ordnung, bemerkte Liquet strenge. Ich führe Euch nach Rouen, wo Ihr Gelegenheit haben werdet. Euch auszuweisen." Liquet ließ sich von den in ernstem Tone vorgebrachten Einwendungen Delaistre's nicht irremachen, er führte ihn und seine Begleiterin nach Rouen. Hier erst ward diese es inne, daß sie das Opfer eines schlau ausgedachten Planes geworden; rm Kerker zu Rouen hatte sie nunmehr Gelegenheit, die vergangenen Tage sich in Erinnerung zu rufen und über die Ungewißheit der Zukunft nachzudenken. Liquet war der Streich gelungen. Es handelte sich nunmehr darum. Frau Aquet de Ferolles zum Geständniß zu bringen. Liquet übernahm auch die Losung dieser nicht leichten Aufgabe. Die zwei ersten Tage überließ er die Gefangene ihrem Schmerz; am dritten Tage erst erschien er in ihrer Zelle, noch immer als Gendarm gekleidet; er rief sie bei ihrem wirklichen Namen an. Sie kennen mich?" fragte sie überrascht. Ich kenne Sie!" Dieses Wort schmetterte sie nieder. Sie wußte nunmehr, daß sie verloren sei. Sie verlegte sich auf's Leugnen, ihre Unschuld betheuernd. Ihr Leugnen ist unnütz," bemerkte Liquet darauf in freundlichem Tone. Wir wissen Alles. Gestehen Sie Ihre Schuld ein. Das ist auch das beste Mittel, das Mitleid der Richter zu erlangen." 7 Wenn Sie Alles wissen, so muß man mich denunzirt, verrathen haben! Wer ist der Elende?" Der Notar Lefebvre," gestand Liquet. (Es war dies jener Mann, der die Gelder zur Ordnung von Chevallier's Schulden übernommen hatte.) Er hat mich auf Ihre Spur geleitet. Ein bei Delaistre gefundener - Brief Ihrer Mutter hat Ihr Verderben vollcndet Liquet erwähnte diesen Brief absichtlich, weil er wußte, daß zwischen Mutter und Tochter niemals ein gutes Einvernehmen geherrscht hatte; der Brief gedachte Rofaliens in sehr liebloser Weise, Liquet hoffte nunmehr, daß die Tochter nach Einsichtnahme in das Schreiben ihrer Mutter in ihrer Entrüstung Aeußerungen werde .fallen lassen, die für die Untersuchung von dem größten Werthe sein könnten. Und er hatte sich nicht getäuscht. Da man mich ausgeliefert hat schrie sie voller Erregtheit, ist es "an ' mir, zu sprechen. Ich werde Alles ge siehen, ich mag nichts verheimlichen. Ich welk, daß ich mein Verderben herbeiführe. Allein der Tod schreckt mich mcht. Ich suche ihn schon lange; ich dm auf ihn vorbereitet. Sehen Sie, fugte sie, auf ihren Kopf zeigend, hmzu, ich habe mein Haar, das man so schön fand, abscheiden lassen: denn : Sodann legte sie ein umfassendes Geständniß ab: es war daraus klar 3 sehen, daß sie es nicht auf ihre Ret tung abgesehen hatte, sondern blos den Wunsch hegte, sich zu rächen. Ihre r .r. . r . rrr ... . rf . - c ? n leoe zu e ycoauier, oas ii 191cm lÄestandnch zu entnehmen, war eme tiefe, aufrichtige, ernste. Ihr Verhaltniß zu Chauvel erklärte sie für ein: Wirkuna des Eiaennukes: um des ' Schutzes halber, den er ihr .geboten. yoe ne iym leo? geyell. .na dem das erste Verhör beendet war, be kräftigte sie mit ihrer Unterschrift diese Angaben. . Liquet wollte ihr eine freundlichere Zelle anweisen; sie bat jedoch, sie dort zu lassen, wo sie untergebracht war. ' Liquet begriff diesen Wunsch erst, als ! er sie vor einem in der Zelle angebrachten großen Nagel sah; es war ihm ' nunmehr klar, daß sie an einen Selbst mord dachte.' i Während des zweiten Verhörs : nannte it, um e Chevallier zu reuen. vallicr mukte aleick lbr un erker schmachten. Wohl war ihm. am 26. December 1807 die Flucht, gelungen. ' allein da man feinen Sohn und seine j.i" ' V...ffc: Krfvft.fa siHwagrtilr tuuiuuyi

siellie er sich wieder der Behörde. E5 wurde ihm nunmehr rasch der Proceß gemacht und bei dem schnellen Versahren jener Tage wurde er bereits am 9, Januar 1808 zum Tode verurtheilt

und noch an demselben Taae ymaerichtet. Zur gleichen Strafe wurden auch Frau Aqeut de Ferolles und eine Anzahl der Mitschuldigen am 30. December 1803 verurtheilt. Nachdem das Urtheil verkündet worden war, gab Frau v. Ferolles ihrem Vertheidiger Chauveau-Lagarde es ist derselbe, der Marie Antoiiitte und Charlotte Corday vertheidigt ein Zeichen. Daraufhin erhob sich dieser zu der folgenden Erklärung: Ich habe die Pfcht, den Gerichlshof zu rcrständi. gen, daß Frau Aquet de Ferolles sich in anderen Umständen befindet." Das war ein Theatercouv. Ueber ein Jahr lang war die Verurteilte im Gefängniß gewesen; Niemand glaubte ihrer Erklärung, der Ge:ichtshof jedoch mukte davon Notiz nehmen. Es war klar, daß sie den unmittelbaren Folgen des Urtheils sich zu entziehen vuivy4t ui Viuuuuaa, vtauuiyt Zu werden. Allein ihre Hoffnung war eine eitle. Vergebens hatten ihre zirei kleinen Töchterchen auf Fouche's Rath in Begleitung ihrer Tante die beschwerliche Reise nach Schönbrunn unternommen, um des Kaisers Gnade für ihre Mutter zu gewinnen. Am 20. Juli 1809 langten sie daselbst an. Geduldig warteten sie den ganzen Tag vor dem Schloßthor die Rückkehr des Kaisers ab. Als Napoleon aus dem Wagen stieg, bemerkte er die schwarzgekleidete Frau und die zwei zarten Mädchen. Er glaubte die Wittwe HiiiHii4iW Kai iv-totf-t to.?-ft i. I und Waisen eines bei Wagram gefallenen Officiers vor sich zu sehen. Er schritt auf sie zu; da fielen die Kleinen auf die Kniee und riefen weinend: Si. geben Sie uns unsere Mutter!" Dabei überreichten sie dem Kaiser eine Milicyrisr. r naym ne 'Nigegeu, flog sie durch und sagte: Ich habe nicht die Macht dazu." Nochmals wiederholte er: Ich kann keine. Gnade walten lassen." In seine Gemacher zurückgekehrt, gab er seinem Unwillen über Fouch: Ausdruck, der ihm diese unangeneyme scene yatle ersparen können. Die Angehörigen der Verurthcilten wollten nunmehr durch die Kaiserin Marie Louise erlangen, was sie beim Kaiser nicht hatten durchsetzen tont m 1 ntXL Allem dazu oute es Nicht meor kommen. Am 6. October 1809 ward Frau Aquet de Ferolles von dier Aerzren unieriucyi, we:cye oie einnlmmige rr , r r e r i ert Erklärung abgaben, daß die Verurtheilte nicht in Hoffnung sei. Daraus hin ward sofort de? Befehl zur Voll streckung .des Todesurtheils erlassen und am 7. October wurde es an ihr vollzogen. Die feindlichen Nachbarn. Während einer Theuerung sucht der Bürg Schnurz sein feindliches yw" oaour9 zu rgcni, 'vag jeden Morgen eine dlckgestrlchene Butterschmtte unter hohnischen Grimassen

am Fenster verspeist. Schweigend und Ihre Näh' Flieh'n. o je Viele mit unterdrückter Wuth hat der andere, eaiD Weil Elschen kalt. Zwei -Namens Kurz, das Schauspiel einige nur sind Verrückt, mein Kind!

Mal mit angesehen, als er sich eines i i irr , cm , rrv.-2-ages mir oen orien: uarie, Racker! Dir will ich schon!" in die Tiese seines Zimmers zurückzieht. Als am folgenden Morgen Schnurz wiederum hohnlachend sein Frühstück zu verzehren beginnt, öffnet sich auch drü-

ben das Fenster, und Kurz lehnt sich Geht, auf Ehr' So mcht mehr! heraus mit einer Schnitte, doppelt so So'n Rioal Sehr fatal! Eistark gestrichen wie die des Gegners, ner. was? Beißt in's Gras. Anfangs verblüfft, faßt Schnurz sich Zum Duell Kommt es schnell.

bald und legt am nächsten Taa die Butter noch einmal so hoch auf als zu- ... . . vor. Aber ohne Erfolg; kaltblütig erhöht Kurz -seinerseits die Auflage. So geht es eine Zeit lang fort, bis Schnurzens Ehehalste hinter die Berschwendung kommt und demselben den Zugang zum Buttertopf versperrt. Tief gebeugt, wagt er jetzt zur Frühstückszeit nur noch schüchtern hinter den Fenstervorhängen hervorzusehen, wa rend das verhaßte Gegenüber nach wie vor seinem lukullischen Genusse fröhnt. Aber auch Kurz sollte nicht den Sie behalten. , Als er mit dem wohlgefälli-

gen Hebeln auf dem breiten Antlitz ; n ic nur . 7eines Tages wiederum das Fenster öff- Fler betrübt Weil wirklich er netentfallt die Schnitte seiner Hand. - Von tonen geht . -ga tnU

Noch ehe er durch die Thür herausstür5JCn 3imta Jmi zen kann, rr schnurzens waaeres Schnauzer!, das schon lange mißver gnüt dem schnöden Schauspiel zuge sehen hat, herübergesprungen und trägt die ZZeute trlumphlrend in das Haus seines Herrn, wo sich alsbald stürmischeß Siegesgeschrei erhebt: Kurz hatte statt der Butter Kartoffelbrei aus gestrichen. -j Gefehlt gegen den gu t e n, T 0 n. Ein neugebornes Brüder chen! hat wiederholt unzweideutig be wiesen, daß es im Besitze ganz außer ordentlicher Stlnunenmittel ist, zum nicht geringen Leidwesen des kleinen ftrik. ffritz (zur Mama): Nicht wahr, das Brüderchen war im Himmel, ehe es zu uns kam? Mama: Ja mern Söhnchen. Fritz: Da kann ich es den Engeln im Himmel eigentlich nicht verdenken, daß sie es hinaus gethan ha ben! Aus Erfahrung.- Elli: inrZ X n S tnSi? n V JJtB Jch mag kernen Jedesmal Hort kr!eg?n und es dann am. schönsten wird." Vater: Dumme Gans! Wer hat. Dir denn gesagt, daß es da am schönsten wird? . -Zahlt sich besser. Jsaaks: Hat Cohen ie Bankerott gemacht? Lepy: Nern, er hat ein paarmal Feuer gehabt, tt ntt, das cähtt sich des, ser. . . ..

?er Craurmg. Kern Schmuckgegenstand im Laden des Goldschmieds hat eine interessan tere Geschichte als der Mng. Ihn trugen schon im grauen Alterthum Iden und Aegypter. Griechen und Römer. Ringe galten als Ehrenzeichen oder als Symbol der Versöhnung. Thuet ihm an ein festlich Gewand," heißt es in der Geschichte vom verlörenen Sohne, und steckt ihm einen Ring an den Finger!" Die Poesie ließ den Ring früh ein Zeichen 'der Zuneigung, und im Laufe der Zeit das Sinnbild des ehelichen Bundes werden. Denn er, dessen kleiner Cirkel weder Anfang noch Ende hat, ist das Sinnbild der Ewigkeit. Wahre Liebe triumphirt über die Zeit,

sie ist ewig. Gemäß dieser Jdeenverbinduna kam der Rina bei der Trauungsceremonie in Gebrauch. Obrrinae sind mebr ein Tand, ein bloßer Zierrath, aber der Fingerring. und ganz besonders der Trauring, ist ein kleines Weltrund von Freude, von Erinnerungen und süßen Gedanken an f 11. . ri nr rrr . cr Y0i0e UNO klNNe IkigNiNe. X5ON ICI nem. glattem Golde, erinnert er das Ehepaar stets an die Reinheit und Ewigkeit der ehemaligen Liebe. Wie Gold nicht rostet und länger währt, als jedes andere Metall, so soll Gattenliebe widrigen Einflüssen widerstehen, ja, ihr Glanz soll von Jahr zu Jahr zunehmen. Dann erinnert die kreisrunde Form an die endlosen Thaten zärtlicher Hingebung und Güte, welche im täglichen gemeinsamen Leben, wie Well' auf Welle, sich folgen. Stark und zart zugleich soll das Band sein, das Zwei Serzen mit einander verbindet; es soll keine qualvolle Kette, aber auch kein zerreißbarer Faden sein, Sieh' Deinen Trauring an, Du junge Fu, und laß' Dir von ihm dieses alles erzählen. Und wenn es auch heute nicht mehr gebräuchlich ist. der inneren Seite des Rmges Denksprüche oder Motto's einzugraviren, so ist der kleine Goldreif doch noch für Dich voll Beredtsamkeit. ist es keineswegs weniger. weil zuweilen Deine Thränen darauf fielen. Sie haben das Gold nicht verdünnt und den Kreis nicht gebrochen. Und Du. trauernde Wittwe, die den Verlust eines aeliebten Gatten beweint, welchen doppelten, beiliaen Glam und Werth bat der kleine Goldreif für Dich bekommen! Er verbindet Deine Gedanken mit dem Himmel: I V. 9 er ist das Untervsand e nes nstiaen Bundes hier auf Erden, der einst im Himmel erneuert wird. Er spricht den 1 Trost Dir zu: 1 Lieb' ist stärker als der Tod!Eine HerzenS"lSeschichte. Elsch:n nett Sehr kokett. Stark entbrannt Lieutenant! Und wie's Brauch Assessor auch! Herr Baron Drei Herren .von", tfürnfrA ünfi .fiirrfvl rrTirf n, inhi I c:n wärmt. Daß sie schwärmt. b e bt kalt Ke nem sckallt Erlösend: Ja Sprechen Sie mit Nava'" Lausen, ach. Elschen nach. WelI ' ' ... . cher wird Wohl erkürt? Elschen lacht Voll Liebesmacht Diesem zu! Doch im Nu Schaut sie an Jenen Mann Zärtlich mild Himmelsbild. Wer erschaut In ihr die Braut?! Grüner Plan Mann gegen fltann. Wuth und Hitz' Degen spitz. I O . M V SV r r iner imn:) Bieiven mug. Da. ein Schrei Lung' entzwei iner todt And'rer roth! Sieger ein unoerweitr ikii ftohem Sinn Zu Elschen hin. Ohn' Rival Liegt jetzt der Fall. Bln.zetzt allem schlagen (sie tm eicyen yano um qeoano. 'Doch Elschen. nett Aber kokett "eigi im uno ipnaji Are. iicocr nicht! Das mit dem Frein Kann nicht fern Fühl in der Brust 17 W st. chav um s 1 I " l & brach. 0 weh - In Stücke iäk Bums lieat er da. Als Elschen das sah Fühlte ihr Herz Zum ersten Mal Schmerz. Ist vor Schreck Fast ganz weg. Ist ganz zerstört Schirm fällt zur Erd'. Neue, wie man kennt Sie nun verbrennt. Herz zehrt sich auf Stirbt bald darauf. Neben einander, au weih Liegen die drei! Frage. Bleib' Alt bei Alt und Jung bei Jung. Die Lebensweisheit hat noch nie be- ' trogen. Doch sagt mir nur, warum sich immer sühlt Ein Alter zu 'ner Jungen hingezo" gen?! Stoßseufzer. Frau Ni mann (Nachts um zwei auf ihren Gat ten wartend und vor langer Weile die Zeitung lesend): Mittel, seinen zu. ttmstigen Mann zu finden (seufzend): Ein. Mittel, meinen augenblicklichen Mann zu sinden, wäre mir weit lie ber. Grob. Händler: Sie sollten sich ein Loos nehmen, Fräulein!" Fräulein: Ach, ich gewinne doch nichts!" Händler: Sie gerade.... Glück in der Liebe haben Sie doch wohl nicht?" ' " . '

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