Indiana Tribüne, Volume 19, Number 64, Indianapolis, Marion County, 21 November 1895 — Page 2
SaDtaaa Tribüne. I
Erscheint Täglich uns ot'Z::an l I D'e tlali -IrtSJLne- kok durch den X igtx 22 Cents x? !Joche, die eoanreg? XrtöunCS Crail per Doste. Leide zusammen ttlZenrS de Client vtxVtanau Vtr Pok antzerhald de, t3t !gesiZl5t U Cciculöei$Uag p dn ' t-i Omi 18 LÜS VladaAa Ltratze. Jnz,auotu?, 3no., 21 Nbv mber rNlnlatnrNrkcgSsSzissc &t gngtarib teirb d:r Ju feineS r.egsschilfzZ in Sau genommn, ir.ii dessen Modell r.icht e:nz:h:nd: Lrsuche angestellt teorten Ir.b. Ju diesen Srreie siehe dem epischen SDhrin: Ministerium mehrere künstlich: A2sst7.L gur L:rfllgung. von denen ein jedes :: einer Lanze von LO) und einer Vreit? vzn 25 FuZ eine Shleithfe v?n IC ufc hat. Ueber dem Bzssin b:findet -sich tine Plattform m!t ine? Zuzvor, richwng, welche mit dem schwimmenden Modll verbunden ist und dasselbe in Bewegung setzt. Ein Dhnamome ter registritt mit absoluter Genauigke'! V Kraft, welche zur Erzielung derschiedener Fahrgeschwindigkeiten erfor derlich ist, und die betreffenden Angaben geben den Jnqenieuren in durchaus zuverlässiger Weise an. w:lche Dampfkraft daö in dem Modell dargestellte Kriegsschiff erhalten muß, um eine ge wisse Geschwindigkeit zu erreichen. Vehnliche, Aasstnö stehen der deutschen, französischen und italienischen Marine Verwaltung zu Gebote, unsere MarineVerwaltung hat bisher ohne dieses Hilfsmittel fertig werden müssen, doch will Secreta? Herbert den Versuch machen, von dem nächsten Congreß die Summe von 5150,000 für den Bau eines solchen Bassins zu bekommen; dasselbe würde eventuell in der Marinestation zu Washington. D. 6., seinen Platz rhalten. Dort werden schon Modifa aller neuen Kriegsschiffe g:baut und zwar sind die sieben geschicktesten Schisfsdauer, - welche in der Washingtoner Station, beschäftigt sind, mit dieser Arbeit : betraut. DaS Schlachtschiff JXtzal.. der Monitor Miantonomoh". das Widd -rschiff Katohdm" und andere Leviathane sind en miniature reproducirt und zwar mit der allergrößten GenauigUM ; diese Miniaturen sind nicht bloS Reproductonn. der 'wirklichen Kriegs schiffe, soweit di: äußere Gestalt des Rumpfes in Betracht kommt; alle Aus lüstung-zkgständ. die Tacklage u. s. w. si.-jd auf das Accurateste nachgebilfcs. Diest Miniatur - Kriegsschiffe kosten von Z2000 biS $3000 per Stück. Zur Zeit wird in der Washingtoner Navy Jard Onkel Sam's wohlbewahr ter Ocean-Windhund Columbia" en miniature in einem fünf Fuß langen Schifflein nachgebildet. Diese Lili-vut-Columbia wird ein veritables Kunstwerk, auf welchem alle Geschütze d:Z gewaltigen Krc.'lrs in Diminuiivform dargestellt sein werden. Die riesigen Feuirschlünde von acht Zoll Kal'-bor erscheine als reizendes Spielzeug, in der Lange von ungefähr Vier All; aber alle Theile deZ compli cirten Verschluß- und LademechanismuZ, der Lafetten u. s. w. sind den Originalen auf das Genaueste nachgebildet und ein Fingerdruck genügt, um daZ Miniaturgeschütz mit einer klein Granate zu laden. Cfcrjo ammt wie di, Geschütze schweren Kaliber sind die Maschinen und SchnellfeuerKanonen der Secundärbatterien, die in -bn Davits bäiuenica Boote, die große Dampfschaluppe reproducirt. Die Rollen, in denen die Taue laufen, fehlen natürlich nicht, und die Boote, können leicht zu Wasser gelassen werden. Die Masten wie der Rumpf bestehen auö Holz. In dem sogenann ten Schiffhaust der Washingtoner stz!k wird ru:nblick!ick ouch ein 20 Fuß langes Modell des gigantifchen Schlachtschiffes Jndiana" gebaut. ' Dasselbe wird aus Holz hergestellt und soll nach seiner Vollendung it-einer Dampfmaschine sowie Sei tenrädern versehen' werden, um auf den? Potomac durch praktische Versuche zu ermitteln, welche Kraft , zur Erzielunz einer gewissen Fahrzeschwindigkeit erforderlich sein wird. Mit Ausnahme dieses Modelles dieneu die MiniaturKriegsschiffe keinen praktischen Zwecken. Dieselben werden nur angefertigt, um dem souveränen Bürger bei einem gelegentlichen Besuche der BundeSf,auptstadt zeigen zu können, wie Onkel Sam'S Kriegs flotte eigentlich aussieht, und bei Berathungen deS MarineEtats werden nicht selten die Modelle in das Capiiol' geschafft, um To.i VoUZöertretern nd oculos zu d?motrirkn. wofür daZ Departement die vielen Millionen verlangt. - - - SU viaiskoben'Vfelsenstadt. i " Wo kommen alle unsere Maiskolben Naucherpfeifen her, welche gerade in diesem Jahre so zahlreich und billig in: Handel erschienen sind? - Nun,, in verschiedenen Theilen uns? .re Landes aibt eS Fabriken für dir Herstellung diese? hochbelieöten Pfeifen alZ Neben-Jndustrie), aber d-: Hauptplatz dafür, gegen welchen allt anderen sehr wenig zu bedeuten haben, ist das Städtchen Washington im Mi,sourier County Franklin. Hie? werden don Zwei Firmen jedes Jahr und 12 Millionen Pfeifen . aus Missouri' Meerschaum" angefertigt, wie man diese Maiskolben humoristisch nennt. Man bedenke vaö das heißen will: eint Pfeife jährlich auf jeden Stimmgebcr in den Ver. Staaten! 140 Personen, sind in diesen b:iden Fabriken daZ ganze Jähr hindurch mi: dem Pfeifenmachen beschäftigt, und ei:, großer Anbau des Städtchens, welch:: die eleganten Wohnhäuser Derer enlhält, die nur mit dem Pfeifenmachen -reich geworden sind, ist unter dem Na rn:n .Corncoö Addision" . bekanni. GroßentheilS . . deutscher.' 'Unternehmungsgeist hat diese Industrie be gründet, und . emvoraebracbt. ' Qi . wer.
j ten übrlgznZ nicht üuier billige Mais.
lo.c;r.45feica l;:c: angertigi; teischwZnZen die Preise zwischen 3 l j I W w . O l r. frnf5 und S1.25: natürli5 Hr.d fcit billigen weit in dc? Mehih:'it. ' Manö: werden itä vielleicht nach dem Gesagten wundern, daß nit noct mehr Leute in unserem Land sich au' diese Jndufaie geworfen haben, unk merden auch verwundert sein, wenn si die Erklärung erhalten: Weil es fa' unmöglich ist, Izh geeignete Mat::i:. h genllzende? Mcrcj? zu b:ko-lm:n.' Aas jedem alten Maiskolben laßt si Za zur Noth eine Pfeife machen; abk die Sachverständigen versichern unf daß eine bestimmte Art Welschkorn c Z07!N werden müsse, um einen Artil i:ltx Gü!e zu liefern. Dutzende tt ?andwirthen in dem enanien Zovl !y. verlesen sich eigens auf di: Cul: lirunz dieses Maisks, und eine d' ?Z:rmen in Washington hat im vorw' ih-er Angabe nack, Z27.000 f! solche Kolb:n bezahlt. Oriefe anS Seulschlanv. Ls Wilhelm Kaufmann. Dresden, Ende Oktober. Die MajeftätsbeleidigungZprozesse mehren sich in letzterer Zeit außerordentlich und es vergeht seit zwei Mona ten fast kein Tag. an welckem nicht eine solche Anklage erhoben wird. Die Ur sacke ist wohl in dem allerdings ganz maßlosen Geschimpfe der sozialistischen Presse zur Zeit der Scdan und an)? rcr . Siegesfeiern- zu suchen. Die StaatZanwälte haben zweifellos Ordre erhalten, weit schärfer als früher vor zugehen, und auch in zweifelhaften Fallen Anklagen zu erheben. Freilich so schlimm als im Jahre.187 ist es in dieser Beziehung noch lange nicht. JcneS Jahr brachte in Preußen allein nicht weniger als 1991 Anklagen w.'gen MajestStsbeleidigung. . darunter sehr Viele, welche sich aus Denunciationen unüberlegter mündlicher Aeußerungen stützten und sich zum größeren Theile als Akte der Nachgier entpuppten. Tiefe Art von Majestätsbeleidi. gungS ' Prozessen hat glücklicherweise tast aufgehört und der kürzlich in Eeeste münde verhandelte. Fall, bildete eine Ausnahme. Dort -wurde' vor einigen Wochen ein dänischer SchissS.Capitän Petersen zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Er hatte in Gestemünde sich in der Kneipe mit zwei fremden Herren zusammengesetzt und dabei über den Kaiser weidlich geschimpft. Die beiden fremden Herren entpuppten sich als Geheimpolizisten und nahmen den dänischen Seebären in Arrest. Resultat zwei Monate Vorankergehcn in einem deutschen Gefängniß. Man kann sich denken, wie man in Dänemark den Vorfall auffaßt. Im Allgemeinen haben jedoch nur die socialistischen Redakteure die Ver folgung wegen MajestätSbeleivigung zu befürchten. Bemerkungen, welche bür gerlicbe Blätter sich ruhig gestatten sönnen (so z. A. die Harden'scde Zukunft in Berlin), finden rückhaltlose Berfol. gung, sobald dieselben Bemerkungen in socialistischen Blättern auftauchen. Daß der. Ton d?r rothen- Blätter jedoch wenige? aggressiv geworden wäre, läßt sich nicht jagen. Seit vem Er löschen des EozialistengeetzeS. also seit etwas über fünf Jahren, sind gegen Sozialisten von deutschen Gerichten Ber urtheilungen verhängt, welche sich in folgenden Ziffern ausdrücken lassen: 4iti Jahre ü Monate und 14 Tage Gefüngniß, Jahre ZuchibauS (schrS. der und Genossen) und 143,519 Ma?k (Leldfirafe. Die MajestätSbeleidigungSprozesse sind eine Specialität Teutschlands. In an deren monarchisch regierten Ländern Europas kennt man diese Art von Berfolgungen so gut wie gar nicht, wenig stens mcht in England, in Belgien und in Italien und auch in Oesterreich kom men sie nur vereinzelt vor. EZ ware doch sicherlich eine Beleidigung, wenn man annehmen wollte, daß in England, Belgien und Italien die sog. Revol vcrscdnauze" eine geringere Ausbildung genossen hätte. a'.S im Baterlande der Tenker und der Träumer. Aber die Italiener und die V:lgie? halten es mit dem römischen Kaiser Titus, welcher sagte: JiüaZ mich betrifft, so kann Beschimpfung und Hohn mich gar nicht treten." Tie Tenun. kanten jagte TiiuS aus der Stadt fort und doch büU er unter dieser Auf sassung durchaus nicht an Anlehen ein. Bor einigen Tagen schrieb daZ Ber. liner Tageblatt einen wirklich vortreffliche'n Artikel über die Begünstiger der Socialdemokratie. ' Daraus ist solgen oer'Satz hervorzuheben: Ein scziali' slischer Marquis Posa würde heute stehen: Gebt Rechtsgleichheit., wahre, wirkliche Äcchtsgleichheii!" "Gewiß7 in der Verfassung ist daZ gleiche Necht Aller verbürgt, dcch in der Wirklichkeil, deö Lebens wird da immer jener Ceist gewahrt, au dem die Berfa,zung geboren ist? '. Ein Duellant, der den höchsten CesellfchaftSschichten angehört, wird mit wenig.'n Togen Festungshaft bestraft, ein Arbeiter, dcr in ein Hand gemenge gerathen ist., büßt seine Schuld mit Monaten Gefängnißstrase. Der E hesredakteur der ttreuzzeitung- konnte entwischen, ohne von der, Hand des Staatsanwalts ereilt zu werden. Ter Redakteur eines ArbeiterdlatteS wird wegen Fluchtverdachtes aus dem Bette gebolt. Natürlich nehmen wir an., daß die Handlungsweise der B.'hörd?n in a2en Fällen wohlbegründet war ; aber die Gründe werden nicht bekannt gen'ig. und so setzt sich in nur zu rielen Köpfen di.' sicherlich irrige' Meinung fest, a!S werde nicht mit gleichem Maß ge messen. Der Mililärprozeß spielt sich hinter verschlossenen Thüren ad: was Ävunder, wenn er im Bo!? dem höchsten Mißtrauen begegnet, mag dieses Miß. trauen auch noch so ungerechtfertigt sein. Ter Prozeß Schröder hat den Nährboden für den Soziali-muS unbe rechenbar vermehrt. ThemiZ trägt eine Binde vor den Augen; es soll da mit versinnbildlicht werden, daß die Justiz ohne Ansehen der Person, der Partei ihre? hohen AmteS walten soll. Ader darf man eS erstaunlich finden.
Tie Ehi.agoer Weltausstellung ist nun schon seit zwei Jahren vorüber und noch immer haben die europäischen .'lusueller dic ihn?n zuerkannten Di )lome un) Meda.llen noaz nicht erha! ten. Es herrscht darüber grone Ent üsinng in den behelligten Kreisen. (uro';ie: ist schon von HauZ auS e!:r geneigt die Ber. Staater für cin :and Uri Schwindel, Betrugs und . umbugZ zu ha'.t.'n und eZ halt sehr chner im dieses doch vZUig unbegrün ,etc Borurthlil auözurtten. In dem .'orenthaltcn dieser Medaillen und Di lom: sieht cr nun ein: unwiderlegbare eftStZgung diese BorurthcilS. Er ä.'t si für ci.l Opfer abgefeimter .','ankceÄaunerei. Wenn die meri ai er jahrelang nach einem Mittel ge ucht hätten, um sich in den Augen der uropäer verächtlich zu machen, cin besseres hätten sie nicht finden können. Namentlich die deutschen Aussteller, welche so viel zum Erfolg der Ehicagoer Ausstellung beigetragen haben und welche sich schon in Folge der geringen Kauflust der Fairbesucher in ihren E? Wartungen getäuscht sahen, sind wüthcnd über diese unbegreifliche Nach, lässigkeit der Ehicagoer Behörden. Ein Berliner Fabrikant von medizinischen Apparaten nach Anuden dcS Professors von Bergmann hat aus dem preußi' schcn EultuSministerium folgende Zu zchrift erhalten: Wu Ihnen be 'annt, ist Ihnen für Ihre aus öer deutschen Unterrichts AuLstcl. !ung in Ehicago 1893 ausgestellten Gegenstände ein Preis zuer -annt worden. Zu meinem Bedauern ist wcdcr eine Medaille, noch ein Tijlom darüber hier eingegangen, und es rscheint auch zweifelhaft, ob darauf in er nächsten Zeit gerechnet werden darf Inzwischen ist mir aber ein Benachrich. tigungsschreiben der amerikanifchzn Ausstellungsbehörde übermittelt worden. welches die Erteilung des Preises bestätigt und zugleich die Begründung desselben im Sluszuge enthält. Indem ich Ihnen dieses Schreiben hierbei er gcbenst übersende, gestatte ich mir. Na menZ des diesseitigen Ministeriums. Ihnen besonder den Ausdruck de: TankcZ für die Bereitwilligkeit zu über. Mitteln, mit der Sie sich an der Aus stellung betheiligt haben. Hochach. tungsvoll etc.". Folgende Geschichte ist buchstäblich wahr: ' Daß wegen einer verlorenen Zange mitten auf freier Bahnstrecke ein Per soncnzug angehalten wird, ein solcher Gruno zu einer. Fahrtunterbrechung dürfte in dcr Eisendahngeschichte wohl noch einzig dastehen. Er hat sich vor Kurzem auf der sächsischen Bahnstrecke HainSberg'KipSdorf ereignet, auf wel cher die gahrgaste eines Personenzuges in nicht geringen Schrecken dadurch ver setzt worden, daß mitten iir der Fahrt plötzlich die Lokomotive schrille Nothsig. nale ertönen ließ und gleich daraus der Zug zum Stehen gebracht wurde. Jr. end ein Bahnunglück vermuthend, steckten die Fahrgäste die Köpfe zu den Wagenfenstern hinaus. Und da er fuhren sie denn, da einer der Schaff r.er feine FahrkartcN'Lochzange unter. wegZ verloren habe und dieselbe gesucht werden solle. Alsbald, machten sich denn euch die sämmtlichen Schaffner des ZugeS auf,-um die Bahnstrecke rückwärts abzusuchen, wo schließlich die Lochzange neben den Schienen im Grase liegend, wirklich ausgesunden wurde. Hierauf eilten die Schaffner wieder zum Zuge zurück, nahmen ihre Plätze wieder ein. und nun konnt: die Fahrt wciter gehen, die Lochzange .war ' gerettet. So geschehen im Zeitalter des Ber kehrS-, aano 1395, im gemiethlichen Sachsenland. - Beim Herannahen der Weihnacht?, zeit möchte ich solchen deutsch'ameria. Nischen Familien, welche sich für Litte ratur interessiren, auf ein' Werk aus merlsam machen, daZ sich gan vortreff lich als. Gabe für .den Festtisch eignet. Es sind die Studien zur Litte, rat ur der Gegenwart- .von Professor Adolf .Stern (Dresden. Ber. lag der Dresdener BtrlagSanstalt B. W. Efche, broschirt IlZ, elez..geb. 121 Mark). DaZ Werk enthält' in seinen neunzehn (ZssayS eine, ebenso eingehende als verständnißvolle Uebersicht - der- modeinen Litteratur. Tie Essays behan dein Hebbel. .Freitag..Storm, .Boden stedt, Keller, Fontane, Baumbach. Seidel, Scheffel, Rofegger,- Wilden, bruch. Sudermann. Hauptmann, Jb sen, Daudet, Tolstoi, ötydberg. Snoilsko. Besant. Der Verfasser, welcher selbst ein echter Dichter ist, ent wickelt in durchaus verständlicher, ge schmackvoller Darstellung', mit völlig unparteiischem besonnenem Urtheil und tiefwürdigendem Scharfblick lebensvolle Bi.der der Besprochenen und stellt ihre Bedeutung, Entwicklung und Eigenart klar und sicher fest. ES erquickt gera dezu in dem Geschrei der Tagesrecen senten die ruhige und doch aus warmem Herzen kommende Stimme eines Beur tyeilerS wie Stern zu vernehmen. Für den im Auslande ledenden Teutschen ist eZ ja ganz -unmöglich in Fühlung mit der modernen Litteratur zu bleiben, der deutsche Büchermarkt ist ja drüben ein so besrünkter und was man so hie und da in Journalen und Zeitungen über moderne Litteratur liest, ' sind Bruchstücke, welche eher verwirren als anregen und belehren können. Stern macht unS mit den hervorragendsten Tichtern und Schriftstellern der Jetzt seit wirklich bekannt.- TaS Buch ist eine wirkliche Fundgrube sehr gediege ncn LitteraturwissenS. TaS Buch ist mit vielen guten Portraits geschmückt und überhaupt vorzüglich ausgestattet. Für den Weihnachtstisch der gedilde ten deutschen Frau in Amerika wüßte ich keine bessere Festgabe. Jedenfalls w.rd es durch Stechert oder Steiger, oder die International NemS Comp. in New ?)ork bezogen werden krrr.cn Le empfehle eS meinen amerikanischen sern und Freunden auf'S Wärmste. Tcn neuesten ethischen Borschlaa sin
wenn dieser Binde c.us Ectten des kielnen Mannes eine andere Bedeutung untcrgclcgt wird V
oet man m der ?jctt?qr.fk fttr ö:c g:
sammle Kohlensaure-Jndüstrie-. In diesem Blatte macht ein Mcnzchensrennd und Chemiker Dr. E. Luhmann unter eingehender Begründung den Borschlaa, Verbrecher fortan nicht mehr mit dem Schnürte, sondern durch daZ GaS, sür welches da) Blatt Propaganda machen soll, hlnzurlckten. T Berbrecher wird in eine Zelle gebracht, welche faiull und geräuschlos mit gz-förmizer Ko lensäure von unten nach eben gefüllt werden kann. Sobald das Gas bis zur Höbe von Nase und Mund gestiegen ist. erlischt momentan, unter Bewußt iosigkeit. oaS Leben.- Aielleicht wird zur Hebung der KohlensaursJndustri' demnächst ein: Agitation zur Becmc( eung dcr Hinrichtungen eingeleitet. cIm Laufe der Jahre ist da' Loos der armen Weber in Oberschlcjien cin besseres gewo.dcn und die grausigen Zustände, weiche Hauptmann in seinem furchtbar ergreifenden Draaia schild.n. können sich wohl nicht mehr wieder' holen; von Zeit zu Zeit ertönt doch im. mer wieder ein Nothschrci auS den dicht bevölkerten Riesendörfern am Fuße der .hohen Eule-. So hat jetzt wieder das größte Wäschegeschäft Dresdens den Produkten dieser Leute eines seiner Schaufenster eingeräumt, und in der Auslage liest man folgende Bcrse: We toil at the loorn srorn tnora till nllit To keep tho wol! srorn tho 6 vor, iu our lives, alas, wee seo no ligbt. And ourheart3 tlojr aro bitter and S07Q. 0 jou that lead an caiier li'o Will you help us on iho wayt Will you lend us a hsn lin tha bard, bard striso To earn our bread for tbe day? Eine deutsche Uebcrsetzunz dieses Nothschreis bä!t der Beranstalter dieser Auslage nicht für nothwendig. Man reflektirt in der deutschen Stadt Dresden, wie es scheint, nur aus die amerikanische und englische Kundschaft cei diesem Worte der Barmherzigkeit. D!e sociale Jraze n Trunksucht in SiuHlans. . Seit langer Zeit schon hat die so :tofe Frage önmitten der russischen Ge-sellschaft-lebhaft Jnt:ress: hervorge. rufen und groß ist die Zahl der Unternmungen, welche, durch Privaturi' iiative rn'S 'Leö:n- gerufen, cS stch zur Aufgab: stellen, der ärm:r Bevölke:ung RußlairdS ein menschwürd-geZ Dasein zu schasftn und -ihr den Kamps um daZ Dasein zu erleichtern. B:i der Unkunde, welche in V:zuz auf russische ÄerhältnUe im AuZlan.de herrscht, sind alle derartigen Vsstrebunzen dort ganz unbekannt geblieben, wis sehr einzelne )l auch verdiene, di: allz:m:Ine Aufnerksamkeit auf sich zu lenken. Der Umstand, daß b d:n großen, St'äd!:n namentlich die WohnungIdzrhälw'.ss: der arbeitenden Klaff: unsäglich traurige sind, daß hier in w::test:m Umfange da5 Schlafstellenwefe mit all fernen schweren Schaden für Gefundheit und Moral herrscht, veranlaßte schon im Jahre 1853 ei Anzahl eine .Gesellschaft zur Verbesserung d:r Arbeiterwohnunzen irr Petersburg" zu gründen. Di: Gesellschaft begann ihre ThäÜgkeit m't einem Grundkapital von 200,000 Rubel und operirte so umsich.tig, daß sie heute schari Immobilien im Werthe von 500,000 Rubel und ein Reservecapital von 25.000 Rubel besißt. Dabei sind den Actionären biZher jährlich 4j Procent Diö?d:nd5 und 1894 sogar 5 Procent gezahlt worden. Die vechaltnißmäßiz sehr billigen und. behagl:ch:n Wohnungen rn den Häusern der 'Gesellschaft sind so gesucht, daß alljährlich viele Tausend: von Arbeitern. die in den Häusern d:r Gesell schaft für denselben Preis, den sie sonst für Schlafstellen zahlen, ein eigenes tlelneZ Zimmer finden können, abschlägkg bssch'eden w-erde müssen, zumal gegenwärtig, wo die Arb:iterbsölkerunz Petersburgs sich auf ca. 300.000 Personen beiderlei Geschlechts beläuft. Die genannte Gefellschast. d! glaubt, in fast vierzigjähriger umsichti;o? Thäd!gk:it sich da Vertrauen d:2 öubllkumS genugsam e:worb:n zu ha n, hat daher beschlossen, ihr Unt:ri:hmen beträchtlich zu erweitern, und sich auch b?reitZ die Genehmigung deS NimstercomiieeS erwirkt, ihr Capital rm 800.000 Rubel in Actien zu 25Ru. Sel. ES soll dadurch auch nicht m'd Begüterten Gelegenheit gegeben werden, :'?nmal ihre kleinen Ersparnisse vortheilhaft anzulezei, und zweitens auch zur Förderung der humanen Zwecke der Gesellschaft beizutragen. Die wichtigste Seite d:r socialen Frage in Rußland ist aber die Vekämofun der TrünZjucht. Steigt d?e Trunksucht in ' Rußland? Von dielen Torrespondenten ausländischer Blätter, wolche eZ lieb:n. die russischen. Verhältnisse grau in grau zu malen, wird häufiz auch darauf hingewiesen, daß die zunehmende Trunksucht 'daS russische Volk in moralischer w'e in wirthschaftlicher Hinsicht immer mehr auf eine abIchussige Bahn führe. Wenn wir aber arten, sondern beweist viel eher daS Ge. genly:ll.. Trotz des bestand !g?n WachZ. thumZ -der Bevölkerung gcht der Spir?tusonsum. beständig zurück; derselbe betrug im Jahre 1883 23j Million Wvdro (1 Wedro 2.7 Gallonen), im Jahre 1893 nur noch 22j Millio. n:n Wedro, der noch anders auSze drückt, in den Jahren 1883 bis 1893 einschließlich kamen im Durchschnitt pro Stop der Jevölkerung: 0,33 Wedro, 0,30, 0,28. 0L7. 0L6. 0L5. 0L3. 0,21. 0,20, 0,21 Wedro. Zugleich mit der Verminderung bei Vranntweinconsumö ist auch die Anzahl der Getränkestalten zurückgegangen. Im Jahre 1883 würden deren im europäischen Rußland, 120L72 gezählt, im Jahre 1833 nur. noch 102.470. Die namentlich von Ausländern gefällten Urtheile, dafc die Trunksucht in Rußland zunehme, erklären sich zum Theil dadurch. rtah diesen Urtbeiltiiall
d:e.w.ssenschaftl:che Statistik zu Rathe zrehen, so giebt .unZ diese keinerlei Bestätiaun'3' solcher allaemeZr.en N8
immer v!: Berhälkniffe in den Nestlnzen zu Grun'z: gelegt werden, wo sich di: Faö:ilö5Äö!k:rug zusammen, drängt, und dar.n roch durch einen Charaktrrzug des meinen Russen. Selbst diejttiz Lcasscn aus d:m Volke, d:: daZ ganz: Jahr hinöurch fast gar nicht trinken, lieben eZ, d großen Feiertag? durch Vran.itweincoasarr. festlich zu begehen, sz daß man an sal ch:n Tag:n fast imm:r ein: griiß:r? Masse etrunken:r antreffen kann solchen Erscheinungen heraus h Tausch' und Vozen üb:r d:n Normalzustand 'der russisch:'.: Töll:rll7.z ab;nur!HGkn, ist deni doch, wie schon di. Stat'itlk zeigt, m:r als geazt. Her. wr h'.ben möchten wir rch, daß s:'. im Jahre 1836 d': Asnhl der Kell:: nit bill'g:n rujsisch:n Trauö:nw:in:7 'itfändU gewachsen ist, zugleich aui
:.n ii:in wims dafür, daß ti: Qzhlstand der VeoiZlk'rung ?m Zun:) nen begriffen ist und der G:mack an
mi reu ist und der G:schmack 5usel zurückgeht. Im Jahr: 183l. vurden im europäischen Rußland 337( solcher Keller gezahlt, m Jahre 139schon 6059. vom Inlands. ZarolineMackay heißt ein armes.in Wien wohnende Dienstm'ädchen. EZ behauptet steif und fest, mit d:m vielfachen Millionär Mackay in New Fork verwandt zu sein, dessen ein zig:r Sohn bekanntlich kürzlich durch einen Sturz vom Pferde s:in Leben einbüßte. Karoline Mackay ist auZ Raab inUngarn gebürtig und von dort soll der Großvater deö Million'ärZ nach Amerika ausgewandert sein; nach einer and:ren Version stammen die Eltern Mackay'Z freilich von der yünen Insel. Auf einen an Herrn Mackay gerichteten Brief kam die Antwort, man mög: biZ auf die Urzroßeltern d:Z Mädchens zurückführende G:burtsdo kumente vorlegen. Karoline Mackay hat sich an einen Wiener RechtZanwalt mit der Bitte gewendet, ihr in ihrer Angelegenheit behilflich zu sein. Alö der gute Pastor der Fernhill-Gcmeinde in Tacoma, Wash., neulich sein GotteShauS, das unweit d:r Stadtgrenze belegen ist, betrat, wurde er von heiligem Zorne erzriffen, wie , weiland MofeZ, als derselbe bei sein:r Rückkehr vom B:rge Sinai die Juden cin:n Ninaelreiaur .um daS goldene Kalb aufführen sah. In diesem Falle war daS Kalb freilich nicht auZ Gold geformt, sondern. eS war von Fleisch und Blut. DaS Thierch:n befand sich auf der Kanzel und ließ in d:r kläglichsten Weise sein: Stimme erschallen, während eZ mit seinen langen Ohren den Takt schlug. Niemand schasste daZ Kalb fort, bis der Pastor erschien und d:n Geme'.ndealtestn mit ernster Stimme gebot, daö Thier zu entfernen. Der Pastor stellte sofort ein: Untersuchung an und diese ergab, daß mehrere jugendliche Söhne Belial'Z auZ U:b:rmu!h das Kalb auf die Kanzel practicirt hatten. Daß der Ulk den Burschen schlimm bekam, bedarf wohl kaum besonderer Bestätigung.G o u v e r n e u r A t k i n s o n von Georg'm hat. dr Staats-LegiZlatur Vorschläge zur Ausrottung der Lynch gericht: zugehen lassen. Seiner Ansicht nach sollte 1. der Beamte, der sich einen befangenen, w:lcher seiner Obhut anvertraut ist, von Qynchern entführen oder entreißen läßt, seines Amtes . ent hoben werden; 2. der Familie eines Gelynchten das . gesetzliche Recht zuerkannt werden, von dem County, in dessen Grenzen die Hinrichtung" statt a.esunden hat, vollen 'Ersaß für die verioren: Arbeitskraft b:zw. ErwerbZfä. higkeit deö Geruhteten" zu - fordern, und. 3. den Klägern. in einem derart!gen Falle die Befugniß zugestanden werden, ihre Schadenerfaßklaoe in einem anderen County, als in demjenigen, welches der Schauplatz d:s LynchaericbteS war. verhandln zu lassen. Die Barkentine Priscilla". Capt KlageZ. hat den Capiian John H. Geßner von dem untergeqanaenen Schooner .FranceS". Frau G:ßner und die Mannschaft deS letztzenannten Fahrzeuges nach Baltimore, Md.. g:bracht: di: Mannschaft bestand auS dem Maat JameS M:Donald. d:m Steward Harry DadiZ aas New BrunZwick und dei Matrosen George Hamann von MassachusttZ. R'chard Collier von Ashrille. N. C.. Rikard D:lino:e v?n- Californi:n und ?!ob Br'll. einem De::tien. Den Mittö:!lungend:S.Capt. G:ßner Zufolge traf di: FranceS". die am 13. Octobir mit e!n:r- Ladung Ho'z von ?!acksonville nach D:marara.. Britisch Guiara. abaeaancen war. bald nach khrer.Abfahrt heftige-Stürme an, die ' t aat lk-g anoa,i?r,TT. Am 23. October würd: . dieDeckladunz über -r e'rf:?. am nahsien Tage b garn dal.'Shisf z ,' sinken, loda dzs größte Boot h:rabz:lzss:n wurde und Alle-an Bord. daS Schiff derlienen. .Nachdem. man eine' Stunde um-' beraetrieben, wurdr lai Wrack wieder bestiegen, um Nahringsmittel zu suc?en. can fand ad:r n-a? etn?aZ g:salzene'S Fleisch und 37 Karwsf:ln. Am 2S October bemerkte man eine Barke, der man sich in dem Boote zu nähern suchte. doch schien die Barke die Schiffbrüchigen nicht zu bemerken, obgleich dieseso nahe waren, daß sie deutlich den Mann am Steuer :rkennen konnten. Darn kam' ein an):3 Seael i-r Sich', als man ab.-r darauf loZstereite, .erkannte man. daß cs die verlassene Fran:eS" war. . Da die Sch'.Nrch'a-n surch'bar vam Dürst zu l:Id:n hzt!en, kehrt: man nochmals an Bord des Schiffes zurück, w) noch etwas WhiZkey cte?U7.d:n wurde, von dem Zeder einen Schluck erhielt. Endlich am Morgzn deö 27. October wurden die Siqnäle der halbö:rschmach!e ten Schiffbrüchigen von der norwegischen Bark Enterprise", Capt. Paullen. von Mobile ich Havr: bestimmt, 'merlt. welche Alle an Bord nahm. 5sm "3. November kam die von Vrasi:ti na-h Ba't'm?re bestimmt:. Barke .Pc!scilla-. in Sicht und Capt. Kla--?8 übernahm b:r;'ti?ill!?st ; fctc Ä?. 'rrdirun? der Schi'fbrüch'gen nach seinem Bestimmungshas:.
Ocrn Nu5lHZ.?e. I n einem Canal bei U! r:cht fand man die Leiche deZ Philo phi?-'Professyls Mcl.zer ron der ds? tizen UniverMt. Oö ein Verbrechen vorliegt oder ob der Professor fr'iwil. liz den 'Tod suchie, ist ncch nicht ermitteli. AuS der Strafanstalt Hlötzensee b:i V:rlin wird ein Curwsu gemeldet. Der dort wegen Wu ch:r5 eine lange Stra'e abbüßende Ncn.de! Treub:rg ist damit b:schästizt. )Zs Strafgesetzbu5 in'Z Hebräisch: zu äbcrsetzen. Der Kaiser ist eine Zeit lang Vesider eines QieieiZ eines Hau. ses in Th::rbud: in Ost-Preußen ge. ro:s:n. Durch d:n Ankauf d:Z. Beck:r. fch:.r Grundstückes ist der Kaiser n'am. lich gleichzeitig Mitbesitzer einer Kath' zewo.en, w:!che zur Hälfte d:m C gknthümer Kallweit und zu einem ieit:! dem Käihner Tesch7.:r gehörte. Die Leute sind n'.cht w:niz stolz darauf gewesen, mit ihrem Landshcrrn hier durch in so nah: Beziehung gekommen zu sein. Jedoch ist dieses Verhältniß dadurch gelöst worden, daß der Kaiser in diesen Tagen die ganz: Käthe mit den dazu gehörenden Landereien ge kaufi hat. Kalleweit erhielt für die Hälfte des Hauses und ein Stück Gemüseland 1500 Mark, das Technerschi Viertel der Käthe und 7 Morgen Lanz wurden mit 4O00 Mk. bezahlt. Ueber e?nen merkwür digen Fall von Eehorsams-Verweige' runz ist de? höheren Militärb:hördk Bericht erstattet worden. Bei der 2. Compagnie deS Jnfanterie-BataillonZ zu Jnsterburg wurde kürzlich ein Re krut Namens Trott, Sohn eines Besitzers auS dem Golaper Kreise, einge. stellt, der sich zunächst alle Mühe gab. sein: dienstlichen Pflichten gewissenhaft zu erfüllen. An einem Samstag aber weigerte er sich entschieden, Dienst zu thun, indem er erklärte, er sei Adde. tist vom siebenten Tage", feiere also nicht den Sonntag, sondern d:n Sonn abend von Sonnenaufgaa bis Sonnenunterzang und troll: lieber sterben, als am Ruhetag des Herrn arbeiten; fer ner verweigert Trott die Leistung deZ Fahneneides, indem er sich auf die Bibelstelle beruft: Eure Rede sei ja. ja, nein, nein u. s. w. Da alle Be l:hrungen seiner Vorgesetzten nichtZ fruchteten, wurde Trott in Untersuchur.gshaft genommen und die höhere Militärbehörde von dem Vorfalle in Kenntniß gefetzt.
Daß ein Verurtheilker dem-Richter seine Stiefel an den Kopf wirft, kommt nicht alle Tage vor, geschah aber doch vor dem Tribunal 'von Pistoza. Ein gewisses raubeinizeZIndividuum. Nasfaello Giaznoni, der wegen mehrfacher Bubenstreiche zu einigen Monaten Gefängniß verurtheili worden, zog in seiner Wuth rasch den Stiefel vom Fuße und schleuderte denselben mit Wucht nach dem Präsiden t:n, dessen Kopf von dem Proiectil gestreift wurde. Der Hallunke wollte eb:n seinen zweiten Stiefel nach dem Staatsanwalt versenden, als er von den zugeeilten Gendarmen gebändigt wurde. In diesem Augenblick sprang unter dem Geschrei Hoch die Anarchie!" ein zweit:Z Individuum auZ dem Zuschauerraum vor den Richtertisch, ergriff einen Stuhl und schwang ihn gegen einen der Richter aber er wurde gesaßt und sofort verurtheilt. Die Taktik der. genannten Herren ist übrigens alt; denn schon Nicotera warf seinerzeit vor Gericht dem Präsidenten das Tintenfaß an den Kops. Die Chinesen sagen, daß von der Cholera, 'die in dttsem Sommer in ganz Nord- und MittelChina viele )pfer gefordert hat, jetzt in Schanghai nicht mehr viel zu befürchten sein werde. Der Beweis da für ist für sie üb:rz:ugend genug. Ein Karrensch'.eber hatte nämlich unlängst zwei gutgekleidete,. ihmsremdart'.g vorkommende Ch:n:s:n in ein: westliche Vorstadt zu befördern. - Aus ihrer Unierhaltung nahm er, daß sie C)o.'eiagöUer se'.n müßten, die sich entschlossen, weiier T&h Westen Zi zieh.n. ! Der Redacteur und Terleg:r d:s Bambe:g:r Vol:Sb"a'.t:s". Pal Franke, h .t e:n bösen R.iaial cr.it.en. Cu geschätzter Gönnerfc:3 Blattes hat diesem mit einem recht netien Cedlchtchen" recht großeFreude gemacht, infolge dessen der Redacteur das netie Gedichtchen, das di: sammtlichen hiesigen TageSz::tung:n besingt uns dabei daZ Voltsblatt- über den Schellenkönig l:bt, seinen Lesern nicht vorenthalten will und in einer Briefkastknnctiz cj::chz:iiig um weitere solche Zusend.nzin b tie.1. Te: Zu.au" 5 , o . w . iar aoer oaoer in iazamioer .uue ccm R:da.ter iinen los.n Striih cesi:lt. W.nn man nämlich die Anfa.-.g.'ouaz slao:n der- einzelnen V:rZiel:en von Ob:n nach Un!en liest, so kommt dabei de? kuriose VerS" heraus: ' Paul Franke ist wahrlich daS größte Kameel dcr aanzen Welt. JacqueS U e v a u o y, e : n Bruder deS b.'kannten Pariser Zucker. Millionärs Max Lebaudy, selbst Besitzer eines Millionenvermögens, -; ist plötzlich wahnsinnig , geworden - und zwar ist der Wahnsinn durch Verlust von acht Millionen bei der Minensp kulation verursacht worden. Lebaudy ging kürzlich auch zur Jagd mit einem Vischofsornat angethan; zwei Arbeiter seiner Zuckerfabrik schlug er derartig, daß diese die Polizei zu Hilse rufen mußten, die nur mit Mühe den von Raserei befallenen Mann nach seiner Wohnung brachte. Ein Eifersuchtsdrama hat sich neulich in S zargemünd zua:-trag-n: der Erda.b.üli K'n.-el hat auf der S'.raße den in Urlaub b:find-!:ch-n Szl?a!en Kob'e: vom 92. Jafa..t:r'er:c!imer.t nach vzrausgeganger.tm Wortstreit eines Mädkns wegen erkZoch n. Der durch m:hrere Stiche Nerlete starb auf d:m Transport'nach der Wohnung skiner Mutter. Der Thater ist verhaftet. 4 Verlangt Mucho'ß Best sa danua (ügars." '
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