Indiana Tribüne, Volume 19, Number 63, Indianapolis, Marion County, 20 November 1895 — Page 1

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wachsen - Bund ! Dcnne?-az. den 21. N:ren-kr. AberdS 8 Uhr, bendunterhal nia Colu?idia-Hzlle. Alle Freunde.sind mieten. ,ip.c. A. Ostlle Mittwoch. 20. November.

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Editorielles.

Die vene;ueli,che trage scbelnt'

beinahe wieder eingeschlafen zu sein. Mischung der Ver. Staaten zu rechtSie hat den ameilkanischen Staats- ferkiaen

manneru Gelegenheit gegeben, ein! Biechen Großmacht zu spielen, und England) dem die Erledigung dieser seit mehreren Jahrzehnten schwebenden Sache wahrscheinlich gar nicht dring lich erscheint, hat gezeigt, daß cS sie nicht vergessen und seine vermeintlichen oder wirklichen Rechte nicht ausgegeben hat. 3n wie weit der von Seiten unserer leitenden Politiker ausgespielte Trumpf der MonroeDoktrin England abgeha'.ten hat, schärfer vorzugehen, läßt sich schwer sagen, indeß wird England eS jedenfalls wegen eineS kleinen Fhen LandeS nicht mit den Vereinigten Staaten verderben wollen, zumal die Presse in England die Stimmung in den Ver. Staaten wegen dieser Sache a!S eine sehr aufgeregte geschildert und so gethan bat, als spreche man in Amerika übe? nichts anderes IS die VenezuelaAngelegenheit und immer nur mit größter Erbitterung. In Wirklichkeit freilich kümmert sich daS Volk herzlich wenig um die Geschichte. Für 999 Tausendstel unserer Bevölkerung ist die Frage ob daS Wetter schon oder schlecht sein wird, von größerem Interee als die, welches du riazilge Grenze zwischen Venezuela und Britisch Guiana ist. Und um diese handelt eS sich in dieser Angelegenheit. Beide Gebiete, Venezuela und Britisch Guiana, liegen an der Nordküste SüdamerikaS, wo die Ver. Staaten nicht einen Zoll Landes bisihen. Nach den Anschauungen deS deutschen Geographen Prof. Wilhelm SiewerS in Gießen ist Venezuela im Recht. Derselbe schreibt darüber: DaS streitige Gebiet liegt zwischen dem Gl. Grad westl. Lange und dem Rio Esscquibo und gehörte, mit Aus nähme eineS kleinen TH:ilS an der Küste, zum früheren sp2nischen Generalcapitanat Caracas, als dessen Erbe Venezuela zu betrachten ist. 1S36 wurde von der Colonie British Guayana der Fluß Pomaron westlich deS Essrquibo als Grenze anerkannt. 1833 bat ferner der britische Geschäftsträger n CaraaS um die Erlaubniß, Leuchthürme und Signale an der OrinokoMündung errichten zu dürfen. 1842 mußten die von R. Schomburgk 1311 zwischen 60 und 61 Grad westl. Länge errichteten britischen Grenzzeichen auf Protest Venezuela? wieder entfernt werden. 18 13 ließ Lord Aberdeen die Möglichkeit eineö Schiedgerichts über die Sache zu, und schlug 1844 eine England günstige Grenzlinie vor, die von Venezuela abgelehnt wurke. Seitdem ruhten dieVerhandlungen biS 1576 und hatten auch später troh vielfacher Vorschläge von beiden Seiten kein Ergebniß. Inzwischen waren in den vierziger Jahren Goldsunde auf venezuelanischem Gebiet gemacht worden. die bis 1872 &! Millionen BolivareS (gleich 0.80 M ) lieferten. Merkwürdigerweise begann gerade seit dieser Zeit ein langsames Eindringen der Engländer an der Küste und dem Essequibo gegen daS Goldminengebiet. Dieses Vordringen verstärkte sich nach jeder Venezuela schwächenden Revolu tion und führte schließlich zum Abbruch der Beziehungen zwischen England und Venezuela 1837; seit dieser Zeit verwaltet der deutsche Ministerresident die englischen Interessen. Der Abbruch erfolgte unter dem zweiten Ministerium deS jetzigen Ultimatumstellers Lord Saliöbury, desselben, der 1885 den von Venezuela gemachten Vorschlag eineö Schiedsgerichts zurückieS. AuS dem Gesagten geht hervor : 1) Daß in der ersten Hälfte deS 19. Jahrhunderts daö streitige Gebiet auch von England als venezuelanisch anerkannt wurde; obendrein wurde 1810 ein von einem Engländer am Flusse Morodo begangener Mord von Venezuelanischen Gerichten beurtheilt. 2) Daß nicht die Venezuelaner nach dem Golde lüstern sind (denn sie haben eS), sondern die Engländer. 3) Daß die Venezuelaner in ihrem guten Rechte sind, wenn sie die eingedrunzenen britischen Staatsangehörigen entfernten und Truppen ins Land schickten, somit nicht den Engländern die Geduld riß, sondern den Venezuelanern." WaS die Ver. Staaten mit . der Sache zu thun haben ? Gar nichts. Cö ist ein Streit, der unS im Grunde ge

nommen gar nichts ang'ht, und man mub der Monroe. Doktrin scboa eine Deutung geben, welche mit ihrem llr

snruna nickt, ,u tkun bat. um die EinHöchst wahrscheinlich wird sich ter Streit noch manches Jahr hinziehen und zu seiner Beendigung viel mehr, Tinte verschrieben als Blut vergossen werden. Ausland. W e t t e r a u s s i ch t e n. WärmereS Wcttcr, zunehmende Bewölkung und morgen Nachmittag oder Abend wahrscheinlich Regen oder Schnee. Gestrige Temperatur : Max:mum 49 Grad, Minimum 23 Grad. ...-, Wohl möglich, aber nicht bestätigt. Berlin, 19 Nov. Eine Depesche, welche hier von Scsi,, Bulgarien, eintraf, sagt, daß der Sultan Abdul Ha mid vergift.t wurde ES find keine Einzelheiten berichtet. Die orientalische Frage. Berlin, 19. Nov. DaS Berliner Tageblatt macht bekannt, daß in Folge der Thatsache, daß der Vorschlag deS österreich schen Ministers deö AuSwältigen, deS Grafen GoluchowSki, mit Bezug auf einmüthigeS Vorgehen der Großmächte zur Erledigung In Wirren in der Türkei, nicht die unbedingte Gutheißung der Mächte gefunden, nunmehr Kaiser Wilhelm beschlossen habe, einen anderen Schritt zu wagen. i.t hat fite Inttlallve ergriffen, um zwischen Oesterreich, Rußland, Frankreich und Deutschland ein Einvernehmen herzustellen mit Bezug aus die armenischen Wirren, und diplomatische Schritte in Konstantinopel und London treffen zu lassen, die geeignet sein sollen, die Ordnung und Ruhe" in Kleinasien und Konstantinopel wieder herzustellen. ES scheint, daß dieser Plan von dem Fürsten Hohenlohe und dem auSwärtigen Minister in St. Petersburg auS geheckt wurde. Vor allen Dingen handelt eS sich darum, die englische Regierung in Schach zu halten. In St. Peteröburg fürchtet man Niemand mehr. als den unersättlichen John Bull, der nur gar zu gerne die Türkei theilen und den Löwenantheil für sich in Anspruch nehmen möchte. Gleichzeitig kommt die Nachricht auS der russischen Hauptstait, der Zar habe den Vorschlag gemacht, falls England zu sehr auf die Zerstückelung der Türkei bestehe, sollen d?e drei Mächte, welche in der japanischen Frage gemeinsam vorgingen, sich abermals gegen alle Mächte vereinigen, welche TheilungSgelüste zur Schau tragen. Verschiedene deutsche Blätter erklären, eS sei nicht sehr wahrscheinlich, daß daS Zusammenziehen der europäischen Flotten in der Bucht von Salonichi irgend welchen Eindruck auf die allgemeine Lage in Kleinasien mache. Wenn der Sultan im Stande wäre, den Unruhen in Armenien ein Ende zu bereiten, so hätte er eS bereits gethan. Daß die Unruhen fortdauern, beweise am besten die Ohnmacht der türkischen Herrschet in Konstantinopel. Rom, 19. Nov. Der Sultan hat den Papst ersucht, ihm bei der Herstellung der Ruhe in Armenien behilflich zu sein. Während der Samstag Nacht saß der Sultan dicht neben dkm TelegraphZnstrumente im J:ldiz Kioök (Palast) und diktirte persönlich die Znstruktio nen, die den Gouvernören in den Provinzen zur Herstellung der Ordnung in jenen Distrikten zugehen sollten. Die seS deutet an, daß dem Sultan endlich die Auge- über den Charakter seiner Rathgeber aufgehen und daß er schließ lich noch entschlossen ist, die Regierung in seine eigene Hände zu nehmen. Der Mangel an Geldern, um die Reserven ausstatten zu können, und der Mangel an regulären Truppen in den unruhigen Provinzen, bekümmert den Sultan sehr. Er soll jetzt schnell einen Begriff von der Ausdehnung der Mißregierung erhalten. Er scheint aber von der Annahme ergriffen zu sein, daß der herrschenden Corruption kein Ende zu machen ist und daß keine schlimmeren Resultate mehr auftreten können, wie sie seit vielen Jahren sich ieiote linh hrnhim ff rtifcf nf eine Hoffnung für den unglücklichen 10 " V.VttV... W MVfr Sultan.

Der Winter kommt Hera?, und Kälte und Schnee werden den Verkehr in den gestörten Distrikten lange Zett unterbrechen. Man erwartet, daß dadurch den Ruhestornngen der Kurden wirksamer als durch die türkischen Truppen

ein Ende bereitet werden wird. 'ES ' wird dadurch auch das E ntreffen vitler Neuigkeiten in Eonftantinopel ver hindert werden. Um sicher gegen hiesige AuSbrüche von Unruhen zu sein, haben d e Mächte beschlossen, zwei Wachtboote, anstatt eins von jenem Lande, im Bosporus zu stationiren Man glaubt, daß die Einwilligung der Pforte zu diesem Arrangement erlangt werden kann. . Die kubanische'Reoolution. Madrid, 19. Nov. Premierminister CanovaS del Eastilho hat in einer offiziellen Eikiärung entschieden in Abrede gestellt, daß die Regierung beabsichtige, mit den kubanischen 3nsurgenten zu unterhandeln. Der Premier sagt, General CampoS bereite sich auf einen entschiedenen Streich vor gegen die Jnsurgentenführer Gomez und Maceo. Dem jüngsten Bericht auS Cuba, wonach ein Theil von Gomez' Armee durch die Spanier bei Santa Clara geschlagen worden sei, schenkt Castilha keinen Glauben. Skandal im östreichischen Abgeordnetenhause.. Wien, 19. Nov. Die Nichtbestätigung der Wahl deS AntisemitenHäuptling Dr. Lüger zum. Bürgermeister von Wien hat hier eine Crregung der Gemüther hervorgerufen, welche mit der Zeit eher zu wachsen, als abzunehmen scheint und in der Sitzung deS Abgeordnetenhauses am Samstag zu skandalösen Auftritten Veranlassung gab. Den Anlaß "dazu gab die Interpellation der Antisernisen Hzuck und Freiherr von Dipauli bezüglich der Gesetzmäßigkeit der Auflösung deS Gemeinderaths und Errichtung eineS VerwaltungöprovisoriumS mit dem königlichen Kommissär von grieiburg an der Spitze. Ein Tumult erhob sich, wie wohl kaum je in einer repräsentativen Körperschaft gehört worden ist. Schimpfworte flogen hin und her, Ohrfeigen klatschten und ein Wirrwarr herrschte, der je:er Beschreibung spottete. Graf Baden! gab mit ruhiger, fester Stimme die Erklärung ab, daß die Regierung die volle Verantwortlichkeit für den Schritt übernehme, worauf Dr. Lüger antwortete und dadurch den Lärm entfesselte. Die Minister sahen sich schließlich gezwungen, den Sitzung?saal zu verlassen. Die Gallerten betheiligten sich an dem Lärm und wurden zweimal geräumt. Aus der Journalistentribüne gab eS Streit; daS Publikum drängte sich hinein und Ohrfeigen klatschten. Acht Stunden hatte der Lärm gedauert, bevor der Sitzung?saal leer wurde. Der DringlichkeitAntrag des Antisemiten Frhrn. v. Dipauli wurde mit großer Majorität unter dem Grunzen und Johlen der Antisemiten abgelehnt. Die Stimmung war eine so erregte, baß um daS Parlamentsgebäude und die Hofburg, daS kaiserliche Schloß, ein Polizei-Cordon gezogen wurde. Cholera in St. Petersburg. St. Petersburg. 19. Novbr Die halbamtliche Gazette verkündet, daß hier die Cholera auögebrochen ist. Seit dem 6. November kamen 38 Fälle vor, von denen 19 tödtlich verliefen. , ,, DerAngriff auf die amerikanifchen Missionäre. Constantinopel, 19. Novbr. (via Sofia.) In Kharput gährte eS schon seit längerer Zeit. Von einer Seite wird behauptet, die Armenier hätten angegriffen, von anderer Seite wird derAngriss den Kurden zugeschrie ben; letztere sollen von Palastbeamten des Sultans aufgefordert worden sein, die Armenier niederzumetzeln. Die Kurden, welche vorher nicht be wassaet waren, wurden mit Waffen, die denen der türkischen Soldaten sehr ähnlich find, und mit Munition ver sehen. Auf ein gegebenes Signal wurde mit einigen friedfertigen Arme ni:rn ein Streit vom Zaune gebrochen und zur selben Zeit begann der Angriff aus die von Armeniern bewohn ten Viertel. Die Armenier aber hat ten einen derartigen AuSbruch erwar tet, sich bewaffnet und ihre Häuser der

barrikadirt; sie schlugen den ersten Angriff der Kurden ob. Die amerikanischen Missionäre in Kharput ersuchten Herrn Terrell, den Ver. Staaten Gesandten, um Schutz; Herr Terrell bead sich persönlich zur

Pforte und trat dort energisch sür di amerikanischen Missionäre ein. Infolge seiner Vorstellungen befahl der Mini ster deö Auswärtigen, daß die amerikanischen Missionäre und Missionen in Kharput durch türkische GenSdarmen beschützt werden müßten. AlS die Armenier den ersten An griff der Kurden zurückgeschlagen hat ten, da zogen die geschlagenen erregten Massen der Kurden in dqS Stadtviertel KharputS, wo die amerikanischen Mis sionen liegen und überraschten die türkischen Gendarmen (wenn solche dort waren), plünderten die Häuser, darunter 8 Häuser der amerikanischen Mission, und brachten in dem Hause erneS der Missionäre eine Bombe zur Explosion. Die amerikanischen Mis sio?äre entkamen unverletzt und stellten sich unter den Schutz deS türkischen GouvernörS. Bei der Plünderung wurden die Kurden von den türkischen Soldaten unterstätzt. Später machten die Kurden einen erfolgreichen Angriff auf die armenischen Viertel und eö folgte ein fürchterlich.S Gemkhel. Nach mäßigen Schätzungen wurden 80) bis 1000 Personen während dieses Ereignisses getödtet. Die amerikanischen'Missionäre haben formell gegen die Ze :Srung ihres EigenthumS bei den tk tischen Behörden protestirt und Her? Terrell hat alle Thatsachen deS Fall genau festgestellt. Er wird von der P rte verlangen, daß die Amerikaner fü' ihre Verluste entschädigt werden, f Ein flüchti. er Hofliefe. rant, ein nothleidender Veteran und sonst!g e S Interessante au S Deutschland. Der Hoflieferant v. Donath ist flüchtig geworden, und hat eine halbe Million Schulden hinterlassen. Jedes Kmd in Berlin und Breölau kennt die hellangestrichenen Wagen deS Süßig-keitö-Donath's", mit den aufgeputzten Pferden Ijavor und der Aufschrift mit den vielen Medaillen und Diplomen. Die Donath'schen Zuckerwaaren - Fabriken sind die größten ihrer Art in Deutschland, das Fabrikat selbst, die Konsituren, Bonbonö u. s. w., besitzt eine Art Weltruf. Der Mann, welcher diese Fabriken und das ganze Seschüft gegründet und hochgebracht hat und nun gestürzt ist, gehört einer bekannten schlesischen Adelöfamilie an und war in seiner Zugend Ossizier. Er galt als sehr reich, wenn genau Singeweihte in letzter Zeit auch bereits bei ihm finanzielle Schwierigkeiten Witterten. Daß der Zusammenbruch ein so riesiger sein würde, hat Niemand auch nur im Geringsten geahnt. Hinter dem Flüchtling ist ein Steckbrief erlassen worden. Der Tagelöhner Buchwald in Zülchom bei Stettin, einer der Freiwilligen von Dijon," welche der Dichter Julius Wolss in dem Gedichte Die Fahne der Cinundsechziger" besingt, hat, von bitterer Noth getrieben, daS Eiserne Kreuz, welche? er wegen seiner bei D'jon am Abend deS 23. Januar 1871 bewiesenen Rravour erhalten hatte, verpfändet. Sechzig Pfennige hat er dafür erhalten. Der Kriegerverein in Zülchoa hat, sobald er von der Noth deS Kameraden und seinem von der höchsten Noth getriebenen Schritte Kenntniß erhalten hatte, daS Eiserne Kreuz ausgelöst und an Buch wald zurückeegeben, sowie Schritte ge than. um den Mann der drückenden Noth zu entheben. In Freiburg in BreiSgau hat der bekannte Bankier Riedmatter einen Selbstmordversuch unternommen. Die alte Geschichte. Börsenspekulationen fraßen daS eigene Vermögen auf, und um die eigenen Verluste zu decken, griff er nach ihm anvertrauten Geldern. Er hat im Ganzen 100,000 Mark unterfchlagen. Ka b e l fu n ken Der Ausgezeichnete Augenkliniker und Lehrer der Augenheilkunde Pro fesso? Dr. Richard Förster hat die Feier deS 70. Geburtstages begangen. Große Bestürzung hat die Wahrneh ' mung hervorgerufen, daß daS Leitung?

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Tulurc zu plolilidjcxii Tods, aber ie clm vorberige TZareung. wie Obnnrsütl. CSwäöik oöer HuacieranfaLe. uLrezelOäkiger ode? intermittireader PulZ. Hrrzklovse. SrMSungsa? fklle. Kurzatdmigkei LnschVelluuz der &&e uud KuSchcl n. l. w. Dr. Miles' Seart Cure heilt gerzleiden. Herr Veo. L. Qmith vou der Seo. L. Emitd Mao Kl Co.. Louisville. Ky.. treibt unterm 0. Februar 1894 : Ungefähr ein Jadr lang litt ich iürckiterlich an HerzbefchVerden. die so scklimm wurde, daß ich im Wett aufsitze mußte, um Luft zu bekommen. Ich mußte ein Geschäft aufgebe und konnte kaum um herschkichen. Mein Freund Herr ?uliuk L. Soght. einer unserer bervorragevdtkn LvotbeKr. rietd mir. ei mit Dr. MileL' Heart Cure n versuche. Nach Ge brauch von etwa? über einer Flasche verschwanden die Schmerzen sowohl al3 da? Herzklopfen. Ich habe seither nicht die geringsten Beschwerden gefühlt und gehe heute meinen Cejchästcn so gelmkbig nach all je zuvor. Ueberall bei Apothekern zu haben. Buch über Herz und Nerven frei versandt. Man adressire : Dr. Uües Aledical Co.. Elkhart, Ind. Dr. MileS' Heilmittel machen gesund. wasser in Berlin vollständig brauchbar geworden ist. G n penetranter Kcrbolgeruch macht sich bemerkbar, und die Hausfrauen scheuen sich, von dem Wasser Gebrauch zu maten zumal dasselbe auch nach Karbol schmeckt. Die Ursache dieser merkwürdigen Erscheinung ist noch nicht aufgeklart. Der sozialdemokratische Redakteur Poller ist wegen Majestätsbeleidigung zu neun Monaten Gefängniß verurtheilt worden. 3n Meh sind zwei Luzemburger derhastet worden, weil sie in einem össentlichen Lokal Büsten deS deutschen KaiserS zerschlugen. In Leipzig ist der Schuhmacher Lorenz und in Stettin der Händler Baumann wegen Majestätöbeleidigung zu je sechs Monaten und in Naumburg der Kaufmann Zetfche wegen Beleidigung öeö Kaisers und der Kaiserin Friedrich zu 20 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Sch.sss.Nachrichten. Angekommen in : Neapel: Augusta Victoria" von NewSork. Boston: Catalonia" von LiderPool. Winter-Touren, nach Gibraltar. Italien, ber Ridiera. Palästina, Egyvten und anderen interressanten Punkten am Mittelländi. schen-Meere. Diese Szeursionen, unler oer Zeitung bewahrter Fuhrer, find sehr zu empfehlen. Preise mäßig. A. Metzger Agentur, zweiter Stock, Odd FeUvwS Halle. - Um die Wahrheit zu erfahren in Bezug auf Hood'S Sarsaparilla, frage man Diejenigen, die diese Medizin brauchen, oder lese die oft in diesem Blatt abgedruckten Zeugnisse ; sie werden Euch überzeugen, daß Hood'S kurirt. Hood'S Pillen kuriren Verstopsung. Meerschaumpfeifen, lange deutsche Pfeifen, Cigarrenspihen :c., bei Wm. Mucbo, 199 Ost Washington Str. . Der New York Store. (Etablirl853.) Bettdecken. Ein schönes halbwollenes Blankst 4 groß, 6 Pfund schwer, ein-gutes $2.50 Blanket für rM

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