Indiana Tribüne, Volume 19, Number 21, Indianapolis, Marion County, 9 October 1895 — Page 1
o O fl W rfrr Äff -rtfr Ä K A fVft W w w w O W Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Jahrgang 1 Indianapolis, Indiana 2Nittwoch, öen 9. Oktober J895. No. 21
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Deutsches Theater. GRAND OPERA HOUSE.
1. AbonnemeNts'Vorstellung Mitiwock), IG. Oktober '93, Niobe! Zin&nl in 3 Akten von Pzultc. Deutsch von C ölumenthal. Zzm Lchlutz : Die Verlobung bei der (aterne. Operktte voiTBZ. Tr'. Musivoa DfC '.bathen Der 1o ve.kuf b.giant Montaz. den It. Lklobcr. Morgeu 9 tthc. Dle beste Familien - Medizinen ! Heiluag garantirt. Triquimia Headache iur $ .10 Triquimia öivcr Simulator 55c u. $1.00 Triquimia Cough öar: 25c u $1.00 Triquimia Caiart'c ?adlcts 25c Triquimia Onimei.t (Ny.u : a:ic Sp'cisic) 60c Triquimia Concline (l'ile Sute) 50c Triquimia Lcx,t ve. 25c Triquimia V ta'a'um (3Rd Tonic) . .$1 00 Triquimii M loita (bemale Slejulator) 25c u. $1.00 Triqu'mi Ge atti (für L uco:rhea ic ) 2 c u. tzl.00 CC" 3 i jkd.r Äroth ke. Daniel Stewart. Wholesale . Agent. nif " -. . -MMM M'MWU ö-M, M Tt lD? siuiä?. vr. f KAVy i sr ?aS l -V-l W 'ÄtUtttC prachtvolle Muster. Fenster-Lorhänge in allen Farben mit Franzen, Goldltisten in allen Farben. Geschmackoolle Dekorationen aller Art. Gediegene Arbeit zu möglichst billigen Preisen. Oarl Moeller, 161 Gst Washington Str. Öeorge Merrmann BeifyenUfyattt?, Office : 26 Süd Delawareftr. eulle : 120, 122, 124, 126, 128 Ost Pcarls r Telephon 911. Offen Tag und Nacht. Christian Wiese, Seichen Bestatter, 39 Nord Last Straße. Okarie Ttiegmann, Gehilfin. Telephon 942 RIÄ'LTO Cigar Store. 67 Sst WnsHinaton ötrnko. Die beste AuöwaHl einheimischer und impoktikter Cigarren. Probiren Sie die Hialio 5o Cigarro. Um geneigten Zuspruch bittet - Schiller NSmler.
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Editorielles. Wenn wir das Resultat der gestrigen Wahl kritisch beleuchten, so
müssen wir sagen, daß dasselbe einen mäßigen demokratischen Sieg und einen gewaltigen Protest gegen die Uebergriffe deö MuckerthumS bedeutet Der gewaltige Protest gegen Muckerei und Temperenzler ist in der großen Majorität TaggartS, der mäßige demokratisch Sieg in der mäßigen Mehrheit der anderen Kandidaten zu finden. Daß die Deutschen einen großen Theil zu dem demonstrativen Protest gegen das System Denny beigetragen haben, direkt sowohl durch ihre Stimme, wie indirekt durch die Beeinflussung ihrer amerikanischen Mitbürger, ist selbstverständlich, aber allein haben sie nicht den Abschlag gegeben. Die Mißstimmung über die republikanische Stadtverwaltung und PolizeiHerrschast hatte offenbar auch andere Kreise ergrissen. Denn, da Denny vor zwei Jahren mit einer Mehrheit von 3000 Stimmen gewählt wurde, so bedeutet daö diesmalige Wahlresultat einen Umschwung von über 6000 Stimmen, eine Zahl, welche sich die Deutschen nicht aus ihr alleiniges Conto schreiben können, zu der sie aber einen großen, vielleicht den größeren Theil beigetragen haben. Da auch wir mitgeholfen haben, dieseö Resultat herbeizuführen, und da wir anzunehmen berechtigt sind, daß wir dieS in sehr wirksamer Weise gethan haben, so haben wir Veranlassung, in jeder Bezie hung unsere Befriedigung auözudrücken. Nun aber möchten wir auch der Hoffnung Raum geben, daß die Demokraten ihren Sieg in verständiger Weise auönützen. Sie müssen zunächst nicht in den Fehler verfallen und in allzugroßer Haft koftfpielige Straßenverbesserungenin denStadtvierteln vornehmen, wo minder Bemittelte wohnen, welchen die Bezahlung dafür außerordentlich schwer fällt, oft nur mit großen Opfern möglich wird. Die neue Stadtverwaltung wird ohne Zweifel den Wirthen gegenüber eine liberale Politik befolgen, aber ein gewisser Grad der Mäßigung ist auch hier geboten. Vernünftige Rücksicht auf die Gefühle Anderer, ein nicht allzu ostentatives Auftreten der Wirthe wird sich für dieselben wohl am Vortheilhaftesten erweisen. Für sie handelt eS sich ja nicht bloß um eine temporäre Aenderung, ihnen steht im nachsten Jahre noch ein weiterer Kampf bevor, der Kampf um Beseitigung deS Nicholfon-GesetzeS und je bescheidener sie auftreten, desto mehr Freunde werden sie gewinnen. In Rücksicht aus diesen weiteren Kampf ist eine sögenannte wid open policy nicht gebo ten. Man muß immer die lokalen Verhältnisse in Betracht ziehen, und bedenken, daß wir in Indianapolis und nicht in Milwaukee oder Chicago wohnen. Ebenso gut, wie auf Sullivan Denny folgte, kann aus Taggart wieder ein Denny folgen, er braucht nicht Denny zu heißen, er kann aber ein Denny sein. Durch weise und dernünstige Mäßigung in der Auöbcutung deS Sieges kann daS verhindert werden. Man vergesse ja nicht, daß bei der Niederlage TruölerS viele personliche Ursachen, wie z. B. sein Auftreten gegen Harrison, gegen Kramer und Meyer u. s. w. mitwirkten, welche in ander Mal nicht vorhanden sein dürsten. ES gehört oft mehr Verstand dazu, einen Sieg richtig auszunutzen, als einen solchen zu erringen, und eS liegt jetzt ganz und gar in den Händen der Demokraten, sich auf längere Zeit hinauS die Verwaltung der Stadt zu sichern. Hoffentlich fällt unsere Mahnung nicht auf unfruchtbaren Boden. Wir haben nach Kräften beigetragen zu dem Siege und fühlen unS deßhalb auch berechtigt, ein Wort der Mahnung an den Sieger zu richten. - Japan hat zwar in dem Kriege mit China die Abtretung der Insel Formosa durchgesetzt, ist aber bis jetzt noch nicht im Stande gewesen, die Herrschaft daselbst anzutreten und die Rebellion zu unterdrücken. Die Besitzergreifung kostet Japan ungeheure Opfer und gewaltige Anstrengung. Während man früher die ursprünglich zu diesem Zwecke bestimmte Zahl von
12,000 Mann für übertrieben hoch hielt, sieht man sich jetzt gezwungen, diese Zahl auf da? beinahe Vierfache z t erhöhen. Die sonst so siegreichen japanischen Truppen sinden in Formosa
einen Feind vor, der.reguläre Kriegssührung gar nicht kennt, und dem gegenüber sie gerade auS diesem Grunde verhältnißmäßig machtlos sind. Grade die Eigenthümlichkeiten deS Landes, die regulären Truppen die größten Schmierigkeiten in den Weg legen daS. waldige, von Schluchten zerrissene Gelände, der völlige Mangel an Straßen u s w, kommt den Empörern, d. h. den auS China stammenden räuberischen Hakka und den wilden Bergstämmen deS Indern zu statten, zudem haben diese vor den japanischen Truppen die genaue Kenntniß der Gegend und die FShigk.it voraus. nach Belieben plötzlich auftauchen und ebenso plötzlich wieder verschwinden zu können. Wie es übrigens mit der berühmten Tapferkeit" der Hakka bestellt ist, geht darau hervor, daß sie nur vom sichern Hinterhalt au?, und auch dann nur, wenn sie sich in unverhältnißmäßiger Ucberzahl wissen, zurückgebliebene kleine Trupps japanischer Soldaten oder KuliS anzugreifen pflegen, aber auch n'cht ein einziges Mal den Japanern im offenen Felde gegenüberzutreten gewagt haben. D;eser Guerillakrieg, der in der That an die Kriegführung der Spanier gegen Napoleon? Heere erinnert, droht Japan weit mehr Menschenleben zu kosten, als der ganze Feldzug in Korea und China gekostet hat; denn zu den durch die stets in Hinterhalten versteckt lauernden Feinde verursachten Verlusten kommen vor allem die Verheerungen, die daö mörderische Klima durch Fieber, Dysenterie, Cholera und andere Krankheiten in den Reihen der Truppen anrichtet. -- - Bei dn Gemiindewahlen in Wien wurde ein Stimmzettel abgegeben, dessen Inhalt wir seiner Originalität wegen hier wiedergeben. Er lautete : Bin ka Liberaler, Bin ka Klerikaler, Bin ka Anti und ka Demokrat. Bin a armer Schneider, Mach' für jeden Kleider, Bin a G'schäftSmann, der nix z'fressen hat. ,, m AmhlNchilhlell. Inland. Wetteraussichten. SchöneS Wetter während der Nacht und schönes Wetter Donnerstag. Gestrige Temperatur: Marimum 62 Grad, Minimum 32 Ärad. . Gouvernör Altgeld ca nd i -d i r t wieder. Chicago, 8. Okt. Staatösekretär Hinrichsen, Vorsitzer deS temokratischen StaatS-ComiteS, macht bekannt, daS Gouvernör Altgeld wieder als Candidat für sein jetzige? Amt auftreten wird. Hat den Herrn Pfarrer geküßt. Cle v elan d, O., 9. Oktbr. Vor dem Polizeirichter Fiedler hatte sich gestern ein hübsches deutsches Mädchen, die 19jährige. Marie Kabermann, wegen Betrunkenheit zu verantworten. DaS Mädchen kommt auS einer sehr guten Familie und erfreute sich bisher eineS unbescholtenen Rufes. Vorgestern Abend rief sie aber durch ihr Benehmen große? Aufsehen hervor. Sie wurde auf dem Viadukt an Suverior Straße verhastet, wo sie neben der Treppe, die nach dem Krie - Bahnhof hinunter führt, Posto gefaßt hatte. Sobald ein Mann vorüberging, sprang sie auf ihn zu, gab ihm einen herzhaften Kuß und wartete dann auf ihr nächstes Opfer. Der Spaß ging eine Zeitlang unzestört fort, bis mit einem Male ein uoeraus wurvig ausi.eyenoer . C. . r r c Pfarrer, der in der Lorrain Straße wohnt, vorüber ging. Im Nu hatte er seinen Kuß weg, aber damit hatte daS Kußvergnügen auch ein Ende erreicht. 3n wenigen Minuten hat t ie: zuletzt Geküßte einen Polizisten herbeigeholt, der die kußwüthige Maid nach der Central-Polizei-Station brachte. Marie versprach heute sich nicht mehr zu betrinken, und da dieS ihr erstes Werathtn w? rtnh Yr 9?iifirr fei ffifee o " 7 ,. 7 irr' Küsserin frei.
Gräßliches Unglück. Eincinnati, 9. Okt. Heute Morgen um Uhr rief ein Alarm die Feuerwehr zur Miethökaserne, 021 West 6. Str, Die Flammen waren . H t rv or .
!M 3 , 4. uno 5. 52locr. Dlerzlg Ve-, wohner waren eingeschlossen; viele von ihnen sah . man hilfeflehend ' den Fenstern. Thomas O'Flaherty sprang auS dem 4. Stock in ein von der Polizei gehaltenes N,tz und entkam lücklich. Um 1:15 wurden von der Feuerwehr auö dem 4 und 5. Stock Leichen entfernt. Die 80jährige- Frau Holmeö war todt; ihre Tochter, May Söwartö, eine New Aorker Schauspielerin, vom Rauch betäubt aber underletzt. LebenSgefährlich find Rachel DaviS (4 Jahre), Mattie Ponsa (19 Jahre) und Frau Emma DaviS verletzt. Schwcrocrbrannt drei weitere Mädchen ' DerKampfgegendie Klopffechter. Dallaö. Tcx, 8. O?t. 33. K Wheelock, dem Sekretär des Florida Athletie-Club wurde heute eine Vorladung von den Großgeschworenen in Austin zugestellt und gleiche Vorladungen find ausgefertigt für William A. Brady. den Geschäftsführer ZameS 3. Corbetts, Martin 3ulian, den Geschäftöführer Bob Fitzsimmonö' und vermuthlich für Dan A. Stewart, 3oe Vendig und Andere. Brady ist schon h er und Zu'iin und Vendig werdcn heute erwartet. San Ant oni o, T,z., 8. Okt. Delaney, Daly, Donaldson und 3oe Corbett, die T?aineure deS Championö wurden heute auf einer VorführungSbefehl der Großgeschworenen von Traviö County durch Hilfssheriss NaPier verhaftet und werden morgen in Austin erscheinen.. ES wurde ihnen freigestellt, ob sie Bürgschaft stellen und allein gehen, oder die Beamten begleiten wollten. Sie wählten daö Letztere
um dem Staat die '"oftea 'dereiseAergerSiUerdie Aufnahme der
aufzuerlegen. Gen. Wm. Mahonegestorben. Washington, 8. Oktober. General Wm. Mahone verstarb hier heute Nachmittag um 1 Uhr nach längerem Leiden, nachdem die Aerzte die bevorstehende Auflösung um 10 Uhr Morgens angekündigt hatten. m ,, m Ausland. Politische auS Deutschland. Berlin, 8. Okt. Aus die mannigfachen Angriffe hat Stöcker in einer Versammlung der Christlich-Sozialen dahin geantwortet, daß daS Verössentlichen von Privatbriefen ein Act der 3mmoralität sei und daß der Lärm, jüdischem Theaterdonner gleich, bald verhallen werde. Die Regierung wisse nicht, waö sie wolle, und die MittelParteien seien unfähig, den Umsturz zu bekämpfen. Die freikonservative Post" nennt Stöcker einen Don Quizote und deö Weiteren erklärt die Nation", die von Dr. Barth herausgegebene politische Zeitschrift, freisinniger Richtung, daß die jetzigen Besitzer der 200 Hammerstein'schen Briefe keine politischen Gemüthsmenschen seien und zur rechten Zeit im Reichstage den Mund aufmachen würden. Der deutsche Reichstag wird nun vielleicht doch schon Mitte November öffnet. Dann muß endlich Klarheit und die Entscheidung über die brennenden Fragen, an welchen sich herte so manch' Einer den Mund verbrennt, kommen. Dann endlich wird dem unheldenhaften Geschimpfe wenigstens ein offener Kampf im Parlamentssaale folgen. Wohin man jetzt geht, hört man Gezänke. Gehetze, Verdächtigungen und den Staatöanwalt. Der Weizen der staatöanwältlichen Streber blüht wie der, Majestätöbeleidigungö - Prozesse sind an der Tagesordnung. Dabei I . " V A I ' 1 TN i . iviro münz rrr ililuiri,Tiieiem ooer 3:nem daSGrab zu graben, und innerliTf VKrftTT ItTftft in V.. ytv vvt f vv t' vtt wtlCtt und die Mißgunst groß genug gewor. den. Die agrarische Deutsche Tageszei tung" hat die Hejse gegen Dr. v. Böt ticher, den vielgehaßten Staatssekretär deö Innern, wieder eröffnet und mit derselben, wie zu erwarten, im eonservatioen Yager Gegenliebe gesunden. Dabei geht eö im konservativen Lager selbst kunterbunt $u.'
DaS konservative Gezänke ist schrecklich. Professor Brecher, welcher dem Hofprediger Stöcke? Mangelan Offenheit und Wahrheitsliebe vorgeworfen
hat, kommt nun mit der Erklärung heraus, daß er bereit sei, Stöcker vor enazt zu antworten. Ver Angegrlssene weicht aber zurück. Er will nicht klagen, die Partei soll zwischen: 11)31 und dem Prof.ssor entscheiden. 3n Münster, Westfalen, woselbst die polizeilich? Verordnung, daß sämmtliehe Wirthschaften um 11 Uhr NachtS geschlossen werden müssen, große Aufregung und DtMZ! stration vor dem Rathhause hervorgerufen haben, ist rö zu weiteren Unruhen gekomm n. Die Polizei mußte sich abermals ins Mittel legen und die Hauplkrakehler, welche sich die Kehlen heiser und trocken schrieen, ohne sie wieder anfeuchten zu können, wurden veihaftet. Auch daß in einigen Ll'calen die Polizeistunde bis , Mitternacht ausgedehnt worden ist, hat die aufgeregten Gemüther nicht besänftigen können Aggressive Soziali st en. Berlin, 8. Okt. 3n der Neuen Zeit", der sozialdemokratischen Wis senschaftlichen Revue", ist ein äußerst aggressiver Artikel deö ständigen Mitarbeiterö August Bebel enthalten. Der Artikel beschäftigt sich mit dem Sonntag beginnenden sozialdemokratischen Parteitage. Man springt nicht", so heißt eö in dem Artikel, mit der stärksten Partei wie mit einer Rotte Buben um, die beliebig gezüchtigt werden. Deutschland kann sogar leichter ohne Kaiser und Fürsten als ohne Sozialdemokraten bestehen." Dann geht Bebel aus die Fr ie der sozialdemokratischen Agitation auf dem Lande ein. Die Art, in welcher der letzte Parteitag die Agrarfrage behandelt hätte, wäre ein grober Fehler gewesen. Die Folgen Dieser falschen Behandlung wären der Auöbruch deö Agrarfragen und die heftigen Angrisse auf den Führer der bayerischen Sozialdemokraten v. Vollmar gewesen. Die Kampfeestimmung, in welcher sich heute die Soz'aldemokratie besindet, wird sich bethätigen können. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß für die Anbeter der neuen Gesellschaftlehre ein Sturm im Anzüge ist. Auch der Vorwärts"-Redacteur Dierl ist dem Staatöawalt zum Opfer gefallen; er ist wegen Majestätsbeleidigung zu einem halben 3ahre Gefängniß verurtheilt worden. Und jener kommende Sturm dürste auch manche Persönlichkeit, welche festzustehen glaubt, Hinwegsegen. Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe will sich diesem Sturm entgegenstemmen, wie bereits vor einiger Zeit gemeldet wurde. Prinz Heinrich von Preußen. Berlin, 8. Oktbr. Die Post" publizirt eine Erklärung bezüglich deö Prinzen Heinrich von Preußen, von dem eö geheißen hatte, daß er sich das Mißfallen seines BruderS, deS Kaisers Wilhelm, zugezogen habe und thatsächlich auS Deutschland verbannt worden sei. Die Post" erklärt nun, daß ter Prinz aus seinen eigenen Wunsch nach dem Schlüsse der Hoffestlichkeiten im nächsten Frühjahr eine lo-e Tour nach der Schweiz und 3talien unternehmen werde. Trotzdem wird er mit den Angelegenheiten der Marine in der engsten Berührung bleibm. Die Arrangementö in der Vertheilung der verschiedenen Kommandos in der Marine zeigen, daß Prinz Heinrichs Abwesenheit eine seit langer Zeit abgemachte Sache ist. -M Sozialisten-Verhaftung. B re Slau, 8. Oktbr. Dr. Ellenbogen auS Wien, der österreichische Delegat zum hier tagenden Soziali-sten-Congreß, wurde heute Morgen verhastet. Die Verhaftung deS Dr. Ellenbogen erfolgte auS. dem Grund, daß er ein gemeingefährlicher Ausländer sei. , Die Situation in Costrit i n o p e l. C o n st a n .t i n o p e l, 3. Okt. Die Kriegsschiffe der verschiedenen Mächte liegen bei Galata vor Anker, um eben tuell im Stande zu sein, den angesesse nen Ausländern Hilfe leisten zu lön nen. Im Palast x ein Ministerrath .
stattgefunden, um die gemeinschaftliche Note, welche die Ißtxlttttt btt sechö Mächte überreicht haben, zu erwägen. Weitere Störungen ernsterer Natur sind nicht vorgekommen, aber die La-
den der Armenier in Stambul und Galati find noch geschlossen. 3rn Lause deö Tages werden die Patrouillen in der Stadt durch 3nfig terie und Kavallerie verstärkt. Der Sultan hat zweimal Artin Pa scha zum Patriarchat gesandt, um sich mit dem Patriarchen gemeinsam zu be mühen, die Armenier zur Rückkehr aus der Kirche in ihre Wohnungen zu be wegen. Ab:r alle dnartigen Versuche siad vergeblich und die Armenier erklä ren rundweg, daß sie kein Vertrauen in die Versprechungen der türkischen Re .ierung setzm. 3m Ganzen sind dem Beamten deS Patriarchats auf B.fe ,l deö Sultans 95 Leichen abgeliefert worden, welche die volle Zihl der bei dem Kramall getödteten Armenier repläsentiren sollen. 9tEin Se d a n auf Formosa. Shanghai, 8 Okt. Nach einer Spezialdepesche auö Tokio haben die japanischen T,uppen aus der 3nsel Formosa eine Abtheilung von 10,000 M:nn Schwarzflaggen vollständig geschlagen. DaS Treffen fand in ter Nähe deö Flusses Tao-Linnai statt. Der Führer der Schwarzffaggen, General Lin Jung Fich, ist jetzt durch die Japaner von drei Seiten vollstänbig eingeschlossen und wird unfehlbar mit allen seinen Kriegern g. fangen genommen werden. Antananarivo gefallen. Port Louiö, 3nsel Mauritius, 8. Okt. Hier heute eingegangene Nachrichten auS MadagaScar melden, daß die französischen Truppen, welche seit vielen Wochen auf die Hauptstadt vorrücken, am 27. Sept. Antananarivo eingenommen haben. Der Premierminister und der Hos sind nach Ambosistra geflohen. Die Nachricht wurde durch Couriere von Vatomaudry am 3. d. M. nach der Küste gebracht. AuS Tamatave wird gemeldet, daß Faralatra 'von den Franzosen am 2. Oktober bombardirt und am folgenden Tage erstürmt worden ist. , , , Prinzessin Kaiulani. Lon d o n, 8. Okt. ES wird hier behauptet, daß der Besuch der Prinzessin Kaiulani von Hawaii in England doch eine politische Bedeutung habe, und daß England neue Versuche mache, durch sie seine Zwecke zu derfolgen. Außerdem sind ihr Vater, Herr Cleghorn, Colonel MacFarlane und mehrere andere ihrer Freunde, darunter TheophiliS DaviS und Mojor und Frau Woodhouse hier. Herr Cleghorn begab sich gestern mit einem Einführungsschreiben vom britischen Gesandten in Honolulu nach dem auswärtigen Amt und hatte dort heute eine zweite Conferenz. Die havaiifche Prinzessin wird mit demselben Zeremoniell wie andere Prinzessinnen behandelt. Sie ist ein große hübscheö Mädchen und hat sich hier bereits umgesehen und Besuche empfangen. Heute war sie in Woolwich und heute Abend besucht sie daS Theater, worauf sie einem Souper im Savoy Hotel beiwohnen wird, welches Herr Hofnung, der frühere Geschäftöträger von Hawaii ihr zu Ehren giebt. Herr Cleghorn ist seit einiger Zeit leidend und eö ist ihm vollkorrmene Ruhe verordnet. Er geht in 14 Tagen mit der Prinzessin nach 3talien, um dort den Wmtkk zu verleben. Der New York Store. (Etablirt 1853.) verkauf von Krägen und Kravatten für Damen und Kinder. Wir kauften eben eine Partie Muster von Spitzenkragen lür die Hälfte deö regulären Preises, ie dekommen natürlich den Ge winn davon. Krägen werth $3.75 für $1.89. Krägen roertb $2.95 für $1.50. Kragen werth $2 39 für $1.25. Krägen werth $2.25 für $1.15. Krägen werth $1 50 für 75c. Sie passen ausgezeichnet dazu üb:r kider, und wollene Blousen getragen zu werden. Die neueste Mode zum halben Pr'ei. Se fe.dene Kravattm und Binden zu 2 für 25c. Chemisetten oder vemden, Busn in v.r. schiedenen Garden. Die 75c Sorte z S5c, itt 60c Serie zu 25c. m:w i n
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