Indiana Tribüne, Volume 19, Number 59, Indianapolis, Marion County, 16 November 1895 — Page 1
Q B A. A A. O y i l r (M rlS A i i i i I 1 1 E) y ü lUi Lv W k w G W G fcl LV V VW 1 vr Office : No. 18 üb Alabama Straße. iV3SGfl 19 Indianapolis, Indiana Sarnshg, 0en NovZttibcr (895. No. 59
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Sozialer Turn-Verdi?. Mvtttt,,;. den 18. Skovcmbcr, Vorftandöslöung Älle L?cm cn stm en'ucai zu .ilnfn. W. n.i A. Mails M?ttna.4, Ost NnN-mn?r.
f?rn,a Mf rt,iMua ßrtM.4 JJllkkUJÜUI. V I v,vMw I mit klärendem Vortrug. "Die classische Schule des Klarier-Spicls," von Oli-xror TTilla.rcL SPiorco, unt'r Mitwirkung d:r Frau Lottie Adam Naschig. Billete sm vi 75 ?e?tZ an d?r Sasse oder in der Metropolitan Schzot i SÄirtk ju habtff. Tomlinson -Hallo ! Cine großartige Auöft Uung, iie Millionen reräse-.tirt. Die zvüte jährlich: JndZanapoliser fVJtä FOOD :-: :-: EXPOSITION vera' staltet v n der Um liiil HbUs' Wb, 8. bis 26. Nov'br, incl. Großartige Eröffnung am Montag, bca 18 ovcmbrr, Übe. d! v.-n 7 die 10 Uhr. Der T3ad Headed Clee Club rsird siegelt nnö Herr Th laugnt. Mciyor vo i ?n-iarapo is. ki- eM'ungS rede hal'en. Auerdin ircrd.n crschlesne andere N:dr pr Lnträ e ü'r Kochku-ist rden v?m Dierftafl, den 19 dS. mi ot, tä l ch um 3 Uh'acim t p5 stzt:fi en, und ,war wird Hrl. nna Aarron, von Aost"N. die ac ncrt.nalkn Ruf drsitzt. tiesebn halten. Kanze t febrn Nach rittZg urd Aö.nd, auZ, gefuhrt t-ox Caercn'S Orcheftrr. (Slntcktt 13 CcnZS 1tJ.AA.N'SÄZ,1I 618 Süd Meridian Str. Eines der g-ötten und brquTTnsten Lokal? in d r Ettdt; st.ht nur anstänkigen und aut renomirten P-reinen oderL.-ge, zur Ädhal tung von Abend ' Unt.rialtunkn, Conzerten und Tanzkränzchrn usm. zur Verfüflnnz. Gi'.ichieltig empfehle ich dem werthen Publ kum meine rochleigerichtete 'VVirtksekast und gant-re sttts för die besten und unver fälschten GetiänZe u d Cianrn. SchtunzZroll, JE Hoffmann. Besuch' 2it unseren Pernbrob Arcade Laden, Wash!::g'on Str. Eingang. Eine große Coll?cticn von Schntttblumen u. Palmen ist zum Verkauf auZgesteüt. Bertermann Bros. F&ORI3TEN. Georgo lierriujmn 3. .yL.. ? leichenbsftatter, - Office : 26 Süd Delawarestr. Ställe: 120. 122, 124, 126, 128 Ost Pcnlftr Telephon 11. Offen Taq und Nacht. Fahren Sie Bicycle ? Sie können ein Rad mit Ihren Cigarren erhalten im Mio, 67 Ost Washington Straße. Die feinsten importirten und ein heimischen Cigarren und alle Lrtike sür Raucher in Vrima Qualität a.grfiic imp.rtirti Canarien-Vögel. Fern Papaze'len,Si?stt. und alle andern: ortm Vg;'. Sqnnia, Globe?, Coldsische, LZe, p:äürirt.'S Futter. Soamm :c. C 2r,-Xnoppe.r. 133 Massachusetts ve.
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Dab in Cana.-a bet lZenera'post m 5! st kr enn ffrrikenkelblakir : Truib Seker" dcS R.ckt zur B'örkekurg durch Die Pott entzogen bat, t tom allg-meinen forlschrilll.chen . . i- . . -r i P,JRl" m W veoauern, oeruylr und aber nickt in unserer bürgerlicken i . . . Stellung, dnn Canada und die Ver Staaten sind zwei verschiedene Lander Aber der pharisäische frömmelnde Geist und die heuchlerische religiöse Unduld samkeit der angelsächsischen Nasse ma cken fid) auü bei uns geltend. Dem Herausgeber deS in Lrz'ngton, Ky , erscheinenden ,Blue Grh Blade" wurde von Seiten deS Bundesaerichtki ein Haftbefehl wegen Verschickung obszö. ner Schriften durch du Post zugestellt Sc hatte einen Ausleh der Anme Besanl" betit.lt: am of popula. tion" und einen Leitartikel dazu vcröfsentlicht und deswegen wurde er von dem gemeinfchael'chea Änthony Comstock fccnun jirt. Annie Lesart streikt nichts Obszö neZ. Die g.'rtpflznzung der Menschen ist arroife ein Thema, über daS zu chrelben und zu jprcchen eine Berechigung sZ'stirt. Duß man tat richt ann, ohne die natürlichen Beziebun. gen der Menschen zu einander, die Ge'chZechtSbezielzunpen zu berühren, dae ist begreiflich. Aber eS gehört doch ein Fanatismus ohne Gleichen dazu, diese Beziehungen als Tabu", alS ein Noli me tangere (Rühr mich nicht an) . . V.. - zu vetraQten, cic man niql rinmu, wissenschaftlich besprechen darf. Wir haben die Schrift der Annie Besent nicht gelesen, aber d?r Name der Verfasserin bürgt dafür, daß die Behandung deS Themas eine wissenschaftliche. ethisch unanfechtbare ist. Sin Anthony Comstock und die Postbeamten als Hüter der Moral und als Censoren sind den größten Errungen schaften unserer Zeit, der Preß- und Redefreiheit gefährlich, und wir haben uns derselben nicht bloh zu schämen, andern sie auchzu fürchten. , ,,, Wie langsam Vernunft und Ausklärung Eingang finden, daS zeigte wieder so recht der neue Hei!Schwindel in Denver. Da betrieb angeblich ein gewisser Schlatter, ein deutscher Schuhmacher, der sich wie alle derartige Heilkünstter daS Haar hat lang wachsen assen, daS Heilgeschäst im Großen. Er kurirte die Menschen von allen leiblichen Gebresten turch bloßes Handauflegen, wobei er in v:rzückler Weise nach oben schaute und Gebete murmelte. Schaarenweise und aus weiter Entfernung zogen die Menschen zu lym uns manchen ag rurrrte er vier bis fünfhundert oder auch nicht. Ee segnete auch Taschentücher, die nachher von heilsamer Wirkung sein sollten. Er that daS Alles ohne Bezah. lung, aber Andere nutzten, wie eö hieß. eS auS und verkauften massenhaft an geblich von ihm gesegnetenTaschentücher zu hohen Preisen, welche natürlich gerade so wirkten, wie wirklich geskgnete, denn die ganze Heilung beruhte auf erregte Phantasie, auf Ein bildung und GlaubiN. Waren doch Sllnde bei ihm, welche nachher sich einredeten, sie- könnten bereits Licht und Schatten unterscheiden. Plötzlich verschwand der Heiltünstler und ein Hastbefehl wurde gegen ihn wegen BelrugS erlassen, denn den Handel mit gesegneten Taschentüchern soll er selber betrieben und dabei ein hübsche Stück Geld vertient haben. Ob sein Treiben durch daS Strafgesetz wirklich erreichbar ist oder nicht, bleibe dahingestellt. UnS kannö gleichgiltig sein. Wer -glaubt, daß man durch Häudeauflegen und gesegnete Taschentücher Blinde sehend, Lahme gehend machen und alle Krankheiten kuriren kann, der verdient, daß er betrogen wird. m ,,, m RHNWWn. Inland. Wetteraussichten. Trübes, regnerisches Wetter heute. Morgen schöneö, kühleres Wetter. Gestrige Temperatur: Mszimum 50 Grad, Minimum 34 Grad. Zur Kunstausstellung in Berlin. - Washington, 15. Nov. Die ! Künstler Deutschlands veranstalten in
V kbli'k'untl iil't b.r in Berlin st.i t fi kennen Industrie- und GrwerbeouS stellung e ne i-lernalionale Äunstjue fteflung jur st ier des jtrtibun'cil jllzrrgen Jubiläums j,fr Kiündung tz küiilicken K 'nttakakemie, wie tet
Generalkonsul De5ay in Berlln an's Stand-L.Gtant&bthititmtnt K,?irnt,t und. Kin.
wgt, d.ß die amerikanischen Kü .stler ' .... na eingeladen werben ; i" ......j... er selbst gee sich große Mühe, sür die Ausstellung ihrer Werke alle wünschenSwerthen Faeilitäten zu erlangen. Die Fleischinspektion. Washington, 15. November. 3i seinem Jahresbericht wird Acker bausekretär Morton auf Mängel des jetzigen System der Fleischschau aufmcrkk'a'n machen, und betonen, daß dasselbe den ausländischen Käufern sanitären Schutz gewährt, aber nicht d?n amerikanischen. Das Gesetz ae stattet nämlich den Behörden zu cond mniren, aber nicht zu zerstören, wo durch eine wirksame Verbindcrung deö Verkaufs pesundheitsschäd!ick?n Ilei. schcS im eigenen Lante möglich ge macht wird. H.rr Morton wird Maß. egeln empfehlen, d:e diesen Uebelstand besei'izen sollen. Schulen in Korea. Washington, 15. Nov. Die erste auS dem chinesisch -japanischen striege resultirende civilisatorische Bemegung, die sich in Korea geltend macht, wird in einer Depesche des amerikanischen Gesandten Till erwähnt, mit der er ein königliches Dekret für Errichtung eineS Schulsystems in Korea üdermittelt. Das Dekret sagt : Kirder sollen unterrichtet werden, damit daS Volk gebildet wird; daß allgemeine Kenntnisse verbreitet und daß. fähige 'Männer erzogen werden, üm die verschiedenrn BerufSzweige zu .füllen". Es werden Äesiimmungen .für drei Slrten von Schulen getroffen, nämlich Regierungsschulen; öffentliche, unter den Richtern oder Präsektea stehende, und Privatschulen. Citronenernte in Italien. Wash ington,'15. Nov. Der Ver. Staaten Konsul Dean in Neapel berichtet an's Staatsdepartement, daß die italienische Apfclfinen- und CitroneneErnte kleiner als im letzten Jahre ausgefallen ist, und einen ZweidrittelöDurchschnittöertrag ergeben hat. DaZ selbe ist mit Pomeranzen und ahnlichen Früchten der Fall. UM Kutscher-Streik. New Jork, 15. November. Die Droschkenkutscher, welche in den Ställen von Seach & Ton beschäftigt sind, gingen am Montag alle an den Streik, und heute erhielten die Kutscher der Liberty Down Association und die Stall. Leute der Rifing Sun Association den Befehl, die Arbeit ebenfalls niederzulegen, um ihren streikenden Kameraden zum Siege zu verhelfen.. BiS heute Nachmittag hat der Streik noch keine bedenklichen Dimensionen angenommen, wenn die Seach'schen Ställe auch beständig von Streikern belagert waren und die Polizei requir rt werden mußte, um die Leute zu beschützen, welche die Stellen der Streiker eingenommen hatten. Heute Abend ist der Droschenverkehr i.i der Stadt ganz zum Stillstand gekracht worden. Die Zahl der Kutscher, welche auf Befehl ihrer Organisation den Kutscherbock verlassen haben, wird aus 500 bis 1000 geschätzt Und dazu kommen noch mehrere Hunderte von Stalleuten. Vor den Hotels und Theatern halten keine Wagen. H'ute Morgen wurden von Seach St Son 20 Droschken aus geschickt, welche alle je einen Poliziüen auf dem Bock hatten, der den Kutscher beschützen sollte, im Laufe deö Tageö überredeten die Streiker jedoch die Hälfte det neuangestellten Leute, sich ihnen anzuschließen. Die ' ursprüngliche Ursache des Streiks ist die Beschäftigung von Nicht. Unionleuten, wogegen die Kat scher Opposition machten. Der verschwundene W u n d e r d s k t o r. Denver, Col., 15. Nov. Ob gleich man annimmt, daß seine Freunde den Aufenthaltsort deß Flickl'chu.sterS und Wunderdoktors Franz SHlatter genau kennen, ist es doch den Bundesbehörden bisher nicht gelungen, eine Spur von ihm zu finden. Der Fall der unternehmenden Geschäfts-
'eute, die ron Schlalter ueskgnkten Taschentücher, die alle Kcantheilen heilen sollten, du cd die Poit vetsand
ten, ist aus ach' Tage verschoben worden. In der Z vtschenzeit witd man versuchen, dkS Wunbermanneö bbdaft zu werden. Heute Morgen versam melte sich wieder eine ' große .Meuge ranker vor dem Hause deS lv Alder !mann gox. wo Zchlattcr biS' seinem ! Verschwinden wohnte, und alle waren sehr enttäuscht, den Heiler" nicht wehr VVtJl l4l , f Ausland. S e b st m or d ver s u ch eines früheren Reichsböte n. . ' Berlin, 15. Novbr. Herr von öockum-Dolffs. ein ebemaliaes Ne'cbStagömitglied und einftmal ein hervor H - r -1 U "i ' ragender preußischer Politik.?, brachte sich gestern in selbstmörderischer Abficht 'o gefährliche Berl.tzangea bei, daß die Aerzte selne Wiedttherstellung für ausgeschlossen ekklaren, . In einem Anfalle von Gcist.SslSrung., legte er Ha .d an sich selbst Er wurde am 11) Februar 1302 in Soest geboren und trat in den preußischen taatedierst. in de.n er höbe Posten bekleidete. ?t:ch Gründung deS deutschen Reiches wurde er wiederholt in den Reichttag gewählt, wo er sich tr tz seines hohen Alters an allen Debatten über innere und militärische Fragen lebhaft betheiligte. Allgemein btkannt machte er sich seiner Zeit durch seinen Konflikt mit dem damaligen Krieasminitter von Aoon. - Prof. Langen scheid! geftor- ' "6 t ff. Berlin, 15 Nov.- Der hervorragende Sprachgslehrte und witzige Verfasser der Naturgeschichte der Berliner", Professor' Gustav Langenscheidt, Herausgeber der bekannten französischen und englischen SprachUnterrichtsbriefe und einer großen Anzahl l,L'kographischer und sprach wissenschaftlicher Werke, in w:lchen er mit Erfolg das Studium der modernen Sprachen zu popularisiren und zu erleichtern verstand, ist im Akter von 62 Jahren auS dem Lebm geschieden. Gustav Langenscheidt war ein geborener Berliner. Will in Berlin lernen. Berlin, 15. November Thomas Byrneö, Ex.Polizeichef von New Jork, der sich längere Zeit in London aufgehalten, ist heute hier eingetroffen. Er wird mehrere Wochen hier bleiben und sich hauptsächlich mit dem Studium deS preußisch. deutschen PolizeivesenS beschäftigen. Herr ByrneS wird die größten Hauptstädte 'Europas besuchen. Er machte die Reise auf spezielle Aufforderung New Forker Londoner und Pariser Bankiers und sonstiger Geldkönige. Der Plan ist. ein auSgedehntes internationales Geheimpoli zei-System unter Leitung deö New Sorker SL-PolizeichefS zu organisiren, so perfekt, wie eS bisher noch nicht zu W.'ge gebracht worden. ' - , ,, , T h e a t e r - N e u i g k e i t e n. Wien, 15. Nov. Hermann SudermannS Glück im Winkel" hat am Dienstag bei der Wiener Srstaufführung im Hofburgtheater einen vollen, glanzenden Erfolg errungen. Der Dichter, welcher der Auffühkung persönlich beiwohnte, mußte den siürmischen Rufen folgen und wieder und wieder vor dem Borhang erscheinen. Ludwig Fulda'ö in der vorjährigen Saison im Berliner Deutschen Theater" und im Wiener VolkStheater" aufgeführtes Lustspiel Kameraden" hat jetzt auch die literarische Anerkennung gesunden, die mit der am DlenStag hier erfolgten Crtheilung des BauernfeldpreiseS" an den Verfasser verbunden ist. um Die orientalischen Wirren. Constantinopel, 15. Nodbr. Der Sultan ist augenscheinlich des BrüskirenS Englands noch nicht müde geworden. Vor Kurzem dekorirte er Bahri. Pascha, der auf Andrängen deS britischen Botschafters wegen schlechter Behandlung von Armeniern seineS SouvernörS-Posten enthoben worden war und eS hieß, daß derselbe zum Besehlshaber der gegen Zeitun vorrucken j den Truppen, wo Armenier sich der V -!'. .'fi ... m i. aferne no firaikgliqen PUNlle oe-
mäch'igt, nachdem sie ein Bataillon Türken getanzen genommen, ernannt werken solle. Jetzt wird verkündet, vaß drei Gefägnißdeamte in Muscb, vle vor einiger Zelt, ebenfalls aus
Erklangen des britischen Boischaft'rS w,gen Mißhandlung von Gtfangene.-i entlassen worden waren, wieder angestellt wurden. Der britische Geschäftsträger, Herr H:röert, hat die Wiederentlassung der drei Beamten gefordert. ' Die Meldung von einem Ausbruch in SivaS wird bestätigt. Der Aufruhr führte zu viel Blutvergießen, doch ist die Ordnung wieder hergestellt, und die dortigen linkischen Beamten beschützen die Ausländer. 3n den nächsten Tagen wird keine Aenderung der Situation erwartet. Gerüchte über, einen Zusammenstoß zwischen einem Albanesen Regiment und einem von Tripolis im Ällniz tfiosk haben sich nicht bestätigt, obgleich man weiß, dah fcosei Vlut zwischen den Palast Wachen herrscht, stit die Schildwachen von dem Tripo!:S Regiment geliefert werden, und nicht mehr von den Ätbansen. d-nn man in Folge at,ottyttier Brieie an Palüst Beamte nicht mehr reckt traut. DaS Gerüchs. dß der Sultan r-eab-fich'ligk,. Lhakir Pascha, den Odcr. Eommissae für armenische Reserven, von Erzerum abzuberufen und ihn j'iuj Großvezier zu ernennen, ist zwar noch nicht durch seine faktische Abberasung bestätigt worden, doch wird anhaltend und hartnäckig behauptet, daß er ia Kürze zum Großvezier ernannt werd.'n würde. Amtliche Depeschen, die hier eintrafez.'enthalten weitere Meldungen von angeblicher armenischer Gesetzlosigkeit. Es wird gemeldet, daß "die Ar-j menier die Dörfer Forcakh,' Ritehli! Und.BrehansiS angegriffen und 57 Häuser niedergebrannt haben. Sie verbrannten auch daS Dorf Kurbel und ein Mohamedaner wurde lebendig verbrannt. 3n Tehukurhissar ermordeten die Aufrührer 13 Muhamedaner beider Geschlechter und verwundeten 15. Der Ort selbst wurde dollständig zerstört. In den Azirlon und TchokmerzemenkDistrikten wurden mehrere muhamedänische Dörfer geplündert. Der Sultan hat den ValiS der betreffenden Distrikte neue, peremplorische Jnstruktionen ertheilt, daß sie rasch die Ordnung durch gerechte Behandlung der Türken' und Christen wiederherstellen müssen. Dieselben Weisungen ergingen an die militärischen Befehlshaber London, 16 Nov. Eine Depesche der Daily NewS auS Constantinopel sagt, daß der Sultan, jeden ZufluchtSort der Armenier in Constantinopel untersuchen läßt, um alle Unbefchäftigten verhasien und nach Klein-Akien bringen zu lassen. Die Maßregel ist eine grausame, selbst wenn man annehmen will, daß die Exportirten wirklich ihren Bestimmungsort erreichen. Die Depesche sagt, eS sei unmöglich, die Gerüchte über projektirte gemeinsame Besetzung von Theilen deS türkifchen Reiches zu. verifiziren. London,. 16.. Nov. AuS Crzerum wird unterm 3. November ge schrieben, daß eS bis jetzt uulrözlich tiir, die Zahl der Ermordeten zu bestimmen. Manche behaupten eS. seien volle 2000, doch werde 1000 nicht weit vom Richtigen sein. Der Schreiber sagt, er habe bei den vielen schreclichen Ermordungen von Christen noch nicht von einem einzigen Falle gehört, in dem ein Türke getödtet worden sei und die widerlege klar die Angabe, daß die Armenier angefangen hätten. Es sei einfach eine Schlächterei Unschuld!ger Bewohner durch die sanätifi'ten Türken gewesen, daS noch viel schlimmer geworden sein würde, wenn die fremden Consuln nicht anwesend gewesen wären. Mit einsetzendem Winter werde daS Elend der Armenier entschlich werden. ES sei allgemein bekannt, daß daS Massacre auf Anordnung der Regierung ausgeführt wurde. ' i m Niederkunft der Zarin. St. Petersburg, 15. Nodbr. Die Niederkunft der Zarina fand heute Abend statt. Um 9 Uhr wurde dem Kaiserpaar eine Tochter geboren. Mut ter und Kind befinden sich wohl. Die Zarin Alexander geodorowna ist in Darmstadt, Hessen, am 6. Sunt 1872 geboren und eine Tochter des verstordenen Großherzogs von Hessen. Sie l wurde am 26. November 1894 mit den
Zlr Nicolau II. getraut Die 3,,b ä j e, die bei der ttnibindung zugegen waren, erklären, das Kind sei ein krä ligee, scl.ö ,eö Mädchen und d e Mutter erhole sich rasch. Im Einklarg mit dem Ritual dtr otlhndrr 11 JChtrfi
. a ' i wurde ein Go:tcöd:er.st abzikhülten.' T. iw . c f ,-. a : k s ' wv ..im. wii.'pm ji-ii vtn xii men Olga. Deutsche Aohlenftation in q i n a. London. 15 November. Bon Schanghai wird telegraphirt ,daß dort bestimmt versichert werde. China habe seine Cinwilliaung zur Occupatio ei. ner, in der Nahe der Einfahrt zum Hafen von Ambcy gelegene Insel, als glotlonstation und Kohlenlager durch 'Deutschland gegeben. Es wird zugefügt, daß man fürchte, dieser Schr. t werde zu internalionalen Wirren führen, da Frankreich und Rußland sicher lich dasselbe Privilegium fördern wü . den. - Uchissö N nchrichtcn !nsckcu'.7e7: in : Li v e r po o l : Brilannic" von 'kew Lort; Lucan a" von New Aork; Nomadic" van New Lork. Glasgow: Circsssia" von Rcm Sork. Winter-Touren, nach Gibraltar, Italien, der Riviera, Palästina, Cgyvten und anderen interressanten Punkten am Mittellandi schenMeere. Diese Eicursionen, unter der Leitung bewährter Führer, sind sehr zu empfehlen. Preise mShip. A. Metzger Agentur, zweiter Stock, Odd FellcwS Halle. m M Allerlei. Nach einer Fahrt von 209 Tagen ist das englische Barkschiff N.'llie 'Troop , Capt. Aoung, von Manilla in New Nork eintrofsen. Das Schisf hatte nach Passiren des Cap der guten Hoffnung 30 Taze lang sturmlss W:tt:r zu beiteven und gr'leth spater beim Durchfahr:n d:Z Golfstromes in einen Cyklon. Ein?: der Matrosen, James OVrien. ein Australier, durchschnitt sich im Lebensitberdrutz die Kehle und starb zehn Tag2 später !n Folge der Verletzung. AuS EifersuSt schotz der Musik-r Lechner v?m 83. Nassau!schen Jnsanterie-Regiment in Mainz auf seine Frau, die er ob berechtigt oder unberech:izt, ist zwnfelhaft des wiederholten Ehebruchs beschuldigte. Die Frau kam ab:r, abgesehen von zwei leichten Streifschüssen, mit dem schrecken davon; aber Lechner glaubte in seiner Aufregung die angeblich Ungetreue sei todt. Er erschoß sich nunmehr und verschied aus cer Stelle. Seit mehreren Tagen waren den Beamten der Norddeutschen Bank in Hamburg- zwei semgekleidete Herren aufgefallen, die sich wiederholt in den Cassenräumen der Bank ein stellten, ohne sich an einen der Angestellten wegen eines Anliegens zu wenden. Dies erschien den Beamten ver. dächtig und sie beschossen, die Leute festhalten zu lassen. In unauffälliger Weise wurde die Polizei benachrichtigt, zwei Criminalbeamte erschienen sofort und verhafteten die Männer la dem Augenblicke, wo sie sich in die Ab!h:ilung für Depots beg:b:n wallten. Her zur Rede gestellt gaben sie an, sich nicht zu kennen, der eine, wallte der Kaufmann Walter Henry Bower oderBauer aus London, der andere ein Mr. Joseph Al:xander aus Birmingham sein. Sie bestritten, daß sie ein unredliches Vorhaben nach der Bank geführt habe, und thaten sehr entrüstet über ihre Verhaftung, wallten noch keine Wohnung m Himburg hzben ur.d erst g: stern in Hamburg ang?!angt sein. Sie wurden nach dem Stadthause abge führt, und dort fand man bei der vorgenommenen Visitation im Pzr!e:io7. naie der Anhafteten Brillant :inz: im Werth: von mehreren Tausend Mark. Die Leute verweigerten jede Ankunft ü!r ihre Persön?ich?eit und widerseen sich l:bhzst der Photozraphirung. die indeß trotz ihres Widerstr: U:6 vZlgenImmen ward:. In 6in zelzellen gebracht, versuchten sie so dann, sich durch Klopfzeichen zu rerständigen, doch gelang es rech!.z:it!g, dem entgegenzutreten. Man glaubt, es hier mit Mitzlhdern einer w:it ver zwe'gten Bande internat'oaaler. Sp!z huben zu thun zu haben. Hood'ö kurirt. Daß Hood'S Sarsaparilla kurirt, ist weder eine müssige noch übertriebene Behauptung seiner Eigenthümer. Mittheilungen von Tausenden glaub würdiger Personen bestätigen, daß Hood S kurirt. Hood'S Pillen fördern die eroauung.
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