Indiana Tribüne, Volume 19, Number 45, Indianapolis, Marion County, 2 November 1895 — Page 2
lJnöiana Tribüne. Erschcuu Täglich uud Sonntag.
Die käzliche Tribüne- kostet durch den Träger 22 EenrS per Woche, die SonTZtsgS. Tribüne" S Gm:3 per Woje.. Leide lufasraev 15 Cents ode' ?e:s per A?!nat. Per yost em&er$al5 de, .?tadt jugefchilkt in Vorausbezahlung I pe, '!ahr. mri 18 Süd Alabama Straße. Jaötanapoliö, Ind., 2. November '95, Höhere Weizenpreise. In den letzwerflossenm Jahren hat Ui Weizenconsu.il mit der Production nicht gleichen Schritt gehalten und von der Ernte jeder Saison ist stets - ein bedeutender Ueberschuß unverfuflich Leblieben. In diesem Jahre erst ist ein Umschwung eingetreten und, nach den besten Autoritäten, werden die vorhandenen Vorräthe consumirt, so daß ein Steigen der Preise zu erwarten ist. Nach den Berechnungen des bekannten LioerpoolerSachveMndiger Beerbohm Kuren anü. Oct. dieses Jahres um ca. 32.000.000 Bshels Weizen weniger vorhanden als an demselben Tage des Jahres 1894 und ca. 23.000.000 Bu. sbels weniger als am 1. Octoöer 1893. Seine Berechnung für den 1. October dieser drei Jahre (in Bushels) stellt sich wie folgt: 113. 1W4. 1WJ. a merlka W.tw.L ioi.ia,iX)ö 73.400.000 a anö. Ländern 7S.U2.0u) Ti.bae.üüO 7,444,OjO 3 8ufarnrnu.... 142,llJ,lüö 174.018.0la) 110,844,009 Diese Zahlen werden im Allgemeinen als richtig anerkannt, da die Berechnungen sich auf die in Speichern u. s. w. vorhandenen Vorräthe stützen. Dir 32.000.000 Busheis betragende Abnähme der Weizenoorräthe der ganzen Welt vertbeilt sich in merkwürdiger Weise. Während die Abnahme in Amerika sich auf über 37.000.000 Bushels belief. wurde in den anderen Ländern eine Zunahme von 5.000.000 Bushels constatirt. Da .nun mit wenigen Ausnahmen alle anderen Länder Weizen importiren, so hat sich der Rückgang in den Vorräthen bisher noch nicht fühlbar gemacht und eine Folge davon ist der verhältnismäßig geringe Erport, auf welchen wiederum die im gewöhnlich niedrigen Preise zurückzuführen sind. Nicht ehcr. als bis der Consum die unoerhältnißmäßigenVorräthe jener Länder verringert hat, wird der Erport und mit diesem der Preis steigen. Ueber den Umfang der diesjährigen Weizenernte herrscht so wenig Zweifel nic hinsichtlich der leichter erhältlichen Angaben der aus früheren Jahren vorbandenen Ueberschüsse. Daß die Ernte hinter den Erträgen des Vorjahres bedeutend zurückstehen wird, wird allgemein zugestanden. Indien bat eine größere Ernte aufzuweisen, aber in Argentinien ist ein Rückgang eingetreten, ebenso in England, Jtalien und Deutschland. Ein soeben zur Veröffentlichung gelangter Bericht über die Ernteerträge in England ergeben ein Minus von 24.000.000 Bushels und in Spanien wird das Minus auf 7.000.000 Bushels geschätzt. Um welches Quantum die diesjährigen Ernteerträge Nußlands hinter den vor jährigen zurückbleiben werden, läßt sich mit Genauigkeit nicht constatiren. da in jenem Lande statistische Data schwer erhältlich sind; allein die den 3roßKausleuten! zugeganzenen Mitiheilungen lassen die Annahme, daß die Ernte den Durchschnitt nicht erreich!, gerechtfertigt erscheinen. Die einzigen Länder der nördlichen Huiisphäre, welche eine Zunahme der Weizenerträge aufweisen, sind Frankreich. Rumänien und Bulgarien. Beerbohm schätzt die Weizenerträze der ganzen Welt auf 2,395,600,000 Bushels gegen 2.558.000.000 im Vorjahre und 2.453.000.000 Bushels im Jahre 1893, was einen Rückgang von 162.. 400.000 Bushels gegen das Jahr 1894 gleichkoinnit. Dabei ist Beerbohm in seinen Berechnungen ziemlich liberal, denn er schätzt beispielsweise unsere Ernte auf 25.000.000 Bushels mehr, als der officielle Regierung-bericht, und nimmt auch für Rußland höhere Zahlen, als die Getreidehändler selbst. Ein anderer Sachverständiger Englands. Dornbusch, dessen Gutachten ein bedeutendes Gewicht haben, berechnet die Mindererträge dieses Jahres auf 111.704.000 Bushels. Das Bulletin des Halles- in Paris, welches mit den besten Autoritäten auf dem Gebiete der Statistik Verbindungen hat und dessen vorjährige Schätzungen ge nau zutr'en, beziffert die diesjährigen Mindcrerträge sogar auf 270,000,000 Bushels. Der Preeurseur" in Antwerpen kommt nach einer eingehenden Erörterung der Sachlage zu dem Schluß, daß alle exportirenden Länder zusammen nicht Weizen genug ha den werden, um den Bedarf der importirenden Länder decken zu können." Beerbohm glaubt, daß die für die Ausfuhr diöponibeln Vorräthe um 20.000.000 Bushels hinter dem Vedarf zurückbleiben werden, und sagt, daß zum ersten Male seit dem Jahre 1891 Bedarf und Vorräthe sich ziemlich die Wage halten werden. Von einem Ueberschuß Don Weizen könne in diesem Jahre nicht die Rede sein. Der Bedarf würde gedeckt werden, allein man würde nichts von dem Drucke, der zum Verkauf nöthigte und der die letz:verflossenen Jahre charakterisirte. gewahren. Bei einer Betrachtung über die voraussichtliche Situation des WeinnMarktes darf icht vergessen werden, daß die nächsten Ernten von Indien und Argentinien bereit gegen Ende April 169 disponibel fern werden. Allein diese Länder decken nur ungefähr den sechsten Theil des Ausfuhrbedarfs der Welt und es liegt deshalb auf der Hand, daß beide Länder einen gewaltigen Ucberschuß liefern müßten, um die aesammten Mindererträge zu decken. Hinsichtlich dieses Punktes ist ein Bericht, welchen unserer bei der er gentinischen Regierung ccreditirte Gesandte soeben iatti bat. dos
Wichtigkeit; in demselben beißt es. daß in diesem Jahre in Argentinien um 15 Procent weniger Land mit Weizen be stellt ist. als früher, und daß dieses Land meistens für den Anbau von Mais Verwendung gefunden bat. Dit voraussichtliche Weizenernte des näch'ten Jahres kann auf die diesjährigepreise nur einen indirecten Einflu' fabe? und zwar werden dieselben ge drückt werden, falls man in der nächsten Saison eine große Ernt: erwarte! Daß von sehr bedeutenden Erträgen ir unserem Lande kaum .die Rede sein kann, wird' allgemein zugegeben, denn die bisherige Ueöerproduction und die niedrigen Preise haben zur '3olze.gehabt, daß in diesem Herbst viel erriet Land mit Weizen bestellt wurde als früher. Auch die ungewöhnlich-' Dürre, welche in letzter Zeit geherrscht wird nicht ohne unheilvollen Einflus auf die Entwicklung der ZÄeizenfelde: bleiben und ähnlich wie in unseren' Land? liegen die Verhältnisse ir lZuropa. Die neneste LandeöverrathS'Nnge legenyett.
Die Voruntersuchung gegen die des Landesverraths verdächtigen Personen, welche, wie vom Telegraph gemeldet, in Köln, Essen und Magdeburg verhaftet wurden, ist nunmehr abgeschlossen und von dem Ergebniß derselben dürften die folgenden näheren Mittheilungen von Interesse sein. Der in Köln mit seiner Maitresse verhaftete Spion ist der als Vertreter der Braunschweiger Firma Lutter & Co. in Paris thätig und ansässig gewesene Paul Schohren. ein geborener Luxemburger, der vor dieser Stellung längere Zeit im Grusonwerk in Magdebürg beschäftigt gewesen war. Der mit der Ueberwachung aller der Spionage Verdächtigen betrauten Berliner politischen Polizei war jener Vertreter der Braunschweiger Firma, der bald diese, bald jene größere Stadt besuchte, schon seit längerer Zeit wegen seines verdächtigen Umganges mit Personen, die in Geschlltzfabriken beschäftigt waren. aufgefallen. Ebenso siel es auf, daß Schohren, wenn er sich in Deutschland aufhielt, sich nicht mit seinem richtigen Namen, sondern als Director v. Schorn aus Paris in die Fremdenbücher eintrug. Der von ihm mit verschiedenen Personen deutscher Reichsangehörigkeit unterhaltene Briefwechsel vollzog sich nicht öffentlich, sondern vornehmlich unter, dem Schutze von Deckadressen. Diese Umstände veranlaßten die politische Polizei, die auch sich vorher über den Verkehr Schohren's genau informirt hatte, ein wachsames Auge auf ihn zu halten. Es wurde ermittelt, daß er sich Briefe aus Paris, Essen, Berlin und Brüssel, sowie aus Magdebürg unter Deckadressen senden ließ. Speciell correspondirte er mit Leuten, mit denen er zusammen früher in den Grusonwerken in Magdeburg beschäf tigt gewesen war. Mit dem bei der Vereinigung der Grusonwerke mit der Firma Krupp !n Essen von dort nach letzterem Werk übernommenen BuchHalter Emil Apfelbaum hatte er zusammen im Grusonwerk gearbeitet. Nach seiner Uebernahme in den Kruppschen Dienst in Essen wurde Apfelbaum dort im Bureau für Kriegsmaterialien als Stenograph, Correspondent und Buchhalter angestellt. Apfelbaum, der sich in Magdeburg besser gestanden hatte, wurde im Juli, angeblich wegen Differenzen mit einem seiner Vorgesetzten. plötzlich entlassen und beabsichtigte demnächst nach Magdeburg zu verziehen. In Köln war er innerhalb der letzten Wochen mehrfach mit dem angeblichenl Director v. Schorn zusammengetroffen. Briefe des, Schohren an ihn, sowie Correspondenzen von Apfelbäum an Schohren ließen darauf schließen, daß Beide in sehr nahen BeZiehungen standen. Die Beobachtung der Beiden, die mit einem früheren belgischen Osficier, der seiner Zeit in Magdeburg als Vertreter der belgischen Regierung Kriegsmaterial abgenommen und hierbei den Schohren und Apfelbaum kennen gelernt hatte, viel verkehrten, ließ darauf schließen, daß die Drei nicht zu geschäftlichen und auch nicht zu Vergnügungszwecken zusammenkamen. Der Vierte, der mit Schohren bekannt war wenigstens läßt sich dies aus den bei Schohren gefundenen Briefen schließen ist der in Berlin verhaftete Ingenieur Ludwig Pfeiffer, der Vertreter der Skoda'schen Maschinenfabrik und Geschützgießerei, der von seiner Firma beauftragt war. Neuerungcn auf dem Gebiete der Kriegshchnik zu geschäftlichen Zwecken im Interesse seiner Firma zu studieren. Schohren. der auch häufig nachMagde bürg reiste, unterhielt ein Verhältniß mit einer Schneiderin, einer gewissen Richter, .die in Magdeburg bei ihre: Mutter wohnte. ..Diese.. Schneiderin, eine unscheinbare Person, war ein vielseitiges Frauenzimmer. Verlobt mit einem Feldwebel Haase der Garnison Saarlouis, mit dem sie Ende September in den EhebUnd zu treten dachte, war sie gleichzeitig die Maitresse des DirectorsSchohren und unterhielt noch außerdem ein drittes Liebesverältniß mit einem in der Gruson Kruppschen Fabrik in Magdeburg angestellten Arbeiter. Dies Alles hatte die politische Polizei ermittelt, ebenso ihre Eorrespondenz mit Schohren und Apfelbäum. Anfang August hatte Schohren mit der Schneiderin bereits einen längeren Abstecher nach Berlin gemacht, wo sie beobachtet wurden, wo man aber noch nicht zu ihrer Ueberführung schreiten konnte. Der mit der Ueberwachung der genannten Personen betraute Commissär v. Tausch hatte sich nach und nach vergewissert, daß eS sich bei dem Verkehr der genannten vier Personen um ein vollständige. Spionagesystem, bezw. um den Verrath von Zeichnungen von Geschützen handelte. Er erfuhr, daß Pfeiffer nach Köln zu kommen und dort die Richter zu treffen beabsichtigte. Sösbrut iraf fo Kölq ein. wo er im
Ho!e7 Ernst am Dom Wohnung für sich und fein: Frau nahm und sich im Fremdenbuch als Director d. Schorn aus Paris einzeichnete. Er begab sich, stets vom Commissär Tausch beobachtet, auf den Bahnhof, wo er die Richter erwartete. Hier traf ihn das Verhängniß. Kaum hatte er die vielseitige Geliebte in Empfang aenommen, als auch schon ein Herr (Commissär von Tausch) zu ihm trat und ihn ersuchte, ihm mitsammt de? Dame, seiner Veqleituna. ohne Aufsehen zu erregen, zu folgen. Beide wurden durch den Commissär und dessen Beamte abgeführt, ohne daß auch irgend Jemand, etwaS über die Verhaftung erfahren oder bemerkt hätte. Nachdem die Beiden, die nichts mehr miteinander reden konnten, cetrenn! in Untersuchungshaft gebracht wo.'den waren, legte der Commissär Vesck'lag auf das Gepäck Schohren's und der Richter, das sofort der Staatsanwaltsaast zur weikerenUntersuchung zugestellt wurde. Die Untersuchung bestätigte alle Vermuthungen des Commissärs und wenig: Tage darauf saßen zuch schon Apfelbaum in Essen, sowie Ingenieur Pfeiffer' in Berlin und die Mutter, sowie der Bruder der Richter in ifl. Durch die vorzeitige Veröffentlichung der Verhaftung der beiden Personen in Köln wurde die Festnahme des Belgiers, den der verhaftete Schoh. ren dort zu treffen gedachte, vereitelt. Dieser war bereits auf der Reise nack, Köln über die Grenze, ist aber sofort zurückgekehrt, als er Wind von der Sacke erhalten hat. Soweit verlautet, sind die Bemllhungen des Criminalcommissärs von Tausch in Köln von Erfolg gekrönt geWesen, indem er ein ganzes Spionagenetz aufgedeckt und den Apfelbaum überführt bat. daß er im Auftrage des schohren Zeichnungen über neues Geschühmaterial angefertigt hat. wozu die Richter Zeichnungen auZ Magdeburg beschafft hatte. Schohren, der. einen Verwandten im französischen Ministe rium hatte, und auch der entwischte Belgier beirieben dann die Uebergabe dieser Zeichnungen an die französische Regierung. Nachdem Herr v. Tausch bereits zur weiteren Verfolgung der Sache nach Berlin zurückgekehrt war, traf in Köln ein Herr ein, ein Freund des Schohren, der ihn im Hotel zu treffen beabsichtigte. Dieser Fremde, ein Schweizer, der ebenfalls früher bei den Grusonwerken beschäftigt gewesen war. und sich in der auffälligsten Weise nach dem Hauptverdächtigen in der ganzen Angelegenheit erkundigte, wurde, darauf, da man an seine Mitschuld glaubtc, ebenfalls festgenommen und mehrere Tage in Haft behalten. CriminalCommissär v. Tausch kehrte darauf mit mehreren Beamten von Berlin zurück und unterzog den Schweizer einem eingehenden Verhör. Wahrscheinlich wird dieses Verhör noch viel Belastendes gegen Schohren und Genossen zu Tage gefördert haben. Aus Paris schreibt man, daß durch die Festnahme des Ingenieurs Paul Schohren das französische militärische Kundschafterbureau trotz aller Ableugnungen schwer betroffen worden ist, um so mehr, als dieser Hauptacnt für französisch: Spionage in Deutschland schon seit Monaten, ohne es zu ahnen, auf allen seinen Reisen in Deutschland von der Polizei sorgfältig überwuch! und in Köln, wo er sich als Sprachlehrer gerirte, sogar direct durch die deutsche Polizei durch Auslieferung allerlei scheinbar wichtiger Geheimnisse gründlich düpirt wurde.
Die Monroe.Loctrin. Ein Theil der englischen Presse, weniger hierzulande als jenseits des Oceans, hat neuerdings, sich offenbar absichtlich dumm stellend, wiederholt HLnisch die Frage aufgeworfen, was denn eigentlich die Monroe-Doctrin sei. Der Grenzstreit zwischen England und Venezuela gehe Niemanden außer diesen beiden Staaten etwas an und die Vereinigten Staaten hätten kein Recht, sich einzumischen. Kurz, man hat offenbar in England die Absicht, es mit der Monroe-Doctrin in diesem oder in anderen Fällen möglichst leicht m nehmen, um eigenmächtig vorgehen zu können und sich nicht einem Schiedsgericht zu unterwerfen. Allerdings mag in dem vorliegenden Falle der .zweite nüchterne Gedanke" doch wohl, auch in der englischen Jingo-Presse, die Oberhand behalten. Aber noch vor einigen Tagen sagte die -St. James Gazette- ziemlich, unverblümt, England könne sich auf ein Schiedsge richt nicht einlassen, denn die Erfabrung hab geehrt, daß solche Schieds gerichte immer geneig! seien, gegen England zu entscheiden, wie es in der Alabama-Aegelegenheit, in der Dela-goa-Ängelegenheit und in Sachen der Beringssee-Frage geschehen sei. Dabei scheinen aber die Vekritteler der Monroe-Doctrin ganz zu vergessen, daß diese eigentlich nicht amerikanischen, sondern englischen Ursprunges ist. Als Spanien in den Tagen der sogenannten heiligen Allianz" die Hilfe Frankreichs und der Verbündeten desselben in Europa suchte, um seine zertrümmerte Machtstellung in Amerika wieder zu gewinnen, war eö Can ning, welcher vorschlug, daß England und die Vereinigten Staaten Hand in Hand das verhindern sollten. Er be-" nachrichtigte den damaligen amerikanischen Gesandten Rush zu London, dsß Großbritannien nicht gleichgiltig die Einmischung fremder Mächte in Spa-nien-Amerika mit ansehen könne. Lange vorher schon hatte Jeffcrson über die amerikanischen Ansichten bezüglich der spanischen Kolonien Amerikas sich schriftlich dahin geäußert, daß wir ihre und unsere Jnteressen als dieselben betrachten und daß die Aufgabe beider sein muß, allen europäischen Einfluß von rnserer Hemisphäre auszuschließen." Demzufolge nahm das Cavinet deS Präsidenten Monroe den Vorschlag CanningZ mit großer Genugthuung entgegen. - Jefferson. der noch am Leben war, vurdt von Monroe um seine Meinuna.e-
srazt und erklärte, daß CanningsPlan ein Angebot sei, um uns zu führen, zu helfen und mit uns gemeinsame Sache n machen, um das amerikaNische System, alle fremden Mächte aus unserem Lande fern zu halten, und niemals denen Europas zu gestatten, sich in die Angelegenheiten der ameri kaniichen Nationen einzumischen" einzuführen und zu errichten. Er fü?tr hinzu, er fei ganz und gar derselben Meinung wie Herr Canning, daß diese Doctrin Kriege verhwdern roerde, statt sie hervorzurufen. Man entschied sich jedoch, wohlweislich, dahin, sich nicht mit England in dem vorgeschlagenen 5urs zu vereinigen, sondern für die unabhängige Erklärung, welche Monroe in seiner Botschaft an den Congreß im folgenden Winter machte. Aber es bleibt Thatsache, daß die Initiative dazu von Canning ausging, und daß nachher. Lord Brouaham äußerte, die Erklärung des Präsidenten habe - bei allen Freigesinnten Europa die größte Freude hervorgerufen, während Sir James Mackintosh die gleichzeitigen Erklärungen Englands betonte und daß die Vereinigten Staaten als Nachbar größeres unmittelbares Interesse an der Unabhängigkeit Südamerikas haben. Vorstehendes ist die Geschichte der Entstehung der vielgenannten MonroeDoctrin. Meerartiger Kunst see.
. Der Salzsee bildet nicht die einzige Wasser-Merkwürdigkeit des Baby"Staates Utah; es besitzt u. A. auch ein blos zu Berieselungszwecken angelegtes Reservoir, welches oft einen meerartigen Charakter hat und in seinen Wogen sicherlich an den Ocean erinnert. Dieser einzigartige künstliche See befindet sich .'ziemlich abgelegen im südwestlichen Theil UtahS und 'bedeckt ein so großes Gebiet in der. offenen sandigen Wüstenei, daß der Wind mit erstaunlicher Wirkung darüber hinbrausen und häufig die Wogen wenigstens sechs Fuß hoch aufwerfen kann. Man hat sich zu besonderen Schutzmaßnahmen gegen die Gewalt der Wogen ge nöthigt gesehen, sogar theilweise noch in einer Entfernung von acht englischen Meilen vom Rande dieses, fürchterlich gewordenen Reservoirs! Nur au solche Weise konnte es auch verhindert werden, daß nn sehr großer Theil des aufgespeicherten Wassers durch ein weit entferntere Erdspalte entwichen, ist. Und diese Schutzvorkehrungen müssen noch fort und fort erneuert und verbessert werden. sonst wäre e? bald aus mit diesem wichtigen Reservoir und mit der von ihm abhängiger. Bodencultur. deutsche Lotsl-NaSrlHten. Ev?U Städte, Hamburg. Xit y.esiae Straf, kzmmer. verurtheilte die em?ligen Direttoren der Makleröank. Cohn sen., WUrzburg und Heckscher, wegen Untreue U7d Verschleierung zu je zwei Jahren Gefängniß und 3000 Mark Geldstrafe, ev. 300 weiteren Gefängnißtagen unter Anrechnung der zweimonatlichen Untersuchungshaft. Bremen Im Dom wurde bei den Fundamentirungsarbeiten für einen der Vierungspfeiler ein Grabgewölbe bloßgelegt. Der Deckel des darin stehenden Holzsarges ist zerbrochen, aber die darin ruhende 1,70 Meter große Leiche ist gut erhalten; das Gesicht ist lederartig geworden, der Kops ist mit einem starken Büschel kurzer schwarzer Haare bedeckt. Die Bekleidung, anscheinend aus gelber Seide bestehend, ist gut geblieben. .Lübeck. Die beiden Verbrecher, der Kutscher Perlitz und der Steward Fahrenholz aus Bremen, welche hier eine 15jährige Zuchthausstrafe zu verbüßen haben und vor Kurzem, wie schon gemeldet, dem Zuchthause entsprungen sind, wurden, nachdem sie einen förmlichen Plünderungszug durch daS Fürstentum Lübeck ausgeführt hatten, in der holsteinischen Schweiz bei Gremsmühlen wieder fest genommen. Anhalt. Z e r b st. Das Dorf Mühlstedt ist durch die plötzliche Verhaftung von vier der angesehensten Einwohner, nämlich deö Ortsschulzen Herrmann und der Gutsbesijer Karl Herrmann, Klabe und Pfenningsdorf in grsße Ausregung versetzt. Ein Zuchthäusler hat jetzt ausgesagt, er habe alle von ihm verübten Brandstiftungen auf Veranlassung der vier Männer begangen. v7Nrinon. Vera. Einen schlechten Verlauf hat ein Ausflug eines Leipziger Liebespaares nach Gera genommen. Von Leipzig war hierher die Meldung gekommen, daß die Angestellte eines Geschäftes mit einer erheblichen Summe durchgegangen sei. Da nun die Beschreibung de? muthmaßlichen Diebin auf die junge Dame paßte,' wurde sie sammt ihrem Geliebten verhaftet. Als sich die Grundlosigkeit deö Verdachts herausgestellt, wurden beide am nachsten Tage wieder auf freien Fuß ge,enr. . Belöe haben sich vorgenommen. innc nelien mehr zu unternehmen. ' Orlamünde. Bei einem Großfeuer dahier wurde das der Wittwe Pampus gehörige Wohnhauö vernichtet, sowie das erst nach dem. Brand von 1877 neuerbaute Wohnhaus deö Schlossermeisters Fischer sehr bescha-' dlgt. Zwei Scheunen des,Oek. Weise, sowie die Scheunen deS Rathödiene; Jakob, Glaser Franke und H. Pfiper. sowie die Winter'sche Pachtscheune und die von Frohmuth wurden vollständig eingeäschert.. . Roda. Hier hat ein größereSFeuer gewüthet, welches die am alten Markt belegenen Häuser von Möbius, Koch, Bärbig und Barbier Schmidt völlig vernichtete. DaS Erdmann Rosenkranz'sche HauS mußte, um demBrand Einhalt zu gebieten, theilweise niedergerinen weroen. -t- .
5adjTttu Dresden. In der Villa Jenny am Plattleithenwez ist der Fabriksbesitzer Georg Küntzelmann, Mitinhaber einer Dresdener Seifenfabrik, der von einem schweren Beinbruch noch nich. genesen war, verbrannt. Jedenfalls ist das Feuer, welches das ganze, von der Familie Küntzelmann bewohnte erste Stockwerk binnen wenigen Augenblicken vernichtete, dadurch entstanden, daß die Decke, mit der sich Küntzelmann auf der Chaiselongue zugedeckt hatte, durch irgend einen Zustand Feuer gefangen hat. Seine Gattin hatte kurz vorher das Zimmer verlassen; das im Nebenzimmer schlafende Kind konnte gerettet werden. In seiner Wohnung in Plauen b. Dr. hat sich ein Angestellter eine? Dresdener Zollezpedition. v. G., erschossen. Burgstädt. Der sich allgemeiner Beliebtheit erfreuende Hotelier Friedrich Schumann (Besitzer des .Sächsischen Hofes") ist unter dem Verdacht des Meineidö verhaftet und in daS Untersuchungsgefängniß zu Chemnitz abgeliefert worden. O schätz. Im Laufe dieses Iahres begeht die hiesige Gerberinnung die Feier ihres 350jährigen Bestehens. Vrsghr,oselm Darmstadt. Im verflossenen Jahre shd im Großherzogthum 33, 180 Personen geboren worden und 21.439 sind gestorben. Auf die einzel-
nen Provinzen vertheilt, ergibt sich Folgendes: In Starkenvurg wurden 15,183 geboren, während 9466 verschieden; in Oberhessen gab es 7831 Geburts- und 5407 Todesfälle. Was Rheinhessen betrifft, so wurden 10,116 geboren und 6576 starben. K a st e l. Eine größere Anzahl der in den Werkstätten der Nassauischen Eisenbahn beschäftigten Schlosser, Maschinenputzer und andere Arbeiter werden zum Bremser- und Wagen Wärterdienste ausgebildet. Es geschieht dieses, um für den Fall eine? Mobil machung gerüstet zu sein. Die Aus blldungszelt wahrt ein bis zwei Mo nate. Die Fahrten erstrecken sich von Frankfurt bis Köln. Clsaft-Utrftam K o l m a r. Hier ist die große Zuaerwaarensabnk von Hergel voll ständig . abgebrannt. Hergel ist als der Brandstiftung verdächtig verhaftet worden. Der Schaden ist' bedeutend. rjau-ro. - Fuchsmüh l. Freiherr von Zoller ist zur Zeit wieder daran, mit den Fuchsmühlern wegen Ablösung der Holzrechte zu verhandeln. Er verfolgt dadei die Taktik, stch nicht an me Ge sammtheit, sondern zunächst nur an Einzelne zu wenden. Er bietet toxbei letzt so viel, als der Staat rm gleichen Falle an Ablösung, zahlt. Nürnberg. Beim städtischen Trichlnenschauamt, woselbst 20 Tnchl nenschauer mit 1200 M. JahreSgehalt .angejellt sind, liegen nicht weniger als 73 Vormerkungen sur erne etwa frei werdende Stelle vor. Im großen Postdiebstahl - Proceß verurtheilte 'daS hiesige ndaencht den Hauptangeklaa ten Postpacketboten Zeb zu 11 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrender lust. Seme Frau und die 5 Hehler erhielten Gefangmßstrafen von 6 Mona ten bis zu 5 Jahren. Reichenhall. Hier erplodirten in einer chemischen Waschanstalt einige Ballons Benzin. Das HauS wurde durch die Ezplosion in fürchterlicher Welse zerstört. D Gatt:n des BesitzerS ist schwer verletzt. Würz bürg. Das Militarbeirksgericht verurtheilte den SearndLieutenant Otto Koch des 8. Jnfanle-rie-Rearmüs (Metz), der am 19. 5luli im Fort Steinmetz mit dem preußischen Lieutenant Albert ein Pistolenduell (zweimaliger 5rugelwcchsel, 15 Schritt Distanz) mit unblutigem Ausgange gehabt hatte, zu 3 Monaten Festung. vk-lnpfals. F r a n k e n t h a l. Dem Schuhmache? uneichentragerMartin Böhm von hier, welcher wegen Majestätsbeleidigung zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt worden war, wurde auf ein eingereichtes Gnadengesuch hin 1 Monat von seiner Strafe erlassen. Neuburg a. D. In einer der letzten Nächte wurde in das Rectorat des hiesigen Gymnasiums eingebrochen und ca. 300 M. entwendet. v?klttemv,ra. Buttenhausen. OA. Mllnsingen. In New York starb vor einigen Monaten de? von hie? gebürtige Herr Adolf Bernheimer, der seit Jahrzehnten hiesige unbemittelte Verwandte sehr reichlich unterstützte. Zum ehrenden Andenken an diesen hochherzigen edlen Mann stiftete dessen Bruder, Commercienrath L. Bernheimer in München, der, hiesigen Gemeinde die Sum. me von 40,000 M., welche zu einer gemeinnützigen Anstalt verwendet werden soll. C a n n st a t t. Von der neuen Kasernenanlage sind jetzt drei Gebäude aufgerichtet, eines davon auch schon mit Schieserbedachung versehen. Vier weitere Gebäude sind in Angriff genom fTneit. Halt Der 20 Jahre alte Schmiedgeselle Johann G rieb von Hummelöweiler bei Honhardt, in Hesselthal in Stellung, wurde von einem Pferde, daS er beschlagen wollte, durch einen Hufschlag derart am Kopfe verletzt, daß er nach kurzer Zeit starb. Stuttgart. Stuttgart ist um ein Original ärmer geworden. Im Katharinen Hospital . starb dieser Taae, 60 Jahre alt, Michael Stegmaier, bekannt unter dem ' Namen Blumenmichel". Stegmaier war gelernter Metzger und hat sich längere Zeit in England und. Amerika aufge halten. Den Krieg 1370s71 machte er bei der Artillerie mit. Später legte, er sich auf. daS Sammeln von Wurzeln und Blunxn. ' Seine , prächtigen. . mit viel Geschick und Geschmack gebundenen großen Waldblumenstrauße wurden gerne gekauft.
Oa&ttu A l t e n h e i m. Die Anwesen von Gottlieb Schäfer und Jos. Georg Noth jr., sowie die Oekonomiegeöäude )er Landwirthe Daniel Sch'äser und Andreas Rudolf sind abgebrannt. Bruchsal. In Folg: eines Sturzes im Magazin von Gebr. Kaufmann ist der dort beschäftigte Valentin Veller von Weiher gestorben. F r e i b u r g i. B. Von der hiesigen Strafkammer wurde der 18jährig: Gymnasiast Rllgenberg von Philadelphia wegen Fälschung eines KilometerHeftes unter Annahme mildernder Umstände zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. H a.r t h e i m. Auf der Heimfahrt von Staufen wurde die Frau des Bürgermeisters Resch bei Schlatt infolge Scheuens des Pferdes vor einemSchuß des Feldhüters aus dem Wagen geschleudert, o daß ihr der Kopf gespalten wurde. Herr Resch kam mit ein!gen Kopfwunden davon. Heidelberg. Der be' der hiesigen Domänenderwaltung angestellte Schreiber Varko hat einen an die großherzogliche Generalstaatskasse in Karlsruhe gerichteten Werthbrief mit 52.000 M.. Inhalt unterschlagen, Barko, der die Schriftsachen zu besorgen hatte, hat offenbar beim Einpacken und Versiegeln des in Paprscheinen vorgezählten Geldes ein ähnliches Packet mit dem Werthbrief vertauscht. Er hinterließ ein an seine Frau gerichteteS Schreiben, worin er die Unterschlagung zugesteht. B4imts. Bern. Durch den Gletschersturz der AltelS ist ein Schaden von 123.000 Francs entstanden, der zum Theil sehr arme Leute trifft. Hilfe thut dringend noth. In Frutigen bildete sich ein Hilfs-Comite. Der berüchtigte Raubmörder Kögel, der im Schloß Thun gefangen sitzt, machte einen Fluchwersuch. Er hatte schon die Wand durchbohrt. G l a r u s. In GlaruS feierte Lehrer Streiff sein 50jährigeS Dienstjubrläum. Graubünden. Die Orientbahn" - Conferenz in Meran einigte sich dahin, österreichischer- und schweizerischerserts selbstständig von Chur resp. Meran auS zu beginnen. Die österreichischen Delegirten wurden bei ihrer Erklärung behaftet, normalfpurig zu bauen und Anschluß in Mals zu ermöglichen. Luzern. Wasser in die Emme tragen mußte man in Malters, weil dort daS Flußbett eine Strecke weit ausgetrocknet war und man doch Wasser nöthig hatte für Vetonirungs-Ar-beiten. Der Dorfweiher lieferte das mangelnde Naß. . Obwalden. Aus dem Landgemeindeplatze zum Landenberg sind die Spuren des ehemaligen machtigen VogtschlosseZ aufgedeckt worden. Zürich. Das Bezirksgericht Zürich 1. Section verurtheilte Fräulein Dr. med. Farner im VerleumdungsProceß des Hrn. Oberrichter Mittelsbach für sich und seine Mutter zu ach! Tagen Gefängniß, 300 Francs Buße. Proceßcntsch'ädigung und den Kosten. Die Verurtheilte erklärte sofort Appellation. Vestsrrelch'tngarn. Budapest. In Arad wurden riesige Steuerdefraudationen entdeckt. Bisher ist der Abgang von 95.000 Gulden constatirt. Der Steuerhauptlassirer, der Controlle? und Revisor und ein angesehener Cafötier wurden verhaftet, doch stehen noch weitere Verhastungen bevor. Die Desraudation erfolgte auf Grund gefälschter Beträge. Innsbruck. Der auf der Hochzeitsttrse befindliche Augsburger KlaViertechniker Hassemann wurde von einem hiesigen Officiers - Stellvertreter unschuldigerweise insultirt und durch einen Säbelhieb über den Kopf blutig geschlagen; er mußte in's Spital gebracht werden. Salzburg. Gelegentlich einer von drei Brüdern veranstalteten näch! lichen Dachsjagd ist der 30 Jahre alte, ledige Votenwirthssohn Joseph Hutter von' Brück in Pinzgau (im Salzburg!, schen. in der Gegend von Zell am See), im sog. Fuscherthale", vom Gruberberge über eine hohe Felswand in den Kronbichlgraben" abgestürzt, wo er erst anderen Tages nebst seinem todten t linde und einem todten Dachse al? eicke. aufaefunden wurde. Nach Aus-
sage des ArzteS erfolgte sofortiger Tod r n nach oem noilurze rnroige 'cyaoeibrucbeS. ti Boshaft. Erster Schauspieler: Das Publikum d?n X. ist doch ein rechtes Gesindel, wie hatte ich den Moor einstudirt und dargestellt mit faulen Aepfeln hat man mich be worfen!" Zweite? Schauspieler: S'e haben halt ncht den nöthigen Chic im Vortrage da hat meine Thätigkeit dort andere Früchte getragen!" Er ster Schauspieler: Also doch auch Früchte!" Parallele. Fräulein (zu einem Lieutenant): Ach, Herr Lieutenant. wie eZ nur kommen mag. daß, wie ich heute laZ, die Zahl der herzleidenden Damen immer mehr wächst?" Lieutenant: Kann mir das erklälen!" Dame: Wieso?" Lieutmant: Militarismus wächst ja auch beständig!' . ' Gewisenhaft. Junge Frau (zu ihrem vom WirthZhause heim kehrenden Mann): Ein Uhr, wie ich zu meinen Schmerzen sehe! Mann (Arzt): Was schmerzt Dich dabei? Die Augen, das Herz, die Hand oder der Magen? Nur immer präcis, mit Temen lagen. Liebe, wenn ich helfen soll! Zarter Wink. Gestern hab' ich Ihretwegen ein Orakelblümchen gefragt. Fräulein Elise!" Ist's gut hinausgegangen?" Nein. schlecht! Seh'n S:e, warum fragen Sie mich nicht selbst!" Unterornner (zum Rekruten Müller, in Cwll ein Schauspieler): ev rr r:. v.. ra.i.c j . r .. . tfuil .Na -ua .vivcq .wcgig zarrlich an. Müller. Sie spielen jetzt nicht htr TOiinVr und s-Zn OmM" w- mm V m -- -1 r
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