Indiana Tribüne, Volume 19, Number 42, Indianapolis, Marion County, 30 October 1895 — Page 3

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i Alle in einer Ncih" Es ist ein eigenartiger Anblick, das bunte Gemisch von Kurgästen aller Nationen, Sprachen, Trachten, Eilten nnd Gebräuche zu beobachten. vaS sich in Karlsbad allmorgendlich im Gänsemarsch mit dem irdenen Becher in der Hand oder an einem -über die Echul ter oder um den Nacken geschlungenen Nie, men, zum siedenden Cprudelquell drängt und wie Jeder geduldig wartet, bis die Reihe an ihn kommt, daS kostbare Naß 211 schlürfen. Während mehr als drei Jahrhunderten pilgerten Männer und Frauen aller Stände und Klassen, von, König bis zum Bettler, nach Karlsbad, um Heilung von eingewurzelten Uebeln zu finden und neue Lebenskrast zu ge vinnen. Aber in unsern Tagen der allmächtigen Konkurrenz haben wir weder Zeit noch Geld, um eine so weite Reise zu unternehmen. Dafür wird unö daS Karlsbader Wasser entweder in seinem ursprünglichen Zustand, d. i. an der Quelle auf Flaschen gefüllt oder in Pul verform, als an Ort und Stelle aus dem Sprudelquell abgedampftes' Karlsbader Sprudelsalz in'S HauS gebracht. DaS Wappen der Stadt Karlsbad und der' NamenSzug EiSner Lc Mendels o n Co., Alleinige Agenten, New York, ist auf jeder Flasche. Man hüte sich vor Verfälschungen. c 3 Ein dankbarer Patient, der sewnr Ramnl nicht grnannt haben will, und der leine vollftändlg Wiederherstellung von schme ttm Leiden einer in einem Toktorduch angegede nen Arznei Verdankt, lädt durch un dajjelbe kosten, soei an seine leidenden Mitmenschen verschicken Tiefe grobe Buch enthält Ske,epte, die in jeder potheke gemacht toerden können. Echickt öure Adresse mit Briefmarke an ,üritxit Klinik und Dispens rn." 23 West 11. Str.. ew Bork. N. 9. C RipansTaMes. Rlpans Tabules are cornpounded from a prescription widetyused by thebest medical authorities and are presented in a form that is becoming tha fcshion everywhere. Rlpans Tabules act gently but promptly upon the liver, stomach ana Intestines; eure dyspepsia, habitual constipation, offensive breath and headache. " One tabule taken at the sirst Symptom of indigestion, biliousness, dizzir.ess, distress aller eating, or depression of spirits, will surely and quickly remove the whole dissiculty. Price, 50 cntt a box. Rlpans Tabules may be obtained of nearest druggist ; or by mail on reeeipt of price. RIPAN3 CHEMICAL CO., lO Spruo Strt. NEW YORK. tttf ifcinwi ausatst Ä'V' v fesin5.fkr.:!l?2i -i 4 tbSCrarcb tfrÄr.tan. Z Vr. mcö. flDaxtmtltan txry, f rttnIArt rv li ?inp.J 4miUm r Prall. rtla tttMMH. M Dise sehr zu empfehlende Buch ist in ve, Office der Xribii- tu für 25 ents zu babn. -1 A VteSi&f'Z-A 'fS' S) -x viV i7 . Fürst BiSmarck und die Wiedererrichtung de deutsSen Reiches.'" Cm nabe,u 00 Seiten starkes Bus. Preis in b x Office der Tribüne" 25Snt. IIEIOIAVN LIKE. 197 Süd Meridian Straße Teutscher Messrrschmio, Rasirrnesser, Scheeren und alle firten Sineidrnirruniene fabrim und udAlifteT. tifliDot 12v C'rnerfiHt die UNION CO-OPERATIVR a rVX Ü ti 6 r Ü, ftcrrtt vb Amon i(.daitii 9lO. 138. 14s n !v nnnt, enc. T. E. Soxnerville, Manager.

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! Um fremde Schuld.

Riman von W. H e i m b u r g. (Fortsetzung.) Im Hause wurde es lebendig, caS Stubenmädchen erschien und die tfö chin; die alte Frau hatte sich rasch anqekleidet. Man beleuchtete nun die aeöffnete Kommode, aus deren oberster Schublade der Inhalt zum Theil herausgerissen war. zum Theil unordentlich hervorsah, und bestürmte die Base mit Fragen. Ja, wie' kann er denn hereingekommen sein, der Dieb? Einsteigen ist doch nicht möglich! Schickt auf die Polizei und weckt den Herrn der Herr muß doch kommen! Wo ist Friedrich?" riefen die Mägde durcheinander. .Der schläft." sagte das Stubenmädchen. Die Köchin lief hinauf, den Herrn Wollmeyer zu wecken. Nach einigen Minuten erschien mein Stiesvaier auf dem Nlatze. Er begann die Base auszufragen, mit gerunzelter Stirn und der verdrießlichen- Miene, die Leute haben, die unsanft aus ihren süßesten Träumen aufgestört sind. Ist denn thatsächlich gestohlen?" forschte Wollmeyer, nachdem er sich flüchtig im Zimmer umaeschaut hatte, was vermissen Sie. Base?" Nichts!" antwortete die alte Frau, wahrscheinlich fand der Dieb nicht, was er suchte." Ist das Sparkassenbuch da?" Jawohl, das wird schon da sein; bin auch gar nicht bange, daß der Mensch es mir hat stehlen wollen." Na, aber was denn sonst, Base?" rief eines der Mädchen. Ja. was weiß ich!" Heu Wollmeyer sah sich im Zimmer um. Zum Fenster kann doch Niemand herein? Es muß sich also Jemand im Hause versteckt gehalten haben. Bemerkten Sie denn kein derdächtiges Geräusch oder das Ausbrechen des Schlosses? Schliefen Sie so fest?" Ich war wach, und die Thüre war offen." berichtete die Base, ich habe den Mann hereinkommen sehen und alles beobachtet." Warum haben .2fr denn nicht um Hil'e gerufen?" fuhr die Köchin sie an. der Kerl hätte seine gesalzene Tracht Prügel heimgetragen." Nun. ich wollt' ihm gerade sagen, daß er nicht finden würde, was er suche, und daß er machen solle, fortzukommen, da klingelte Fräulein Anneliese." Diese Seelenruhe begreife ein anderer!" bemerkte Herr Wollmeyer, und seine zwinkernden flimmernden Auaen suchten mich. Legt Euch schlafen. Kinder, morgen früh lasse ich die Polizei holen." Ich konnte nicht sprechen vor Aufregung. wandte mich um und ging in mein Zimmer zurück. Bald darauf war die Stube leer, und die Base kam au mir. Mitleidig sah sie mich an. Beruhigen Sie sich. Annelieseken. schlafen Sie schön! Morgen wird anderer Rath." Warum riefen Sie mich nicht, Base?" Wozu denn? Ich wußte, der Dieb würde nichts finden; da that ich. als sckiliefe ick." ., . . . . ... tit .44. m l WV V V4 lltl tftfc; 34 ÄjVtit, t' Wasser zu trinken und hielt meine zitiernden Hände. Armes - Kind! Armes Ki.id. was müssen Sie alles ergeben!" Ich halte es nicht mehr aus. ich sterbe hier!" rief ich. Wenn wir übermoraen hier ermordet werden, iit's kein Wunder!" Am andern Morgen war ich halb krank. Wie ein Lauffeuer hatte sich die Kunde von dem versuchten Diebstahl bei Wollmeyers in der Stadt verbreiiet; die einzige, die gelassen blieb, war die Base. Die Komtesse kam; wie ich aebe und stehe," entschuldigte sie sich, im Morgenkleid." Sie besah sich die aeöffnete Kommode, in dem die saubern Knüpftücher der alten Frau, versck'iedene Pappschächtelchen, ein perlenaesticktes Brillenfutteral. Briefsckaften u. s. w. durcheinander gewühlt lagen, schüttelte den Kopf und prophezeite den Untcrgana der Welt, wenn überhaupt erst so etwas vorkommen. in Westenberg vorkommen könne. Daß der Dieb nicht das Sparkassenbuch mitgenommen habe, das offen obenauf lag, das begriff sie nicht. Habt Ihr schon nach der Polizei geschickt?" fragte sie. Die Base verneinte. Da hört doch alles auf!" fuhr die Komtesse sie an. und als in diesem Augenblick Wollmeyer eintrat, um sich nothgedrungen zu erkundigen, wie denn der gestrige Schreck abgelaufen sei. entspann sich in meinem Wohnsiübchen ein heftiges Wortgefecht zwiscken den beiden, in dem diesmalWollmeyer unterlag, denn die resolute Dame erklärte ihm. wenn er die Sache nicht anzeigen wolle, so werde sie es thun; im Interesse von ganz Westenberg müsse das geschehen. Und' obgleich sie durchaus kein Recht besaß, diese Drohung auszuführen, wirkte sie doch auf meinen Stiefvater. Er schickte Friedrich nach dem Rathhause. Unverkennbar war er in sehr schlechter Stimmung; er zuckte die Achseln, nannte die ganze Geschichte eine Bagatelle und den Antheil, den man daran nahm, übertriebene Sucht nach Sensation. Als dann aber auch der Sanitätsratb noch dazu kam und der Komtesse zuflüsterte, man sei die strengste Untersuchung der ganzen Stadt schuldig, machte er eine halbwegs anständig: Miene zu der Sache. Der Eommissar. Herr Braunberg, erschien höchstselbst mit dem Stadtsergeanten und mein Stiefvater er klärte, es sei ein unbegreiflicher Bor fall und er müsse beinahe die Begebenheit für eine krankhafte SinnestäuI schling der beiden Vethelliäten halten.

Der sehr gefällige Beamte besah sich zunächst den Thatort. erfuhr die SchlUsselgeschichte, schüttelte den Kopf, als er hörte, daß nichts gestohlen sei, und verlangte auch mich zu sprechen. Tante Komtesse half, mich anzuklei den. In der Stube der Base war das gesammte Personal des Hauses ver sammelt; wir traten nun auch ein. Bemühen Sie sich doch nicht," sagte die Base gerade zu dem Polizeicom-' missar. Sie fangen ihn doch nicht!" So? Das warten Sie ab! Haben Sie einen Verdacht?" Was heißt Verdacht?" murmelte sie. Ich sage nur, gestohlen ist nichts, also wozu die ganze Geschichte?

ch glaub, der Dieb war gar kein Dieb, sondern einfach ein neugieriger Mensch." Schwatzen Sie nicht Unsinn!" fuhr mein Stiefvater sie an. Wer von den Leuten kam zuerst auf Ihr Klingeln?" fragte der Eommissar nun mich. Köchin und Stubenmädchen meldeten sich: Wir!" Wer ist noch im Hause?" Hier, der Diener." Kam der Diener auch gleich?" Nein, der schlief; wir konnten ihn aar nicht ermuntern." sagte die Köchin. Das machten die zwei großen Gläser Bowle, die er sich zu Gemüth geführt. Das Fräulein und die Base batten nichts getrunken, da mußte der Gierschluck die Bowle gleich hinunterschütten." Friedrich erklärte, er sei nach dem Genuß des Weines völlig betrunke gewesen und habe sich kaum mehr aufrecht erhalten können; noch jetzt sei er wie benommen im Kos. So 'ne Maibowle habe es in sich und er sei Wein nicht gewohnt, setzte er entschuldigend hinzu. Wahrscheinlich sehr schwerer Wein?" bemerkte derPolizeicommissar. Nein, durchaus nicht! Eine Flasche leichten Sekts, zwei Flaschen Mosel." lachte Herr Wollmeyer. Und die Tropfen. Herr Stadtrath." erinnerte der Diener, die ich aus dem Schlafzimmer holen mußte." Was für Tropfen?" fragte der Beamte. Die Orangenessenz." warf Herr Wollmeyer leicht ein. Ich nehme immer Orangenessenz zur Maibowle-, versuchen Sie es nur 'mal. Braunberg; delikat, sage ich Ihnen." Haben Sie Verdacht auf den Diener?" fragte der Polizeicommissar die Base, nachdem Friedrich und die Mä'd chen sich entfernt hatten. Gott bewahre, der ist die ehrlichste ui unter der Sonne." erklärte diese rasch. Erinnern Sie sich der Gestalt des Menschen?" wandte er sich jetzt wieder an mich. Ja; ungefähr wie Herr Wollmeyer, breit, gedrungen, was man so untersetzt" nennt," erklärte ich. Herr Wollmeyer lächelte. Seh? schmeichelhaft!" Anzug, gnädiges Fräulein?" Weiß ich nicht; jedenfalls dunkel. Ich erkannte kaum mehr als die Um risse der Gestalt." Der Beamte fragte nicht mehr; er betrachtete nochmals die Fenster, öffnete und schloß sie und schüttelte den Kopf. Ein Einsteigen ist ausgeschlössen." sagte er, di: starken eisernen Gitter musternd, es ist also entweder Jemand vor dem Schließen der Hausthür eingedrungen und hat sich- versteckt gehalten, oder aber " er stockte und sah die Base an es ist ein Hausdieb gewesen. Fräulein Himmel. was für Werthsachen haben Sie im Besitz?" Mein Sparkassenbuch, das obenauf lag; es wurde nicht genommen, ferner eine altmodische Brosche, eine Uhr aus Silber, einige silberne Lösfel." Das ist alles noch vorhanden?" Ja." Besitzen Sie nicht etwas, das, an und für sich vielleicht unscheinbar, für eine bestimmte Persönlichkeit von großem Werthe ist?" Die alte Frau zögerte einen Auaenblick. Ja," sagte "sie dann laut. Nur für eine ganz bestimmte Person?" Für zwei - Personen, Herr Commissar." Befinden sich diese Personen hier im Hause?" Eine davon, ja!" Mein Stiefvater stand unbeweglich am Thürpfosten; seine Augen hingen starr an der alten Frau bei dieser Wendung. Der Beamte wandte sich jetzt um und bat sehr höflich die Komtesse, sich zu entfernen; auch den Sergeanten schickte er fort. Die Base. Herr Wollmeyer, der Polizeicommissar und ich blieben allein. Mit zitternden Händen erqriff ich die Lehne eines Stuhles. Was würde nun kommen! Berichten Sie, Fräulein Himmel," forderte sie der Commissar auf. Sie fragten mich, ob ich etwas besitze, das großen Werth für eine bestimmte Person hat. Ich habe Ja gesagt." erwiderte die Base. Dieses Lenkthum sind zwei Schriftstücke, die mir die verstorbene erste Ehefrau des Herrn Wollmeyer vor ihrem Tode übergab, unter der Bedingung, sie nur im Falle der Noth in geeignete Hände au legen." Und Sie nehmen an ?" Ich w e i ß. daß diese Schriftstücke von großer Wichtigkeit sind für Herrn Wollmeyer." Mir ist von solchen Schriftstücken nichts bekannt," rief mein Stiefvater. Was soll das für eine alberne Geschichte werden! Herr Polizeicommissar. ich bitte, machen Sie dieser Komödie ein Ende!" ' Der Beamte hatte plötzlich ein so marmornes Gesicht bekommen, daß die jovialen Worte des Herrn Stadtraths daran abprallten wie Wellen an einem Felsen. Wo befindet sich die andere Person, die ein ebenso großes Interesse an den Dokumenten bat?"

5tne lange Pause folgte. Da Sie den einen genannt haben, fordere ich auch den Namen des andern." klang es streng. Robert Nordmann in Halle," gab die alte Frau mit fester Stimme zur Antwort. Sie wissen bestimmt, daß diese Person gestern Abend nicht hier gewesen sein kann?" Ich weiß es bestimmt." sagte sie. Ahr siel Herr Wollmeyer ein, setzt beginnt mir die Sache verständlich zu werden mein Herr Neffe spielt hier eine Rolle. Sie. erinnern sich vielleicht noch, lieber Braunberg, der Gymnasiast, der damals bei Nacht und Nebel nach Amerika durchbrannte." Ich erinnere mich, daß sich aus Ihrem Hause heimlich ein junger Mann entfernte. Ist es der nämliche. Fräulein Himmel?" .Ja." Er hält sich jetzt in Deutschland auf?" Er dient sein Jahr als. Einjäkriger ab." War er in der letzten Zeit einmal hier in diesem Hause?" In der Nacht, da die zweite Frau Woll'never starb, war er hier." antwertete die Base. Was wollte er hier?" Die Base schwieg; verlegen sah sie vi Boden. Mein Herz pochte wie wahnsinnig. Herr Wollmeyer lächelte höhnisch. Ah. ah wn erfahre ich denn da, meine liebe Anneliese? Sollten Sie zufällig wissen, wem der Besuch des Herrn Robert Normann galt?" In welch5n Räumen hielt er sich auf?" fragte Braunberg, ohne diesr Taktlosigkeit zu beachten. In dies-m Zimmcr. dem nämlichen. wo der Einbruch geschehen ist." erklärte die alt: Frau. Wu lange war Herr Nordmann bei Ihnen?" Von Abends zehn Uhr bis Mor gcns gegen Fünf. Er reiste ab. sobild er erfuhr, daß die gnädige Frau todt sei." Herr Wollmeyer wußte nicht darum?" Nein! der Besuch galt mir. Er war auf meinen besonderen Wunsch gekommen." (Fortsetzung folgt.) UM Pariser Toiletten.

Mit Spannung sehen die Damen bei jeder beginnden Saiswi den Schöpfungen der Mode entgegen. Welch? Tendenz wird sie erfolgen, wird sie bemüht sein, nur neu: Gesichtspunkte für die vorhanden? Strömn:? zu gewin nen, oder wird sie eine völlig veränderte Richtung einschlagen? Das sinft Fragen, die im Allgemeinen d!: FraaenWelt mehr bewegen, als eingcftan'dfn wird, aber sie find berechtigt, denn bei den nothwendigen Neuanschassungen wird Niemand gern auf dem alten Standpunkt stehen bleiben. Die Damen wissen sehr gut, daß Stillstand gleichbedeutend mit Rückschritt und sicher der Anfang desselben ist. Die Erwartung alles Neuen und Schönen findet ihre erste Befriedigung bei venVtsiten. Empfängen, Fünf-Uhr-Thees, Theaterbesuchen u. s. w.. die zur Zeit wieder an der Tagesordnung sind, und ' die nebenstehenden, anmuthigen Toiletten dürften diesen Zwecken vollkommen Genüge leisten, da sie durch.schnittlich große Kleidsamkeit mit Eleganz vereinen und einen deutlichenFingerzeig für die Tendenz der Mode geben. Aus gelbgrauem Tuch besteht die Visitentoilette in Figur 1. Die Taille ist oben und unten mit je drei Spangen geschmückt, die mit kleinen, mattgoldenen Kuzelknöpfen angeschlossen sind. Verschnürte, auf den Schultern sehr breite und faltige Vreiellen, die sich auch über den Rücken fortsetzen, sind der mit einem verschnürten Mediziskragen verbundenen Taille angefügt. Den Tütenrock schmücken unten an beiden Seiten etwa ebwa 14 Zoll hohe, eingesetzte, spe Theile, deren Mittelfalte durch 'Spange niedergehalten wird. Große Keulenärmel vollenden das hübsche Slltb, zu dem sin Toquehütchen aus gleichfarbiger Seide mit tolliger Kwnpe und scharlirten, braunen Federn tragen wird. .Geschmackvoll ist die Straßentoiletie, Fizur 2, ans grünem Tuch mit crme.farbener, r:!ch mit gr'üner. Soutach: tttfchiwirt Weste. Die mit Tüwschooß gearbeitete kurze Jackentaille tritt vorn oben und unten auseinander und wir) nur auf -der Brust oeschlos-

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sen; sie ist rund 'herum ca. 1 Zoll breit 'durchsteppt und mit scharf zugespitzten Äufschlägm und einem Steh-Umlege-kragen ausgestattet. Keulenärmel mir durch'steppten Aufschlägen vervollständigen das Kleid. Der große Dirtoirehut aus Hellem Filz ist mit dunkel-

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grünen Schleifen und gle'ch'a n 'z'e-dern geschmückt. Höchst anmuthig ist die Emp' or kleine Gesellschaftstoilette Fir Sie besteht aus h:ll-cru-f ebenem K?eprstoff mit weitem Tütenrock und fthr faltiger Blusentaille, der bauschige Puffärmel eingefügt sind. Auf den Schultern ruhen, die Aermel beinahe verschleiernd. Epaulettes von breiter, venezianischer Guipüre, während Gürtel. Stehkragen und die mit schmaler Guimpe begrenzten vorderen Garniturtheile aus cremefarbenem Moi? bestehen. Ein Kragen aus gleicher Spitze wie die Epaulettes, der ziemlich breit über die Schultern fällt, tritt vorn unter den Garniturstreifen. . Der Gürtel rCK rV. 'ttf'f ist seitwärts mit einer Ro.settenschleife, cer Stehkragen an beiden Seiten mit eingekräustenKöpfeN' geschmückt. Lange, schwedische Hanidschuhe vollenden die hübsche Toilette. Demselben Zweck entsprechend ist die Toilette Figur 4 aus silbergrauerSeide m't keilförmigen, plissirten rosa Einsätzen, zu beiden Seiten des Rockes, die mit je einer Schleife abschließen. D'e Taille auS rosa Seide ist vorn, obcn und unten, sowie in der Mitte Köpfchen bildend, ' eingekraust, im ll'briaen glatt gearbeitet und mit siickereiapp'licationen von 5crufarbewv.n Batist bedeckt; ebenso der Siehkragen. Einfache, graue Keulenörmel sind der Taille eingefügt. in? reuvoll? kleine Gesellschastsoder Thea?crtoilette auS mandelgrün'em S'id':!rirs zeigt siclz in Figur 5. Wunr.il,sch erscheint zu dem zarten Graugrün der Bmsteinsatz aus gekräuster. cröme.farbener Seidcngaze, mit eingestickten, naturfarbenen Stiefmütterchen, der von Spitzentheilen mit graziöser Musterung eingeschlossen ist. Auch der an den Seiten große Schlingen bildende eingereihte Stehkragen besteht aus luftigem Stoff, während der vorn mit Schleife geschlossene Gürtel aus Seidenrips gefertigt ist. Der im Uebrigen glatten Taille sind im Rücken ein paar nach unten sich verschmälernde, bretellenartige Falten eingefügt, und die weiten Keulenärmel sind an ihrem unteren Theil derartig zusammengelräust. daß sich unterhalb des Ellenbogens zwei auseinanderfallende Köpfifan bilden. Der glatte Rock fällt in tiefe Tütenfalten. Gleichen Gelegenheiten diet die Toilette aus blauem, gestreiftem Seidencrepon in Figur 6. Das Kleid besteht aus ein?m Tütenrock von gestreiftem Crepon und einer Blusentaille auö satin cluchese, 'der eine schöne, altvenezianische Guipürespitze aufliegt; diese schließt unten mit einem Zwischensak ab. von 'dem lose Spitzentheile herabfallen. Die Taille begrenzt ein gefalzter, vorn mit Schleife geschlossener Stehkragen au& aprikosenfarbenem Sammet, während 'der Gürtel auS ntin duchesse hinten mit kurzer Schleife endet. .Die großen Aermelpuffen sind auS Crepon, die Unterärmel aus satin duchesse gefertigt.

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Eisenbahn-Tabelle

Ankunft und Abgang der verschiedenen Sisen bahnzüge im Union Depot. Indianapolis. Vandalia. Abgang PoNzug , Erpreß Expreß Akkomodation Expreß Expreß Ankunft Expreß Expreß Accomodation Expreß ' Schnellzug Accomadation .... 7 30VM ....11 bODm 12 40 Nrn .... 4 00 Nrn .... 7 00 Nrn 11 20 Nrn .... 3 35VM .... 4 15 Vm ....1000 Vm .... 3 20NM 6 00 2 .... 7 40 Nrn Cleveland, Cinrinnati, Chicago und St. Louis. JndianavoliZ und Cleveland Division. Abgang Expreß. 415 V, Expreß 10 30Vm Expreß .. , 10 30 in Limited Expreß 310 Nm Expreß 6 40 91m Ankunft Expreß 7 10 Vm Expreß 1130Vm Limited Expreß 11 30 33 Expreß 6 00 Nrn Erpreß 11 00 Nrn St. LouiS Division. Ab gana Expreß 7 30Vm Limited Erpreß. 11 60 33m Expreß 11 20Nm Expreß, täglich 11 45 3h Ankunft Expreß täglich 4vONm Expreß 2 50V Limited Expreß 6 80 Nrn Expreß 6 00 23m lhicago und Cincinnati Diviston Abgang Schnellzug Äccomodatio täglich Accomodation Postzug Accomsd. snur Sonntag!) . Accomodation - östlich. 3 45VM 7 06 Vm HOOVm 300 Nm 6 35 Ihn Ankunft- Rushvillt Accomodation. Postzua 1140 93m Jnd'pli Acc. (nur Sonnt.). i ' aiitcmücmxpn Accomodation Schnellzug 10 15 Nm 11 10 Nm Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgang Accomodation 7 10 Vm Schnell.Post HbONm Lafayette Accomadation 5 00 Nm Schnellzug 12 15 Vm Ankunft Schnellzug 3 30Vm Lafayette Accomodation ... 10 45 Vm Schnellpost 2bONm Accomodation 6 15 Nm Peoria Division westlich. Abgang Expreß 7 25 33m Expreß 11 25Nm Danville Accomodation. . . . 5 05Nm Expreß 1159 Vm Ankunft Expreß. 8 25Vm Danville Accomodatio. ... 10 85 Vm Expreß 2bONm Erpreß 6 65 Nrn Peoria Diviston östlich. Abgang Expreß Accomodation Erpreß Ankunft Expreß 6 30 23m ..".!!!". 3 25 Nm 11 40 23m Accomodation Erpreß 10 00 Nrn Lake Srie und Western. Abgang Expreß 7 00 23m Expre j 1 20Nm Expreß 7 00Nm Cchnell.Srxreß Ankunft Schnell Expreß Expreß 10 20 6m Expreß 2 50 Nrn Erpreß 6 20 Nm Pittsburg, Cinciuuati, Chicago und St. Louiö. ' Indianapolis Division. Abgang Expreß ColumbuS Accomodation. Expreß Richmond Accomodation. Expreß 60 Vm 00 Vm 30 Nm 00 Nm 10 Nm 65 Vm 40 Vm 30 Nm 20 Nm 50 Nm 15 Nm Ankunft Richmond Accomodation S Schnellzug 11 Expreß 12 Accomodation 3 Expreß 6 Expreß 10 Chicago Division via Kokomo. Abgang Expreß 11 00 Vm Expreß 11 20 Nm Ankunft Exvreß 3 35 23m Erpreß ; 3 15 Nm Louiöville Diviston. Abgang Expreß 3 45 Lm Louiöville Accomodation... 8 10 Vm' Schnellzug 3 25Nm Accomodation 4 0) Nm Ankunft Accomodation 10 20Vm Schnellzug 10 60 23m Accomodation 5 60 Nrn Spezial täglich 11 00 Nrn Cincinnati, Hamilto und Indianapolis. Abgang Expreß 3 40'Vm Cincinnati Accomodotion . . 10 60 Vm Expreß 8 00Nm Expreß 4 00 Nrn Expreß 6 30Nm Ankunft Accomodation 9 15 23 Expreß 11 45 Vm Expre k 730 Nm Expre i 10 65Nm Erpreß 12 30 V Indianapolis und Liueenueö. Abgang Expreß 8 00 23m LincenneS Accomodation... 4 00 Nra Ankunft VineenneS AccomodationlO 40 Nm Expreß 6 00 Nrn Cincinnati, Wabash und Michigan Abgang Expreß 6 35 23m Erpreß 11 15 23m Expreß 6 45 Nm Ankunft Erpreß 9 65 23m Erpreß 2 60Nm Expreß 9 00N Indianapolis, Decatur nnd Western. Abgana Expreß 8 30 23m Accomodation 8 40 Nm Schnell Expreß 11 20 Nm Ankunft Schnell'Expreß 3 30 23m Accomodation 10 40 23 Expreß 4 60 23m Louis ville, Xew Albany und Chicago. Abgang Expreß 12 85 23 Expreß 11 60 23 Monon Accomodation 4 00 Nm nkunft Erpreß 3 30 2rn Vonon Aeeomodation 11 20 Vm Expreß 3 65N The Twentieth Century, cte ausgezeichnete Wochenschrift, welche fortschrittlich gesinnten Lesern sHr u empfeb, len ist. In der Tendenz zwar sciialiftisch, werden doch andere fortschrittliche Theorien darin unparteiisch besprochen. Man bestelle direkt bet da Humboldt Publishing Co.; 19 Ztex Watt, Re5 C