Indiana Tribüne, Volume 19, Number 31, Indianapolis, Marion County, 19 October 1895 — Page 2
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Znviana Tribüne.
Erscheint Täglich uud Somttag V Vie tZzttche Tribüne- kostet durch den Träzer 33 Cents per Woche, llt Sonntag .Tribüne- 5 Cent! per Ooche. Oeide insammt 15 Cents der 65 Cents per rianat. Ver Voft außerhalb de, k?tldt zuzkschickt i Vorausbezahlung per '.!s5r. cnutt 18 CÜ5 Alabama Straße. SaL:anapoltö,Znd., 19 Ottoöer193ö. ' Saö Lttmmrecht der Frauen in ttentucky. Wei der bevorsteh:ndn Novemberhl wird ein Theil der Frauen von Kentucky zum ersten Male das Privileziun? deS StimmrechteS auszuüben Gelegenheit haben, freilich nur in beschränktem Maße. Als vor zwei Iah ien eine Convention mit der Ausarbeiltung einer neuen Constltution für den AlJugraZStaat beschäftigt war, setzte Fräulein -'Laura lay, die Präsiden iin der entucky'Equal Rightö Afso?' ciation" alle -Hebel in Bewegung, um' für das weibliche Geschlecht das volle Stimmrecht zu erlangen, doch schlugen ihr: Bemühungen fehl. Fräulein Clay ließ sich durch diesen Mißerfolg nicht einschüchtern und ihrer unablässigen Propaganda hat sie es zu versanken, daß sie schließlich, wenigstens Ihen therlweisenErfolg errang. Wenngttch die Majorität der Delegaten sich ihren Forderung: gegenüber ab lehnend verhielt, so gelang es ihr doch, Proselyten zu machen, und unter diesen befanden sich Männer von bedeu tendem Einfluß. - Xu Staatssenato? John O. Hodges von Lezington und der Repräsentant Charles I. Bronston von Fayette County. welche mit der Ausarbeitung eines Charters für die Städte der zweiten Klasse betraut waren, schenkten den Wünschen des Fräulem Clay ein williges Ohr und auf ihr Betreiben wurde in den Char tu eiit Paragraph aufefncrnrn, dem zufolge die Fraum das. Stimmrecht fcii der ErwählunF der Schul-Com-inissionen dieser Städte erhielten; außerdem wurde bestimmt, daß bei No minirung der betreffenden Candidaten die Parteigrenze nicht 'gezogen werden darf. Die Annahme dieser Bestim münzen wurde mit dem Hinweis auf die namentlich in Lezington in eclatint'st r Weise zu Tage g'.treteen M ßstände b:g:ünd:t, w?, ui$ dem Au-spruche eines angefehenei: Pädacogen. die Schul-Commission zum Abladeplatz für Politiker, welche un fähige Freunde und Verwandte der sorgen wollten, gemacht worden war. Skandalaeschichten, in welchen angesehene Männer in wenig ben::ze?Zwerthen Rollen figurirten, waren in J:d:rmai?nZ Munde und es-kam zu einer Krisis, als Mayor Duncan eine Commission ernannte, welche so anrua1ia.'kzr, daß der Stadtrath seine Bestätigung versagte. 'Diese Miß. wirthschaft forderte die Bestrebungen deS Fräulein Clay und die vorerwähnten Charterbestimmungen wurden 'bw der Leqislatur sanctionirt. Seitdem hat aber diese Dame icht auf ihren Lorbeeren geruht, dielmehr sie itt mit anderen energischen Mitqlic de-n der .Kentuckrz's (?qrnl Ri?.hts Asscciat'on-. unablässig thätiq y?wifen, um die Frauen der Städte der zweiten Klasse, Covinglo, 3ltxp.nl und Lerington politisch zu erzieh?n-. In zahlreichen Versammlungen hielt sie erläuternde Vorträte übe? die neue". Rechte und Pflichten der Frauen, audj pa& sie praktische Illustration:."! von der Art und Weise, in welcher das Stimmrecht auszuüben ist, von- den Obli'aenh:i!en der Rezistrirugs- und Wahlbeamten u. s. w. Das Gesetz bch'mmt, daß für die Frauen deson dere Stimmplätze eingerichtet ween müssen, hinsichtlich der Bestellung der erforderlichen Beamten sagt es aber nichts.Daraus hat nun der Coun'y Richter Vullock in Lerington, tnt die Ernennung der Wahlbeamten cMieat, l Folaerung gezogen, daß für die Stimmvlätze der Frauen eiqene Veamt: bestellt werden und dieselben dem weiblichen 3:schlcchte angehören müsfen. Auf fein Ersuchen Hit ihm Fräulein Clay eine RamenZliste von Frauen, welche zur Uebernahme d?s Amtes fähig und bereit sind, unterbreitet und unter, Zugrundelegung dieser Liste bat er seine Ernennungen gemacht. Die neue Ordnung der Dinge wird in den bevorstehmden Wahlen ihre erste Vrobe zu bestehen hiben. F:ällleii Clay lebt der seiln H nu?g, daß dieselbe gut auZfall? und nicht wenige Gegner des Frauenstimmrechts zu Freunden der Kentucky Equal Rights Association" machen wird. Sine Bestie :n Menschengestalt. Eine schauerliche Familientragödie hat sich in dem Städten Velbert in der Rbei-Provinz abgespielt und die Einwohner in nicht oering: Aufregung v-rsetzt. Der dem Trunke stark erz:bene Schlosser Wilh. Kirckskoihen hatte den ganzen Tag übe? diesem Laster gefront.' war. al er Abends geg?n 11 Uhr aus dem Wirthshzuse heimkehrte, bezecht, fing in diesem Zustande mit seiner Frau Händel an und mißhandelte sie schließlich in so roher Weise, daß sie das HauZ verließ. Erbost -darüber, daß er seine Wuth nicht mehr n seinem Weibe.' auslass?n tev.nlt, hol'e er aus dem 'ezcn'!all: Str:h und zündete dieses in. seinem Wohnzimme? an; dann begab er sich in die im oberen Stock gelegenen Schlafzimmer, in denen seine vier Kinder im Alter von 11 Monaten bis 8 Jahren im Schlafe lagen, zog aus dem Bett ebenfalls Stroh und steckte auch dieses in Brand. Als die beiden ältesten Kinder auS dem Schlafe aufwachten und erschreckt von dannen eilen wollim, herrschte sie der Unmensch an, im V't?e i'i bleibin; sie g:ho5ch!ei ?war anfangs ausFurcht. liefen aber scHießlich. alö der Missethäter sich entfernt bat!:, durä daZ brennende Strob bin-
durch und erreichten, wenn auch mit erheblichen Brandwunden bedeckt, das Freie. Dem Unholde folgte die Strafe für seine Schändlichkeit auf dem Fuke. denn als er die Treppe hinuntergehen wollte, kam er zu Fall, konnte sich in
feiner Trunkenheit nicht wieoer eryeUn und wurde von dem immer weiier um sich greifenden Feuer, bis er aufgefunden wurde, so arg verbrannt, daß nn seinem Aufkommen gezweifelt wird. Den beiden kleinen Kindern konnte leider Hilfe nicht mehr rechtzeitig gebrach! werden: als Mannschaften der Feuerwehr über das Dach in die Schlafzimmer eindrangen, fanden sie von dem kleinsten 11 Monate alten Kindchen nur noch einige Knochen vor. und auch das andere arme Geschöpf konnte in stirk angesengtem Zustande nur noch als Leiche herausgeschafft werden. Infolge 'des herrschenden Wassermanoel wurde das Haus trotz emsiger Tbätigkeit der schnell herbeigeeilten Velb?rter Feuerwehr völlig ein Raub der Flammen. Die inzwischen hinzugekommene zahlreiche Menschenmenge warnber das qrausige Verbrechen so entrüstet.' daß sie an dem ummenschliien Va-ter trotz seiner schweren Verletzungen - Ldnchrecht Lb'n . lÄey- und' sie konnte hieran nur durch 'Das.-Einschreiten der Polizei- gehindert werden. Die Tpielvuth in Berlin, Vor eine? Reibe von Wochen stattete die Berliner Polizei den dortigen ungezählten Sport- und WettbureauS einen Besuch ab und für etliche Tage waren .. v v v : . sirx. !.:r mr. yic uuv vu wie uiauiuixttiu,;ii. -pm täte aus den Clgarreniladen und Stehbierhallen verschwunden. Jetzt kann man. so w?rd auS Berlin esckrieben. , , , - - jj-i wieder überall 'Ankündigungen, daß Rennwetten entgegengenommen werden. lesen. Tagtäglich wachst die Zahl dieser Bureaur und alle haben einen ausgedehnten KundeÄreis. Es wer- ?".. r. i v?- r"" w?. ucii Vuinmcn angcicgi, cic yai oiz Fernstehendem geradezu räthselhaft 'sind. Wl mtfiT als die obettn. ?kbn. taufend und der bessere Mittelstand ittnd der kleiner Mittelstand und wisse Kreise deS arbeitenden Standes von vieler Spielwuth angefressen. Wie m nem Taudenscylage geht es in einem solchen 'Wetkdureaü am.Moram des Renntages zu; "am '.späten t7!achmittag, am Äbend, wenn die Rennresultate bekannt werden, drängt und schiebt sich vor den Läden eine bunt zusammengewürfelte Menge, denen man vie ssplttwuth am Gesicht ansehen rann. Wie pieloureaux nehmen für Sieg und Platz Summen an. die am Totalisator zurückgewiesen werden; wahrend an der Wettmaschrne in Berlin für den Platz der niedrigste Einsatz 30 M. beträgt, kann man in -jedem portbureau 5 M. anlegen und so erscheinen massenhaft die kleinen Gewerbetreibenden, um mit dieser Summe ihr $lück zu versuchen. Daß .das in den Wettbureaui angelegte Geld feinen Weg nicht nach dem Totalisator findet, ist klar; denn die Cinsätze an der WettMaschine sind heut: nur noch geringe. !aum höher als 15,000 M. für jQ:s einzelne Nennen. Die 'Summen, mit nen in den Wettbureaux, gespielt wird, lassen sich nicht annähernd taxi7en; aber wenn in einem Wettbureau in einer Viertelstunde über 1000 M. znzelegt werden, fo kann man wchl ermessen, welch' fabelhafte Summen jeden Tf.g von denen, welche nicht alle roerden", verspielt werden. Die Jnhaber der Wettbureaux lassen die Sum men ebm für sich laufen"; sie arrangi ren sozusagen . einen Totalisator für sich, der .ihnen ja immer reichen Gewinn abwerfen muß; zudem lassen sie 'sieb mch für den kleinsten Auftrag 50 Psg.. hier und da 25 Pfg. zahlen. Wenn in der sogenannten oberen Gesellschaft Jemand zur Pistole grefft oder Reißaus nimmt, fo wird eS bekannt, uach allen Seiten hin besprochen; diele Hunderte Existenzen aus dem kleinen Mittel stände' werden durch die Spielwuth jährlich ruinirt; Niemand erfährt davon. Kürzlich wurde 'das Haus eines für sehr reich gehaltenen Bäckers öffentlich versteigert; der Mann lebte anscheinend seh? solide, aber Hunderte und Hunderte brachte er jeden Tag nach den Wettbureaux Hin, und foche Fälle riiznen sich in Hülle und Fülle. Der 'Z:rl!p.er kleine Mittelstand ist verspielt bis in die Knochen hinein"; die Wett)ure:u? sloriren. Die Buchmacher und das Gelichter ähnliche? Art 'lebt in ?aus und Braus, hält sich Pferd und agen, avancirt zu Hausbesitzern :nd ter kleine Mittelstand wird systenatisch ruinirt. Russische Barbarei. Die Einführung der allgemeinen Wehrpsticht hat auch in Rußland Anlaß Au mannigfachen Conflicten gegs b?n. So ist ein großer Theil der Menivniten, welche aus religiösenw3rün::n jede Theilnahme an den Kriegsöienst ablehnen, ausgewandert. Neuerdings ist es nun aus ähnlichen Grün)en gu Zusamiiienstößen zwischen den Militärbehörden uno einer rein russischen Secte im Kaukasus gekommen. Diese Secte sind die Duchoborzy (die Bekämpfe? deö Geistes), welche nach altchristlicher Weise ein sehr einfaches Leben führen; 's verschmähen alle berauschenden Getränke, rauchen nicht und suchen daS Gebot: Du sollst nicht todten!" selbst soweit zu befolgen, daß sie kein Fleisch essen, um nur keine Thiere tödten $u müssen. Da sie sich auch weigern. Militärdienst zu leisten, so versuchten' die Militärbehörden. Zwang anzuwenden. Als die Duchoborzen im Kreise Achalkalak. Gouvernement Tiflis, die ihnen ubergebenen Waffen wieder zurückbrachten und Dienst gu thun sich weigerten sandte der Gouverneur von TifUs Kosaken gegen die Duchoborzen, um sie zum Mil'tärdiensi zu zwingen. "Die Leute leisizten keinen activen Widerstand, sondern brachten nur ihre Frauen und Kinder zusammen und umstellten sie, indem sie sich gegenseitig die Hände reichten. Bei dem Angriffe der Kofaken wurden vier Bauern getödtet und meörere verwundet. - Da die. Bauern
keinen Widerstand leisteten, der Angriff also zwecklos war, 'befahl man Jenen, sich Zn's Dorf zum Gouverneur zu begeben. Letzterer schäumte vor i&uth und ließ einige 60 Mann, die iijm erklärten, daß sie nicht dienen ZSnnten, peitschen. Diese Procedur dauerte sechs Tage, worauf der Kreischef, nachdem der Gouverneur abgereist war, den Kofaken den Befehl gab, die Frauen und Mädchen der Duchoborzen zu attackiren. Das geschah denn auch, allein da d?e Kosaken hierbei wicht den ' rechten Eifer zeigten, wurde die lesghische Miliz, aus lauter Muhamedanern bestehend, mit der Fortsetzung beauftragt. Am siebenten 'Tage wurden 35 Familien ausgewählt .und fortgeschickt wohin, weiß man nicht. Die Gehöfte der Duchoborzen wurden durch einen Cordon von der Außenwelt abgeschlossen. Was weiter geschehen ist. weiß man nicht, ein Petersburger Blatt meldet nur kurz, daß aus der. Ansiedelung Orlowka, welche aus 800 Gehöften bestand, wegen- Mißverständnissen mit den Administratoren" 460 Gehöfte, d. h. ungefähr 5000 Personen, auszewandert sind. . - ' Japan nd der Olitzverkeyr.
' Eine Anzahl amerikanische? Geschäftsleute hatte sich in den - letzten Monaten ganz besonders fü? die Frage interessirt, wieweit sich im Sonmn-aufgangs-Reich ein Absatz für elektrische Apparate aller Art finden würde, und welche Aussichten sich für Eisenbahn-, Straßenbahn-, Telephon- und sonstig Schnellverkehrö-Unternehmen dort böten. Auch dem bekannten reisenden Zeitungscorrespondenten W. E. Curtis, welcher so viele anziehende und werthvolle Relseplaudernen über ano und Leute des Mikado geliefert hat, war eine Reihe derartiger Anfragen zugegangen, und er beantwortet dieselben in einer bemerkenswerthen neueren Correspondenz. die aber freilich nichts weniger, als ermuthigend für jene Kreise ist. Die Japaner, schreibt er, verfolgen in dieser Beziehung eine sehr zielbewußte einheimische" Politik und haben ganz und gar keine Lust, Ausländern irgend einen Vortheil zu bieten, den sie selber geradeso gut ausnutzen können! Erst jüngst erklärte mir der LandwirthschaftS und Handelsminister, daß die Regierung entschieden gegen die Gewährung von Concessionen an Ausländer für VerkehrS-Einrich-tungen oder für irgend welche Art öffentlicher Verbesserungen sei. BereitS habe man übergenug von den Reibungen zwischen den diesbezüglichen einheimischen Gesellschaften und ihren Kunden, und sehr bald werde daS japanische Parlament gezwungen sein, solche Unternehmungen . durch Gesetze besser und für daS Gemeinwohl zweckmäßiger zu regeln. Natürlich." fügte er hinzu, können wir das leichter, wenn wir blos mit japanischen 'Bür. gern dabei zu thun haben. Die AuSlander würden sich alsbald an die diplomatischen Vertreter ihrer Regierungen um Schutz wenden, und es könnte ein endloser Kuddelmuddel daraus entstehen." DaS ausländische Capital ist den Japanern schon gut genuz, aber nur unter völlig einheimischer Leitung. Vertreter der Rockefellers und anderer amerikanischer Geschäftsspeculanten haben in Japan um Concession der genannten Art nachgesucht, scheinen sie aber, unter keiner Bedingung kriegen zu können. (Auch auf China dürfen sie, nebenbei bemerkt, keine große ErWartungen setzen, wenn das Reich der Mitte auch noch so fortschrittlich werden sollte.) In Japan selbst schießen die Ver-kehrs-Gesellschaften jetzt wie Vilze aus der Erde hervor; namentlich haben sick. viele solcheCompagnien zur Anlegung elektrischer Straßenbahnen gebildet. Die ' einzige elektrische Trolley"-Stra-ßenbahn hat bis jetzt Kyoto gehabt, aber ohne Zweifes werden schon in der nächsten Zukunft Fokohama. Osaka, Kobe (Hiogo), Nagoja, Nagasaki und andere Städte mit solchen Linien be-glückt-werden. Wahrscheinlich werden binnen wenigen Jahren sämmtliche Städte Japans reichlich mit modernem StraßenbahnComfort der einen oder anderen Art versorgt- sein. Dasselbe läßt sich von anderen VerkehrsEinrichtungen sagen. Die Ja paner haben sich mit der Elektricität und ihrer praktischen Anwendung sehr gut auf dem Laufenden erhalten. Eine große Anzahl ihre? einheimischen Elek triker sowie ihrer Dampfmaschinisten ist in Europa und den Ver. Staaten ausgebildet worden. Mehrere der schönsten Elektricitäts-Anlagen der Welt für alle möglichen Zwecke findet man in Japan schonet. Waö aber elektrische und gewöhnlich mechanische Apparate betrifft, so werden solche, obwohl die Deutschen und die Belgier auf diesem Gebiet namhaften Absatz gefunden haben, in Japan selbst hergestellt und sind meist ungenirte Nachahmungen auswärtiger Patente! Sie Franzosen in Madagaskar. Die Lage der französischen Truppen in Madagaskar ist nichts weniger als beneidenswerth. Wir geben von den mancherlei Berichten den deö Vertretcrs -der Regierungscorrespondenz Agence Havas" wieder, der in diesem alle gewiß als unparteiisch zu bebrachten ist: Gleich zu Anfang steht Ixt Versichecung. daß die Armee sich täglich mehr zerbröckelt: Ia?m6e smiette tous ies jours". Die Hospitäler, heißt es weiter, sind mit Kranken überfüllt und wahrhaft vollgestopft. Drei Feldspiiäler sind aufgefchlagen. : Man hat ..des 250 Kranke berechnet, und das. eine enthält 600, das andere 1000 kranke. In diefem letzteren hat man 5ettstellen in der Höhe von mehreren Etagen improvisiren müssen, und es. ist beMrbreöend, das Vewimmn der
Kulis zu hören, die bort hlnetngepf?rcht sind und in einem Schmutze lcb'.. von dem nichts einen Begriff geben kann. Wissen Sie, wie viel Aerzte im Feiohospital von Ankakala für 1000 Krank: sind? Vier. Wie viel diensttaugliche Zirarikenwärter? Vier. In Subcrbieville sind für 600
Kranke sechs Krankenwärter: einiae von den Kranken müssen auf der blanken Erde liegen, ohne Lagerstatt, ohne Matratze. Es ist erstaunlich, daß unter diesen Umstanden die Zahl der Todessälle nicht größer ist, zumal da die Krankheit furchtbar um sich greift, so daß man bereits die Frage erörtert, ob das Sumpffieber nicht ansteckend ist. Schrecklich ist besonders die Anämie welche dem Fieber folgt und die ihrerseits emen sanften Wahnsinn als Folge-Erscheinung hervorruft. Die armen Soldaten, die davon befallen sind, reden sich ein. sie seien nach Frankreich zurückgekehrt. Man trifft t, aus ven Wegen irrend, und dann erzählen sie Einem mit sanfter Kinderstimme, daß sie auf den Zug warten, um in ihr Heimathsdorf zu fahren.... Für die Soldaten hat man durchaus ungenügende Samtatsvorkehrungen getroffen; für Träger, Kulis und Hilfsmannschaften hat man einfach gar nichts vorbereitet. Man hat sie rn allen französischen Kolonien rekrutirt, indem man ihnen go!d:ne Berge versprach. Darauf hat man sie mit Arbelt überbürdet, sie schlecht genährt, auch wohl brutal behandelt, und so sind die Bedauernswerthen zu Hunderten erlegen. Man sieht ihre unbegrabenen Leich:n im Busch herumliegen, der den Weg begrenzt. Sie haben bis zur letzten Minute ihren Maulesel am Zügel geführt; dann haben sie sich an den Rand der Straße gesetzt, um dort zu sterben Der Hauptgrund für die Erkrankungen der Soldaten ist der, daß man sie gezwungen hat, eine Straße von Majunga bis Suberbieville zu bauen. Wer in diesen Trv' pengegendm die Erde umgräbt, de? gräbt sein Grab. Die Straße war unnöthig; man hat auch von ihrer Weiterfllhrung Abstand genommen. Ihr Bau war angeordnet worden, damit die Feldwagen System Lesöbvre benutzt werden könnten. Trotz der Warnungen aller Kenner des Landes, hatte der damalige Kriegsminister, General Mercier, darauf bestanden, die Expedition mit diesen Wagen auszurüsten." In einem zweiten Briefe erzählt der Correspondent der Agence Havas", daß man Eicht einmal für Holz zu Särgen gesorgt habe. Die Todten werden in der Regel ohne Sarg eingescharrt, wenn sie nur überhaupt eingescharrt werden, waö noch eine besondere , Chance ist. So ha! er bei Behänana 'den Leichnam eines franzosischen Soldaten an der Straße lieen gesehen, -der zur Hälfte von Hunren aufgefressen war. OeutsHe Loeal'NaSrliyttN. Vrovlni SssnVas7a. Kassel. Der Kassirer des bedeutenden Getreide - Exportgeschäfts S. Katz dahier, Fliegeskamp, ist nach Unterschlazung von. .mehreren Tausend Mark. durchgegangen., Die Höhe der unterschlagenen Summe ist noch nicht festgestellt. Frankfurt a. M. Die zur Untersuchung der Unterschlagungen des StadtkassirerS Fischer eingesetzte stadtische Commission hat über, die Ergebnisse ihrer. Untersuchung berichtet. Danach betragen die Unterschlagungen insgesammt : 850,000 M. . und reichen bis zum Jahre 1379 zurück;, sie waren durch Führung eines doppelten KassabucheS verdeckt worden. Die Polizei . , , . p . verhallen. in einem o:engen, erukjlaen j Hotel : eine junge, bildhübsche. schwedische , Wittwe wegen rasfinirter Hochstapeleien.. ..Die etwa 26 Jahre ali:i sehr vornehm auftretende Dame hat hier, und auswärts m ersten Magazinen Waaren von chohem Werthe schwindelt. Der 13jährige Sohn des; städtischen Beamten Fleckenstein stürzte sichdom dritten Stock 'in den Hof, und - erlitt einen Schädelbruch. Furcht vor Strafe, die er wegen Schulversaumnisse fürchtete, soll daS Motiv' dieses Selbstmordversuches geWesen sein. i . Bwmtrn Sfcta&t. Hamburg. Die Militärbehörde ni Altona verbot den Soldaten den Besuch von 24' Hamburger, 11 Alto. nae? und . 2 Wandöbecker Tanz- und Schanklocalen . .. Cuxhaven. Der hier im Bau befindliche Seehafen . geht seiner Vollendung entgegen. Voraussichtlich wird mit! Eintritt, der rauheren Jahreszeit den: in .Roth . gerathenen Seeschiffen v . . n r I i verlasen ven iangzr ereonien scyun bieten.. ". , ' . j Vldettvrs. Oldenburg. Ein neuer Fall Partisch hat sich m dem oldenburgi schen Orte Löningen zugetragen. Ein gewisser- Westermüller hat dort , einige Zeit alSThrerarzt praktizirt und genoß bei seinem sicheren und gewandten Aus treten däS. Ansehen eineS großen Man neS. . Run ist diese? He?? plötzlich un ter j Zu?ücklassung - nicht unbedeutende? Schulden verschwunden, und eS hat sich versuSgeftellt. daß er eine Prüfung als Thierarzt gar nicht bestanden, sondern nur eimge Zeit Veterinär wissenschaftliche Collegien an einer Hochschule gehört hat. Dabei soll Westermüller als Thierarzt vereidigt worden sein. OKNrsnaen. Apolda. Der Verein für Geflügebucht sandte neulich mehrere Körbe voll Brieftauben nach Eisenach, wo die Thiere aufgelassen werden sollten. Bubenhände haben vergifteten Weizen in die Korbe gethan und fast alle Tau ben getödtet. Frankenhausen. Die bekannte Firma Lenz & Co. in Stettin will jetzt eine Zahnradbahn auf den Kvsshause? bauen, die von hier auZge hen soll. Fü? das KyffhäuserDenkmal sind vom deutschen Kriegerbunde laut der letzten Sammelliste W ledt 802.172 M..S3 Vta. aMm
men worden Der Bund selbst hat, um die Bauarbeiten nicht aufzuhalten, zur Bestreitung der laufenden Kosten 200.000 M. vorgeschossen. Sondra. Hier ist man gegenwärtia damit beschäftigt, die bohrte
Kohlensäure zu schließen. Angeblich entströmt dem Bohrloch m t 24.Stun-1 . r 4 rr cm rr oen su? c. oyleniauie. Wenningenlena. Der hiesige Bürgermeister Neumann wurde wegen Verdachts, Unregelmäßigkeiten im Amt begangen zu haben, verhauet. Neumann,, der auch Director. des Jenaer Vorschußvereins und Vorsitzender des Vereins Thüringer Gemeindebeamten ist. hatte bereits ferne Entlassung als Bürgermeister genommen und auch erhalten. ZfttajTttu Dresden. Aus Gera kommt die Kunde, daß daselbst bei einem Manöver der Rittmeister v. Fabnce (Merseburger Husaren) gestürzt ist. Der Tod trat alsbald in Folge von Leberzerreißung ein. Der Bedauernswerthe ist ein Sohn unfereS ehemaligen sächsi schen Kriegsministers. Er stand srüher bei dem Ulanenregiment Ro. 17 und seit längerer Zeit in preußischen Diensten, , El st erbe? g. Der Thierarzt Taudt beging dieser Tage den Jubeltag seine? 50jah?igen Be?ufsthatigkeit. Gesund an Körper und Geist, waltet er noch heute, obgleich er eS nicht nöthig hätte, seines schweren Berufes. Gottleuba. Großes Aufsehen erregt hier und in der Umgegend die Verhaftung des vormaligen Postagenten und derzeitigen Kassirers der Gottleubaer Abtheilung der Pirnaer Landsparkasse, JuliuS Schulze. Gerüchtweise verlautet, daß die Unterschleife schon jetzt gegen 20.000 M. betragen. Eine durchgreifende Revision dürfte daS Ergebniß einer höheren Summe zu Tage fordern. L a n g e b r ü ck. Der seitherige Besitzer deS hiesigen Kurbades, G. Specht, ist seit ewigen Tagen von hier verschwunden. Seine finanziellen VerHältnisse sollen keine günstigen sein. Roßwein. Die vom Verbände deutscher Schlosser - Innungen hier er richtete deutsche Schlosserschule wird in diesem Semester von 63 Schülern besucht. Da das neue, 800 Quadratmeter bebaute Fläche enthaltende Werkstättengebäude mit den neuesten Maschinen und Lehrmitteln, insbesondere auch auf dem Gebiete der Elektrotechnik ausgestattet wird, laufen für das Winiersemester zahlreiche Anmeldungen ein. VrsNNerzsattiunr ari.?it. D a r m st a d t. Dieser Tage starb hier im Alter von 97 Jahren die verwittwete Frau Kreisarzt Eisenberg. Dieselbe war wohl die älteste lebende Bewohnerin unserer Stadt. Mainz. Im Rhein bei Ginsheim kam es zwischen einem Officier, der im Wasser unberechtigt fischte, und drei Fischern zu einer Schlägerei, wobei der Osficier in den Rhein geworfen wurde. Der Officier konnte sich aber retten, da die Stelle nicht tief war. Untersuchung ist eingeleitet. WormS. Verhaftet wurde durch die Schutzmannschaft der in hiesiger Stadt in Arbeit stehende 23 Jahre alte Schreiner .W. auS Heininqen, welcher bei einer im Speyerer Hof" hier stattgefundenen Metallarbeiter Versammlung eine Rede hielt und sich hierbei angeblich einer Majestätsbeleidigung schuldig machte. Uauevru München. Der Commercienrath Max Kustermann hat anläßlich seines 70. Geburtstages der Unterstützungslasse seines Personals 1000 M. zukommen lassen, ferner die große Summe von 100,000 M. einer für seine Beamten zu errichtenden Pensionskasse. als Grundstock überwiesen. Augsburg. Im Manöver be! UnSleben wurde der Einjährig - Freiwillige Haas des hiesigen 4. ArtillerieRegiments durch die Explosion einer Kartusche getödtet. Bamberg. Dem Lberlebensgroßen Monument dee FürstbischofsFranz Ludwig v. Erthal ist Nachts ein aus rothem Papier gefertigter Cylinderhut aufgesetzt und das Gesicht mit rother Farbe angestrichen worden. Bei Zapfendorf wurde ein nach dr Stadt fahrendes Bauernfuhrwerk von dem Hofer Schnellzug erfaßt. Der Bauer Johann Hornung von Ebing und die beiden Zugochsen wurden getödtet; der Sohn deö Bauern wurde schwer verletzt. Bahre uth. Der Mädchenmörder Ernst Herold von Bischofsgrün ist im hiesigen Gefängniß gestorben. Feuchtwangen. Erstochen wurde im benachbarten Tauberschallbach der Gütlerssohn Gruber von dort, der auS geringfügigen Ursachen mit dem Gütlerssohn Hornberger und dem MaurerSsohn Berger in Streit gerathen war. N!lnpkalk. Marnheim. Da5 Anwesen von Jacob Damm ist in der Nacht zum 20. September niedergebrannt. Leider ist auch eine Zierde Marnhein'S mit ar Grunde gegangen, nämlich der alte graue Thurm", welcher mit den zwei Glocken und der Uhr niederbrannte. Um fyilb zwölf, da schon der Thurm im Zusammenstürzen begriffen war, schlug die Uhr zum letzten Male, um gleich darauf von den Trümmern des Thurmes begraben zu werden. Die Trümmer schlugen auch noch das Spritzenhaus zusammen. In demKreuzedesThurmes soll dieJahreszahl 1704 stehen. Leider konnte Niemand an die Rettung des Thurmes denken, da die Feuerwehren vollauf zu thun hatten, um die angrenzenden Gebäude zu retten. Der Thurm und alles, was darin war, ist versichert;, ebenso hat auch Damm versichert. PirmasenS. Dieser Tage wurde der Tünchermeister Georg Haffmann hier, durch die Gendarmerie ver haftet und in das Amtsgerichtsgefängniß eingeliefert. Derselbe war in der Behausung des Metzgers Agne beschäftigt und hat dabei demselben den Betrag von 27000 Mk. gestohlen. Hassmann hat sich in seiner Aelle erhängt.
MNkrttsmvera. Eßlingen. Der hiesige Turnverein feierte fein 50jähriges Jubiläum unter zahlreicher Betheiligung der hiesigen Einwohner und von Vertretern auswärtiger Vereine.
V b n v e r I a g st. Aus dem Ma-! n'överfelde bei Triensbach hat sich folgende nur von wenigen bemerkte, von der Leutseligkeit des Königs zeugende Thatsache zugetragen: Eine ältere Frau wurde überritten; sofort sprang Seine Majestät vom Pferde und eilte auf die Frau zu, um ihr aufzuh:lfen; doch hatte ihr inzwischen ein Zuschauer schon Hilfe geleistet. Künzelsau. In Simprechts hausen wurde dieser Tage der 75 Iahre alte Feld- und Waldschütz Zipf, der im benachbarten Bartenstein- seinen Wohnsitz hatte, todt aus dem am Ende von Simprechtshausen gelegenen Feuersee gezogen. Ohne Zweifel ist der Verunglückte in derDunkelheit vom richtigen Weg abgekommen und in den Feuersee gerathen, wo er sein nasses Grab fand. Laupheim. In! Unterbalzheim brannte ein zweistöckiges Wohnhaus und Oekonomiegebäude bis auf. den Grund nieder. In Sießen, diesseitigen OberamtS, feierte Lehrer Thanner sein 50jährigeS Dienstjubiläum. In Mietingen brannte daS dem Bauern Joh Kühner gehörige Anwesen nieder. G e r n s b a ch. Der. Lürgerausschuß hat einstimmig einen außerordeutlichen Holzhieb im Werth von 40,000 Mk. zur Bestreitung der Kosten für Wasserleitung und Kanalisation genehmigt. . Heidelberg. Der frühere städtische Musikdirektor Rosenkranz feierte die goldene Hochzeit. Der angebliche Schweizer Rechtsanwalt, welcher eine hiesige Familie um 33.000 Mk. schädigte, ist ein gewisser Dr. Bahlemann. Er spiegelte der betr. Familie vor. er wolle in der Schweiz .ein Kloster gründen . Malsch. In Waldsrechtöweier sind drel Hauser nebst Scheuern abge brannt. Ein- hochbetagtes Ehepaar konnte nur mit Mühe gerettet werden. Sandhosen. Verunglückt' ist der Portier I. Becht der Zellstofffabrik Waldhof dadurch, daß er von dem Dampfkrahnen ' am Verladeplatz im Floßhafen erfaßt und von betrachtn, eher Höhe in den Schiffsraum ge schleudert wurde, wobei ihm beide Ar me gebrochen wurden. Am Hinker köpf zog er sich eine acht Centime! lange Wunde bei. nnf Qarrnsvcr. Hannover. Der Polizeipräsident von Brandt tritt in den Ruhestand und verabschiedete sich von der Ein wohnerschaft der Städte Hannover und Linden durch Worte, die zumTheil ein weiter reichendes Interesse bean spruchen dürfen. Ueber 25 Jahre war der Genannte rn gedachter Eigenschaft in Hannover thätig und sicher ist es darum nicht ohne Bedeutung, wenn Herr von Brandt sagt: Nach dem bescheidenen Maß meiner Kräfte bin ich bestrebt gewesen, gewissenhaft, unpar teiisch und in Rücksicht auf die hier vorhandenen besonderen Verhältnisse mit Schonung zu verwalten." Daß dies zumal in den ersten, auf 1866 fol genden Jahren keine leichte Aufgabe war, wird man ohne Weiteres zugeben. V erden. Nach längerem Leiden verschied Hierselbst die in weiten Kreisen bekannte Gräfin Neventlow, gevo rene von der Decken, in hohem Alter. Seit 1846 Wittwe, weihte sie sich ganz dem Dienst der Mission : und der Ar men. Vvwlm Upstkaln. Dortmund. Bei einem Weiber zank, der vor einigen Tagen im west lichen Stadttheil stattfand, geriethen die Kämpfenden so hart aneinander, daß eine Frau ihrer Gegnerin das Gesicht zerkratzte und den rechten Arm total zerbiß. Die Bißwunden waren derartig gefährlich, daß die Frau sich zu einem Arzte begeben mußte, woselbst Blutveraiftuna. fe tae stellt wurve, Hagen. Die Ehefrau R. Lübbert aus- Ewingsen war Haushälterin bei einem Wittwer, der ein größeres und ein kleines Mädchen von Jahr hatte. Das kleine Kind war dem Weib, daS die Frau deS WittwerS zu werden hoffte, bei seinen Plänen im Wege. Deshalb wurde daS arme Würmchen zwei Jahre lang mit ausgesuchtem Raffinement langsam u Tode gequält, bis eS im Januar d. I. starb. Kaum glaublich ist eS, wie daS Rabenweib das arme Kind behandelte, es mußte nackt umher laufen, hungern und in einer Kiste schlafen, deren Deckel das Weib zuschlug, wenn daS kleine Wesen wimmerte. Vor Gericht spielte das unmenschliche Weib unter Krokodilsthränen die Unschuldige; indeß wurde sie so schwer belastet, daß ihre Verurtheilung zu einem Jahr Gefängniß erfolgte. . H a m m. Im benachbarten Pelkum fiel der Dachdeckergeselle Vrede von hier vom Kirchtburm, an welchem er mit Reparaturarbeiten beschäftigt war, herunter und blieb als leblose Masse unten liegen. Vrede war verheirathet und Vater von fünf unmündigen Kindern. Vfrlxn-r0tttxt Aachen. Einen Selbstmordversuch machte ein junges Mädchen mit Namen Hosf, das aus Frankfurt a. M. stammt. Die Dame war Verkäuferin in einem Manufakturwaarengeschäft; sie war verdächtig, aus dem Geschäft Seidenstoff entwendet zu haben, und in ihrem Zimmer wurde auch der Stoff gesunden. Sie floh in die Wohnung ihreS Bräutigams, eines Studirenden des hiesigen Polytechnikums; als sie aber sah. daß ihre Spur entdeckt war, stürzte sie sich auS der dritten Etage auf die Straße, wo man sie schrecklich zugerichtet aufhob und in das Spital brachte. Ein Aufkommen erscheint ausgeschlossen. Auf der Grube Gonley" bei Wllrselm in der Nähe von hier sind infolge schlagender Wetter drei Bergleute getödtet und einer schwer verwundet.
Marktbericht.
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