Indiana Tribüne, Volume 19, Number 42, Indianapolis, Marion County, 30 October 1895 — Page 1

A 00 ""r; V. IVf xY S t dr 0 rA w o US A A OZ l5 y i w w l riV W Vs5 r Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Zndiana Mittwoch, oen 30. Oktober J895. 'Zahraanq 19. No. 4

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Editorielles. Die Nailroad Timeö" veröffentlicht zwei Briefe von Andrew Gar negie und Chauncy M. Depem, in welchen diese beiden Personifikationen deö Kapitalismus und der Arbeiterseindlichkeit dem Sekretär der Locomotivsührer mittheilen, daß sie der an sie ergangenen Einludung zum Besuch der Jahreökonvention der Brotherhood nicht nachkommen können. Die Thatsache, daß eine ArbeiterOrganisation Depew u?,d Carnegie zu ihrerConvention einladen konnte, zeigt, daß die amerikanischen Arbetter noch weit, unendlich weit von einer klaffenbewußten Bewegung find. Aus dem Gebiete der Arbeiterbewegung find die amerikanischen Arbeiter noch Kinder Kinder, die zuweilen ungezogen werben, mit den güßkn strampeln, und nicht gerade die beste Erziehung bekandigen, for.ft aber im Allgemeinen sekr folgsam find. .. Die Franzosen daben wieder ein mal eine Miniüerkr sis. In grankreich kommt das so oft vor. daß man am Besten thäte, den M,n,strmch'el zu einem verfassungögemäß in bestimm ten Perioden von etwa dm Monaten einzutretenden Vorkommnlß zu machen. Indessen haben wir Deutichen am Allerwenigsten Ursache uns deöbalb über Frankreich zu mcquiren. Die Möglichkeit einer MlN'stckkrlfis )t immer der Beweis eines in sre,heitlicher Richtung weiter entw ckelten StaalswesenS Deutschland und Nußland haben keine Minifterkrlsen. Der russische Zar und der deutsche Kaiser ernennen ihre Minister ohne Rücksicht darauf ob sie der nbeöverlretung ge nehm sind, oder nicht. 3n diesen Ländern kann von Zit zu Zeit eine Kanzlerkrise" eintreten, aber eine solche entsteht nicht weil der im Amte b.sinvliche Kanzler sich nicht mit der Landeövertretung verständigen, son dern, weil er sich nicht mit dem Mo narchen vertragen kann. Die LandesVertretung spielt dabei meist gar keine Rolle. Nun sind allerdings Zustände, in denen alle paar Monate Minister Wechsel stallfinden, gerade nicht die wünschenöwerthesten, aber sie sind doch immerh n denen vorzuziehen, in welchen gar keine stattsiaden können. Und wir nehmen davon nicht einmal die Vereinigten Staaten auö, in denen auch Grund der eigenthümlichen Rf gierungöeinrichtungen auch keine Ministerkrisen möglich sind. Unsere Departementssekretüre entsprechen durch auS richt den verantwortlichen Mini stern anderer parlamentarisch regierter Länder. Sie sind nicht der Landeöder tretung, sondern sind, wenn überhaupt, nur dem Präsidenten verantwortlich, und die Landeövcrtretung ist ihnen gegenüber gänzlich machtlos. Wenn sie trotzdem nicht thun, wie ihnen beliebt, so ist eö nur deshalb, weil sie im Interesse ihrer Partei handeln müssen, von der indirekt ihre Stellung mehr oder weniger abhängt. Alle Machtbefugnisse der Minister konzentkiren sich bei uns in der Person deS Präsidenten, der noch in golge anderer durchaus nicht demokratischer Etnrichtungen zusammen mit dem Senate eine größere Gewalt ausübt, alö daS Repräsentantenhaus, welch letzteres in der auswärtigen Politik fast gar keinen Einfluß bat Der Einfluß und die Bedeutung des ameri kanischenRepräsentantenhauseö läßt sich nicht im Eniferntesten mit dem deö englischen kouse oscommott oder der französischen Deputirtenkammer tct gleichen. Und während das englische house of lorcU und der französische Senat an Bedeutung verlieren, wächst der Einfluß und die Mochtstellung deö plutokratischen Bundessenatö, dessen Zustimmung der Präsident zu seinen Bea tenernennungen bedarf. Wahrlich auch der Amerikaner bat keine Ursuche sich über die Franznsen wegen ihrer Ministerklisen zu mo-quiren.

- Dmsjliiiidjridjtcii, Inland. W e t t e r a u S s i ch t e n. EtmaS wärmere?, trübeS Wetter, wahrscheinlich Regen morgen. Temperatur: Minimum 41 Grad, Minimum 22 Grad.

Der H o lm e S-P r o z t ß. Philadelphia, Pa., 29. Okt. HolmeS sah heute, daß er doch nicht ohne Anwälte fertig würde und schickte nach den Advokaten Shoemaker und

Rotan, welche nach einigen Widerstreben die Vertheidigung wieder aufnahmen. Die Verhandlung begann heute damit, daß der Distriktsanwatt erklärte, daß er die grau, bekannt alö Miß Joke und Frau Howard, habe vorladen lassen und daß der Angeklagte eine Unterredung mit ihr gehabt habe. Holmes verlangte eine Plan des Hause?, in dem Pietzel ermordet wurde, und es wurde ihm gesagt, bah ein solcher Plan zur geeigneten Zeit vorgelegt werden würde. Der erste Zeuge war Jeanette Pietzel, die Tochter des Ermordeten. Sie wurde blos darum angegangen mehrere Portraits ihres Vaterö zu identisiziren. Das Gleiche geschah noch durch einige andere Zeugen Eugene Smilh erzählte, wie er am 4 S.pt, 1894 die Leiche Pletzelö fand. Er habe P'etzel unter dem Nam.n Perry kennen gelernt Er hatte Geschüste mit ihm, und war bei ihm als ein Mann inö Zimmer kam, der Pietzel einen Wink g.b, worauf Beide sich eniferuten. Zeuge war gegenwärtig alö PietzelS Leiche auögegraben wurde, ebenso der Advokat Howe von St Louis, Alice Pietzel uns ein Angestellter der Versicherungsgesellschaft. Holmes schnitt der Leiche mehrere Warzen und ähnliche Erkennungszeicken ob. Bei dieser Gelegenheit erkannte Zeuge in HolmeS den Mann, der, als er bei Putzet war, inS Zimmer kam und ihn mit fortnahm. Holmes nahm den Zeugen ins Kreuzverhör, brachte aber weiter nichts aus ihm heraus. Dr Wm. 3 Scott war der nächste Zluge. Holmeö verlangte, daß alle Zeugen betriff der Ermorou'-g Pietzelö das Gerichlözimmer verlassen sollten und der Richter bewilligte dieö. Holme fragte darauf, ob seine Frau Zeuge sein werde. Der Distriktanwalt fragte ihn, welche Frau er meir.e HolmeS wurde ärgerlich und sagte : Sie wissen gut genug, daß ich die Frau meine, welche Sie Miß Joke nennen. Der Distriktsanwalt bemerkte, er nenne sie so, wie sie sich selbst nenne. Dr. Scott hat die L iche nach deren Auffindung untersucht und erzählte die begleitenden Umstände. Die Leiche war so plocirt, daß die inö Zimmer fallenden Sonnenstahlen auf sie fallen mußten, wodurch die Verwesung schneiler eintrat. Der Doktor.fand Chloroform im Magen und sprach die Anficht auö, daß Pietzel mit Ehloroform vergiftet worden fei. Holmeö unterwarf Dr. Scott einem scharfen Kreuzverhör und entwickelte darin eine außerordentliche Geschicklichkeit. Der nächste Zeuge war Dr. Mattern. Holmeö ersuchte um Aufschub biö morgen. da er ermüdet und abgespannt sei. Der Diitriktsanwalt aber erhob Einwand und bemerkte, daß Holmes bloß Mitleid hervorrufen wolle. Das Gesuch wurde abgeschlagen, und daö Verhör fortgesetzt. Dr. Mattern, der die patt mortem Untersuchung vorgenommen balle, erklärte daß P,etzel mit Ehlorofvrm vergiftet worden sei. Zeuge war auch dabei, als Holmes die Warzen und Hautstücke von der Leiche abschnitt und die Leiche selber alS die Pietzelö er klärte. Dr. Lessman sagte au, daß unter den vorliegenden Umständen Selbstmord durch Chloroform ausgeschlossen sei. Holme nahm die Zeugen selbst in Kreuzverhör und zeigte sich dabei außerordentlich geschickt. Die Verhändlungen wurden Abends fortgesetzt, und vor Wiederausnahme derselben bemerkte HolmeS, daß er w'eder nach seinen Anwälten geschickt habe. Dieselben nahmen denn auch die Vertheidigung wieder in die Hank. red Richards und Wm. MöbiuS, Wirth und Barkeeper in 1322 Eallowhill Straße, sagten über die Trinkge. wohnheiten PiktzelS auS. einige andere sagten auS. dß sie Pietzet in dem betr. Hause geseh'N hätten Adele Akcorn. Arzt, wohnhaft 1095 Nord 11. Str. sagte auS, daß Holm'S unter dem Namen Howell vom 5. August bis 2. September 1894 in

ihrem Hause gewohnt habe. EtwaS später habe er auch seine grau gebracht. E,neS Tages habe ein Mann vorgesprechen, der Howell zu sehen wünschte und ker zu ihm gewiesen wurde Zeuge indentisizirte das Portrait Pietzelö mit Bestimmtheit als daS jenes ManneS. Noch einige andere Zeugen wurden zum Zwecke der Sdentisizirung gerufen, worauf die Sitzung geschlossen wurde.

Der i m Süden bereits üblich gewordene ScheiterHaufen. Galveston, Tez, 29 Okt. ' Eine Spezialdepesche von Kilgore, Ter., meldet: Ungefähr vier Meilen von Tyler wurde ein furchtbares Verbrechen verübt. Eine Frau Bell, welche ihre Mutter besucht hatte, wurde auf ihrem Heimwege von einem Neger Namens Jim King angefallen, mißhandelt und dann in brutaler Weise ermordet. Der Neger wurde von einer Sherisss Posse". ermischt und verhaftet. S ine Kleiber waren mit dem Blute seines Opfers befl.ckl. Die Posse" brachte den Verdr cher nack Tyler zu rück. Dort waren an 200 bewaffnete Männer versammelt, welche die sofor tige Auslieferung deö Schurken v:rlangten und ihn auch erhielten. Der erregte Volkihaufen begab sich mit dem Mörder nach der Scene deö Verbrechens, wo sie heute Nachmittag um 3 Uhr ankamen. Big dahinüber hatte die Zihl deö Volkehaufen sich auf 2000 Mann vergrößert. ES wurde dort ein Komite ernannt, um die 3dentllät deö Gefangenen festzustellen. Zu d m Zwecke wurden Zeugen vernom men. Seine Schuld wurde festgestellt und'er legte außerdem ein Geständniß ab. ES wurde darübe? abgestimmt, wie man den Verbrecher bestrafen wolle und einstimmig beschlossen, ihn bei lebendigem Leibe im Public Square zu verbrennen.Man marschtrte nach Tyler und um 4 Uhr traf man dort ein. Es waren nicht weniger als 7000 Menschen dort versammelt, darunter viele Frauen und Kinder. Wagen, Kutschen, Bäume und Gebäude wurden als ZuschauerPlätze benutzt. Ein Gerüst wurde erbaut und Wagenladungen von Holz herbeigeschasst, Kohlenöl und Stroh wurde herbeigefahren und bereit gemacht. Dem Neger wurde Gelegenheit gegeben, u sprechen, seine Worte waren aber unverständlich, nur sprach er mit weithin schallender Stimme sein letztes Gebet. Er wurde darauf an einen eisernen Pfosten, der auö dem Scheiterhaufen hervorragte, gebunden und Herr Bell, der Gatte der so grauenhaft ermordeten Frau, zündete mit einem Zündholz den Scheiterhausen an. Die Flamme schlug hoch aus und nach fünfzehn Minuten war der Neger todt. Ausland. Allerlei au Deutschland B er! in, 29 Okt Liebknecht hat eine Reichötags'Eandidatur für Metz abgelehnt. Gegen die in München neugegründete Freie Presse", Redakteur Pros. Quidde, der bekannte ,,(5aligula"Ouldde, ist daS Strafverfahren wegen Majestätöbeleidigung eröffnet worden. 3n Hamburg ist der sozialdemokratische Redakteur Rauch zu vier, in Magdebürg der Maurer Briest zu fünf Monaten Gefängniß verurtheilt worder?; beide wegen Majestätsbeleidigung. Dierl vom Vorwärts" ist zu sechs, Pfund z r neun Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Die ReichStagSwahl im Kreise 6. Arnöberg (Dortmund. Hö?de) hat zum Resultat,' daß zwischen dem nationalliberalen Candidaten Cvmmerzienrath Möller und dem Sozialdemokraten Dr. Lütgenau Stichwahl statlfinden muß Im 7. Oppelner ReichStagSwahlkreiö, Pleß.Rybnik. ist an Stelle deö verstorbenen Abgeordneten Conrad der bekannte ultramontare Politiker FreiHerr v. Hoiningen, genannt v. Huene, gewählt worden. 3n Mülhausen im Elsaß bat die Polizri in der Wohnung deö sozialdemokcattschen NrichötagSabgeordneten Büb und des Redakreurö Martin erfolglose Haussuchung nach Schrislstücken über o,e E mordung deS SpinnererbesitzerS Schwartz durch den entlassenen zpinnereiarberter Mayer gehalten 3n Renöburg ist eine sozialdemokrali che Versammlung von der Polizei ausgelöst worden, weil eioe Frau Ihrer

sich in kritischen Aeußerungen über die bekannte Anrede des Kaisers an die Rekruten, daß sie im Nothfalle in Vertheidiguna von Kaiser und Reich selbst

auf Vater und Mutter schießen müßt t V ergangen hatte. In Wien hat der Walzerkönig . hann Strauß in aller Stille seine-. 7 Geburtstag gefeiert. Russisches Dementi. L o n d o n, 29. Okt. Die russiicke Botschaft kündigte heute Abend an, da sie in Besitz eines amtlichen Telegrammö auö St. Petersburg sei, welcheS die Mittheilungen der Times" und deS Globe" auS Hongkong über einen geheimen Vertrag zwischen China und Rußland, welcher letzterer ganz außergewöhnliche Eonzesfionen bewilligt habe, als ganz anhaltlos bezeichnet. Die hiesigen russischen Beamten erklären, der besuch des Prinzen Wong Ehi-Ehuan in St. Petersburg, welcher .u vielen Eommentaren Anlaß gegeben, habe keinen Anderen Zweck, als den. den Zar zu seiner Thronbesteigung zu beglückwünschen. Waö das Ankern der russischen Flotte in Port Arthur betrifft, so ist der russischen Botschaft nicht bekannt, daß Rußlund weitergehende Rechte alö andere Mächte beansprucht nnd eö wird versichert, daß kein russisches Kriegsschiff dauernd in Port Arthur stationirt werden wird. Schiffs. Nachrichten. Angekommen in : N e w I o r k : Dresden" von Bremen, Mobile" von London, Werkendam" von Rotterdam, Ontario" von London, Nortland" von ntwerpen. Bremen: Emö" von New Sork. Queenölown: von Boston. Eatalonia" Brauchen Sie Geld? Loans zu irgend einem Betrage, niedrigste Raten, Rückzahlung nach Belieben gestattet. A. Metzger Agen tur, Ecke Washington und Pennsylvania Str., zweiter Stock allerlei. Ueber die Art und Weise, in welcher Waffen. Munition unsd Mannschaften aus den Ver. Swcrtcn den kubanischen, Insurgenten zugeführt werden, haben Seeleute, welche an 'derartigen Expeditionen theilnahmen', bk folgernden Mittheilung gemacht. Ein Schiff, welches eine solche gefahrvolle Fahrt untern'immt, sticht ohne Contrebande m See; unterwegs bei Nacht trifft es aus hoher See ein Boot oder auf Boote, von . welchen es dieselben aufnimmt. Die Matrosen werden in völliger Unwissenheit über foi Bedeutung dieser Vorgänge gehalten, . ' Verladungen weroen von? iden Offin. ron des Schiffes und von, den Leu5:u auf dem anidenn, Boote und von den aufgenommenen' Flibustiern 'besorqt. Die Matrosen halten sich von selbst möglichst zurück aus Furcht, in strafbare Handlungen verwickelt zu werden oder ihren Dienst zu verlieren. Ein solches 'Schiff, daö von. New York nach Jamaica registrirt war, landete nach der Erzählung ernes feiner Matrosen seine Contrebande in der Nacht an der Küste von Euba, wo ein Feuer-Signal gegeben wurde, blos 6 oder 8 Meilen von dem Hafenort Varacoa, wo spanische Truppen und Kanonenboote stationirt waren. Es wird behauptet, daß es keine' besonderen Schwierigkeiten mache, an der Küste? von Cuba KriegsContrebande zu landen, da die fpanäfchen Kreuzer und Kanonenboote außer Stand: wären, em gutes Schiff emzuholen. 'Aus Ellis Island ptUt sich neulich das letzte Eapitel eines jener Romane ab. m denen? sie sich kriegen". Vor nahezu 'sieben Jahren wand?rte Nicholas Mllas aus dem romantischen Dalmatien hierher aus. mit dem Versprechen, sewen Schatz, 'die schöne Paola Nudeneak. nachkommen zu lassen,' sobald er genügenid erspart habe, um tmix gemeinsamen Haushalt grün d?n ZU können, Aber mit dem Sparen ging es nur langsam, und so vergmgN! Jahre, ehe Nicholas seiner Verlobten, schreibm konnte, dab er zu ihrem Empfange bereit sei. Bei 'den Eltern 'der Braut stieß man jedoch auf Widerstand, denn sie wollten ihr Kind tiux als Frau Milla? ziehen, lassen. Da nun MillaS seine. Stellung 'durch eine Reife nach der alten Hermath .nicht aufgeben woll te, beschloß er, slch in Skll&ttfrthmä mir Pacfn trauen zu lassen, DnS ge fchah w Gegenwart deö amerikanffch? Eonfuls in Dalmatien und dieser Tage traf die über den, Ocean getraute funge Frau unter den, Passagieren, deS Dampfers La Champagne" aus ElliK IS. ttbefct.

Großes Aufsehen erregt folgender Maueranschlag )er Landeswassenfabrik von Herstal in Belgien: Die Direktion benachrichtigt das Personal. daß die Uebernahme von Man d.iten für die Kammern, dem Pr?v:nii -dtag und den Gemeinderath für . .,'.e als unvereinbar mit der Ei.,i als Angestellter oder Ärbe-.ter Zandeswaffenfabrik beirachtet Ein A r t i l l e r i e - Q f f tcr der Garnison Marseille wird in vielen französischen Zeltungen wegen Mangels an Patriotismus'' zum Gegenftand heftiger Angriffe gemacht und zwar aus folgender Veranlassunz. In diesen Äage. war ihm sein ganzes Vermögen in Werthpapiercn gestol.len worden. ' Er machte der Poliz:i sofort Anzeige unter Angabe der Nummern der ihm gestohlenen Papiere, und dabei stellte sich heraus, daß der Osflcier die folgenden nichtpatriotifchen" WerthPapiere befaß: 1. Eine Actie von 10 Mark einer Bierbrauerei der Jesuiten in Regensburg. 2. Ein Actie der Münchener Pferdebahngefellfchaft von 400 Mark. 3. Fünf Actien einer bayerifchen Creditanstalt. 4. Eine A.iie der pfälzischen Nordbahn zu 500 Mart. 5. Zwei Actien einer süddeutsch m Ei. senvahngesellschast. von 8(X) D?2rk. 6. Zwei österreichische Actien zu 1000 Gulden. Der Volksf chullehrer Heinrich Neuhof f ausSoest, welcher seit längeren Jahren an der evangelischen Volksschule in Dortmund angestellt war, wurde m Frühjahr bei der Stasanwaltschaft denuncirt. daß er sich eines Sittlichkeitsvergehens mit eimm Schulmädchen schuldig, gemach! habe. Es erfolgte seine Verhaftung und am 25. Mai d. I. wurde Neuhoff trotz feiner lwschuldöbetheuerungen von, der Strafkammer zu drei Jahren? ZuchtHaus veruriheUt, weil die Zeugenaussagen belastenid für ihn waren. Schon damals glaubten, die dem Aerurtheilten nahestehende. Kreise nicht an ferne

Schuld, weshalb an daS Ober-Landes-gericht in Hamm appemrt wurde. Jetz ist der Verurtheilte auf Grund eines Beschlusses des Strafsenats des Ober LarvdesaerichtS zu Hamm aus der Strashaft entlasse?r. Es haben sich eine Reihe Momente gefunden, die uberzeu gend für 'die Unschuld des Angeklagten sprechen. Aushilfe. Fräulein Clara .Haben Sie auch einen Schatz, Rieke?' Dienstmaqd Rieke: Ach nee, gnä Freilein, aberst Se kennten mir von Ihren vielen woll Eenen ablassen!" K e i n e K u n st. Kunstfreund-: Können Sie, wie Rubens, mit einem Pinfelstrich ein lachendes Kind in ein weinendes verwandeln? Maler: Ja, wenn ich z. B. meinem kleinen Töchterchen mit dem nassen Pinsel über den Mv fahre." " Reiches, rothes Blut wird ebenso naturgemäß von Hood's Sarsaparilla erzeugt, wie außerl-che Sauberkeit durch häufigen Gebrauch von Seife und Wasser. Dieser große Blutreiniger vertreibt grundlich Skrofeln, Salzfluß und allen andern innerlichen Schmutz Ueuefte prachtvolle Muster. ffenster-iZorhänge in allen Farben mit Franzen, Goldteiften in allen Faren. Geschmackvolle Dekorationen aller Art. Gediegene Arbeit zu möglichst biigen Kreisen. Uü oeller, 16 Oft Washington Str.

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