Indiana Tribüne, Volume 19, Number 26, Indianapolis, Marion County, 14 October 1895 — Page 1

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a-'jfci Todes-Anzeige. Jreundek uvd Bekannten die traaii.e Wal) richt, dak unsere geliebte Sattt un TlaUtx CT1 mm A 0f,1ll Wl UiyuHUji ivjv; geb. Schmidt, am Eamftaz dcnd, ken 12. O'tober. im Rlter von 46 Iah ea ua durch den Tod tfnRtn toatbe. Die Beeriigunz findet vem Trauerhause, No. 591 rkadison üzenue au?, cm Tienstag den 15. Oktober. Morgen 8. Nh? fritt. Lcichcngotte dienst t der Her, Jesu S rche an Uhr. ozu Freund erzeienst eingeladen sind. D. trauernden Hinterblitbenen JosedhPletzer.Suttk. Wilhelm Pletzr. ln, Pletzr.) V'eqer. Vleqer. 1 AnuaPlt Vtou,e Kinder. George Hermann SeiHenSsftatter, " Office : 26 Süd Delawareftr. CUlle : 120..122, 124. 126, 128 Ost Pearlstr Telephon 911. Offen Tag und Nacht. Deutsches Theater. GRAND OPERA HOUSE. 1. Abgn:zen:ents'Vorstellung Mittwoch, IG. Oktober '3, Niobe! S.iwznk i 3 Bkren tan 13aultrn. Deutsch von O Blumen hat. Zum Schlutz: Die Verlobung bei der Laterne. Operette von M-Lar r. Musik von Offenbach. fg Xtx B eikus b?zinr?k Montaz, den It. Oktober, mtmta Uhr. Schlvoba-Kirbe am Montag, den 2l. Okt. 1895 in der Hosaxt Halle. Eintrittspreis : Herr und Dame 50c. Jede weitere Dame 25c. Programm : .Pfeffer von Stetten und sein Zögling gehen zur Stirbt und beim Nachhausekommen produzlren sie sich all Warzen Vertilger." Die besten Familiell - Medizinen ! Heiluug garautirt. Triquimia öeadache Eure $ .10 Triquimia Liver Regulator. 25c u. $1.00 Triquimiz Ceugh ttur 25c u. $1.00 Triquimia Cathartic TabletZ 25 Triquimia Ointment (Rheumatic Specific) 50c Triquimia Conoline (Pile Cure) 60c Triquimia Laxative 25c Triquimia Vita'atum (Nerve Tonte).. .$1.00 Triquimia Melvita (Female Regulator) 25c u. $1.00 Triqu'.mia Se-atri (fär Lucorrhea :c.) 25c u. f 1.C0 CG" In jeder Arcthcke. Daniel Stewart. Wholesale Agent. G F. G. MEYER, Händler in Grundeigenthum Geld jederzeit zu verleihen. FeuerVersicherung in guten Compognieen. Gffi : 44 Baldwin Block. S. 53. Ecke Dilaware & ZZ?k! Llr. Bluff Boad ommEii-gesollt. Sine Meile südlich von der Gürtelbahn. Hubscher Garten, gute Kegelbahn, gute Cigarren und Getränke. Lu zahlreichem Besuche ladet i Gottlieb Hasert, Eigenth. Teleddo 1G27. Christian Wiese, Leichen Bestatter 39 Nord 6ast5traßc. Okarie Stiegmanu, Gehilfin. Islepkon 942 W MralMl rytkuir. W wart o. No rSk To nu droM tmn f mamtmi, t all yovt tin-.r , tl j, Thi. U aa 17 w mmmm vpm OBMrrul , , to .ta ara aaraia ira aia to M per wack aa4 apwanla. Aar liUi aiprtaM. Wa tu toniah aätka nu I l C? i" !l ? aa aaplal äar. hX UJBMI nU4. 74ClatlA.v4aIai.llla)

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VrchlNcljrichleil, Inland. WetterauS sichten. Schöne Wetter heute Abend und Dienstag. Gestrige Temperatur : Ma zimum 67 Grad, Minimum 41 Grad. Ein frecher Betrug New Jork, 13. Okt. HölfSdi. striktanwalt Battle theilt über die Um. stände,' unter welchen in Chicago Ho race Hossman verhastet worden ist Folgendes mit: Derselbe soll die Stadt um 516.000 betrogen haben. Hossman ist der Präsident der Hossman Office Tile Co. von PittSburg. Er ist ein sehr reicher Mann und erhielt kürzlich den Contract zur Lieferung von Geldschränken und Actenschränken für daS neue CourthauS. DaS Gesetz bestimmt. dZß die einzelnen Bieter einander die Höhe ihrer Offerten nicht mittheilen dürfen. Die beiden anderen Bieter in diesem Falle wären nun die Office Specialty Co. von Rochefter nnd die Senton Metallic File Co. von Philadelphia. Der Prästdent der letztgenannten Gesellschaft behauptet nun, daß die beiden, anderen Gesellschaften unter einer Decke gesteckt hätten. Darauf hin erfolgte dann Hossman'ö Verhaftung. Derselbe erhielt für die gelieferten Geld- und Actenschränke 546,000, während dieselben nur N2,000 werth sein sollen. ' Schweres Schicksal. New Sork, 13. Okt. UeberauS traurig hat sich daS Schicksal deS rusfischen Fürsten Keknatow gestaltet, welcher, einer hervorragenden Familie ungehörig, vor zwei Jahren wegen Verbindung mit den Nihilisten nach Amerika flüchten mußte. Seine junge schone Gattin folgte ihm hierher. Wenige Monate später miethete daS Paa? Zimmer im Hause deS Dr. Sullivan, Präsidenten der Vigilanee League. Der Fürst sah sich vergeblich nach Beschäftigung um, und die schwach fließenden Unterstützungen auS seiner Heimath versiegten zuletzt gleichfalls. Trotzdem ließ sie Dr. Sullivan in der Wohnung und, die er sagt, blieben die Unglücklichen oft zwei bis drei Tage ohne Nahrung, da sie zu stolz waren, Nachbarn ihre Noth zu klagen. Vor etlichen Tagen zeigten sich bei der jungen Frau Spuren von GeisteSVerwirrung. Und schließlich traten dieselben so stark auf, daß der Gatte ihre Unterbringung im Hospital zugeben mußte. Sie befindet sich jetzt im Bellevue-Hospital. in Schwerer StraßenbahnUnfall. Pittöburg, Pa., 13. Oktober. Auf dem Zweig der West-Snd Straßenbahn nach Carnegie ereignete sich gestern Abend ein schwerer Unfall, bei welchem drei Personen umS Leben kamen und 17 verleht wurden. Die Getödteten sind Fred Heisel und Geo. Rothman auS Carnegie und eine unbekannte Frau. Als der Wagen die steile Anhöhe zwischen PittSburg und Carnegie hinabfuhr, verlor der Motormann die Controlle über denselben, die Stange trennte sich vom Leitungödraht, der Wagen ?am an einer scharfen Kurve aus dem Geleise nnd wurde vollständig zertrümmert, da er in den sechs bis acht Fuß tiefen McCarthyS Nun stürzte und sich überschlug. Die Unsallftätle istsehr einsam gelegen und eS dauerte lange, bis den Verunglückten Hilfe gebracht wurde. AIS der Condukteur sah, daß der Motormann den Wagen nicht regieren konnte, legte er sich auf den Boden nieder und rieth den Passagieren, daSselbe zu thun. Die Todten fand man in daS eingedrückte Dach eingezwängt. 3n Anbetracht der Situation ist zu verwundern, daß noch so Viele mit dem Leben davongekommen sind. Die Leichen wurden nach der Morgue in Pittöburg gebracht und die Verwunbeten aus verschiedene Hokpitäle? dertheilt. Ausland. Der s 0 z i a l d t mo kra tische Parteitag. B e ? l i n, 13. Okt. DaS Publikum hat dem diiöjährigen sozialdemokratischeu Parteitag weit mehr Ausmerksamkeit zugewandt, als die Convention

von 188S in Frankfurt sich seiner Zeit

zu erfreuen hatte. Die beiden gegnerischen Elemente in der Partei sind auf dem KriegSpsade gegen einander begriffen. Obgleich Vollmar und Grillenberger durch Krankheit verhindert waren, persönlich zu erscheinen, ze'gte ihr Flügel doch bedeutende Starke. DaS war namentlich der Fall bei dem langen und bitteren Kampfe über. daS agrarische Programm. Der Liebknecht'sche Flügel hat indessen doch immer noch daS Heft in den Händen und den kleinen Bauern und Ackerdauern werden sich daher einstweilen die Pforten der Partei noch nicht er schließen. Die Convention hatte sich in allen Stücken nach den speziellen Verordnungen zu richten, welche Herr von Köller, der Minister deS Innern, für diesen Fall erlassen hatte, und sie stand unter scharfer polizeilicher.Be wachung. Eine Anzahl fremdländische Delegaten, darunter besonders der Oesterreicher Dr. Sllenberge?. wurden ausgewiesen. Der voructheilslose Beobachter, selbst wenn er mit der Sozialdemokra tie und deren Bestrebungen n'cht sym pathisirt, wird zugeben müssen, daß die sozialistische Partei Deutschlands eine festgegliederte- Organisation ist DieS haben die Verhandlungen auf dem BreSlauer Congreß wieder zur Genüge gezeigt. Die Debatten waren zeitweise sehr heftig und manchmal schien eS, als sollte der Faustkampf beginnen, aber im nächsten Augenblicke klärte sich die Situation wieder und AlleS ging wieder glatt, als wäre Nichts geschehen. Während der Agrardebattegeriethen Bebel und Schppel heftig an einander. Bebel beschuldigte Schippe! der Arroganz die an Manie grenze"; Liebknecht kritifirte in scharfen Worten die Taktik KautzkyS und SchippelS und diese wieder ließen eS auch nicht an Kritik fehlen, aber die Harmonie war bald wieder hergestellt. UebrigenS war die Agrardebatte sehr interessant. Kautzky und Schippe! opponirten dem Bericht der Agrar-Kommisfion. Liebknecht und Bebe! vertheidigten den Bericht in seinen allgemeinen Zügen, und Singer und Auer hielten sich so ziemlich in der Mitte. Die beste Rede über daS AgparProgramm hielt Frau Clara Zetkin, Redakteurin der in Stuttgart erscheienden Gleichheit". Sie zeigte, daß sie die Agrarfrage in allen Einzelheiten studirt hatte. Die auffälligste Erscheinung auf dem Parteitag war eine Dame von etwa 40 Iahren, schlank von Gestalt, sie trug ein schwarzseidenes Kleid, eine feuerrothe seidene Blouse, und ein Zagdhütchen und eS war ihr offenbar darum zu thun, sich als Sozialistin zu zeigen, indem sie bei den radikalsten Bemerkungen Beifall klaschte. Die Dame war jeden Tag in der Convention anwesend und folgte den Verhandluvgen mit gespannter Aufmerksamkeit. Sie hat eine interessante LebenSgeschichte. Pauline Mathilda ist ihr Name, eine geborene Herzogin von Württem berg, Schwester deS Herzogs Wilhelm von Württemberg. In 1$8Q wurde ein Mitglied der königlichen Familie von Württemberg schwer krank und Professor Biermer auS Berlin wurde eiligst zu Stelle gerufen. Prof. Biermer gab bald darauf die Behandlung feines Patienten an seinen Assistenten, Dr. Willim über. Dieser junge Arzt, Dr. Willim verliebte sich bald in die junge Herzogin Paulina und letztere bestand darauf, den Geliebten zu heirathen. Ein langer Familienstreit war die Folge, aber die königlichen Verwandten gaben schließlich nach und willigten in die Heirath, da Paulina'S Liebe stärker war, als der Aerger ihrer Angehörigen. Paulina leistete Verzicht auf alle ihre fürstlichen Titel und Rechte und nahm den Namen Paulina von Kirchlach an und heirathete den Dr. William. Während der HeirathS-Ceremonieen war der Geistliche, welcher die Trauung vollzog, unvorsichtig genug, eine kritische Bemerkung zu machen über die grundverschiedene soziale Stellung der beiden Brautleute, vorauf die Braut den Seelsorger unterbrach und ihm zu verstehen gab, daß dieS ihre eigene Angelegenheit und nicht die deS Pastors sei. Sie betrachte ihren Gatten als ihr ebenbürtig und gleichgestellt und anerkenne keine Rangunterschiede. Dr. Willim undeine herzogliche

Braut ließen sich in BreSlau nieder,

wo er als Arzt praktizirte und sich allgemeiner Beliebtheit und Achtung erfreut. Seine Gattin ist besonders bekannt wegen ihrer Freigebigkeit den Armen gegenüber. Sie giebt einen großen Theil ihres Vermögens an die Hilfsbedürftigen in BreSlau. .bei .ihr ist der christliche Spruch keme. bloße Phrase : Wenn du Almosen giebst so laß die Linke nicht wissen, waS die Rechte thut." Der sozialdemokratische Parteitag ia BreSlau hat seine Berathungen beendet. Der nächste Congreß wird in Gotha stattfinden und Berlin wurde alS Hauptquartier für die Partei erwählt. Singer wurde zum Präsiden ten und Auer und Vlannruch zu ekretären gewählt. S Der Fall Stern Berlin. 13 Okt. Der Entschluß deS Deutschamerikaners Stern, nicht in'S Gefängniß zu gehen, sondern lie ber seine hohe Bürgschaft vetsallen zu lassen, bat allaem-:in überrascüt. da man Stern gerathen hat, seine, vier zehn Tage ruhig abzusitzen uid sich mit Gracie in daS Unvermeidliche zu ügen 3n dem Zusammenhange sei noch bemerkt, daß die Kölnische Zeitung" in einem Artikel energisch gegen die Ein Mischung der amerikanischen Diplom tie und der amerikanischen Presse protestirt. DaS genannee .Blat schreibt: Wir hier in Deutschland find un gemein empfindlich gegenüber solchen, von außen her gemachten Versuchen, deutsche Gerichte zu beeinflussen und wir find eS dieS Mal in besonders hohem Maße, da man versucht hat, zu Gunsten von Stern einen BundeSfürsten zu beeinflussen, welcher die BegnadigungSprärogative besitzt. Die Religion SternS hat nicht daS Geringste mit dem ganzen Fall zu thun. Wir hoffen, daß' die Deutschamerikaner die besondere Natur dieser Angel&t&Hit versteheu.vuden.". UM Onkel Sam in englischer Beleuchtung. Lond on, 13. Okt. Der Speaker" veröffentlicht heute einen langen Artikel über die Entwicklung der auövärtigen Politik der Vereinigten Staaten. Die Vereinigten Staaten, so sagt das genannte Blatt, führen sich als große Macht in die auswärtige Politik ein. Und sie kommen, um zu bleiben. Die auswärtige Politik hat sich langsam, aber in gar nicht zu verkennenderWeise in einer Richtung entwickelt, welche unS die Theilnahme der Vereinigten Staaten an einem europäischen Kriege als Endziel in Aussicht stellt. Kein Vertrag und kein Präzedenzfall rechtfertigten daS Eingreifen der Vereinigten Staaten in den Streit mit Venezuela. Dasselbe bedeutet, daß die Monroedoktrin die Au?legu.ng er halten soll, daß die schwächeren Staaten deS amerikanischen . ContinentS jeder Zeit auf die Unterstützung der Per. Staaten rechnen kennen., yinst wetlen geben uns die Ver. Staaten nur den freundlichen Rath, die Frage einem Schiedsgericht zu unterbreiten. Die logische Folge ist aber die, dgß man e? in Washington als eine Kriegserklärung auffassen wird, wenn England an der Grenze von Venezuela vorgeht. Das ist eiff Affront, welchen man in London kaum ruhig hinnehmen wird. Der Artikel schließt, wie folgt : Europa muß sich klar darüber werden, daß erstens die Vereinigten Staaten bereit sind, wenn nöthig mit Waffengewalt, der Ausdehnung des europäischen EinflußgebieteS auf dem amerikanischen Continent entgegenzutreten und daß zweitens die öffentliche Meinung in den Vereinigten Staaten alle revolutionären Bewegungen begünstigt, welche auf die Verdrängung der europäischen Flagge von der westlichen Hemisphäre abzielen. DaS mag schwierige Complikationen und kostspielige Unternehmungen zur Folge haben. Einstweilen sind sich wohl die Bürger der Ver. Staaten selbst noch nicht klar, wohin der Weg führen muß, den sie betreten haben. O Preußische Gesetzgebung. NeueS V e r s am m l u n g Sr e ch t.. B e r l i n, 13. Okt. Das preußische Cabinet hielt am letzten Mittwoch eine Berathung ab, welche vier Stunden währte. Man erörterte daS neue preu-1 ßische Versammlungsgesetz, welches

, 5T- cf r ' 1 r 1 über da VerralnmlunSr,ckt ist. M' kam zu dem Schlüsse, daß daS Gesetz ' . I O ' "I" - - dem?Sabmet bei der nächsten Berathung vorgelegt werden soll. ES der fvlgr- naturlich in erster Linie den Zweck der Ausbreitung der fozialisti schen Doctrin einen Riegel vorzuschie ben. ES bildet aber die einzige anti sozialistische Maßregel, welche diesen Wint.r unternommen wird und man giebt sich der Hoss .ung hin, daß der Landtag die Vorlage annehmen werde. Derselbe wird sich auch mit einer Vorläge zu beschäftigen haben, welche den Lehrern, die furchtbar schlecht bezahlt find, bessere Gehälter gewährt. Die Frage der Zuckerprämie ist wie der unter Berathung. Internationale Verhandlungen behusS Abschaffung der Exportprämien für Rübenzucker fiod im Gange und man hofft, daß Frankreich und Oesterreich sich der Be wegung . anschließen wvrden. Wenn die Unterh indlungen aber kein Resultat. ergeben, so streht man eine Aenderung der betreffsnren deutschen Ge setze an. ' , Der Minister vonBötticher. Berlin, 13. Okt. Die neulich vom Reichskanzler und anderen Mini stern im ReichSanzeiger" veröffent lichte Erklärung, worin Minister von Bötticher gegen die in den fozialisti schen 'Organen gegen ihn erhobenen Anklagen in Schutz genommen wird. scheint auf die persönliche Initiative deS Kaiser? zurückzuführen zu sein. Bekanntlich war Herr von Bötticher beschuldigt worden, er habe von angesehenen Bankiers große Geldsummen geborgt, - die er niemals habe zurückzahlen wollen und er habe ferner vom Welfenfond eine Summe zurückgehalten, um. seinen Schviegerpater vor dem ftanziellen Ruin zu h, wahren. 9sach der Darstellung im Reichkanzeiger" war ein Bankdirektor, welcher ein naher Verwandter deö Ministers ist, mit dem Ruin bedroht, worauf Herr von Bötticher sein ganzes Vermögen opferte, um ihn zu retten, aber ohne irgendwo Geld zu borgen. Die Veröffentlichung dieser amtichen Erklärung hat einigermaßen Aufsehen erregt, da man gewöhnlich in olchen Fällen mit gesetzlichen Mitteln gegen die betreffende Zeitung vorgeht. Davon aber hat , man diesmal HauptSchlich darum Abstand genommen, weil man in einem Prozesse deS ZeugnisseS deS Fürsten Bi?marck bedurft hatte, waS dieser bei seiner heftigen Erbitterung auf Herrn von Bötticher vielleicht verweigert haben würde. Die Norddeutsche Zeitung bringt heute Abend die interessante Mittheiung, daß der Fürst Lobanoss-Ro-stovSky. der russische Minister deS Auswärtigen, welcher heute von Paris eingetroffen ist, morgen in HubertuSstock mit dem Kaiser eine Unterredung haben wird, bei welcher auch Kanzler Hohenlohe zugegen sein wird. Naürlich mißt man diesem Zusammenreffen eine große politische Bedeutung vei. MietheMiethe pünktlich einzuziehen und Häuser in guter Ordnung zu erhalten, machen wir zum speziellen Geschäft. A. Metzger Agentur, Odd Fellow Hall, zweiter Stock. , Ochiffs.NachrichttN. Angekommen in : R e w S 0 r k : La GaScogne" von Havre; Etruria" aus Liverpool und St. Louis" auS Southampton. London: Delaware" aus Philadelphia. Rotterdam: Codam" von NewJork. Philadelphia: Phosphor" von Bremen; ,.Anderson" auS Hambürg. Glasgow: Carthagenian" von Philadelphia. Southampton: Trave von New Aork nach Bremen. Havre: La Bourgogne" von NevSork, . Sicherlich leset Ihr die in dieser Zeitung veröffentlichte Zeugnisse betreffs Hood'S Sarsaparilla. Ste bettatlgen über zeden Zweifel hmauS, daß Hood'S kurirt. Verstopfung und alle Leberleiden werden durch Hood'SPillen geheilt.

5 . 9 ... selbe tragt etnen ungemern reaktlonaren Charakter und ähnelt dem sächfischen Gesetze, welches daS schärfste und iiWraift, hn n. m.s.i,.

.- In Schwerz'enbach (Zu. rich) wurde ein Topf voll römischer Münzen gefunden. Das älteste Geldstück stammt von AuzustuS, das jüngste von Kaiser ValenS (365 378).

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, " i g e n d ü r f tebe ! a nnt sein, daß der erste päpstliche Soldat, der in dem Tressen am 20. Sepkmber 1870 an der Porta Pia bei der Einnähme Roms gefallen ist, aus Neumarkt in der Oberpfalz aebürtig war. Er hieb Wolf und seine Mutter bekam bis zu ihrem Tode von Rom eine alljährliche Pension. Daswiederholtgemeldete Vorhandensein von Bären im ty-rolisch-schwcizcrischen Grenzgebiete erscheint nunmehr vollständig constatirt. nachdem es letzthin zwei Jägern aus Schuls und Strada gelungen ist. auf der Alpe Ressent sowie im Uina-Hoch-thale an der Grenze zwischen Tirol und Graubündten je einen Bären zu erlegen. Am Reschenberge im Vinstgau waren erst kürzlich drei Rinder von Meister Petz zerrissen worden. Der auf der Alpe Ressent erlegte Bär hatte In Neuscheuern bei Saargemünd hat sich neulich Abends ein schweres Unglück zugetragen. In einer Scheuer, in der mit der Tresckniascüine beim . Scheine einer Petroleumlampe gedroschen nurde, erplcdirte durch Um. werfen die ledere uud alsbald stand die Scheuer und die übrige Wohnung in Flammen. Neben dem Verlust ihrer ganzen Habe betrauert die betreffen oe amilie als schwersten denjenigen zweier ihrer Kinder, eineö Mädchens von 15 und eines Jungen von 5 Iah. ren, die in der Scheuer mitverbrannten. Si t mehreren Wochen ist der ungefähr 35 Seemeilen von Friedrich . WUhelmSHafen, Neu-Gui-nea, gelegene Bullan der Insel DamPier, welcher seit Menschenaltern als erloschen! galt, plötzlich wieder ausgebrochm und hat nochwstlich von dem a.!ten'Kraser einen neuen Hauptkrater tzebikdet.der mächtige Rauch u.Dampf. Wolken auöstökt. wölche ie ganze In" e.r . c r: rr. 4. cm n n I vtiyuu?. ?r iciiu.it orr Insel befindet sich ein Station der protostantiischen Rheinischen MisstonsGesellschaft, welche jedoch einestheils 'infolge der . schwierigen Verbmduna. anderdhnls wögen be.! jetzt ingetretenen Gefahr aufgegeben werden soll, ein Gewicht von ca. 780 Pfund. Dieser Tage wurde ein wohlhabender Farmer, James Plunkett, der in Laragh (Grafschaft Cavan, Irland) ansässig ist, sammt seiner Frau verhaftet. Die Anklage lautet aus Vergiftung deö früheren Gatten der Z5?au, JameS Wardermoth. Die That soll im Juni geschehen sein. Einen, Monat nach dem Ableben deö Opfers heiratheten sich dieBeiden. Das Gericht hat die Ezhumirung des Verstorbenen angeordnet. WegenZeugnlßverweigerung wurde der Nedakteur der Leipz Volksztg.-, Katzenstem. zu drei Wochen Gefängniß verurtheilt. weil er den Verfasser eineö Artikels deö Blattes, durch den sich der Vorsitzende des Patriotenbundes beleidigt fühlte, nicht nennen wollte. DaS Gericht verfügte merkwürdig Weise die sofortige Verhaftung Katzenstein'S, ein Vorgang, der bei einer so geringfügi gen Sache wohl einzig dastehen dürfte. Erst als daraus Dr. Schonlank sich durch seinen Rechtsanwalt als LZerfaf. je? nennen ließ, ersolote die Frellassung Katzenstein'Z. .Ungewöhnlich dumm scheint ein Dienstmädchen zu sein, daö in das Krankenhaus von Charlottenbürg einliefert wurde. Bei ihrer Vernehmung wußte die 26jährige Perfon nicht einmal ihren Geburtstag an, zugeben; sie wußte, daß sie noch einen Bruder und eine Schwester hat. ob diese aher leben, nzeiß sie nicht; in einem gzte hei Mtow hat sie fünfviertel Jahre gedient; wie der Ort heißt, ist ihr unbekannt. Nach ihrer Wohnung gefragt, gab sie eine Strafe in Wil, merödorf an, die Nummer nzußte sie nicht! Als sie endlich daS Protokoll unterzeichnen sollte, mußte sie drei Kreuze machen, da sie nicht schreiben kann. So geschehen im Jahre deö SeilS 1895! Der New York Store. (Stablirt 1853.) Drei außergewöhnliche Offerten in farbigen Kleiderstoffen. 30 Stücke 40,Sllige ganz wollene Henriettas in allen wünschenSverthen Farben ein Bargain zu 29c die Pard, jetzt..... 23c. 49zSllige fein gemischte .hand ftnish Cheviot ein guter Werth zu 60c die Yard - jttzt 39c. 26 Stücke durchaus wollene schottische EheviotS. Noch keine Yard wurde hier billiger wie x fiOc verkauft heute fallt der Preis auf .....09 c. Auftrage per Post pünktlich besorgt.

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