Indiana Tribüne, Volume 19, Number 48, Indianapolis, Marion County, 5 November 1895 — Page 2

Fndians Sribüne. Erscheint Täglich ntö Sonntag,

Die rlzllche IrtSfine" koster durch den Zx&gtx 23 Cents per lJoche, die EonntsgS.Tribüne'ö Cent 3 per Woche. Oeide usa: litlentS otr 55 CentS ver L?oet. Post außerhalb In tJt zsgeschickt t VorauSbezahluz $ iptx '.'.ahr. ffUi 18 Süd Xllafxttna Straße. 3nc;amipoU, 3no., 5 Noo,mber . Ncrsundka d iefjt sr,ö flüycr. In der letzten Zeit ist der canzdische Inselstaat Neufundland wegen seiner politischen und anderen Skandale wieder viel in der Leute Mund: gewesen. Man hat von dr Natur dieses Landes bei uns ineist noch ungünstigere Begriffe, als von seiner Vernialtung. und erstere Begriffe sind, trotzöem es sich uni ein Nachbarland handelt, zum guten Theil irrig. So möge es denn ein klein wenig vorgestellt werden, damit es nicht allzu schlecht gemacht wird. Neufundland ist keineswegs das ne-bel-und eisverhüllte Land, wie es in 'den Köpfen Vieler spukt, und hat von Natur a::s bedeutend mehr für sich, als Labrador, von welchem es nur idurch ine schmale Wasserstraße getrennt Es liegt in einem südlichern Breitegrad, als Großbritannien, und obwohl es nicht gerade die Temperatur. besitzt, welche man nach dieser Lage erwarten sollte, sind doch seine Sommer. nicht nur angenehm, sondern geradezu. lieblich. Die Winter , freilich sind lang und streng genug, und kein Golfstrom mildert hier denOcean; aber herrlich klar scheint die Sonne auch im Winter, und von der Umnebelung" ist gewöhnlich nichts zu bemerken. Infolge des langen Winters ist der Mai, der wunderschöne", meist gerade der unangenehmste Monat, erst noch Schneewehen und dann scheußlicher Schmutz, wie wir es ja auch schon in vielen Theilen der Je?. Staaten öfter erlebt haben. Auch der Juni ist oft rttch ungemüthlich, aber welch' wonnevolle Veränderung gibt es dann! Diese' herrlichen Tage in den TannenWäldern, bei den wiloenHimbeeren und Preiselbeeren, und bei den prächtigen Blumen der Marschen! Und man kann sich auf diese gloriose Sommerzeit mit ziemlicher Sherheit verlassen? nur .sehr selten bringt die Witterung eine Enttäuschung. Liebhaber der Forellensischerei und verwandter Vergnügungen finden in den Neufundländer Sommertagen eir.en großartigen Genuß. Aber nicht sie allein;' man kann sich kein reizenderes Paradies für Pikniks vorstellen, als dieses Land im Hochsommer. Etwas Eintrag thun blos die Moskitos und SandfÜegen, welche allerdings nicht zu verachten" sind; aber die kann man so gut in den Kauf nehmen, wie anderwarts auch. In Neufundlands alten Tagen wurde denn auch ganz gehörig gepiknikt; die ganze Bevölkerung schien zu diesen Vergnügungen herauszuströmen. Es waren gute Zeiten auf der Insel in den 60er Jahren. Sogar das Militär half diese gedeihlichen Verhältnisse fördern und verlieh der Gesellschaft Leben und Ton. Seine Entfernung war denn auch gerade für diese Insel ein empfindlicher, schwerer Verlust ; denn Neufundland hat hierdurch die Fühlung mit der Außenwelt so ziemlich verloren. Mag dieser Verlust an buntem Leben auch nicht ganz so groß r wesen sein, wie ihn die Briten sich vorstellen, jedenfalls ist im letzten Vierteljahrhundert eine arge Entartunz unverkennbar, welche nicht zuletzt auch in wirthschaftlicher Richtung verhängnißvoll wirkt. Ein englischer Znsammenbruch. Die Londoner Trnth", ein Blatt, das wegen seiner offenen Aussprache bestehender Uebelstände bekannt ist. erörtert unter der Ueberschrift A IZritish Debacle" die jüngst beendeten englischen Manöver im New-Forvst". Daß nicht Alles .geklappt" Hatte, konnte man schon aus den (meist schöngefärbten) Berichten der Tagespresse entnehmen. Ein Augenzeuge schreibt der Trnth", daß der Ausmarsch der englischen Truppen aus dem Lager bei Alvershot lebhaft an die Schilderung erinnerte, die Zola in seinem Roman .Döbacle" vom Marsch des 7. Corps von Mühlhausen nach Aklsort entworfen hat. Die Truppen hatten jedr Gliederung und Zucht verloren. Ein Regiment bestand überhaupt nur noch aus einer Reihe von Nachzüglern. Die Mannschaften waren so ganz und gar fertig-, daß die Artillerie auf ihren Geschützen ganze Schaaren von Rothrocken in'Z Lager brach:e. Viele Cavalleristen wann abgestiegen und hatten Infanteristen mit wunden Füßen auf ihre Pferde gesetzt, während ste .selbst mit ihren schweren Reiterstiefeln und Sporen ihre Gäule am Zügel führten. Noch die ganze Nacht hinburch langten Nachzügler, zu zweien und dreien im Lager an." Bekannt ist, daß ach einem anstrengenden Marsch Mannschaften ihren Ofjicieren den Gehorsam verweigerten, weil die Taniinen. voch nicht aufgeschlagen werden sollen. Die Rädelsführer wurden deshalb zu leichten Gefängnißstrafen derurtheilt. woraus ein Verurtheilte? das Tintenfaß gegen den Vorsitzenden des Kriegsgerichts, einen General. schleudert, dessen Uniform ganz mit Tinte Übergossen wurde. Vielleicht was dies derselbe General, über den sich auch eine militärische Fachzeitschrift Broad Arrow" beschwert. Er soll schlecht mit seinen Untergebenen stehen und mit Vorliebe den ihm unter stellten Officieren androhen, er werde sie in Arrest stecken lassen. Ebenfalls le! den New-Forest-Manöverni irrte sich dieser General und ritt auf ein fremdes, gar nicht zu seiner Division gehöriges Regiment los, dessen. Führer er anschnaubte: .Wie können Sie sic6

unrernencn. unter' Zseuer muten zu sein?" Ich commandire kein Bataillon". an!'.oorleie dieser, bin nicht unier Feuer und gehöre nicht zu Ihre: Division." Zum Teufel! Wenn Sie nickt fcfci: vom Pferde herunter s'eigzn, so lasse ich Sie arretiren!" lautete die in größter Wuth ertheilt, Entgegnung. Der also Angeherrscht' stiea v?m Pferd und fragte, ob er sict als'arretirt zu betrachten habe, erhiel: darauf aber kein: Antwort mehr und machte von dem Vorfall amiliche Aiu ,:ige. Am nächsten Tag besuchte de: Veneral den Oberst und damit war die Ä.'schichte erledigt. Truth" meint. ungenügend ausgebildete Truppen ml unfähige Officiere hätten die von Zolc aeschilderte Döbacle" herbeigeführt: duich ähnliche Ursachen könne aber auch leicht ein Britischer Zusamrnenbruch" zu Wege gebracht werden.

LZrlefe aus Deutschland. Von l!h. Kaufmann. - Dresden, 10. Octoöer. Die sogenannten staatserhaltendea Parteien in Deutschland frohlocken. Auf dem in Breslau abgehaltenen Parteitage der Socialisten ist es zu außerordentlich heftigen Reibungen und zu eine? Niederlage der hervorragendsten Führer Bebel und Liebknecht gekommen. Daö besonders von die sen Beiden warm empfohlene AgrarProgramm wurde mit sehr-starker Mehrheit verworfen. Freilich muß zugestanden werden, daß die Gegner der Socialdemokratie wohl auch frohlockt haben würden, wenn das Gegentheil eingetreten wäre. Denn, dann hätte es geheißen: .Seht die Heuchelei :der Umstürzler. Arm in Arm mit der Junkerpartei fordern sie die.Verstaatlichung der Grndhypotheken, das heißt, sie wollen den Staat zum Gläubiger der Hypothekenschulden der Landwirthe machen Denn diese Forderung, welche auch von den Grafen Kanitz und Mirbach aufgestellt wird, war der wesentlichste Punkt des von der socialistischen Agrar-Commis-sion vorgelegten Programms. Es kam darüber zu sehr starken persönlichen Reibungen unter den Genossen. Bebel erklärte mit dem GenossenSchippel als Menschen fertig zu sein" und Schippe! nannte Bebel einen Demago gen, die übrigen Mitglieder der AgrarCommission aber Dummköpfe und Eharlatans. Jedoch haben die Parteihäupter derartige Liebenswürdigkei ten schon früher ausgetauscht, ohne daß der innere Zusammenhalt der Partei dadurch erschüttert worden wäre. So lange die Staatsanw'älte, die Polizei und deren Organe, die Herren von :Stumm und andere noch viel höher Stehende durch systematisch: Unterdrückungen und durch unüberlegteDrohungen Wasser auf die socialistischen Agitationsmllhlen bringen, brauchen sich die Genossen über ihre eigenen Feh ler wenig Eedanken zu machen. Wie soll man die deutschen Bauern zu Socialdemokraten machen, das war die große Streitfrage auf diesem Parteitage. So lange der deutsche Bauer micht zu der rothen. Fahne bekehrt ist, bleiben alle socialistischen Siege in den Großstädten gegenstandslos. Das hatte der letzte Parteitag bereits er kannt und einen Ausschuß eingesetzt, welcher ein Programm zur socialistischen Agitation unter den Bauern ausarbeiten sollte. Dieses Programm lag in Vreslau vor. Vom rothen Zukunftsstaat war nicht darin die Rede, wohl aber von allerhand kleinen Heilmittelchen, durch welche man den gegenwärtigen Nothstand der Bauern mildern will. Dies Programm hatte seinen Donner zum größeren Theil von den Antisemiten gestohlen, welche seit längerer Zeit mit demselben Mittelchen auf den Bauernfang ausgehen und schon recht gute Erfolge zu verzeichnen haben. Außerdem stimmte die Hauptforderung dieses socialistischen Entwurfs mit dem heißen Verlangen der verschuldeten Rittergutsbesitzer überein (Hypotheken-Verst?atlichung). Das geht nicht, erwiderten die radikalen Socialisten, damit gehen unsere Prin cipien zum Teufel. Vergebens suchte Bebel darauf hinzuweisen, daß Marx und Engels schon zu solchen Mitteln gerathen hätten. Die radikale Mehrheit des Parteitags war der Ansicht, daß die Kleinbauern in Folge de: un gunstigen Lage der Landwirthschaft in's Elend getrieben werden und dann ganz von selbst der Socialdemokratie in die Arme fallen werden. Sie siegten, mit 165 gegen 63 Stimmen wurde das ganze Agrar-Programm verworfen. Doch ist dieser Sieg wohl nur ein temporärer. Der Einfluß der alten bewährten Führer ist zu groß, als daß die Sache damit ihr Bewenden hzben müsse. Im Grunde genommen, stellt 'sich die von Bebel und Liebknecht geführte Minderheit als die Strömung dar, welche, auch wenn sie es noch nicht i'.uzesteht. doch bereit ist. daZ alte Programm fallen zu lassen.- Denn die werbende Kraft der Socialdemokraten muß sich in absehbarer Zeit erschöpfen. wenn sie ausschließlich auf Forderungen sich stützt, mit denen doch nur das Jndustriearbeiter.Proletariat geködert werden kann. Je .blauer" das Programm wird, je mehr die Duselei vom Zukunftsstaat in den Hintergrund tritt, desto stärke? wird auch die Anziehungskraft der Partei. Auch der Breslauer Parteag scheint zu lehren. daß sich die socialdemokratische Parte! nach und nach in eine bürgerliche radi kale Partei verwandeln wird. Geschiebt das, so konnte sie den bestehenden Zuständen in Deutschland viel leichter gefährlich werden, als mit ihrer gegenwärtigen Organisation. Die Breslauer Polizei nahm sich des socialistischen .Congresses. in liebender Fürsorge an. Eine Polizeistation befand sich in demselben Hzuse, in welchem der Parteitag seine Sitzungen abhielt, ein von den Rothen geplanter Eommers fand nicht statt, weil die Polizei das Absingen gewisser Lieder derboten hatte.' ein österreichischer' Genofse". der eine icdjt harmlose BegeiÜerunKZrede ehzZteg ajjfi, auibt ali

fnDequemei Auslande: sssou über die Grenze abgestoben, bei der Bekrönauna d;? :zti?; oon Lasalle (der in

, Äre-lau beerdig ist) waren angeblich j fast so viele Polizisten als Genossen auf dem Fneodose und schließlich wurde der 70jährige Liebknecht, der schon so viele Kerkerstrafen litten hat. wegen MajestatZbeleidigung, begangen in einer Rede, in Anklaqezustand dersetzt. Ließe man doch die L:utchen ge-r-frn S,"rM ftifl 3 CI Ttffi t-n . r . I. ,-4 tif vt.il ijwvip v iiit .iuy V&lltlJCl . Märtyrer, die zugestandenermaßen am meisten zur Ausbreitung der Soc:aidemokratie beigetragen haben. AlZ Curiosum mag noch mitgetheilt werden, daß sich unter den Teilnehmern an dem Kongresse auch eine Genossin befand, welche fürstlichem Blute entstammt, ßs war eine ehemalige württ:mbergische Prinzessin, jetzt die Gat tin eines in Bieslau praktizirenden bürgerlichen Arztes. ES wird der Dame, deren E5e von drei Kindern z?sean?t ist. nachaerühmt, daß sie eine der besten Freundinnen der Armen und Zlenden ist und ihr großes Vermögen sehr stark wohlthätigen Zwecken opfert. Sie zeichnete sich schon in ihrer Jugend durch mancherleiHandlungen auS. welche ihr in Amerika den durchaus nicht immer mit Lächerlichkeit verknüpften Titel eines Crank eingetragen haben würden. Man muß eS den Socialisten lassen, daß sie ihre Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten mit de? allergrößten Oeffentlichkeit verhandeln. In dieser Beziehung könnten manche der übriger, politischen Parteien Deutschlands von ihren Gegnern lernen. Auch die Wirksamkeit der Partei wird auf diesen Congressen mit lobenswerther Offenheit dargelegt. Man erfährt dabei, wie die Agitation betrieben wird, waS sie kostet, woher die Geldmittel stammen und wie sie verwendet werden. Danach hat die Partei ungefähr eine Viertelmillion Mark während des letzten Jahres aufgewendet. Davon kamen aus Beiträgen der Parteigenossen nur 146.401 Mark (die Partei zahlt beinahe zwei Millionen Wähler in Deutschland), aus den Ueberschüssen der Zeitung .Vorwärts" und der Vor-wärts-Buchhandlung rund 73.000 Mk. Unter den Ausgaben spielt die Summe für Preßunterstützungen die größte Rolle. 43.244 Mk., während für allgemeine Agitation nur 31.892 Mk., für Wahlagitation 20,772Mk., für ReichstagZunkosten (Unterstützung der im Reichstage sitzenden Mitglieder) 24.260 Mk., für Prozeß, und Gefängniß, kosten 15,085 Mk. aufgewendet wurden. Die Socialdemokraten besitzen jetzt 76 politische Zeitunzen in. Deutschland, von welchen 39 täglich erscheinen. Dazu kommen noch 53 Gewerkschaftsblätter socialistischer Tendenz. Die Zahl der Bestrafungen, welche ParteiMitgliedern wahrend des Jahres zuerkannt wurden, wird nicht angegeben, dagegen die Summe der zuerkannten Freiheitsstrafen mit 13 Jahren und 6 MonatenZuchthauZ (der Essener MeineidSprozeß) und 64 Jahren 10 Monaten und 1 Tag Gefängnißstrafen, fast ausschließlich wegen Preßvergehens. Die während des Jahres zuerkannten Geldstrafen belaufen sich auf 34,120 Mark. In der Stadt Knipperdollings und Thomas Münzers, im frommen alten Münster, in Westfalen, hat sich eine Revolution abgespielt. Es war allerdings eine sehr zahme Affaire, jedoch betheiligten sich viele tausend Menschen an dem offenen Widerstände gegen die herrschende Gewalt. Es war eine Vierrevolution, ähnlich wie sie sich früher in München und vor ungefähr 15 Jahren in der alten Musenstadt Göttingen abgespielt hat. Der Oberbürgermeister von Münster hatte nach Rücksprache mit dem Regierungspräsi denken von Westfalen verordnet, daß Zeder gute Bürger um 11 Uhr Abends die geliebte Kneipe verlassen müsse. Früher wurden die Mllnster'fchen Wirthschaften um 1 Uhr MorgenZ ge. schlössen. Die Polizeistunde wurde also um zwei ganze Stunden plötzlich verkürzt. Darob gewaltige Entrüstunz in der guten Stadt. AlS die Polizei das neue Gesetz in Kraft setzen wollte, gab es osfene Empörung. Allerdings verließen die Durstigen männiglich die Kneipen, aber auf der freien Straße ging der Krawall los. Zuerst waren es die sogenannten besten Bürger, welche sich auf den Straßen zusammenrotteten. Ja, daS Verlassen der Wirthschaften um elf Uhr konnte man den Leuten schon gebieten, nicht aber das Nachhausegehen, was doch eigentlich von dem fürsorglichen Herrn Oberbürgermeister beabsichtigt worden war.. .Nach Hause gehen wir nicht, nach Hause gehen wir nicht, nachHazse gehen wir och lange nicht," so brüllte die tausendkö'psige Menge nach der Melodie eines alten StudentenhedeS und auf diesen CantuZ folgten noch andere ähnlich harmlose Gesänge. Oöschon sich die Polizei nun doch hätte sagen müssen, daß böse Menschen keine Lieder haben, und daß die Geschichte bei dem friedliebend?n Charakter deSMünsterner BierphilisterthumS sich schon wieder machen würde, so wurde 'doch leider blank gezogen und eS kam zu schlimmen Verletzungen und zahlreichen Verhaftungen. Am nächsten Abende .wiederholten sich die Scenen und am dritten und vierten Abende wurde es womöglich noch schlimmer, denn an Stelle der vom Biertisch vertriebenen Spießbürger hatten sich die weniger gemüthlichen rauf- und skandalsllchtigen Elemente vorwiegend an den Straßendemonstrationen betheiligt. Da erschien endlich die Friedens botschaft, daß der Regierungspräsident die Polizeistunde um ganze sechzig Minuten verlängert, also bis Mitternacht ausgedehnt habe und seitdem herrscht in Münster wieder Ruhe. Allerdings wird sich eine große Anzahl Personen wegen groben Unfugs und Widerstand gegen die Polizeigewalt vor den Gerichten verantworten müssen. DaS ist in Deutschland durchaus kein Spaß. Ob die braven. Münsterlander -wohl rebellirt haben würden, wenn die Po. lizei is.ankre rfi teiii gröberer

Weise ihre Rechte und ffreiheiien beschränkt bätte? Schwerlich, denn der freiheitliebende Deutsche ist in allen anderen Dingen sehr geduldig, er läßt sich nicht aufregen bei jeder anderen Art der Verknechtung. zah.t ohne viel Murren, höchstens mit ein bissel Räsonniren sei'.ie Steuern, aber in V:zuq als die B'.erfreiheit dars man nicht mit ihm spaßen. Dann muckt er auf aber er singt dabei. Was den ,'rüheren Schluß der Wirthschaften anbetrifft, so hat die Sache viel sür sich. Es wird in Deutschland, namentlich in den kleineren Städten, weit mehr gekneipt, als dem Familienleben gut ist. Der Stammtisch spielt eine gewaltige Rolle, die Leute bringen wirk lich ungeheuer viel Zeit im WirthsHause zu. Abends sind alle Kneipen voll, aber auch schon am Vormittage sind sie durchaus nicht leer. Der Frühschoppen ist eine Einrichtung. welche erstaunliche Fortschritte gemacht hat. Ich wäre gewiß der Letzte, der den guten Leuten ihr GlaS Vier oder ihre harmlose Fröhlichkeit verkümmern möchte, jedoch dies Stunden lange Kneipenhocken, namentlich an den unzähligen Stammtischen, wo so Man cher gegen seinen Willen kleben bleibt.

ist der schlimmste Feind des Familien lebenS. Abend für Abend in der rauchigen Atmosphäre des Bierhauses bei der meistens entsetzlich seichten Unter Haltung der Mitaäste zu verbringen, die Thatsache, dag Derjenige, welcher münVtthü innrtf fii tr tn ht J?nA '07 W V OT' hinein, kleben bleibt, als in besonder! muthvoller Eheherr gilt, die fernere Thatsache, daß durch daS Zutrinken und Vorkommen" so mancher Schov pen mehr getrunken wird, als sich mit der Gesundheit und der Börse der Er holungsbedürftigen" verträgt das ergibt eine Summe von Uebelstanden. die den Repräsentanten der väterlichen Regierungsform wobl zu? Bethätigung seiner Macht veranlassen können. Je denfalls ist in kleineren Städten mit wemg Fremdenverkehr d,e Mitternachtsstunde als Schluß deS Kneipen wesenS durchaus zu ertragen. Dr Biersitzungen dauern so wie so schor lange genug. Gemeinnütziges Ueber den Gebrauch deS Glycerins zu Toilettenzwecken. Eins der werthvollsten und zugleich eins der am meisten geschmähten Toilettemittel ist das Glycerin. So schätzbar seine Vorzüge 'im Eeschmeidigerhalten der Haut und v.m Heilen kleiner Risse u. s. w. bei spcuver Haut sind, so hört man doch zu ost Urth:ile, die ihm diese werthvollen Eigenschaften absprechen und vor seinem Gebrauch wegen des verursachten Brennens auf der Haut warnen. Diese verfehlten Urtheile haben ihren Grund oarin. daß zuweilen das Glycerin nicht in der nöthig: Verdünnung angeweno.'t wird. Nur wenn es mit gleichen Theilen Wasser (oder Nosenwasser. Orangewasser u. s. w.) verdünnt ist, zuert es jene wohlthuende, heilsame Zigenschaft. Ehemisch reines Glycerin ist ein Körper, der in gleich heftiger Äeise wie concentrirte Schwefelsäure Wasser und Feuchtigkeit anzieht, woher er sie nur erlanaen kann. Wird soli ches auf die Haut gebracht, so entzieht es ihr in ganz außerordentlichem Maße Feuchtigkeit und erregt dadurch eine Entzündung, die sich in brennendem, oberflächlichem Schmerz äußert und der heilenden Wirkung des verdünnten Glycerins geradezu entgegenwirkt. Man acht: also darauf, daß Glycerin, das zu Toilettenzwecken Verwendung finden soll, niemals dick fließt, etwa wie Syrup oder eingekochter Himbeerfast; man verdünnt es in diesem Falle vor der Anwendung stets mit gleichen Theilen Wasser. Man wird dann sinden. daß verdünntes Glycerin das beste Heilmittel bei spröder Haut ist und als Mittel zur Geschmeidigerhaltung der Haut unschätzbaren Vorzug besitzt. WiemanVlutungenstillt. Jedem Menschen kann es passiren, daß er sich bei der Arbeit irgend verletzt und die Wunde stark zu bluten beginnt. Im ersten Augenblick herrscht in solchen Fällen Kopflosigkeit, und man weiß nicht schnell, wie man die Blutung stillen soll. Für solche Fälle möge man sich das folgende einfache, aber sehr wirksame Mittel merken. Man nehme Watte, tauche sie in heißes Wasser und lege sie dann auf die Wunde. Der Erfolg ist. überraschend, selbst bei Verlebungen ver Pulsadern. Nur Watte auslegen oder Watte in kaltes Wasser getaucht, hat nicht diese überraschend: Wirkung. Als Blutstillungsmittel kann auch Arnikatinktur stark mit Wasser vermischt (10 Tropfen auf ein Achtel Quart Wasser) versucht werden. Starke Blutungen, namentlich aus Adern, müssen durch Aerzte behandelt werden. Als innerlich kühlendes Mittel sind Himbeersaft und son stige Fruchtsäste zu empfehlen. Entfernung von Tintenflecken aus Teppichen. Die Entfernung von Tintenflecken aus Teppichen von Wollstoffen gelingt, ohne daß eine Spur von den Flecken zurückbleibt, besonders so lange die Tinte noch feucht ist, wenn man zuerst alle Tinte, welche noch nicht in den Stoff eingedrungen ist, mit Fliebpa Pier oder Baumwolle vorsichtig aussaugt, dann ein wenig süße Milch aus den Tintenfleck tröpfeln läßt und mit einem Stückchen reiner Watte aufsaugt. Dieses Verfahren muß zwei- bis drei mal, jedesmal . mit frischer Milch und reiner Watte,, wiederholt ' werden. Schließlich muß man den Fleck noch mit reinem Seifensud auswaschen und mit einem reinen Tuche trocken reiben. Ist der Tintenfleck schon älter und eingetrocknet, so muß die Milch länger darauf stehen bleiben. Gegen Motten in Möbeln. Folgende Flüssigkeit wird alle paar Tage in die Möbel, namentlich in die Ritzen, gesprengt. Sie schadet, weder dem - Gewebe, noch den Farben und hinterläßt- auch keine Flecken. Kam'zber. Lorbeeröl. Terpentinöl. Beraa-

Nivttenö ''cetkenöl, von jeoem einen, Theil; 3 Theile spanischen Pfeffer, zcrquetscht; 8 Theile Weingeist. Alles das wird in eine wohlverkorkte Flasche a:than und 8 Tage an warmem Orie

ziehen lassen. Auch für Pelzwerk ist diese Mischung gut und sie hat für Möbel noch den Vorzug, tag sie nicht, wie andere Mottenvertilgungsmittel, so unangenehm riecht. Blätter zu präserviren. Um die prächtig gefärbten Herbstblätter aufzubewahren, bedecke man sie mit einem B:g:n Papier und fahre mit einem heißen Plätteisen, auf welches man etwas Stearin gewischt hat. darüber hin. Dann trockne man sie zwischen Papier. Auf diese Weise pr'äparirt: Biälter beha't:n Jahre lang ihre Farbe und Biegsamkeit, wogegen sie ald zerbröckeln, wen.t man beim Glätten kein Stearin bcnatzt. Versengte Plättwäsche, d. h. bräunliche Fleck: in der Wäsche, welche durch momentanes Verweilen des .heißen Plätteisens auf der Wäsche entstehen, beseitigt man,- sofern nicht eine Verbrennung des Gewebes selbst stattgefunden hat, durch Bestreichen mit Boraxlösung und nachheriges Trockenbüqeln. Als Klebmittel für PapierEtiquetten auf Weißblech oder Zinkblech kann man Wasserglas verwenden. Dasselbe wird auf das zuvor abge schmirgelte Blech aufgetragen und sodann das Papier aufgedrückt. Das Papier haftet sofort und springt selbst beim Erwärmen nicht ab. Ein anderes Klebmittel zu dem vorgenanntenZwecke erhält man durch Zusatz von etwas Ammoniak zu einer Lösung von Gummi Arabicum. Es ist zweckmäßig, daß das Blech zuvor lackirt wird. Um das Abspringen der Etiquetten zu verhindern, kann der Klebmasse eine geringe Menge Glycerin zugesetzt werden. Der Grund, warum Papier - Etiquetten, die man auf Gefäße von verzinntem Eisenblech (Conservenbüchsen etc.) klebt, leicht abfallen, liegt darin, daß gewöhnlich Gummischleim zu ihrer Besestigüng benutzt wird, welcher entweder durch Feuchtigkeitsanziehung unbrauchbar oder an sehr trockenen Orten spröde wird, so daß die Etiquetten abspringen. Besser ist folgender Klebstofs:'6 Theile Roggenmehl rührt man mit einem Theil venetianischen Terpentin zusammen und rührt dann so viel Leimwasser dazu, daß ein Kleister entsteht. Dieser Klebleim trocknet seh langsam, die Papier - Etiquetten sitzen damit angeklebt, aus allen Metallunter lagen sehr fest. nlii Vom Jnlattte. Der Farmer John Sanders in Brooke County, West Virginia, yat ein Feld, welches seit 26 Jahren ausgezeichnete Maisernten ergeben hat. ohne gedüngt zu sem. Eine M u st e r v e r w'a l t u n a scheint Marysville in Snohomiste County. Wasb.. zu baden. Der vortige Mayor und Council haben namlich der Bürgerschaft die willkommene Mär verkündet, daß im nächsten Fiscaljahr keine Steuern erhoben zu werden brauchen, da die Einnahmen aus den Licensen zur Bestreitung aller Ausgaben genügen. 5$m Alter von 71 5tabren ist im Armenhause zu Portland, Me., Nancy Bennett gestorben. Die Verstorbene war als Waise von 6 Jahren ve? Anstalt überwiesen worden uno hat dieselbe ihr Leben lang nicht verlassen, trotzdem sie bis kurz vor ihrem Tode geistig und körperlich gesund war. Beim Mischen mit Grundangeln im Hafen von Seattle hat neulick ein ftifrifc einen auten Vtana ge macht. Als er seine Angeln hob, brachte er einen Sack m die Hohe, weicher 100 Blechbüchsen mit präparirtem Opium enthielt. Der Mann löst: für 4 . ? oas plum, weiches wayriqelnuq von Schmugglern über Bord geworfen war. $150. . Zahlreiche Ortschaften in , , . rrn r 1 . ven tagten Oregon uno zyingion haben Wasserleitungen mit hölzernen Röhren. Die Letzteren, welche aus gewöbnlicben 5vicbtenuämmen von 10 Zoll Durchmesser bestehen, werden in einfacher Weise durch Ausbohren hergestellt, , wie man früher die Pumpenc.i i. r?N " COUftvjqiz anieriigie. xju qgijcmcu nur ren sind ebenso dauerbakt wie eiserne und haben vor letzteren den Vorzug ver Bllllqlelt; ui einem Orte yaven Die Leitungen eine Gesammtlä'nge von 1 Meilen und mit allenAnschlüssen kostet das Röhrennetz nur Z20L0. Zwei der größten Polizisten deS LandeZ gibt eS in Duluth. Der Eine. Royal McKenzie mit Namen. mißt 6 Fuß 10 Zoll bei einem Körpergewicht von 267 Pfund, und mit ausgestrecktem Arme kann er 10 Fuß hoch vom Erdboden erreichen. Dabei hat der angehende Goliath sein Wachsthum noch nicht vollendet, denn er zählt erst 26 Jahre. McKenzie hat in dem 6 Fuß 7 Zoll großen Detectiv Thomas Hayden einen ziemlich ebenbürtigen Kameraden. Beide ' besitzen außerordentliche Kräfte und wenn sie in der Nähe sind, hüten die ungehobelten Hinterwäldler sich wohl, die Stadt roth anzustreichen". Dem Memorial Mu-seum-in San Francisco sind dieser Tage zwei Kanonen einverleibt, welche zu den Batterien des Schiffes gehörlen, Las der berühmte Seefahrer Behring, nach welckem die Bebrina-See benannt worden, bekebliate. Vor 200 Jahren wurden die Kanonen auf dem Landwege von Kronstadt durch Sibirien an die Küste deS Stillen Oceans gebracht. Das Schiff, auf welchem sie na? oesanoen, sank in dem Ochotökschen Busen: nachdem die CSirf&Ük Jahre im Wasser gewesen, wurden sie im verlwnenen Jahre gehoben und nach Rußland bracht. Pumpernickel, Roggenbrot und

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i)oin Aullatide. Profcssy? Aderson Stuart. Professor der Chirurgie an der lln'Htät Sydney, soll e:7.:n künstlich?n K.'hlkopf hergestellt und denselben einem Mann:, d:r sem: Stimme verloren, applicirt haben. Durch Veränixrunz gewisser Röhren sei sogar ein.: Al::ration der Stinlmaze ermöglicht und 'der Mann mit .dem künstlichen Kehlkopf könne sowohl Soprantön: wie Tenor- un Baßlagn sprechen und singen. (?) In Berlin starb beim Tanzen ein junges Mädchcn. Es hatt: k tkii Hochzeit wohl etwas stark gegössen unü war sehr fest grschürt. Während es bei fc'rnrn Bräut'gzm stand, 'der KlQvier sp':l!..'. fordert: ein Herr das Mädchen zum Tanze auf. Kaum hat. es ein: Rund: g'.ianzl. so brach es todt zusammen; ein H:rzsälag hatte d:m jungen Le5:n ein önd: g:macht. E i n e n merkwürdiger. Sirike" inscenirn d'-e Pfe?d:ln:ch!e d:r Arm:epfcrd:li:f:ranien I. Sperlin, & Co. inTarnopol. Si-e zertrümmerten alle Laternen in den Ställen und zündeten das Stroh unter 200 Pferden an Wer von den älteren Knechten nicht striken wollte oder zum Brunnen um Wasser zum Löschen eilte, wurde von den daselbst postirtm Sinkenden mit dem Tode bedroht. Einige wurden arg zugerichtet. Von der herbeieisenden Gsndarmerie und Polizei wurden die Strikendeni umzingelt und v:rhaftet. Das Feuer wurde ohne großen Schaden gelöscht. Auf dem Schiffe Katterthun", das unlängst an der australischen Küste unterging, befanden sich 10,000 Pfund Sterling in Gold, welche von einer Bank in Sydney verschifft worden waren. Die Berstcherungegesellschaften versuchen alles mögliche, diesen Schatz zu heben. Einer besonderen Expedition gelang es, das Schiff zu finden: ein Taucher wurde hinuntergelassen. Da aber der vorhandene Taucher-Apparat die Arbeiten des Tauchers nur bis zu etwa 50 Meter Tiefe , gestattet, konnte er das Schiff bloß sehen, aber nicht an das Gold gelangen, und es muß nun. eine vollkommen neue Taucher-Rüstung abgewartet werden, ehe mit den Hebungsarbeiten fortgefahren werden kann. Ju der Ortschaft Alban bei Albi hat sich ein gräßliches Verbrechen zugetragen. Dortselbst lebten Äater und Sohn Puech in bestand! gem Hader. Fvederic Puech hatte nun von semem Vater den Auftra?'erhal ten, einen Wagen mit Dünger zu beladen, wobei er sich von seiner Mutter helfen lreß. da er sich unwohl fühlte. Darob gerieth der Vater in so heftigen Zorn, daß er Frederrc mit einem StÄnwurf an der Stirn eine tiefe Wunde beibrachte. Frederic wollte flrehen, allein der Vater eilte chm nach und versetzte ihm einen tiefen Stich in die Brust. Als der junge Mann um Hilfe schrie, warf der bestialische Mann ihn zu Boden und hie-o mit einem Stiine auf seinen Schädel ein, bis der Mißhandelte kein, Lebenszeichen mehr on sick gab. Jetzt erst ließ der Vater se'n Opfer los und flüchtete sich zu a.arn. wo di: h:rb;ig:holten Ven-dar.-r.en iön fcstr.al:men. AnderVerlinerUniver' sität waren bisher Damen mit Genehmigung des Ministers nur als Hspi tantinnen zu den Vorlesungen mat lassen worden. Jetzt erhebt eine regelrecht vorgebildete Dame Anspruch, im matriculirt und bei der Philosophischen ! f r . Hacuiiar elngeiazrieoen zu werven; sie ist im Besitz eines Reife-Zeugnisses aus Sigmaringen und hat' bereits in Zürich einige Semester studirt. Bis jetzt hat die akademische Behörde sich über den Fall noch nicht schlüssig gemaazt. CDxm.'&inLabT&sr&i&m Palms & Jardiniers. FLORAL-EMBLEMS. Stertermann Bros 3748 Massachusetts Ave. 10 Pernbroke Arcave. Televhan 840. All Blnmenarbett ohne Sefahr verschickt. raffi kfe 5? rvJ.SEr--linsehr merthoolleö Jllustnrtos Werk über St?ickkunst wird Demjenigen zuzesan!t, elcher sein Adresse und ler T!cketZ mit dem Namen Fleisher, die in dcnkknäuel onFZel s)er's DeutsZ)e 2trickmolle zu finden find, an die Fleisher Worsted Co., PHZlZdclphia, einsendet. Diese Woll, eiznet sich oorzüz'ic) für 3 Strickarbeiten, ist dzueraft und hat mehr gardt aufdzA Pfund aZ5 endcre Man hüte sich vor NaZaZmunzen. Tie beste StrlekmoÄe ist ffleikoer'ö rnd w je. dem KnZuel befindet sich ein Ticket mit den, NamenFleisher. Wis ward's Dampf TeppichReimgungswerke, l?cke Ct. Clair Straße und Canal. Teppiche gereinigt, renovirt, wieder gelegt und gepaßt, und alle Arten von Reparaturen.

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