Indiana Tribüne, Volume 19, Number 60, Indianapolis, Marion County, 17 November 1895 — Page 10
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Tsö Nochuöftst in Vingen.
Von Conrad NieS. On the Tino clad bills of Biogcn, Fair Bingen on tba Rhine . ..... (Norton.) 65 war im Jahre 1814, als Goethe in Gemein laait mit einiaen Zrreunden aus Wiesbaden einen Äusflug in den Ziheingau machte und m Bmer! aus dem Rockusseft der (iinm-lyung der da mals neuberaesteliten NoQuskapelle bei' wohnte. Wir finden eine eingehende ckuderuna dieieZ mm n einen Verken. Eurova stand damals am Ausgang einer schweren, ereignivvollen Jett, von blutiger ttrlegsweden und düsterer Zerrüttung. Tie Schlacht bei Leipzig war vorüber. Napolecn saß auf Elba.' Wie in anz Teutschland, fing man auch am Nhein langsam wieder an. einer besseren Zeit zu hoffen. Des bald auck war die kmwelduna der lle ren Kirche, eben auf dem Nochu-lerg bei Linaen. damals für die Nheinaau. bewohner ein doppeltes Freuden und FriedenSfest, daS lange Getrenntes wie der vereinigte. Niedergestürztes auf. richtete und Vermoßtem wieder neuen Glanz verlieh. Seitdem und 81 abre vergangen. Ereignisse der mannichfachsten Art, Jahre erneuter Zerrüttung und Jahre ruhigen Gedeihens, donnernden Kriegs aedröbnö und friedvoller Zolae bat man von seiner grünen Höhe an den Ufern des Rhemes voruberraujcyen seyen, ey' die Kavelle vor einiaen wahren in einer dunllen Gcwitternacht von einem zer kl? v cTi:4.ris. f .i.cr. siorenoen -cuniuyi ycuunui wuiuc. Eine Sammluna in der katholischen Welt hat bald die Mittel zu einem Neu bau geschahen. Eine prachtige, ge räumiae aotbische Kirche ist an Stelle der alten, bescheidenen Wald'apelle ent standen und vor urzem, am Tage des heiligen Rochus, ,n Anwesenheu von sieben Biscböfen und einem Kardinal eingeweiht worden. Acht Tage, vom 17. bis zum 25. Augujr, dauerten rne EinweibunaSttierlichleiten. Das eiaent liche RochuZfest, daS im Großen und Ganzen auch heute noch auiahrllch am 16. August oder dem darauffolgenden Sonntaae in derselben Weise aefeiert wird, wie es uns Goethe schildert, fiel diesmal auf Sonntag, den 13. August. Tcr tturnil wollte, dak icü mlcy mit einem meiner Freundet dem Vortheil hast bekannten oeutscy'amerttanlZchen Nreten Mar öemvel auS St. Louis. der mit anderen Bekannten zu dem großen Ersutter chiaraftensest nach Deutschland aekommen war. iut 5Zeit in nächster Rübe von Bingen aufhielt. ES waren festlich bewegte Tage im Rbeinaau. Auf dem einen Ufer rüstete daS patriotische Beteranenthum zur sunsundzwanzlgtten edeniseier der großen Siege, die Teutschlands glor reiche Erhebung und Einigung herbei führten; auf dem anderen Ufer suchte die- katholische Gelstlichkeit der skevtiscbcn Welt durch Uebernahme einer prunkvollen Kapelle und der damit der knüpften glanzvollen Vorführung Mit telatterlicher Hciligenverehrung einen augenfälligen BemeiZ ihrer von fort schrtttlicher Erlenntnlö angezweiselten alten Lebens und lungssahiglelt zu geben. In die Trompetenttänge und Sie geSfanfaren, wie sie den Gedenktagen der Schichten von Gravelotte und Marslatbur von vaterlandstreuen Kriecerveremen am Natlonaldenlmal aus dem Niederwald anaestimmt wur den. mischten sich fromme Bittgesänge und das Glockengeläute der latyollZcyen Kirchen, daS die Schaaren wunder aläublaer WaUsaorer Zlu Beicbt und Ablaß nach der Kapelle des heiligen Rochus nes. Pattlottsmus und Ha tbolicismuS. weitstrebende nationale Begeisterung und engbegrenzter kirch, llcher Heiilgengiaude selerten gielcyzei tig in einem der schönsten Gaue Teutlch lands frohe Siegestage. . Beide lockten uns: die patriotische geler durch lyre hohe, geschichtliche Bedeutung und die rin.ierunaen an eine aroße Zeit, die wir als Kinder miterlebend durften; daS kirchliche est durch das malerische Kevränae. daS eS entfaltete, und den legendenhaften Reiz, der eS umgab und der auch bei dem durchaus Welt ichen und skeptischen Beurtheiler ein gewisses objectives Interesse hervor rufen wird, ähnlich dem Interesse, wie wir cS ieim Anblick alter naiver Sei ligenbilder in den Museen oder seltsam vericknorke ter initialen m den W gamentbänden der KlosterDibliotheken empfinden. Außerdem aber tat Goetke dem Ro chuSfest in Bingen durch feine bereits erwähnte Schilderung sozusagen einen klassischen Nimbus verliehen. AuS die sein Grund schon dürfte eS wohl man chen der verehrten Leser interessiren. über die diesjährige Feier etwas Aüye reS zu erfahren. Wie wundersckön Blnaen. eme uelne besnicke Stadt von unaefabr 7000 Einwohnern, gelegen ist, wissen wohl die meisten aus eigener Anschauung oder aus Scbilderunaen dieses seit der Errichtung des Nati'onaldenkmalS oft genannten und Jletvejucdter yerrucyen ErdkleckenS. Selbst den Enaländern und Amerikanern, von denen die mei sten von deutschen Städten nur einige der größten zu nennen wissen, ist der Name Linaen. durch das bekannte Ee dicht von MrS. Norton, das von einem aus Binaen stammenden und lm ser nen Alaier -On the red sand of the battle-field sterbenden Soldaten der Fremdenlegion erzäblt. von Kindheit an schon vertraut, wie unö der Name Belgrad durch das in alten Lesebüchern zu findende Pfessel'sche Gedicht von der TabakSpseise schon von sruyester I gend an vertraut ist. Wir waren am Samstaa. Nachmit tag rheinüber nach RüdeLheim und von da mit der Bahn an E-cyiov JoyannlS bera vorbei nach Winkel gefahren. Allerlei romantische Reminiscenzen auS einer illustons und flammen-.reichen Studiemeit hatte meinen Freund .M
zur geheimen Jnspelnon nacr, dlezem
Orte getrieben, der auS einer Linzigen endlos langen Straße und zwei Neihen altmodischer, langweiliger Häuser be stehk. Wir suchten dli verwehten Spu ren einer im Dkcere deS Lebens unrer getauchten Lorele? (oder war eS ein Gretchen?) und anen dabei im Garten des Rheingauenhvfes- Kalbsbraten und Salat. Tas Landhaus d:r Bren tano's, in welchem einst die wilde Bet? , W 1 . V AA cri . Iina. oas ttino , lyre rlkie an Goethe aeschrleben und ihr Bruder, der vkantastiscke .f)vverromantiker Klemens ! Brentano seme ersten Verse geschmiedet hat. steht noch im Winkel. ES ist ein altes, sehr großes, zweistöckiges Erbände mit vielen großen Fenstern und einer steifen LandhausphysiognomZ.die wenig Romantisches an sich trögt. Hier in W. liegt auch die unglücklichf ickterln EaroUne von Gunderode. die aus unerwiderter Liebe Selbstmord be ging, begraben. ES war jedoch so vie Lebendiges um uns. dan wir zu nein Besuch bei der Todten keine Zeit fan. den. Denn wenn auch die Hauser vl'N Winkel altmodisch und lanweilig sind. so sind d'.eS doch nicht ihre jugendliche? Bewohnerinnen, wte sie in Um Rad men dr Fenster stchtbar werden. Je denfalls hielt ich eS für meine Pflicht, meinem rheingauunkundigen Freunde die Warnung in'S Gedächtniß zurückzu rufen, die Karl Slmrock an alle Rhem fahre? ergehen länt. Wer sich schon einmal die Flügel an dem blauen Feuer rheinischer Mädchcnaugen verbrannt hat, der soll den Simrock'schen Rath ja beherzigen, eh' ihn auf'sNeue Ent zücken fasset und GrauS" Singt Mar Hempel doch selber im Anschluß an Winkeler Reminiscenzen: . . . .Ich weiß es ja. Du hast das Glück erfaßt. DaS eines Anderen Liebe Dir be fcheerte; Der Jugendliebe Bild ist sacht der blaßt. Ich selber raste jetzt am eig'nen Herde. . . . .Und doch, das Menschenherz ist em Vulkan. Draus plötzlich oft nach langer Jahre Reigen Bricht wie ein Lavastrom der alte Wahn. DrauS alter Liebe gl)h'nde Schlacken steigen " Möge er mir hochherzig meine bösen Jndiscretionen verzeihen und mir die leiben nicht etwa mit gleicher Musze heimzahlen! ES war schon dunkel alS wir wie der in Rüde-heim ankamen.. Am Bahnhof herrschte ein festliches Ge dränge, und nicht ohne Mühe bahnten wir uns einen Weg nach dem kleinen Dampfboot, das den Verkehr zwischen RÜdesheim und Bingen vermittelt. TaS Progrülnm deS RochuSfesteS hatte bereits feinen Anfang genommen. Bon allen Kirchthürmen, nah' und fern, begannen die Glocken zu läuten. Böllerschüsse krachten. Auf den Höhen beider Ufer flammten Freudensruer. Dunkelroth angeglüht hob sich die Ruine der Burg EhrenfelZ aus halber Bcrgeshoh empor. RhemaufwärtS schimmerten unzählige Lichter und Lam pions, mit welchen die Hotels und Vil len von RüdeSheim umsäumt waren. Jenseits am Ufer leuchtete Bingen im magischen Glanz einer märchenhaften JUummation auf, deren Wiederschein die dunkle Fluth des Rhemes mit fllm mernden Llcktperlen durchwob. Schlne mit farbigen Lampen fuhren hin und her, um die Schauer zum ' besseren Ueberdllck auf die Mitte deS Stromes zu tragen. Wir kamen gerade am Ufer an, als eines der Tampfboote die Bl schöse und hohen Geistlichen zu emer programmmüßigen Luftfahrt ausnahm. Still und prunklos waren die Kirchen fürsten in einigen schmucklosen Equi pagen durch das Gedräng der Straßen am Landungsplatz angefahren gekom men, und in dem nebelhaften Dümmer schein der bunten Ampeln, von welchen daS Deck des bekränzten Fahrzeuges be leuchtet wurde, verschwunden. Wie anders war doch wohl noch vor hundert Jahren und früher eine solche Lustfahrt der damals von einem groß artigen Gefolge und allem Pomv eines r rt-fir zl r i. k lursurzinqenvoiycmz umgeoenen rizel Nischen Erzblschösel Still und prunklos. fast unbeachiet, g!ntet daS Boot in das Dunkel deS offenen NhnmS hinaus. Nur die Lrchtersterne ier farbigen Lampen fun k:lt:n über öen Häuptern der schwär MM ff tfll I I zm Würdenträger, wie. zer punerle Edelstew cruS einer versunkenen Krone.' 2itit hebt du Musikkapelle aufDuk an. Und wie de? Gruk auS einer entschwin denden W:lt klingen die frommen Wei sen eines alten ChoralS über d dunkle Fluth .... Früh am folgenden Moraen zogen die Wallfahrer, welche sich auS allen Therlen des RhnnaaueS um) den an arenzendtn Bezirken eingefunden hat ten, mlt n BlschofeÄ.und.Gnstllchen rn fexrllcher Prozession von. der Psarr rlnye m gen naq oer yusiapeue hinuf. In den Thor und ?5snsterbs .r . ' rn ' jr"c. . V . gnt 'der Häuser an den Straß durch welche sich' der Zug bewegte, waren Gruppen von Blumen,' HkillgeirsUdern und ortKiMiiden Wachskerzen aufge stellt. Ueberall herrschte daZ Bild des heiligen Rochus vor. Goethe gibt uns die aus ührliche Geschichte dieses Mär tyrerS, der als Sohn eimS franz'ösi schen EdelnianneS in Montpellier aebo rm wurde, sein Vermögen unter die Armen verthöilte, ach Italien zog, um tert Pestkranke zu heilen, später aber selber ' krank " und' hinfällig ach seiner Vaterstadt zurückkehrte und dort , im Kerker etneS wunidersamen Märtyrer iode5 starb. Obschon Schutzheilige? der Pestkranken, als welchen man ihm auch nach der Pest im Jahre 1666 hier die Kapelle stiftete, ist St. Rochus doch c'rne äußerst sympathische . Männererschei nunz, und die schlanke Gestalt in dem dunklen malerischen, Pilgerkleide mit ÄAck.rMten JMe und ' dn
rnaimna) io?onen, offenen, vcnv einem dunkelblonden Vollbart abg:sch!ossen?n An,ttth. wie wir sie auf &i Vildern un'd Stztuen sehen, hat, trotz der gerad: nicht sehr ästhztischen Pose, die der Heilige einnimmt, wd?m er die Kutte üb:r d:m rechten Bein hoch emporgezog:n hat und auf ein: Pestbeule auf dem entblößen Ob:rlch:nkel zeigt, WH gar n'chts von dem 'hageren,. verquäl!in.
ask:tchrn Au5sey:n d:r meisten H:ili Tannhäuser, eh' er in d:n Hörselberq r sl:eg. Wir hatten uns einn W:g genomm:n, d?r uns mit unsren Frauen, die heute auch mit b:i d:r Partie wzren. auf der erst kürzlich nu h:rzerichl:ten k-ihrstrzhe nach dem !rochuöb:rg hinaufbrach.. Auf dem freien Platze neben der Ka pelle herrscht: em lärinöndes Jahr marlttr-Ä:. Lanze Reih? von Ver kaussöuden und Wlrihschzftszelten waren aufgeschlazen. Auch heute noch werden hier, wie zur Zeit, als Goethe das ejt dejuchte, Bratwürste auf grü n Nebenblättern servirt. Die brau nen Weinkrüae mit dem hellen NamsnSzug des Heiligen, von 'denen Goehe spricht, mukten jedoch modernen Trinkgläsern weichen. Das schöne Wetter hatte eine sehr große Zahl von Fremden aller Eonfessionen herbeigelockt, und die Kapelle selbst, in der ein Zierliches Pontificalamt von dem Wischof von Eichstedt gehalten wurde, war derart überfüllt, daß Niemand mehr eincs:lassen werden konnte. Mit vieler Müh: eroberten wir uns einen Platz zwischen der andächtigen Menge, die r i iw "rf.fcti t ?K9 aus oer rrazie uno oem oaranuo ßmden, waldwärts abfallenden Ab.han.qe vor derKapelle versammelt hatte. Breite Freitreppen führen hier, von terrassen'Zrtiaen Absätzen unterbrochen. zu einem Altar empor, der von einem chorartigen, von schlanken Säulen getrazenen. gothischen Unterbau an der Außenseite' der Kapelle errichtet ist. Hier waren der Kavdinal von Köln. die Brschöfe von Mainz. Trier. Fulda. Eichstedt. Limburg. der Weihörschof ynn Köln, sowie erm? Anzahl aniderer hoy-en Vffiimsm zur Messe versam mett, die von dem Bischof von Limbürg, wi prunkvollem Ornate, celebrirt wurde. Es war ein präcktiaes. färben reiches, malerisches B'rld, in welchem sich noch einmal ein Stück Mittelalte? zu v:?körpern schien. Mächtig? Tep i.: jsi. v. ... . ;v ff.ii. v... ' , yu?:, ore zu crycst vriicn via aUten baue aufgehängt waren, hielten die brennmden Sonnenstrahlen ab. Trondem lag eine Fluth von gedämpftem Licht aus dem blumengeschmuckten Altar, den Heiligenbildern,' den Kirchensahnen, den Meßgeräthen und den schweren, schimmernden! Prachtqewä'ndern der kirchlichen Würdenträger. Jnful. Hirtenstab und Bischofskreuz e . tL . . ! r r. . ;.n. m-r r uni:iicn zwiily? momiKTi Vl.sa)0sS Mänteln und dem purpurrothen Kleide 'des Kardinals. Aus der nach dem Außenchor Altar zu durchbrochenen Gallerie der Kapelle kam Orgelklang. Weihrauch stieg empor und mischte sich mit dem Dufte frischer Blumen. Fei erlich erklangen die lateinischen Gesänge des Kirchenchors. Assistirende Priester bewegten sich hin und her. Alles war Klang und Duft und Glanz und Farbe! Und unter dem wolkenlzsen Blau des weithin über Kapelle. Festplatz und Berge ausgespannten Him mels stand und kniete Kopf an Kopf gedrängt die lauschsrnde Menge auf dem sonnigen Plateau der waldumrauschten Höhe, von der man einen weiten, wunderbaren Fernblick über Strom und Thal hat. Auf dem Ruckwege nach dem Hotel Rochusberg, einem in kurzer Entfernunz von- der Kapelle gelegenen Etablissement. von dessen Terrassen aus sich eine herrliche Aussicht auf denRhein und daS jenseitige Ufer mit Nüd:Zhe:m ursh htm 9!Srm.t.T.H nffnt fvnnn t " " II I I ten wir dem auch drüben in deutschamerikanischen Kreisen 'bekannten Fabrlkanten Karl Graff, dem Grafen von Bman. in dessen Gesellschaft sich die Herren Weinhändler Hermann Weber und Tabaks fabrikant Salomon aus New Fork nebst deren Töchtern öefanden. Lerder konnten wir 'der Em ladung dieser unter der schneidigen Führerschaft deS unermüdlich brändelöschenden VranddkrertorS der Frerwllligen Vinger Feuerwehr stehenden Ge sellschast, mrt aus den Kreuznache? Markt zu gehen, nicht Folge leisten, 'da wir bereits eine andere Nummer auf unserem Programm stehen hatten. Nach kurzer Rast auf der Terrasse deS HoteU, wobei wir mit Vergnügen des gelungenen VankeitZ gedachten, das w vor drei Jahren hier mit dem da malZ auf seiner Deutschlandfahrt in Bingen sich aufhaltenden jftton" aus New Vor! mitgemacht 'hatten, brachte uns unser Wagen wieder aus 'der von Triumphbogen überspannten und mit heiteren Festtheilnehmern übersäetm Landstraße nach B'rngen hinunter. Am Nachmittag fuhren wir dann mit der Zahnradbahn auf den Niederwald, um unS daS Nationaldenkmal anzusehen. - ES ist eine eigene .weihevolle Stimmung, die einen stets auf' Neue auf diesem herrlichen, gottgesegneten ffleck chen Erde vor dem hohen, erzenen Bilde der Germania überkommt. Vor unserem Geiste entrollen sich uoch einmal die großen Sieaeöthaten deS deutschen HeereS, deren Kunde zur Zeit gleich zündenden Funken in unser empsangll che? K.:abtngemüth sielen und die Flamme heiligsr Begeisterung und lau terer Vaterlandsliebe in unö auflohen lrenen. Einige Wort: yuS elner Rede, die Richard Katzenmqyer a;S Vertreter des N. ZZ.'Arion" vor drei Jahren an die se? Stelle'gehalten hat, gehen mir wie der durch den Sinn: ' , i 7- treue .Söhne VMgIieM
oen an st. Man muß ihn ordentlich !i:b gwiniiien. diesen schonen, Zungen, 5itt?rlZchen Märtyttr. d:r ausil:bt wie
gedenken wir an dieser geweihten Stelle der glorreichen Resultate und Einwirkungen der. deutschen Waffensiege; durch sie wurde, das Ansehen, die politische und sociale Stellung der in der neuen Welt domicilirten Stammesbrüder bedeutend erhöht und gefördert " Ein Boot voll . singender Soldaten kommt tr:funt:n rheinüber gefahren. Auch aus dem Walde über uns schallt Gesang: Fest steht und treu die Wacht am Rhein!" jubelt es weit hinaus in den sonnigen Tag. Und lächelnd greise ich noch einmal zu d:m Programm zu wn Festlichkeiten der Einweihung der St. Rochus Kapelle" und lese lächelnd tf: selige druckt: Schlußbemerkung:
Alle, welch: Sonntag, den 13.. oder an einem der sieben folgenden Tage die Rochuskapelle besuchen, dort communi ciren und nach der Meinung des heil. Vaters beten, gewinnen ernen vollkom menen Ablaß." Mög: der Himmel auch uns armen Sündern, die wir h:u!e nicht zum Eommun'iciren und Beten kamen und deshalb auf diesen vollkommenen Ablaß" verzichten müssen, gnädig sein! Der Landrath. Won Fritz Engel.War iraendmal ein Landrath in ir aend einer Stadt, die schöne Seesalzbäder und auch ein Strandschwß 'hat. Der tvar ein braver Kämpe in seinem hohen Amt, für alle heil'gen Guter der Nation entflammt. ' Zumal die Socialisten nahm scharf er auf sein Korn, im Herzen ihm ein Stachel, im Auge ihm ein Dorn. Als sie im Strandschlon einstens versammelt zum Con gre, erschien ihm dies Ereigniß als etwas Schreckliches: Nie, schwor er, nie betret' ich fortan das Schloß am Strand, weil gegen Ueberzeugung und gegen Adelsstand. Weit ist mein Psad für immer vom Strandschlo abge trennt, und bät' mich selbst der neue Herr Superintendent, und ständen auf der Karte auch Austern selbst und Mumm wo Socialisten waren, thut stch kem Landrath um. So stand es in den Blättern. Und freudig weit und breit berühmte man des Sandraths GesinnungsUichtigkeit. Er aber ging noch weiter und opferte sich hin tn treuem Pflichtgefühle und unentwegtem Sinn. Allhier sei aufgezvichnet dies Bild der Eonseauenz. daß es den späten Enkeln als Musterk?fh!.f Iftm' "if" juiig . Er saß beim ersten frühstück, wie wir das Alle thun, doch eh' er anfing, ließ ihn. fein Mißtrau' nimmer ruh'n: SprichFriedrich. ist der Backer ein Mann der Ordnung? Sprich! Zeigt er bei unsern Wahlen als 'eine stutze .sich? Ich glaube wohl," sagt Friedrich, er ist ein frommer Christ. doch leider ist sein Wetter geschwor'ner n vr. u luil,l. sul, rusi oer err: dann hab' ich mit ihm nichts mehr gemein. Wirf auf den Müll die Kipfel, die Kuchen hinterdrein. Zlor backt der Uebelthäter die Schrippe? cornrne il saut doch hungern mutz ich. hungern! Die Sache will es so'." Es schellt. Der Schneider liefert den Wintermantel ab, den ihm deLll!?draths Gnade jüngst in Bestellung gab. Der Qandrath will heut' fahren zum nächsten Herrenlsck, dort wok-.nt Eleonore von Zitzelprltzelwitz.- Kann er ihr imponiren mit diesemKleidungSstück, sagt sie gewiß: O thei:': m!t mir mein Geld und Glück." Der Schneider schnürt voll Eifer den Kleiverpacken auf, da liegt auf Landraths Mantel noch etwaZ obenauf. Für wen ist diese Weste?" fragt er so r.c benbei. Für Knautschte.- Was? für Knautschte, den Obmann der Partei, die alles Höh' und Edle z?u?vsätzlich schleift in Schmutz!? C: schneidern auch für diesen? O schnöder Eigennutz! Richt bin ich mehr ihr Kunde. Fort mit dem Paletot! Fort mit dem Wunsch lach Liebe! Die Sache will eZ so." Und weiter sprach er seufzend: Wie ist zerquält mein. Herz! Ich will zur Nerdenstärkung erfreu'n mich' des Eon rts. Was wird man heute spielen? Da liegt ja das Programm. . . . Der Landrath las. Dann fiel er mit einem Schrei .zusamm':. Wie? Was? Die Meistersinger? So wird auch schon die Kunst vom internationalen Gesindel mir verhunzt! - Wo Meister ist und Singer, da werde ich nicht froh ich muß darauf verzichten! Die Sache pill es so." ' Der Tag verblaßt. m Fenster hockt bleich und malkontent der Herr deS Kreises, stierend .'an's weite Fir-mament.-Das flammt im Abendscheine jetzt auf in rother Muth, roth wie die. wilde Fahne der Demagogenbrüt. ' Er wimmert: Da kann helfen nicht mehr di: Polizei. O Himmel, selbst der Himmel nimmt für die Partei Partei! Mi? ist daS Sein zuwider mit all dem Ach und Oh ich mache ein schnelles Ende! Die Sache will es sc" E? wankt zum Spind. Ein Fläschchen von ganz besonderer Art holt er herfür und murmelt in den gesteiften Bart: Du sollst 'dem Edlen Helfen, den so viel ummer trifft. . . . Da war sein Allerletztes. Er trank. ein GlaZ voll Sekt. . MeersHsumPseifen, lange deutsche Pfeifen, Cigarrenspitzen :c., bei Wm. Mucbo. 199 m Washington Str. cnetiano t: vkedrere t,?rtraeSrdic J Damen oder Herren, für ein atteZ be, kannte Hau in Indiana zu reisen. Galär 7S0 und Reisekosten. VeiUnMae Etellaug. üaen Cie Rts er ein; und fcUftadrcfflrtet franftrli Couoert bei. Tlie SsrnlnUn V-v n..ifvl rrL.o. n
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