Indiana Tribüne, Volume 19, Number 32, Indianapolis, Marion County, 20 October 1895 — Page 5

Das Interesse der Aerzte In Virginia erweckt. Dieselben schreiben an Dr. SZzoov. 3Ucinc WiS., um Räch bittend, bezüzl ch seiner vorgeschrittenen ''tdcde in f)xit naclZg-n en. stolgcndes wurde ei em Briefe von Ax. ,C. Grubb?. M. D., en Dr. 6choov cti o -jncn, in welchem ver'elbe um feie Bhil'e für die Frau ei vi Ärttes, We'che cn ein r eigentbümlichen K aniheit litt, vnt nrclcfe icr Kunst der Aer;t? sxo'ttte. rach'ucht S h a n gh a i. Ä ., den 25. Juli '94 Geehrter H ir Toltor Sch.ep ! Ich bin ii den Vesiz (h c Ve m 'serö zur G wndh it glang. Meine 21. flöten bezüglich des NeroensoitemZ (oßtr vi lmehr Syft'me stimmen mit dei ihrigen vcllk.-m-mentiderm 3 bin fest üeeipt. daß Sie mir bedü fliQ s.in wer-en in dem Faue der Frau G., tintv angksthen'N Dame und Frau eines ryti Damit Sis jd ch vsllstZnd a über di tn Fall unt rr cbtlt wee. rria ich hnen folgenden au führticben J.richr kehren. (D eeBeacht wird jesrch h r roesg lassen, da der selbe nicht fü die Oesse tl chie t d.sti mt ist.) Der Mann dieser grau, sowie ich lelbn, und ebenfUs eine An,Jhl n'erer Aerzt: hid.n AUeS aetha-, was in uns,r-n Ärä'tii i:a d. und bitten jetzt um hr.n R t? für diz Ae Handlung dieses F llcs In der a-gen.$mci Soffa'l-g. dß Sie diesen auSsühr ichen und Kchich n drl f im schuldigen werden, u 'd daß S $t)n n m iglich ist, die Ä sundh.it der Frau 13. wieder herzu stellen, zeichne Achtungsvoll Ä. C. G rubös. M. D., angat a DaS Zutrauen, w?lbeS Dr. Sircv sich überall erwci bei har, nicht im bä Acrz en. sondern bei dem ud.ttum im Allgemeinen, zeigt deutliÄ die Resu?tat skiner .olschun. gen. weiche dafür M'timt waren, die Urfachen chron sch.'r Klankh:u?n tesitfue.v, der Leb?r, per tfiiren. fe3 5) rz-ns irn andere inneren Organe, f stzui.lle.. n'e'ch l tzt so hä .fij vorkomm.'n, u d die d is L b n und die Kr.fce 10 o cler Personen unterrab n. Dr. Schooy fa'd. difc G sundhttt un Kraft ginz vot d.'r Nerve 'nark. n-hänzt. ebenso fins er d. ß in allen Falle", iro Kran'he'ten der inneren Or-ae vor a:e?, die Nivn,. weich? Hi Oean? ko -t oUire, nicht in Oronunq si .d Dl En'.deZana die, ser Ursachen v.-rinlaöt' ihn ,ur Hnstelluna einer speziellen eroronaiu (Dr. Schgzp'4 Wiederher ell.r). w le ev:sse med'Zl-lische eftanvtye le ernschli.. die rietst aus tw,e Nve, mnkn. und d'.eslben zu? riormlen Funktion zurückiübren. Di? aroß-en Nesul tate wnden berichret von P.'rs-uen. welche dem Wied,rher?:ecr einen Pers .cb gaben. Anton G .vi-t ,n Westerly. St. I . berichtet FolzmreS: Ich litt m?drre Jare an ttN' verdaulich?.ir. ixobm ?1!ae',!'sZ:werden nach dem Essen. Iä!)'.:'qen. Ansammlung von Winden, fühlte imme? müd und ma' . und lltt an yrr-näiir Verstopfen,. JH kaufte li Flasche Dc SH ep's 'Ä'.eder'r ireuer. durcb tit n i$tb auch ic0 sofort L nderun? r,zil:e ch kaufte tit ,weae Flaf ue, und nackdem di se rbraucht h nc. für lte ich wie ne x.w: P rfo.r, ich b.n vollständig geyeilt." . r Apo'hekcr balt-n D?. SZ)oop'4 Wkederher, Ällr vorrathia. durch welche mn 1ocven Zxzöei kern, oder d e Mev z?n wird nach Epfng deS B'trag.'ö von 61 00 d:r.kt un Pörtsfr versandt. Lin m: ii i ch. Buch, eicbesiö Beh:rdlunz aSsührii) erlla t. Laun jeder .s?n? ken'el d rch D'. C I. Sch?op, Brz C -Li2, N..ci',e, W S., er-Htt.

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ttapclllncisterlockctt Humoreske von Wilhelm Herbert. In der Stadt Lurghaus-n war seit drei Monaten der heftigste Streit entbranni. wer den Dirigentenposten d:r ftädtisen Theaterkapelle erhallen solle, die zugleich alle festlichen Gelec'nheiten mit ihren Tonkünsten zu verschönen ' hatie. Der alt?. Meister Wolfram, wacher dreißig Jahre hindurch zur Zufriedenheit aller dieses Amt erfüllt hztte, wir plötzlich ohne Kündiounz zu feinen Vätern heimgegangen und unterrichtete gegenwärtig .bereits einen Trupp Engel auf der Flöte, ftincm Liebl:ngsinstrui?nte. Von dem, was cr hinterlassen hatte, war das Werthvollste entschieden seine bösche 'Tochter ölrmine. ein Blondköpfe mit den bekannten Pfirstchwangen, Nosenlippen, Veilchenaugen und was sonst die derlieöteften Menschen aller Zeiten an bo tanischen Schönheiten bei ihrer Herz angebeteten besungen haben. Nebenhe? bestand das Erbe des Vater Wolframs noch aus einigen Instrumenten und Na!enh?f!en Banknoten warin aber leider so gut wie gar keine darunter und Armine. ' die zur Zeit bei Stadtrath Lawendel. einem entfernten Vetter, in Kost. Pfleg: und Ansehen stand, war daher, wie sich ein Schwärm älterer verblühter Jungfern an allen Ecken in's Ohr klatschte, so arm wie eine Kirchenmaus. Aus Dankbarkeit für die zahlreichen Ohrenschmäuse, die der Heimgegangene d:r Stadt bereitet hatte, war man d:shalb im Nathhause in geheimer Sihunz darüber einig geworden, daß derjenige, welche? das Amt erhalten würfce, zugleich Wolframs Kind heirathen solle ein Beschluß, der ebenso pietatvoll als gewalttkätig, ebenso mitleidig als unbarmherzig genannt werden mußte. Denn nicht alle Kapellmeister deren hochmözende Zunft in Ehren und Lorbeeren! stehen einem siebzehnjährigen Schelmenköpfchen als Eheliebster an. Wie es bei geheimen Beschlüssen immer geht, die pflichtgemäß nach dem Mittagessen der Frau Stadträthin unter dem berüchtigten Siegel tiefster Verschwiegenheit gebeichtet werden müssen, war es auch hier bald in der ganzen Sladt bekannt, daß der zukünftig: Kapellmeister neben seinem festen Gehalt als Remuneration Fräulein Armin: beziehen solle nur sie wußte nichts dason und säumte Vetter Lawendels Schnupftücher arglos am Eckfenster weiter und einige junge Leute, die bisher von Musik nichts als die schöne Kau: Donau" und etliches Aehnliches gekannt hatten, warfen sich mit einem fürchterlichen Eiser auf das Studium der Tonlehre, komponirten Dinge, daß den Katern aus den Dächern die Haare mondwärts standen und kapellmeisterten sich aus dem Kopfe, ohne daß es ihnen recht gelingen wollte. Das gut dotirte. behagliche Postkin war aber durch die wohlthätige Presse auch über die Mauern Burzhausens hinaus ruchbar geworden und man sah verschiedene Male Herren von auffallendem Aussehen mit Bratenröcken, kl:i.iem Gepäck und großem Cylinder in der Stadt eintreffen, ihre Schritte nach dem Rathhaus lenken und in wür diger Haltung wieder abmarschieren, wobei manch Einer, dem man Näheres in der Post" oder, wo er sonst abstieg, zugetuschelt hatte, wohlgefällig auch nach der Remuneration" hinaufblinzelt: und sich dachte: Wär' nicht so ohne wollens überlegen!" So geschah es denn. daß. als der Herbst in'Z Land rückte und im städtischert Musentempel wieder gemimt werden sollte, auch das bevorstehende Eeburtsfest d:Z LzndeZherrn eine musikalische Leistung erforderte, welcher der erste Violinist: und stellvertretende Dirigent nicht gewachsen war. ein ansehnlies Häuflein von Gesuchen vor den ft$e? Stadtvätern ausgebreitet lag, die man in mehrstündiger Sitzung durchnahm und dabei ie Spreu vom Weizen sonderte. Sa hätten wir also nun nur noch zwei, dle in die engste Wahl kommen!" sagte der Bürgermeister, schnupfte, vergriff sich, kurzsichtig, wie er war, ein paarmal unter den Akten und erwischte endlich glücklich jene beiden Auserwäblten." .Das ist unser Musillehrer Heinz Mendl hier und Herr Hofmusikus Peter Boxius in Gellhausen. Ein allgemeines Gemurmel erhob sich, aus dem man nicht klar werden konnie. was es bedeuten sollte. Nachdem dieses Gesumme, das dem Geräusch: schwärmender dienen nicht unähnlich war blos daß nicht so viel Honig tohinto stak sich wieder etwas gelegt hat:, fuhr der Bürgermeiste? fort: Verehrte 5):r?enZ Herr Heinz Mendl ist ein Stadtkind wir kennen ihn alle', Süll Vater war schon Musiklekrer hier und hat sich bis zu seinem Ab'teröen rer und schlecht mit Musikun'erricht durchgeschlagen, und sein Soha wandelt? kisher diese! ben Bahnen, ohne daß er sich etwas hätt: zu Schaden konimen lassen!" (Davon, daß er Frau! ei? Arminens Herz gestohles:, ja sogar' oiri ktzten Himmelfahrtsnase Abends in der Dämmerung :m Stadtaarten einen Mundraub" n ihr verübt hatte, war der städtischem Polizei 'wH nichts beZannt gewsrd.) Mein: Herren!" sagte das Ob??Haupt dcZ K:llegiums weiter. Daß dieser junge I?ann ein bedeutender Musiker ist. riterliegt fsir mich keinem Zweifel! Mi lobt die Methode seines Unterricht, die Fülle seines Kon? nenS überall und d Musik, die' voriges Jaür :zu der; Oper geschriebn, welche unser Stadtarcbivariu ae-

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dichtet hat, hat großen und berechtigten Beifall gefunden!" Der Zweite" fuhr der Bürgermei'ster fort und rückte die Brille bis ganz vorn auf die Nase und das war ein ziemlicher Wra, der zweite Bewerber ist der Herr Hofmusikus Peter Borius in Gellbausen! Herr Bozius gehört der Kapelle des fürstlichen Nachbarhofes an. er ist ein Hof- und

Staatsbeamtkr in fester und ehrenvolle? Stellung und es ist eine besondere Ehre für un??, daß ein solcher Mnn einen solchen Posten mit unserer Kavellmeistersteve zu vertauschen geneigt ist! Herr B?rius ist auch als ein guter Musiker bekannt, wie mir gesagt wurde ki ist ein älterer Herr von ruhigen, feinen Manieren kurz und ant, ein Mann, dem man alles Vertrauen entgegen bringen darf, so daß uns die Wahl ziemlich schwer fallen wird! Ich eröffne daher hiermit die Debatte!" Es meldeten sich sofort ihrer Sechfe Wm Reden, von denen natürlich Fünf: schweigen mußten und daher das Vorbringen' deS glücklichen Sechsten, htt Wm WeiZbsit 1o8 werden kannte. mit höhnischem Lächeln. und abfalligen Zwischenrufen begleiteten. Dieser Sechste. Herr Stadtrath Miehler, hatte von seiner Frau bestimmte Marschroijte erhalten und den Austrag, Mendrs Verdienste in den Himmel und ihn auf den Kapellmeisterstuhl zu erheben. Frau Stadträthin Miehler, die auf einem Ohr taub und' auf dem anderen durchaus nicht musikalisch war, hatte zwar kein besonderes Interesse daran, daß die Tonkunst in der Stadt gerade durch diesen oder jenen vertreten werde, aber Armlne. mußte verheirathet werden, und , zwar möglichst bald. Denn Herr Arthur Treidler, einer der reichsten Kaufmannssöhne im Orte, nach dem sie für ihre eigene, mehr ältliche als hübsche Tochter angelte, hatte auf das Musikntenkind ein mächtiges Auge geworfez'. und es ' stand jeden Tag zu fürchten, daß er um ihr: Hand anhielte und die Louise Miehler noch fester sitzen ließ, als sie seit zehn Jahren ohnedies schon saß.- - Also erhitzte sich Herr Miehler ungeheuer für Mendl und ließ dabei unter die Gegenpartei einige Raketen seines Witzes, die mehr derb als fein waren, fallen, so daß gleich nach lhm H'.rr Stadtrath Brummer aufsprang und schrie: Jetzt habe ich das Wort! Boxius ist unser Mann, nicht dieser Springinsfeld! Er versteht was von Musik! Und wir wollen überhaupt nicht blos einen Musikanten wir wollen auch Einen, der repräsentirt! Schauen Sie sich einmal den jungen Klaoierklimperich an und dann betrachten Sie Herrn Hofmusiküs Bozius! Nick.t blos, daß er aus eine? Hof- und Staatsstellung kommt,, nicht blos daß er schon ein würdiger, gesetz ker Mann ist, nicht' blos 'daß er einen Orden hat, denken Sie, einen Orden von uns hat keiner einen, nicht einmal der Herr Bürgermeister er gewährt auch einen hervorragend mannlichen, idealen Anblick mit seinen herrlichen Kapellmeisterlocken!" Kapellme'lsterlocken! Damit war ein Stichwort gefallen, auf das mindestens ein Dutzend der verehrungswürdigen Herren eingevaukt war. Denn alle Damen der Stadt, mindestens alle, denen nicht irgend-ein gewisses junges 'Schnauzb'artchen lieber war, schwärmten für die erhabene Bozius'sch: Lockensülle, die sein Haupt mächtig umwallte, und mit der er, sie bald salbungsvoll zurückstreichend, bald gewaltig schüttelnd, bald wieder melancholisch niederhänZknd, so wohl zu kokettiren verstand. Ja, Boxius!" rief es daher von allen Seiten und die Gegner, welche bei ihrem CaN'didaten keine. Locken auszuweisen hatten, mußten alle Mühe aufwenden, um endlich wenigstens einen Beschluß dahin zu erzielen, daß man vor der Wahl erst noch beide Bewerber mit ihren Leistungen hören wollte. Der Held von Burghausen", die patriotische Oper de Stadtarchivurius. sollte zum Geburtsfeste de? Regenten aufgeführt werden; da sollte dann Mendl den ersten und dritten, BoxiuZ ßfer den größten und bedeutendsten zweiten Atf dirigiren und am anderen Tage sollte die Wöhl hurS , Stimmenabgabe aller Bürger der ganzen Stadt erfolgen. ' So ward's beschlossen, publicirt und gutgeheißen..,. ' Endlich kam de? lang ersehnte, lang gesürchtete Taz.' Das ' Theaterchen ws? zum Bersten voll und ein timmengeschwirre ging durch den Raum, das die. hochgradige Erregung aller Betheiligten andeutete, .Mendl wurde bei seinem Erscheinen von einer kleinen Schaar beherzter Freunde, insbesondere seinen dankbaren Schülern, mit einei herzlichen Applaus empfangen, den aber etliche Pantoffelritter, durch sansie Püffe ihre: besseren Hälften angeregt, sofort niederzischien. - Er begann mit Zittern und Z?3kZZ seines Amtes zu walten; bald aber ver gaß er' seine Angst, ging ganz auf in seinem Werke und dirigirte, mit seinem Schwünge auch dieMusiker fortreißend, himmlisch", wie sich Armine mit freudigem Stolze sagte, so daß der Beifall zum Schlüsse deS Actes weitere Kreise ergriff. " .. - Dann kam,BoziuS pd senkte Um Locken verehrungsvy? vor dem Audlt'o? rium. Ein wohlgefällige? Gemurmel ging durch die Reihen der Damen und ein paar Stadtväter.. -riefen , Bravo! Gravitätisch schwang -er deni Tactstock und wiegte seine.. Locken' harmonisch hinüber und. herüber, ..während einige Leute mit großen.. Händen, die gegen festen Sold güf der Galerie von ihm gedungen Nare.ke!jeder Gelegenheit, wä et!icheseteHayse"-w'aM. 'ig spontanen BeiksL kür tön auZbra,

chen. Seine Augen leuchteten, seine Brust und sein Kopf hob sich, die

Locken wallten immer zeusischer, sein Gönnerinnen blickten triumphirend und das Herz des armen Mendl hinter den Coulissen sank tief'? und tiefer, wäh rend sich an Armine's schönenWimpern leise Thränen sammelten. Nun sollte erst die große Scene kommen, in welcher d?r Held von Burahausen, den ein ansässiger Küfermeisicr' als Gast sang, den F?:nden in einem langen Liede Rcc' ? schwur. Die mächtig: Gestalt deZ Helden, de? seinen Degen nach rückwärts ein paar Ellen weit hinausspreizte und sofort beim Auftreten um eben so viel zu tief einfehie. rief einen jubelnden Beifall wach, der ihn ermunterte, so zu brüllen, wie er noch nie gebrüllt hatte, kaum hörte man noch vom Orchester was. Aozius fuchtelte deshalb wie närrisch in d?n Lüften umher und beugte sich vor Eifer so weit gegen die Bühne vor. daß sein? Nase beinah: auf dem Souffleurkasten auflag und seine Locken den innen sitzenden Schulmeister, der soufflirte, kitzelten. ' Jetzt kam' die wirkungsvollste Stell?, in der sich der Held gegen die Seitencoulisse , wendete und dem dort in der Illusion wohnhaften Feinde mit Tod und Verderben drohte. Ich will Dein Haupt. -Dein Hahu Hahu Haupt " erscholl es mächtig, während er mit dem Rücken gegen das Publikum stand und seinen Degen auf- und abstieß, daß seine Rockschöße baumelten. Da auf einmal erfolgte ein durchdringender Schrei ein Murmeln in den vordersten Reihen, ein Kichern. Wa5 war das was hing hoch aus des Helden Degen was blinkte silberweiß im Orchester? Um Gotteswillen, sämmtliche Kapellmeisterlocken baumelten auf der Heldenwaffe! Der Sänger hatt: sie. nickt nach rückwärts achtend, Herrn Boxius vom Kopfe gestochen, der nun, seines theuersten Schmuckes beraubt, ein paarmal in Todesängsten danach haschte und dann, alles Uebrige vergessend, wie ein großer Frosch" auf den Souffleurkasten hinaufhockte, um sein Kleinod wieder zu erlangen, während das führerlose Orchester, von dem Küfermeister schon längst in's Schwanler. gebracht, ein Durcheinander von Tönen oon sich gab. Da brach mit einem lauten Quack auch noch der Souffleurkasten und begrub den Schulmeister in Nacht und Finsterniß. Nun hielt aber nichts mehr daZ Gelächter auf, das donnernd und unauslöfchlich den Saal erfüllte, die Wuth aller Gönnerinntn, den Anarchismus des Orchesters, das Brüllen des endlich die Situation begreifenden Küfers erstickend, bis der Vorhang fiel und Voxius mit seinen Locken, die ihm der Held wüthend in's Gesicht schleuderte, verschwand auf Nimmerwiedersehen, " Ein solcher Betrug eine Perücke - nichts weiter! Ah! Me enttäuschten Herzen kehrten sich natürlich im dritten Act jubelnd Herrn Mendl zu, dessen blonder Schöpf echt und golden war wie sein Herz; sein Triumph war ein vollständiger, seine Wahl am nächsten Tage einstimmig und sein glückliche' Weibchen ist heute Armine. Elfenbein im hohen Norden. Unter der Bezeichnung gegrabenes Elfenbein bilden die Stoßzähne de schieypef Clephantenarten, wie Mamknuth und Mastodon, welche in' der DiluMpmode über die nördlichen Theile von Amerika. Asien und Europa verbreitet waren, einen werthvolleu Handelsartikel, besonders sind in Sibi':i:n reiche derari'ge Funde gemacht worden. Den neuesten Mittheilunzen zufolge gibt es auch in dem höchsten Norden unseres Eontinents, tief unter Eis und Schnee, eine Stelle, welche ein ungeheures Massengrab der urweltlichen Dickhäuter genannt zu, werden verdient', und wo sich prächtiges Elfenbein in fabelhaften Quantitäten findet. Außer einer Handvoll von Eingeborenen des Innern von Alaska kennt nur. ein Weißer diefe Fundstelle und di:ser" hat seine Kenntniß derscl ben jtnjn einfachen Naturkindern zu verdanken als er, auf der 'Suche nach Gold, in jener unwirthschaftlichea Gegend erkrankte und von ihnen gepflegt wurde. George Hughes ist der Name deö' MqnfleZ. 5Zm verflossenen Jahre begab sich dex Mann mit mehreren kZe? fährten' aus 'der Minengegeno' von Vritifch-Columbiell nach' Alaska und auf cjnej Tour m Fukon erkrankte er so scbwkr. daß 55 von ssinen. Kawerqden m einem Dorfe, daZ die Eingebgrenen Kwaquihuilette nannten, zurückgelassen werden mußte. Diese Letzteren nahmen sich des Erkrankten mit großer Fürsorge an und Hughes hatte in den langen Wochen, welche er, fern von der civiiisirten Menschheit zuzubringen gezwun.n war, GeleFenheit. sich hih zu ksnein gewissen Grade mit der Sprache und Sitten seiner Gastfreunde vertraut zu machen. Er ist voll des LobeZ von ih:en Charaktereigenschaften, besonders rühmt er ihre Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit; wie er bei Erzählung seiner Abenteuer ausdrücklich constatirte, gelten bei den Ein geborenen Lügerz und Stehlen alö d!j schwejstt Vkthrechen, Selche'' mit dem Tode bestraft werden. Während Hughes' Aufenthalt in Kwaquihuilette fesselten zahlreiche Gebrauchs und Schmuckgegenstände, die auZ Elfenbein hergestellt waren, ferne b'fondtte Auf merkfamkeit; auch . WiC .Totem schmück. 'W -Hughes sich nach der Herkunp deS 8t.'enbe!nS erkundiaie.

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welche nicht bloZ ,u? EllNs.u.N3 n, Verwandt? und Häuptling: richte, werden, zeiaten , 'vielfach 'Elfenbein,

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Mrs. Henry Meyer Pyspepsia Verschieden artige Behandlung verfehlte Linderung zu bringen Nehm Kood's Sarsaparllla und er freut sich jetzt guter Gesundheit. " Ich litt an der schlimmsten Art Dys pepsia, und konnte keine tüchtige Mahl eelt essen, ohne dass Ich mich mehrer Stunden hinterher krank fühlte. Ich wurde von verschiedenen Aerzten behandelt, war aber. ünsaehlg Erleichterung zu erlangen Schliesslich beschloss Ich Bood's Sana ptriUa zu versuchen, und es hat mir seht geholfen. Ich eebe es meinen Kindern, und hab es meinen Freunden empfohlen. Ich werd ateta ein Freund Ton Bood's food's Sarsaparllla Beld Icher, dass, 717 IfifiIhr Ilood'a be- jK Ul II L kommt. ÜW Sarsaparllla bleiben, da meinem Leiden nichts als Hood's geholfen hat." Mas. IIejtrt Mkyeb. 201 West Ohlo StrChicago, 111. . Hood's Pillen sind Ue besten Bau Abfuehrungsmlttel und Leber MeHiinea. 8u. erlauf en: ZroiteneS Harthol,, kur, ce tanitten. eftcCuro heismr. im - M VIVVIII Laue. k 3tt verkaufen: Oilt tltanntr anrrlane- T,it. lia bei s. Rale. Z; Lincoln L ,ne. ' da Zu verkaufen: i ante Saloon stnd u,t,r günstig, --edt'-gungen ,u haben. Nach,, fragen in der Okflce d Klarte,, tur gute und loltse L'vte brausen sich ,u melden. BZ da Großer Bcrdienft. Wer UN seine flfcrrffr infnk k.m r.K. ir per Post genaue Auskunft über ein gan, neukS lÄesckäit. oinir irornh rin sn.rfn - - ' r) - " fVkVH HtHHK' tteten oder eidlichen Seschlecht auf ehrlich Wci,e und ohne große VuSlagen und Mühe über laa Dollar ver Monat verdienen kann, ohne eisen und Be&he!n Oein 9lnnrfrfin&.V.... tua. fondern ein ehrliche Geschäft Adressire: .looi on,e & wo., i&anton. ei do v?o wälzt cer )öicetö, daß derselbe aus ein:? Grub: stamme, -ht mehrere Tagereisen v?n ihrem Dorfe entfernt, ab:r nur unter großen G:fahren zu erreichen sei. Die Fundstelle sei vor mehreren Generationen von einem berühmten Häuptling entdeckt worden, dessen Andenken durch ein mit monströsen Elfenbein schnitzerelen bedecktes Totem- verewigt worden. Diese? wurde ihm gezeigt, und die Bedeutung dir einzelnen Figuren, w:lt.e Er !gnisse aus km Leben d?Z hoch verehrten Häuptlings . präseilt'zten. ihm , erklärt. .Eine Fizuz stellte einen Mann mit weit offenen Nüstern und einem, g'wzltigen Munde in hockender Stel lung dar. dessen Nase aus dem iofr zahn eines riesigen Thieres herzestellt war. Hughes -erkannt: 'den ungeheu ren Werth, den in Fundgrube von Elfenbein, d!e so große Quantitäten liefern konnte, haben muie und nach seinir Genesung vttlzngte er von den Eingeborenen, daß sie ihm den Weg weisen und . ihn auf eine Expedition nach der Fundstätte begleiten sollten. Ein alter Häuptling, welcher in früheren Jahren einen Theil des W:qes g:'macht zu haben behauptete, tnurde qlZ Führer gewonnen, und nachdem Ancr: sich b:re t erklärt halten, an der gefahrvollen Expedition teilzunehmen, 'vurde die Reise auf Schlitten angetr;t n. Zre: Wochen lang ging eS ohne Ausei:tkalt ' und unter Ueberwindung vieler Gefahren vorwärts. Zahlreiche Wasserläufe, .Eis und Schnee verlegten ihnen den Weg. und wilde Thiers welche es in Menge gab,' machten ihm sehr viel zu' schaffen. Endlich erreichten die Kühnen Manne? die -Fund-grub?. ' Hal-Kwasu!" - (Dort ist es!") rief de? Führer, als sie, schon an im Einice cti',n:cte'n ro.i-.det Spitze eines EiSbergeZ Umschau bielItx Hughes sah zu seinen Füh? eine mit Schnee und Eis bedeute Emsenkung, doch fand er bei näherer Üntersuchung unzweifelhafte Spuren von dem Werke von . Menschenhänden. Ohn: Verzug machten sich die Eingeborenen an die Vloölezung des PlaeZ und bald hatte Hughes die Genuzhuung, sciier unzählig: Skelette gewaltigzr Thiere mit riestzen' Stokzähnen vor sich 'zu febe'i. Eme ob:r'l'ichliche Unt:rfuchung überzeugte ihn, "daß er viele Tonnen schönsten Elfenbeins geflzndzn hatte. Nach einer mehrtägigen Rast und nach Beladung ' der Sölitten mit. Elfenbein wurde die Rückreise angetreten und glücklich langten die Männer in Kwaquihuilette an. Den Winter über derblieb Hughes i Alaska und erst vor Kurzem kehrte er von dort zurück. Eein Antheil an den', (Zlsenbein biach.'e ihm eine hübsche Summe, so daß er eZ für lohnend erkannte, weit: Expeditionen zu unternehmen, um d'e unter Eis up.d Schnee vergrabenen Schätze vollends vi heben. Ueber die Lage der Fundgrube gen Allskunst zu aeben, lehnte HugZ-Zs aüZ leicht begreiflichen Gründen ah, im, sagte tt. daß diesiZbs sich mehrne gereifen von Fukon befindet. . - Ein merkwürdZgtS'Jubiläum konnte die Stadt Spandau in' diesem Jahre feiern. Es sind nämlich gerade 150 Jabre vergangen, dab der Weinbau, 'da a?e Stöcke erfroren, aufgehört hat. ' Einst hatte er einen, großen Umfang, wovon die Bezeichnung e'm'5 Hoe-.szuqeS in Slldwesien Stadt, We:nb:?s. ?och heüie' den BeweiZ WttiL

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