Indiana Tribüne, Volume 19, Number 48, Indianapolis, Marion County, 5 November 1895 — Page 1
A ft r1 sVO rt A K A t V d 9 rv w V w GM u: Office : No. 18 Sud Zllabama Straße JaS?ga;il 1. Indianapolis, Indiana Dienstag öen 5. November 1895. No. 48 UBA
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Ediwrielles. Heute sind Wahlen in M ssissipp, Massachusetts, New Jersey, Mary, land, Kentucky. Ohio, Iowa, Utah, New Jork und NebraSka.
Wir bringen an anderer Stelle eine Correspondenz deS H?rrn Wilh Kaufmann auS Dresden. Wir drucken sie indeß nur ihreS zweiten Theiles wegen ab und weil der Korrespontent ein alter personlicker ZZreund dcS Ner 1 der Korre pondenz lediglich ein Nach. kvkavv,? h& nfff k.,"...,:.. ' , : ' . : 7 7.."" ivj"l"leli,vtlll,settungkn as sogenannte Aararvroramm trurht ach heftigen Debatten dirworfen. weil daö elbe bloh auf die Kleinbauern bej,,,. ,..... vx ix i. . "3et toar' denen doch mcht mehr zu yeisen ist, indem der landw.rtlzschastliehe Kleinbetrieb nicht mehr gerettet werden kann, und weil dem Landarbeiter nicht genügend darin Rechnung getragen ist. DaS lächerliche Gefasel von einer Spaltung hat man schon zum tausend und einten Male gehört. Von diesen Dingen versteht der Korrespondent absolut gar nichts. DaS Commercial Bulletin". eine bedeutende New Aorker Z.'itung, frfirftfit T)tr Trifft mft(f t mit S?frf 1 " W .MI. M kl f4cittc in seinem Bestreben, all' und jeden Mitbewerb zu unterdrücken, zunächst unter den Fabrikanten und dann zwischen Wholesalerö" und NetailerS". Diese Unterdrückung deS Mitb:werbS und die absolute Koatrolle über eine Industrie durch eine einzelne Organisation, oft unterstützt durch Staats - oder Bundlömacht, ist sehr geeigner, TozlallZten zu produzlren. DaS Schauspiel riesiger Industrien unter einheitlicher Leitung veranlaßt I o . e r tt 1 t. .. v iur Ugr, wepoalo oenn nrcyr ore vie gterung oder daS ganze Volk als Etl9'" "!'atfb" !"'ienin I hnhtv nÄ TrnftÄ irrnten N. U wv wv ' V V VUb crt Kt 7 m.sk . .... , JltMtUp. (9 JKV Frage ? ES scheint, daß Zeitungen vom Schlage deS Commercial Bulle tin" zuweilen ganz vernünftig fragen kännen. Ob sie auch vernünftig zu antworten im Stande find. daS ist freilich etwaS Anderes. Kam unS dieser Tage eine Anzahl Traktätchen zu, versaßt von einem Samuel MeanS Sawyer. 3n einem derselben wird den ausländischen M.ss ionen das Wort geredet und da lautet eine Stelle: ..Schlieblick find die ausländischen Missionen eine geschäst liche Nothwendigkeit. Zwei Drittel der Bevölkerung der Well sind Heiden und Wilde und mörderisch eifersüchtig M Freunde. Bloß die Missionare rönnen ihnen den Geist deS Christen r..nzen, ,0 oap rtc uninc l. s :.r c r n. t eiryaslererenoen in rteoen emprangen. Der einzige Weg unser großes uns waeyiendes Ärdeuer mks.. ... kZk. i n v:. c:a f" S I viiinung der unersättlichen Märkte der heidniscben Welt für unsere ürersckülnaen l . . , . I 'ljrorutie, anvernsallS mutten wir fortfahren, den größten Theil der Zei mit der Fabrikation stille zu stehen bis als Resultat der allgemeine Schrecken eintritt." Da hätten wir denn wieder einen Vorschlag zur Lösung der sozialen ! Frage. Derselbe kann, tot unS
scheint weniguenS Anspruch darouf machen, neu zu sein. Man schicke Mlfßonäre aus zur Bekehrung der Heiden. Der Gcdanke ist köstlich. Wie sich unsere Arbeiter freuen werden, wenn sie für die Wilden und Heiden arbeiten dürfen! lind wie die Mis
ionäre sich speziell in dem Benuhtsein, den Fabrikanten Absah zu schaffen, sich um so lieber der (Zesahr aussetzen werdeu, von den Wilden abgethan, wenn nicht gar aufgefressen zu werden! DaS Gehirn deS Menschen treibt manchmal wunderliche Blasen aus. Der Turnverein Bahnsrei" in Mllwaukee beschäftigte sich kürzlich mit der Frage der Zulassung von Frauen als Mitgl. eder und fasste folgende Beschlüsse: Beschlossen, daß eS die Ansicht des Turnvereins Bahnfrei" ist, daß dem N. A. T. B. insofern ein Vortheil durch Zulassung der Frauen als vollberechtigte Mitglieder entstehen würde, indem die Frauen mehr mit den Zielen und Zwecken der Turnerei bekannt und dadurch in erzieherischer Weise auf unsere Jugend einwirken würden. Nachheile sind insofern zu erwarten, daß dadurch daS Familienleben leiden önnte. Dagegen begrüßen wir jede Gründung eines lokalen TurnschmesternVereinS mit Freuden und empfehlen, demselben jede Unterstützung zu gewahren." Ach du lieber Himmel ja, wenn eine Frau Mitglied eineS Turnvereins ist, dann leidet daS Familienleben daruner, wenn sie aber Mitglied eineS Turnschwestern'VereinS ist, nein, dann eidet daS Familienleben beileibe nicht Da wäre man ja gezwungen, anzunehmen, daß die Tendenz der Turnvereine familie, feindlich ist, denn warum sollte die Theilnahme an einem Turnschmestern. Verein dem Familien eben weniger schaden, alS die Theilnähme an einem Turnbrüder-Verein ? Schreit vielleicht daS Baby zu Haufe mehr, wenn die Mutter im Turnverein ff, alt? wenn sie im TurnschwesternVerein ist? Oder sollten die Turner deS Bahnfrei" vielleicht bei der Theilnähme der Frauen an ihrem Verein und dem in ftolae dessen baufizeren Verkehr mit ihnen für die Tugend der Frauen, oder gar für ihre eigene fürchen? UnS scheint, daß der Bahnfrei" auS Sckwachkovfen besteht. Frerlick. wäre auch der Fall möglich, daß die grau, wenn sie Mitglied deS Vereins st, ihren Mann gegen seinen Willen n die Versammlung begleiten will, waS denselben geniren würde, falls er gar nicht in die Versammlung gehen wollte. 3n diesem Falle, ja freilich. da könnte man die Logik deS weisen Beschlusse begreifen. JrchlNlljliVe!!. Inland. t Eugene Fielt, t C h i c a g o, 4. Nov. Eugene Field, der bekannte amerikanische Dichter. starb heute Morgen um S Uhr in seinem Bett an einem Herzleiden. Sein 14 Jahre alter Sohn, der mit ihm daS Schlafzimmer theilte, hörte seinen Vater zur genannten Zeit stöhnen und als er sofort sich erhob und dem Kranken Beistand leisten wollte, fand er denselben todt. Der Dichter hinterläßt seine Wittwe und fünf Kinder. Er war am 2. Sept. 1850 in St. LouiS geboren und graduirte 1871 an der Missouri Staats. Universität und wurde daraus Nedaktionömitglied verschiedener englischer Zeitungen. Im Jahre 1883 nahm er eine Stellung in der Redaktion der Chicago Morning NewS (jetzt Record) ein, die er bis zu seinem Tode inne halte. Seine Ge dichte sind diel gelesen und weit bekannt. Er ist der Versasser von s Büchern und war ein sehr beliebter Vorleser seiner eigenen Erzählungen und Verse. Ein theurer Sprengschuß Rockland, Me., 6. Nov. Die stärkste Sprengung, die jemals hier ge macht wurde, fand heute statt, als 650 Faß Pulver und große Quantitäten Dynamit im Long Code Granitbruch ezplodirt wurden. DaS EzplosionSmaterial kostete der Compagnie $3000 und war die Explosion sehr erfolgreich. ES wurden durch dieselbe 300,000 Tonnen Granit gelöst. Hunderte von Menschen auö Rockland waren auS respektabler Ferne Augenzeugen deS gewaltigen KrachS.
Ein gräßliches Verbrechen. Omaha, Nebr , 5. Nov. Heute Morgen um 2 Uhr fand die Polizei die Leiche der 11 Jahre alten Lena EaSkin in einem leeren Zimmer eir.eS HauseS an der Howard Straße. DaS Kind wn mibbraucht und dann er-
würgt. Eine Stunde nachher wurden George Morgan, Ed. Dayton und Hy. Booker, drei junge Männer, verhaftet und deö aiäölichen Verbr chenS beschuldigt. Die Mutter dcS Kindes, eine Wittwe, wohnt im dritten Stockmerk deö HauseS, No. 1814 Howard Straße; sie vermißte gestern Abend daheim ihre Tochter und juchte nach ihr den ganzen Abend. Um 11 Uhr machte sie der Polizei Mittheilung von dem Verschwinden ihre? KindcS und entdeckten Polizisten den Mord. Der kleine Sohn der Frau fegte aus, daß George Morgan und Ed. Dayton, welche im selben Hause ein unteres Zimmer bewohnen, ihn hinauf geschickt hätten mit dem Auftrage, 3da zu sagen, daß sie dieselbe sehen wollten. An Morgan'S Person fand man gravirende Indizienbeweise für die schändliche That. Seine Kleider waren, alS man ihn verhaftete, mit Blut befleckt. Die Erbitterung gegen den Gefangenen ist so groß, daß er heute Mittag schleunigst in dcS StaatSzuchthauS tranSportirk wurde. Ausland. Eine fürstliche Sozialdem o k r a t i n. Berlin, 4. Nov. Die bcmerkenSwertheste Angelegenheit, die die Gesellschaft diese Woche in starreö Staunen versetzte, betraf die frühere Herzogin Pauline von Württemberg. Sie ist die Tochter deö verstorbenen Herzogs Eugene und heirathete, wie schon früher einmal geschildert wurde, nach langen Kämpfen und nach Verzichtleistung auf alle Rechte ihrer Geburt den Mann ihrer Liebe, Dr. Willim. Sie lebt glücklich mit ihm und ihren drei strammen Jungen und sehnt gar keine Aenderang herbei. Der Doktor ist ein Sozialdemokrat und seine Gattin, die ihm in Allem folgt, erklärt, daß sie eine Schülerin von Bebel und Liebknecht ist. Diese Bemerkung hat einen wunden Punkt am Hof in Berlin berührt. Eine königliche Prinzessin eine Sozialdemokratin ! Der Gedanke hat dem Kaiser schlaflose Stunden bereitet, aber er that nichts und wollte nichts thun, bis die Dame auf dem Sozialistencongreh in BreSlau erschien. Ihr hübscheS Gesicht und stattliche Figur sah man täglich in der Gallerie unter den Besuchern. Die Sozialisten prahlten stets, sie gewännen Anhänger sogar von den Stufen deS Thrones. Der Kaiser beschloß dann etwaS zu thun. Er ersuchte die Dame, zu ihm nach Berlin zu kommen und vor drei Tagen erfüllte sie seinen Wunsch. Sie kam mit ihrem Gatten nach Berlin, wurde aber allein in Audienz von tem Kaiser empfangen. Seine Majestät sprach mit ihr, bat und drohte, Alles war vergeben, und forderte schließlich, daß sie sich-wenigsten enthalte, offen mit den Sozialdemokraten zu verkehren. WaS können wir erwarten," waren seine letzten Worte, wenn Mitglieder der königlichen Familie Hand in Hand mit den Agitatoren gehen, welche alle Könige absetzen und enthaupten wollen ?" Nach einigen weiteren Formalitäten entließ der Kaiser die Gattin deS Arz teö, die sich verabschiedete, ohne ein Versprechen gegeben zu haben. Zu seinem größten Aerger gab sie am nächst n Tage bekannt, daß sie nach Berlin gerufen wurde, um zu wider rusen, sie habe sich aber geweigert, eS zu thun und dem Kaiser eine kurze Antwort gegeben, als er in verachtli cher Weise von ihrem Gatten sprach. Sie habe serner sich jede kaiserliche Einmischung in ihr Privatleben verbeten. Daö war eine starke Dosis für die Herren vom Hofe, ein Bestreiken deS göttlichen Rechts der Könige, sich einzumischen, und weder der Kaiser, noch die Hochseudalen werden sür'S Erste den Schlag vergessen, der ihren mittelalterlichen Ideen und Ansichten versetzt wurde. . Die Edelsten der Nation B er lin,4.Nov. Der Adelsstand hat erne böse Woche gehabt. Der Schlag war um so schärfer, weil erst so
kurze Zeit seit der Bloßstellung von HammusteinS und NathusiuS, seit dem Msedskandal von Baron von Nayve in BourgeS, Frankreich, und der VerHaftung eineS Fürsten und drei Grasen in Rußland, die mir dem Diebstahl des Generals Annenkoss, der sich 750,000 Rubel RegierungSgelder aneignete, in Verbindungen standen, vergangen ist. Eine Affaire, die ganz gewaltige?
Aufsehen in den betreffenden Kreisen hervorrief, war der Prozeß und dieVerurtheilung von zwei adeligen Schmugglerinnen, der Gräsin Briefen! und der KräN', Nrtturfi in Knniakki-ra. ! I" T v 0 " " v ' Diese beiden Frauen haben Juwelen, Pelze und Sp'tz?n im Werth von 125.000 Mark im vergangenen Jahr! über die russisch. deutsche Grenze geschmuggelt. Ihr Plan war einer der schlauesten. der je von den Behörden entdeckt wurde. Die Gräsin Briefen wohnte auf der deutschen Seite der Grenze und die Gräsin Potacki auf der russischen. Beide waren intime Freunbinnen. Sie besuchten sich häufig, obgleich sie zwölf Meilen entfernt wohnten. Jede Woche fuhr jede der Beiden in elegantem Wagen hinter prächtigen Pferden nach dem Schloß ihrer Freundin. Zuweilen blieb eine bei der änderen über Nacht und Beide fuhren dann am nächsten Morgen gemeinsam über die Grenze. Jede war als sehr reich bekannt, jede war eine Führerin in der Gesellschaft und jede hatte Verwandte am Hof und in der Armee. Die Zollbeamten kamen den Damen stets mit der größten Ehrerbietung entgegen und keiner derselben dachte an etwaS Unrechtes, bis ein Zollwächter eines Tages bemerkte, daß ein Riemen unter der Victoria der Gräfin Potecki hervorschaute. Er lenkte die Aufmerksamkeit deö Inspektors darauf und alS die beiden Damen zurückkehrten, hielt der Inspektor sie an untersuchte die Vietoria. Er fand dann einen Behälter im Hintertheil deö WagenS und in demselben Pelzeim Werthe von 10,000 Mark. Die Gräfinnen wurden verhaftet und a der Grenze festgehalten, während der Inspektor zu dem Briesen'schen Schloß eilte und in der dortigen Remise die Victoria der Gräfin Briefen untersuchte. Auch in diesem Wagen fand sich ein Behälter und in demseben Juwelen und Spitzen von hohem Werth, die bei der nächsten Fahrt über die russische Grenze gebracht werden sollten. DaS war die Erklärung der Freundschaft und der vielen Besuche. Die Verwandten der Damen hatten sie wohl vor Bloßstellung und VerurHeilung retten können, wenn sie ein anderes Vergehen begangen hätten, aber die deutsche Regierung versteht bei Zolldefraudationen keinen Spaß. . Der Fall Stern. Berlin, 4. Nov. LouiS Stern von New Jork, welcher wegen Beleidigung deS BadecommissärS Baron von Thuengen in Kissingen, Baiern, zu zwei Wochen Gefängniß und 600 Mk. Strafe verurtheilt ist, der aber gegen 80,000 Mark Bürgschaft auf freiem Fuße steht, hat einen Monat Aufschub der Urtheilsvollstreckung bewilligt er halten und glaubt man, daß er die Ab ficht hat, sich nach Ablauf der Frist zu stellen, um seine Gesängnißstrafe abzu sitzen. , Ochisfö. Nachrichten. Angekommen in : New Fork: Massachusetts" von London. Hamburg: Scotia" von Montreal. M oville: Furnessia" von New Vork nach Glasgow. New L o r k : Falda" von Bremen. Brauchen Sie Geld? Loans zu irgend einem Betrage, niedrigste Raten, Rückzahlung nach Belieben gestattet. A. Metzger Agentur, Ecke Washington und Pennsylvania Str., zweiter Stock. Mehrere unbedeutende geuer entstanden gestern Nacht. Zuerst brannte eS im Schneiderladen von L. N. Davidson. Kurz darauf brannte ein zu 45 Spaan Ave. gehöriger Schuppen, sowie der Herrn T. T.OlöHut gehörige benachbarte Stall. Meerschaumpfeifen, lange deutsche Pfeifen, Cigarrenspitzen zc, bei Wm. Mucho, 199 Ost Washington Str.
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wurden. Die unttrsuZ-nz qecen die Häftlmqe erzab interessante Re.su!tite, ttr.rt die Geständmsse fünden zur Entbafunq eines geheimen Waffen- und MuntttonsmagainS in Djknkli-Vank. dann aber zur Aushebunq einer gehe!men Waffen und Munitionsfabrik. Diese befand sich in zwei Grotten im unzuqänzliMen Theil: des Gebirges. EZ fanden sich eine ganze Anlage zur Erzeugung von Neuerwaffen. ferttq? Gewehr- unb Nevolvn'bzstandth'eile, Patronen, Patronenhülsen, Pulver, CÄbel etc. Einige Bücher, Cxemplare .ws revolutionären Journals Hwtschak", Kleider und Mussfinstrumeiük wurden gleichfalls angetroffen. Der sardinische Ort Paulilatino (Provinz Cagliari) ist vor wenigen Tagen der Schauplatz eines seltsamen ZweikampfK gewesen. Aus irgend einem geringfügigen Anlaß hatte ein Herr Porcheddu einen Herrn Tagliavacca aus Sassari gefordert. Dieser nahm die Forderung an und stellte die Bedingung, dajj auf fünf Schritte Entfernung gleichzeitig ge schössen werde. Mit schwerem Herzen willigte Porcheddu ein, dem die Sache allzu ernsthaft wurde. Man traf sich, die Zeugen, luden die Pistolen, drückten jedem eine in die Hand, -und aus das gegebene Zeichen schössen beide los. Tagliavacca fiel wie ein Klotz zu Boden und blieb regungslos liegen. Kaum sah Porcheddu, dah er seinen Gegner getödtet hatte, so warf er seine Pistole weg und floh jammernd von dem Ort der That in das nächste Dickicht. Vergebens riefen die Zeugen hinter ihm drein, er ließ sich nicht irre machen und verschwand in der Wildniß. Es ist ja sardischer Brauch, daß einer, der einen Mord beganzen hat, sich in die Büsche schlägt und das NLu berhandwerk erlernt. Nun wurde es den Zeugen und dem Gefallenen, der sich inzwischen wieder erhoben hatte, doch bang bei ihrem Scherz. Sie hatten nämlich, da ihnen die Forderung Porcheddus sehr leichtfertig erschienen war, im Einverständniß mit dem Geforderten die Pistolen nur mit Pulver geladen, und dieser hatte sich bei denKnall nur fallen lassen, um den Gegner etwas in Schrecken zu setzen. Den ganzen Tag durchstreiften die fün? Herren die umliegenden Fluren. Wälder. Thäler und Berge, bis sie a:n Abend endlich beschmutzt und zerrissen Porcheddu. der auch nicht beneiden? werth aussah.in einem wüsten Schlupf. Winkel fanden. Mit den erforderlichen Aufklängen. Entschuldigungen und einem feierlichen VersöhnungS schmaus schloß das Abenteuer. Hiesiges. Die Feuerwehr wurde heute Vormittag um 12 Uhr nach 832 West Washington Str. gerufen, wo in einem Herrn Pat. Ward gehörenden Schup pen ein Feuer entstanden war, aber gelöscht wurde, ehe eS einen nennenSwerthen Schaden anrichtete. C7 Stadphysikuö Ferguson wird versuchen, eine Ordinanz pasfirt zu be kommen, durch welche alle Milchhänd ler gezwungen werden, einen Erlaubnihschein'sür den Milch, Verkauf zu erwirken. Der Schein soll nichts ko sten. Damit soll nur der Zweck er reicht werden, die Adressen aller Milch handler und Milchereien zu erhalten, so oap sie besser inspiznt werden rön nen. Die freisinnige. Sonntags schule nimmt einen erfreulichen Auf schwung, gan, besonders aber die Klasse deö Herrn Rappaport. Dieselbe war am letzten Sonntag von etwa fünfzig Personen besucht. Mit AuS nähme von 'Dreien bestanden die Zu Hörer ausschließlich auS jungen Damen und Frauen, welche dem Vortrage mit großer Aufmerksamkeit folgten. Die Turner waren zur selben Zeit in der Kegelbahn und am Kartentisch beschastigt. Trusts und Combinationen find unpopulär. Es giebt aber eine Art Trust," gegen die Niemand etwaS zu sagen hat. DieS ist daS. Trust oder Vertrauen daß daS Puplikum hat in Hood'S arsaparilla. Hood'S Pillen sind rein
vegetavlllsq.
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Die Blumen, so blühen im (enz lralala Haben nichts mit der Sache zu thttn, o heißt eS im Mikado." Auch haben wir nichts mit den Blumen deS Lent.eS. sondern mit denen
deS Herbstes zu thun, nämlich mit den
lieblichen Chrysanthemen,
und da wir einmal bei Japan angelangt auS dem Heldengedichte Ramajana yunoerre vor agnui evurr gedicyte:
Wer immer trinkt, so lang er lebt, deS Ramajana'S Göttertrank, Nimmer satt, der sei mir gegrüßt, als frommer Weiser rein von Schuld ! Wer diese Eöltcrgabe ehrt, der wird all seiner Sünden frei. Mit Sohn, Gnkel, den Seinen all wird der Mann frei vo: 11 'glück sein
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