Indiana Tribüne, Volume 19, Number 53, Indianapolis, Marion County, 10 November 1895 — Page 5
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KMMM S AZlss Ilosie Z'zcors. 15 Jahre Skropheln Fast blind aber jetzt gesund. Vollkommen Kur durch Hood's Sarsapariüa. "Ich hatte Skropheln und rar fast blind. Ich hstte 15 Jahre lang schwer celitteu. Mehrere Aerzte hatten mich behandelt und ich hatte verschiedene Arzneien versucht, bekara aber keine Linderang. Ich hatte fast alle Hoffnung aufgegeben, als ich eines 1a?es eine Anzeige von Hood's Sarsaparilla sah. Das Zeugnisa flts3ta mir Vertrauen ein end kh. kaufte eine Flasche. Nachdem ich rwei Flaschene gnommen hatte, war Ich bedeutend besser. Ich fuhr damit fort und es kulrte mich gaenzllch. Ich habe ein Jahr ä gewartet, und finde, dass die Kur durch den wohlthätigen Gebrauch von üoocTs Sarsaparilla eine vollkommene ist. Ich werde stets bereit Hood's ss.Kurirt ein es allen Leuten zu empfehlen. die an unreinem Einte Leiden. Es ist eine vortreffliche MedMn und kein Haushalt flolltct ohne dieselbe ein." Fraü1.EI2I Rosie Favoes, .1007 South Chestnut öt iluncie, Ina. Hood's PilJon sind dij besten. 25c. Uenestr prachtvolle Muster. enster-öörbänge in allen Farben mit Franzen, Goldkisten in allen Far ben. Eeschmackzolle Dekorationen aller Art. Cedieger.e Arbeit zu möglichst biegen Preisen. n m ioeiier, 161 Oft Washington Str. Für 29c kauft man eiue Fard ganz wollenen Cheviot, 37 Zoll breit. Auswahl von 25 derschie. nen Mustern. Für 8c kauft man 1 gard fakbiger Serge?, 48 Zoll breit 69c Qualität, 20 verschiedene Farben, Für L9e kauft man 1 Fard ganz wollenen Cheviot, 60 Zoll breit. Unser eigentliöer Preis ist S0e, E!n schwarzer Vargain. Ganz wollene 32 Zoll breite Granite Jacquards, nur in schwarz, kosteten sonst 76c, heute kosten sie jedoch nur 38c. Schvere schwarze Bsucle Cloaking, tzz.2S Waare, 8l.98 die Yard. HZ Zoll breite ganz wollene SuitingS für Herren , S?.l)7 die Yard. DTia"C;iniTra5Brs Palms & Janlinicrs. pLORAL-EMBLEMS. fötxUtmaw !Bto$ 2743 Massachuset? Ave. 10 Pembroke Arcade. Tkeh 40. tLZf vlumtdktt ohne Gefahr erfriert.
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Sauerampfer. ÜZein lictrrr He:r Necaltionar! 2?x Ui st in er (st. der Hot auch Iienc (Sioie nit. ,ocs Truirel meint. Ich I;ci; Kinner un of KoHrs I;cn ich auch niei Echchr Truwel. Ter ftnriie, lrell. tict dukt sich io so V' i TO' A (f - WsmS&rfa'tf' V, 'JSTTTs ; i S iA immm teslt 333 gut bchehse; er macht nach wie vor .-it dzZ Schyschein: g l än z e n d e Geschäfte un sein BänkcZauni duht alle Woch inkrk)st. Die Lizzi: waZ mt'i ?düi i, hol of KohrZ aricj sohr briajsr I:fieh:t, daß sie die Ea von c.i Buhtläck sein sollt, uu ich in schnür, wann Eenz von ih Ladsch s.i?:ste:n ftoz: deh!: Well, Mig Saueräiupe?, was mat dein Son, tu Bhtbläc!?" fcal deht' se lille. In die letzte Miedung Hot die OberSicherheitsventilklappe - Aufseher wisse Sie, in den Stuhl sitzt jetzt t Lehdie zu eine von die Schwestern rimarkt, so. da& es die Lizzic höre konnt; well, Hot se gesagt, es gab Leit. die dehte sich alle Augenblick e ncieZ Bannet kaufe un die Kinner mißte mit Schuhfchele das Geld desor verdiene. .Jesser". sagt do die Lizzie, .das is so Schwester ObersicherheitZoentil. klappe-Aufieher: awer eZ Hot auch Leit, die kaufe sich noch mehr wie das, die kaufe sich auch Sielshn-SackZ un si.k vstacklns un wann daZ Geld Nlt mehr lange duht. dann macht der Mann en gute Bankerott und macht do dabei en Peil Geld und duht die Kret tittorZ schiete. oder er setzt sei Bildung an Feier und schluckt die Jnschuhrenz. &o hat plentie Lett, Schwester Ober. jlch:rtzeitSJentill!2ppe-Äufseher. D:e iZ so roth g:worde w:e en Labster un Hot kee Wort mt gesagt, awer se ho! gezeigt, wie ar:g se sich do driw wer gefuchst Hot. Die Lizzie hätt' geglich: nich luehr zu sige, awer wisse Se in die Lahdsch un unner soötele Schwestern, do herrscht die größte Eln'gkeit un Freindschaft, do derf keene die annere insolte un wann se sich auch gegenseitig die Auge auskratze konnte. Jesser. in die LahdscheZ do kann mer noch Einiglet finde. Ich selbst hen frieher zu ebaut e Dotzen Lahdsch:Z belangt un all sin s: vor-lauter Einig' keit geboßt u? ufgebroche. Well, um Widder uf die Kidds zu komme ich kann Jhne saae. mein Truwel, der Hot noch kee End. Der Kränkle lernt mich nämlich auch nickZ in die Schul un ich kriege puttiniehr alle Dag t Not von die Tietscher. Of KohrZ loö ich's nit an Lickens fehle; wei alle Owend nemm ich en vor un verhau em vaZ Fell wie alles. Der Bub iZ schon so juhst dazu, daß, wann ich emol nit dazu siehle. lhn zu wippe. er von selbst sagt: Gelt Pa, du fiehlst heit Nacht nit gut." Ich wunner nor, ob die Schlag gut duhn. einder strehnsch iZ es, daß die Liz-. zie nit so viel um den Fränkie, wie um den Karlie gibt. Se duht mich alle Nacht bulldohse. ich soll doch auZgucke, daß der Bub en annere Schapp krieg: deht. wo mer auch prauo sor sem könnt. En Buhibläck", sagt se, un wenn er noch so erpert in sein Bissenes wär, iZ doch immer nicks als en Buhtbläck. Wei, die Nehbers peinte schon auf mich un ich schäme mich ordenlich in 1t JMeischzpp odtt in de Grosserstohr zu geh:." Well. Lizr.e", hen ich ce sagt, du mußt nit meinde, was die Nehberö tahke; der Karlie kriegt auch en difserent Wapp un mir könne se doch all biete. !Nir hen de Stoff un wer heit zu Dag käses Geld Hot, der werd als prominenter Mann riespektet." Wie mer noch so tahke. do mm ich das Pehper in dfc Hand un sehe t Aedverteisement, sell Hot mich interestet. Denke Se nor emol an, Herr Redackiionär. do sin BogzieZ geossert worde, wo mitaus Hors laufe un wo llier nur drmn: zu sitze braucht UN dann fahrt's, daß en Hund jammert. Wann sell keen Humbug net i-, hen ich gedenkt, dann werd eens getackelt, un wann's sor keen anneln Diesen iZ, als daß die ganze Nehberhutt boste duht for Neid. Wisse Se, wer hier in das Kontr'e t bissche SchoZ will mache, der muß e Hors un Bozz:: ohne, un wann er'Z nor luhse duht. um Sundags sei Altie dorch e paar Stritts oder emol in die Kontrie zu LandZlelt zu fahre un den: ihrn Seider oder ihrn Grehps w:m zu drinke. Ich kenn: Leit, wo so arm sin. un en Hunger hen, daß se for lauter Dorscht nit wisse, wo se die Nacht schlose solle: awer ihr HorZ un Bogzie misse se doch hen. Of Kohrs uckt vas Gaulche dann als e ytuoi weae Mangel an Jwwerfluß wie e re- ? m l . jl !jf 9 auler öuiracr, awer, mai nias aus igr JQors un ozgte inine e qzm "i- m rr. r. w:. 5'ch hen o auch emol t Bozzie ge batt. awer mei Lewe deht ich mich keinö me?r rriege. yen oua? rnlyau ucn , lj C ! ?lu5s taror, denn so? bet ve WeoeZ Weiler zu gehe, brauch ich lee Boagie, un weiter kumme ich jo doch nit. Awer von die siemsche BoggieS mitaus Hors hen ich mich doch eens geordert, denn . rti v. i:n ml. 13) ras ai cu g2lize uiu uicu. hjiz Lizzie Hot die Eidie arig gut gezliche un mer konnte hardlie warte bis selles Boazie komme is. Wie'Z awer feinele kam. ich sage Jhe, sell kvar dk Tahl .zf de Taun. All sin se komme un hen hinne un vorne ihr Nc3 encigeslccki un all hen se gefrogt, ob se nit auch e Neit nemme könnte. Selle BoggieS hin unn'lg den Siet, en kleene Beuler wo mit Kohleul g:fei:rt werd. Wann nenua Stiem do is, dann geht die G: schicht los un mer kann hinfahre woHn mer will. Ich hen rach de näm.f. M (M.P. Iia Aaa re meinet m:r uaner oeluu
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un Kohleul in de Stohs gedayn vikoZ
ich wollt' de annere Dag mit die Lizzie die erschte Reit nemme. Die ganze Nacht konnte mer for lauter Eckseitement kee Auae zu duhn. Die Lizzie ho! sich in's Bett erlm geschmisse w'e alles un Hot mich puttiniehr aus das Bett gepuscht. Uf eemol höre mer so e fonnie 9'eus in die Jahrd, un mer konnte aar nit j au-mach: was es eigentlich war. Ich ttn ans Fenster gange, hen d'.e Ble:nds uigepnscht un gucke in de Jayrd, un mas wer'n Se denk,', das r.ei: Boggie is w:e krehsig zn die Jahrd erum g:ronnt, is geq: alles gepuscht un daß es nit in PiehseZ gang: iZ. wunneit mich her: noch. Ich, so schnell w:e e Hund gauzt, enaus in die Jahrd. Do hen ich dann ausgefunne. daß d?r Karlie, l?efor daß er m s Bett is gange, den Stohf in das Bozzie geleit ho!. Wie das Feier so ebaut t halb: Stund g: brennt Hot, do Hot's us eemol Stiem zewwe un der ho! das Boggie in oie ganze Jahrd erum gedriwe. Es ho! puttiniehr zwee Stunde genomme. be for daß ich selles Boggie gestappt hatt'. Das Wasser in den Beiler ist uf den Weg puttiniehr all gejuhst worde. De r.eckste Daa hen ich das Feier Widder gestart un ich un die Lizzie hen uns in das Boggie gesetzt. Wie mer aus v;e Jahrd gefahre hen, do is die ganze Stritt zusamme gelafe un mir hen gelehlt als wann mer die Welt eigne dehte. Das Ding Hot arig gut gechafft un ich ben so happie gefleolt. wie noch nie befor. Awer es Hot nit ana aenomme. do Hot das Bozgie us eemol gestappt; e halb e Minnit spehter duhi's en Krasch un das ! fliege mer alle Beide ob in die Ehr. Ich hen nit gedenkt, daß mer noch emol uf de Grund komme dehte. Awer mer sin doch nit owwe gebliwwe. Mit een Schlag sin mer uf das Pehfment gealle un wo die Lizzie hin gefall: is. do Hot's en große Fettspal5 gewwe. O, mei, o mle, wie hawe mich met Bohns so weh' aedzhn! Zesses. un wie bot die Ltzzie .do gelege! Alle vier Hot se von sich aeitteckt un Ich hen schnell m Jwwetkutt iwwer se gekowwert. for daß se d:ehsen:er geguckt hat. Ich hen chuhr gedenkt, daß se doht war , awer ch war mißtehken; in e paar Minnits war se wieder allrecht un mer konnte nseit das Haus gehe. Das Bogg:e war zu Kindlinzwutt gesmäscht un die ganze Stritt Hot voll Leit g:stanne. Der ganze Truwel war, wieder der verdollte Bub. wo in die Nacht das Wasser in de Beule? gejuhst gehatt Hot. Wie kee Wasser mehr drin war do am die Ecksplohschen. Womit ich verbleiwe Jhne Ihrn liewer Philipp Sauerampfer. m Eine LttligatorZagS in (Zcuadar. Oon A. K. Die in Süd'Amerika vorkommenden und von den dort ansässigen Europa ern kurzweg als Löwen und Tiger bezeichneten Naubthiere sind sehr viel gemüthllcher als ihre ofruanischen Vetern, und auch die m den Flütten von Ecuador lebenden Alligatoren sind kleiner und ungefährlicher, als die berüchtaten egvptilchen rotodile. Dennoch war eine Jagd auf diese Bestien, der ich beiwohnen konnte, lmmcrhin so interessant, daß e lohnen mag, von ihr in Kürze zu erzählen. Wübrend meines Aufenthalts in Guayaquil, der Hauptstadt der an der Westküste von Südamerika unter dem Aequator gelegenen Republik Ecuador. reranstalteten die dort ansässigen Deutschen eine Alllgatoriagd, zu der auch ich mit noch mehreren vorübergehend dort anwesenden Reisegefährten freund llchst eingeladen wurde. Die Herren hatten sich einen hübschen, bequem ein gerichteten Flußdampfer gemiethet, auf dem wir uns Morgens zeitig, bevor noch die tropische Hitze einsetzte, ein schlklten. So ama es in fröhlichster Stimmung flußaufwärts in 'den schönen, kühlen Morgen hinein. Die Tropenlandschast bot zwar nicht sonderlich viel Neizvoues, denn die Ufer sind auf beiden Seiten flach, waren aber schön grün bewachsen, ein Anblick, ven man in den Tropen trotz üppigster Vegetation nur zu oft entbehren mutz. Nechts und links sö' neS grünes Weideland mit wenigem f . r ' w . -cn ! " v ... . srievliy kMnoen iey, uno ivenn nicht hin und wieder eine einzelne Palme und in blauer' Ferne die Eordilleren mit dem mächtigen Ehimborasso sichtbar gewesen wären, hätte man stcy in eine norddeutsche Tiefebene verseht denken können. Won Alliaatoren, die. wie wir spä ter sehen sollten, in fabelhafter Menge vorhanden sind, war vor ver Hand noch nichts zu bemerken, denn diese kommen erst zum Vorschein, wenn die flachen Ufer bet de? noch weit flußaufwärtS sich bemerkbar machenden Mee reöebbe hervortreten. Sie lieben eö. träge im Schlamme liegend, das Wasunter sich wegfallen und sich dann im buchstäblichen Sinne des Worte? die Sonne in den'Halö scheinen" zu lassen, indem sie den schen glichen Rachen weit aufsperren. Unser Dampfer hielt sich ziemlich in der Mitte deS hier breiten Flusses und ich wunderte mich sehr, daß ich Einge borene mit ihren Kindern ganz harm loS im Wasser baden sah. Ich erfuhr aber, daß die Alligatoren m dem sehr fischreichen Flusse genügend Nahrung finden und sich ' deshalb niemals am 'reniazen vergreisen, van ne aver wu ter flußaufwärts,' wo der Fischreich thum nicht mehr so erheblich ist, sich auch zuweilen an kleine Kinder machen, wenn sie sie erwischen können. Erwachsene fürchten die Alligatoren aber garnicht, 'jrotzdem sie gefährlich aenua auSseben. ' Als aar nichts Sei teneZ wurde mir auch erzählt daß die Cui2eboLUt. die an den mukufern.
oft bis an die Hüften im ZLajfer fleyend, ihre Arbeit verrichten, den zuweilen unvermuthet zwischen ihnen austauchenden Alligatoren mit ihren langen Messern den eib aufschlitzen, indem sie geschickt untertauchen und den Bestien von unten beikommen. Das Fleisch wird zuweilen von ihnen gegessen. Das erste kleine Alligatorchcn, w.'l. cheZ wir erblilten, saß auf einem schwimmenden Gra-büschel. das uns inmitten des FlusseS entgegentrieb. ES ließ sich vergnüglich flußabwärts flößen und verfehlte natürlich nicht, bei uns Neulingen große Sensation" heccorzurufen.
AlZ cs qcgen Mittag ging, erblickten wir d'e ersten größeren Thiere, die sich aber weit ab vom Dampfer befanden. Tie Entfernung war so arofe, oau es selbst, mit einen: Fernglas nicht r.i er kennen war-, ob es sich wirklich um Alliaatoren cder'um umgestürzte taum stamme bandelte. Etliche dahin gesenkte Kugeln scheuchten die regungslos dalie gende Gelellschaft aber auf.' die in un beholsenem Laufe eiligst m das Waiier plumpste. Nachdem der Dampfer den Fluß eine erhebliche Strecke hinauf gedampft war. hielt er aus das Uicr zu und legte in der Nähe einer großen Plantage an. um das Fallen des Waners abzuwar tcn. Wir benutzten inzwischen die legenkcit. um die sehr ausgedehnten Anpflanzungen zu besichtigen. Es wurden hier hauptsächlich Kakao und Kaf see gebaut. Als das Wancr 'Zu fallen begann. rief uns die Dampfpfeife an Bord zu rück und nun begann auf der Rückfahrt das eigentliche Alligator.Schießen. Eine Jagd konnte man eZ nicht wohl nennen. da wir unsere Schießübungen, bequem aus dem Stuhle sitzend, von dem oberen Teck des Dampfers aus vornabmen. ES mochten gegen 20 Büchsen in Thätigkeit sein und alle fanden vollauf eicyaftlgung, ocnn ver verrath an Zlelob:ecten war enorm. Ter Tampfer hielt sich jetzt mehr in der Nähe der Ufer, bald rechts, bald links, und überall lagerten die rachenaufsverrcnden Unthiere in Mrngcn. Greifbare Ereigniiie unserer cnbaltcndcn Kanonade konnten wir allerdingS nicht haben, denn wenn die ge troslenen aultr auch merklich gaiiig jcii;ndenM, wie die Jäger sagen, sj hatten die zähltbin Thiele drch m.i.' stenS noch so viel Kraft, baß sie sich in den Fluß stürzen und darin untc:tau' chen konnten. Hin und wieder blieb auch einmal ein Alligator, heftig um fich schlagend, am User ilcqen, doch der Tampferkapitän konnte nicht halten lassen, weil er mit dem Schiffe rncut an das Ufer gelangen t ermcchte. Er ver sprach uns aber, daß er uns noch in Jaqdgrüude stthrez' wolle, die unser Erstaunen erregen und die uns auch Gelegenheit geen sollten, unsere Jagd beute zu erlangen. Und der brave Mann löste sein Wort in glänzender Weise. Der Dampfer bog bald m einen ftillen, einsamen Seitcnacm ein, und der Anblick, der sich uns hier bct, war in der That überraschend. Beide Ufer des schmalen ErcelS waren im wahren Sinne des Wortes dicht bedeckt mit den schwarzgrau gefärbten Gesellen. Es mochten wohl viele hundert Stuck sein, die, dicht an einander gelagert, sich unseren erstaunten Blicken darboten. Meist alle mit weit aufgesperrten ;icita dämmerten sie trn Gefühle größter Sicherheit unbesorgt dahin und wuiden anscheinend den Dampfer, der doch immerhin einigen Spckta'el voll. führte, gar mcht gewahr. ES wuroc schnell mit wispernder Stimme verabredet, daß wir Alle auf Eommando ein alvenscuer aus den dicksten aufcn abgeben wollten, da Jeder natürlich nur Zeit zu einem einzigen Schuß sinden würde. Ter Dampfer bog auf das Ufer zu und allmälig wurden doch einzelne von den schläfrigen Gefellen aufmerkfam und hier und dort sah man ein Unthier in das Wasser plumpsen.' Nun wurde auch Plötzlich das ganze Gros an beiden Ufern lebendig, und eine wilde Flücht begann, aber zu spät. Ein unterdrücktes' kurzes Kommando: und einige 20 Kugeln prasselten ihnen um die ötöpse. Im Zeitraum von einer halben Minute waren idie Ufer leer, denn Alles strebt: eiligst dem rettenden Wstsser zu, bis' aus zv:i Thiere, die baümstill liegen hlieben und 'en 'Eindruck mächen, als ob sie selbst jetzt noch nicht aus ihrem Schlafe erwacht seien. Unser Dampfer hatte sich inzwischen an daö Ufer heran ma novrirt, eine schmale Lausplanke bildete eine etwaZ schwanke Brücke, und im größten Jagdeiser stürzten wir an das Land. Die beiden zurückgehlttö;nen Alligatoren ieii. schwache LebenZzeichen und der eine von ihnen versuchte noch, einige seiner Jifürchteten Schwanzhiebs auszutheilen und mit krachenden Kiefern um sich zu schnappen, aber ein wohlgezielter Schuß auZ der Nähe tödtete ihn. Beid; Thiere waren von 'meh'reren uzeln', durchbohrt, und. nur diesem Zufall war eö zu danken, daß' sie sich nicht mehr in'Z Wasser stürzen könntsn, wo sie uns dann natürlich verloren gewesen wären Wahrend d:e beiden Thiere von der Schiffsmannschaft aus den'DampseH gebracht werden, vertheil! wir unZ lanzZ des.Ufer üm ,d's 'Wiederauftauche,n der Alligatoren u erwarten. Das. Wasser in diesem stillen Flußarm war spiegelglatt, und ohn: jedes Kraut. Nach Verlauf von '10 7IS' Minute erschienen einzelne-Thi:re dorstchtig' an der Oberslachk'. um Lust! zu schöpfen. EZ währte einen außerordentlich inttttssanten Anblick,, wenn .die 'Bestien' sich icht unter der .Oberfläche des Wasserö' leise und langsam dahinschoben.. Won dem ganzen .Thiere, erschie nen an' der glatten Spiezelfläche. nur dib hzAi,egener' dicht znsammensie-
henden Augen, ungefähr einen Meter davor die ebenfalls holiegenden Nafenlöchcr und zw:i Meter dahinter ein paar v:re'mzelte Schmnzzacken. Bon dem übrigen Körper des lautlos, erscheinenden und sich ebenso weiter b:wegenden Thieres war nichts zu seh:n. Ein wohlgezielter Schuß aus die Augen ließ es dann halb aZZ dem Wasser emporsahren, und klatschend mit dem Schweife um sich schlagend und wild mit den Tatzen herumgreifend, verschwand es dann auf Nimmerwiedersehen in der Tiefe. Meinem Nebenmann: gelang ein Meisterschuß, indem er einen schwimmenden Alligator durch einen Schuß in den Kopf 'sofort tödtete. In dem krachenden Schuß drehte sich das Thier um und trieb, den grllnweißen Bauch nach oben gekehrt, langsam auf den Dampfer zu; eZ wurve aufgefischt und an Bord genommen. Es wurde nun allmälig Zeit zu? Nückkehr. Die Dampfpfeife rief unZ an Bord und bald boa 'der Dampfer wieder in den Hauptfluß ein. Wir trafen öfters todte Alligatoren, die langsam flußabwärts trieben und den Beweis lieferten, daß unsere Kanonade nicht ganz wirkungslos geblieben wa?, da wir aber drei Trophäen an Bord hatten, wurde den schwimmenden Eadavern weiter keine Beachtung g:schenkt. Noch einmal hielt der Dampfer auf der Rückfahrt, um Gelegenheit zu ge-. ben, ein Gruppenbild von der fr'öhlichen Jagdgesellschaft aufnehmen zu lassen, denn neben den Jägnbüchsen waren auch die Momentapparate nicht vergessen worden. Unter einer schönen Palmengruppe wurde Aufstellung aenimmen, den mit Schweiß und Stöhnen an das Land geschafften schweren Ungethümen wurde natürlich der Ehrenplatz in der Mitte eingeräumt, und nachdem dieses wohl vollbracht, ging es in heiterster, feucht-fröhlicher Stimmung heimwärts. In Guayaquil, direct unter dem Aequator.- besteht n'ämlich eine Bierbrauerei, die ein sehr annehmbareZ Vier braut und di; mit ihrem erfrischenden, hübsch kühl gehaltenen Stoffe nicht geizte. Von den erbeuteten Alligatoren wurde ein Ezemplar zum Abziehen bestimmt, was die- Eingeborenen bier recht gut verstehen. Die andern beiden Cadaver wurden über Bord ;:wo?fen. nachdem ihnen einige Zähne aus..ebrochen waren, die uns eine eigene Ueberraschung bereiteten. Die spitzen, zuckerhutförmigen Zähne-sind, wie den Zoologen bekannt ist, sämmtlich hohl und enthalten im Innern, noch, einen vollkommen ausgebildeten zweiten Zahn. . Ter unf.'hldare Gladsior.e. Der Afnkare'sende' Stanley erzählte einem Reporte? folgende charakieristische Aneldote über Gladstone. Ich hatte ein Interview mit Gladstone wegen des Sklavenhandels, den ich von ihm unterdrückt, haben wollte. Ich ließ eine große Karte von Afrika vor ihn legen. .Dort," sagte ich, ist der Hafen von Mombasa, in dem Sie die stanze britische Flotte - unterbringen könnten. Es' ist ter beste Hafen der Welt." Wer hat ihn gemacht?" war die rasche Fraz'e.' D'e Naiur.". erwiderte ich, ruhig. 0 nein, die Natur macht Kheden; der Mensch macht Häsen," war die mit großem Nachdruck gegebene, Erwiderung. Entschuldigen Sie, Sir, auch die Natur macht Häfen, und dieses ist einer davon." Er schüttelte den Kops; er war Premier von England; es ließ sich n'.chi mit ihm streuen. Darauf deutete ich mit meinem Finger auf den Viltoria-See und sagte: Hier ist der zweit-größte See der Erds. nach dem Lake Superior. und die Nilquelle. Ich schwatzte Vieles über den See und iseine Bedeutung, bis ich die Entdeckung machte, daß er meinen Wortin nicht die geringste Aufmerksamkeit schenkte, sondern mit tiefem Interesse einige Berge auf der Karte betrachtete. Wie h-i'st man dies: Berge?- fragt: er. Cordon. Vennett-Mackay.' Sir.Und wer ' hat diesen Berg so lächerliche Namen gegeben?" Ich. Sirz ich hah: d'fe V:rqe entdeckt." Nein. mm", war Gladston:'S nachdruckZvolle Autw?rt; diese Berg? wurden, vor sechZundzwanzig Jahrhunder!en von Herodot entdeckt!" WedttnkcvMUter.
Tugenden werden bewundert, Fehl-r aber nackigeiht. Je b:sser man sich mit sib selbst unterhält, um so schlechter mit Andern. Gewöhnlich faßt, man das Lob Anderer als den' Tadel der eignen Person auf Wer sich nicht vor dem L'b:n flirchiet, sürchtet sich auch nicht vor dem Tod. Liebe ist die' schönste Form des Egoismus. Egoismus die - häßlichste Form de? Liebe König Georg von Sriechcnland' . ernannte J!:s Hofs ' zumHoslikscramen in ' aderrackt der Koben Bcr;5qe de Johann 'Hossfazen Maizer. trakt.- (roie t in den Bksttllungeookumeat beißt.' - - ütrt ?nch ot Fälschungen. ". ttannfieff'icbC' iuiierttott gf-A ilg,d,Nam,n ßrmAfti ul fctt FUlschk nll.lf iiflltf. ' Siner MendelsorCyÄn, te, New Vork. .? . . - Clou certagi Wtm "ffi" 'QM's&rtWt1 i
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