Indiana Tribüne, Volume 19, Number 66, Indianapolis, Marion County, 23 November 1895 — Page 2
Jndiana Sribüne.
Erscheint Tcgllch uud SeuNtags. Die tZzliche.Tribäne kostet durch den Träger 22 Cents per Woche, die Sonnta2.TriSüne-S Qttil per Ooche. veide iusamne 15 Cent be u Lest? per rkt. Per Post anßerhalb b, k?tdt iugkschickt in Voraulbetählnng V pe, ttahr. omi IS Vüd Vladama Straße. Jnsianapolis, 3nb., 22. Nbvember '95 lOriaKal-TresVenz.7 Olreiptchter vsn der Gartenstadt Chicago, Mitte November. Gegenwärtig ist Chicago gewissermaßen das Gegentheil von Arizona, nicht etwa weil Chicagos Local-Genius" sehr bedeutend feuchter ist, als derjenige des südlichen Kicker-TerritorwmZ, sondern eil man sich in Arizona im Handel und Wandel nicht mit Pfennigen abge. ben mag, während es in der Gartenstatt und dem ganzen zugehörigen Wüstengebie! jetzt zur Mode-Rasere: eicierr der Vfenniawcksere malz sind so viele Dinae für den au ßeren und inneren Menschen für je einen Penny feilgeboten worden, wie in diesen Tgen, und. manche Schlau, berge? fangen an, sich zu wundern, tast trotzdvn die sociale Frage noch nicht gelöst ist. Die Geschichte hat, Xolt meistens, bei den Tagesblattern angefangen. EineS schönen Morgens lieben sich die Gartenstadtler die Augen und entdeckten, fcjfc es kein großes englisches Zwei. cent!-Morgenblatt mehr gibt, sondern 8, 16 und mehr Seiten mit allen mög lichen .schönen" Bildern ihnen für eiuen ganzen Pfennig an den Kopf gefcorta werden. Natürlich hat sich jede Zeitung beeilt, zu versichern, daß nur sie mit ihren ungeheuren Crsolge.n. ihre Concurrenzblätter zur PfennigPolitik gezwungen habe, und prahlt ganz unglaublich mit ihrer Dampfschnell gestiegenen Circulatton und mit dem von ihr eingeleiteten neuen Zeitalter 'der Glückseligkeit, gleichzeitig die ähnliche Behauptung: der anderen Localblätter auf daö Maßloseste m Wort und Bild verhöhnend. Noch nie und nirgends in meinem Leben habe ich eine so vollkommene Vorstellung von der schwindelhaften Ausschneiderei bekomme für welche die Franzosen das ebenso inhaltsschwere, wie einfache und vornehme Wort: blague" haben. Wenn einmal die Eisenbahn- oder Dampferlinien wieder einen ihrer 6e rüchtigten Kriege untereinander anfan. gen sollten, so haben sie an diesem Zeitungskrieg das großartigste Beispiel, das sich denken läßt. Wie lange dieser Krieg wohl bauern, und ob er auf dasselbe Ergebniß hinauslaufen wird, wie jene anderen, nämlich ju einem mehr oder weniger cusgesproche'nen Trust- und der Nothigung des Publikums, die ganzen Kriegskosten zu berappen?. Letzteres ist jedenfalls höchst wahrscheinlich (v?rausgesetzt, daß nicht irgend etwas Unrwartetes dazwischenfährt, wie man in Chicago ja bei allen Dingen hinzafügen muß. wie Sie wissen), und wun, dern würd es Niemanden.-wenn ein fach alle Morgenblätter wieder 3 Cents kosteten, und ein oder zwei Morgen.blätter. denen man schon srüher einmal mittels eines .Trust" und einer Nevolverdolitik eaen die Verkäufer vergeblich den GarauS zu machen derr r i - . ctt v jlI UUIC, an IC vano gcciuui ivuj.cii7. Lange kann dieser carnevalsmäßige Krieg jedenfalls nicht fortgesetztwerden; trotz aller gezentheiligen Versich:rungen setzen sämmtliche an ihm.'.be--theiligte Mache? der öffentlicherkMeinung fort und fort bedeutende .Sum cten zu, und bei den Trägern und Verkäufern herrscht Heulen 'und Zäh neklapen. Es ist ein unbeschreibliches Glück, derzeit in der Gartenstadt-Zei-tungsverkäufer zu fein. . Natürlich durften', die. Allerweltsandelspaläsie nicht hinter den'Zei. tungen in der Pfennig-Volksbeglü ckung zurückbleiben, und fchier unzähliz sind die Artikel, welche in liefen Läden für einen Cent erstanden werden können von Damenhüten, . Kniehosen, Mausfallen und, Lederb'örsen bis herab zü 'eMm Pack Haarnadeln oder zweinndetLßllbZausend -Zahnstochern ! Eine loerZeituttgen, die das Maul am vollsten - nimmt -uno'a:! tarnet als die vornehmste 'gelten. -will, constatirt. daß inan. für 11 Cent jetzt mehr Im fen könne als man zu tragen -im Stande sei. und eine Damen lior ribile dictu skch für 37. Cents voll kommen bekleiden könne! öa.' wie muk daS die Heiratetest fc schüchternen crr , ' cannesweil ueigern: Aur Bermibung-v?n Mißverstand nissen sei rndek bemerkte dak:daL-Glas Vier noch'smmer'S.'CentZ koste! mari rann iicy vazuauervmgs eine- regei reckte Cioarre für 1 Cent leisten, vor auZgesetzs, daß-man sich völlig sich. gegen . einen Kehlkopf-Kreos suhlt), c v . ? r UNS eiicc anoere llinge jogar noa) böber kommen.' Auö Zleiaen die Slra enbahn-Leute ine recht bedauerliche f r 'oneigung, oen inpiernen vsictfcnmci lenstiefel-Fortschritt mitzunehmen, und trollen nach wie vor beharrlich Nichts von Pfennizen wissen . ' . Freilich, wer. fo große Äeform-Rost ren im Kopfe trägt, wie augenblicklich diese Straßenbahn-Magnaten, von dem kann man füglich nichtrlangen, daß er sich,- gleich dem niederen' Voll, knit kupfernen Kleinigkeiten' abgibt. Majestät Baron JerkeS geruhen, einige kzkrk.ik-naikmanden Sfttue .-jj. 7.71 T 7 I . Hingen angeblich einführen zu wollen, z. 9. herrliche, feenhafte Glasaebäufe für die armen Motorbediensteten, da mit selbige sich nicht aussen Motor azen halb zu Tode 'zu .frieren brauichen. Daß. er auch dafür forgen will, daß daS Publikum sich icht dreiviertel .zu Tode zu frieren braucht. 'davon hat Se. Majestät bis'. Zetzt' nicht', einmal -t!'eisprechenswe'ife etwaS verlauten lassen.v' Doch)ich ' will uch'in diesem ucCe den ?az picht $?r hem Abend
geworden ist. für d:e Pfennige zu schwärmen. Wir stehen hier virklrch im 9e.tcff.rr der Vfenniafuchserei! Nie.
melken, tro aller abschreckenden Erfahrungen. Jüngst ist im Kopf eines gartenstädtischen Idealisten auch ein großar tiger Gedanke bezüglich der Pflege des ehemaligenWeltausstellungsplatzes aus getaucht. Gewiß glauben Sie jetzt, es handle sich darum, die herrlichen classtschen Weltausstellungs-Paläste, wenn luch vielleicht in sehr verkleinertem Maßstab, für die Nachwelt neu aufer stehen zu lassen, wie schon früher manche Enthusiasten gewünscht hatten. Hat sich was! Dergleichen würde immerhin ein gutes Skück Geld kosten, tnd das paßte ja in die Pfennig-Aero sehr schlecht. Aber: Die vielen Trümmer im JacksonVark sollen einfach v?m Antli!; hn ?nde vertilgt, und dafür überall, wo so ein mächtiger Palast oder auch eil, kleinerer bemerkenswerther Bau gebanden hat. ein Täfelchen mit Inschrift angebracht werden. Hut ab vo, diesem himmelstürmenden Gedanken! Visier ist der Ausstellungsplatz großtentheils wenigstens eine interessant? Trümmerstadt gewesen, und Jeder, bei ihn besucht, kann sich zur Noth eine Forschungsreise nach Rom oder.Griechenland ersparen und eine annähernde Vorstellung von den Ueberresten einer Prachtstadt des classischen Alterthumgewinnen. Nach der Verwirklichung jener .revolutionären" Idee aber wür de der Ausstellungsplatz ungefähr an einen Armenhäusler-Fnedhof erinnern! Ja es ist wahr, wir leben wirk
ich rn einer schauderhaft prosaischen Zeit. Allem Anschein nach wird übri zens auf längere Zeit überhaupt nichts mehr mit dem Jackson-Park geschehen; ogar mit der Verwirklichung der land chaftlichen Pläne daselbst geht es schneckenlangsam. Es muß allerdings zugegeben werden, daß dies nicht gerade zu den dringlichsten Dingen gehört, mit denen sich Chicago in der nächsten Zeit befassen könnte. Diese anspruchsvolle junge Mekropole mit ihren Niefengebäuden, hren Weltausstellungsleistungen, ihren Denkmälern für Todte (mit ellengroben Verherrlichungs-Jnschrifien für Lebende), ibren Museen und Biblio theken, deren sich eine nach der anderen in der Stadt und den Vorstädten erhebt, sie hat bei alledem noch nicht einmal eine Neformschule für ju gendliche Verbrecher, und doch könnte n . r-ix. l.uk MiCi.W!.. jic eine juiuc ci uyiy:uciiuiytt. ui? alles Andere brauchen! Die schlimmsten seiner vielen und verwegenen Aer breche?, die ihnen die Ruhe bei Nacht und Tag rauben, hat es nicht durch Zuwanderung erhalten, sondern einzig in seinem Schoße hervorgebracht. " ' f- - .i-V -1 uniangii yaoen ne yler leoer mal eines dieser Chicagoer Stiefkinder gehangt, und dieser Tage haben - jich hinter einem anderen die Pforten des Zuchthauses geschlossen, Beides nach V . 7 . r.icn v.- v::-. einer xsorgqajiajie, oag tioi ocu dünkelhaftesten Zeitungsorganen, der gar, tenstädtischen Wohlanständigkeit so irgend etwas wie Herz sich regten Ich habe noch selten 'von Fällen gehört, in denen sich die systematische Züchtigung des BerbrecherS von Kmoesdemen an jz schon vor der Gebärt ' so er i , fn,i r" er? cyreaeno nar yalie naci en lauen, wie in diesen beiden, Fällen. Wenn ich. Ihnen über Butch" Lyons und Thomas . Csssidy- plaudern-'wollte. ich wurde Nicht so bald zu Ende kommen. Wozu auch? Ich fürchte, es werden noch lange nicht die Letzten sein. Der heurige Winter besonders sieht mir gar nicht darnach aus. Die passive Noth regt sich bis jetzt etwas weniger, als im vorigen Winter und unmitte! bar nach der Eylumbischn Ausstellung, -desto mehr aber die active! Aber alle, die Erörterungen der VerbrechensseM dürften höchstens zur Folge -habedaß '.d.ie Gartenstadt endlich r , ,, ft.f! ..-.V ? '.71 aucy oerz liene Polizei irgi, uiu ca ii Nicht -einmal gesagt, daß diese mehr tauten wird,' als die andere zu Fuß. ' . .Ernst ist das Lcben. 'heiter ist die Kunst",, und wäre es auch die wandernde. . Diese hak in den letzten paar Wochen nicht unerheblich dazu beigetragen, einen, Theil der deutschen Gartenstädtler in eine .höhere Sphäre zu heben, und wäre es auch nur bis zum- bayrischen. 'Himmel". Leider hat die .wackere bayrische Bauerngesellschast nicht durchweg die Theilnahme gefunden, deren sie würdig gewesen wäre; daS. hing aber, ' abgesehen von den ungeheuren Entfernungen, welche das Pech so dieler . ähnlicher Musenbesuche in der Gartenstadt sind, Hauptsächlich damit zusammen.däß der Himmel gerade in diesen Tagen so oft nicht die bayrische Nationalfarbe trug! Aber die Damrofche Wagner-Oper, die scheint, wie. immer, das Zeug zu haben. auch der Ungunst des . Himmels trotzen zu können. ' aber Nicht der Magerkeit des durchschnittlichen Neu-Panser Geldbeutels , - - I. Jubttäun der Vauk von England. Ei alte Dame von Threadneedle Streit in London feiert in b'sem Jahre -daS 200jahrlge Jubiläum ihres Bestehens. - Die .alte Dame von Threadnndle Street- ist nam.ich die Bank von. England. Nachdem die Errichtung einer Nationalbank im Jahre 1694 beschlossen ' worden war. wurden die Geschäfte, als 100.000 Pfund Sterling fubscrlbir! waren. Ende 1693 begonnen. DaS gegenwärtige Gebäude d Bank von England in der Threao ndls Street datrrt aus dem Jahre 17A!.- ES kann keineswegs auf architektonifchs Schönheit Anspruch maazen, zumal eZ in sein Fronten, auch nicht ein Fenster aufzuwersen hat. Dafür aber ist Z stark, wie eine Festung, und bat auch thatsächlich zwei Belagerungen -seitens 'deS. bewaffneten Pöbels auSzubaltm eöabt. DaS Capital der Bank von England beläufd sch gegenwärtig auf 14.5Z3.000 Pfund Sterling mit Mr. Reserve von 3.414.660 Pfund Sterling."' Die Bank wird von einem Ksuv?rnir 'ein?m Sub Gouverneur irnft d-erundrwannz Directore. gelei tet. DaS Perfsnal besteht auS 1160 WersaM Mit Gebälk von zusammen LOO.vyy Sfmch Sterlmu:
ÄleiZU kommen Pennonen. im Belrage von über 22.500 Pfund Sterling jährlich. Außer diesen. 1160 Beamten gibt es bei der Bank noch 1000 Elerks. Unter den Curiositaten, dS Bankak bums befinden, sich unt:r anderem auch fünf Vfund Motzn, welche vom
iflbruck der .Euridike- gerettet wurden, nachdem sie sieben Monate lang auf dem Grunde des Meeres geie oert. Eine weitere Curiosität ist eine Pfund - Note. die. ehe sie zur Bank zurückkehrte, volle 125 Jayre in ircuiation war. Die größten von der Bank je ausgegebemn Noten bezifferten sich auf eine Million Pfund, d. i. 55.000.000. Von diesen Noten wurden nur vier Stück hergestellt, worauf die Platten zerstört wurden. Rothschild hatte ein-? davon und Coutts eine zweite im Vesik. Letzterer liefe die Note einrah men und als Reclame in seinem Bureau aufhängen. Außerdem wurden zwei Noten zu je 100.000 Pfund hergestellt. Die höchsten jetzt in Circulation befindlichen Noten lauten aus 1000 Vfund. 55000. 3m Jahre 1803 wurde die Bank von ihrem Kassirer Astlett um 16,000 Pfund Sterling beItohlen. Die Fountieroy'jchen Betrugereien brachten sie um 360,000 Pfund, der Kassirer Smith beschwindelte die Bank um 800.000 Pfund und imJahrc 1372 wurde sie um nahezu eine Million Pfund betrogen. Die Bank wird allnächtlich von neununddreißig Gardisten unter Führung eines Officiers, sowie von vierzig Wächtern bewacht. Jeder Gardist erhält von der Bank für 2ie Wach: ein gutes Abendbrot, Tabak, so viel er will, und 1 Shilling. - Der Officie? 'rhält ein fürstliches Souper, Cigarren fcito Wein nach Belieben. DeS Romanschriftstellers Glück und Ende. Im Jahre 1853 wurde dem König ?on Hannover ein: Tages die Recenstön timx Vorstellung im kgl. Hofihea'cr zu Hannover vorgelesen.. Der Korra. welcber stets bestrebt ' war. sein Hofth:ater auf glänzender. Höhe zu hal::n, liebte eme woyloszrundere, zwea:ntfprechen,de, elegant geschriebene Kririk der Leistungen der Bühne. Die ihm b:kannt gegebene Necenston gefiel ihm st sehr, daß cr Ermittelungen nach dem Lerfaffer anstellen ließ', und es ergab sich, daß der Autor ein, in Minden beschäftizter preußischer Neferendariu Samens Osear Meding war. 'Bald darauf trat der Referendar m hanno?er'sche Dienste.. Er wurde dem Preßoureau beigegeben und 'stand nach -kurzer Frist an der Spitze desselben. Gewandt und geschmeidig, wie er war, diente er dem Ministerium Vorries wie dem Ministerium Plata und nebenbei ußte er sich in der Gunst des Königs so sehr zu befestigen, daß er einer der gefürchtetsten Männer am Hofe wurde. Schon vor Ausbruch des Krieges von 1866 fpielte Regierungsrath Meding eine politische Rolle, und nach der Katastrophe wurde er gar der politische Agent Georg's V. am Hofe des Kaisers Napoleon. Auf die Rechnung des Me3k?'g allein kommt die Bildung der sogenannten, Welfenlegion; zuerst in der Schweiz, dann in Holland und zuletzt Frankreich.. Diejenigen Männer, welch: den König Georg von dieser lZlZannabme zurückzubalten: suchten. wurden im Jahre 1370. nach Ausbruch :es Kruges, von dem Gen:ral-Gouver-.r:nr der Kllstenlande, Vogel von Fal?enstein, in, Lötzen bei Königsberg Mo nate lang' eingesperrr? ' Herr Meding iber, b:r Gründer der Welfenlegion, ):r politische Agent des KonigS Georg In Paris, der Gründer der Preußenund d eut sch fei!dlich?n Zeitung.. La Sl-tuation-in Paris, freundete sich bei Äismarck an. und wurde zum größten Irstaunkn. aller Derer, dre ihn 'kannten, insbesondere der Na!ionällib?ralen, der?n intiz:ster Feind er' vor dem Jähre 1866 war, nicht nur begadizt, sondern.auch mit 0000 M. deutscheNeichs-.-vährung'pensionirt. Weil er ein so gutes Ende seiner Politischen Thätig!eit für sich herausschlug, gab er in sei? von ihm ausgeschlachteten Leöcns.'rinnerungen theils Wahrheit, theils Dichtung zum Besten. Wenn wir die Dichtung fortlassen, so bleibt als Wahrheit: dem König Georg von Hannover waren die Augen aufgegangen; er hatte eingesehen, wie er von Herrn Oscar Medmg ausgeplündert worden war. und er hatte lhn angew??s5i?. von jeder politischen Thätigkeit sich zurückzuziehen, und seinen Wohnsitz nach de? Schweiz zu verlegen. In seiner Großmuth hatte er zu gleicher Zeit Herrn Meding ein: Pension auZgewor fen. welche dem Ruhegehalte eines preußischen Ober - Regierungsnthes gleichkam. Mit allen diesen, Maßnahmen hatte ti aber die Rechnung ohne 'den Wirth, d. h. ohne Herrn Oscar Meding gemacht. Herr Medmg- ginz, durch die Nothwenidigkeit gezwungen. Zwar nach dnSchweiz, dachte aber nicht im Geringsten daran mit der ihm aus geworfen-en Penston sich zu begnügend Als seine gütliches Vorstellungen bei dem König keinen Eindruck machten, griff er zu drastischeren Mitteln. Eines Tages schrieb er dem König, wenn er sehte Wünsche nicht umgehend befriedige, werde er sämmtliche in; seinen Händen befindliche Actenstückk ein. schließlich .der seeretesten Sachen- an Her: von Bismarck verkaufen, Auch diese Drohung hatte keinerlei Erfolg. Der ehemalige Günstling Georg'S V., der Mann, der einem VorrieZ wie ei mm Plattn gedient und seine politischen Gegner mit dem ausgesuchtesten Raffinement verfolgt hatte, machte sein?.i Frieden mit dem Manne, den zu d:rlSstern er vordem nicht Worte genug hatte. Oscar Meding wurde der politische Agent' des Fürsten Bismarck im Solde deZ WelfenfondZ. Er betrieb dtt Ankauf politischer Gegner systema tisch. Snn großartigster Streich war die Ueberführung der Hannover'schen Landeszeitung-, des Organs de? hannover'schen Aristokratie, in daS preußische officiöse Lager. Diese Ueberführunz geschah unter eifriger Mitdir. kung deS PolizommissarS Crassu), ,vni Vorwiss'n d:Z dsmalie Ober-
Prasivenren von Hannover, des trafen Eulendurg. unö hinter dem Nücken dcr Eigenthümer und Leiter des Blattes, zu tora u. A. d:r frühere Cultu-mi-nister v. Hodcnbcrg gehörte. Kurz vor diesem S:reiche hatte sich Herr Oscar Meding zuni ersten Male auf belletri-
stkjchem Gebiete versucht. Er hatt: den Roman Um Scepter und Kronen geschrieben und auch dieses Werk dem König von Hannover nicht etwa gewidmer, sondern sur baareS Geld zum Kaufe angeboten, aber vergebens. Der König wies ihm auch hier die Thür, und so veröffentlichte Meding den Tendenz Roman, in Ueber Land und Meer- in der klaren Absicht, den Prinzen Ernst August als einen total unfälzlgen Menschen hinzustellen. Der. Roman erschien unter dem Kriezsnamen Gregoo Samarow , hatte großen Erfolg" und brachte d:m Regierungsrath emlge Tausend ZwanzigMarkstücke ein. Meding miethete im Jahre 1873 von dem Finanz-Directo-rium in Hannover den herrlich gelegenen Wohnsitz des früheren Amtmanns des Amtes Wohldenberg auf dem Wohldenberge bei Hildesheim und richtete sich daselbst fürstlich ein. Er hielt sich emen Rentmeister und einen Stenographcn und schrieb zeitgeschichtliche Romane im Stile Louise Mühlbach's verflossenen Angedenkens. So lange m:3a.:,x.3, ,t.- : (juvi jis-iikuiuit iviystuiiici wa(, (lug die Sache, wenn der Wagen auch zuweilen bedenklich knarrte. Als aber mit den Märztagen des Jahres 1890 auch dem Welfenfonds das wohlder' diente Ende bereitet wurde, kamen-die Riesen - Honorare nicht mehr, welche Meding außer seiner Pension bezogen hatte, und am 22. October d. I. machte dr Gerichtsvollzieher Günther Bockenem unter dem Wohldenberzi m der ven Gerichtsvollziehern eigenen trockenen Weise bekannt, daß er in diverse Zwangsvollstreckungssachen wider den Regierungsrath Meding am Dienstag, den, 29. October. und an den folgenden Tagen verkaufen werde: diverse Sophas,' Divans u. s. w., eine werthvolle Bibliothek, eine Thurmuhr. eine Bleistiftzeichn'UNZ (den Schuldn darstellend, fügt der Gerichtsvollziehei hinzu), u. f. w., u. f. w. EZ wird eber Alles versteigert, was nicht niet- unc nagelfest ist, und Herr Meding steht da. wo er vor ca. 40 Jahren stand. Verschuldung der russischen LandWirthe. ES ist eine allgemeine bekannte Shai fache, daß die Lage der russischen Landwirthe eine s'chr ungünstige ist und daß trotz der großen Opfer von Seiten des Staates die Schulden der Landwirthe immer größer werden. Ein dieser Tage erschienenes officielleö Werk: Statistik deZ Credits auf langen Termin in Rußland", theilt darüber interessante Einzelheiten . mit. Vor der Aushebung der Leibeigenschaft. heißt es in dieser Arbeit, hatten zie Grundbesitzer auch Schulden; diese konnten aber theilweise durch die Sum men getilgt werden, welche von der Re zieruna für die Abtretung von Grund jtücken an die von der Leibeigenschaft befreiten Bauern bezahlt wurden. Jetzt aber, vierunddreißig Jahre nach der Vauernemancipatlon, sind die Grund besitze? wiederum in ganz unsinniger Weife verschuldet. Anfangs war die Regierung gegen die Gründung staatl:cher Credltmstltuhonen und sie er leichterte die Bildung von gegenseitigen Bodencreditgeseüschaften. Als sich sann aber zeigte, daß diese den äugemeinen Erwartungen nicht entsprachen. gestattete die Regierung die Gründung m Bodencredit-Actiengesellschaften. Die erste gegenseitige Bodencredltban! wurde im Jahre 1861 in Cherson tirichtet; zwei Jahre' spater folgte die t. Petersburger gegenseitige Boden-. credi!-Gesellfchaft,.die sogenannte goldene Bank, welche jetzt eine Unterabtheilung der Adelöagrarbank bildet; sie arbeitete so schlecht, daß ihre MitglZeder große Verloste erlitten. Die Schul den der Grundbesitzer an die Boden credit-Actienbanken wuchsen fortwäy rend, haben aber' ganz besonders nach der Gründung der Adelsagrarbank (im Januar 1886) eme ungeheure Hohe er reicht. Nach Verlauf des ersten Jahres hatien die Schulden der Grundbesitzer in den staatlichen Bodencreditanstalten (Adelsaararbank. Bauernagrarban! und die goldene Bank) bereits eine Höhe von 243 Million Rubel erreicht; sie sind dann fortwährend gewachsen und beziffern sich in diesem . Augen blicke auf 650 Million Rubel, von denen 363 Million Rubel allein auf dn AdelZagrarbank kommen. Glelchzeltlk haben die ländlichen Grundbesitzer lrden zehn existirenden ' Actienbanker Schulden in einer Höhe von 396 Million Rubel contrahirt. Während de: sechs ersten Monate dieses Jahres sink die Bankschulden der Landwirthe un' weitere 30 Million erweitert worder. und sie betrugen am 1. Juli d. I. et was über 1200 Millionen Rubel! Deutsche Local-Nachrichten. . Provinz V,ss,N'NasIau. Frankfurt. Die seit einigen Jahren im ; städtischen KrankenhausealS Pflegerin angestellte 27 Jahre alte ledige Elise Weyrauch hat sich vergiftet.' Bei Groß Linden wurde durch deu van ; Frankfurt kommenden Personenzug .'der. 60 Jahre alte .verheirathete Streckenarbeiter Reichert getödtet.- Die Maschine trennte dem Unglücklichen den Kopf vom Rumpfe. DaS Unglück geschah rn Folge starken Nebels.. Reichert wollte dem nach . Frankfurt, fahrenden l-Zuge ausweichen und kam dabei auf daS Geleise, welches der Personenzug befuhr. Nach einem längeren Zusammensein einer ...Anzahl BrauereiAngestellter in einer Wirthschaft gerieth der Gährführer Rohmann . mit' dem Drauburschen Messerschmitt in einen Wortwechsel. Beim' Verlassen der Wuthschaft feuerte Rohman auf der Straße fünf. Schüsse aus einem scharf geladenen Revolver auf Messerschmitt ab, von denen ein Schuß traf, welcher dem Messerschmitt in die Vrust Ans (fexana. Die soll tz;e tzun p,
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letzt haben, weshalb an dem Auskommen Messerschmitt's gezweifelt wird. Homburg. Der Kaiser hat die Ausbesserung der Särge der unter der Stadtkirch: im königlichen Schlosse besmvlichen Landgrafengruft angeordnet. Die Gruft birgt 17 Mitglieder des ausgestorbenen Hessen - homburglichen Landgrafenhauses. Namentlich vier Särae. darunter oer oes t&icasrs von Febrbellin. Landgrafen Friedrich TL mit dem silbernen Bein, sind sehr reparaturbedürftig. Das Hofmarschallamt in Berlin hat bereits die Wiederherstellunz veranlaßt. Freie Städi,. Hamburg. Unter der (JUlilU Bank für Chile und Deutschland" hat die Errichtung des von der norddeutschen Bank in Hamburg und der Direction der Discontogesellschaft mit einem Capital von 10 Millionen Mark ausgestatteten deutsch - chilenischen Bankunternehmens stattgefunden. Die Actien verbleiben einstweilen in den Händen der ersten Zeichner. . Der erste Aufsichtsrath wird durch Mitglieder der genannten Bankinstitute - gebildet. Die Organisation der Zweigniederlassung erfolgt nach dem Vorbilde der brasilianischen Bank für Deutschland. hüring,. A r n st a d t. D?r bei den Erweiterungsarbeiten der Vahnhofsanlagen beschäftigte Arbeiter Ernst Heß wurde von einem Arbeitszuge derart übersahren, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Die durch diesen Unfall hervorgerufene Verwirrung benutzten Diebe sofort dazu, die Kasse der in der Nähe befindlichen Kantine zu erbrechen und sie ihres gefammten Inhalts (etwa 80 M.) zu berauben. . C o b u r g. Der Bürgermeister Seidel in dem benachbarten, in letzter Zeit oft durch Brände heimgesuchten Neustadt wurde wegen Unterschlagung von Kassengeldern verhaftet. G r e ! z. Bei einem im Nachbarort Jrchwitz ausgebrochenen Feuer ist dir Straßenmeister Johann Jung, der sein Sparkassenbuch sowie seine- Verstcherungspolice noch aus dem' brennenden Hause retten, wollte, in den Flammen umgekommen. Jung war 71 , Jahre alt.. All: hiesigen Fabriken haben jetzt vollauf zu thun. Obwohl, massenhafte Bestellungen vorliegen, lausen deren noch täglich neue ein. Die meisten Bestellungen sind von Amerika gemacht worden. Jena. Die Hof- und Rathsapotheke hier, welche im Jahre 1832 von dem dortigen Besitzer zum Preise von 124.000 M. gekauft ttorden war, ist jetzt für 310.000 M. verkauft worden. Auf derselben ruht noch ein Privileg der Universität. daS von dieser jeder Zelt gegen Zahlung einer verhaltn: mäßig geringen Summe zurückerwor ben werden kann. ' Sai,sen. Leipzig. Ein schon seit mehreren Jahren' von der kgl. Staatsanwait schaft Magdeburg steckbrieflich wegen Unterschlagung verfolgter 23jähriger Photograph aus Magdeburg Neu ftadt wurde auf Grund deS Steckbrie fes hier verhaftet. Der Betreffende war seiner Zelt nach Ost-Jndien entflohen und hatte später von Java aus die veruntreute Summe dem Geschä ölgten zurückerstattet. Er hatte ge dacht, eS sei inzwischen Gras über die Sache gewachsen, und hatte sich deshalb nach Deutschland zurückgewagt. Bleser Tage wurde aus dem hiesigen Dresdener Bahnhose der Schaffner Freund beim Ueberschreiten der Geleise am Güterbahnhofe von einer Maschine überfahren und sosort getodtet. - Markneukirchen. In Schöne bach ist daS Rudinger'sche WohnhauS öurcy vorsätzliche Sörandstlstung emge äschert worden. In dem Gebäude be fand sich eine Materialwaarenhandlung und sind beträchtliche Waarenvörräthe, desgleichen auch viel Fleisch und Mehl btt dem Brande mit. zu Grunde gegan gen. Pirna. Auf dem hiesigen Bahn Hofe wurde der Arbeiter Schatz beim Ueberschreiten deS KohlengeleifeS - an der Telegraphen Filiale überfahren und todtllch verletzt. Vrogheriogthum Ä essen. D a r m st a d t. Wegen zahlreich verübter Einbrüche, wegen Wlderstan deS und Führung eines falschen Na mens wurde der hier verhaftete Ein breche? Pütz zu insgesammt 29 Jahren Zuchthaus- verurtheilt. Zimmermann erhielt 6 Jahre 9 Monate. Adam Hock 4 Jayre 9 Monate, Katharina Frohn höfer 1 Jahr 6 Monate, ihr Vater 2 Jahre, die Ehefrau Brandschmidt 1 Iah? Zuchthaus. Die Ehefrau Frohn höfer und Ztmmermann sen. sind frei gesprochen. GunterSblum. Der Taglöhner Peter 'LooS, welcher seit einigen Jahren an fallender Krankheit lEpilevsie) leidet, war mit Kartosfel.Aus. machen beschäftigt, als er plötzlich von einem Anfall ergriffen auf das Gesicht zu Boden fiel. Dem Bejammernswert then war eS' allein nicht möglich, feine Lage am Baden zu ändern und fand in dieser Lage den Erstickungstod. Ukeinpfal'. LudwigShafen. -Die städtifche Wasserleitung ist nun soweit fertiggestellt, daß sie mit Ende dieses MonatS. ihrer Bestimmung, die Stadt mit einem gesunden Trinkwasser zu' derforgen, übergeben werden kann. Die Ausführung deZ biZ zu 4000 Kubik-meter-täglich leistenden Werkes beanspruchte etwa anderthalb Millione Mark. Speyer. In der Pfalz ist man mit der Tabakernte Heuer sehr zufrieden; e ist viel gewachsen und auch di: Güte läßt nichts zu wünschen. Obgleich die vorjährige Ernte keineswegs schlecht war. übertrifft die diesjährige, abgesehen von der besseren Beschaffenheit, jene Ernte allein im Menge-Er-gebnisse fast, um die Hälfte. tPürttcnibfra. Ehingen a. D. Die Bahnhofbrücke über die Schmiech zur Stadt (eine Cementbrllcke) ist fertiggestellt und dem öffentlichen Verkehr übergeben. Stuttgart.. Geh.' Hofrath Co. lin,' ' Direktor der württembergischen Vereinsbank. ist in Folge SKagan,
falls in Reutlingen gestorvettT- Bezüglich der Theilnahme der hiesigen, dem Schwäbischen Sängerbund angeftnriftfiTi ßlefrcnstfttrrinp rrrn nnftVAKrl
y- -w j y 1114 n?n deutschen Sänaerfeste wird nc,ckst?-! hende Mittheilung gemalt: Definillv am Feste vety::llgten sich 16 Vereine mit 700 Sangern und einer Garantiesumme von 16.400 M. Unschlüssig sind noch 6 Vereine mit 200 Sängern und 1700 M. Garantiefonds. Wegen des bestehenden Boycotts über die Liederhalle nehmen 10 Vereine mit 404 Sängern und 4500 M. Garantiefonds einstweilen nicht Antheil, und 2 Vereine betheiligen sich überhaupt nicht. Nach dieser Sachlage ist eine Gefahr für das Zustandekommen des Festes undenkbar. Diese? Tage stürzte im K. Hoftheater der Th'eaterarbeiter Brodbeck. Vater von sieben Kindern, aus beträchtlicher Höhe durch einen sog. Coulissenschlauch herab und trug schwere Verletzungen davon. Er wurde mittels Sanitätswagens in das Spital verbracht. U I m.'. Die Leiche der KaufmannsEhefrait, Dovfer, die unterhalb der FriedrichsauSelbstmord beging, wurde bei Thalfingen in der Donau aufgefunden. In Oberberkhof ist das Wohnhaus und die Scheuer des Gutsbesitzers Röhm mit allen Vorräthen vollständig .abgebrannt; außer, dem Vieh konnte nur wenig gerettet werden. Brandstiftung wird' vermuthet. Saden. ' Bonndor.f. Vermißt wird der Burgermeliter Rendler in Blumenea?. der sich ein Leid angethan haben soll . rn ! . P jr n w i-N" n rorgcn JourgC9ain uns zlennunregei, Mäßigkeiten. Engen. Rathschreiber Ma'.er von Honstetten, der hier dienstliche Geschäfte hatte, ftel cm der Heim abrt in .Alt dors vom Wagen, aus.dem er mit anderen Personen saß, herunter und brach das. Genick.' Maier war alsbald eine Leiche. ' ;. Hochhausen. Landwlrth' W. Schafer stürzte im Wirthshaus die Treppe hinab und war sofort todt. M o s b a ch. Herr C. Wagner hat seine Buchdrücke! mit' Blattverlag (Badlsche Neaarzeltung) sammt Haus um.den Preis von 62.000 M. an. zwei Stuttgarter Herren verkauft. Schwetzrngen. Der erst 18 Jahre alte Schlossergeselle Abraham Ultzhofa stach rn einem Wirthshausstreite wegen etneS Hutes den Postbsten Aug. Berbench sieben Mal in den Leiö Zwei Stiche sind Lebensgefährlich.' . Urberg. In Oberbildstein hat sich der 50 Jahre ' alte Straßenwart und Gemeladerath PiuZ Jordan er hängt. Jordan, ein wohlhabender Mann, war seit längerer Zett., krank lich. Vestrril7'lngarn. B ud aptt. In Vasarhely wurde eine Giftmischerbande eruir!,. die auch hier Mitglieder hat. Die Bande, an deren Spitze ein: Frau steht, assecuririe .sremoe Personen oelLelchenbeltattungs anstalten- vergiftete dieVersicherten und erhob die Versicherungssummen. Bis her sind 10 Fälle entdeckt und 6 Ver Haftungen erfolgt. . . . G r a z. Der- Agent Eisler. ist auf dem Westbahnhofe unter dem Verdacht des Mädchenhandels verhaftet worden. P r a g. Em gräßlicher 5?all von Blutrache spielte sich in einem Walde l k . rti oes Plizener eziris ao. m Zigeuner läge? geriethen zwei Zigeuner wegen ei ner Zigeunerin in Streit, der " dami endete, dak der Stärkere 'der Beiden feinen Rivalen durch einen Messerstich in die Brust tödtete. Als die Zigeune rin, die dem Duell kaltblütig beige wohnt hatte, sah, daß der Getroffene todt niedersank, schoß sie dem .Sieger erne Revolverkugel durch den itoii Beide.Leichen wurden im Walde aufgefunden. Bauern Augsburg. . Die' verstorbene i .'u. V. rrt'r. m aorlianiennzilllre rau ler mann hat durch ein Äermachtnitz e:ne Unterstützung armer Arbeiter und Handwerker gegründet. Das Kapital beträgt 300.000 Mk. . Ascbafsenbura. Der vom Staatsanwalt in Neuburg a. D. we gen Raubmordes steckbrieflich verfolgte Metzger Johann Schönach von Waal wurde hier festgenommen. Deggendorf. Die Einführung der Redemptorlstttr in das neuerbaute Kloster, zu dem vor Jahresfrist der Grund gelegt wuroe. hat nunmehr un ter kirchlichen und weltlichen Feierlich keiten stattgefunden. Lanvsvut. Der seit 1837 we gen Fahnenflucht und Diebstahls steck brieflich verfolgte Soldat deZ 13. Jnl!r.-Neg.. Adam Wich van Eichel. berg. B. A. Kronach, kam nach langen Irrfahrten in Oesterreich dieser Tage hierher, stellte sich bet der Kasernwache alS Deserteur und wurde nach Verstan digung der Polizei und nach genauer ontrole verhastet und nach Jngoll padt abgeliefert. Nürnberg. DaS frühere ' Ge baude deS bayer. GewerbemuseumS in der KonigSstraße wurde : von einem Konsortium, bestehend auö den Herren Kaufmann IS. Dlstler, Hosstahlwaa renfabrikant Georg Leykauf und Ren iier Jos. Offenbacher zum Preise von d2ö,000 M. angekauft. - Wie wir ho reri. beabsichtigt man. dasselbe in ein modernes Kaufhaus umzubauen. Ochen brück. Ein von Wien nachAntwerpen gehender Sondergüterzug mit Patronen . stieß im hiesigen Bahnhof auf den eben ausfahrenden fahrplanmäßigen Güterzug. Dabei wurde ein Bremser getodtet und mehnre WaaaonS bescbädiat. 7prt?. Luzern. Die städtische Einwog nergemeinde bewilligte 73.000 Francs für die Erweiterung des städtischen Schlachthauses. Sie verwarf den Antrag - des .Stadtraths betreffend ein neues SchulhauS und nahm den An? trag von Director Wuest an, den Bauplatz für ein neues Schulhaus zu ezpropriiren.. ; . - Neuenburg. 'Eine Neuenburger Dame. NamenZ Julie Landry. ist-ir. daS 100. LebenLiahr eingetreten, unl zwar noch im Vollbesitze ihrer geistiges cr?t.:iiimr' ?. . . . ijmumcum. c ; Deilanct Quio'a OtQ' Cz
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