Indiana Tribüne, Volume 19, Number 57, Indianapolis, Marion County, 14 November 1895 — Page 1
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Kroniers, Wechsel, GreMstricfe und Postanwei An. Lditorielles. Wir machten kürzlich gelegentlich der französischen Ministerkrisis die Bemerkung, daß in Deutschland eine solche nicht vorkommen könne, daß allerdings der Monarch mit seinen Ministern sich entzweien könn, daß aber die.Volrsvertretung keine MinisterkrisiS herbeizuführen im Stande sei. Eine hübsche Illustration dazu lieferte ein kürzlicher Vorgang in der bairischen Abgeordne'enkawmer. Die sozialdemokralischen Abgeordneten stellten den Antrag, das Ministerium wegen seines Verhaltens in der FuchS muhler Assaire zu tadeln. Die am mer lehnte den Antrag ab, weil sie sich nicht für kompetent erachtete, indem die Mlnitter nicht Diener deS Landtags sondern Diener der Krone seien. Mn wirk ,,s,,n N,ÜNN kk 7' " ' iiniiuiinn Itiou aie laguajc vir sck?inuna nickt s scklini ist I ,in. I" 0 " " ... , .. . . - ? loiqe ,erolle ezo,lenlwuroigung. Folgende Mittheilung auS West f,s,n den wir in der ..ränkileke ' 1 (y. . -. , . . . - AAtltinl" ItMX tlll. X111M l. M H I .uyiivjk UHU IVU VlUUllt IC VttlC Comment ab, weil sie auch ohne einen solchen lehrreich genug ist : Von dem frommen Sinne", der hier und da noch in unserer ländlichen Bedölkeruna Kerrsckt. liefert eine vor 0. . """b"' iulj4c v. einigen Togen verhandelte Anklage .in, M,w,i SA,ty fcntt in v v ft . n -vX ., t n v Dlenstmadchen überfallen und zu verMt. m$ es M krüft'g wehrte und um Hilfe rief. schnitt er ihr mit einem Taschenmesser Oargcl tur lour sich das Blut 7 , .7 . ao, oegao n) an cic vitoeuuno mocqie zwei deS WegeS kommende Jäger auf die in der Nähe seiner Arbeitsstelle liegende Leiche aufmerksam und begab sich mit den Beiden auch ruhig an den Ort der That. In der Verhandlung vor dem Schwurgericht, die mit der Verurtheilung zum Tode endete, wurde seflzeflellt, daß der Mörder dem Mäd chln nach der That das Portemonnaie auS der Tasche zog und eine Mark da rauS entnahm, um eine Messe für die Seelenruhe seines Opfers lesen zu lassen. So geschehen im Jahre 1395. 3n Loston hat eine große Massenversammlung zu dem Zwecke statt gefunden, der Entrüstung über die entsetzlichen Grausamkeiten Ausdruck zu geben, welche in der letzten Zeit im Süden an Negern verübt worden sind. UnS dünkt, daß wirklich etwas ge schehen sollte, um dieser Schmach Einhalt zu thun. Ganz abgesehen von dem teuflischen Verfahren selbst, läßt sich gar nicht sagen, wie viel Unschul dige eS schon getroffen hat, denn ein Pöbelhaufe im Süden hat sich noch nie e'waö daraus gemacht, einen Schwarzen umzubringen, auch wenn er unschuldig wir, und schreckt auch wahrsche,r.lich nicht davor zurück, zu seinem Caudium e.nen unschuldigen Menschen lebendig' z l verbrennen, sallö er nur eine schwarze Haut hat. Betrachte man die Verbrechen, welche hauptsächlich die grausame Mordlust dec Weißen hervorrufen, so werden sie niemals mit vorausgegangener Abficht und Ueberlegung begangen, sondern auS best alischer Leidenschaft. Will man nun den Verbrecher als Bestie betrachten, dann behandle man ihn
wenigstens nicht schlimmer alS einr B.stie. Ein wildkS Thier, daS einen Menschen zerreißt, verbrennt min nicht lebendig, verstümmelt eS nicht lebend, schieikel idm nicht die Glieder bei ledendigel Leibe ab, man tödtet cS einfach.
Die Vorgänge im Süden find eine, Schande für daS ganze Land und noch größer ist die Schande, daß sie behördllckerfeitS nicht unterdrück! werden kön nen. Smsjtericsjien. Inland. Wetteraussichten. Kühler, trüe, dielleicht Regenschauer heute Nacht. Morgen schöneS. kühleS Wetter. iStstNge Tempe ratur: Maimum SS Grad, Minimum 27 Grad. Berliner Kunstausstellung. Washington, 14. November. Zu derselben Zeit, zu welcher die Berliner Industrie-Ausstellung ausladet, werden die deutschen Bildhauer und Maler zur Feier deö 200jährigen Bestehen der königlichen Kunst. Akademie gleichfalls eine Ausstellung veranstalten. Dieselbe wird eine internationale sein, und die amerikanischen Künstler werden ersucht, sich daran zu bethejligen. eneralronlui vt au. wnqer darüber berichtet, empfiehlt dem Staatsdepartement, den Amerikanern bei ihrer Theilnahme an der Auöstellung behilflich zu sein. , ,,,, Ein deutsches Hospital. KansaSCity. Mo , 12. Nov. DaS sonst so gespaltene Deutschthum von KansaS City, Mo , hatte gestern Abend mehrere Tausend Köpfe stark in der Lcadcmy of IKuftc eingesunden. um den zehnjährigen Gedenktag eines Denkmals zu feiern, auf das eS mit Richt stolz sein kann und an dessen Bau alle Deutschen der Stadt fleißig mitgearbeitet haben, die Gründung dcö Deutschen Hospitals. Veranlaßt wurde bi.seS Fest auch durch die soeben dollendete V rgrößerung deS Hospital bueS, dessen Einweihung mit der Feier verbunden war. Ansprachen wurden gehalten von Präsident Wm. Baruch, Mayor DaviS, Herrn George Michaelis, County. Richter Stone, H. Stubenrauch, Congreßmann Taröney und Dr. Berger NamenS deS ärztlicken StabeS. Außerdem wirkte der Arion Quartettclub mit. Auf Anregung einer Anzahl wackeut Veuljeyer unternahm vor zeyn Jahren die damals bestehende Deutsche Gesellschaft" die ersten Schritte zur Glündung eines deutschen HosvitalS in welchem Kranke ohne Unterschied der Nationalität und deö GlaubenSbekenntnisseS Aufnahme finden sollten. DaS Werk nahm einen guten Fortgang und eS wurde ein Krankenhaus errrichtet, in welchem für 100 Patienten Raum ist Insgesammt sind biS Neujahr 2088 Kranke dort behandelt worden. Der Bau nebst den prächtigen Anlagen ist dabei Dank namhafter Stiftungen, so einer von $8000 deS verstorbenen Herrn Wm. Gebhardt, vollständig schulden frei und verfügt dabei über bedeutende Einnahmen. Die Krankenvffege liegt in den Händen der Schwestern deö deutschen St. Marien OrdenS und zum ärztlichen Stäbe gehören die namhaftesten deutschen Aerzte der Stadt. , , Doppelmord und Selbstmord. Laredo, Tex, 12. Novbr. Am Montag traf hier ein Mann mit eine? Frau und einem Mädchen von 8 3ab ren ein, welcher sich im Hotel alS C. Schuler nebst Familie auS San Anto nio eintrug. Die Frau ließ verlauten, daß sie mit ihrem Manne auS St. LouiS komme und daß ihr Sohn in Fort Worth ein Hotel besitze, während ihr Gatte an der Monterey-Bahn eine Anstellung erhalten solle. Gestern Nachmittag unternahm der Mann u, seinem Buggy mit der Frau und dem ; Kinde eine Ausfahrt, angeblich um sie nach dem Bahnhof zu befördern, und kehrte später allein nach dem Hotel zurück, in welchem er auch übernachtete. i Heute Morgen entdeckte ein mezikavischer Schäfer drei Meilen nordwestlich von der Stadt zwei Leichen in einem Gesträuch und benachrichtigte davon
iofort die stäötischen Behörden, welch, die Leichen nach der Morgue schassten Man identisi;irte sie sofort alS Lchu las Begleiterinnen. Schüler wurde in seinem verschlösse vtn Zimmer von dem Funde benoch richtiflt, und erklärte, sogleich öffnen
zu wollen. Nach wenigen Sekunden aber krachte ein Nevolverschuß und die Polizei fand, daß Schuler sich eine Kugel durch'S Herz gejagt hatte. Unter dem Kopfkissen im Bett lag eine Leer.S.'ersicherungspolice zu seinen Gunsten über 53000 und eine Ueber ragungSurkunde über Grundbesitz in East St.' LouiS. Von mehreren m einem Koffer gefundenen Briefen ist einer an William Kuntz in St. LouiS und andere sind an Zrau Carolrne Mann in East St. LouiS und DallaS gerichtet. Bei der Leiche deS ManneS wurden über $1600 in Hundertdollar-Stoten) zwei Taschenuhren und ein Berlcque gesunden, aus welchem der Name Kuntz" eingravirt ist. Nach seinen Papieren scheint Kuntz aus St. Louis zu stammen. Ein Willie" adressirter B.ies ist deutsch geschrieben, kommt auS Horoken, N. 3. oder Kingston, N. F., unh ist nicht unterzeichnet. Die Verfassein nennt den Adressanten Satte und verlangt Geld DaS Unterzeug dS Selbstmörders ist Kuntz" gezeichnet. Kuntz scheint Maschinist in St. LouiS gewesen zu sein. Die Polizei hat an den Sohn der Ermordeten telegraphir, welcher in Fort Worth wohnt und Mark Harolo heißt. Er wird morgen eintreffen. KansaS C i t Y , Mo., 13. Novbr William Kuntz war hier als Hauptma schinist der Fordhein'schen Brauerei beschäftigt, und war im Februar mit einer Frau und einem Kinde auS St. LouiS gekommen, wo er in der Green Tree Brauerei beschäftigt war. 3m Juli begab er sich zu seinem Bruder in gort Worth, Trx. St. Lo uiö, Mo., 13. Nov. Sine Depesche auS Fort Worth : grau Caroline Mann . ouS Fort Worth, welche in Laredo ermordet wurde, hat hier einen Sohn, Herr Arko Herold, in guten Verhältnissen. Cr glauzt daß seine Mutter und seine Nichte, nicht Tochter von einem gewissen Kunh ermordet worden seien, welcher ein Be wunderer der Frau Mann war.' Herold'S Vater stammte auS Deutsch land, daS Mädchen, welches mit seiner Mutter umgebracht wnrde, war daS Kind ihrer Stieftochter. Herold ist zur Beerdigung seiner Mutter abgereist. AlS sie hier abreiste, hatte sie über $2000 in barmen Gelde bei sich und begab sich nach DallaS und Houston. Von letzterem Ort schrieb sie, daß sie vielleicht nach Laredo gehen werde Holme ö' Antrag aus einen neuen Prozeß. Philadelphia, 13. Nov. H. H. HolmeS, der angebliche Massenmörder, welcher kürzlich wegen der Crmordung von Benj F. Pietzel zum Tode verurtheilt wurde, hat heute die Nechtsertizung seines Antrages auf einen neuen Prozeß eingereicht. Die angeführten Gründe, über welche am nächsten Montag mündlich verhan delt werden wird, beziehen sich darauf, daß daS Verdikt gegen daS Gesetz der stoße und daß neueö Beweismaterial seit der Hauptverhandlungen entdeckt worden sei. Ausland. Der WienerStadtrath aufgelöst. Wien, 13. Novbr. Der Wiener Stadtrath trat heute Vormittag zu einer Sitzung zusammen und bestätigte den Antisemiten Dr. Lüger als Bürgermeifter. Der diesbezügliche Antrag wurde mit 92 Stimmen Mehrheit angenommen. Bekanntlich hat Kaiser Franz Joseph die Wahl LügerS ich bestätigt. AlS heute der Stadtrath den obigen Beschluß faßte, löste die Regierung die städtische Legislatur so fort aus. AIS diese Vorgänge bekannt wurden sammelte sich eine große Menschenmenge vor dem Ratbhause an und ver
übte einen Heidenlärm. In der ganzen sind verhaftet worden. Sittlichkeit?Stadt herrscht große Aufregung. ! verbrechen werden ihnen zur Last ge-
Wahrscheinlich wird die Regierung eine temporäre städtische Adminiftra tion ernennen. Dr. Lüger hielt eine Rede, wobei er
erkiärke : ?ch bin der Diener Gotteö und nicht der Diener deS gemästeten lbcS. Die Ebre und Freiheit OetterreichS steht auf dem Spiel." 500 Menschen ur.ter Führung eineS
UbjZeordnetea zogen nach dem Schloßdos und schrieen in den Hof hinrin : Es lebe Lüger !" Die Menge trurde chließlich durch Militär vertrieben. Dürre und Waldfeuer i n A u st r a l i e n. London, 13. Nov. Aon Brisbane wird unterm 21. September gechrieben : QueenSland und Neusüd. waleS leiden gegenwärtig unter einer so furchtbaren Dürre, wie sie seit dem Jahre 1833 nicht mehr dagewesen ist. Millionen sind in der letzten Zeit veroren gegangen und werden noch veroren werden, wenn der Himmel sich nicht endlich der lechzenden Erde erbarmt. GraS ist fast gar nicht mehr vorhanden. Cchzse und Rinder 'derenden zu Tausenden, und ihre Leichen verpesten weithin die Luft. Die Winersaaten find zum großen Theil der rocknet, und namentlich unsere Hauptfrucht, der Weizen, hat schwer geliten. Der scharfe Wind führt Wolken von Sand über da? Land und bedeckt weite Strecken fruchtbaren ÜandeS danit. Kommt nicht sehr bald Regen, so sind zahlreiche Landwirthe am Betelstabe. Nicht minder schrecklich find die verheerenden Buschfeuer; ihre Entstehung wollen viele den Eingeborenen zuschieben, die die günstige Gelegenheit gern benützen, um sich an ihren weißen Peinigern zu rächen. Aber eS genügt ja ein achtlos hingeworfeneS Zündholz, ein Papierpfropfen vom Gewehr, um sofort daS glühende Element zu entfesseln, daS der Wind dann eilig weiterträgt. Die Gegend von Nanango ist vollständig in Asche geleqt: der Distrikt von RockHampkon stedt in Flammen. BriSbane !t ir. weitem Kreise von gewaltigen Feuern umgeben: beiForestHill wur den in wenigen Tagen dreitausend Acker oernichket. Aus der Mungi - Bundiikation wurden alle Scherer aufgeboten : nur mit größter Mühe gelang eö, die Station zu retten. Aehnliche Nachrichten kommen von Killarney, von Spring Creek und andern Orten. Auch in den blauen Bergen, von Penrith bis zum Mount Victoria, hat daö Feuer gewüthet. ES soll ein unbeschreiblich großartiger An blick gewesen sein als Thäler und Höhen biS zu den Spitzen der Berge hin ein einziges gegen Himmel lohendeö Flammenmeer bildeten : die Herrlichen Gegenden, die so gern von Reisenden aufgesucht wurden, sind jetzt verwüstet und öde. Die Küste ist weithin mit undurchdringlichen Rauchmassen bedeckt, sodaß man aus der Fahrt von Sydney nach Briöiane vom Lande fast nichts sieht. um Die orientalische Frage. L o nd o n, 13. Nov. Eine Depesche auS Wien besagt, auf Veranlassung deö österreichischen Ministers deö AuSwärtigen, Graf Soluchowöki, sinde jetzt unter dea Kabinetten der sechs euro pSischen Großmächte ein Meinung? auötausch zu dem Zweck statt, um zu einer gemeinsamen Entscheidung dar über zu gelangen, wie mit dem armenischen Problem verfahren werden soll. London, 13. Nov. Der Correspondent deS Standard in Constanti nopel sagte, sollte sich die Nachricht be stätigen, daß bei den letzten Massaereö die französischen und amerikanischen Missionäre verletzt worden find, fo dürsten die betreffenden Mächte sich kaum auf Proteste beschränken. Na mentlich die amerikanischen Seeleute seien nur zu begierig die aktiven Operationen eröffnen zu können. , Allerlei auS Deutschland. Ber lin, 13. Nov. Dem Hammer-stein-Skandal folgt ein neuer, nicht weniger sensationeller, ur.d zwar kommt derselbe auch auS Zeitungskreisen. Und wieder ist eS ein bekanntes und ange seheneS Blatt, welches mit in diesen eklen Skandal hineingezogen ist. Die bisherigen Redakteure der Berliner Neuesten Nachrlchten." deS bekannten hiesigen BiSmarck-BlatteS, Hauptmann !a. D. v. Bernisch und v. Shrenberg, legt. Die Stadt Ottensen, Regierung?bezirk Schleswig, ist von einem gewältigen Brande heimgesucht worden.
Unter den vie en Fabriken und gewerb!ichen Etablissements nahmen die
E seng'eßerei von Di'tz und ti DochV'pper.f.lbrik von Sielnd!? eine herv 'tragende Stelle ein. Beide EtablissementS sind heute Trümmerhaufen. Ja der Gießerei kam Fcuer aus und die Flammen griffen mit rapider Gewalt um sich. Zu retten war da nichts, alle Anstrengungen mußten sich darauf beschränken, den Herd möglichst einzudämmen. ES gelang indeß erst, die Flammen unter Kontrolle zu bekommen, nachdem auch die angrenzende Pappfabrik ihnen zum Opfer gefallen war. Ber angerichtete Schaden bezissert sich aus eine Million Mark. Der Kaiser hat, wie bereits gemeldet, aus seinen eigenen Mitteln einen Fond zur Unterstützung der schlesischen Weber gestift. Der Weber Klingberg, n der Ortschaft SteinseiserSdorf bei BreSlau, hatte um eine Hilfe auS diecm Fond nachgesucht, um eine Webstuhl - Verbesserung durchführen xu önnen. Klingberg ist Sozialdemorat und sein Gesuch wurde beth xlb abschlägig beschicken. Nunmehr nimmt sich der Verband der sozialdemokratischen Partei KlingbergS ostentativ an. Die Zeiten find schleckt, zu Lust und Mummenschanz ist daö Volk heuer wenig aufgelegt. Auf diese Verhältnisse leuchtet auch alS Streiflicht" ein Beschluß deS Karnevalsvereins - ComiteS in Mainz. Der Karneval soll dieseö Jahr dort ganz ausfallen, so ist beschlossen worden. Wohl ging diesem Beschluß eine heftige Debatte voran, die Karnevalisten" traten für den Fasching tapfer ein, sie konnten aber den GrieSgram, welcher sich über die deutschen Lande neigt, nicht scheuchen. Schisss'Nachrichten. Angekommen in : N e w I o r k : Werra" von Genua und Richmond Hill" von London. Genua: Saale" von New Sork. Liverpool: Germanic" nach NemJork. Southampton: EmS" von Bremen nach New Lork. Liverpool: Nhvnland" von Philadelphia. . m ni m allerlei. VoneinemQoonahJndianer ist in den Vrg:n ca. 50 Meilen von, Jumemx, Alaska, angeblich ein reiches Laaer von Anthracitkohle entdeckt worden. Wenn diese Nachricht sich in ihrem vollen Umfange bestätigt, so würde die Besiedlung jener Gegend bald schnelle Fortschritte machst. Daß es in Alaska reiche Kohlenlager gibt, ist langst bekannt, allein bisher waren solche nur in Gegenden gefunden, d von den Ansiedlungen der Weißen zu w:it entfernt liegen, als daß sie hätten ausgebeutet werden können. Die neuen unde sind für Jumeau von der hochllen Vedutuna. )!)te.Muterseucye beginnt sich von New Jork über die Umgegend der W:ltstadt zu verbreiten. Wem es bisher in dem sündigen GothamSonntags zu trocken und zu triste war, der ging nach Hoboken, 'der amerikanischen Vorstadt Bremens. AS:r auch Hobo ken. w:lch:s bis jetzt von den Muckern verschont blieb, hat seine Krisis durch zumachen. Ein Ukas des Mayors hat allen Unterhaltungen am Samstag nach 12 Uhr Nachts und am Sonntag Abend Einhalt gethan. Ein Sch:ei der Entrüstung über dieses unzeitzemäße Verbot g:ht durch die deutschen Vereine. Die eifrigen Berathungen der Veranügungs-Comites, um ihre Vergnügungsdaten festzustellen, waren für die atz. Sämmtlich: Eontraüe zwischen den Vereinen und Hallewbesitzern für Samstag und Sonntag werden rückgängig gemacht und darob be rechtigter Grimm aller guten Vereinsbrüder. In einem vequem eingerichteten und von Pferden gezogenen Hause auf Radern- ist N. E. A. Las ley von Port Angeles, Wash., mit sei ner Familie auf einer Irrfahrt ohne Ziel begriffen. Die Fahrt wurde vor 19 Monaten von ihm in der Hoffnung unternommen, daß der Aufenthalt in der freien Luft und die abwechselnde Scenerie auf den geistigen wie tcrpcx lichen Zustand seiner Frau einen heil samen Einfluß haben würde. Diese Erwartung hat sich bestätigt und Frau Lasley erfreut tsich jetzt einer robusten Gesundhelt: sie bat an der Zigeuner fahrt einen solchen Gefallen gefunden. oan dieselbe bis an die Kulte des at lantischen Oceanö ausgedehnt werden soll. Seit ihrer Abreise hat die Fa milie. welche bereits an 2600 Meilen zurückgelegt hat, übrigens durch die Geburt eines Kindes einen Zuwachs erfahren; daS Kind erblickte in San FrsnciS totf Licht der Welt.
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