Indiana Tribüne, Volume 19, Number 60, Indianapolis, Marion County, 17 November 1895 — Page 4

Fnvtsna Tribüne

ErschciM Täglich und Conmagv. Die räzliche Tribüne- kostet durch den T,ge, 12 Cents per Woche, die eonntag?.Tribüne'k Cent per Woche. Gilbe zusammen 15 Cent de esientS üeiCIiiitt, Vtx Post auberhalb de, tbt ,ugeschlckt U voraubbeiahlung p p '.Zahr. fni 18 Süd Alabama Straße. JnoianavollS, Ind.. 17. November 'vb An Stelle der Sonntags - piiÖcrei. Lieber Herr Redakteur. Ihr Plauderer von voriger Woche ist der harlnäckiove Mel.fch, der mir noch je vorgekommen ist. Hartnäckig ?" fragen Sie ? Je nun, damit will ich nicht sagen, daß er rabiat auf seiner einmal gefaß ten Meinung besteht; bei Leibe nicht. Aber Sie glauben kaum, wie ick mich schon über diesen Menschen geärgert habe, denn trotzdem er ganz treuherzig zugiebt, daß er von der Musik nichts versteht, so muß er doch beständig über diese Dinge reden und wie -die lehte Plauderei bewiesen, auch darüber schreiben. Seine Hartnäckigkeit besteht uun darin, daß er sich daraus steift, eine eigene Meinung zu haben. Ich habe meine eigene Ansicht über Musik und wenn ich mit Musikern darübe? ins Gespräch komme, gerathe ich allemal ia Streit mit ihnen. Ich bin überzeugt, daß mich mancher unter ihnen schon im Stillen einen Kaffcr genannt hat, der von der Musik so Viel versteht, wie die Kuh vom Seiltanzen", sagte er früher einmal und die Höflichkeit verbietet zu wider, sprechen. Mtttlerweile haben sich seine eigenen Anfichter." ja erfreulicher Weise zum Bessern verankert (? ? D. P ) aber eS läuft doch noch so Manches mit unter das der geschäeHerrPlauderer eigene Zbee" zu nennen beliebt, aber sehr verkehrt ist Diese Menge aber, die nichts dersteht", ist sonderbarer Weise immer ausschlaggebend für den Werth eineS Kunstverkö und nach dem Beifall dieser Menge, die nichts versteht, strebt der Künstler". Nun, wenn die Menge für den Werth eineS Kunstwerkes auSschlaggebend ist, dann heiße man doch Souka und Gtlmore die größten (Komponisten aller Zeiten und Zonen, weil sie so populär" sind. (Popularität und Werthschätzung als Künstler sind zweierlei Dinge. D. P ) Der Künstler, welcher nachdem Bei fall der Menge strebt, mag wohl im Stände sein populär und schlecht" zu schreiben; ja selbst noch Mittel mäßiges zu leisten und sein Publikum zu sinken, aber er wird nie im Stande sein Großes, wirklich und recht große? zu leisten, weil das Große und Gute nur für sich selbst da ist und nur von denen verstanden" wird die sich zu ihw'erheben imStande sind. (Worte! D. P ) Mundus vult schundus" Hat einmal Liözt gesagt. Stimmt daS oder nicht? Trotzalledem gehört der Plauderer nicht zu den Leuten die Freude n Drehorgeln haben. Ich habe im Ge gentheil immer gefunden, daß er sich aus der Nähe einer solchen entfernte und der Drehkünstler einen vergeblichen Kollekte versuch machte Solche Musik soll man nicht unterstützm, wie mm i immer sehen kann, daß dog Publikum sich zerstreut, wenn gesammelt wird. Der Kunstfreund kommt allerdings nur-zu häuft; in die Lage für die Musik zu zahlen: dem Musiker damit er anfängt, dem Musikanten damit er aufHort. Den Musikkritikern suchte JhrPlau derer einS auszuwischen. DaS ist höchst undankbar gegen die, vo denen er schon so manches AnerkennenSwerthe gelernt hat. Ihr Plauderer hat sicher Faust" gelesen, weil er immer von Ge'ühl redet und ihm geht'S wie s. Zt den deutfchenBauern, die sich durch die lateinischen Predigten deS heiligen Bernhard zur Kreuzfahrerwuth entflammen ließen. DaS that auch daS Gefühl, aber schön wäre eS doch gewesen, wenn sie auch etwaS lateinisch verstanden hätten Jedoch, wer vetß ? Vielleicht wäre auS dem ganzen Kreuzzug nichts geworden. Kürzlich sprach ich mit Jemandem über Musik. Ich wagte zu sagen, daß ich mich, bei Haydn'schen Quartetten sqztt'Sft gelangwetl5t:atte. .Natürlich warde mir erwidert, daß ich nichts von der Kunst verstände, keine Empfindung dafür hätte. Der Mann dachte gar nichtn die Möglichkeit, daß man ein Musikstück auch langweilig sinden kann. weil man viel Smpsiioung für Musik hat, weil man sie mit der Seele mehr als mit dem Ohre bort." Dem letzten PassuS stimme ich bei. 21 giebt in der That Musikstücke, die

langweilig sind, weil man bei ihnen nich:S empfinden kann; Stücke, die Virtuosen als Paradepferde dienen, um ihre Technik glänzen zu lassen. Aber ein Hydn'schkS Quartett dazu rechnen zu wollen ist koch unfaßlich Bei der geringen Zeit und Gelegenheit unseren musikalischen G.schmack eder sagen wir l)mrsindung yi verfeinern, ist eS sehr begreift" ch. daß Kammer musik so wenig gewürdigt wird., - d u sousakonzert einem Hay'n''den Quartett vorzuziehen ist Geschmackssacke, ein Haydn'scheS Quartett aber für langweilig zu erklären, ist unbe flrcifl &; denn gerade bei Haydn tritt der Kunstfreund in seine vollen unbeschränkten Neckte. Mag eS auch Kunstk.'nner und Virtuosen geben, die kritisch nd Mit dem Beistände hören und für die nur das Schmierige der Kur.st Z.it r.sse bat, oder Mod Waaren, die aus Eitelkeit, eil eS guten Gifchmack

verräth, zuhö?en; oder solche, die nur mit dem Ohr hören. Diesen allen offenbart sich die strahlende Schönheit der Komposition nicht. Nur die. welche mit ganzer Seele hören und zu empfinden im Stande find; nur die, welche finnlichen und geistigen Genuß zu vereinigen im Stande sind, die zur Höhe deS Kunstwerkes selbst gelangten, sind Nichter zugleich und Publikum. Der Pfeiffer vomBerg. Der Plauderer ist kein Spaßverderber und gönnt dem Pfeifer daS Vergnügen, fein Liedchen zu pfeifen. D. P. EnThratervergnügen vor hundert Jahren. Cm seltsames Jubiläum hätte man in diesen Tagen in Wien feiern Ion nen. Hundert Jahre sind , vergingen, seitdem Kaiser ffranz dem gräulichen Schauspiel des Th:erhed:nZ ein Ende machte, das damals in einem großen, auZschlieblich dafür bestimmten Theatergebäude b:trieb:n wurde. Einer Serie von Erinnerungen an jene Tage entnehmen wir über dieses Vergnüg;n" der alt:n Wiener das Folgende: Das Hetzamphilhttter war ein drei Stock hoh:r Nundbzu, welcher unten gemaimt, in den oberen Stockwerken aus Holz aufgeführt war und in den drei Gzl:r!en üb:r 3000 Personen faßte. An der Vorderseite ragt: ein mit einem Hauptthore und zwei Sei tenthüren versehener Vorbau hervor, auf dessen Gal'rie die Musikbande postirt war, deren schmetternde Töne den Beginn des Schauspiels ankündigten. Auf der gegenüberliegenden Seite deS ersten Stockwerkes sah man zwei Logen. Der von dem Gebäude eingeschlossene rund: Raum hatte einen Durchmesser von ca. 43 Metern. In der Mitte dieses Platzes war ein 14 Meter hoher Steigbaum aufgestellt, auf dessen oberem Ende eine Scheibe befestigt war; die Hetzknechte benübten sie, wenn sie von den aufgeregte.".' Bestien allzuhitzig verfolgt wurden, als Zufluchtsort. Nebstdem diente dieser Baum für die jungen Baren und Affen, welche vor dem Beginn deS Thierkampfes das Publikum durch ihr drolliges Spiel zu belustigen hatten, zum Klettern, wozu die schwerfälligen Bären durch einen in der Höhe an einer Schnur befestigten Fraß gelockt wurden. Oft nahm man als Lockspeise ein lebendes Thier. daS sie erst nach vielen vergeblichen Angriffen eroberten. Neben diesem Steigbaume, vom Eingange aus links, befand sich ein Wasseröassin. theils als Zufluchtsstätte für die von den Raubthieren verfo!g!en Hetzhunde, theils als Bad für die Thiere der Hetzpachtunz, theils aber auch zu mannigfacher Eraötzlichkeit während der Thierkämpfe. Im Erdgeschosse d:S Amphitheaters waren in 20 Zwinaern die Hetzthiere untergebracht: ein Löwe. i$tt, Leopard. Panther. Bären. Wölfe. Ochsen. Stiere, Wüchse, Wildschwein: etc. nebst einer größeren Anzahl von Hitzhunden. DieVorstellungen fanden vom März bis November an Sonn- und Feiertaqen statt; sie begannen je nach der Jahreszeit zwischen 4 bis halb 6 Uhr und dauerten gewöhnlich eineinhalb bis zwei Stundtn. Die Eintrittspreise waren, wie wir aus noch vorhandenen ßetwtteln" ersehen, fol gendermaken festaesedt: Eine Loge für zwei Verlone 1 Dukaten, erste Galerie rechts 1 fl.. mit aesverrtem Sitz 1 fl. 20 Kr., erste Galerie links 40 Kr.. 2. Stock 20 Kr.. 3. Stock 10 Kr. Hundebesitzer, welche ihre Hund: zum Kampfe zur Verfügung stellten, hatten freien Eintritt, und Derjenige, dessen Hund das Thier solo" sing und mindestens drei Minuten festhielt, bekam bei der Kassa einen Ssuoerain d'or; dafür blieb der Hund Eigen ibirn der Pachtung. Diejenigen, deren Hunde gar nicht angriffen, mußten nachträglich den Eintrittspreis erlygen. Am Tage vor einer Vorstellung gab es einen lärmenden Aufzug in. der. Straßen der Stadt und der Vorstädte, um das Publikum einzuladen. Der Hetzmeister, in eng anliegender Jagd kleidung, mit Hirschfänger und Hetz peitsche, saß zu Pf:r:e. Vor ihm schr.ttcn zwei Trommler, hinter ihm drei bis vier, später nur zwei Hetzknechte, welche die Hetzzettel austheil' ten. In denselben wurde angezeigt: Sine große Haupther", Ein heroischer Thierkampf-. Ein fürchterliche: Thierkampf", Ein herrlicher Thierkämpf", unter einer abwechselnder türkischen Musik ein gewaltiger kostspieliger Häuptthierkampf", unter 1 Tromveten- und Vaukenschall ein

der größten und herrlichsten Thier, kämpfe", Ein schzrfe? und hitzige? ThierZampf'", Ein eroisch-starker Thicrkamof", Eine jefprfe Setzet .Ein: fnrje- Hetze". Ein sehr scharfer Th:erka:nrf Zu Wasscr und zu Landu. s. w. Diese bombastischen Anlünd'aunqen übertraf an Ueöerschwengl'tfeit noch der w.'iiere Inhalt der siefcicii'I. AN Beispiel sei hier ein Theil des Hetzzettels vom 24. Juli 1796 einer der letzten Vorstellungen des Hetzanipziiheaters, das bewnntlich am 1. September desselben Jahres niederbrannte abzezrnckt. Im K. k. privil. H'tz'mvmiheater unter den WeiZa'ärbern wird ScnnZag den 24t:n Juli 1796 die k. k. Thier5)!dpa5tuna unter wohl besetzter türkischer Musik auserlesene ino seijr vnterbaD'ch: Kampfe' aus ibrem groken zablreichen Th'erreich: abhalten lassen unter dem Titel: Der Halbzchs Minotauros in Lab5?in!he, .'der ruhri7.de G:schi5t: und s'xlvn vrnia gräfliches Ende der wunderschönen Prinzessin Arladne. und das daraus ersolate fröhliche Beilager mit Herrn von Back-Us. NR. NR NB. Erstens. Auf dem Kampfplatz steht das leinwandene und hölzerne große Labyrinth Schon dessen Anblick erregt schneekalten Schauer und eiskalten Schrecken. Der Herr von Theseus, von seinen qroßmächtigen Ahnen g,eschickt, den Minotauros. dieses schaudervolle gräßliche Ungeheuer, zu morden, erscheint mit seinem Freunde und seinem Gefolge. Fräulein von Ariadne, wirkliche Tochter des Königs vom Dorfe Kreta, verlieb! sich auf der Stelle in den robusten Ritter, von dessen Fußtritten der Erdboden wackelt. und gibt ihm eii-.e. Strick, nicht, sich damii aufzuhängen, sondern das Lock aus dem Irrgarten zu finden. Die keuscke Jungfrau entfernt sich nach einer Trennungsscene. die sich seben. fühlen, aber nicht beschreiben läßt. Tbeseus beurlaubt sich von seinem freunde, der in Tbränen zerrinnt. Endlich ist der Held Mutterseelig allein, schaut fuchsteufelswild herum, als endlich das Monstrum erscheint; der Held oeht unerschrocken auf ihn los. Während des Kampfes sieh! man Ariadne auf einer Anhöhe, knieend die Hände ringen, bis Minotauros fallt. Der Ritter e'lt vermög des Strickes aus dem Labyrinthe zu seiner auZgestreckten Ariadne, die ihm hungrig um den Hals fällt. In eben dem Augenblick erscheint ein dicker Bar. um ibn anzufallen, und Ariadne stürzt wie ein Sack ?u Boden und legt sich in eine Ohnmacht. Der Sieg gewohnte H:ld ringt mit ihm und bringt ihnunter sich, bindet ihn mit dem Strick, weckt Ariadne und zwingt den Bären vor ihr aufzuwarten undihr die Hand zu küssen, die der Bär auf das z'art

lichste umarmt Auf den Schall einer Trompete erscheint das Gefolge von Theseus Vater mit . einem Ladschreiben. sich standepede zu entfernen. und die Prinzessin sitzen zu lassen. Er steh! da, wie das Mandel beym Sterze, bis er sich groß von ihr losreißt. All ihr Wolfgeheul und Zähnklappern ist umsonst. Man weiset sie unsanft zurück und schlägt ihr die Thür vor der Nase zu. Sie geräth in Wuth, rauft sich die Haare aus und stürzt sich endlich in die Wasserbassin. Der Weingott Bachus erscheint im Wagen,. wo-' rauf ein Weinfaß liegt. Hinter ihm reitet Silenus auf einem Esel, und die Faunen heben die waschelnasse Ariadne in den Wagen, der Bachus ein Glaö reicht und die sich aus Verzweiflung auf's trinken verlegt. Unter Trompeten und Pauken fahren sie fort und nun beginnen die Kämpfe zur Hochzeitsfeier. Der Hetzmeister Nadelmann wird als Theseus alle Herzen ttnreissen, und die aus Kalrau derschriebene Primadonna alles zu Thränen rühren. Der Endzweck dieses lu stigen T'.auerspiels ist Erschütterung des Zwerchfelles nach der Mahlzeit, und so empfiehlt sich die k. k. Pachtung zu ferneren Gnaden." In der Regel enthielt das Proqramm 9 bis 10 Nummern. Vor dem Beginne der Thierkämpfe belustigten Affen und junge Bären das Publikum, was in den Hetzzetteln in mannigfachen Wendungen angekündigt wird, so heißt es in einem derselben: Eine Stunde vor Anfang desselben (i. e. des Thierkampses) sollen die Affengefrieser und die jungen Bären das hochansehnliche Publikum vor langer Weile schützen." Die Thierkämpfe zerfielen in drei Gattungen: 1) Die Hetze eines Ochsen. Baren. Wildschweines, zaweilen auch eines Löwen oder Tigers durch Hunde. 2) Spanische Thierkampse, wobei der Hetzmeister mit der Lanze den Ochsen erlegte. 3) Kämpfe zwischen wilden Thieren (Bären mit Ochsen u. dgl.) Als Type des Hetzprogrammes kann folgender Hetzzettel vom 8. März 1791 gelten, in welchem unter einer abwechselnden türkischen Musik ein sehr scharfer Thierkampf in neun Abthtijungen". angekündigt wird. Erstens: Wird ein hunganscher Ochs gefoppt, mit Hunden gehetzet und alsdann erleget. Zweytens: Wird ein russischer Bar mit Hunden gehetzet. Drittens: Der Favorit deS schonen Geschlechtes in Gestalt eines Luchsen mit Hunden gehetzet. Viertens: Ein Kurländer Bär mit .Hunden gehetzet. Ä Fünftens: - Der beliebte DamHirsch. . Sechstens: Em anderer hunganscher OchS mit Hunden gehetzet. . Siebentens: Ein Wolf mit Hunden forziert. . . ' . ' Achtens: Der. prächtige Auerstier. mit Hunden gehetzet. Neunten: Dem Nauöbaren wird ein Fzschingslrapskn zum Preis über-lassen.- ". ' " ' '

König

Ckristian IX. Ml tS&nemart, schrieb k 3ch habe die wohltbu. ende Wi k.ing von Jotzc-.l Host's m rrtratt an mir selbst lo wohl, al bri den Da' me ii und ßerrfii mkine Hofe m hrsach w h,zunrhmkn die (Selegen. hkit gedabl und, bestätige gerne liefe Wahr n;hmung. taut tfuft vor Näischangt. Sex ichk I tmn &ft'1d)f OH a 1 1 c 1 1 1 M ff r UH l tc ...,. strflQl; auf der ffiasches baft'tftitcuc. (Steuer & Okendelson Co., Stgtnken, ?!. Jork. kvian verlange den Lcheen Johann HosZ'S Mal:trtratt. Dieser Ze!t:l ist '?3am$w:i!? ganz kurz und ohne bombastisckenAuf' puk. Ost preist aber der Vertasser h den lektea abren war dies der bekannte Schriftsteller Rautenstrauch d'e zu erwartenden Genüsse in schwülstigen, mit derb-humoristischen Bildern überladenen Programmen an. So kündigt zum Beispiel der Zettel vom 26. Juli 1794 an: Zu Ehren aller schönen Nannerln ein ausgesuchter. mit den besten Mannigfaltigkeiten verbundener Thierkampf unter wohlbesetzter türkischerMustk" und schwingt sich bei diesem festlichen Anlasse zu folgenden Versen auf: Ochsen. Bären. Hunde. Affen,' Zieh'n sich heut' cn galla an, Und mit orosten Gluren gaffen Sich. die Mode Männer an. Das Publikum fand an diesen rohen, grausamen Schauspielen ganz außerordentlichen Gefallen und strömte denselben in Massen zu, so daß sich die Hetzpachtung einer stattlichen Ein nähme erfreuen konnte. Sie war darauf bedacht, die Neugierde der Vevölkerung fortwährend rege zu erhalten und durch Aufführung besonders glänzender Spektakel" das Publikum zu andauernd zahlreichem Besuche anzulocken. Man reiht: den Thierkämpfen noch die Produktionen mannigfacher Artisten. Feuerwerke, und ahnliche Schaustellungen an. Am 11. September 1792 produzirten sich die Gebrüder Melber aus Frankfurt am Main mit, ihren alle Erwartung übersteigenden merkwürdigen phystka lifchen Experimenten", durch , welche dem Publikum die schützende Wirkung des Blitzableiters gezeigt , werden sollte, ein Schauspiel, dergleichen in seiner Art sowohl Kunst, Pracht und äußerst groben Wirkuna der Elektrni, tät gewiß noch niemals ist gesehen worden und vielleicht auch nicht mehr wird gesehen werden.- Zum Schlüsse ei w;. cn je c i , c v mal cic Paqiuriq oie lro,tenoe Zllersicherung. daß Niemand keinen Schaden zu fürchten . habe." Die Glanznummer des Abends sollte die T'odtuna eines Ochsen durch Elektrizität bilden. Da. aber das Experiment nicht gelang, so entschuldigt sich die Hetz leitung in einem Plakate vom 12. September, indem sie dem eingefalle nen Regen die Schuld an dem Mik lingen beimißt. ' Der Ochs so heißt es da habe zwar einen Schlag erhalten, allein das Feuer war noch lange nicht hinlänglich, ihn zu todten.Der Versuch werd: daher wiederholt werden, und wenn es nicht abermals reane, könne das Publikum überzeugt sein, daß der Ochs im Augenblick toot zur Erde gestreckt werden wird. Unter Stadlmanns Direktion fand das Hetzamphitheater und damit auch diese Gattung' von Volksbelustigungen ein zähes Ende. Am 1. Sevtember deö Jahres 1796 brach in dem aus olz erbauten Amphitheater plöklich Feuer au. das so rasch um sich griff. daß an eme Rettung des Gebäudes und der darin üntergebrzchten Thiere ntit zu denken war. Um einem etwaigen Ausbrechen der wilden Thiere vorzubeugen, wurde wahrend des Brandes eine Abtheilung Soldaten in cn"fc..v. . . . ozi naqe oes Zwingers, poillri, wetaze mit geladenen Gewehren bereit stan den. um die Bestien nöthiaenfallZ nie derzufchießen. Aber bis auf einen Auerochsen, der mit seinen Hörnern die Thüre des Zwingers aus den Angeln boo und bet einem benachbartenFlerschHauer untergebracht wurde, und einem Fuchsletn. das mit' an?rkennenswer ther Schlauheit sich ' unter . der Erde vergrub, um hier das Ende des Bran des abzuwarten" und' dann ' zu entschlüpsen, kamen sämmtliche Thiere darunter zwei Löwen, ' ein Leopard. ein Panther, ein Dromedar, 25 Baren in den Flammen um's Leben. Glücklicherweise war der Brand erst gegen v Ukzr Abends also nach Be endiqung des SchausvielS ausge brachen, so daß kein Verlust an Men schenleben zu öeklazen, war. ' Durch den Brand deS SektbeaterZ waren die Wiener einer Unterhaltung beraubt worden, für welche sich glücklicherweise in Wien keine, neue. HeimÜatte mehr erhob.' . Kaiser Franz verfügte am 23. September 1796, daß die Wiedererrichtung oder Erbauung eines Hetzamphitheaters weder an dem nämlichen noch sonst an einem anderen Platze mehr statthaben, sondern .die sem so greulich und die Nation entehrenden Schauspiele in dieser Hauptstadt auf immer ein Ende gemacht werden soll." S ! ch e r e R e ch n u n g. Äusent:, Also gegen Kassa kostet der Anzug? Schneider: Fünfzig Mark! Itudent: Und bei Ratenzahlung?' Schneider: Hundert Mark Sie nüssen aber in diesem'Fall die Hälfte anzahlen! evlang: Mehrere ertvaneniiwSrtse $om n oöerterrfn.rnnffi' et alt. fjrr fjW6.a,k8 3"Mna inriif. oPr tlH mb eifefft n. ?,7ge tn?. h fflefrunje-jmb se.bS'dr"flttk. frnftrel T0i rt cl. The Domiaioa S Omaha rnU, ctng, ÖUf flü, Sii.

f ' t

J$i&i

A0J

V2sU7t

f tJ

S5i'W'

m

utt Guttlttnt

sind von grober Bedeutung bei Vaaren und eö ist der Ton in diesen Spalten neben den niedrigen Pr.i. Kinilt ri. : s .i . w

it... tu i5 iiuj ri,,rlven ooriyeiiyasr von anderen Anzeigen

im Kauf epit Rlciderstoffctt. Uis,r Kauf,r kam gestern ,u,ück unk 't ldm kamen e'lnige in bisten Klei 'ers!lss.Barsain5, d,e wir je sad.n. umnkl tn N,, , ms tfi..; m.; u. ...... ... , um MiJC Zug auf Äuösehen. 24 Stück ter ersten Partie, besteien Z'ö zweifarbigen Cheviot?, grün unt e ld, scdkra'z u d rold, braun und tan. vlau und schwarz, auch Mohair Fan. cies, gotd- und sealbraun, roth und schwarz, grau und schwarz, ?c. ; nicht eine Aard die nicht 75c oder 85c werth lft; unser Preib öve. Ungefähr 40 Kleiderlängen, ein Anzug von jeter Färbung, Mohair und Silk Fancieö, gehen zu 75c lie Sard. 2m regulären Wege wäre der PreiS U und 1 25. 20 Anzüge, exklusive DesfinS in Mohair und Boucle ganciek, bloß ein Snzug von jeder Farbe, gehen zu 11.50. Zacken und Umwürfe. Niemals waren wir so gut ausge stattet, wie jetzt. Wir verkaufen so viel, weil die Waaren vorzüglich und die Preise niedrig sind. Fünf verschiedene Sorten Zacken, ganz- modern, wollige und glatte Stoffe, weite Aermel, Bor Front rc . so sind unsere $7.50 Zacken, keine da von wäre anderswo für weniger als $10 zu haben. Die Preise gehen von 57.50 aufwärtö b, zu den alle: feinsten. Dad Neueste ist ein Velour-Zack.t mit Brx Aront und sehr weiten Aermeln, Perl, mutterknöpsen, braun, in Preisen v n 22bi$35. Velour Zaxes. Zede Sorte und Qualität ist hier.

mm

Änzüge für Arbeiter. Sie sind gut und taaerhaft und wir kauften sie billig. Gute Anzüge für $8, $10 u. 812 I Ein guter Sonntaas-Anzua

, n Frack- und Sack-Schnitk, sind nirgends für 20 Proz. I ist unser schwarzer

mehr zu haben. iw U

Ganz wollene KerseyS zu nur 910, da Billigste, was je osserirt wurde H,rren-Neberrvc5e? zu 00 biö S3J. . . . . KerflyS, Meltonö, Chinchilla, alle Farben, hübick gemacht zu rnnr$13. Erlra Kerseys und MontagnacS, die nirgend? unter 25 zu haben sind zu nur $20.

Chinchilla Reefers

für

Wunderbar billig ! Unsere Astrachan ReeferS für Knaben Alter 4 bis 3. Kinder Reefer Anzüge zu nur 92 und aufwärts. Knaben - Anzüge mit langen Hosen. Vlter 14bis 13. Eine große Anzahl solcher Anzüge, die wir noch vom Mannfeld Lager haben, gehen erstaunlich billig ab.

Unser Lager in Hüten IFZL 5 nd Verlangt. .Refvektable deutsche Männer zur Uebernahme der Agentur für in jedem Hause leicht verkäufliche Artikel. Er fahrung nicht nothwendig, einfache Arbeit und gute Bezahlung garantirt. Jeder, der sich ein rentable Geschäft zu gründen wünscht, oder sich einen auten Nebenverdienst verschaffen will, schreibe sofort für Cirkulare und kostenfreie Proben an G. I. Qckoop U Qv 9so. 235 State Straße. Racine. W!3. G W Deutsche Feuerversicherung ! P. Pfisterer, Agent der Germania geuer.Berficherungt). Gesellschaft, No !02 yit Washington Str., schreibt jeuer. Policen aus Häuser und Möbel zu den billigsten Raten. , P Meerschaumpfeifen, lange deutsche Pseifen, Cigarrenspißen bei Wm. Mucho, 1öS Ost Washington Str.

W

ioirfte,

(Ltnblirt 1853.) und Aussehen lr ernänkn nur zwei, um zu zeige. wie b llkg wir ve kaufen kö mr. Ein 20 3jÜ lie er volle Weite, mi, 1! r'en des tzleb Eape, werth $10, zu nur $12. Ein prachtvoll, Velour Cape mit !t,idet delkvk. ebenfalls $12. Ein 27 Zill ti.f g Velour Cope mi, fancy guller, werth $ZZ, nur $1Z ver große Putzwaarenverkauf. Die Damen sind erstaunt über die Menge schöner Waaren, die sie vorsinden. Gute Filz Matrosenhüte, sehr mo. dern, die stet $1 25 kosteten, jetzt 25c Elegante Auögebhüte in braun, schwarz und blau, werth $1.25 biö $1 75, zu nur 50c Feine Straßenhüte, die $1 75 bis $2 75 kosteten, gehen zu 75e Gcvuhte Hüte gehen zu zwei Drittel des regulären Preise. Besondere Werthe zu $1.98 $2.7o. $3.75 u. $5 Tom O'Shantie zu 10c Spitzen, Stickereien u. veilings. Mittelgang. Eine Partie Linnen- und Cotton Cpihen. 8c Cpihen zu 3c die Jard. 5c Spitzen zu 1c die Jard. Allerhand Cambric Eoging, weiß und farbig, kosteten 8e und 12$c, gehen zu 5c die Jard. Eine Partie beschmutzter Schürzen zum Kalben Preise. Alle modernen Veiling sehr billig. Neue Veilings. 14 Zoll breit und ohne Fehler, 18c Waare zu 10e die Jd Die 13 Zoll breiten, 30 und 35c wertb, zu 25c die Fard.

DRY GOODS

gendö unter $12 e b e r r ocke Knaben.

und Kappen für Männer, Knaben und Kinder ist jetzt complet für den Winter.

W, I. HH&l

7 Mcst MastTington Straszo.

Besuchen Sie unseren Pernfoofo Arcade Laden, Washington Str. Mneang. Eine große Collection von Schnittblumen n. Palmen ist zum Verkauf ausgestellt. crtermann Bros. ?L.0IU3TEIf. doivard's Dampf Teppich- . Neinigungswerke, Ecke St. Clair Straße und anal. Teppiche gereinigt, renovirt, wieder gelegt und gepaßt, und alle Arten von Reparaturen. Telephon 616.

UlT(Do

auk;e,chnen. Strümpfe und Unterkleider. Ougang. 2880 Paar ganz wollene Damennrümpf,. gerippt uud glatt mit elakiid?en E.den. pesple'ßlen IVetino Ferlen uno Z hen. '.c Einfache baumlroll.ne Strümpfe für K'nkcr, crmkkoks ch-rarz, volle reguläre ti:e$f. genödnl Prets 25c, um sorlzuschffcn 10c toö Paar. Gerippte 3etfey Leibchen für Da men, schwer, regulärer Preis 25c, gehen zu 15c Schwere Union Suitö, volle Größe, AtlaSband am Hals, gewöhnlicher PreiS 50c, zu 29c Basement. Eine Partie dekorirter CrackerSchüsseln, werth 50. 60 und 75e, zu 35e Dekornte porzell. Beeren- und Pudding . Services - Platte und 12 Tassen $l 25. regul. Preiö $2 Silbernes Theeservice, 4 Stück, wer.h $9, zu $6 Eiserne Pianolampen, complet mit Seidenschirm, regul. Preis $16, nur $10 . Dekorirte Dinner-Teller. Schüsseln, Theekannen etc mit Goldrändern, Auswahl zu 10c ras Stück. Gemalte Abfallkübel 19c 50 Fuß Waschleine 5c Gute Kaffeemüdle 25c 25 le cht bkschäsigte Waschkessel zum halben Preis. Waschwringer mit Gummiwalzen $148 Kehrbesen 15c Waschk.ssel. werth $1 25. zu 5?c Kanarienvögel, lie besten Sänger, $148 Blumenzwiebeln für den Herbst. COMPANY. v J KJ $l0 Clav Worsted Aozua. der mr. zu haben ist. I C3'

. Ein bcsondcrrr Bargain zu 92. 3ede Mutter ist davon ertckt. Zür Knaben Alter 2 bis 8. Andere Chinchilla Reefers für Alter 3 biö U zu 32. ÖO SS und SS.

S2.W9

Qeorge Hermann h &ft&4& tr2f ' zfr2&LJ seicheybeßMeV, Office : 26 Süd Delawarestk. UIU: 120, 122, 124, 126, 128 Oft Pearlßr Telephon II. Offen Tag und Nacht. $n.-&S5 ' für imp:rtirte Cananen-Vögel. Fern'? Papageien. S -ott. und all? anderen Sorten Vögel, t qn uia. KlobeS, Gol!)sische, KSsize, p:öparirtes Futter, Sasmm zc. ' '' C. r1. ISloppcr, . 133 Massachusetts yve.

St

CÄv

&iZ?