Indiana Tribüne, Volume 19, Number 24, Indianapolis, Marion County, 12 October 1895 — Page 1

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- x o A svf o ks V l5 W W W v o O H v Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Jahrgaucz 1 Indianapolis, Indiana Samstag, öen 2. Oktober 1895 No. 24:

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Deutsches Theater. GRAND OPERA HOUSE.

1. Abonnements'Vorstellung Mittwoch, 1. Oktober '03, N i o b c ! 5 roanf in S Akten von Paulkk. Teutsch von O Llumknlhai. Zum 2ckluft : Die Verlobung bei der (aterne. Operrtte von M- am. Musi! von Offenbich Der ?o.ve,kaus beginnt Montai, den lt. Oktober. VZorgen 9 Uhr. Noch eine Erkursioil für $1 ra.0 Cincinnati via X. & P, Sonnte, den 13. Oktober. Abfahrt vom Unicn-Babrho' 7 ÄergenS. RüZfah t von Ginc;nr.ati 7 Uhr Abcn S. Kein A fernhält an irgcn'' ei -er Station. Unter ander n r'musem.nts in Cmcinnati findet dzse rst ein Azs.ballspi l zwiscn dem (iinctnnau :öäfeJalloilub und demLincinnati Gymnaum Club statt. Sichert uch Tick t und Information in 2 W. Wash. Str. u N,.ion Bahnhof. G. W. Hayler, D. P. A. Dkc heften Familien - Medizinen ! Heilung g?rantirt. Triquimia Headas luxt $ .10 Triquimia Livcr .cglalor 25: u. $1 00 Triquimia C.:uzh vur. 2cc u. $1.00 Triquimia Cathartic ahltti 2öc Triquimia Ointmet (Nu-, aUc Specisic) 50c Triquimia Conoline (Pil? Cure) 50c Triquimia Lart vs 25c Triquimia V'ta'amm (Zt.rve Tonic) . .ZI 00 Triquimi, M lvita (Zemale Zkezulator) 25c u. $ 1.00 Triqumiz 3r a!ri (pr L-uce?rb?a :c ) 23c u. tzl.00 CZT I". j.dir Arctb'ke. Daniel Stewart. W!.o?ksale . Ägent. Neueste prachtvolle Äluster. Fenster-'Lorhänge in allen Farben mit Franzen, Eoldleisten in allen Farben. Geschmackvolle Dekorationen aller Art. Gediegene Arbeit zu möglichst billigen Preisen. larl Moeller, 161 Vst Washington Str. George Herrmann 4t 'i&fä&P. kSzMa? rWLSVS'. SeiHenbsßaiter, Office : 26 Süd Delawareft?. SU2e : 120. .122, 124, 126, 128 Ost Pearlstr Telttbon NN. Offen Ta und Naöt W feTBifc r7tainf . W rt . rfc. Toa cat darota ymt pt woaarai. vT all jwit tiwa to tba wor U. TM I. ta nciralT mmw Uadad brlan woodarfol KiitM to avar wotkar. ar w--a irwm IH a .M apwarta. j im ant tad aAar a ItWm aaparttuaa. Wicu hna n caw rrtlKU. K pacaM ipiaia har. t&

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Editorielles. Bei der Einweihung des Saribaldi - Denkmals sagte Crispi, die Einheit Italien? beruhe auf einen Rathschluß GotteS. . Dazu bemerkt, die Frankfurter Zeitung" sarkastisch : DaS muß doch der Stellvertreter Gotteö" besser wissen." Der Oppo-

sition drohte er mit den ewigen Geseh -n GotteS". Die Berufung auf Gott hat noch keinem tyrannischen Monarchen zu Revolutionszeiten viel geholfen. Einem Crispi, der bloß einen solchen Monarchen vertritt, wird sie erst recht nicht helfen. Es hat noch keinen Tyrannen gegeben, der seine Gesetze nicht als die ewigen Gesetze Gottes" ansah. Den Vogel abgeschossen haben einige fanatische ProhibitionSfanatiker in einem kleinen, überwiegend prohibitiong. republikanischen Township in der Nähe von Spirit L.ke, im County Dickinson, in 3owa. Die Ortschaft besitzt eine kleine öffentliche Bibliothek. Da ist ja recht löblich, weniger aber find daS die Verwalter derselben. Kürzlich nahmen diese eine Revision der Bücher vor, um sich davon zu überzeugen, daß den Leuten kein sündhafter Lesestoss" geliefert werde. Nach eingehender Prüfung kamen sie zu der Entscheidung, daß die Werke von Walter Scott, DickenS und Thakeray unmoralisch seien und die Schriften der drei hochachtbaren Großmeist der englischen Romanlitteratur wurden von diesen Tröpfen feierlich verbrannt. So geschehen im Jahre deS Heils 1895 im gelobten Lande der Freien und Tapferen. Nun schwatzen die Zeitungen ein Langes und Breites über die Brochure des Lord Sackoille West, der wahrend der ersten Cleveland'schen Administration englischer Gesandter in Washington war und in Folge einer Jndiökretion porson ingnta wurde und deshalb abberufen wurde. Als die Campagne zwischen Cleveland und Blaine im Gange war, erhielt Lord Sackoille von einem angeblichen Landömann, NamenS Murchison (aus LoS Angeles datiit, wenn wir nicht irren) ein vertrauliches Schreiben mit der Anfrage, für wen er, Murchison, zwar naturalisirter Bürger aber immer noch guter Engländer, wohl stimmen sollte, für Blaine oder für Cleveland. Mit der Offenheit eines ManneS, der einem guten Freunde unter vier Augen einen Rath giebt. antwortete der Lord dem Herrn Murchison, auS englischem Interesse sollte er wohl für Cleveland stimmen; Blaine'S Neigung für die Jrländer war ja bekannt. Der Vorgang machte zur Zeit großeS Aussehen und nahm den Umfang eineö politischen Skandals an. Jt'tzt auf einmal nach Jahren fällt eS dem edlen Lord ein, seine für den Gesandten einer fremden Macht höchst unpassende Einmischung in die inneren Angelegenheiten deS Landes zu rechtfertigen. Er schrieb eine Broschüre, worin er sich als daS Opfer eines politischen Tricks hinstellt und die amerikanischen Politiker, sowie daS Land überhaupt nach Herzenslust schlecht macht. Der gute Mann hat ja offenbar in Vielem Recht, aber eS schickt sich für ihn nicht, dergleichen zu sagen. Zm Uebrigen ist die ganze Geschichte durchaus nichts deS Aufhebers werth, daS davon gemacht wird. Der Herr hat daS Recht zu schreiben und zu drucken waS er will und an der Sauberkeit oder Unfauberkeit der amerikanischen Politik wird daS durchaus nichts ändern. Nun; da Taggart Mayor ist, und da er seine Boards" ernannthat, haben die Reporter nichts Eiligeres zu thun, als ihn, die Mitglieder deS Sicherheitsrath und dem neuen Poli zeichef über die Ausführung oder Nichtkauöführung ter Gesetze zu be fragen. Nun könnten die Reporter allerdingS Geduld haben und warten, um in Bälde daS apS der ProriS zu erfahren, was zu wissen sie jetzt so neugierig sind, aber auf der anderen Seite gefällt eö ur.5 durchaus nicht, hifc man nickt den Mutb bat. offen I" f 7 v - y Farbe zu bekennen und zu sagen, daß 'man beabsichtige, die Saiten nur lose

anzuspannen, anstatt so viel dummeS Zeug zu faseln und gar noch zu sagen, daß man die Gesetze ebenso strenge durchführen werde, wie bisher. ES lautet doch gar zu dumm, auf diese Weise gewissermaßen Herrn Powell das s'este Zeugniß" auSzustellen und zu sagen, daß man e'gentlich gar keine Ursache gehabt habe, eire Aenderung in der Stadtverwaltung . . , , vorzunehmen. Dieses Gefasel ist aber noch einfältiger, weil man doch weiß, daß eS bloß eine leere Autflucht ist. ES scheint, daß die Feigheit sofort zur Signatur Aller wird, welche die Nase in die Politik stecken, und daß sie Vorsicht und Feigheit gar nicht mehr von einander zu unterscheiden wissen. WaS soll man dazu sagen, wenn der neue Polizeisuperintendent auf die Frage : WaS wird Ihre Politik be-

treffS der Durchführung der L'quorgesetze sein?" antwortet: Dieselben werden furchtlos und noch bestimmter alS unter Powell durchgeführt weroen. Meine Instruktionen, sowie meine Neigung gehen da zusammen" ? Solche Reden wirken irreführend. Entweder führt Herr Colbert dasselbe Regiment wie Herr Powell und dann war die ganze Wählerei jür die Katz. oder er führt ein andere? Regiment und dann kann er klar und deutlich sagen, was er zuthun gedenkt. Da Eine sagen und daS Andere thun hat keinen vernünftigen Zweck, eS ist Feigheit, wenn nicht Schlimmeres, und schließlich kann man keine geheime Politik führen. Herr Mack deutete dadurch, daß er sagte, die Gcsctze wurden in vernünftiger Weise durchgeführt werden, minbestens an, waS geschehen würde, abcr waS er sagte, läßt an Deutlichkeit auch zu wünschen übrig. Die Welt hätte vor den Herren viel mehr Respekt, wenn sie offen Farbe bekennten. DaS Blindekuhspielen ist nicht sehr achtunggebietend, auch die kindische Angst vor den temperenzlerischen Zeitungen und den Temperenzler nicht. Wenn die Bürger kein liberaleres Regiment gewünscht hätten, dann hätten sie nicht für Taggart gestimmt. Also bekenne man offen Farbe. DaS erzeugt Achtung. Halten die Herren eS aber für besser, sich nicht auszusprechen, dann sollen sie den Reportern kurz und bündig sagen: Wartet'S ab". DaS ist immerhin noch besser alS die nicht ernst gemeinten Phrasen von strenger Durchführung der Liquorgesetze. Unis) In iu1)iidleii. Inland. Wetteraussichten. Schöneö Wetter, ein wenig wärmer am Sonntag. Gestrige Temperatur; Marimum 63 Grad, Minimum 42 Grad. Aus der Bundeshauptstadt. Washington, D.E., 11. Okt. Die Commission zur Feststellung der Grenze zwischen den Ver. Staaten und Mexico nahm heute hier ihre Sitzung wieder aus. AIS die Grenze Anfangs der Fünfziger Jahre auSgesteckt wurde, wurden nur venige Grenzsteine mich t.t und die meisten derselben sind seiidem verschwunden. Am 16. Oktober werden neue ArrangementS für Beförderung der Ozeanpost in'S Leben treten. Der Dampfer St. Louiö wird die erste Tour machen und die neue amerikanisches Linie wird für daS Befördern der Post $4 per Meile erhalten. Die Gefammtkosten für Postbeförderung über den Ozean werden auf etwas mehr a'ö $700,000 veranschlagt. Unter ihrem Kontrakt muß die amerikanische Linie per Woche ein Schiff gehen lassen und alle ihr überwiesenen Postsachen befördern. Auf Ersuchen unseres Gesandten bei der Pforte, deS Herrn Terrell, um Schutz für die amerikanischen Missionäre in der Türkei und auf Veranlassung deö Staatsdepartements hat daS Marine - Departement den sireuze? Marblehead" nach dem Golf von Alerandretta beordert. Der Gesandte telegraphirt, daß Ordres für die Beschüfe?. der Amerikaner nach allen Provinzen gpsandt worden find. Vqy glaubt übrigens nicht, daß dringende Gefahr eineö ArtSbruchö vorliegt. Sekretär Carlisle und HilfSsessttSr

Hamlin reisten heute nach Boston, wo Herr Carlisle am Samstag bei dem Bankett des Massachusetts .ReformKlubs sprechen wird. Die heutige SchatzamtS-Aufstellung

zeigt verfügbaren Baarbetrag an Hand 5182,751,204, Goldreserve $92,984,, 468. ' . Sekretär Hoke Smith wird die Bun deSbehörden in Hot SpringS, Ark.. inftruiren, jeden Versuch, daS Cor bett-FitzsimmonS Stiergefecht auf dem Gebiete deö Indianerterritoriums ab zuhalten, zu verhindern. enry K r a e m e r ' 5 Prozeß. Seattle, Wash., 12. Okt. Nach Angabe deS Post Intelligenter", beruht die Agitation urter den Deutschen im Osten für die Begnadigung Henry Kraemer'S, welcher hier zur Hinrichtung . am l. November wegen Ermordung der Frau Philippine Mueller und ihre SöhnchenS Fritz oerurtheilt worden ist, auf einer von Otto F. Wagner von hier verbreiteten falschen Darstellung des Sachverhalts Wagner ist fast der Einzige, welcher für Krämer eintritt, denn die deutsche Bevölkerung im Allgemeinen konnte nur xnt Mühe verhindert werden. Kramer zu lynchen, als er zur Hast gebracht wurde. Die Deutschen halten daS Urtheil gegen Krämer für gerecht und das deutsche Blatt, der Seattle Demokrat" drückt dieselbe Ansicht auS. . Die Mordthat versetzte die ganze deutsche Bevölkerung in Aufregung und alS Kraemer schuldig befunden wurde, erkannte man allgemein an, daß er einen gerechten Prozeß erhalten habe, und die Agitation für die Bewilligung eineö reuen Prozesses sind'et bei den hiesigen Deutschen keine Unterstützung. Führte sein Lamm auf Irrw e g e. . ' NorrStown, Pa., 12. Okt. Rev.' Samuel Howard Chubb, Pastor der evangelischen Kirche in Plymouth, nicht weit von hier, wurde heute im Kriminalgericht eines verbrecherischen Angriffs auf Rachael Hitner, ein 17jähriges Mitglied seiner Heerde, schulbig befunden. Die 3ury berieth über den Fall den ganzen Abend, Chubb war seit vier Iahren Geistlicher und ist verheiralhet. Sein Urtheil wird ihm morgen publizirt werden. Anslgnv, Die deutsche Sozialdemok r a t i e. Berlin, 11. Oktober. Unter dem Borfitze deö Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe hat ein Ministerrath stattgefunden, in welchem die sozialdemokratische Frage zur Berathung gelangt ist. Ueber daö Resultat der Berathung verlautet soweit Nichts. eS soll auch die Absicht bestehen, falls in der That irgend welche positive Maßregeln in Vorschlag gebracht werden sollen, ihre Natur erst im Augenblick zu enthüllen. Auf dem sozialdemokratischen, Parteitage in Brcila geht eS recht lebhaft zu. Die Ausschließung Dr. Ruedt'6 von Heidelberg gab Geck von Offenbach Veranlassung, für den hinauSgeworsenen Abtrünnigen" eine Lanze zu brechen. ES half ihm aber kein Plaidiren. Die Kontroll. Kommission berichtete, daß die von verschiedenen Mitgliedern gegen den Führer und ReichStagSabgeordneten Auer wegen seiner deutlichen Sprache" erhobenen Beschwerden begründet waren. Auer bätte in der That an ParteiGenossen sehr grobe Briefe geschrieben. Der Vorstand wurde getadelt, weil er solche Grobheiten des Absenders gestattet hätte. -Auch bei den Verhandlungen deö Parteitages wird eine recht kraftige Sprache geführt. Schließlich sah sich der Vorfitzende Singer denn doch veranlaßt, gegen Ausdrücke, wie Schande für die Partei," Berliner Mist" etc. Verwahrung einzulegen. Ein Schmerzenskind für die Partei war stetö der Berliner Sozialdsmsk krat. DaS. Platt, hat bereits Unsummen verschlungen. ES wurde darum beschlossen, dasselbe zur Jahreswende eingehen zu lassen. Breölau, 11. Okt. ES heißt, Herr Liebknecht, der Vorfitzende deö Sozialisten-ongresseö, werde morgen wegen seiner, in der Eröffnungsrede am Montag gemachten Bemerkungen der Majkstäte-Peleidigung angeklagt

werden. Liebknecht bemerkte damal?. daß, einerlei wie viele Bajonette zur Verfügung derjenigen ständen, die eine Kraftprobe mit den Sozialisten wünschten, die Sozialisten die richtigen öeute seien, wer. n man einen Kampf

haben wolle.. Dann bot er offen dem Kaiser Trotz, indem er dessen an izialiftischer Rede in folgender Weise örwahoung that : . Die höchste Autorität deö Landes wirst uns den Handschuh hin und insültirt uns. Nehmen wir die Heraus forderung an. Einerlei wer es ist, der diesen Schmutz nach unS wirst, er ist nicht im Stande unS zu treffen, denn wir stehen über seinen Insulten. DaS deutsche Reich würde eher zusammenbrechen, aber der Sozialismuö wird triumphiren Eine Verletzunz deS allgemeinen Stimmrechts würde gleichbedeutend mit dem Todesurtheil für das deutsche Reich sein." Breölau, 11. Okt. Der Sozia-listen-Kongreß hicß heute mit 158 gegen, 63 Stimmen eine von Herrn Kautsky eingebrachte Resolution gut, die gleichbedeutend mit der Verwerfung deS agrarischen Programms ist - echiffs.Nachrichten. . Angekommen in : N e w I o r k : State of Nebraöka" von Glasgow und Fürst Biömarck" von Hamburg. Boulogne: Codam" von Liverpool. Liverpool: .Nomadic" von Newgork. ! III Allerlei. Immer mehr eignen ficy die schlitzäugigen Bewohner unseres Landes die Gevflogeiten der wasch? echten Amerikaner" an. Das heimliche Schnapsbrennen steht bekanntlich bei dx'n letztgenannten Herrschaften be sonde:Z im Schwünge, wie die zahlrelchen Lerhaftunaen,vwelche von Bundesbeamten rn Kentucky, Tennessee, ArlansaS und anderen Südstaaten beweisen. Dem Beispiele dieser Mondscheinler folgte der Chinese S. Yon von Westehester, aber er wurde erwischt und in New Jork dem Bundes - Commissä? Sbields überwiesen. Jnspector Brooks und Hilfö' Collector HawkinZ vom Jnlandsteuer - Departement deschlagnahmten in dem Hause des Himmlischen'' einen großen Kessel, sowie zahlreiche Flaschen und Demijohns", die Reis - Whisky enthielten. Zu seiner Entschuldigung erklärte der ' Schlitzäugige, er sei Arzt und der von ihm fabricirte Schnaps ein heilkräftiges Getränk und nur für Kranke und Reconvaleöcenten bestimm. Seine Entschuldigung zog- natürlich nicht. Von dem Weißen Hause bis zu einem ärmlichen Kämmerchen in Georgetown bei Washington, D. C., ist ein weiter Schritt, doch hat denselben der 70 Jahre alte John Tyler, der Sohn eines Präsidenten der Ver. Staaten, gemacht. Der Greis weiß manche Geschichte aus jenen längst der slossenen Tagen zu erzählen, da sein Vater der erste Beamte des Landes und er sein Privatsecretä? war. Einem Besucher .theilte er neulich interessante Reminiscenzen aus jener Zeit mit. Ms sein Vater die bekannte Vankbill mit seinem Veto belegte, wandten sich mehrere. New Forker Bankiers an ihn, ur. die Ernennung als Finanzagenten der Regierung zu erhalten. Einer derselben bot Tyler $50,000 dafür an und war sehr erstaunt, als dieser daö Geld zurückwies. So wenig hat dem Sohn des Präsidenten seine Thätigkeit im Weißen Hause eingebracht, daß tx, als er dasselbe verlieö. seine Uhr für 530 verkaufen mußte. Weiter erzählte TyZer von dem furchtbaren Unfall auf dem Dampfer Providence", als bei Schießversuchen ein Geschütz platzte und so entsetzliches Unheil anrichtete; er befand sich damals selbst auf dem Schiffe, blieb aber unverletzt. Auch der Eröffnung der ersten TelegraphenLinie mit Morse'schen Apparaten ae dachte er. Morse selbst war sein intimer Freund. Nur wenige Amerlkaner werden eine Ahnung davon baben, daß Präsident Tyler's einziger Sohn seine letzten Tage in Armuth derbringt, Ä l e n L ; l e d t ? F ? : ? 5 5 27. übernahmen vier Frauen des .Dorfes Osw' bei BreSlau bei der Beerdiiung eines gewissen L., der sich erhänqt hatte. Sie waren der Ansicht, daß L. sich nur deZbalh das Leben genommen habe, weil seine bessereHälfte eS ihm unerträglich gemacht. Ä:e verspotteten deshalb während der Beerdigung die Wittwe L. wegen ihrer Trauerkleidung. Frau L. hörte die Zchimpsworte eine Zeit lang geduldig an und versuchte dann, sich zu entfernen. Zwei von den Erinnyen hielten sie aber fest, warfen sie zu Boden und beschimpften sie abermals. Das Landgericht Breslau verurteilte die vier Frauen wegen öffentlicher Beleidigung und Störung ' einer . gottesdienstlichen Handlung zu Gefänaniösiraken.

Aussehen erregt Mr. Soldat?nselbsrmord, der in dem denachbarten Dorfe Schönwalde bei Spandau verübt wurde. Daselbst war auf dem Gute eine Abtheilung des in Votsdami siebenden Leibaarde-5usz-

; renregiments einquartirt. Der Gefreue xsrntc yatte vor ewigen Tagen sein P?erd naß geritkn und mußte zur Strafe zuf dem Marsche zwei Tac,? neben d:m Pfcrde gehen. Hierbei hzttc er sich die Füße wund gelaufen und bzUm wider der. Vefebl hin Ererb. Diese Insubordination wurde gemelvet. und der vorgesetzte Major bestraft: ihn mit drei Tagen Arrest, außerdem wurde er degradirt. Das nahm er sich so zu Herzen, daß er sich in seinem Quartier erschoß. DerVaudertranssibirischen Eisenbahn schreitet rüstig fort. Der nördliche Theil der Bahn 'ist beendet, und die Legung der Gel?ise zwischen Grafsky und Ehabarowsk wird Ende nächsten Jahres beendet sein Im Amurdistrikt werden die Arb?i!en im nächsten Januar in Angriff q?nommen werden. Das Dopp?lgelelse für mehr als 300 Werst izt für d:? Lini? Sa Baikal bereits angelangt. Zrd aber nicht vor 1899 gelegt sein. r?-IH-rend die Fertigstellung der Linie Rzvao Baikal nicht vor 1900 zu erwarte W. Der Eisbrecher, der während d:s Winterö den Verkehr auf d.'m Bzikalsce unterhalten wird, kostet 800.000 Rubel und wird im Stande sein. Eis von 5 Fuß Dicke zu durchschneiden In Central-Sibirien sind von der Linie vom Fluß Obi nach Jrkutsk 300 Werst hergestellt, die ganze Linie soll 1893 beendet sein, während die Verbindunq. die vom Obi nach Westen bis Tscheljabinsk führt, noch in diesem Jahre dem Verkehr übergeben wird. Die den letztgenannten Ort mit Omsk verbindende Linie ist eröffnet, di von Perm nach Katlasski eben in Angriff genommen worden. ,. The Germania Life Ins. Co. $20,000,000 Aktiva. Größte deutsche LebensverficherungS - Gesellschaft. A. Metzger Agentur, Agenten. Wegen deS Konzerts findet oie Versammlung der sozialistischen Sektion morgen nicht statt. WO" Der gestrige Vortrag deö Herrn Pros. French über Kunst und Litteratur war gleich den voraufgegangenen hochinteressant und voll von trefflichen Erläuterungen. Herr French versteht eö in der That, durch Wort und Zeichnung seine Zuhörerschaft zu gewinnen. Hood's kurirt. Daß Hood'S Sarsaparilla kurirt, ist weder eine müssige noch übertriebene Behauptung seiner Eigenthümer Mittheilungen von Tausenden glaubwürdiger Personen bestätigen, daß Hood'S kurirt. Hood's Pillen fördern die Verdauung. EG 3m Circuit Gericht würden gestern in der schon so oft verhandelten Schadenersatzklage von Harry Springer gegen Byram & Cornelius die Geschworenen ausgesucht. Unter denselben befindet sich John H. StearnS. Den Advokaten deS Springer wurde nun mitgetheilt, daß Stearnö vor einem Jahr in dem Hause deS Herrn Hinshaw, an Park Ave., erklärt habe, Springer sei ein böser Zunge und hätte jedenfalls zu dem Unfall beigetragen, er hätte wahrscheinlich dort gespielt und die Familie würde nichts bekommen. Trotzdem Herr StearnS erklärte, daß er von dem Fall nichts mehr wisse, suchte Anwalt Rooker gestern Abend um die Erlaubniß nach, StearnS nächsten Montag alS Geschworenen ablehnen zu dürfen. Geheimpolizist Geyer von Philadelphia, der sich durch den Holmes Fall berühmt machte, kam gestern hierher um einen Schlüssel, der an Holmes gefunden wurde, an der Vorderthür deö Hauseö in Zrdington zu tuobiren, daS Holmeö dort bewohnte und in welchem er den kleinen Howard ermorbete. Der Schlüssel paßte ganz genau und außerdem erkannte Dr. Thompson, dcr früher daö Hauö bewohnte, den Schlüssel alö denjenigen, welchen er zwei Jahre lang im Besitz hatte. Der Prozeß gegen Holmes, wegen der Ermordung von Benjamin Pietzel wird am 26. Oktober in Philadelphia beginnen und Herr Geyer vereinbarte gestern mit Dr. Thompson, Dr. Byram und anderen Zeugen nach Philadelphia zu kommen. 3m Falle Holmeö in Philadelphia freigesprochen werde sollte, wird er hier prozessirt werden

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