Indiana Tribüne, Volume 19, Number 47, Indianapolis, Marion County, 4 November 1895 — Page 3
Warnung.
Das PubMum ird vor gsvifsenlofen Händler gewarnt, die - gewöhnliches Glaubersalz, oxx eine Mischung von ge wohnlichem Seidlltz Pulver als Aarlsba der Salz", Spru dkl.Talz", Deutsches (Gerrnn) Salz", Künstliches Karlsdader Salz und unter dielen anderen Bezeichnungen zu verkaufen suchen, unter der Anpreisung, daß diese eben so gut" seien wie die ächten Produkte von Karttbad, welche direkt aus den weltbe rühmten Quellen genommen werden. Dies beruht nur auf einer Täuschung des Publikums des größeren Verdienstes wegen, den der betreffende Händler an diesen Fäl lchuNZeil macht. Jede Flasche de ächt importirten Wassers und Sprudelsalzes muß obiges Stadtsiegel, sowie die Unterschrift der Agenten EiSner & Mendelson Co., New Jork" auf jeder Eti kette haben. Zu haben in allen Apotheken. Man hüte sich vor Fälschunzen. Tcr Stadtrath: Karlsbad. 1 Schwache, nervöse Personen, gequält von (Ikwiffenzbiffen und schlechten Träumen, gepeinigt von Rücken und Kopfschmerzen, örröthen. Zittern, Herzklopfen. Unenifchlossenheii. Trübsinn und erschöpfenden Aussliiffen, erfahren au dem r3u$mtirtunf. auf welch' einfache, billig Weise scvlechtskrankbeiten und Folgen der Jugend fünden geheilt und die volle Gesundheit und der Frohsinn wiedererlangt werden können. Ganz neue Heilverfabren und neue Medizinen. Jeder fein gen rzt. Schick 5 ent In Stamp und Ihr bekommt da? Buch versiegelt und frei zugeschickt von der rioat Klinik und DiSpensary," 23 West 11. tr.. em Vork. R. V. - X tl 1 Ulli I I Hl t m Injektion. I frin lerkn? L?nr ? - ? 4 der dartnSck,asten Fälle von (Sonorrbta und t ' leet. garantirt in von 3 bi 6 aqen; kein 4 anoere Behanolunz nöthig, und ohne die an ' ekelnden eiultat be Einnehmen von öu , dede. oxaida der Eandelöl. J. Ferre o. (Vrou'i Nachfolger). .po.'kkr,!ar.t5. er. ' ift uoa allen Druggtfte. Z RipansTabules. Rlpans Tabules are cornpounded from a prescription widely used by the best rnedical authorities and are presented in a form that is becoming tha fcshion everywhere. RIpans Tabules act gently but promptly upon the liver, stomach ana Intestines; eure dyspepsia, habitual constipation, offensive breath and head ache. " One tabule taken at the iirst Symptom of Indigestion, biliousness, dizziness, distress aster eating, or depression of spirits, willsurely and quickly remove the whole difllculty. Price, 50 centi a box. RipansTabules may be obtained of nearest druggist; or by mail on reeeipt of price. R1PANS CHEMICAL CO., lO Spruc Street, NEW YORK. I IIMMMMMIMtH "W iL t '-i?-! rMlkJ rz. i Cr. med. sCaitmilnn fcerpo t:rt:iUttry tiCtfiJ.3! mit rt ftmlf .'ita i rniMtC SSHZJ&iäS: TTTTf - .11 t - -iv. 1 r Diese! sehr zu empfehlende Buch ist in det Offi der Trtbüne" ftr 25 EentS zu haben. ..5!r iLmarck und die Wiedererrichtung U deutlSen ReicbeS." Em nabem 300 Stn, ftarreS Buch. Preis in der Office der wie." 25 Gent. Taylor & Schneider, Merchant attot$, 22 West Eircls Ltr. Hosen nach Maß $3 und aufwärts. " Anzüge nach Maß $15 und aufwärts
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Um fremde Schuld.
Roman von 23. H e i m b u r s. (Fortsetzung und Sölub Wir vejtimmtcn Veränderungen und Verschönerungen des liebsten Erdenplätzchens, das nun die Mühle und das Herrenhaus sein und bleiben sollte; wir machten eine Stiftung für Arme; wir ließen uns die Pläne zu einem Schulhause vorlegen das alit war schier am Zerfallen und ein halbes Jahr lang stickte ich an der Altardecke, die bei unserer Trauung zum erstenmal in der kleinen Kirche prangen und immer nur bei Hochzeit:n aufgelegt werden sollte. Die Vase holte all ihre köstsiche Leinwand hervor und ließ sie zerschneiden, und dann war das Weihnachtsfest da. welches das allerschönste sur mteg weroen sollte. Robert kehrte erst drei Tage vorher aus Amerika zurück; er war im Juli hinüberegangen. Am heiligen Abend kam er zu mn, am zweiten Feiertag sollte die Hochzeit sein. Wieder schneite es und wieder lag heilige Stille über den schweigenden Wäldern und Bergen. Wieder kamen die Dorfleute mit Tannenbäumchen aus dem Forst und wieder roch es nach Hübners Festkuchen. Wie damals schleppten die Postboten sich fast todt an Paketen und wie damals ging ich die Landstraße entlang; aber diesmal nicht traurig und verlassen diesmal, ja diesmal Waren heute Arm Zn Arm meine Eltern hinter mir geschritten, es hatte doch einmal auf der alten Erde ein vollkommenes Glück gegeben! Aber freilich, die bange Vergangenheit lag wie ein wehmüthiger Schleier über all dem Zauber der Gegenwart. Und da war es wieder, das kleine Mäuerchen, auf dem ich vor zwei Iahren gesessen; und wie damals schob ich den Schnee hinunter und setzte mich wartend daraus; wie damals ließ ich die Blicke schweifen über die stille weihnachtliche Waldeinsamkeit. Aber in mir war nichts als Dank und ErWartung und ein weiches süßesGlllcksgefühl, das sich zu pochendem Herzklopfen steigerte, als der Drernang der Schlittenglocken durch die stille Luft scholl. Ich blieb ganz ruhig sitzen, als das Gefährt um die Ecke bog. Zuerst kamen die Pferdek'öpfe in Sicht, an deren Geschirr rothe Seidenschleifen neben den grünen Tannenzweiglein nickten. dann Herr Hübner selbst, im höchsten Staat, mit einem funkelnagelneuen Pelz, und an der Peitsche prangte ebenfalls ein purpurrothes Seidenband. Ich legte die Finger auf den Mund, und er lächelte, er derstand mich; langsam fuhr er heran. Der Mann aber tm Schlitten, der sah und hörte nicht. Er blickte unbeweglich vor sich hin; ein froher Ausdruck lag auf seinem Gesicht, dem lieben ernsten Gesicht. Ich sah zu lhm hinüber; hatte mein Blick denn nicht die Macht, ihn zu wecken aus seinem L)inbrüten? Doch! Er schaute herüber mit einem Sprunge war er aus dem Schlitten und hielt mich umfaßt. ) Du. Du mußtest ja hier sein, hier, an dieser Stelle !" Der Schlitten fuhr weiter und bog um die Bergwand, wir waren allein mit unserem großen seligen Glück. Ich glaube, wir saßen zusammen auf der Mauer und spürten nichts von Kälte und Schnee. Zwei Tage später war unsere HochZieit; wie Robert einst gesagt, so kam es; an der nämlichen Stelle, wo seine Eltern getraut wurden, standen auch Wir; hinter uns nur vier Personen: ein Paar merkwürdige Brautjungfern die Base und die Komtesse, und dann Herr Hübner und seine prächtige Frau. Als ich zurückschritt an Roberts Seite, da sah ich nichts als Men schen, lauter freundliche gerührte Ge siebter, und die Jungen hielten uns seidene Bänder vor und die kleinen Mädchen streuten Tannenzweige und vom Chor sangen die Schulkinder: Lobe den Herrn!" Ach. nur eines fehlte noch: meine Mutter, meine arme Mutter! Die Komtesse verstand meine Thrä nen: sie schloß mich in dem schmucken Sveisesaal unseres Hauses in die Arme. Kücken sagte sie, sie ruht. sie bat Frieden! Sieb, es gibt Menschen. die ruft der Herr zu sich, weil sie sich hier unten nicht zurecht finden gönn' es ihr! Und als die Dunkelheit herniedersank, hallten abermals Schlittenglocken durch den stillen Wald und zwei junge Menschen fuhren zusammen in die Welt hinaus. Adieu, Frau Anneliese!" hatte die Base noch gerufen, und dieKomtesse hatte gemeint: Steht gerade aus wie eine Frau, das kleine schwarze Dina mit seinem Klnoerge' sicht! Aber die Augen, freilich die Auaen!Nach einem halben Jahre kehrten wir aus Amerika zurück, um Zur m mer Zn Deutschland zu bleiben. O du stille grüne Heimath, wie schon bist du jetzt mit demem träumerischen Frieden! Robert hat drüben sein Geschäft verkauft. Wir leben neun Monate des -JahreS hier oben in den einsamen Bergen; um nicht ganz weltfremd zu werden, gehen wir dann alljährlich nach Weihnachten ir eine größere Stadt. Aber wir hlen die Tage, bis wir wieder in uns en Bergen sind, wo jeder Stein uns k. nt und uns die Leute so herzlich grüß, wo dieMühle klappert, der Bach rauscht und der Wind durch die Baumwipfel braust. Wir haben beide uns:? Genügen an der Einsamkeit; vielleicht weil wir so Trübes erfahren haben von den Menschen. oder weil wir uns selbst genug sind, wir und unsere beiden Kinder, auf die die Base so schrecklich eingebil det ist und bei denen sie und die Kom
tesse Patenstelle vertraten. Wie dem auch sei, jedenfalls sind wir in unseren Bergen am glücklichsten. Robert ist ein musterhafter Gutsherr und ein Mühlenbesitzer eine solche Mühle soll man lange suchen. Und ich, ich
habe neben der Kindererziehung noch viel Zeit für alles Schöne, das mein Interesse erregt, und sehr stimmunasvoll klingt es. wenn ich Klavier spiele und die Mühle klappert den Takt zu Schuberts Schöner Müllerin". Dann sitzt Robert in der Fensternische und sieht zu mir herüber, und ihm gegen. über unser Schutzengel, die alte, treue Base, den größten Jungen zwischen den Knien. Träumerisch nickt sie dann wohl vor sich hm ihre alten Augen haben noch geschaut, wie daö Glück aussieht! Ende. Prüfungen. Roman von B. RiedtlAhreS. (Fortsetzung.) In den nächsten Wochen verlassen wir Hamburg, um nach Wendsburg an der Ostsee zu ziehen, wo ich m ein samer Gegend am Strande eine Villa gekauft habe, die meiner Sehnsucht nach ungestörter Ruhe entspricht; die Geschäftsverbindung mit dem Hamburger Hause habe ich in den Hauptpunkten gelöst, da der ständige Aufenthalt inmitten der Großstadt mir nachgerade unerträglich zu werden beginnt. Klemens laßt Dich grüßen; in seinem Zustand ist keine bemerkenswerthe Aenderung eingetreten; er trägt sein trauriges Schicksal wie immer, geduldig. ja mehr noch, mit einer ge wissen schönen Heiterkeit, die das Er gebniß seines ausgezeichneten Charalters ist; zuweilen bm ich fast gen;?gt zu glauben, sein Unglück ruhe schwerer noch auf mir als auf ihm selbst. Daß Astrid zum ersten Oktober nach Hause kommt, wird sie Dir gewiß schon mitgetheilt haben; es ichemt etwas Besonderes vorzuliegen; Gott mag wissen, was sich da wieder vorbereitet. So erwarte ich Dich denn im Vaterhause, liebe Andrea, die Bergangenheit bleibt zwischen uns veraessen. nach wie vor sollst Du in der Liebe Deines Vaters Schutz und Zuflucht finden. Heinrich Markland. Ein Tag gegen Ende des September. Der Wind jagt die flüssigen Wolkenmassen unter feuchtblauem Himmel tief herabhangend über die Ostsee dahin; Regen, Sturmschauer und Sonnenschein wechselten unausgesetzt mit einander ab; gegen Abend ist es stiller geworden. Die Feuchtikeit erhöht den Glanz der Farben m der Luft, auf dem Wasser und auf allen Gegenständen, aus denen es jetzt um die Zeit des farbenglühenden wonnenuntergangs wie schlummernder Jubel leuchtet. Von Suden nach Norden ziehen sich weit am Strande entlang die Dünen hin, nur hier und dort mit dürftigem Gras oder Haidekraut bewachsen; links tauchen in nicht allzu großer Entfernung die Häuser und der gothische Kirchthurm eines klemen Stadtchens auf, das sich Mit emem inselartigen Vorsprung in die offene See erstreckt. Rechts verliert sich der Blick in die Unendlichkeit des Meeres. An .einer bankattig abgestuften Stelle des flachen Dünenrückens saß um diese Stunde eine jugendliche Ge stalt. dunkel und einfach gekleidet; der sanfte Windhauch spielte mit dem schlicht gescheitelten braunen Haar, das ein weiches, unschuldvolles Mädchenantlitz von anziehendem Liebreiz umgab. Das Haupt in die Hand gestutzt, ließ sie die b.auen Augen mit einem leisen Anflug von Schwärmerel sich in die lodernde Pracht der sinkenden Sonne verlieren, die blutroth durch einen schwarzen Wolkenstreifen blitzte. Diesen einsamen Platz suchte Ingeborg Wendloff mit Vorliebe auf; hier konnte sie ungestört träumen und über so vieles nachdenken, was im Herzen ruhte und erwachen wollte, so viel heimliches Gluck, das zum Lichte zu dringen suchte und doch nicht durfte; weil es so thöricht war, überhaupt an jemand zu denken, der sie bis dahin kaum beachtet hatte und der vielleicht niemals in den kleinen Badeort an der Ostsee zurückkehrte. Nun wr die Sonne fast ver schwunden; auf dem Meere aber und auf den Dünen lag noch ein purpur rothes, verklärendes Licht voll Stim mung und Poesie; ein letzter Gruß der Sonne, die beim Scheiden noch einmal ihren höchsten Glanz entfaltet. Weit unten am Horizonte verlor sich ein weißes Segel in die lichtstrahlende, märchenhaste Welt dem Leben eines Menschen gleich, der hoffnungsvoll hinaussteuert in unbekannte Fernen. Jngeborg nahm ihren Hut vom Boden und erhob sich, um zu gehen; als sie dann noch einen Augenblick zögernd dastand, fiel ihr Blick auf , 'r m'v v!. t..i.'xir: . zene einiame iua, ait in ucuuuvm cher Entfernung von der Stadt verlassen auf der Landzunge inmitten eines Parkes lag; ein zierliches Gebäude im edlen Stil, mit Thürmchen und zackigen Spitzen, über der hochg'legenen Hausthür ein säulengeschmucktes Portal aus weißem Marmor. Von einem reichen Engländer erbaut, der bald danach gestorben war. batte die Villa Jocelyn, wie man sie noch heute nannte, mehrere Jahre leer gestanden; jetzt wehte, wie von Zugluft g:trieben. ein weißer Vorhang aus geöffnetem Fensterflügel in die abendliche Luft. Was hatte das zu bedeuten? Die Villa mußte wohl endlich einen Käufer gefunden haben. Sonderbar: wer mochte jetzt um die Zeit des beginnenden Herbsteö, der so unwirthlich mit seiner Dunkelheit und seinen rauben Stürmen die da?
einsame Haus als Vorposten des Lan. des aus allererster Hand umbrausten sich dieses Heim zu ständigem Aufenthalte ersehen haben? Und während Jngeborg über dieses, in ihrem engbegrenzten Kreise immerhin nicht unwichtige Ereigniß nachdachte, schritt sie den Dünenwall hinunter, um den zwischen Haide und Strand der Stadt zuführenden Weg zu erreichen; hier angelangt, bemerkte sie eine rüstige, ärmlich doch sauber gekleidete Frau, die schwere Kiepe aus dem gebeugten Rücken tragend, daher kommen; es war Dörthe Bruns, die Zeitungsfrau, welche auch Botengänge nach den umliegenden Dörfern zu besorgen pflegte, eine alte, gute Bekannte. Guten Abend, Dörthe," sagte Ingeborg freundlich. Sie wissen ja doch immer alle Neuigkeiten zuerst, ist denn die Villa Jocelyn -wieder bewohnt?" In dem frischen Gesichte der Frau leuchtete es beim Anblick des jungen Mädchens freudig auf. Bewohnt? Jawoll is sie bewohnt. Fräulein Ingeborg." Dörthe Bruns ließ d'e Kiepe auf den Boden gleiten, hob die knochige Gestalt empor und ließ die hellen Augen wohlwollend und vielsagend zugleich auf Jngeborg ruhen. Jawoll, die Villa is verkaust, e5 ist ein Großkaufmann und Wittwer aus Hamburg. Herr Markland mit Tochter und Sohn, der Pastor is. Dienstag kamen sie mit all ihren Sachen hier. an. Der Tausend, sind das feine Leute. und der junge Herr, was sein Sohn is . . Sind Sie denn schon dagewesen, Dörthe, und haben mit den Herrschaften gesprochen?" unkerbrach das junge Mädchen den Redeschwall. El freilich bin ich dagewesen. Herr Peters schickte mich, daß Herr Markland auf unsere Zeitung abonniren solle; da kommt eine Dame heraus, die so was Trauriges im Gesichte hat, und fragt, was ich wünsche, freundlich und gar nicht stolz. Ich fange von der Zeitung an, sie will sie halten und erkundigt sich dann nach so manchen Dingen, weil sie fremd ist am Ort; ich gebe bereitwilligst Auskunft, weil es so eine gute liebe Dame ist. die man gleich in's Herz schließen muß. Als ich ihr dann allerhand erzählt habe, spricht sie von ihrem älteren Bruder, der blind ist, denken Sie nur. Ja, meinte sie, ob ich nicht vielleicht jemand wüßte, der ihm tagsüber ein paar Stunden vorlesen könnte, es dürfte auch gern eine Dame sein. Da dachte ich denn gleich an Sie. Und nun will der Zufall, daß ich Sie hier treffe, als ob es so sein soll!" ' Ich danke Ihnen , von Herzen, Dörthe. Ja, Sie haben recht, längst suchte ich Gelegenheit, mich nützlich zu erweisen und Tante Louise die Sorge um mich etwas zu erleichiern. Ich werde gleich gehen es ist noch nicht zu spät." Adieu denn und recht viel Glück." Dörthe nickte noch einmal freundlich
und bog dann auf den mit durstigen Weiden bestandenen Weg ein, aus dem sie bald verschwand. Halb mechanisch verfolgte Ingeborg den Strandweg, der bis zur Stadt und an dieser entlang hinaus zur Villa Jocelyn führte, hinter deren Fenstern sich jetzt Lichtschimmer zu zeigen begann; und wahreno sie die in Äer Dämmerung dunkel versinkenden Umrizje sinnend -betrachtete, erarlss sie plötzlich ein seltsames Gefühl; es war. als ziehe eine unsichtbare Macht sie vorwärts jenem Lichtxun zu. und alle Grunde, die sich noch schwach dagegen' aufzulehnen gesucht, schwanden vor dem festen Entschlnß: was auch darauf folgen möge. sich noch heute Abend den Bewohnein der Villa vorzustellen. In der Nahe des eisernen Gitterthores angekommen, hält sie noch einmal inne; da liegt das Haus mit seinen grünen Jalousieen. das sie oft mit den Gestalten ihrer Phantasie belebt, wein und vornehm im herbstlichen Parke da; ringsum begrenzt vom Meer nur im Hintergründe beginnt der roth und gelb gefärbte Laubwald. Ein letztes fahlrothes Glimmern huscht aufleuchtend über das Wasser, hüllt die Landschaft in ein imagisch-stimmungsvolles Licht und verliert sich nach der seitwärts ueaenden dunkelnden Stadt. (Fortsetzung folgt.) Aus dem Reich c d.-r Mode. Die Neuheiten für die Winterfaison sind nunmehr alle gerüstet und harren nur des Winkes, um in den Schaufenstern prangen und die Kauflust anregen zu können. Und wahrlich, es giebt viel Verlockendes unter diesen neuen Mode schopfungen. die bis in's Kleinste wohl durchdacht sind und selbst dem ring sten Toilettengegenstande besondere Aufmerksamkeit widmet. Für den Anfang der Wintersaison bevorzugt man für Stadt-, Reise- und Vormittagstoiletten daö englische Gen re. das Smokingkostüm und die Jackette, d ebenso w die Redingote mit Aufschlägen und zwei Reihen je drei großer Knöpfe geschlossen werden. Die Jackette werden etwaö langer ge tragen als früher; auch fertigt man sie mit Vorliebe auö Tuch rn neutralen Farventönen, wie Dunkelblau. Dunkel grün und Braun, als unabhängig von der Toilette und stattet sie mit Schräg streifen, Steppereien u. dergl. aus. Die sich kreuzenden Revers mit Kragen bilden zumeist vier ausgeschweifte tiese Spitzen und schließen eine gleichartige Weste ein. Auch sieht man vielfach kurze Jacken ohne Knopfschluß mit Ap plikationen über einem nur mit Stepp nähten verzierten Plastron. Zu Costümen mit Jackentaillen derwendet die Pariser Mode gern zweier lei Stoff; zum mindesten muh daö Plastron anders sein. Zu einer Toi leite auö mausgrauer Vigogne mit schwarzen und weißen Noppen nimm man z. B. einen eleganten Einsatz aus schwarzem Sammet, der unter einem Gürtel aut schwar und weißem Rivö
Lande oerschZvlndekl Cm anderes hübsches Kostüm aus flaschengrüner Serge öffnet sich über einem Einsatz aus mandelgrünem Sammet, der mit ewem faltigen Stehkragen aus schottischcr Seide abschließt.
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In Figur 1 sehen wir ein Zlleid aus Serge und weißem Tuch, an dessen Rock durch Tuchstreifen ein Dablier gebildet rst. das, übereinstimmend mit der Taille, als Schmuck vier große Mufchelknöpfe ausweist. An der Taille begrenzen die Tuchstrelfen einen latzartigen Theil, der die Fortsetzung deS TablierS zu bilden scheint. Das Kleid ist hinten ebenso gearbeitet wie vorn, jedoch ohne Knopfgarnitur. Weiße Streifen schließen den Stehkragen und die Stülp, de? bauschig-sn Aermel ab; ein gleicher Streifen bildet den Gürtel. Recht effectvoll ist die Toilette (Figur 2) aus grauem Atlas, dessen Silberton sich harmonisch mit der smaragdgrünen Farbe des Sammets, sowie mit den leuchtenden, irrisirenden Perlen verbindet. An zeder Seite sind dem Rock je dreimal keilförmige Theile eingesetzt, die mit schmalen Perlenfransen besetzt sind, und deren Ansatz erne Rosette auö Sammetband deckt, von der aus ein Band bis zum oberen Rande geführt ist. Die Taille hat man mit pllssirter. gelblicher Sewengaze bedeckt und mit einem Pattenkragen von- weiß:m AtlsS geschmückt, der wie die Unterärmel in graziöser Musterung mit Perlen bestickt und an den Rändern mit Perlenfranzen begrenzt ist. Die Aermelbausche aus grauem Atlas sind durch em Sammetband nebst Rosette gerafft. Der faltige, sich kreuzende Gürtel besteh! aus Sammet. Figur 3 stellt ein vornehmes Kleid aus granatroter, mit Seide gemusterter Wolle dar. Der Taille liegt- ein aus gezogener, rother Seide gebildeter Sattel auf, der mit einer Frisur abschließt und durch perlenbestickte Streifen geziert ist. Auf den weiten, doch kurzen Aermelpusfen ruhen ausSchrägstreifen gebildete Epauletten auö Seidenstoff, und mit Rosetten absehließende Sammetbandeaux sind bis über den gefalteten Gürtel fortgeführt. Recht elegant erscheint die mit Pat ten von gleichfarbigem Seidenstoff, Seidenvassementer und Knöpfen gar nierte Toilette auS feinem, grauem Tuch, Figur 4. Den Rock hat man in der bekannten Tütenform gearbeitet. Die nur im Taillenabschluß leicht ge Mete Taille ist hmten uno vorn tu olelcherWeise mit backen -bild endenPat ten von Passementerie versehen, deren seitlicher Ansatz durch Patten von Sei denstoff gedeckt wird, die je mit einem Knopf scheinbar angeknöpft sind. Blei che Patten lieqen em Stehkragen, sowie den Bündchen der halblangen Puffärmel auf. während der Gürtel aus Passementerie gefertigt ist. Deutsch-Amerikanischer 'Hauö ant 25 Cts. Fürst Bikmarck und die Wiederricktung bei deutschen Neichei 25 Ctö Wir haben nur roch einen kleinen Vorrath . dieser nützlichen. Bucher und werden keine nachkommen lassen. Wer eineö zu kaufen wünscht, beeile sich bekhalb. Verlangt Mucho'S Beft Havanna U'tgarS."
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Eisenbahn Tabelle
Ankunft und Mgag der verschiedenen Eisen bahnzüge im Union Depot, Indianapolis. Vandalia Wgang Postzug 7 30 5m vrjpm ii &u X5in Expreß 12 40 Nm Accomodation 4 00 5 Expreß 7w Nnr erpreß 11 L Nm Ankunft Expreß 3N?m Expreß 4 is Accomodation 10 00 Vm Expreß 3 20 3iin Schnellzug 5 00Vm Accomadation 7 40 Nm Cleveland, Cincinnati, Chicago und St. Louik. Indianapolis und Cleveland Division. Abgang Expreß 41S Lr, CEprcft 10 30 95rn Expreß 10 80 2$rn Limited Expreß 310 Nm Erpreß 6 40 Nm Ankunft Expreß 710 Vn' Expreß 11 30 Cm Limited Expreß 11 30Vm Expreß SOONm Expreß llvONm St. Louii Diviston. Abgang Expreß 7 30Vm tmiied Expreß 11 50 Vm Expreß 1120Nm Erpreß, täglich 11 45 Nm Ankunft Expreß täglich 4 00 Nm Expreß 2 b Vm Limited Expreß 6 30Nm Erpreß. 6 00S$rn Thicago und Eincinnatt Division östlich. Abgang Schnellzug 3 45 Vm ccomodation tsgllch 7 05 Vm Accomodation HOOVm Postzug 3 00Nm Accom,d. snur Sonntags). Accomodation 6 35 )!m Ankunft- Rufhville Accomodation. Postzug ....1140TM Jnd'pl5 Acc. (nur Sonnt.). Accomodation Accomodation 10 15 Nm Schnellzug 11 10 Nm Chicago und Cincinnati Diviston westlich. Ab gang Accomodation 7 10 km Echnell'Pojt ll ovvivx Lafaoette Accomadation. ... 5 00 Nm Schnellzug 12 15 Vm Ankunft Schnellzug 3 30Vm afaoette Accomovatton . . . 10 4 Schnellpost 2 50Nm Rccomodation.... ........ 6 15Nm Peoria Division weftlich. Abgan? Expreß 7 25 Vm Expreß ll 54ö van Danville Accomodaüon . . . . 5 05Nm Expreß 11 59 Vm Ankunft Expreß 3 25Vm Danville Accomodation .... 10 35 Vm Expreß 2bONm Expreß 6 55Nm Peoria Division östlich. Abgana Expreß L80Vm Aecomodation Expreß 3 25Nm Ankunft Expreß 11 40 Vm Accomodation Expreß lOOONm Lake Erie und Western. Abgang Expreß 7 00Vm rf-yv r xprev i vm Expreß 7 00Nm SanellSrrek Anrunft schnell Expreß ss. -L n nn cn vifprr j iv tu ui Expreß 2 50 Nm Expreß 6 20S!m Pittöburg, Cincinnati, Chicago und St. LouiS. Indianapolis Diviston. Abgang Expreß 4 50Vm EolumbuS Accomodation.. . S 00 Vm Erpreß... 3 30Nm Richmond Accomodation. . . 4 00 Nm Expreß 5 10 Nm Ankunft Richmond Accomodation 8 55 Vm Schnellzug 11 40 Vm Expreß 12 30 Km Accomodation 3 20 Nm Expreß öbONm Expreß 10 15 Nm Chicago Di'visten via okomo. Abgang Expreß 11 00 Dm Expreß ll 20 Nm Ankunft Expreß 3 35Vm Expreß s 15 snn LouiSville Division. Abgang Expreß 3 45 Im 810 Vm 3 25 Nm 4 0) Nm 10 20 im 10 50 Vm 5 50 Nm 11 00 Nm Aouisvtlle Accomodanon... Schnellzug Accomodation Ankunft Accomodation Schnellzug Accomodation Spezial täglich , Cincinnati, Hamilto und Jndianapolik. Abgang Expreß 3 40 Vm Cinclnnatl Accomoootion . . 10 50 Vm Expreß 8 00Nm Expreß 4 00Nm Expreß 6 30Nm Ankunft Accomodation 9 15 Vm Expreß 11 45 Wm Expreß 7S0Nm Expreß 10 55 Nm Erpreß 12 30Vm Indianapolis und Vincenneö. Abgang Expreß 8 00 35m Bmcennes Accomodation.. . 4 00 Nm Ankunft AincenneSAccomodationIO 40 Nm Expreß 5 00Nm Cincinnati, Wabash und Michigan Abgang Expreß 6 35Dm Expreß 11 15 Vm Expreß 6 45Nm Ankunft Expreß S55Vm Expreß 2 50Nm Expreß 9V0Nm Indianapolis, Decatur und Western. Abgang Expreß 830 5 Accomodation 3 40 Nm SchnellExpreß 11 20 Nm Ankunft Schnell.Expreß 3 30Vm Accomodation 10 40Vm Expreß 4b0Vm Louisville, New Albany und Chicago. Abgang Expreß 12 35 C Expreß 11 50 Vm Monon Aecomodation 4 00Nm Ankunft Expreß 3 30 Vrn ' Monon Accomodation 11 20 Vm Expreß 3b5Nm The Twentieth Century, eine ausgezeichnete Wochenschrift, roeiche jortschrMluH aefinnten Lesern sehr zu empseh, ten ist. In der Tendenz ,war sozialiftisch, verdm doch andere fortschrittliche Theorien darin unparteiisch besprochen. Man bestelle direkt bei la Humboldt Publishing Co-19 Oftor piacc, Nr Osrk,
