Indiana Tribüne, Volume 19, Number 32, Indianapolis, Marion County, 20 October 1895 — Page 10
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I Offene Volkssprache unv gesunder Sien schenverftand von Tr. . V. Soote. rfcftfr Qanttes über mmM Ursachen und Verhü tung von Krankheit, Privat Lektüre für Männer nnd Franen, -- . ff i.. .1 H HI . '1 ? J ElU l n i' f. MPiüH rraiiase iut Alt über eheliche nis,-,l ,sl,cktlicke 'e".!ii flKW4iö'e'n h " i " . . Erschöpfung und deren ?L:ederr,erileuuna. Seiten mtt2uö tl lnstrr tttiontn u. a t n f itAt Hall Cm L - . iM-2.1 I FoouMDJIi Jardendruck au aeführten Kar ten. Nebir nhang von über 200 Rezepten. 5 S IS?j&'z ri M Povulare 3, Prei II 50 pyrto frei versandt nach mvfang deS VetrageS. In deutscher out tngllscher Sprache. VZur-at, 2ill Publishing (So.. 129 Ost 23. Straße. Neu, Fork. Iht:ae Azenten gegen hohen Rabatt gesucht. Nehmet nur die echten. 'C)"VA fr Brandt's Glj Q K'yi B II Schweizer i3 Blutroinlgond. Befcrdeni S, YtnJauung. Bwtet M!ttl geg Leber- o. GaMenteiden. ja" 2a fcabea la flea Apottieieo. -C L 1 Schwache, nervöse Personen, gequält von G,enSbisZen und schlechten Träumen, gepeinigt von Wucn und Kopfschmerzen, örrbthe. Zittern. frjflop"n. UnentschlosseuHktt. Trüdsi iinb nkckiövsend' ulSüsien. rkadren au dem .Luaendsreund", cnf welch' einfache, billige Weise thsblcbtakrankbeire.t und Folgen der Iuqend, sänken Heilt und feit olle ÄsuidHeit und der Frohsinn wiedererlangt werden könne. (Janz neue Heilverfahren und neue Medizinen. Jeder sein eiaener ttnt. Schickt 5 Cent in tarnt und Ihr Utornrnt da Buch versiegelt unv frt Zugeschickt do der Vrioat Klinik und Dl.pensarn, 23 0eft 11. Ltr..emVork..V. I '" " " 1 I 5 o n. ttur A " Sin? periaknente dr hrtnSckigste?: Fue rn on,rrl,a vnd 4 leer, oaiomut itt von 2 ti3 G Sagen; keine 5 abie ean lunz cibia. und bn die an telnben 9irnitaie bt seinnebmeni von Su dede. liecoita ed.r Caudeldl. J.err & (tou'4 achfolzer). p., ker. hast, er. tauft aUr. xrujaiiten. , föpans Tabules, Ripans Tabules are compounded srom a prescription widelyused by triebest medlcal authorities and are presented in a form that is becoming the fcshlon everywhere. Ripans Tabules act gently but promptly upon the liver, stomach and Intestines: eure ! dyspepsia, habitual constipauon, onensive Dreain ana neaaache. One tabule taken at the first symptom of indigest!on, biliousness, dizzincss, distress aster eating, or depression es spirits, will surely and quickly remove the whoie difliculty. Pnco, SO etnts a box. RipansTabules may be obtained of nearest druggist; or by mail on reeeipt of price. I RIPANS CHEMICAL CO., lO Spruo Str NEW YORK. . v wukHJ'"' " .ten ftrXraf t JDr. mea. tTartmiluin Zxrzsg, " . frrftilAff rj U J5 O, nt , tiin tU Dieses sehr xu empfehlende Buch ist in dez Office der Tribüne für 25 Cents zu habsn. ..ärÄ Bikmarck und die Wiedererrichtung U deutschen Reiches." Ein nshem 0Q Seiten starke Buch. Preii in der Office der rriökrttCmtt.
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Auch ein. Nur.
HumoreSZe von Karl Node. Werner W. Pfannenschmidt, in c Cfs MM Ttwl Firma iseoruoer -pjaiiucjiimiwi, hatte Die reizendste junge arau, 01c je ein Großhändler in Oel und Landes producten gehabt hat. . Ich will damit nicht sagen, daß andere Großhändler in Landesproducten und Oel keine reizcnden Frauen haben; bewahre! Die Götter wollen meine Feder in Gnaden behüten, jemals eine derartige Be hauptung niederzuschrelben. Äver hübscher, anmuthiger, liebenswürdiger, kurz reizender als Suse W. Pfannensckmidt kann keine Z?rau sein und die andern jungen Gattinnen von Groß Händlern in Oel und Landesproducten mögen es mir glauben oder nicht, taz behaupte noch einmal: Werner W. Pfannenschmidt hatte die izendstr junge Frau, die je ein Großhändler in Landesproducten und Oel gehabt hat. Werner Pfannenschmidt betete sein junges, süßes Weib auch an, er kannte gar kein anderes Weib neben ihr, und da er selber ein leidlich hüb scher Mann war, Männer sind ja überhaupt nur leidlich hübsch, wenn sie nicht häßlich sind, Frau Suse aber dankbar anerkannte, .daß er sie über alles Maß lieb hatte, so trübte den Himmel ihrer jungen Ehe nicht das leiseste Wolkchen, wie es schien, trotz dem sie nun schon vier Kalenderjahre lang Mann und Frau waren und einen prächtigen dreijährigen Jungen ihr ei gen nannten. Ich sage ausdrücklich .wie es schien!- In WiMchkeit war es nicht so wolkenlos bei ihnen. Frau Suse hatte nämlich bei all' ihren Vorzügen eines Fehler, einen ganz kleinen Feh ler nur, der zu Anfang der Ehe sogar wie ein schillerndes Blümchen in dem Bouquet von Reizen, das sie in Per son vemmgte, wn jungen Gatten ent zückt hatte, aber mit den Jahren man denke, sie waren schon vier Jahre lang verheirathet unangenehm auf Werner einwirkte. Suse Pfannenschmidt konnte näm lich nicht rechnen. Das heißt fünf und drei zusammen zählen konnte sie, na' turllch! Undzwel mit zwei multlpll ciren, oder drei von fünf abziehen auch; aber was man sonst so rechnen nennt, das war rhr vollstandm fremd. Ging sie zum Beispiel an Werner's Arm spazieren, dann kam es nicht sei ten vor, daß sie ihren Gatten plötzlich bat: tfch Lieber. Süßer. Deine Börse bitte!" Natürlich bekam sie das gewünschte, denn wie hätte Werner ihren Bitten ein Jjltm entgegensetzen können. Was aber machte sie dann? Ohne Rück sicht auf den Inhalt derselben, ja ohnc nur hineinzusehen gab sie das ganze Ding irgend einem Armen, den sie am Wege mit dem Hute in der Hand be merkt hatte. Und ganz die nämliche Naivität in Geldsachen entwickelte sie bei allen anderen Gelegenheiten, wo irgend sie über Geld zu verfügen hatte. Nun war Werner keineswegs ein Geizhals. Im Segentheil, er gab sel ber gern, wo es angebracht war. für ihn war das Geld eben auch nichts anderes, als Mittel zum Zweck, und zu Anfang ihrer Ehe hatte ihn die klas sische Mißachtung desselben seitens seineS jungen. Weibchens auch entzückt. Außerdem war er mit Glücksgütern reich gesegnet und Frau Suse hatte ihm ein ganz beträchtliche? Vermögen mitgebracht, sodaß er schon ein Auge zudrücken konnte; aber er war doch auch Kaufmann und Vater, so gern er gab und seinem Frauchen das Vergnügen des Gebens gönnte, so sehr war ihm das planlose Geldverthun zuwider. Werner sann ernstlich darüber nach, seine angebetete Suse von diesem Fehler zu kuriren. Neben seinem sonstigen Gut hatte ihm der Himmel einen Onkel bescheert, einen prächtigen alten Herrn, der Theilhaber der Firma Gebrüder Pfannenschmidt, sonst aber so unver heirathet wie möglich war und sich deshalb auch als eine Art Teilhaber an der Ehe seines Neffm betrachtete. Hatte er doch die Erburt des jungen Sprossen derselben der staunenden Mitwelt mit folgenden vielsagenden Worten: Durch die Geburt eines strammen Jungen wurden hoch erfreut, Gebru der Pfannenschmidt." öffentlich angekündigt. An diesen al ten Onkel wandte sich Werner um Rath. Nichts einfacher, als daS, mein Junge lachte Onkel Jakob, gieb der kleinen Suse eine abgezählte Summe Geldes, meinetwegen zehntausend Mark zur Bestreitung ihrer Ausgaben. dann wird sie schon rechnen lernen Werner machte ein entt!uscbteS Ge sichl: Wenn Du keinen anderen Rath weißt, lieber, alter Onkel, dann kannst Du mir gewogen bleiben. Wenn ich Susen heute zehntausend Mark geben würde, dann würde sie. morgen, oder übermorgen keine zehn Pfennig mehr davon haben. Das lst ja daS Unglück, daß sie nicht zu rechnen versteht " Nein, daS Unglück ist nur, daß sie keine Gelegenheit hat, zu lernen. Bis her hast Du alle ihre Ausaaben bestrit ten, oder durch den Kassierer bestreiten lassen, selber hat sie noch keine größere Summe in kleinen Posten ausgeben müssen, also auch noch keine Geleaen heit gefunden, um Deckung zu sorgen. Gieb ihr die Gelegenheit und Du'wirst sehen wie schnell sie rechnen lernt. Bist Du aber gescheiter als' Dein alter Onkel, dann frage mich nicht um Rath." Eine Viertelstunde lana bockte Wer ner nach diesem Zwiegespräch mit dem Onkel allein in seinem Ar!leitZztmme und kraute hinter seinem rechten Ohr vtw: dann kam er iu dem neilwni
gen"EnkschIufse: Dera'lte Herr konnte am Ende doch recht haben, und so t mm t rw .
oder so! zehntausend Mark kann man scbon mal daran waaen. verloren gehen sie doch, wenn keine Aenderung , ?..r- m oci oer kleinen vsrnjc cinmii. . Am solaenden Moraen überraschte Werner seine schmucke lrau mit der Nachricht, daß er schleunigst auf einige Tage verreisen müsse. Wichtige Ab t Pf - P M . v iaMiie, neoe use, rann es leioer nicht aufschieben, recht fatal " .Suse blickte fragend von ihrer Mor genschrkolade auf. - .Warum satal. mein Werner? Rei fest Du so ungern?" Ja, gerade :n diesen Tagen recht unsern, Herzdlattchen, der Monats schluft siebt vor der Tbür. weit Du. da kommen die. Wirthschaftsrechnungen alle und ich liebe es, diese Sachen so r x ... (....er. sca :n Ion gll uejuyim. s ii mir recyi UN angenehm, aber ich kann Dir wirk lich nicht helfen. Du " Werner stockte und blickte seinem Weibchen in die süßen Augen. Nun, mein Lieber V Du mußt mir. dieses, mal die Arbeit abnehmen, Herzenöschatz.'dZe Leute dürfen nicht warten, eS. hat. ein jeder sein Geld nöthig und unsere 'Haus ausgaben haben mit dem Geschäft nichts zu thun. Ich werde Air was Geld hierlassen und Du bist so Ued und bezahlst die Rechnungen mal statt meiner, ja, mein Lleblmg? Ich vnnge Dir auch 'was recht schönes mit " .Gewiß, lieber Werner, von Herzen gern . .' .Du mußt Dich nur der iuve un terziehen. die Rechnungen zu . prü fen " Ja, ja, gewiß. Mannchen " Und die Beträge quittieren lassen, wenn Du Rechnungen in Ordnung findest .Versteht sich " Bist wirklich ein liebes. süßeS Frau chen." Werner legte seinen Arm um SusenS volle Schulter und kutzte ryre weiße Stirn, dann zog er seine Bries tasche und zählte zehntausend Mark auf den Tisch. Zehntausend Mark?" Die Frage der jungen Frau klang fast ein bißchen lang. Ja. mein Schatz, mehr wirst Du kaum nöthig haben. Und nun Werner umarmte und küßte seine junge Gemahlin noch einmal, laß Dir die Zeit nicht lang wden, in acht Ta gen bin ich wieder zurück." . Der junge Großhändler in Oel und Produkten hatte das HauS kaum in den Rücken, da fieberte es der hübschen ftnrn Suse schon durch alle Pulse. Zehntausend Mark? Himmel, welch' ein Geld! Wis ließ sich dafür alles kaufen?! Die HauKhaltZrechnungen? Werner war auch zu köstlichl Woher sollen wohl die HqushaNSrechnungen zehntausend Mark be.tragent Es wurde ja gar nichts gebraucht! Gewiß hatte ihr Werner daS Gettur dagelassen, damit sie ja, und . nun setzte sich die junge. Frau hin und überlegtk, was sie alle? kaufen und gebrauchen könne. Tevviche. Portieren. Aasen. Ampeln, Bilder, Nippes ohne Ende; daS hübsche Köpfchen glühte förmlich und endlich griffen die weißen Hand chen zur Schelle, um dje Zofe herbei zu rufen. Allein vermochte sie wirk lich nicht mit dem vielen Gelde fertig zu werden, sie wollte Toilette machen, zu einer Freundin fahren, die ihr ra ' tben und betten sollte. eS möglichst schnell an den Mann zu bringen, Glücklicherweise war der alte umx inzwischen auch ein wenig ' thätig ge wesen. Daß Werner plötzlich verreisen wollte, wußte er ja und da kein anderer Grund dazu vorlag, wußte er auch, daß sein Rath befolgt worden war. Außerdem hatte Werner noch am Abend vor seiner Abreise zetau send Mark auS der Geschäftskasse ent nommen, das wußte er auch, da. blieb iym nichts weiter übrig. alS daS seine zu thun, damit Frau Suse nun auch wirklich rechnen lernte. Er bestellte alle Lieferanten seines Neffen mit ih ren Rechnungen zur G-ldempsang-nähme nach Frau Suse. Aber nicht abweisen lassen, verstanden? Auf meine Verantwortung!" so lautete seine An Weisung. , Frau Suse war kaum Mit der Tot leite fertig und wollte sich in ihren Wagen begeben, da meldete die Köchin den Schlachter mit seiner Rechnung. - Recht fatal!" dachte die junge Großhändlergattin, sie war aber doch gewissenhaft genug, den Mann zu empfangen, seine Rechnungen was 250 Mark für Braten- und in einem Monat? DaS ist ja. gar nicht möglich!" 't .So?' Nicht möglich? Denken die gnädige Frau vielleicht, der Meister schreibt zu viel auf?' Nein, nein!" Frau Suse verbes serte sich schnell, zählte dem Manne sein Geld auf und ließ die Rechnung quittiren. Der Schlächter streift noch seme Kassenscheine zusammen, da meldete der Diener den Wagenbauer. Frau Suse seufzte leise au ließ den Mann eintreten und nahm seine Rechnung m Empfang. 843 Mark für Aufbesse rung ihres Landauers. Fast erschreckt' starrten die Augen der jungen Fraq auf diesen PostenWerner hatte die, Aufiesserung nicht für nöthig gehalten, und in der That, der Wagen war auch noch elegant ge nuz gewesen, aber sie hatte eS gewünscht, weil ihre Freundin auch einen neuen Wagen hatte, und nun kostete dieser , dumme Scherz so viel Geld?' Frau Suse wagte' kaum ity Wort zu sagen, sie zahlte, sieß quitti ren ui legte hie. Rechnung ein wenig beschämt In 'ihren Schreibtisch. Zu ibrer ffreundin zu fahren war ihr ! vlöfettch alle Lust versanken, sie fand
atftt auch keine Zeit dazu, dnn schon kam Dank Onkel Jakobö. Agitation, ' I !1 . -
ihre cyneioerin mix orr onatsrecy nuna a.u. Zwei neue Kle'ider. Spitzen. Sammet. L00 Mark, ew paar andere Sachen geändert, Gutdiben, Summa Summarum 1000 Marx -.Aber liebeö Fräulk.in!" Jetzt war Frau Suse ernst vetrossen, das ist ja schrecklich Diel Geld! ' .Bitte, gnädige F'cau, wenn Sie die leaanteftrn Muster und die kostbar sten Stoffe befehlen, dürfen Sie sich ntf iifvr ht tsttttsY rrninbriT svrr 4 t tvhj r w w V Pfannensiflnidt hat noch nie ein Wort darüber gesagt, trotzdem die Rechnun gen recht ost..schon weit größer wa ren ." Frau Suse sagte auch kein Wort mehr, sondern zahlte, ließ quittiren und legte die Rechnung fort. Die Putzmacherin kam und brachte drei Hute, welche sich Frau Suse vor einigen Tagen bestellt hatte, die Rechnung betrug 180 Mark. Mit zitternden Fingern zählte die junge Frau daö Geld hin. - Madame sind hoffentlich zufrie den?" fragte die Putzmacherin ein wemg spitz,' weil ihre Kunstwerke gar keine Anerkennung wie sonst stets fan den. ' .' Ja, ja, sehr!" preßte Frau Suse hervor, wirklich sehr schön, ich danke Ihnen vielmals. Sie h?ben ein Meisterwerk gemacht." Sie wußte kaum, was sie sagte, aber die Putzmacherin war doch zufrieden, nahm ihr Geld, quittirte und ging. Der Schuhmacher kam. Er brachte zugleich die Rechnung für beide Wer ners, den Vater und Sohn. Vater Werners Rechnung betrug 3 Mark, die für den kleinen Werner 12 Mark, die Rechnung für Frau Suse 52 Mark. Aber mein Gott, wofür habe ich denn so viel Geld zu bezahlen ' -!" In Frau Suse regte sich etwgs vom kaufmännischen Geiste. Für Schuhe, gnädige Frau!" ant Worte Meister Knieriem lakonisch. Aber so viel, das ist doch " Wenn Ihnen das zu viel ist. thut.? mir leid; Herrn Pfannenschmidt ist'? niemals zuviel gewesen." Das muß anders werden!" dachte Frau Suse bei sich, indem sie dem Schuhmacher seine Rechnung bezahlte. Dein Mann ist vel zu locker mit dem Gelde, das geht nicht, da mußt Du ernstlich mit ihm reden, wenn er zu rückkehrt. Dem Schuhmacher folgte ie?Schnei der. Er brachte nur Rechnimgen für Werner I und II. Vater Werner hatte ein leichtes Jacket bekommen für 12 Mark. Jung-Werner zwei Anzüge für 30 Mark. Die junge Frau bezahlte und dabei fiel ihr wieder die eigene Kleiderrechnung schwer auj die Seele. Aber sie hatte noch keine Zeit, sich diesen Gedanken lange hinzugeben, denn andere Leute kamen mit ihren Rechnungen, der Krämtt, der Milch Händler, der Buttermann, der Mann mit dem Eoass, der Schreiner, der'Ta. pezierer und endlich noch die Köchin und der Kutscher mit ihren Auslagen. Immer mehr und mehr sah Frau Suse das Päckchen Kassenscheine, das ' ihr Werner dagelassen hatte, zusammenschmelzen, bis sie zuletzt wirklich Angst hekam., di, zehntausend Mark möchten nicht reichen. Zehntausend Mark für WirthschaftöauZgaben in einem einzigen Monat. Ein peinliches Gefühl llberschlich die junge Frau bei der Erinnerung an die anderen Ausgaben, welche sie ihrem Gatten verursachte, an die Ausgab:n für Reisen, .Bäder. Bälle. Theater. Concerte. Gesellschaften in und außer dem Hause u. s. w., u. s, w.. und jetzt kam zu der Angst, daß die 10,000 Mark zur Bestreitung der Wirthschaftsausgaben nicht langen möchten, die weit größere, daß ihr Gatte überHaupt mehr ausgebe, als er einnehme, daß er dem sicheren Ruin entgegengehe, daß er dielleicht gar schon ruinirt sei und die Reise nur vorgeschützt habe. um O mein Gott, nur' das nicht, nur das nicht!' jammerte Frau Suse auf, indem sie daö Antlitz in die Kissen lhrei Ruhepolsters barg. In diesem Augenblick wurde Onkel Jakob gemeldet. DaS war ein Trost für die junge Frau, denn Onkel Jakob war ihr stet ein väterlicher Freund gewesen. Du kommst wie vom Himmel gesandt. Onkel Jakob!" lächelte sie dem alten Herrn unter Thränen entgegen. Nun? Was hat denn mein Töchterchen? ha?!" Onkel Jakob schob die alte Hand unter Frau Susens blühendes Kinn. Sag' mal. lieber einziger Onkel Jakob, wie steht eS mit Werner?" Meinst Du den großen oder den kleinen. Töchterchen?Mit meinem Mann, Onkelchen, bitte, verschweige mir nichts." Hat er Dir denn nicht gesagt, daß er eine Geschäftsreise vor hat?" Doch Onkelchen, das meine ich aber nicht, ich meine, wie wie es mit seinem Geschäft steht." - .Mit welchem Geschäft. Töchter chen?" Um Onkel Jakobs welke Lip pen zog ein listiges Lächeln. ' Onkelchen w fürchte Wer. ne; gibt zu viel Geld aus. sieh diese Rechnungen, zehntausend Mark Haushaltkosten für einen Monat, dazu die anderen Ausgaben alle, das kann ja gar kein Geschäft abwerfen ." Hm, hm !' Onkel Jakob wieqte den greisen Kopf, Werner gibt, en,tMehe,n . zu viel' au.?'." x!cl Suse, . " Da magst Du nicht ganz unrecht haben. Töchterchen.' erwiderte Onkel Jakob leise, er ist eben viel zu ver liebt in seine kleine Frau , '- DaS muß aber ander? roerden, ich bin kein Kind mebr. tyik sich Wiren . . 4 --. -i 1 -4
läßt. Werner darf nicht mehr so viel verschwenden, er hat für unsern Sohn
zu sorgen . .Recht so. Töchterchen. Recht so! Onkel Jakob lachte verstohlen in sich ' . rr.. . . " n i. sfr. ;:..- ylNelN. XJU ücimuiju ju -auw uu ihn; auf mich alten Knaben hört er lerder nicht. AIS Werner ein paar Tage später beim kam. brachte er tvx kostbareSPra sent für seine junge Gemahlin mit; daS sollte eine Art Schmerzensgeld sein, denn er glaubte steif und fest, daß Frau Suse den größten Theil der 10.000 Mark verplempert und nuthrn die laufenden Rechnungen nicht, be zahlt haben würde, jetzt aber in tau send Aengsten sei. wie sie ihm diesen Uebelstand mittheilen solle. In demselben guten Glauben hatte er sich auch die Begrüßung besonders zärtlich ausgedacht, um seiner Frau das Gestandniß ihres verschwenderischen Wirth schaftens mit dem anvertrauten Gelde leicht zu machen, denn er liebte ja die schmucke Frau Suse über alle Maßen. Nun, die zärtliche Begrüßung ließ Madame geduldig über sich ergehen; als er aber mit seinem Geschenk hervorrückte, da legte sie los: Höre mal, lieber Werner, das ist ja unerhört. Du bist ja . ein ganz unverantwortlicher Verschwender. Zehntausend Mark blos für die laufenden Ausgaben un sereS kleinen Haushalts? Das kann ja kein Geschäft verdienen! Und Du gibst immer hin, wie rch erfahre, ohne die Rechnungen zu prüfen. Du wirfst das Geld geradezu zum Fenster hin aus. Dieser Schmuck war er nöthig? Ich habe UberreichenSchmuck. Aber Du verstehst nicht zu rechnen. Die Liebe zu mir macht Dich blind. Daö geht nicht mehr. Ich bin kein Kind, Werner. Bisher hast Du mich als ein solches behandelt und ich habe Dir vertraut. Das. muß anders werde. Ich bin Mutter und Gattin. Wir ha. ben für unser Kind und ich habe für Dich zu sorgen. Von heute ab bitte ich ! .. V-C c m. ' um uu, na & xju mir oic Ausgasen für unsern Haushalt überlädt, ttür Dein Geschäft magst Du thun und lassen waS Du willst . Werner war sprachlos! Und bätte er auch sprechen können, Frau Suse würde ihn nicht haben zu Worte kommen lassen, so eifrig redete sie auf ihn nn. .Nun?" fraate Onkel .akob la spater in ha5 Geschäft kam. .Sait reckt. Onkelcken. ivifc Epistel über Sparsamkeit anhören müssen, oan mir der ops brummt." Und Onkel ?kakob bebielt auck Frau Suse wurde eine sehr sparsame auösrau. -tIroßs Guswnhl junger Papageien, billiger alt je zuvor. Jetztlist die fielt um billig zu kaufen. 133 Massachusetts Vve. Q. F. XTloppor ClemensYonnegut t 184 & 186 Oft Washington Str. Metzger-Geräthe. Werkzeuge in größter Auswahl. G. Leukhardt, SAL00BT, Odt Dbio tZ Ztohlt Straße. Vefte Getränk und Cigarren. John Hornung, 883 Lüd Sslnwnre Str. Gute Getränke, gute Cigarren . und immer einen - q uten Lunc h. Feine alte Weine finden Sie t b,stSuSwHl und jeder Sorte bei cD 33139 JCUCCDC? Weinkeller: S5o. SS Ctib Delaware Dtr Vittiüsts Vrolfs. Freie, peempt blieferung nach allen etadttU.
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