Indiana Tribüne, Volume 19, Number 22, Indianapolis, Marion County, 10 October 1895 — Page 3
Pros. Prospcr Dc Plctra Santa in Variö, schreibt: Ja tt einer großen Anzahl Patienten an )) der nöthigen Fähigkeit gebricht, feste Nahrung zu verdauen ur.b da sie durch den Gebrauch von Stimulanzen nur aufge regt und geschwächt werden, so halte ich'es für eine unschätzdare Hülfe für den Arzt, ihm mit einem nährenden und wohlschmeckenden Tonic zu Hülfe zu kommen, wie Johann Hoff'k Vlalzertrakt eine ist, das nicht fo erregend wie Wein und dabei nahrhaft und für Jedermann zuträglich ist. &IU Euch vor Fälschungen. Set Schi I l . Aatf'ilfc
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Um fremde Schuld.
Sioman von W. H eim bürg. (Fortsetzung.) Ich mutzte lachen bei diesem Gleichn'ch. und doch saßen die Thränen mir bedenklich nahe. Und nun kam die kleine Geschwätzige auf ihren Zukünf tigen. Nein, so ein bratxr Mensch, und so gar nicht oben aus und so sparsam, und wie er seine Sache versteht! In der ganzen Steinstraße hat keiner so schönen Reis und so delikaten Käse wie er, weil er's Einkaufen versieg, wissen Sie. Und wie er die Kunden zu behandeln weiß, alle Köchinnen aus der Straße kommen nur in unsern Laden. Er ist man ein büschen" klein schaltete sie auf gut hamburgisch ein, aber sie kommen doch. Nun, und ich versteh' ja auch mit dem Publikum umzugehen, und ob man nu .Kaffeebohnen verkauft oder Weißwaaren Handel ist Handel, und wir. werden schon.'machen, daß' wir vorwärts ' kommen und daß-wir 'mal auf unsere'alten Tage in Vlankcnese oder da herum ein eigenes Häuschen haben, wo wir , dann, vör' der Thür sitzen und unS ausruhen.Mir that die harmlose Plaudere! wohl, nichts erfrischt so sehr, als wenn man im eigenen Elend sieht, daß doch noch Glück in der Welt ist; es giebt Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihm. Und die Nacht verging, und der kalte weiße Wintermorgen fand uns schon auf der schmalspurigen Zweigbahn, die in die Berge führt. Nie im Leben hat mich so gefroren wie in dem Wagen mit den vereisten Fensterscheiben, in deren Eisblumen meine Reisegefährtin ein paar winzige Löcher gehaucht hatte, durch die wir die hohen weißen Berge sehen konnten. Ja, hier ist'S freilich kälter wie dort unten meinte die Kleine, aber 's ist nicht mehr weit, nur noch zwei Stationen. Sie haben sich aber auch gar so wenig warm angezogen für solche Reise, und nun wollen Sie noch mit der Post weiter?Ja sagte ich. nach Langen walde Na. ich dacht'S ja schon. Aber da können Sie ja das Stückchen mit Hübner seinen Milchschlitten fahren, 's ist gar nicht weit das sollt' mich doch wundern, ob Hübner sein Milchschlitten nicht da ist setzte sie hinzu. Anneliese von Sternberg auf dem Milchschlitten! Ich mußte lächeln.aber, siehe da, es kam so. Als ich mit eisigen Füßen und vor Kälte blau auf dem Perron des Querslebener Bahnhofs stand, der so malerisch von himmelho hen Edeltannen umgeben ist, da sah ich einen wunderlich ungefügen Schlitten mit zwei übergroßen Pferden bespannt, und aus dem Bretterkasten des Gefährts blickten wie Silber die blechernen Milchkannen. Meine Reisegefährtm, die von einer vor Freude wemenden einfachen Frau in Empfang genommen worden war, kam zuruckgelauf:n und rief: Rasch, Fräulein, ich will Sie zu HUbners Schlitten bringen; er ist zufällig heute selber da, der Hübner. sagt meine Mutter Eben wollte der große breitschultrige Mann wieder auf den primitiven Kutschersitz steigen, da rief die helle Mädchenstimme: He. Herr Hübner.hier haden Sie noch einen Passagier! Das Fräulein möchte mit nach LangenWalde!" Er wandte sich erstaunt um. und ich blickte in ein ruhiges verständigesMännergesicht, von braunem Vollbart umrahmt, in dem der Reif voreilig silberne Fäden gezogen hatte. Eine Dame nach Langnwalde? Na, da soll sie aufsteigen, kommt schneller hm wie mit der Post. Tag, Fraulem wandte er sich an meine Beschützerin, na, wieder daheim? Das ist 'ne Lust für Mütterchen schön guten Tag, Frau Kantor!" Ich saß bald 7?ben tfm, und ohne zu fragen woher und wohin? trieb er die Pferde an und wi? fuhren :n die winterliche Pracht hinein. Ich hatte noch nie Berge, noch nie so stolzen Wald gesehen, ud trotzdem Mir die Seele im Leib: fror und die Llugen im Kopfe schmerzten, starrte ich doch wie bezaubert in diese Märchenwelt. Wu schön, ach. wie schön! sagte ich. Ja, 's ist schon hier, auch im Winter gab er zu, das macht der ewig grüne Tannenwald.Fräulein. Aber friert Sie denn nicht V fuhr er fort. Und er griff hinter sich und holte die noch warmen Pferdedecken hervor und ich ließ mich einmummen in. die groben Tücher mit ihrem scharfen Geruch und hätte dem Manne die Hand drucken mögen, so wohl that mir diese Freundllchkeit. Und welter, am vereisten Bache entlang ging es; immer feierlicher wurde es, immer stolzer strebten die Bäume empor, und wie Friedensglocken läuteten die Schellen der dampfenden Pferde. Sonst kein Laut nxlt und breit, immer nur der Dreiklang llinq! kling! kling! Eine ungeheure Müdigkeit überfiel mich plötzlich, wäh rend wir langsam bergan fuhren. Vergebens suchte ich ihrer Herr zu werden Kling, kling, kling zitterte der Glockenton durch die Lust; ich sah noch ein paarmal, mich zusammenraffend, die verschneiten Baume, hörte noch die Glöckchen, fühlte noch das Gleiten deZ Schlittens, und dann wußte ich von nichts mehr. Ich schrak erst jäh empor durch ein heftiges Schütteln; Jemand hatte mich an der Schulter gepackt. Jesus, Annelieseken aber Kind, Kind, wachen Sie doch anstund wie ich ganz beklommen umher blickte mit den weit geöffneten' Augen, da sah ich ein schloßartiges Gebäude, vor dessen Freitreppe der Schlitten hielt, und sah Personen auf dieser Treppe, sah den großen Mann, der mich hergefahren, und die Frau, die mich schüttelte, neben mir im Schnee stehen, und das war die Base. -J8aft!" (chrie ich aus und wollte
emporspringen, aber die 'Glieder wären mir wie gelähmt. Mein Gott. Fräulein Anneliese jammerte die alte Frau, wo kommen Sie denn bei so 'ner Kälte her? Nun haben Sie sicher etwas erfroren!" Und dann fühlte ich mich emporgehoben von den Armen des großen Mannes. So sagte er, nun in.die Stube, Base, zum Aufthauen; wir haben vierzehn Grad Kälte heute früh, trotzdem die Sonne über Berg und Thal lacht Und als sei ich leicht wie eine Feder, trug er mich die Treppe hinauf, vorbei an ein paar kichernden Mädchen und einer lächelnden rundlichen Frau. Die Base folgte uns, die Hände wiederholt zusammenschlagend vor Bestürzung, und die große behagliche Frau rief uns nach.sie werde gleich Thee besorgen, die Base solle mich nur derweil ins Bett stecken. So kam ich durch die Halle die breite Treppe hinauf, und dann wurde eine Thür geöff. net und ich stand auf meinen Füßen, die ich vor Kälte kaum fühlte. Guten Morgen, Fraulein sagte Herr Hübner, wohl bekomm die kalte Fahrt! Ich hatt' ja keine Ahnung.daß Sie zu unserer Base wollten. Hätt' freilich auch nichts weiter thun können, als Sie daher bringen. Nur nicht gleich zu nahe an den Ofen warnte er; dann ging er. Und nun nahmen mich ein paar alte und doch so linde Hände in Empfang, die drückten mich auf das Sopha und zogen mir die Lederstiefel von den kalten Füßen und große Filzschuhe dasllr an, ach so weich und warm! Und während ich schon halb wieder im Schlafe lag, wurde mir ein Kissen unter den Kcpf geschoben und der Mantel ausgezogen, dann schluckte ich warme kräftige Brühe und dazwischen hörte ich die besorgte Stimme der Base und eine andere tröstende Stimme: Ei. Kälte macht müde. Base, und sie ist die ganze Nacht gefahren Dann sagte die Base: Aber wie sie sich verändert hat! 's ist gar nicht mehr das runde Kindergesicht Man kann nicht ewig ein Kind bleiben. Lassen Sie sie schlafen, Base, das Beste ist d Schlaf Und ich schlief. Ich wachte erst auf, als es schon ganz dämmerig war; ach, und wie traut war das Erwachen! Der Feuerschein des Ofens spielte auf weißen, von dunklem Holzwerk durchquerten Dielen; durch die Fenster sahen hohe verschneite Tannen herein; an der weiß getünchten Wand über der geschweiften Kommode mit den blitzenden Messingschlössern tickte eine altmodische Uhr und im Lehnstuhl am Ofen saß die Base und spann. Ich rührte mich nicht,- sondern ließ den wohligen Zauber voll über mich ergehen. Endlich trippelte sie durch's Zimmer, beugte sich zu mir nieder und lauschte, ob ich noch schlafe! Base sagte ich, ich bin ausgerissen! . Sie haben mir ja erlaubt, zu
kommen, und daß ich s nur gleich gestehe, geborgt habe ich auch? von Ihnen zwanzig Mark, ich bringe nur achtzig mit; aber, sehen Sie, ich konnte mir von Niemand Geld geben lassen zu dieser Reise Ich weiß schon, ich weiß alles, Anneliese; wenn Sie nur nicht krank den!I Gott behüte! Aber woher wissen Sie denn, daß " Es ist eine Depesche angekommen. Ich gehe nicht wieder zurück. Basel rief ich. mich mit einem Ruck aufrecht setzend. Nem. nein! berühmte mich die alte Frau, Sie sollen sogar vorläufig hier bleiben. Fräulein Anneliese; da stehts: Meine Tochter wünscht für einige Zeit in Langenwalde zu bleiben. Bitte, ihr den Aufenthalt so angenehm als mög lich zu machen. Koffer folgen. Wollmeyer Ich starrte wortlos m das Gesicht der Base, das nur noch undeutlich zu erkuinen war. Was wollte er nuri Sollte ich bleiben oder nicht? Base sagte ich endlich, so geht es nicht; ich muß weiter, ich kann nicht bleiben. Wissen Sie nicht eine Stelle für mich auf Gottes weiter Erce. wo ich Herrn Wollmeye? nicht wieder zu begegnen brauche? Ich bin hierher geflüchtet, aber nur um Rath ron Ihnen zu holen und um eine vorläufige Hilfe Was um Gotteöwillen ist denn ge schehen?- fragte sie, und nun brauste daS ganze Leid der letzten Tage über meine Lippen wie ein Sturzbach. Sie unterbrach mich nicht.sie stand regungslos vor mir und hörte zu. Ich habe n:ir das AlleS gedacht, Anneliese war das einzige, waS sie sagte, alZ ich geendet hatte. Und waS soll ich thun, Base?Bleiben Sie nur vorläufig ruhig hier, Anneliese, ganz ohne Bange und Furcht. Hier geschieht Ihnen nichts sagte sie einfach. Wir werden ja sehen, . . , r-f.i was wener 70191. ei, ir uvcl ganz ruhig; er thut vorläufig gar nichts, glauben Sie mir. Denken Sie dock: um der Mama willen dürfen Sie jetzt nicht fort in die Welt das sehen Sie doch ein?Und wenn er herkommt mit Vrankwitz?" . Er kommt nicht!- erklärte sie bestimmt. Vorläufig .bleiben Sie hier, und wir reden nicht von ' der Sache. Sie müssen erst wieder anders aus sehen Ach, Vase, wenn ich in solcher Un gewißheit lebe, da werde ich nicht ge, sünder Ungewißheit? Keine Kpur! Si meinen wohl, ich helfe Sie verheiratben an den? Nein. Anneliese, eher - und sie trat einen Schritt näher zu mir und ihre Stimme bebte eigenthümlich. eber tbu' ich etwas, das . . . . das Sie brach ab. Aber daS wird nicht nöthig sein murmelte sie, er überlegt sich's!Seben Sie. Base sprach ich weiter. der Brankwitz, der liebt mich ja gar nicht, er sagt'ö nu? so, er hat ir gend' einen anderen Grund, warum er mich beiratben will. . Er denkt vabr
scheinlich, ich bekäme dereinst Wollmeyers ganzes Geld Sie schüttelte den Kopf. Gott weiß, was er denkt, aber nebenbei haben Sie ihm auch gefallen. Wenn er hätt' nach
Geld freien wollen, da hatt' er's gewiß schon lange thun können. Es giebt genug Mädchen, die sein von" theuer bezahlen würden Base. ich bitte Sie!- flüsterte ich. peinlich berührt. Was denn?" Base, ich muß Ihnen noch 'was erzählen ich wäre sicher nicht davongelaufen, aber ja, Sie können mir gewiß Näheres berichten: in welcher Beziehung steht denn nur Wollmeyer zu Herrn von Brankwitz?" Die alte Frau seufzte. Weshalb. Fräulein Anneliese?" Ich habe gehört, wie Frau Sellmann sagte, ihr Bruder solle ihm nur drohen mit mit was, das weiß ich eben nicht dann würde mein StiefVater schon alles dransetzen, daß. ich einwillige." Sie sah plötzlich todtenblaß aus, die alte Frau, und ihre Lippen preßten sich fest aufeinander. O. es ist da irgend etwas, etwas Unheimliches, erzählen Sie mir's. Base!" Es ist nichts antwortete sie heiser. Ja. 0 ja! Ich bin kein Kind mehr sagen Sie es mir!" Nein, Anneliese, ich kann mchtssagen, und wenn ichs könnte, ich thät's nicht verrathen. Und sehen Sie, es giebt Sachen Sachen ach, Gott behüte und bewahre Sie davor und jeden andern Christenmenschen!" Sind denn Wollmeyers und Brankwitzens verwandt?" Nein, nein! Aber liebes Fräulein Anneliese, fragen Sie nicht weiter! Es kann eine Last schon schwer sein, wenn einer sie trägt, tragen mehrere daran, so wird sie immer schwerer, immer schwerer, und was. einer noch schleppt, darunter erliegen zwei. So ist's hier. Lassen Sie mich's allein weiter tragen. liebes Kind, Sie sind n noch viel zu jung, Sie würden es auch gar nicht verstehen. Qualen Sie mich nicht, Annelieseken!Base, ist's denn etwas Schlechtes? Kann ich dadurch gezwungen werden, den schrecklichen Menschen zu heirathen?" Nein, nein, um fremder Schuld willen sollen Sie nicht leiden," sagte sie, ,ch bin noch da, Annelieseken. und so lange ich lebe, da werden Sie nicht der Preis der ach. was schwatz' ich denn, es ist 1a gar nichts, ne,n, aewiß nicht! Seien Sie ruhig, Sie fön nen hier so sicher sein wie in Abrahams Schooß!" ! .Nein, das alaube ich Ihnen nicht!(Fortsetzung folgt.) . . Erritywna von Arbeitshäusern in Kußland. Der Zar von Rußland bat durch Ukas die iSchiisfunz eines unter dem besonderen Protectorate seiner GemahIm stehenden Euratoriums zur Erricht tuna von Arbeitshäusern angeordnet, d. h. von Häusern, in denen Oödachlosen. aus den Hospitälern un Gisang nissen entlassenen Arbeitslosen oder völlig mittellosen Armen ehrliche Arbeit und Asyl- gewährt werden soll. Obgleich es vielleicht in keinem anderen Lande verhältnißmäßig so viele Bettler gibt als in Rußland die Zahl derselben lvird auf eine haöe Million geschätzt gibt es dort doch augendllctl.lch nur 44 Arbertsyauser, deren Gründung hauptsächlich den Bemühungvn eines einzelnen Mannes, des früheren Marine-Procurators O. v. Burhövden zu danken ist. In einigen Gegenden Nuylandö hat stch ver Bettel zum ständigen LebenSberuf ganzer Bevölkerungen entwickelt. So lebten noch in den siebnaer Jahren in den Kreisen Bogorodsr nd Wereia des Moskauscken GouvernementSTaU' sende ganz gut gestellter Bauern berufSmä-'- vom Bettel, ebenso die gleichfalls wohlhabenden sog. Schwa llkk, ehemalrae Lebbeigene der Grafen Schuwalow. An manchen Orten gestaltete der Bettel zu einer d:e öitentlu5e Sicherheit gefährenden Calamität. wie z. B. in Kronstadt, denn 30,000 Kleinbürger, ehemalige Leib eigene, die im persönlichen . Dienst der Edelleute gestanden hatten, waren dort angeschrieben worden, von denen 3000 bis 4000. meist Leute, idie für irgend ein Verbrechen mit Verlust aller besonderen Standesrechte bestraft waren. ver Schub ihrntransportirt wurden. Im Winter war der Bettel vor den Thuren und Laden der einzige Erwerb dieser Unglücklichen. Als der Friedensrichter auf Antrag deS GouverneurS einmal 60 Mann von ihnen für erwerbsmäßigen Bettel mit 1$ Monaten Gefängniß bestraft hatte und sie sämmtlich avpellirten, um statt e'm und einen halben 3 Monate Strafe zu erbitten, weil sie erst nach Maus dieser Zelt Arbeit un afen z fmden hoffen durften, da wirkte dleser ewelS ut die entsetzliche ArbeitSnoth. vie die Leute bewog, das Gefängniß der Freiheit vorzuziehen und die Strafe als Wohlt-bat zu empfinden, endlich ausschlaggebend. 'So wurde in Kronstadt im Jahre 1831 daL erste Arbeitshaus in Rußland qearündet. ' Die Errichtung solcher Arvstalten, soll nun nach dem Ukaö deS Zaren Nikolai II, eifriger ls bisher gefördert werden, zu welchem Hweckt dem Curatorwm zunächst eine halbe Million Rubel zur Verfügung gestellt wir''. DaS Uebrige soll durch freiwillige C: enden beschafft werden. Die Anzahl der Mitglieder des CuratoriumS ist nämlich eine unbegrenzte, doch werden dieselben in verscbiedene Kategorien getheilt: in wirkliche nd Ehrenmitglieder, w Wohlth'äter und die ist Sache sörderndeMitglieder. Die wirklichen Mitglieder werden von der Prcteotorin auf 3 Jahre ernannt und 'bilden daö Comite. Ehrenmitglieder deSCuratouumS können sein: Mitglied . der . kaiserlichen flmilie, sowie ausländische Fürstlich leiten und aö flßri&totforan. welche
aus irgend eine Weise daS gute Werk fördern. Die Ehrenmitglieder werden von der Protectorin bestätigt. Wohlthäter der Gesellschaft sind Personen, welche .nicht weniger als 1000 Rbl. einmalig spenden, oder jährlich mindestens 100 Rbl. einzahlen. Sie werden von der Protectorin bestätigt. Die Sache fördernde Mitglieder sind solche Personen, welche einmalig mindestens 100 Rubel oder jährlich 10 Rubel spenden. Durch die Errichtung neuer Arbeitshäuser mag der Vettel hier und da eingeschränkt werden, allein die wabren Ursachen ider Armuth bleiben
unberührt und daS sind: Arbeitsscheu, Trunksucht. Beschrankung der Frenugigkeit wegen rückständige Abgaben und eine verhältnißmäßig zu hohe Be steuerung der Bauern. Hier könnte nur eine allgemeine und tiefgehende sociale Gesetzgebung sehr allm'älrz Whilse schaffen. Von (SotlcS Ungnaden. Anläßlich der Polemiken, welche über die MinquierS-Jnseln zwischen französischen und englischen Blättern ausgebrochen sind, dürste die Erinnerung an einen unglücklichen Souve rän", der über diese Felsen geherrscht hat und der jetzt seine Tage in einem Hospital beschließt, am Platze sein. Prinet I., König der EcrehouS, herrschte vierzig Jahre hindurch über diese Klippen, die heute den Gegenstand deS Streites zwischen zwei Großmächten bilden. Er hatte seine Residenz auf der Blanque-Jnsel aufgeschlagen und die Küche sowohl als der Thronsaal seines Palastes wurden häufig durch die Springfluth unter Wasser gesetzt. Dieser Monarch hatte sein ganzes Leben hindurch nur einen einzigen Unterthanen gehabt, seine Frau, die er die eiserne Faust deö Absolutismus oft und scharf fühlen ließ, um sie vor revolutionären Anwand-lunqen-zu bewahren. Die Königin Victoria hatte stetS ein großes Wohlwollen für Prinet I.; vor ungefähr zwanzig Jahren schenkte sie ihm eine prächtige Jacke, die er heute noch mit Stolz trägt. AIS Souverän, für den das Hofceremoniell kein Geheimniß hat, sandte der König der Ecrehous der Königin Victoria als Gegengeschenk eine Stickerei, die die Konigin Philippe, seine Frau, eigenhändig angefertigt hatte. Leider waren die Ein künfte der Civilliste des Königreichs der Ecrehous sehr beschränkte, da die Fische immer seltener wurden und der Alkoholschmuggel einen anderen Weg einschlug, nachdem er früher Sr. Majestät recht bedeutende Einkünfte verschafft hatte. Angeekelt von dem trü gerischen Glänze der irdischen Macht zog sich Prinet I. nach mehr als vier zigjähriger Regierung" freiwillig in das Hospital von Saint-Helier, der Hauptstadt der Insel Jersey, zurück. HerbsZabend. Von Max Kaibeck. Ein Brausen geht durch den sterben den Wald. Die Blätter. fliegen todt und kalt, Das sind der Herbstnacht Stürme; In Grauen gehüllt und in Dunkelheit, Wie liegen die Lande so fremd und so weit! Fern klingen die Glocken der Thürme. Zur wilden Jagd nach vergänglichem Gut Drängt dort sich die eilige Menschenfluth. D'eBrandung wächst in den Gassen, Wer hört auf den schütternden Glokkenklang? Er tönt die einsamen Felder entlang Hoch über den Köpfen der Massen. Geflügelten Rades steuert die Zeit Zermalmend fort über Lust und Leid Durch ungemessene Fernen, Du lausche dem Klang mit gefühligem Ohr. Erhebe den Blick zum Himmel empor, Zu den rettenden ewigen Sternen! Die diesjährige Honigernte in den Haidgegenden der Pro vinz Hannover und im Großherzogthum Oldenburg ist geradezu glänzend. Stöcke, welche 80 bis 100 Pfund schwer sind, finden sich auf vielen Ständen, die Korbimker müssen 4050 pfündige Stöcke, durchweg Schwär, wer, als Leibimmen in den Winter nehmen, weil die Nachschwärme zu schwer sind, die Standbienen haben sich im Laufe des Sommers zum Theil v-rsiebenfacht. Unbedeutend. Lebens Versicherungsagent: ..Woran starben denn Ihre Eltern?" Herr: Ich weiß es nicht mehr genau, ahtt jedenfalls war es nichts Ernsthaftes." Ein Allerweltskerl. Wie macht sich der neue Lehrling?" Großartig; früher habe ich eine Amme und ein Kindermädchen gehabt, der Junge ersetzt mir Beides." StaatOhio, StadtToledo, L u c a s C 0 u n t h, L. . ftrant I. C h e n e y beschwört. daß er der ältere Partner der Firma F. 3. C h e n e y & d 0. ist, welche Geschäfte in der Stadr Zoledo, in obengenanntem County und Staate thut, und daß besagte Firma die Summe von einhundert Dollars für jeden Fll von Katarrh bezahlen wird, der durch den Gebrauch von Hall's Katarr Kur nicht geheilt werden kann. Frank 3. Cheney. . s . Äesckkvoren bor mir und Siegel unterschrieben in meiner 1 s-- 1 Gegenwart am 6. Sevtbr. A. D. 1886. A. W. Gleason, öffentlicher Notar. Halles Katarrh Kur wird innerlich genommen, und wirkt direkt auf. daö Blut und die schleimigen Oberflächen oev Systems. La?t euch umsonst Zeug nisse kommen. FJ.ChenehKCo.,ToledoO, Verkauft von allen Apothekern, 7b W
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