Indiana Tribüne, Volume 19, Number 54, Indianapolis, Marion County, 11 November 1895 — Page 2

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Jndiana Tribüne.

Erscheuü Täglich uud Sountagv. Die tägliche .Tribüne" kostet durch den Träger 33 Cent3 per Woche, die LoantagS-.Tribüne'I ff ext J per Woche. Beide zusammen 15 Senti oder Z Cent per Eloitat. Per Poft außerhalb de, (Stadt nzeschickt i Vorausbezahlung V per Jahr. Gnu! 18 Süd Nlabama Straße. SnöianapoliS, Znd., 11. November 'SS. f JechenSkime vom Weltraum. ' Unsere Bskteriensucher sind gerade311 unersättlich. Nicht zufrieden damit, in allen möglichen Dingen auf der Zrde und in unserer ganzen ndischen Atmosphäre unzählige seuchenbrZ.igende Batterien zu entdecken, lichten diese Bacillen-Detectios ihren argwöhnischen BlicZ auch auf den weiten Weltraum. auS welchem wir von Zeit zu Zeit mit solchem Unheil überschüttet werden sol len! t i ' !'. Hören wir, waS ein Mitarbeiter der Medica! 9tor darüber zum Besten gibt: Es ist ja allgemein von der Gelehrtenwelt zugestanden, daß Jahr für 5Zah? Tausende von Tonnen meteorischen Stoffes und kosmischen oder Weltraum-Staubes aus die Erde abgeladen werden, und der Gedanke liegt iahe genug: ob nicht dieser Stoff ZUM großen Theil mit mikroskopischen Keimwesen erfüllt ist. In der That ist Letzteres scr. einzelnen hervorragenden Forschern versichert worden. So hat Darwin einen Niedergang seltsame? Organismen beschrieben, welche ein Areal von mehr, als einer Million englischer Quadratmeilen bedeckt und schon hierdurch bewiesen hätten, daß sich ihr Ursprung jenseits der Grenzen unserer Atmosphäre befunden haben müsse. Auch sind in ei r.em weitverbreiteten Niederschlag gelben Schnees Myriaden von Keimwesen gesunden worden. Ein Fall dieser Art wurde schon im Jahre 1755 im nördlichen Italien verzeichnet, und noch aus viel früherer Zeit sind Lhnliche Beispiele bekannt geworden, welche weithin das größte Aufsehen erregten. Lange Zeit war man geneigt, den Ursprung solcher Erscheinungen lediglich in der Erde, in miasmenschwangeren bacillengefüllten Sümpfen u., s. w. zu suchen, und in manchen Fällen war diese Annahme auch eine sehr wahrscheinliche. Aber in anderen Fällen wieder ist sie schlechterdings nicht haltbar. Sie ist nicht wohl anwendbar auf Erscheinungen, die keinen streng localen Charakter haben, vielmehr sich, wie gesagt, über ein sehr weites Gebiet erstrecken, und besonders wenn wie dieö schon zu verschiedenen Malen fest gestellt worden ist sich in dem Nieverschlag hundert oder mehr verschiedene Lebensformen zeigen, deren manche keiner unS bekannten Art auf der Erde entsprechen. Man hat v?rgleichen z. V. in Frankreich und auch einmal in Kentucky beobachtet. Neuerdings soll man im Zolar-Schnee fcon bunter Farbe mehr als 300 Arten solcher kleinen Lebewesen entdeckt haben. Es wäre auch abgesehen von tts Bacillensrage sehr wünschenswerth, daß solche Phänomene künftighin genauer untersucht würden. Der Stoff und seine Gesetze sind überall unzweifelhaft dieselben. Die Zusammensetzungs-Verhältnisse weisen höchstwahrscheinlich viele Verschiedenheilen auf, und darnach müssen sich auch jene Gesetze verschiedentlich bethätigen, und die Lel?nsformen eine unabsehbare Mannigfaltigkeit zeigen. Es gebört daher gar keine Anstrengung der Phantasie dazu, sich Vacterien, wie die wähnten, nicht "ur auf andern planetarischen Weltkörpern. sondern auch in den kosmischen Wolken (im Weltraum zwischen den Planeten) vorzustellen, und dieselben könnten sehr wohl mit meteorischem und anderem Stoff zu uns gelangen. Myriaden dieser kosmischen O:ganismen kommen wohl todt in unsern Bereich, vermuthlich infolge der ungeHeuren Kälte des Weltraumes. Aber viele Arten solcher Keimwesen haben eine unglaubliche Leb:nszähigkeit. - (Gedeihen doch manche im Eis recht gut) und können sich außerdem nach und nach Temperaturbedingungen 'anpassen, in denen sie ursprünglich nicht hätten bestehen können, wie schon cxperimentell gezeigt worden ist. Wiederum andere könnten unter veränderter Umgebung noch eine Zeitlang existiren und dann aussterben. und mit ihnen wohl auch die Seuchen, wenn solche durch sie hervorgerufen worden sind. Daß aber gerade alle Arten ü'smische? Bacterien harmlos sein sollen, läßt sich nicht annehmen, so wenig wie von den Bacterien unserer Erde. Und nun beachte man, wie in verschiedenen Perioden unserer Geschichte unheilvolle Seuchen über einen gioßen Theil der Erde gekommen sind, und zwar unter theilweise räthselhaften Umstanden. Die sogenannte schwarze Seuche" im 14. Jahrhundert (nicht zu verwechseln mit dem späteren schwarzen Tod-), welche nahezu 50 Mislio nen Menschenopfer forderte und sich diel rascher verbreitete, als die Wege des damaligen. Handelsverkehrs st; hätten verpflanzen können, war allem Anschein nach eine specielle KeimSeuche, und warum sollten die Seuchenkeime nicht kosmischen Ursprunges gewesen . sein? Dies würde manche Umstände ihrer Erscheinung erklären. In einer alten Chronik über diese Seuche heißt es: Die unreine Luft war thatsächlich sichtbar, wie sie sich mit ihrer Todesbürde nahte, und ein dichte? und furchtbarer Nebel war über fcen Himmel hin zu sehen." Auch bei anderen Gelegenheiten waren Seuchen nachweislich von besonderen Wolken begleitet. Die alte Art von .FleckfieIzx", welche heutzutage beinahe unbekannt ist, dürfte ebenfalls auf kosmischen Ursprung zurückzuführen sein, und so noch manches Andere. Meist sind diese Seuchen unanaemeldet et

kommen un? ziemlich rasch verschwunden. U'T Zum Schluß gibt uns der Welt-raum-Bacillerich" eine trostreiche Bersicherung. Er sagt, so oft die Erde in ihren Bewegungen aus dem Bereich solchen Weltraum-Staubes komme, welcher diese Seuchenkeime enthalte, könnten diese gewöhnlich sich mangels der richtigen Umgebung nicht mehr vermehren und müßten daher bald aussterben; gerade von den SeuchenBacterien scheine dies durchweg zu gt! ten. Und damit wollen auch wir uns vorläufig beruhigen

Briefe aus Deutschland. Bon Wilh. Kaufmann. , Dresden, imOctober. Wenn man die gegenwärtigen wirthschastlichen Zustände Deutschlands nach den Aeußerungen !der verschiedenen Gruppen von, Interessenten beurtheilen willte. so würde man zu ganz falschen Schlüssen gelangen. Denn die beständigen Klagen und Nothschreie, welche aus fast allen Lagern ertönen, werden durch die wirkliche .Sachlage nicht gerechtfertigt. Es herrscht weder Arbeitslosigkeit, noch merkt man an der Lebenshaltung der Menschen, daß die Zeiten schlecht sind. Eher läßt sich das Gegentheil behaupten. Trotzdem ist man in 'der Presse und in den Congressen und Zusammenkünften der verschiedenen Verbände und Interessentengruppen wohl noch nie so vielen Klagen begegnet, als zur gegenwärtigen Zeit. Die angeblich darbenden LandWirthe, welche durch den Rückgang des Grundbesitzwerthes, durch die ungünstige Preislage, die Concurrenz mtt dem Weltmarkte und durch die " Eaprivi'schen Handelsverträge ruinirt werden", sind durchaus nicht die Einzigen welche ihren Nothschrei durch die deutschen Lande ertönen lassen. Die Handwerker melden sich nit ähnlichen Klagen und sie fordern, gleich den Landwirthen, utopische Specialgesetze. Die Rentner und Capitalien jammern über den Rückgang des Zinsfußes, die Beamten klagen über mangelhafte Besoldung. die Industrie behauptet, daß ihr die deutischen Arbeiterschutzgesetze große Opfer auferlegt und sie im Wettbewerb mit anderen Industrie-. Nationen, welche derartige Gesetze nicht haben, schwächt, und der Lohnarbeiterstand gibt seiner Unzufriedenheit in der Socialdemokratie Ausdruck. Von allen diesen Klageführenden scheint der deutsche Handwerkerstand die meiste Ursache dazu zu haben. Es la'bt sich kaum mehr leugnen, daß er em Untergang geweiht ist, daß ihm der Boden täglich mehr unter den Filßen schwindet. Er befindet sich zwlschen zwei gewaltigen Mühlsteinen, zwischen der Alles nivellirenden So cZaldemokrztie. welche in einem selbstständägn Kleinbürgerstande den ihm zunächst stehenden Gegner findet, und dem Großcapital und JndustrieunterNkhmerthum. Von diesen beiden Gegnern ist der letztere der bei Weitem gefährlichere, denn die Angriffe desselben erfolgen direkt. erbarmungslos.Schlag auf Schlag und mit Waffen, gegen welche die Wehr des kleinen, kreditschwachen und noch mit einem Fuße im Mittelalter stehenden Meisters so wirkungslos ist, wie es die Flitzbogen der armen Chinesen gegen die modernen Waffen der Japaner waren. Der Handwerker wird zuerst in den Großstädten von Fabrikanten und Großindustriellen verdrängt. Noch vor 20 Jahren waren in Berlin die Schuhläden selten, und wo man sie traf, da waren es kleine Etablissements. Jetzt werden dort sicherlich weit mehr Schuhe in den Läden gekauft, als von den selbständig arbeitenden Schustermeistern angefertigt werden. Bei den Schneidern geht es ähnlich. Die Rie-senbaza-re machen glänzende Geschäfte und der Meister Zwirn" wird immer mehr auf daS Gebiet des Flickens vertrieben. Allerdings tragen die Reichen noch immer ausschließlich vom Schneider gemachte Kleider, aber dieser Schneider ist nicht mehr der ehemalige Meister, der zum Anmessen und AnProbiren in's Haus kam, sondern er hat eine glänzende Auslage hinter groben Spiegelscheiben in der sashionabelsten Geschäftsgegend. Er ist Kaufmann geworden, Kaufmann und Fabrikant zugleich. Von der Schneiderei versteht er höchstens noch das Anmessen. Der Schmied und der Schlosser und der Klempner haben weit mehr als die Hälfte ihrer Arbeit durch die ErsenWaarengeschäfte eingebüßt der Stellmacher 'hat dem Wagenfabrikantm Platz gemacht, der Tischler weicht der Möbelindustrie und die Vaugewerke werden in den deutschen Großstädten jetzt ganz nach amerikanischem Muster geführt. Der capitalkräftige Contraktor ist an die Stelle des Meisters getreten. Diese Entwickelung ist nicht mehr aufzuhalten und es läßt sich gar nicht leugnen, daß das Publikum sie offen begünstigt. Die Hausfrau geht lieber in den schönen Laden des SchuhWaarenfabrikanten, wo sie schnell und bequem bedient und wo ihr eine große Auswahl dargeboten wird, als zu dem im vierten Stockwerk eines Hinterhauses wohnenden Schuster, der erst Maß nimmt und der nicht immer prompt abliefert, außerdem viel theurer sein muß. als der Händler. Allerdings herrscht in den kleineren Städten und auf dem Lande der Handwerker noch fo ziemlich in der alten Weise, aber auch dort wird sein Gebiet von Jahr zu Jahr vom Ladenbesitzer beschränkt. .Man kann jetzt tagelang in Deutschland reisen, ohne einem Handwerksburschen zu begegnen. Der Bruder Straudinger. den man früher überall antraf mit dem Knoten stock in der Hand, dem wachstuchllberzogenen Hut auf dem Kopfe, auf dem Rücken das Felleisen mit den. Paar Reservestiefeln er kommt nur noch in vereinzelteiZ Exemplaren vp? nd die näckste Gene-

ratton wlrd vteje romantische Figur der Landstraße nur noch aus alten Bildern und aus den Liedern kennen lernen, die ihn zum Vorwurf haben und zum Theil selbst von ihm herrühren. Es ist nicht allein die Eisenbahn mit ihren so billigen Fahrpreisen in der vierten, Klasse (die übrigens in Norddeutschland durchaus nicht so schlecht ist), welche den Wanderburschen von der Landstraße vertrieben hat. Die Hauptursache von StraubingerS Verschwinden besteht in dem allgemeinen Rückgang des Standes, vo dem es ein,st hieb, dah er goldenen Boden habe. Nach einer Statistik vom Jahre 1643 gab es inPreußen noch 457.366 Handwerksmeister. Seitdem hat Preußen durch die Anneltirungen und durch die regelmäßige Volkszunahme wohl die doppelte Bevölkerung von damals er'angt. aber die Zahl der selbstst'ndiMeister ist weit geringer geworden ind von Jahr zu Jahr w:rden es w iZzer. Seit langer Zeit schon werden die Regierung und der Reichstag um Abhilse von den bedrängten Handwerkern zngerusen. Es hat . sich ein großer deutscher Handwerkerbund gebildet und Dieser hält alljährlich Congresse ab, auf welcher immer dieselben Forderungen zufgestellt werden. Im Wesentlichen laufen sie darauf hinaus, daß jede? Meister den B e f ä h i g u n g s n a chweis für sein Fach beizubringen hat. und ferner werden die ZwangsInnungen gefordert, also ein alteö Requisitenstück aus der Rumpelkammer des Mittelalters. Es ist wahrscheinlich, daß der Reichstag diese Forderungen in der nächsten Sitzung gewähren wird, denn seitdem die Anti semiten sich als die einzigen wahren Freunde des kleinen Mannes, der Handwerker und kleinen Gewerbetreibenden im Besonderen aufspielen, haben sich auch die übrigen Parteien jenen Forderungen gegenüber entgegenkommender gezeigt. Namentlich die Conservativsn' und Nationalliberalen sind plötzlich große Freunde des von allen Seiten bedrängten Handwerkers geworden. Man will die Antisemiten, welche große Lücken besonders in conservative Wahlkreise gerissen haben, im Demagogenthum nicht zu viel voran kommen lassen. Und so wird es wohl ldemnächsj zum Befähigungsnachweis und 'Zur Zwangs'nnung wieder lorn men. Was aber n i ch t wiederkommen wird, das ist das so sehnlichst herbe!gewünschte Wiederaufölühen des 'deut 'schen Handwerkerstandes, denn die neuen Mittelchen treffen ja doch nicht den Kernpunkt der Sache. Immer mehr wird das Handwerk zum Lohnsklaven, oder zum Nebenbetriebe deS Fabriksbetriebs oder zum Magazingehörigen der großen Verkaufsgeschäfte. Es wird hier so werden, wie eS im neuen Lande", in Amerika, schon lange ist. iDort ist ja der Handwerkerstand ich meine den selbstständigen, mit kleinem Betriebskapital arbeitenden Meister jetzt schon so gut wie verschwunden, eigentlich hat er drüben noch nie geblüht. Hier in Deutschland hat man sich schon ganz vorzüglich auf die Umgehung unbequemer besetze eingerichtet. Wenigstens hat das Capital noch niemals Schwierigkeiten gefunden, welche nicht zu umgehen gewesen wären. Die großen Unternehmer und Fabrikanten werden ebenfalls den Befähigungsnachweis beibringen, indem sie Meister als Betriebsleiter, oder auch nur als Strohmänner anstellen. Jedenfalls wird schwerlich ein Paar Schuhe im Laden weniger gekauft werden, nachdem der Reichstag durch Erlaß der geforderten Gesetze die Wünsche der Vedrängten befriedigt hat. Und was die Zwangsinnungen betrifft, so passen, sie nicht in unsere Zeit und außerdem steht zu befürchten, daß das Cliquenwesen unter den Handwerkern, dadurch ungemein gefördert werden würde. Jede Gesetzgebung, welche sich nicht genau den Bedürfnissen ihrer Zeit, den Forderungen des Tages anpaßt, ist zwecklos, weil sie sich nicht durchführen läßt. In den Ver. Staaten mahlen Jahraus Jahrein vierundvierzig Gesetzesmühlen. Das Gesammtprodluct derselben geht in die Zehntausende. Aber wie viele dieser Gesetze werden wirklich vollstreckt? Von hundert kaum zehn, die übrigen sind todte Buchstaben und werden höchstens nach vielen Iahren zum Zweck der Chicane wieder ausgegraben. Hier in Deutschland hat man sich von dieser Art der Gesetz, geberei, besser der Gesetzes f a b r i k at i o n bisher ziemlich fern ' gehalten, aber mit 'dem Fortschreiten der ParteiDemagogie geräth man auch 'hier auf dieses schlüpfrige Gebiet. Der deutsche. Handwerkerstand hat es ganz und gar nicht verstanden, mit den ungeheuren Fortschritten 'der Technik auf allen Gebieten auch nur einigermaßen Schritt zu halten. Es wäre wünschenswerth gewesen, wenn sich der Handwerker den Erfordernissen der Neuzeit Hätte anpassen können, wenn z. V. aus dem früheren Schustermeister ein Schuhhändler geworden wäre, der neben seiner Handlung auch auf Bestellung arbeitet. Aber der deutsche Handwerkerstand war ganz und gar ohne genügende Vorbildung zum Be triebe eines neuzeitlichen Geschäftes. Er hat nicht rechnen gelernt und von Unternehmungsgeist war nur selten eine Spur bei ihm anzutreffen. So hatte es der Vater und der Großvater gemacht und so machte es auch der Sohn und dabei blieb es. Daß man beim Berechnen einer Arbeit auch Haus- und Werkstattmiethe, Beleuch-tungs-und Herzungsunkosten mit in Betracht zu ziehen hat, wenn die Selbstkosten veranschlagt werden sollen, das kam unserem Meister nicht in den Sinn. Das hatte ja auch der Großvater nicht berechnet. Und so ist denn oft eingetreten, daß die Handwerksmeister bei Uebernahme ' einer größeren Arbeit sich selbst ungeheuer geschadet .haben. ftd& erinnere micb

nncS Ultalermciisters. Der Maurc war fleißig, sparsam und ein Künstle? in seinem Fache, so daß er ost größere Aufträge bekam. Er übernahm namentlich bei größeren Gebäuden, Kirchen. öffentlichen Anstalten u. s. w. die Arbeit und beschäftigte häufig über zwanzig Gesellen. Plötzlich meldete er Concus an und es stellte sich heraus, daß :r gerade bei den großen Aufträgen, um die ihn die Fachgenossen oft beneidet hatten, zu Schaden gekommen war, denn er hatte das Rechnen nicht gelernt. Gern hätte man ihm höhere Preise bezahlt, wenn er. sie nur beansprucht haben würde. Diese kaufmännische Untllchtigkeit erstreckt sich jedoch nicht nur auf 'das Rechnen, son dern auch auf Waarenunkenntniß, auf den Mangel, Zeichnungen richtig zu verstehen, auf die Nichtausnützung günstiger Conjuncturen u. s. w. Dazu kommt die Schwerfälligkeit, der Mangel, sich den Bedürfnissen der Neuzeit anpassen zu können, das Hängen an althergebrachten Einrichtungen. In Naumburg in Schlesien existirt seit langer Zeit eine blühende Töpferindustrie. Die Töpfermeister glauben, daß sie dazu, eines Thones bedürfen, welcher in der Nähe von Bunzlau gewonnen wird. Sie holen sich deshalb den Thon aus Bunzlau, wodurch die Production der Waare natürlich beträchtlich vertheuert wird. Obschon nun nachgewiesen worden ist, daß sie jenes Thones gar nicht 'bedürfen und daß sie ohne denselben dieselbe Qualität von Waaren hervorbringen können, so bleiben sie doch bei dem alten Verfahren, im festen Glauben, 'daß nur Vunzlauer Thon die gute Qualität erzeugt. Zu alledem kommt noch die Unzuverlässigkeit der 'deutschen Handwerksmeister. Sie nehmen Bestellu'Ngen an und versprechen die Ablieferung zu einer gewissen Zeit, ohne im Stande zu sein, ihr Versprechen zu halten. Sie verstehen es eben nicht, mit den gegebenen Verhältnissen zu rechnen. So ein alter Zunftmeister ist im Kleinen, was der Vanderbilt im Großen ist. TIe public be daraned", sagt der ameri. kanische Eisenbahnmagnat und der deutsche Meister sagt: Dk Kundschaft kann warten.- Beides lauft ungefah' ms dasselbe hinaus. Jedenfalls wäre es wichtiger, we.". ?on den deutschin Handwerksmeistern m kaufmännischen Calculiren verlangt zürde. als de? Nachweis, daß sie einen in Vesählgu7lg-nJchwe'lv im. Rechnen. ..'stimmten Arti!:l handwerksmäßig 'rzustellen verstehen. Der Schulmeiter ist ihnen nöthiger als der Drill neister und der zünftige Altgesell. Die Fortbildungsschule ist ein .dringendes Zrfordernih der Neuzeit, denn diese zerlangt, daß der Kopf mehr zu arbei!en hat, als die Hand. Vor allen Dinzen ist eine vollständige Umgestaltung 3es Lehrlingswesens dringend geboten. Was kann man von einem jungenMenschen verlangen, der den größten Theil seinr Lehrzeit mit Auslaufen, Kinderwarten und Erfüllung der Dienstbotenpflichten verbracht hat. Aus allen diesen Gründen wird es nicht gelingen, durch die geplanten Gesetze den Hand werkern Hilfe zu bringen. Je rascher sie einsehen, daß sie . sich den Forderungen der Neuzeit, anzubequemen und deshalb vor allen Dingen mit den Ueberlieferungen aus dem Mittelalter zu brechen haben, desto eher kommen sie wieder auf einen grünen Zweig. An Selbsthilfe sollten sie denken, nicht aber an Staatshilfe. Wenn sich die Handwerker die deutsche Großindustrie nur zum Muster nehmen wollten! Da zeigt es sich am Besten, daß Wissen Macht und Gold ist. Nach dem eigenen Zugeständnisse der Engländer haben die deutschen Großindustriellen die englischen jetzt sogar in der Eisenbranche überflügelt. Es ist da ein ganz colossaler Aufschwun-g in Deutschland zu verzeichnen. Im Jahre 1880 producirte Großbritannien dreimal so viel. Roheisen als DeutschÄnd. jetzt sind die Engländer den Deutschen darin nur um ungefähr 20 Procent voraus. In einigen Jahren wird Deutschland wahrscheinlich mehr Eisen exportiren als irgend ein anderes Land de? Welt. In Bezug auf chemische Präparate hat Deutschland alle Rivalen längst überflügelt. Ein Werk wie die Farbenfabriken in Höchst gibt es nirgends so großartig und so vielgestaltig. Es paßt nicht in den Nahmen dieses Briefes. die riesenhaften Fortschritte der deutschen Großindustrie aufzuzählen. Dazu müßte man schon einBuch schreiben. Aber forscht man den Ursachen dieses ungeheuren Aufschwunges nach, und vergleicht man den gegenwärtigen hohen Stand der deutschen Industrie mit rivalisirenden Nationen, 3. B. mit Frankreich und England, so wird man finden, daß auch diese Schlachten und Siege von demselben Kerl gewonnen worden sind, welcher bei Sadowa zum ersten Male zur allgemeinen Anerkennung gelangte. Die gründliche theorethrsche und fachmännische Bildung der deutschen Industriellen ist es, was namentlich die Engländer jetzt so furchtbar aufregt und zu so außerge wohnlichen Anstrengungen anspornt. Aber es ist nicht nur die Wissenschaftliche Tüchtigkeit der kaufmännischen Unternehmer jener deutschen Betriebe, wodurch so große. Erfolge gezeitigt worden sind, sondern ein bedeutender Factor ist die außerordentlich gründliche Schulung chres Hilfspersonals. Hier macht sich der Segen der vielen, technischen Hochschulen Deutschlands ganz auffallend bemerkbar. Ein Großindustrieller, welcher selbst eine gründliche wissenschaftliche Bildung erfahren hat, weiß den Werth derselben zu schätzen und auszunutzen. In den Farbenwerken zu Höchst werden über siebenzig studirte Chemiker hauptsächlich mit Experimenten beschäftigt, in der richtigen Voraussetzung, daß die Arbeiten derselben, wenn auch nicht sofort, so doch in einiger Zeit dem Vetriebe von grobem Nutzen sein werden.

Desgleichen verfolat man mit veinlicber

Sorgsalk alle in daö Fach einschlagende Entdeckungen und Erfindungen, welche im Auslande gemacht werden und trachtet nun, dieselben womöglich zu verbessern. Daran denkt der englische und französische Industrielle in den seltensten Fällen. Er stützt sich e.af seine einseitige kaufmännische Ausbildung, auf sein Capital und seinen oft alle Grenzen des Erlaubten überschreitenden Wagemuth. Sogar der Ent Wicklung der Industrie in anderen Ländern wird in England und Frank reich wenig Beachtung geschenkt, zum größten Theile, weil man wegen mangelnder .Sprachkenntniß gar nicht dazu in der Lage ist. So scheint den Engländern der gewaltige Aufschwung der deutschen Industrie ganz entganzen zu sein. , Erst als sie das Gesetz erließen, wonach die im Ausland gefertigten und in England verkauften Artikel den Stempel ihres Ursprungs tragen sollten, erfuhren sie etwas von dem Umfange des deutschen Exports nach ihrer Insel. Der Stempel made in Ger many" trat ihnen überall entgegen, und erst seit dieser Zeit fangen sie an, der von ihnen früher so geringschätzig behandelten deutschen Industrie einige Beachtung zu schenken. Es läge sehr nahe, mit diesen Betrachwrvgen über Industriebetrieb auch auf Nordamerika anzuspielen. Denn waS hier flüchtig gesagt worden ist über das Geschäftsgebahren der englischen Fabrikanten.trifft auf deren amerikanische Collegen noch mehr zu. Nur ist der Wagemuth, die Uebersch'itzung des eigenen Könnens und die Mißachtung des Ausländers drüben in Amerika noch weit verbreiteter als bei den britischen Vettern. Wenn sich die amerikanische Industrie erst einmal auf den Weltmarkt . wirklich wagen wird, so wird ihr manche bittere Er sahrung nicht erspart bleiben. Der praktische Sinn und der Unternehmungsgeist, deren sich der Amerikaner rühmen kann, gibt ihm gewiß manche Vortheile, aber erst wenn sich damit eine tiefere Beschäftigung mit den Wissenschafteii paart, als man gegenwärtig in den Kreisen der amerikanischen Industriellen anzutreffen Pflegt, wird der Kampf erfolgreich bestanden werden können. Ter kleine Imperator. Seit uralten Zelten übt die römische Brüderschaft der christlichen Lehre lDottiwlla nennen sie die Römer kurzweg) den Brauch, am Michaelstage jedes Jahres jenen Knaben, welcher nach einer vor dem CardinalVicar abgelegten mündlichen und schriftlichen Prüfung als der beste Schüler der christlichenLehre anerkannt wird, zum christlichen Kaiser", zum iniperatcre della Dottrinella zu krönen. In diesem Jahre wurden hundertzwanzig Knaben zur schriftlichen Prüfung zugelassen, und nach ernsier Erwägung aller Umstände bezeichnete Cardinal Parocchi den Zwölfjährigen Tito Cerquetti als den Würdigsten, den christlichen Thron zu besteigen. Die ihm Nachfolgenden bilden seinen Hof. es sind darunter vier Reichsunmittelbare, ein Heeresverweser und ein Bannerträger. In früherer Zeit, als noch die Tiara über Rom herrschte, wurde die Ceremonie der Thronerhebung dieses eigenthümlichen Monarchen in einer der 52 römischen Pfarrkirchen mit großem Prunk gefeiert. Cadinäle, Prälaten, Staatswürdenträger und Adel führen in goldstrotzenden Galawagen dahin, die Glocken läuteten und das Volk besetzte in dich ten Hausen die Straßen, durch welche der Imperator nach der Fier wieder zu seiner Familie geführt wurde. Jetzt findet die kirchliche Feier bei verschlössenen Thüren und vor einer ebenso gewählten als spärlichen Zahl eingeladener Persönlichkeiten statt. Vor 'dem Hochaltare prangt eine mit rother Seide und Goldbrocat bedeckte Kanzel. Unter einem mit dem Bilde . Leo's XIII. geschmückten Baldachin stehen sechs vergoldete Kirchenstühle. In langen Reihen ' kommen die Schüler der christlichen Lehre aus der Sacristei hervor und besetzen die Stufen der Kanzel. Es sind ihrer 150, schm'ächtige, blasse Knaben; sie verhalten sich still und sittig und blicken mit Andacht auf die noch leeren Goldstühle deö kaiserlichen Hofes-. Und siehe, mit einem Male fangen alle Glocken an zu klingen und zu tönen, vom Chors her schallt durch die hochgewölbten Räume ein heiteres Lied, eine Knabenmusik spielt, was hier einen eigenthümlichen Contrast hervorruft, einen Wiener Marsch und der Hof hält seinen

Einzug, an semer Spitze der Cardi-nal-Vicar Lucido Maria Parocch! in rothstrahlendem Gewände. Ein Priester tritt vor und ruft mit Donnerstimme: Tito Cerquetti Imperator!" Der Kaiser-, ein kleiner, vor Auftegung bebender Knabe mit fiebernder Äugen tritt vor den Cardinal, dessen bleiche JmperatorenMiene aufleuchtet, und er wirkt sich auf die Knie, um sür seinen Jleig den wohlverdienten Lohn zu empfangen. - Der Cardinal legt ihm eine goldene Schärpe um die Schulter, ine, goldene Kette um den Hals und einen Lorbeerkranz auf das kleine blonde Köpfchen, in welchem die Mhsterien des Glaubens alle Phantasien und Träume der Jugend verdrängt zu baben ' scheinen. Nach ihm werden die Fürsten bekränzt und Heeresverweser und Bannerträger mit Schwert und Oriflamme bedacht. Der Kaiser" und sein Hof nehmen nun ihre Plätze unter dem Thronhimmel ein, und e:n Priester hält eine Predigt, um die Glückseligkeit des Himmels in zündenden Farben zu schildern. Die Ceremonie endet mit einer Huldigung der 150 Schüler vor ihrem Imperator. Alles geht gemessen und würdig, ohne das geringste Zeichen kindlicher Heiterkeit von tten. Der Pfarrer stimmt den Gregorianischen Gesang cm und die hellen Kinderstimmen singen: Te Deurn laudarnus, Te Dorninurn confltemur". Die Musik spielt darauf, wieder einen fröhlichen Marsch 4.1. in rr tV" VlC ? i. w . I

WNjWCVI .j ISSinJnlanve. In Middletown, Conn., lebt ein 94 Jahre alter Knasterbart Namens Edward Johnson, der bei erner kürzlich dort stattgehabten Localwähl zum 73. mal für die demokratischen Candidaten gestimmt hat. Einem Biederweib in Tekonsha. Mich., ist es nach langen und schweren Kämpfen gelungen, den Tabakteufel zu überwinden. Wie sie der ganzen Welt kund thut, war sie 50 Jahre lang eine passionirte Raucherin; erst jetzt hat sie sich das Rauchen abge wöhnt. Nach einer approximativon Schätzung sind in der verflossenen Saison aus dem südlichen Californien 8000 Eisenbahnwagen-Äadungen Obst zum Versandt gekommen; für Beförderung derselben haben die Versender ca' $1,600,000 bezahlt. D e n LachsconservirungSAnstalten an der Pacific-Küste droht seitens der Russen Concurrenz. Wie die neuesten Nachrichten aus Petropaulowsk besagen, werden Vorbereitungen getroffen, um an der sibirischen Küste derartige Etablissements zu errichten, welche ihre Producte auf der ihrer Vollendung entgegengehenden tranösibirischen Eisenbahn aus den europ'äischen Markt zu bringen gedenken. Auf der Fort Hall Reservation in Jdaho ist Frau A. W. Fisher zur Bee-Ah", d. H. Stammesmutter" der in neuester Zeit viel genannten Bannock-Jndianer erwählt worden und haben alle Häuptlinge dieses Stammes ein dahin lautendes Document unterzeichnet. Frau Fisher ist die zweite weiße Frau, welcher von einem Jndianerstamm eine solche Auszeichnung zu Theil geworden, denn erst vor Kurzem wurde Frau Harriet M. Converse zur Stammesmutter" dir Six NationS" erwählt, und ihr steht jetzt das Recht zu, an allen Äerathungen der Bannock-Häuptlinze Theil zu nehmen. Münchbausiaden aus dem

Munde von Hubertus-Jüngern zu .vernehmen, gehört durchaus nicht zu den Seltenheiten und besonders stehen die Förster im alten Vaterlande in dem Rufe, bei der Erzählung vcn Jagdgefchichten es mit derWahrheit ge rade nicht aenau zu nehmen. Aber auch in unserem gesegneten Lande aibt es Jäger, die aufschneiden können wie der selige Munchhausen und dieser Klasse gehören offenbar Baldv" Bone und Banty" Reynolds aus Dodge City. Kansas, welche auf einem Jagdzug ein gar onoeroares Haentyier erlegten. Dieser Meister Lamve batte. wie die genannten Jäger versichern, im Allgemeinen daS Aussehen eines Jack Rabbit". Aber bei näherer Besicht!gung ergab sich, daß der Hase m:t ei nem Paar ' vollständig ausgebildeter allerdings sehr kleiner Hörner gerj. . ri t icymuai rvar.ie Horner oenanoen aus einer sehr glatten, beinartmen Sub stanz, maßen etwa drei Viertel Zoll im Durchmesser am Ansatz und spitzten uch etwa vier Zoll lana scharf ,:u: au verdem waren sie etwas gekrümmt. so daß das Thier einem Ziegenbock yue.te. iln sta'tllcher lnno.irt er"öte noch die Aehnlichkeit. Wahr 'chkir.l'ch wird sich der gehörnte und -l't einem Kinnbart versehene $af. al iil s5 r "- , Vom Auölanve. In Frankfurt am Main erschoß sich ein 75jahrrger GrelS, der ehemalige Genchtsbeamte Oscar For ster. am Grabe seiner Frau. Krank' 'heit und Nahrungssorgen sind vermuthllch die Motive zu dieser That ge Wesen. I n W i n d s b e r g st i e g der Lehrer Morsch aus eme Werde, um Gerten zu schneiden, zu welchem Zwecke er ein offenstehendes Messer in der Tasche trug. Er stürzte herab, wobei ihm das Messer in den Leib drang. Er wurde bald darauf todt unter dem Baume gesunden. Eine Liebestragödie hat sich neulich in Assoro (Palermo) abgespielt. Ein Brautpaar war auf dem Wege zur Kirche, als der frühere Geliebte des Mädchens, ein gewisser Domenico Gilotti, in einem Engpasse daS Paar erwartete und durch wohlgezielte Schüsse Beide tödtei. Auf den Ort des Verbrechens geführt, riß sich der von den Qualen der Reue Gefolterte von den ihn führenden Gendarmen los und stürzte sich einen 200 Fuß tiefen Abhang hinab, wo er zerschmettert liegen blieb. In einem Dohnen stieg der Forsten bei Pros kau in Schlesien wurde dieser Tage ein Krammetsvoge! gefunden, der an einem Ständerchen einen mit ..',mem blauen Bandchen txfestigten Zettel mit der Aufschrift trug: Armes Vöglein flieg'. Komm aber wieder! Heute am 3. April 1894 frei gelassen auf dem Harz in der Nähe von Goslar. Mda Berenger.1 Obersörster Oppermann veröffentlichte den Vorgang, um der Schreiben jenes Zettelchens . Kunde zu geben von dem tragischen Ende des freigelassenen Gefangenen. Der Tischler Julius Lraatz saß neulich in einem Bierlokale Berlins ganz allein, während die Wirthsleute im Nebenzimmer saßen. Plötzlich öffnete sich die Thür un eine Frau legte ihm mit den Worten: Halten Sie mir mal das Packet! einen in graues Tuch gehüllten Gegenstand auf den Schooß. Die. Person verschwand sofort wieder und in der ersten Verblüffung dachte Niemand daran, sie zu verfolgen. Als man nach einigen Minuten den Umschlag öffnete, fand man in dem Packet ein etwa 14 Tage altes Mädchen, be! dem ein Zettel mit der Aufschrift Anna Ortmann" lag. Woher die sonderbare Gabe eigentlich kommt, weiß Vraah. ein Mann von 51 Jahren, der seit 24 Jahren verheirathet ist, nicht? die Ueberbringerin" ist ihm vollständig unbekannt. , ' Meerschaumpfeifen, lange deutsche Pfeifen, Cigarrenspitzen it., bei Wm. Mucho, 199 Ost Washington Str.

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