Indiana Tribüne, Volume 19, Number 20, Indianapolis, Marion County, 8 October 1895 — Page 1

Q S I 09 O rfT A4 r1 O K ftA sV l5 W W C L V CM L G -wsrr N y .rv Office : No. 18 Süd Zllabnma Straße. Indianapolis, Indiana Dienstag, öen 8. Oktober J895. Jahrgang 1 No. 20

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iOsliers, Ediwrielles. Ob eS in der Luft steckt, oder sonst wo : Unser Korrespondent WilHelm Kaufmann scheint in Deutschland sehr loyal geworden zu sein, oder bloß daS nachzuschwahen, waö er in den Kreisen hört, in denen er sich bewegt. Ueber den AuSgang der Wahl läßt sich heute noch nichts Bestimmte? sagen. DaS jetzige Wahlsystem macht eS unmöglich vor der Zählung auch nur annähernd das Resultat zu erkennen. Man wiiß wer gestimmt hat, aber nicht wie die Leute gestimmt haben. AlleS, waö über daS Resultat gesagt wird, beruht auf bloßen Vermuthungen und unsere Leser müssen sich biS morgen gedulden, und ihre Neugierde bezähmen. 3m Pittööurger Volksblatt" sinken wir Folgendes : Nach jahrelangen Kämpfen zwischen Kapital und Arbeit, nach endlosen Perioden halsabschneiderischer Konkurrenz zwischen den Grubenbesitzern, scheinen endlich Friede und Eintracht in der Kohlenindustrie deS westlichen Pennsylvania Einkehr halten zu wollen. Fast alle Kohlenproduzenten haben am 1. Oktober die vereinbarte Lohnerhöhung eingeräumt, waö sie jedenfalls auch zur Beibehaltung fester, einheitlicher Preise veranlassen, resp, zwingen wird. Eine geregelte Thätigkeit für ungefähr 20,000 Bergleute während der kommenden Wintermonate ist hierdurch gesichert. Die in dem Eokerevier von den Hauptproduzenten bewilligte Lohnerhöhung von sechs Prozent ist ebenfalls als ein Beweis deS Vertrauens in eine normale, wenn nicht noch zu steigernde Zndustriethätigkeit zu betrachten." ES ist erfreulich zu vernehmen, daß die so schlecht bezahlten und dabei unter stetiger Lebensgefahr arbeitenden Bergleute endlich Ruhe gefunden. Aber wie lange wird'S dauern? Betrieb und Verkauf werden schon so manipulirt werden, daß bald wieder ein Ueberschuß bon Leuten borHanden ist, und eS Gelegenheit giebt, die Löhne zu schneiden. Ueber die Aufregung, welche der bevorstehende Faustkampf zwischen Corbett und FitzsimmonS zum Min besten in der Presse, hervorruft, schreibt der LouiSville Anzeiger" in treffen der Weise wie folgt : Wir haben eS doch wirklich herrlich weit gebracht in unserem gottgesegneten Lande, welches sich rühmt, eS marschire an der Sp'tze der Civilisation. Um zwei elende Klopffechter, die in jedem anderen Lande der Welt, außer etwa noch England, ihre Muskelkraft zum Steiniklopfen würden verwenden müssen, regt sich die öffentliche Mei nung m einer Weise auf, als ob der Weltuntergang bevorstände. Die Frage, welcher von diesen beiden Rowdies am Stärksten zuhauen kann, eine Frage, wele ja schließlich jeden Tag in irgend einer Schnapsspelunke zum AuStrag gebracht werden könnte, überschattet zur Zeit selbst die wichtigsten politischen JssueS. Selbst die Silberfrage tritt einstweilen in den Hinter -

gründ vor der welterschütternden Wich-. Planke macht Tammany-Hall sür daS tigkeit dieser pugilistischen Angelegen- Bestehen deS Accife-GesetzeS derantheit. Erst muß der Eouvernör von wörtlich, spricht für die Heilighaltung

TezaS die Legislatur zu einer besonderen Sitzung zusammentrommeln, die dem Staate natürlich ein Heiden.geld kostet, um einen gesetzlichen Prügel in die Hand zu bekommen, mit dessen Hülfe er Eorbett und Fitzsimmons von den G.-enzen seines Staates

fernhalten kann. Kaum ist aber dos j Gesetz passirt, so melden sich andere v r. j rr st.t.f 1 . I dumcn, unu slycli uue ycuci III ivlwegung, um die Verlegung deö KampseS in ihr Machtgebiet zu erwirken. Die größten Eisenbahngesellschaften wetteifern mit einander, um zum Schauplatze der Boierei eine Stadt zu machen, welche an einer ihrer Linien liegt. Die eine erbietet sich, daS Bauholz, auS welchem d!e Arena in DallaS errichtet werden sollte, unentgeltlich zu tranöportiren, falls man eine Stadt Wähle, welche Station ihrer Linie sei. Eine andere Eisenbahn osserirt eine bedeutende Geldsumme, w.nn man ihren Wünschen Gehör schenke. Kurz um, diese beiden zweibeinigen Bulldoggen scheinen es fertig gebracht zu haben, da? gauze Land in ein einziges großes Narrenhaus zu verwandeln. Und daS ist in einem Augenblick, wo das amerikanische Volk alle seine geistige Kraft zusammennehmen sollte, und wo eS gilt, politische und Wirthschaftliche Fragen zu entscheiden, welche von der gewaltigsten Tragweite für daS Wohl und Wehe der ganzen Union sind. MWchWl!. Inland. Wetteraussichten. Kälteres, schönes Wetter heute Nacht. Helles Wetter Mittwoch und DonnerStag. Gestrige Temperatur: Mazimum C4 Grad, Minimum 39 End. 85 erkrankte Hochzeitg ast e. S a b u l a, Iowa, 7. Okt. Großes Aufsehen erregt hier die schwere Erkrankung fast aller Personen, welche vor etwa drei Wochen an der Hochzeit von Tohn Taplar und Annie Gage theilgenommen haben, zumal schon ihrer zwei, George Bryant, Sterling, JllS., und Florence Walker, bereits gestorben sind und elf andere, darunter der junge Ehemann, dem Tode nahe sind. Die Aerzte streiten sich über die Erscheinungen, nach welchem die Einen auf Trichinose, die Anderen auf Pto-manie-Vergiftung schließen. 3m Ganzen sind etwa 85 Personen erkrankt, theilweise erst drei Wochen nach dem Hochzeitsseste. Es verlautet, daß daS Fleisch für daS Hochzeitömahl schon gekocht gewesen sei, als man sich genöthigt sah, die Hochzeit um 4 Tage zu verschieben, und man vermuthet, daß, da eS damalS sehr warm war, sich Gift in diesem Fleisch gebildet hat. DaS New Jorker FusionSticket. R e w I 0 r k, 7. Okt. 3n der republikanischen County-Convention in der Lyric Hall wurde heute Abend berichtet, daß man sich in der Conferenz im republikanischen Hauptquartier, welche fast biS zu Beginn der Convention währte, auf ein FusionSticket geeinigt hat und, daß daS Nominations - Comite folgende Kandidaten vorschlage : Für Rcgistrar, Thomaö F. Keating, Staat - Demokrat; für County-Elerk, Thomas H. Hamilton, Platt-Republikaner; für Richter deö Sureme-GerichtS, Ernst Hall, PlattRepublikaner; C. C. Beaman, Unabbänaiaer Republikaner und Comite von Fünfzig; MyerS. JsaacS, Repu blikaner und Good Government-Kan didat; für Richter deS Court of Gene ral-Sessionö, Thomas Allison, Platt Republikaner und 3ohn Felbell, Staat-Demokrat; sür Stadtrichter Henry C. Beaty, Platt-Republikaner, Daniel O'Connell, Staat-Demokrat und JameS W. HaweS, Republikaner. Die Republikaner und die Staats demokraten nahmen heute in getrenn ten County-Conventionen das aufge stelte FusionSticket an und man erwartet, daß auch die German-American Reform-Union daS Ticket indofsiren wird, weil sie die Accise-Plänke der , Staatsdemokraten indossirt hat. Diese

deS Sabbaths und schließt mit folgenden Worten : Wir halten eine Modifikation der bestehenden Gesetze für nöthig und werden sie anstreben, in der Weise, daß Erpressungen, Parteilichkeiten und Unterdrückungen verhütet werden, und daß die Stadt in die Lage versetzt wird für sich durch Volksabstimmung zu entscheiden, ob der Verkauf von Nahrungsmitteln, Gettänken und anderen Lebensbedürfnissen an Sonntag

zu solchen Stunden und unter solchen Restriktionen gestattet wird, daß dadurch die Andacht und die Religionsübungen nicht gestört werden. .,. Die Cholera in Honoll u. Port Townsend, Wash , 7. Okt. Der Damvfer Senora trift hier oeben aus Honolulu mit der Nackricht ein, daß die Cholera im schnellen Eröschen begriffen ist. Grubenunsall in WilkeSdarre. W ilkeö barre,' Pa, 7. Okt. Kurz nach 5 Uhr trat heute in der von der Lehigh Valley Coal Company betriebenen Dorrance - Grube, welche westlich von der Stadt liegt, eine furchtbare Gaö-Ezplosion ein. Wie viele Arbeiter sich zur Zeit in der Grube befanden ist bei der Zurückhaltung der Beamten noch nicht festzustellen und die Räumungöarbeiten sind noch nicht weit genug vorgeschritten. Bis 8 Uhr waren mit schweren Brandwunden fünf Personen lebend an'S Tageslicht geschafft worden. Wie einer von ihnen, der 19jährige Robert Blachart, auSsagte, nahmen Wm. 3oneS, W. Cahill und Llewelyn OwenS unter Daniel Reese'S sachverständiger Leitung in dem eine Meile vom Eingang des Haupt schachteS entfernt unter dem Grundstück des Baseball'Clubs liegenden v!r lassenen Theil, delcher die Baltimore Sektion heit, Messungen vor. Blanchard und Wm. Miller,, welche ie begleiteten, waren zulückgeblieben, als plötzlich die Explosion erfolgte und sie beide zu Boden warf. Mlllcr wurden von umstürzendem Gebälk beide Arme gebrochen. Sie verloren das Bewußtsein und kamen erst im Hospiil wieder zu sich. Blanchard nimmt an, daß die Vermesse? durch eine UnVorsichtigkeit eine Explosion von angeammeltem Grubengak herbeigeführt halen und daß sie sämmtlich umgekommen sind. Als Blanchard aufgeunden wurde, brannten seine Kleider, während ihn Trümmer von Gebälk am Boden festhielten. Um 9 Uhr wurden Moß, Lafley und Murphy herausgeschafft und gleichfalls mit schlimmen Brandwunden inö Hospital befördert. BiS Mitternacht waren die RettungSarbeiten noch nicht weit gediehen und wurden durch auftretende Gase stark erschwert. Man vermuthet, daß die Explosion auch an dem Gerüstwerk großen Schaden angerichtet hat. Alle Hoffnung, die Ingenieure lebend anzutreffen, ist aufgegeben. Von Grubenarbeitern werden noch acht dermißt, und über ihr Schicksal wird man erst morgen Genaues erfahren. Der Superintendent Chase glaubt, daß nicht mehr als 7 oder 8 Menschen um's Leben gekommen sein werden, nämlich die Ingenieure und drei ungarische Arbeiter. Um Mitternacht erlag Michael Moß im Hospital seinen Verletzungen. Wilkesbarre, Pa., 8. Oktober. Heute Morgen um 2 Uhr 15 wurden die Verunglückten sämmtlich als Leichen aufgefunden. ., DaS Marienbild in Guad'al u p e. Stadt Mexico. 7. Okt. Gerüchtweise verlautet, daß protestantische Missionäre sich verschworen hätten, die Kirche in welcher sich daS wunderthätige Marienbild von Guadalupe befindet, mit Dynmit in die Luft zu sprengen oder in Brand zu stecken. Eine Ab theilung Feuerwehr wird deshalb in der Nähe der Kirche gehalten. Die Behörden schenken dem Gerücht keinen Glauben, aber eö zeigt, zu welcher Er bitterung der gedrohte Kreuzzug der protestantischen Missionäre gegen die Anbetung der Jungfrau schon geführt hat. . Testamente und notarielle Akte jeder Art auSgefertigt. CrvschastS - Angelegenheiten prompt besorgt, Schiffs - Billette auf allen Linien. A. Metzger Agentur, Odd FellowS Halle (2. Stoct).

Ausland.

Zweierlei Recht. Berlin. 7. Okt. Die FuchsmühlAssäre hat in der bayrischen. Kammer ziemlich Staub aufgewirbelt. Nach dem schon der Soziallst Grillenberger daö Niederschießen der waldsrevelnden Fuchsmühlbauern scharf gerügt hatte, meldete sich Tags darauf der Bauernbündler Ratzinger zum Wort. Er be nutzte die Melsung von der Ablehnung deS BegnadiguugSttesuchs von Louis Stern,, um seine Meinung zum Besten zu geben. Ncch FuchSmühl, woselbst arme Bauern in vermeintlicher AuSÜbung eines R.chtes zum Konflikt mit der Staatögcw.'.lt grkonlmen wären, hätte die Regierung Nieman) geschickt, um 'ölutvrgi,tz,n zu verhindern, wegen eies amerikanischen Millionärs wäre ein Regierungspräsident als Vermittler abgeordnet worden. Dann fuhr Rotzinger fort : Warum hat der Premierlieutenant M.yer, welcher die Soldaten ggen die Fuchsmühler Bauern führte, die Truppen dahin angeredet, daß sie vielleicht auf Landsleute, Bekannte und Verwandte schießen müßten? Daß der Lieutenant den bekannten Berliner Auöspruch nachechote, fiel unglücklich auö. Sonst wollte .der Monarch im Schoße seiner Unterthanen sicher ruhen. heute werden die Leute zerschmettert, wird an die Waffen appellirt und der Bürgerkrieg in Aussicht gestellt. Daö Nachäffen deö BerlinerthumS ist gefährlich. Gewisse Herren ahmen sogar den Berliner Dialekt nach " DaS Reichsgericht hat die Appellstion deS Bergarbeiters Schröder und Genossen von Essen gegen das in dem berüchtigten Essener Meineid? - Prozesse ergangene Urtheil als nicht genügend begründet, abgewiesen. Schröder und die mit ihm verurtheilten Essener Bergleute müssen demgemäß die ihaen zuerkannte Zuchthausstrafe abfitzen. Der Vorwärts" begleitet diese Nachricht mit bitteren Glossen; er weist darauf hin, daß der ebenfalls des Meineidö angeklagte Alex'anerBrudik Heinrich vom Alrzianerkloster Mariaberg bei Aachen frei herumlaufe und der Betrüger Flh. v. Hammerstein augenscheinlich nicht ernstlich verfolgt werde. , ,., 'Der sozialdemokratische Parteitag. B re ö l au, 7. Okt. Heute fand im hiesigen Saal Zum deutschen KrönPrinzen die Eröffnung des sozialdemokratischen Parteitages statt. Den Vorsitz führten Singer-Berlin und Segitz - Fürth. Ein sozialistischer Männerchor trug zuerst ein Arbeiterlied vor, worauf die Delegaten ihre Sitze einnahmen. Der Saal ist Prachtvoll dekorirt. Der heutige Vormittag wurde mit der Erledigung der üblichen Routinegeschäfte zugebracht. Paul Singer hat einen Berichter statter gegenüber erklärt, daß der BreSlauer Parteitag harmonisch verlaufen werde, trotz des GeredeS von einem Z?rwürfniß unter den Parteimitgliedern. Er fürchte nicht, daß der Reichstag ein Ausnahmegesetz annehmen werde. Eher sei eS möglich, daß ein solche? im preußischen Landtage durchgehe. .Die Regierungen würden jedoch finden, daß der SozialiömuS unter solchen Verfolgungen nur erstarken werde. Wenn ein Redner oder ein Redakteur durch Gefängnißstrafe zum Schweigen gebracht würde, so würden zwei andere bereit sein, an seine Stelle zu treten. ,. Sozialisten - Congreß in BreS lau. B r e S l a u, 7. Okt. Herr Liebknecht nahm heute in seiner Rede zur Eröffnung deS sozialistischen Congresseö auf die bekannten Aeußerungen deS Kaiser? Wilhelm Bezug, indem er erklärte, eS seien in neuerer Zeit Versuche gemacht worden, die Sozialdemokratie herabzusetzen und erklärte dann, die Partei habe jetzt keine Niederlage zu fürchten. gleichviel wie viele Bajonnette denen zur Verfügung ständen, welche ihre Stärke au ervroben wünlckten. Wen u . t . t?tmh( tttfY f RnnKiM I lllUll (IHM OlUUlf IVUUl, U jlUUVll! die Sozialdemokraten dazu bereit. Der Redner fuhr dann fort : Die höchste Autorität im Lande wirft unS den Fehdehandschuh hin und insu'tirt unS. Laßt unS die Herausforderung annehmen, ohne Rücksicht darauf, wer da mit Lehm schmeißt. Er ist außer Sta.tde, uns zu berühren, denn wir

stnd über seine Beleidigungen erhaben DaS deutsche Reich kann zusammenbrechen, aber der SozialiömuS wird triumphiren. Eine Verletzung deö all gemeinen StimmrechtS ist gleichbedeu-

tend mit dem Todeöurtbeil der Reicüöregierung. Herrn Liebknechts Rede fand öegei-icrten Beifall. 3n dem für den Kongreß gemietheten Saale b.fiidct sich ein lebenögroßes Portrait des verstorbenen Kaisers Friedrich. Die Sozialisten wünschten dasselbe während ihres Kongresses zu verhüllen, aber die Poli, ei verhinderte sie daran, worauf der Vorsitzende bemerkte, wenn die Verhandlungen den Kaiser Friedrich nicht störten, so werde seinsportrait a ch die Sozialisten vicht inkommodiren. Der Kongreß nhm eine Resolution auf Auschlicßung deS Dr. RuedtHeidelberz auö dem Grunde an, weil er, obgleich zum Delegaten gewählt, sich entfernt habe mit der Bemerkung, er habe mit der Gesellschaft nichts zu thun". Unter den Anträgen, über welche der Congreß zu berathen haben wird, befinden sich viele, welche sich mit dem agrarischen Programm beschäftigen und sich natürlich nichts weniger als günstig zu den neuen Vorschlägen verhalten. Mehrere Antrage besürworten die Verwerfung des agrarischen Programms ohne alles Federlesen, während andere, welche nicht so weit gehen, die Ansicht vertreten, dak Comite, welches daS Programm aufgestellt hat, sollte bestehen bleiben, um weiteres Material' für die Agitation in den landlichen Distrikten zu sammeln. ES liegen auch Forderungen zur Er wagung vor, wonach die Sozialisten ihren Anspruch auf Vertretung im Präsidium deS deutschen Reichstages geltend machen sollten, daß sie alljährlich einen Antrag auf Einführung deö achtstündigen Arbeitstages un eineS Minimal - Arbeitslohnes eir.b.'ingen und ein stza'licheS Verbo: gegen die Verwendung von Schenkammen, An gesichtö der Vertheile der sterilisir n Milch fordern sollten. Ein anderer Antrag, dem gute Unterstützung sicher ist, daß Parteibeamte und R dakteure. die ein Gehalt von 3000 Mark beziehen, keine Geldvergütung sür ihre Dienste im Reubstage erhalten sollen. Ein Mitglied wünschte, daß der Kongreß erklärt, die Sozialdemokrtie bekämpfe religiöse Gemeinschaften und ihre Vertreter, wenn deren Lehrende Befreiungskampfe deö Proletariats entgegenstehen. Andere Anträge bringen die Unzufriedenheit in der Parteipresse zum Ausdruck. Louiö Sternö Aussichten. Berlin, 7. Oktober. Trotz der amtlichen Angaben deö bayerischen MinisterS im bayerischen Landtage vom letzten Freitag und trotz der positiven Versicherungen deö hiesigen bayerischen Gesandten wird auf der amerikanischen Botschaft und von LouiS Sternö Anwalt behauptet, die Angelegenheit deöselben wegen Beleidigung deö Baronö von Thuengen sei noch nicht alö abgeschlössen zu betrachten. Herr Stern weilt in Paris, während seine Familie nach New - Aork abgereift ist. SchissS-Nachrlchten. Angekommen in : New Jork: Manitoba" von London; Frieöland" von Antwerpen; Werra" von Neapel. Southampton: Kaiser WilHelm II." von New Jork. , , Ehe ich ansing Hood's Sarsaparilla zu nehmen, war ich schwach im Rücken. Seit ich Hood'ö Sarsaparilla nehme, habe ich keinerlei Beschwerden mehr gehabt. D. Dodge, 31 Clifford Ave., Indianapolis, 3nd. Hood'ö Pillen kuriren alle Leber krankheiten. CO Charles Elliott und Gustav Frauer prügelten sich heute und wur den verhaftet. fZpT Der Board of Tradt giebt am IG. Oktober ein Bankett im Grand Hotel zu Ehren der hier tagenden Rational Convention der Wetterbureaux Beamten. AU Nttt fort.M b.T. tMt iir rt für by Aara Twfm, Aaula, Tf im, and Jiia. Bob, Toldo, Obia, MM ernt. Otbn ar otaff a W.1L W ky injoar BBi Mri avr Mitk. Yoa c4 Ik. wk an4 Vrrm . fttinm ar täly Mralnf fraa ti M .' : r nMr.iuii.wiiowmbMr t) i tart yMt. tu rork tm u. tima f J rUlhUnfc Bis Bmr ftwwor. iS . Fallttn MklOWB lOM&f ftw. HbniuwniUtiki.Fif(U.i

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